Der Soldat Martin Bonleitner stammte aus Lehen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Fischbachau, und war der Sohn eines Wagners. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.11.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei den Kämpfen in den Karpathen in Rumänien.
Die Lage des Grabes von Martin Bonleitner ist, wie meist bei Gefallenen des Ersten Weltkrieges in Rumänien, unbekannt.
Sterbebild von Martin BonleitnerRückseite des Sterbebildes von Martin Bonleitner
Der Soldat Engelbert Dörfl wurde am 19.05.1894 in Hart in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 4. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments.Am 11.09.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren bei den Kämpfen in den Karpathen in Siebenbürgen.
Über den Todestag und die Todesumstände von Engelbert Dörfl berichtet die Regimentsgeschichte des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
Kämpfe am D‘ Ormului und auf der Magurita
Schon am 10.9. machte die 9. Kompanie einen erfolgreichen Angriff gegen D‘ Ormului, wo die Russen tags vorher in einen Teil der Stellung des Grenadier-Regiments 1 eingebrochen waren. Am selben Tage bemerkte das I. Bataillons, wie Russen scharenweise aus dem Walde hervortraten. In der Nacht hatte die 2. Kompanie erhöhte Bereitschaft, es rührte jedoch nichts. Da erschallte plötzlich am 11.9. 6 Uhr früh von der Magurita her das russische „Uah“ „uah“. Begreiflicherweise war die Kompanie trotz der ermüdenden Nachtwache in der kalten Gebirgsnacht sofort wieder frisch. Blitzschnell hatten die Russen – es sollen vier Bataillone vom 146. Regiment gewesen sein – die steile Höhe der Magurita erklommen, griffen das dort liegende Füssilier-Bataillon des Grenadier-Regiments 1 an und brachen vollkommen durch. Die auf dem linken anschließenden Sattel liegende 2. Kompanie (Führer Leutnant der Reserve Sundhausen) sandte zur Erkundung eine Patrouille aus, die wegen ihrer Gefährlichkeit aus lauter Freiwilligen bestand (Führer Offiziersstellvertrteter Stahlhofer mit Pöltl, Weitzhofer, Neumeier Johann und Georg, Braun, Schick, Schiele, Graf, Grill, Silbermann). Der Regimentskommandeur befahl, dass das III. Bataillon, das rechts von der Einbruchstelle lag, mit seinen beiden Unterstützungszügen (an seinem linken Flügel) von rechts, Teile des I. Bataillons von links her den Gegner hinauswürfen. Auch die herausgezogenen Trümmer des I. und II. Bataillons Grenadier-Regiments 1, die dem Regiment als Bataillon Grufe zur Verfügung standen, erhielten Befehl, von rechts her auf dem Höhenweg den Feind von der Flanke anzugreifen. Der tatkräftige Kommandeur des I. Bataillons, Major Prager, ließ die 4. (Führer Leutnant der Reserve Reuschl) und die 11. Kompanie von der Flanke her angreifen, außerdem setzte er sofort die 2. Kompanie zum Gegenstoß an. Er selbst befand sich mitten in der Schützenlinie. Der Sturm gelang vorzüglich; 9 Uhr vormittags waren die Russen geworfen; sie hatten schwerste Verluste. 285 Gefangene wurden eingebracht. Wir hatten 8 Verwundete zu bedauern, ferner 3 Tote (darunter der Leutnant der Reserve Schork), die auf dem Soldatenfriedhof zu Borsa unter mächtigen Kirkenkreuzen zur ewigen Ruhe gebettet wurden. Am Abend wurde das Füssilier-Bataillon des Grenadier-Regiments 1 herausgezogen. Unser I. und III. Bataillon hatten die Lücke auf der Höhe 1.463 zu schließen.“.
Die Lage des Grabes von Engelbert Dörfl ist, wie meist bei Gefallenen in Rumänien im Ersten Weltkrieg, unbekannt. Wie im o. a. Text angegeben, wurde er in Borsa auf einem Feldfriehdof begraben. Es ist allerdings sehr fraglich, ob das Grab heute noch existiert.
Sterbebild von Engelbert DörflRückseite des Sterbebildes von Engelbert Dörfl
Der Soldat Joseph Hütter stammte aus Rupertsham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war Student der Theologie. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier und Offiziersaspirant in der 8. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.09.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Cârlibaba in den Karpathen bei einem Sturmangriff.
Man begrub Joseph Hütter auf einem Feldfriedhof bei Cirlibaba Cim. Crivei 1 WK in Rumänien. Ob das Grab noch heute existiert, ist fraglich.
Sterbebild von Joseph HütterRückseite des Sterbebildes von Joseph Hütter
Der Soldat Johann Baptist Sax wurde am 11.03.1992 in Ehring geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Polling, und war der Sohn eines Mühlenbesitzers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde Ende September / Anfang Oktober bei Kämpfen in den Karpathen schwer verwundet und verstarb an diesen Wunden am 02.11.1916 im Alter von 24 Jahren in Hirschberg (polnisch: Jelenia Góra) in Niederschlesien (heute Polen).
Die Lage des Grabes von Johann Baptist Sax ist, wie meist bei Gefallenen des Ersten Weltkrieges an der Ostfornt, unbekannt.
Sterbebild von Johann Baptist SaxRückseite des Sterbebildes von Johann Baptist Sax
Der Soldat Joseph Wöstner wurde am 11.04.1890 geboren und stammte aus Maxhofen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bruckmühl, und war der Sohn eines Landwirts (zum Einhofer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 4. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 12.06.1917 fiel er im Alter von 27 Jahren nach 29 Monaten Kriegsdienst durch Granatschuss während der Stellungskämpfe in den Siebenbürgischen Grenzkarpathen im heutigen Rumänien.
Die Lage des Grabes von Joseph Wöstner ist, wie meist bei Gefallenen des Ersten Weltkriegs an der Ostfront, unbekannt.
Der Soldat Heinrich Appel wurde am 05.09.1896 in der hessischen Stadt Frankfurt am Main geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger im 223. Reserve-Infanterie-Regiment. Am 25.01.1915 fiel er im Alter von 18 Jahren bei Csuszka in den Karpathen.
Der Soldat Otto Klein stammte aus der hessischen Stadt Frankfurt am Main. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger in der 2. Kompanie des 223. RESERVE-Infanterie-Regiment. Am 14.03.1915 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 22 Jahren während der Kämpfe am Czyrak, in der Nähe der Ortschaft Verkhnya Rozhanka, in den Karpaten.
Die Lage des Grabes von Otto Klein ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Der Soldat Albert Deindl wurde am 29.07.1896 in Schwarzach als Sohn eines Bierbrauereibesitzers (Deindl-Bräu, 1877 – 1981) geboren und lebte in Hundldorf, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mariaposching. Er fiel am 15.10.1916 im Alter von 20 Jahren an der Komanhöhe in den Karpathen bei einem Sturmangriff.
Die Lage des Grabes von Albert Deindl ist unbekannt, wie meist bei Gefallenen im Osten.
Sterbebild von Albert DeindlRückseite des Sterbebildes von Albert Deindl
Der Kaiserjäger Lorenz Sampl stammte aus Thomatal in Österreich und diente beim 4. Kaiserjäger-Regiment. Am 03.05.1915 fiel er im Alter von 34 Jahren in den Karpathen in Rumänien. Eine Grablage konnte ich nicht ermitteln.
Sterbebild von Lorenz SamplRückseite des Sterbebildes von Lorenz Sampl
Der Gefreite Josef Kolb Josef war ein Bauerssohn aus Neuradthal, heute ein Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Irschenberg an der Leitzach. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 16. Infanterie-Regiments.Nach 28 Monaten Kriegseinsatz verstarb er am 29.01.1918 im Alter von 21 Jahren im Reserve-Lazarett Passau nach einer Operation in Folge einer Krankheit, die er sich in den Karpathen zugezogen hatte.
Ich vermute, dass Josef Kalb auf einem örtlichen Friedhof in einem gesonderten Teil für Weltkriegsopfer begraben wurde. Sein Grab dürfte noch heute existieren.
Sterbebild von Josef KolbRückseite des Sterbebildes von Josef Kolb