Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.602: Georg Reithofer

Der Landwehrmann Georg Reithofer stammte aus Arnstorf in Bayern und arbeitete als Hausmeister. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments (Fehler auf Sterbebild). Am 07.03.1915 fiel er während der Winterschlacht in der Champagne im Alter von 31 Jahren bei Souain an der Marne in Frankreich.

Über den Todestag von Georg Reithofer, den 07.03.1915, berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Am Morgen des 07.03.1915 setzte schwerstes Artilleriefeuer gegen unseren Kampfgraben am Südrande des Fingerwaldes, die Laufgräben und die Reservestellung am Steilhang ein. I. Bataillon war Kampfbataillon, 9. Kompanie schloss sich ihm links in der vom Landwehr-Infanterie-Regiment 116 übernommenen Stellung an. Auf die Meldung, dass der Feind 7.30 Uhr morgens seine vordersten Gräben stark besetze, wurde unsere Artillerie ersucht, ihr Vernichtungsfeuer auf diese Gräben zu legen. 9.50 Uhr vormittags sprang die feindliche Infanterie aus ihren Gräben vor, wurde aber durch unser Infanteriefeuer in sie zurückgetrieben. Ein Viertelstunde später missglückte ihr Sturmlauf in gleicher Weise. Hierauf zog der Feind seine Sturmtruppen aus seinen vordersten Gräben zurück und richtete von neuem ein Zerstörungsfeuer von furchtbarer Wirkung unseren vordersten Kampfgraben. Um 1.00 Uhr vormittags wurde von dem Beobachtungsstande der Batterie Oster, die nördlich des Finger stand, gemeldet, der Feind verlasse zu Hunderten seinen Graben und dringe in die Westspitze des Fingerwaldes ein.
Die Regiments-Reserve im Bayernlager, Bataillons-Stab III, 10. und 12. Kompanie, wurden hierauf alarmiert, nach der Fingerstellung in Marsch gesetzt und dem Kommandeur des I. Bataillons zur Verfügung gestellt. Dieser wurde beauftragt, den in den Fingerwald eingedrungenen Feind wieder hinauszuwerfen; 1/2 Reserve-Pionier-Kompanie 55 sollte hierbei mitwirken. Auf Antrag des Regiments-.Kommandeurs wurde die Brigade-Reserve – 11. Kompanie – von Somme-Py nach der Fingerstellung gesand, die Divisions-Reserve II./Landwehr-Infanterie-Regiment 2 und I./Landwehr-Infanterie-Regiment 1 in das Bayernlager zogen.
Ein starkes Artilleriefeuer lag auf dem Bayernlager und dem Gelände zwischen ihm und der Stellung. Alle Fernsprechverbindungen mit der Stellung und der Artillerie waren zerstört, Meldeverbindungen durch Posten wurden gelegt.
Nachdem die 2.30 Uhr nachmittags im Bayernlage eingetroffenen Bataillone der Divisions-Reserve sich verpflegt hatten, marschierte der Regiments-Kommandeur mit ihnen und dem Rest der Pionier-Kompanie 55 gegen den Fingerwald vor. Es gelang mit der Marschkolonne den Granateinschlägen derart auszuweichen, dass die Truppe ohne Verlust ihr Ziel erreichte. II./Landwehr-Infanterie-Regiment 2 nebst Pionieren unter Führung von Hauptmann Klein – Oberstleutnant Reck hatte eine besondere Verwendung in der Division – wurde in die Reservestellung am Steilhang vorgeführt, während I./Landwehr-Infanterie-Regiment 1 in dem Waldgelände zwischen Straße Tahure – Souain und dem Steilhange bereitgestellt wurde.
Inzwischen war der in den Südgraben bei der Fingerspitze eingebrochene Feind entlang der beiden Verbindungsgräben gegen den neuen Kampfgraben vorgedrungen, durch 2 an der Einmündung des rechten Verbindungsgrabens aufgestellte HG aber abgewiesen worden. Unteroffizier Johann Windisch der MG Kompanie hatte selbsttätig diese beiden Gewehre an dieser für die Abwehr wichtigen Stelle gerade noch im entscheidenden Augenblick eingesetzt. Der in der Stärke von 2 – 300 Mann bereits auf 15 Meter an den Kampfgraben herangekommene Feind wurde durch das MG-Feuer aufgerieben. Während der rechte Teil des am Südrande des Fingerwaldes gelegene, alten Kampfgrabens in der Hand des Feindes gefallen war, war es dem linken Flügel des I. Bataillons, unter der entschlossenen Führung des mit dem Unterstützungszug der 3. Kompanie entwickelt quer durch den Wald vorgeeilten Oberleutnant Grosselfinger gelungen, dem Feinde hier das Vordringen in dem Graben und das Vorbrechen aus seiner Stellung am Birkenwäldchen zu verwehren. Wirksam wurde er dabei durch die links von ihm in Stellung befindliche 9. Kompanie unter Oberleutnant Voigt unterstützt.
In der Erkenntnis, dass nur rasches Handeln zum Ziel führen könne, hatte Major Kehl alsbald nach dem Eindringen des Feindes in den Wald der 2/3 1. Kompanie, deren eines Drittel den Westgraben besetzt hielt, befohlen, den längs des linken Verbindungsgrabens vorgegangenen Feind zu vertreiben. Die Kompanie kam beim Vorgehen im feindlichen Feuer zum Teil zu weit links und in die Stellung der 9. Kompanie hinein. Mit einem Teil unter ihrem mutigen Kompanie-Führer, Oberleutnant Emminger, konnte sie Mitwirken, um den Feind bei der Einmündung des linken Verbindungsgrabens in den neuen Kampfgraben daran zu hindern, in diesen einzudringen. Oberleutnant Emminger wurde hierbei verwundet, bald darauf auch Leutnant Fräßdorf, der entschlossen die Führung der Kompanie in die Hand genommen hatte.
Nach Eintreffen der Regiments-Reserve setzte Major Kehl diese in der Weise zum Angriff an, dass 10. Kompanie entlang des rechten Verbindungsgrabens vorgehen und wieder nehmen, 12. Kompanie nebst einem Pioniertrupp unter Leutnant Grieshaber mit der 1. Kompanie zusammenwirken sollte, um den linken Verbindungsgraben wieder in die Hand zu bekommen. Die 10. Kompanie konnte über den neuen Kampfgraben nicht vordringen; die 12. Kompanie geriet bei der Entwicklung aus ihm heraus im Hindernis in Unordnung und kam auf dem Waldhange in schweres Artilleriefeuer. Im Infanteriefeuer mit „Marsch Marsch“ wurde vorgestürzt und der untere Teil des linken Verbindungsgrabens zum Südgraben erreicht. Im Graben entstand ein Feuerkampf auf nächster Entfernung. Leutnant Grieshaber trieb den Feind mit seinem Pionier-Handgranatentrupp eine Strecke weit zurück. Als dieser tapfere Führer gefallen war und die Handgranaten ausgingen, schloss man sich mit einer Sandsackbarrikade gegen den Feind ab. Unteroffizier Michael Knopf der 12. Kompanie übernahm hier die Führung. Er feuerte durch glänzendes Beispiel von Tapferkeit seine Umgebung zum Standhalten an und verteidigte allen Anstürmen zum Trotz diese wichtige Sperre, stieß sodann seinen Leuten dem weichenden Feinde nach und verleidete ihm das Wiederkommen.
Der Regiments-Kommandeur traf 5.00 Uhr nachmittags mit dem II./Landwehr-Infanterie-Regiment 2 am Steilhange ein. Er setzte zum Gegenangriff eine rechte Angriffsgruppe unter Major Benz mit 10., 11. und 8. Kompanie und 1. Pionier-Zug unter Leutnant Gogl ein und eine linke Angriffsgruppe unter Hauptmann Klein mit 2/3 5., 7. und 12. Kompanie und 1 Pionier-Zug unter Leutnant Mühl. Umfassend sollte entlang der beiden Verbindungsgräben gegen den in den Wald eingedrungenen Feind zusammengewirkt werden, die rechte Flügelgruppe sollte mit ihrem rechten Flügel hierzu am westlichen Waldrande vorgehen. Zur Unterstützung dieses Angriffs wurde Artilleriefeuer gegen die Fingerspitze und auf die feindliche Stellung südlich des Fingerwaldes angefordert.
In der Abenddämmerung brachen von der rechten Gruppe die 8. und 11. Kompanie vor. Der Sturmanlauf der 11. Kompanie wurde von dem feindlichen Infanteriefeuer, das vom rechten Verbindungsgraben her kam, gefasst. Der tapfere Kompanieführer, Hauptmann Ulrich, wurde schwer verwundet. Bald darauf fand Leutnant Kerler den Heldentod. (Anmerkung: Leutnant Otto Kerler, gefallen am 07.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab) Der linke Flügel der Kompanie warf sich in den vom Feinde besetzten rechten Verbindungsgraben. Beim Sprung in den Graben fiel der seinen Leuten voranstürmende Leutnant Schuckmann. Seine letzten Worte waren: „Da haben wir unseren Erfolg!“ (Anmerkung: Leutnant Friedrich Schuckmann, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab) Von den Leuten der 11. Kompanie wurde der Feind in dem Graben allmählich zurückgedrängt. Die 8. Kompanie war der 11. rechts gestaffelt gefolgt. Als der Sturmanlauf der Kompanie nach der Verwundung ihres Führers, Hauptmann Wirth, zusammenzubrechen drohte, riss Leutnant Emrich mit seinem Unterstützungszug die vorderste Linie mit sich fort und blieb im Vorgehen, obwohl er verwundet wurde. In der Dunkelheit kam er zu weit nach links und gelangte in den rechten Verbindungsgraben. Hier kämpfte Leutnant Prähuber der 5. Kompanie, der sich aus freien Stücken mit wagemutigen Leuten von der Besatzung des zweiten Kampfgrabens dem Angriff angeschlossen hatte, mit Teilen der 11. Kompanie zusammen. Leutnant Gogl war mit einem Teil der Pioniere zu ihm gestoßen. Die beiden Offiziere trieben den Feind zurück, wobei Leutnant Gogl schwer verwundet wurde. Nach Eintreffen des Leutnants Emrich wurde das Vordringen in dem Verbindungsgraben über seine Gabelung hinaus fortgesetzt. Leutnant Emrich drang in der rechten, Leutnant Prähuber in der linken Abzweigung vor, bis Leutnant Emrich durch Blutverlust geschwächt zusammenbrach und Leutnant Prähuber ebenfalls verwundet wurde.Die Mannschaften gingen nun führerlos in den neuen Kampfgraben zurück.
Vom Vorgehen der linken Angriffsgruppe, 7. und 2/3 5. Kompanie, war die letztere abgerissen und gelangte mit einem Teile an den rechten Flügel. Die 7. Kompanie unterstützte die entlang des linken Verbindungsgrabens vorgehende 12. Kompanie bei ihrem Vordringen gegen den Südgraben. Dieser wurde nahezu erreicht.“

