Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 893: August Karl Funcke

Der Unteroffizier der Reserve August Karl Funcke wurde am 23.02.1890 in Arsbeck, heute ein Ortsteil der Stadt Wegberg im nordrhein-westfälischen Landkreis Heinsberg, geboren. Er war Lehrer Lehrer in Lobberich in Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments Nr. 237. Am 23.10.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Passendale.

Der Verbleib der Gebeine von August Karl Funcke ist unbekannt. Er wurde vermutlich frontnah begraben, jedoch wurden diese provisorischen Gräberfelder während der weiteren Kämpfe immer wieder zerstört und umgepflügt. So könnten die Gebeine noch in der flanderischen Erde liegen. Wenn sie jedoch geborgen wurden, dann könnten sie als „unbekannter Gefallener“ anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Menen beigesetzt worden sein. Man wird die genauen Hintergründe wohl nie mehr erfahren.

Sterbebild von August Karl Funcke
Rückseite des Sterbebildes von August Karl Funcke

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 538: Xaver Meyer

Der Vizefeldwebel Xaver Meyer wurde am 22.02.1895 in Ziemetshausen geboren und war von Beruf Lehrer. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des  3. Infanterie-Regiments Am 28.04.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren im Bois de Malancourt bei Verdun.

Begraben wurde Xaver Meyer letztlich auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.

Sterbebild von Xaver Meyer
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Meyer

 

Der theoretische Weg von Xaver Meyer von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 341: Ferdinand Schieb

Der Lehrer Ferdinand Schieb wurde am 11.10.1885 in Hartkirchen am Inn, heute ein Ortsteil der Gemeinde Pocking, geboren. Er übte seinen Beruf in Tettenweis, einige Kilometer von seinem Heimatort, aus. Als Gefreiter in der 8. Kompanie des 1. Landwehr-Infanterie-Regiments fiel er bei den Kämpfen am 02.08.1915 im Alter von 29 Jahren am Schratzmännele in den Vogesen bei Münster (Elsass).

Ich gehe aufgrund meiner Recherchen davon aus, dass Ferdinand Schieb auf dem Soldatenfriedhof Hohrod als unbekannter Toter in einem Massengrab beigesetzt wurde. Der Abgleich der Beisetzungsorte von Kameraden aus seiner Kompanie, die am selben Tag gefallen sind, legen dies nahe:

  1. Leutnant der Reserve Wilhelm Pfannenschmidt, + 02.08.1915, Hohrod, Block 3 Grab 227
  2. Unteroffizier Ludwig Betz, + 02.08.1915 am Schratzmännele, Hohrod, Massengrab
  3. Gefreiter Johann Bachmaier, + 02.08.1915 am Schratzmännele, Hohrod, Massengrab

 

Sterbebild von Ferdinand Schieb
Rückseite des Sterbebildes von Ferdinand Schieb

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 339: Joseph Jeck

Der Lehrer Joseph Jeck wurde am 21.03.1895 in Lauingen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 6. Kompanie des 18. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.01.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren in den Vogesen.

Joseph Jeck wurde auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach im Block 3, Grab 146 beigesetzt.

Sterbebild von Joseph Jeck
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Jeck

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 291: Joseph Mandl

Der Lehrer Joseph Mandl kämpfte im Ersten Weltkrieg als Leutnant d. R. in der 3. Kompanie des 11. Infanterie-Regiments. Er stammte aus Röhrnbach in Niederbayern und war ein tapferer Soldat und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz 2. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 05.05.1915 wurde Joseph Mandl im Alter von 30 Jahren im Wald von Ailly bei den Kämpfen südlich von Verdun durch Kopfschuss getötet.

Die Gebeine von Joseph Maindl ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof Troyon, Block 12, Grab 20.

Sterbebild von Joseph Mandl
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Mandl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 276: Johann Steil

Heute stelle ich ein ganz persönliches Sterbebild vor. Es ist das Sterbebild und das Schicksal meines Großonkels Johann Steil.

