Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.899: Josef Liegl

Der Soldat Josef Liegl stammte aus der bayerischen Stadt Rosenheim, lebte in Holzkirchen und war der Sohn eines Zimmermanns. Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.02.1916 – exakt 50 Jahre vor meiner Geburt –  fiel er während der Stellungskämpfe im Artois im Alter von 22 Jahren bei Givenchy-en-Gohelle durch die Sprengung feindlicher Minen.

Man begrub Josef Liegl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatstadt Rosenheim gedenkt Josef Liegl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/rosenheim_wk1_bay.htm

Sterbebild von Josef Liegl
Rückseite des Sterbebildes von Josef Liegl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.894: Peter Reichenspurner

Der Soldat Peter Reichenspurner wurde am 18.09.1892 in Obergarching geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Garching an der Alz, und war der Sohn eines Landwirts (Hintermeierbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 5. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.07.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme im Alter von 23 Jahren bei Grandcourt auf Posten.

Über den Todestag und die Todesumstände von Peter Reichenspurner berichtet die Regimentsgeschichte des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Durch einen Regimentsbefehl vom 06.07.1916 wurde für den nächsten Tag ein Unternehmen unter Leitung des Majors Prager gemeinsam mit Hauptmann Wurm von drei Seiten gegen den Feind angeordnet. 4 Uhr morgens begann es. Einleitung: Deutsches Feldhaubitzen-Konzert. Alsdann stürmten die Leute von Prager und Wurm schneidig vor. Handgranatentrupps der 5. und 7. Kompanie (Abschnitt Wurm) unter den Vizefeldwebel Gerber und Grobholz nebst solchen der 2. und 4. Kompanie Infanterie-Regiment 185 stießen im 2. Graben in der Nähe der Meisengasse ohne besonderen Widerstand bald auf den von Norden kommenden Trupp der 8. Kompanie und der ausgezeichnet arbeitenden 11. Kompanie Infanterie-Regiment 185 (Abschnitt Prager). Von da ging es durch Verbindungsweg Nr. 6 und 7 gegen den ersten Graben vor. Nach Gerbers Verwundung zeigten sich hauptsächlich Unteroffizier Reichert und Beckert der 7. Kompanie und Rückert und Stock der 5. Kompanie als tatkräftige Führer. Eine von Stock erbeutete englische Muskete leistete ihm beste Dienste. 4.40 Uhr morgens erwiderte die feindliche Artillerie das Feuer, durch das sich niemand stören ließ. Hauptmann Wurm war, als seine anstrengende Tätigkeit an der Befehlsstelle es einigermaßen zuließ, von 6 Uhr morgens ab mitten unter seinen Leuten vorne, regelte die Besetzung der neugewonnenen Gräben, den Austausch der Handgranatenwerfer, die Verteilung und Verwendung der ungeheuren Mengen englischer Handgranaten und gab den Antrieb zu weiterem Vordringen gegen die Engländer, die sich im ersten Graben mit einem Maschinengewehr noch verzweifelt wehrten. Aber allmählich erlahmte ihr Widerstand. Als sie schließlich über freies Gelände zurückflutete, sprang Unteroffizier Rückert mit 6 Mann der 5. Kompanie auf die Rückenwehr im Graben und nahm sie unter kräftiges Verfolgungsfeuer; Leute der 7. Kompanie brachen den letzten Widerstand durch Handgranaten. Der englische Maschinengewehr-Leutnant Lewis H. Neville Grenher (1./5. York Lancester-Regiment) geriet mit dem unbrauchbar gemachten Maschinengewehr in Hauptmann Wurms Hand; er machte ihn auf den im Graben anwesenden, verwundeten englischen Oberstleutnant F. H. G. Rendell aufmerksam, der von unseren Krankenträgern zurückgebracht wurde. Nun war das letzte, am 1. Juli vom Reserve-Infanterie-Regiment 99 verlorene Grabenstück wieder in deutschem Besitz, damit das am 1. Juli begonnene und unermüdlich und tatkräftig durchgeführte Werk vollendet. Um die nämliche Stunde, zu der beim Kommandeur der 26. Reserve-Division, Generalleutnant Freiherr von Soden, die Meldung von der völligen Vertreibung des Feindes aus dem Divisions-Abschnitt einlief, übergab deine Excelenz den südlichen Teil hievon dem Kommandeur der 10. bayerischen Division, Generalleutnant Burkhardt, hocherfreut, dass ihm dieses Abschiedsgeschenk zuteil wurde.“

Man begrub Peter Reichenspurner auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.

Sterbebild von Peter Reichenspurner
Rückseite des Sterbebildes von Peter Reichenspurner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.884: Michael Abstreiter

Der Soldat Michael Abstreiter stammte aus Münchsdorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Roßbach, und war der Sohn eines Anwesensbesitzers. Im Ersten Weltzkrieg diente er als Infanterist in der 9. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.08.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Schlacht bei Blâmont.