Während dieser Kämpfe fiel Georg Reithofer.

Man begrub Georg Reithofer auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Reithofer
Rückseite des Sterbebildes von Georg Reithofer

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.587: Jakob Mayer

Der Soldat Jakob Mayer stammte aus Wiesmühl, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Tittmoning,  und war im Zivilberuf Gastwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 08.03.1915 fiel er im Alter von 38 Jahren während der Winterschlacht in der Champagne bei Souain.

Über seinen Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

08.03.1915 In der Nacht vom 07./08.03. wurden die Verbände neu geordnet. Die ganze 1. Kompanie wurde in dem wichtigen Westgraben eingesetzt. Beim Sammeln dieser Kompanie erwarb sich nach der Verwundung der beiden Offiziere, Oberleutnant Emminger und Leutnant Fräßdorf, der Unteroffizier Huber besondere Verdienste. Eine Kompanie des I./Landwehr-Infanterie-Regiment 1 hatte den Verbindungsgraben zu der Stellung dieses Regiments zu besetzen. 2. Kompanie, die die sehr gelitten hatte, wurde zur Reserve des Regiments-Kommandeurs, die bisher nur aus der 6. Kompanie bestand, zurückgenommen. Es war unmöglich, die Bataillons-Verbände wieder herzustellen. Es mussten daher Kampfgruppen gebildet werden.
Am 08.03.1915 morgens war der Angriff gegen den eingedrungenen Feind fortzusetzen, da ein Einnisten des Feindes im Fingerwald zu einer fortwährenden Bedrohung dieses wichtigen Flügelstützpunktes der Champagnefront geführt haben würde. Es wurden drei Kampfgruppen gebildet. Eine Verteidigungsgruppe unter Major Kehl – 1., 3., 4. 8., 11. und 9. Kompanie – hatte die aus dem Westgraben, dem neuen Kampfgraben und dem vom 116. Landwehr-Infanterie-Regiment übernommenen Kompanie-Abschnitt bestehende Stellung zu halten. Eine rechte Angriffsgruppe unter Major Benz – 5. und 10. Kompanie – sollte rechts, eine linke unter Hauptmann Klein – 7. und 12. Kompanie – links den Angriff vortragen. Der Angriff sollte 6.00 Uhr morgens beginnen, unsere Artillerie ihn durch ihr Feuer auf die Fingerspitze und die feindliche Stellung südlich des Finger vorbereiten. I./Landwehr-Infanterie-Regiment 1 erhielt den Befehl, bis 3.30 Uhr morgens mit drei Kompanien bei der Regiments-Reserve am steilhang einzutreffen.

Von 6.00 Uhr morgens an lag schweres Artilleriefeuer auf dem neuen Kampfgraben, den von ihm zurückführenden verbindungsgräben und auf den Unterständen am Steilhang. Eine Anzahl dieser Unterstände wurde zertrümmert, unter ihnen der neben dem Regiments-Gefechts-Stand liegende Verbandraum. Die Verluste der Regiments-Reserve wurden sehr erheblich. Die Fernsprechleitungen zu dem Kampfgraben wurden sechsmal zerschossen, aber immer wieder durch tapfere Störungssucher dank der Tatkraft des Fernsprechführers beim Regiments-Stab, unteroffizier Fröhlich, hergestellt. Meldegänger des Regiments-Stabs kehrten nicht zurück und wurden in den Verbindungsgräben tot aufgefunden. Nachgesandte Meldegänger nahmen die blutigen Meldekarten den Toten aus der Hand und beförderten sie an ihre Empfangsstellen.

Trotz des starken feindlichen Feuers brach unser Gegenangriff los. Von der rechten Angriffsgruppe entwickelte sich 6.00 Uhr morgens die 10. Kompanie rechts, die 5. Kompanie links vor dem Hindernis des neuen Kampfgrabens. Der 5. kompanie folgte ein Zug des Leutnant Schroll als Unterstützung. Diese Entwicklung wurde sofort vom Feinde bemerkt und sowohl aus dem Graben am Südrande des Waldes als auch aus dem rechten Laufgraben mit infanterie- und MG-Feuer beschossen. Trotzdem stürmten unsere Kompanien vor. Bald aber suchten die Leute vor dem feindlichen Feuer Deckung in den Granatlöchern. Leutnant Schroll hatte sich mit seinem Unterstützungszuges nach rechts gezogen. Er trat aus dem Westrande des Waldes heraus, stürzte im feindlichen Feuer entlang dieses Waldrandes vorwärts und drang mit einem Teil seines Zuges in die an der Straße Souain -Perthes gelegene Sturm-Ausgangsstellung des Feindes ein. Er wird seit dem vermisst (Anmerkung: Leutnant Konrad Schroll wurde später gefunden und begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab). Vermutlich hat er in der feindlichen Stellung den Heldentod gefunden. Auch den tapferen Führer der 10. Kompanie, Oberleutnant Meyer, der seit diesem Angriff vermisst wird, wird im Fingerwalde das gleiche Schicksal erreicht haben. Der Führer der 5. Kompanie, Hauptmann Pausch, blieb verwundet in einem Granatloch liegen, konnte aber nachts in unsere Stellung zurückkehren.

Nach dem Scheitern des Angriffs an unserem rechten Flügel setzte der Feind zum Gegenangriff an. Unter dem Feuer unserer in den Granatlöchern eingenisteten Schützen kam er aber im Walde nicht vor. Bei seiner Abwehr zeichneten sich besonders Offiziers-Stellvertreter Zöpfle und Unteroffizier Bastian der 10. Kompanie aus. Wohl aber gelang es ihm westlich des Waldes einen alten Graben, der senkrecht zu dem Waldrande und fast in der Verlängerung unseres neuen Kampfgrabens lag, zu erreichen und sich in ihm einzunisten. Dieser Teil des Feindes wurde später durch das Präzisionsfeuer unserer 21 cm-Mörser vernichtet. Dieses Feuer wurde bis zur Erreichung dieses Ereignisses fortgesetzt, obwohl auch unsere Besatzung des rechten Flügels des neuen Kampfgrabens stark unter der Splitterwirkung der eigenen Granaten zu leiden hatte.

Noch mehrere andere an diesem Tage von unserem rechten Flügel aus angesetzte Angriffe gegen den in die Fingerspitze eingedrungenen Feind, so auch ein Angriffsversuch der 4. Kompanie/Landwehr-Infanterie-Regiment 1 unter ihrem energischen Führer, Oberleitnant Zettner, kamen über die ersten Anfänge nicht hinaus. Der Regiments-Kommandeur begab sich im heftigsten feindlichenArtilleriefeuer an den rechten Flügel des neuen Kampfgrabens und stellte von dem rechten Verbindungsgraben zum Fingergraben aus fest, dass der Feidn sich im Fingerwald so stark eingenistet hatte, dass nur ein durch zusammengefasstes Artilleriefeuer vorbereiteter Angriff frischer Truppen hier Erfolg haben konnte. Der Feind hatte die in der Fingerspitze gewonnene neue Stellung durch spanische Reiter geschützt und sie mit einem Laufgraben zu seiner Sturmausgangsstellung verbunden.

Am linken Flügel befahl Hauptmann Klein, dass 6.00 Uhr morgens die 12. Kompanie rechts vom linken Verbindungsgraben, die 7. Kompanie mit 1 Zug links von diesem gegen die Südstellung vorzugehen, mit 2 Zügen dem Angriff der 12. Kompanie rechts gestaffelt zu folgen habe. Leutnant Tillmanns der 7. Kompanie drang in unsere alte Stellung am Birkenwäldchen, die nachts auf Befehl des Major Kehl von der 3. Kompanie geräumt worden war, ein und behauptete sich dort. Die 12. Kompanie, deren tapferer Führer, Hauptmann Stillkrauth gleich beim Ansetzen zum Sturm schwer verwundet wurde, gewann den vorderen Kampfgraben westlich vom linken Verbindungsgraben. Die Züge der Leutnants Specht und Trenkle der 7. Kompanie griffen noch weiter westlich an, brachen aber im feindlichen Feuer zusammen. Leutnant Specht fiel dicht vor dem vom Feinde besetzten Graben (Anmerkung: Leutnant Hermann Specht, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab), Leutnant Trenkle wird hier gleichfalls den Heldentod gefunden haben (Anmerkung: Leutnant Theobald Trenkle, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab), ebenso wie Offiziers-Stellvertreter von Hölzlin, die beide seitdem vermisst werden. Leutnant Käsbauer der 12. Kompanie arbeitete sich mit einem Teil dieser Kompanie, wirksam unterstützt durch den Pionier-Handgranatentrupp unter Leutnant Dex, langsam im Südfrontgraben nach Westen vor. Als die Handgranaten ausgegangen waren, kam das Vordringen zum Stehen. Der zurückgewonnene Teil der Stellung blieb aber unter der tatkräftigen Führung der Leutnante Tillmanns und Käsbauer besetzt.

Offiziell ist für Jakob Mayer keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er wie seine Regimentskameraden, die am gleichen Tag fielen, anonym auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab beigesetzt wurde, u. a.

  • Leutnant Konrad Schroll, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab;
  • Leutnant Hermann Specht, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab;
  • Leutnant Theobald Trenkle, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Jakob Mayer

Rückseite des Sterbebildes von Jakob Mayer

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.583: Blasius Baumgartner

Der Obergefreite Blasius Baumgartner stammte aus Neukirchen in Bayern, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Traunstein. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Batterie des 1. bayerischen Reserve-Fuß-Artillerie-Regiments und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 03.05.1918 fiel er im Alter von 25 Jahren in Belgien.

Man begrub Blasius Baumgartener auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

Sterbebild von Blasius Baumgartner
Rückseite des Sterbebildes von Blasius Baumgartner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.581: Josef Manzinger

Der Gefreite Josef Manzinger stammte aus Seppenberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee Manzingersohn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 04.11.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Lesbœufs während der Schlacht an der Somme.

Man begrub Josef Manzinger auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Manzinger
Rückseite des Sterbebildes von Josef Manzinger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.574: Christian Standl

Der Musketier Christian Standl stammte aus Triebenbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Laufen, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 12.03.1915 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Stellungskämpfe an der Somme.

Die Lages des Grabes von Christian Standl ist heute unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er gemeinsam mit Regimentskameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Illies begraben wurden, u. a.

  • Leutnant Rudolf West, gefallen am 12.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Illies in Block 2 Grab 105;
  • Leutnant Otto Müller, gefallen am 12.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Illies in Block 2 Grab 104;
  • Fähnrich Georg Hochgesand, gefallen am 12.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Illies in Block 2 Grab 88.

 

Sterbebild von Christian Standl
Rückseite des Sterbebildes von Christian Standl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.571: Anton Moser

Der Musketier Anton Moser wurde am 12.12.1893 in Niederwinden im heutigen Baden-Württemberg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 111. Reserve-Infanterie-Regiment. Am 21.10.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Thiepval, Nordfrankreich.

Offoziell ist für Anton Moser keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort wurden viele Soldaten begraben, die bei Thiepval gefallen sind, u. a.

  • Musketier Xaver Bailer, gefallen am 16.08.1916 bei Thiepval, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in Block 1, Grab 297;
  • Gefreiter Karl Albinger, gefallen am 06.08.1916 bei Thiepval, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Anton Moser
Rückseite des Sterbebildes von Anton Moser

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.569: Rupert Brandl

Der Reservist Rupert Brandl wurde am 28.08.1886 in Brandl geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Unterneukirchen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 02.10.1914 wurde er bei einem Gefecht in der Nähe von Fesnes in Frankreich verwundet. Am 05.10.1914 verstarb er im Alter von 28 Jahren in einem Feldlazarett in Cambrai (Schreibfehler auf Sterbebild) an seiner Verwundung.

Man begrub Rupert Brandl auf dem Soldatenfriedhof Cambrai in einem Massengrab.

Sterbebild von Rupert Brandl
Rückseite des Sterbebildes von Rupert Brandl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.564: Xaver Geigenberger

Der Landsturmmann Xaver Geigenberger stammte aus Reith in Bayern, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Reisbach, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 11.10.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Stellungskämpfe an der Somme bei einem Sturmangriff.

Man begrub Xaver Geigenberger auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Reisbach gedenkt Xaver Geigenberger noch heute auf zwei Denkmälern: http://www.denkmalprojekt.org/2009/reisbach_1848-49_1866_1870-71_wk1_bay.htm und http://www.denkmalprojekt.org/2009/reisbach_wk1u2_bay.htm

 

Sterbebild von Xaver Geigenberger
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Geigenberger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.563: Rupert Baumgartner

Der Ersatz-Reservist Rupert Baumgartner stammte aus Stoißberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Anger, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 09.05.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Arras in der Nähe von Roclincourt und St. Laurent.

Über seinen Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Mit fünffacher Überlegenheit griffen die Franzosen am 09.05.1915 das 1. bayerische Reserve-Korps an. Die rechtsstehnde 5. Reserve-Division verlor viel Gelände, die 1. Reserve-Division schlug den Angriff ab.

Im Abschnitt des Reserve-Infanterie-Regiment 2 war der Verlauf folgender: Kräfteverteilung: III. (Hauptmann Mayr) rechts, I. (ohne 2.) (Dittelberger) links, II. (Schnitzlein) und 2. Kompanie in Ruhe Bailleul.

Die starke nächtliche Beschießung aus allen Kalibern und aus Minenwerfern schwoll mit Tagesanbruch zu noch nie dagewesener Keftigkeit gegen die Stellung und namentlich gegen das Rückengelände an. Jetzt wurde es ernst! Regiments-Stab, II. und 2. (Spatz) jagten gegen 10 Uhr vormittags durch das fürchterliche Feuetr vor. Alles gelangte rasch zur Regimentsbefehlstelle im Eisenbahneinschnitt. Nur die 2. Kompanie erlitt Verzögerung. Hauptmann Weißmann hatte trotz Krankheit die Führung seiner Kompanie (8.) wieder übernommen. Um 10.00 Uhr setzte ein rasendes Trommelfeuer ein; dazu sprengte der Feind um 10.35 Uhr vor C, wo die Gräben kaum 40 Meter voneinander getrennt waren, einen Stollen, um die Besatzung in die Luft zu sprengen. erfolglos! Zur Antwort, dass wir noch frisch beim Zeug waren, und um den feindlichen nächsten Stollen zu sprengen, wurde, als um 10.50 Uhr der Angriff loszubrechen schien, unser Stollen 6 bei C gesprengt.

Der Keller von Maison-Blanche (Befehlstelle II) mit Reserve (11.) hielt auch heute alle Kaliber aus. Im Übrigen war die Stellung in Trümmern, aber drinnen lebte noch der Wille der unerschütterlichen Zweier – Alte und Nachersatz – trotz erheblicher Verluste. Die Beobachter hielten heldenhaft aus. In höchster Spannung und voll Kampfmut lauerte Alles. Endlich musste die höllische Kanonade, die der Infanterist so wehrlos erdulden musste, enden. Nun gab es Vergeltung für die langen Qualen und Drangsale! Dazu das herrliche Vertrauen zwischen Führer und Mann, und die Zusammenarbeit der Kompanien untereinander und schließlich das unbedingte Vertrauen auf die mit so viel Verständnis und Arbeit selbst erbaute, liebgewonnene, in jedem Winkel bekannte Stellung.

All dies waren moralische Elemente, die im späteren Stellungskrieg, wo man in fremden, ungewohnten, mangelhaften Stellungen oder Trichterstellungen kämpfte nicht mehr ähnlich vorhanden.

Gegen 10 Uhr verlegte der Feind das Feuer auf die Hindernisse, diese verheerend, – der letzte, kurze Akt vor dem Sturm – und dann punkt 11 Uhr Sperrfeuer hinter unsere vorderste Linie. Gleichzeitig stürzten überall aus den nahen Gräben endlose dichte Linien hintereinander und stark massierte Kolonnen mit Sturmleitern hervor. Ein ganz neuer verblüffender Anblick: Der Feind nicht in roten Hosen, sondern feldblaue Gestalten. „Engländer“ schallte der Ruf! Und doch es waren Franzosen, unsere alten Bekannten, die zum erhofften Sieg die neueste Felduniform angezogen hatten. Jetzt war der heißersehnte Augenblick der Abrechnung da! Schrille Signalpfeifen gelten durch das ohrenzerreißende Artilleriefeuer in die Deckungslöcher und im Nu spie die ganze Front unter den von der 12. Kompanie (Koller) kommenden Hurrahrufen, das den Feind stutzig machte, ein höllisches Infanterie-, Handgranaten- und unheimliches Maschinengewehrfeuer. Die Artillerie (die schwere unter Major Döderlein) jagte aus allen Feuerschlünden heraus, was sie nur konnte und legte eine undurchschreitbare, Tod und Vernichtung speiende Sperre zwischen französische Sturmtruppe und Reserven. Die ständigen Artilleriebeobachter Leutnant der Reserve Baerlein und Winkler und der Fußartilleriebeobachter hatten vorzüglich gearbeitet. Nirgends Kleinmut!

Kaum 20 Minuten lang dauerte der infanteristische Vernichtungsakt. Etwa 2.000 Franzosen lagen vor der Regimentsfront, tot und verwundet. Allenthalben waren auch Gefangene gemacht worden. Laute Siegesfreude und stiller Gottesdank waren überall. Eine wohltuende Entspannung der Nerven trat ein. Sobald die französische Artillerie die Niederlage erkannt hatte, krachten auch schon wieder mit erneuter Kraft die Granaten in unseren vorderen Grabentrümmern wie vor dem Sturme.

Nun schwirrten Gerüchte, da und dort sei der Feind doch eingedrungen. Das war wohl wahrscheinlich, denn wo das feindliche Trommelfeuer am wirksamsten gewesen war, mussten Lücken entstanden sein. Aber die Eindringlinge saßen abgeschnitten in der Falle, es musste nur geschickt Jagd auf sie gemacht werden.

Tatsächlich war es am rechten Flügel von C den Franzosen gelungen, in etwa 50 Meter Breite einzudringen, wobei der Zugführer Unteroffizier Bachmeier (9.) und seine wenigen, noch nicht verschütteten Getreuen fielen. Zunächst wurde dort rasch abgeriegelt. An der sofort eingeleiteten Jagd beteiligten sich die vom Regimente rasch vorgesandten Reserven. 7. (Nießen) für 2., die stecken geblieben war, und 8., diese gegen C. über die zerschossenen Verbindungsgräben ging es im heftigen Artilleriefeuer flott vorwärts. Der Zug Landthaler (8.) säuberte mit Offiziersstellvertreter Riehle im Handgranatenkampf das Franzosennest bei C gründlich.

Nießen (7.) wurde gegen den anerkann schwachen Punkt bei A1, gegen die langen Sappen 2 und 3, die vor einiger Zeit vom Nachbarn nur ungern mitübernommen werden mussten, vorgeschickt. Telefonist Karlsberger diente als Wegweiser. In Sappe 2 saßen in einem tiefen Stollen beträchtliche Kräfte unter einem Capitän, die die Sappenbesatzung gefangen hielten. Der vorbildliche Kompanieführer, Leutnant der Reserve Then (10.), war beim Sturm auf dem Weg zur Sappe 2 gefallen. Offiziersstellvertreter Baier, vom Infanterist Lang verständigt, verhinderte das Vordringen aus der Sappe in die Stellung. Bei Sappe 2 riegelte Vizefeldwebel Paster ab. Als sich Rießen vorgearbeitet hatte, säuberte er die Sappen in so trefflicher Weise mit Leutnant der Reserve Reyscher, dass ihm später für diese Tat der Max-Josef-Orden zuerkannt wurde. Offiziersstellvertreter Wimmers (8.) erhielt die goldene Tapferkeitsmedaille; desgleichen Unteroffizier der Landwehr Kölbl 82.).

Ein Teil der Franzosen, darunter der Capitän, suchte in die französischen Stellungen zu entkommen, wurden aber niedergeschossen, der Rest wurde gefangen.

Etwa um 2.00 Uhr nachmittags, als die ersten Gefangenen bei dem Regimentsstab im Bahneinschnitt eingetroffen waren, zertrümmerte eine Granate die Befehlsstelle, wo der Kommandeur und ein Teil des Stabes mit den gefangenen beschäftigt war. Unterstab und Gefangene hatten bedeutende Verluste. Drei ausgezeichnete französische Regimenter: Nr. 70, 48 und 88 hatten gegen unser Regiment gestürmt.

Die Ärzte leisteten auf den weit vorgeschobenen Verbandsplätzen in gewohnter Weise Vorzügliches.

Nachmittags 5.00 Uhr versuchten die Franzosen noch einmal den vom Regiment erwarteten Angriff. Dieser blieb aber schon im ersten Ansatze stecken. Schon von Mittag an war der Nachschub von allem Nötigen vom Regimente eingeleitet worden und durch die Reserve vorgeschafft. Der in Bailleul belassene energische und umsichtige Oberleutnant der Reserve Kleemann hatte hierbei das Äußerste geleistet, ebenso Gefreiter Ganslmayer im Eisenbahneinschnitte. In Bailleul fielen alle Pferde der MG Kompanie der Beschießung zum Opfer.

Eine vorzügliche Stimmung beseelte das ganze Regiment. Niemand wollte abgelöst werden. Alles setzte seine Ehre darin, nicht zu ruhen, sondern mit der eingeschobenen Kompanie die Stellung in Stand zu setzen, die Toten zu beerdigen und morgen erneut dem Feinde die Stirne zu bieten.

Im ganzen mögen etwa 200 Gefangene gemacht worden sein. Der Kampfverlauf zeigte, dass der Sieg am 09.05.1915 unbestreitbar das ausschließliche Verdienst der Front – Infanterie und Artillerie mit zugeteilten Formationen – war.

Der Geist und die Nerven unserer Leute und Führer hatten ohne fremde Hilfe standgehalten und triumphiert. – Das damalige allseitige höchste Lob aller Stellen ist auch eine besondere Anerkennung der Reservetruppen überhaupt.

In offiziellen Darstellungen kann gar nicht genug anerkannt werden, dass diese Truppe Gleiches wie die beste aktive leistete.

Verluste: Tot: Leutnant der Reserve (Rudolf) Then und Leutnant (Rudolf) Sondinger sowie 118 Mann, verwundet: Offiziersstellvertreter Dörflinger und 166 Mann.

Einer der gefallenen Männer war Rupert Baumgartner.

Man begrub Rupert Baumgartner auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab, zusammen mit seinen gefallenen Regimentskameraden.

Sterbebild von Rupert Baumgartner
Rückseite des Sterbebildes von Rupert Baumgartner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.560: Josef Hocheder

Der Wehrmann Josef Hocheder stammte aus Wolfertsau, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Anger. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiment. Am 13.03.1915 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Sommepy.

Man begrub Josef Hocheder auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Hocheder
Rückseite des Sterbebildes von Josef Hocheder