Johann Steil wurde am 27.08.1888 in Püttlingen geboren. Sein Vater war Bergmann. Wegen seiner schulischen Leistungen wurde ihm von einem Lehrer der Volksschule in Püttlingen ermöglicht, eine Ausbildung zum Volksschullehrer in Boppard zu absolvieren. Nach dieser Ausbildung wurde er von 1909 bis 1910 in Mannebach als Lehrer eingesetzt. Nach seinem Wehrdienst (1909 – 1910) nahm er eine Stelle als Lehrer in Wollmerath an. Hier tat er Dienst, bis er zum Kriegsbeginn im August 1914 zur 3. Kompanie des 10. Rheinischen Infanterie-Regiments einberufen wurde. Hier nahm er am Feldzug gegen Frankreich teil. Am 06.09.1914 wird er während der Schlacht an der Marne bei Marolles durch ein Schrapnellgeschoss am Kopf getroffen und getötet. Seine Leiche wurde zunächst in Marolles begraben. Später wurde er auf den Soldatenfriedhof in Connantre umgebettet. Allerdings war die Identität seiner Gebeine verloren gegangen, sodass er als unbekannter Toter begraben wurde. Vor wenigen Jahren konnte ich ihm durch meine Recherchen seine Identität wiedergeben.

Das Leid, welches der Tod von Johann Steil in seiner Familie hervorgerufen hat, war noch in meiner Kindheit spürbar. Mein Großvater, Ludwig Steil, litt Zeit seines Lebens unter dem Verlust seines großen Bruders. Er selbst wurde 18 jährig noch am Ende des Ersten Weltkrieges einberufen, in 6 Wochen ausgebildet und in den Krieg geschickt. Gott sei Dank endete das große Schlachten während seines Transportes an die Front. Im Zweiten Weltkrieg wurde er erneut zum Kriegsdienst einberufen. Gott sei Dank überlebte er ihn.

Johann Steil begründete die Tradition in meiner, Lehrer zu werden. Mein Vater wurde Lehrer. Meine beiden Schwestern sind Lehrerinnen und ich bin Lehrer. Mein Sohn und meine Nichten sind alle Lehrer.

Seine Heimatgemeinde Wollmerath gedenkt noch heute Johann Steil auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/wollmerath_festschrift_wk1u2_rp.htm

Johann Steil während der Ableistung seines Wehrdienstes beim Infanterie-Regiment Nr. 70, 11. Kompanie
Portrait von Johann Steil
Sterbebild von Johann Steil
Rückseite des Sterbebildes von Johann Steil

 

Der theoretische Weg von Johann Steil von seinem Geburtsort über seinen Studien- und Dienstort zu seinem Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 156: Anton Beck [Lehrer]

Anton Beck wurde am 24.02.1894 geboren und lebte in Stadtamhof. Er war Lehrer und, wie man dem Sterbebild entnehmen kann, ein stolzer Mann. Dazu trug auch sein militärischer Rang bei, denn er war Leutnant der Reserve. Im Ersten Weltkrieg diente er zunächst als Einjähriger Freiwilliger im 11. bayerischen Infanterie-Regiment. Dort wurde er bereits 1914 einmal als vermisst gemeldet. Im Juni/Juli 1915 findet man Anton Beck dann als Offiziersstellvertreter bei dem 21. Reserve-Infanterie-Regiment, wo er als leicht verwundet gemeldet wird. Im November 1916 wird er, aufgestiegen zum Leutnant der Reserve,  erneut als vermisst gemeldet. Anfang 1917 folgt dann die traurige Nachricht, dass Anton Beck am 01.10.1916 bei bei Eaucourt l Abbaye gefallen ist. Er wurde nur 22 Jahre alt.

Die sterblichen Überreste von Anton Beck ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab. Er war mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und dem bayerischen Militär-Verdienst-Orden 4. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet.