Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.086: Joseph Weiß

Der Soldat Joseph Weiß wurde am 14.07.1886 in der bayerischen Stadt Tirschenreuth geboren und  lebte als Landwirt in Poppenreuth, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mähring. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter im 1. Eskadron der 3. Train-Ersatz-Abteilung. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 04.05.1918 verstarb er nach achtwöchiger schwerer Krankheit im Alter von 31 Jahren bei Hebuterne (Arras). Er hatte 28 Monate Kriegsdienst geleistet.

Man begrub Joseph Weiß auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Joseph Weiß
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Weiß

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.081: Johann Baptist Kronseder

Der Soldat Johann Baptist Kronseder stammte aus Oed, lebte in Hohending, beides Ortsteile der bayerischen Gemeinde Buchbach, und war ein Dienstknecht bei einem Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 6. Kompanie des 25. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 05.10.1915 fiel er im Alter von 28 Jahren in der Champagne, vermutlich bei Sommepy-Tahure.

Offiziell ist für Johann Baptist Kronseder keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes beigesetzt worden, wo man auch seine Regimentskameraden aus der 6. Kompanie begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Ersatz-Reservist Lorenz Kern, gefallen am 02.10.1915 bei Sommepy-Tahure, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes in einem Massengrab;
  • Infanterist Leonhard Kalb, gefallen am 02.10.1915 bei Sommepy-Tahure, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes in einem Massengrab;
  • Infanterist Engelbert Blasi, gefallen am 06.10.1915 bei Sommepy-Tahure, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes in einem Massengrab;
  • Infanterist Karl Albrecht, gefallen am 05.10.1915 bei Sommepy-Tahure, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Johann Baptist Kronseder
Rückseite des Sterbebildes von Johann Baptist Kronseder

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.079: Joseph Schwarzmeier

Der Soldat Joseph Schwarzmeier stammte aus Bockenbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Johanniskirchen, und war Landwirt (Ökonom). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 5. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 18.02.1916 fiel er im Alter von 33 Jahren bei Blangy (heute: Saint-Laurent-Blangy).

Über den Todeszeitrum und die Todesumstände von Joseph Schwarzmüller berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„1.2. – 1.3. Die Feurtätigkeit nahm bedeutend zu, außerdem traten schwere Geschütze und Minenwerfer neu hinzu. Das Feuer richtete sich in der Hauptsache auf Blangy. Auch die eigene Artillerietätigkeit war lebhaft. Die Hochbauten von Blangy, von denen aus der Gegner Einsicht in unsere Stellung hatte, wurde durch Mörserfeuer niedergelegt. In der Häuserreihe führte das nahe Zusammenstehen zu ständigen Reibungen. Um einen freien Raum zu schaffen, wurden zwei Häuser gesprengt und der Trichter von uns ausgebaut. Durch eine Patrouille wurde am 16. ein Toter eingebracht, wodurch das 11. französische Regiment festgestellt wurde. Ein Handgranatenangriff des Gegners auf unsere Sandsackbarrikade in Blangy wurde abgewiesen. Am 8. waren die Sappen vor die Stellung vorgetrieben, der Weiterbau wurde vorläufig eingestellt. In der Blangy-Stellung wurde eine einheitliche 1. Linie geschaffen und hier sowohl wie in der 1. Häuserreihe die Stellung aufgemauert. Am 2. wurde durch einen Frühkrepierer und Explosion des Munitionslagers der 3. Minenwerfer 2 Mann verschüttet und 12 Mann verwundet.“

Eine offizielle Grablagenmeldung ist für Joseph Schwarzmeier nicht vorhanden. Laut Sterbebild wurde er auf dem Friedhof in Saint-Laurent begraben. Ich vermute stark, dass er später auf den Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy umgebettet wurde. Aufgrund der heftigen Kampfhandlungen (Saint-Laurent wurde  im Krieg vollständig zerstört) wird sein Grab / seine Grabinschrift nicht mehr vorhanden gewesen zu sein, weshalb man seine Gebeine wahrscheinlich anonym in einem Massengrab dort beigesetzt hat.

Seine Heimatgemeinde Johanniskirchen gedenkt Joseph Schwarzmeier noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/johanniskirchen-emmersdorf_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Joseph Schwarzmeier
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Schwarzmeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.078: Ludwig Konrad

Der Soldat Ludwig Konrad stammte aus der bayerischen Gemeinde Roßbach und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Landsturm-Infanterie-Bataillons Passau. Am 24.06.1918 wurde er im Alter von 44 Jahren bei einem Granatvolltreffer in ein Feld-Magazin.

Man begrub Ludwig Konrad auf dem Soldatenfriedhof Senones in Block 2, Grab 43.

Seine Heimatgemeinde Roßbach gedenkt Ludwig Konrad noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/rossbach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Ludwig Konrad
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Konrad

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.059: Wolfgang Osterried

Der Soldat Wolfgang Osterried (Regimentsgeschichte, Verlustlisten und Volksbund: Ostaerrit= wurde am 07.09.1876 in Reuthen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lechbruck, und war Landwirt in Roßhaupten. Er arbeitete 8 Jahre bei der Lokalbahn Marktoberdorf – Füssen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Wehrmann in der 11. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments – ebenso wie Adolf Hitler. Am 25.11.1914 verstarb er im Alter von 38 Jahren im Reserve-Lazarett Aachen, nachdem im Gefecht während der Schlacht bei Ypern am 21.11.1914 sein rechter Arm abgerissen worden war.

Man begrub Wolfgang Osterried auf dem Soldatenfriedhof Aachen, Waldfriedhof, in Block 3, Grab 157.

Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Osterried – Sterbebild von Wolfgang Osterried

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.024: Leonhard Ehmann

Der Soldat Leonhard Ehmann wurde am 30.09.1885 geboren und stammte aus Grünbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Polling, und war Kleinbauer (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 16.06.1918 verstarb er nach 39 Monaten Kriegsdienst im Alter von 32 Jahren im Knappschaftskrankenhaus Gelsenkirchen, nachdem er durch einen Granatschuss an beiden Füßen schwerst verwundet worden war.

Man begrub Leonhard Ehmann auf dem Friedhof Gelsenkirchen-Heßler-West in Reihe 7a Grab 213.

Seine Heimatgemeinde Leonhard Ehmann gedenkt Leonhard Ehmann noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/polling-oberflossing_1866_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Leonhard Ehmann
Rückseite des Sterbebildes von Leonhard Ehmann

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.018: Johann Völkl

Der Soldat Johann Völkl stammte aus Unterwiesbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Neumarkt-Sankt Veit, und war Landwirt (Gruber Bauer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Pionier-Bataillons. Am 22.01.1916 fiel er im Alter von 28 Jahren bei bei Arras.

Die Lage des Grabes von Johann Völkl ist offiziell unbekannt.

Sterbebild von Johann Völkl
Rückseite des Sterbebildes von Johann Völkl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.988: Mathias Weber

Der Soldat Mathias Weber stammte aus Hütting, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen und war Landwirt (Röhmerbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 2. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments Er wurde mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 23.06.1916 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Schlacht um Verdun bei einem Sturmangriff. Er wurde bei der Erstürmung des Zwischen werkes Thiaumont getötet.

Über den Todestag von Mathias Weber schreibt die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 23. endlich erfolgte durch das 10. Infanterie-Regiment und das Alpenkorps der Angriff auf das Zwischenwerk Thiaumont und Fleury. Diejenigen Teile des Regiments, die noch nach den schweren Verlusten der letzten Wochen verwendungsfähig waren, beteiligten sich am Angriff des 10. Infanterie-Regiments. Der Angriff gelang.“

Mathias Weber war tot.

Die Lage des Grabes von Mathias Weber ist offiziell unbekannt. Er gilt als vermisst. Ich vermute jedoch, dass er, wenn er bis heute georgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Offiziersstellvertreter Vituas Xaver Franz Führer, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Michael Wünsch, gefallen am 25.06.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Infanterist Josef Wiemüller, gefallen am 25.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Mathias Weber
Rückseite des Sterbebildes von Mathias Weber

Sonderbeitrag: Jakob Haas

Der Soldat Jakob Haas stammte aus dem Dorf Steinbach, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Fernwald, und war von Beruf  Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 6. Kompanie des 116. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 26.09.1914 fiel er im Alter von 33 Jahren bei Ville-sur-Tourbe und Minaucourt-le-Mesnil-lès-Hurlus an der Marne.

Über den Todestag und die Todesumstände von Jakob Haas berichtet die Regimentsgeschichte des 116. landwehr-Infanterie-Regiments:

Dieser Angriff ist ein Teil des allgemeinen Vorstoßes der 3. Armee am 26. 9., der aber nach anfänglichen Erfolgen ebenso stecken bleibt, wie der von den Franzosen versuchte Gegenangriff. R. 116 wird zunächst mit zum Angriff bestimmt. Dieser Befehl wird 8 Uhr nachm. dahin abgeändert, daß das Regiment die Stellungen von R. 30 einnimmt und den Angriff unterstützt. I. besetzt am 26. 9. nachts 1 Uhr die Stellung von R. 30 etwa 1 km südöstl. Chausson-Ferme. Mittlerweile trifft der zum dritten Male abgeänderte Befehl ein, wonach die 49. Ldw.-Brig. am 26. 9. bei Höhe 143, 2 km südl. Maison de Champagne-Ferme, der 16. R.D. zur Verfügung steht. II. trifft dort ein am 26. 9. im Laufe des Vormittags, nachdem es bis $7^0$ vorm. dem R. 17 zur Verfügung gestanden hat. Das zu diesem Sammelplatz aus seiner Stellung (kaum bezogen) abmarschierende I. erhält unterwegs den Gegenbefehl, sich zur Verfügung des R. 17 nach Richtung Höhe 191 zu begeben. Major Ruhnau nimmt in dem Talkessel nördlich der Höhe Aufstellung. 1., 3. und Teile der 2. Komp. schieben bei R. 17 ein und nehmen am Angriff teil. Fehlende Unterstützung durch eigene Artillerie, infanteristische Flankenwirkung aus der Etangschlucht lassen den Angriff nur langsam vorwärts schreiten. Die östlich kämpfenden Truppen gewinnen ebenfalls nur spärlich Gelände, so daß die Division am Abend des 26. 9. das Zurückgehen in die alten Stellungen befiehlt. Verluste am 15. 9. bis 26. 9.: An Offizieren gefallen: Off.Stellv. Müller, verwundet: Lt. Schuster, Off.Stellv. Kürschner. An Unteroffizieren und Mannschaften gefallen: 32, verwundet: 124, vermißt: 2. Am Abend des 26. September trifft bei trübem, naßkaltem Wetter der Befehl ein, daß die Stellungen auszubauen und zur nachhaltigen Verteidigung einzurichten sind; das  Ende des Bewegungskrieges ist gekommen. Noch einmal hatten beide Heere ein letztes Ringen versucht, um in der offenen Feldschlacht eine entscheidende Wendung herbeizuführen. Beide hatten ihre Kräfte gemessen und sich überzeugt, daß eine Entscheidung nur durch eine Umfassung der beiderseits noch ungedeckten Flanken im Norden der Linie möglich war. Sollte auch diese mißlingen, dann war für den Krieg ein Ausblick auf ungeahnte Weiten eröffnet. Tatsächlich fängt mit diesem Augenblick der wirkliche Krieg von bewaffnetem Volk gegen bewaffnetes Volk an. Andere Faktoren wie überlegene Führung und persönliche Tapferkeit beginnen mächtigen Einfluß auf den Gang der Kriegshandlungen zu gewinnen. Ein grauer Schleier umwallt die Zukunft, der für das deutsche Volk bei seiner völligen Abgeschlossenheit beinahe undurchdringlich dunkel ist.Bis 12 Uhr nachts besetzt I. wieder die Stellung des R. 30 (südwestlich Sargdeckel), III., das sich nach Ablösung auf dem Marsch zum Sammelplatz der Brigade befand, besetzt 2 Uhr vorm. die Gräben westlich Punkt 150, etwas weiter westlich der eben verlassenen Gräben. Anschluß nach Osten an R. 80. 

Offiziell ist für Jakob Haas keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er, wenn seine Gebeine bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt beigesetzt wurde.

Die Todesanzeige für Jakob Haas im Gießener Anzeiger
Die Todesanzeige des Deutschen Flottenvereins, Ortsgruppe Steinbach, für Jakob Haas

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.944: Franz Paul Degele

Der Soldat Franz Paul Degele stammte aus Vorderkehr, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub. Er war Landwirt. Am 20.08.1917 verstarb er im Alter von 42 Jahren an einer schweren Krankheit.

Er verstarb vermutlich in der Heimat und wurde im Dorf begraben. Sein Grab existiert wahrscheinlich nicht mehr.

Sterbebild von Franz Paul Degele
Rückseite des Sterbebildes von Franz Paul Degele