Man begrub Michael Abstreiter auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.

Sterbebild von Michael Abstreiter
Rückseite des Sterbebildes von Michael Abstreiter

Sonderbeitrag: Der Lehrer Adolf Becker

Der Soldat Adolf Becker wurde am 21.07.1884 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren und war Oberlehrer an der Cecilienschule in Bielefeld (heute: Ceciliengymnasium Bielefeld) (Nordrhein-Westfalen). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 8. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 09.09.1914 fiel er während der Schlacht an der Marne bei Vítry-le-Francois. Adolf Becker wurde 30 Jahre alt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Adolf Becker berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Kandwehr-Infanterie-Regiments:

Strahlend geht die Sonne am 9.9. auf. Schon am frühen Morgen greift der Gegner mit Energie aus Château Raould, Château Beaucamp und den Waldstücken westlich davon an; er wird vom Regiment, das durch vier sächsische M.G. verstärkt ist, abgewiesen und geht fluchtartig zurück. Nunmehr setzt das Artilleriefeuer unter Leitung durch Flieger mit verstärkter Heftigkeit ein; wieder, wie auch am Vortage, müssen Teile von der Höhe in Deckung genommen werden. Am Nachmittag nimmt das feindliche Artilleriefeuer noch an Stärke zu; das Regiment hält in guter Disziplin aus, obwohl stärkere Verluste eintreten. Weitere Vorstöße des Gegners bleiben ohne Erfolg.

Um 3° nachm. erreicht die Schlacht ihren Höhepunkt, das Vorgehen der Deutschen beginnt. Als die Sonne sinkt, ist der linke Flügel der französischen Armee bei Sumbauville umfasst; VIII. A.K. und VIII. R.K. rücken von Vitry auf St. Rémy vor; das große Tor zum deutschen Durchbruch ist geöffnet, der Sieg winkt. Aber die deutsche 4. Armee darf nicht mehr darangreifen, auch sie hat der Rückzugsbefehl erreicht.

Am Abend des 9.9. trifft für das Regiment wie auch für die Sachsen der Rückzugsbefehl ein; nach Einbruch der Dunkelheit beginnt die Bewegung. Das Regiment deckt die zurückgehende Artillerie; III. nimmt 10° abends eine Aufnahmestellung an Höhe 186, am Morgen gegen 5° erfolgt diese bei Zahl 129 ein. Ein Nachdrängen des Gegners erfolgt nicht. Nordöstlich Höhe 165, das am 10. abgebrochen wird, um die Vereinigung mit der eigenen Brigade zu vollziehen.

Die Lage des Grabes von Adolf Becker ist unbekannt. Vermutlich wurde er anonym in einem Massengrab auf dem rund 50 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Connantre beigesetzt, wo man in der Regel die Gefallenen der Sterberegion von Adolf Becker begrub.

In Bielefeld gedenkt man Adolf Becker noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/bielefeld_wk1u2_nrw.htm

Die Todesanzeige für Adolf Becker im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.880: Josef Schmidbauer

Der Soldat Josef Schmidbauer stammte aus Schmiedorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Osterhofen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier und Feldwebel in einem Reserve-Landwehr-Infanterie-Regiment. Am 01.12.1917 fiel er im Alter von 33 Jahren in der Nähe von Gonnelieu bei Cambrai in Nordfrankreich.

Man begrub Josef Schmidbauer auf dem Soldatenfriedhof Cambrai in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Schmidbauer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Schmidbauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.879: Johann Nepomuk Buchleitner

Der Soldat Johann Nepomuk Buchleitner wurde am 07.01.1889 in der bayerischen Gemeinde Girching als Sohn eines Metzgermeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 5. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Auszeichnung für 9jährigen Militärdienst ausgezeichnet. Am 14.11.1918 verstarb er nachdem er bei einem Unfall schwer verwundet worden war im Alter von 29 Jahren. Er hatte 52 Monate Kriegsdienst geleistet.

Man begrub Johann Nepomuk Neumann auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Nepomuk Buchleitner
Rückseite des Sterbebildes von Johann Nepomuk Buchleitner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.871: Joseph Zehentbauer

Der Soldat Joseph Zehentbauer stammte aus Westerskirchen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schalkham, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 7. Batterie des 3. bayerischen Fuß-Artillerie-Regiments. Am 18.12.1914 verstarb er im Alter von 29 Jahren im Feldlazarett Comines an Typhus.

Man begrub Joseph Zehentbauer auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Joseph Zehentbauer
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Zehentbauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.869: Ludwig Sieber

Der Soldat Ludwig Sieber wurde am 23.02.1896 in der bayerischen Gemeinde Prem als Sohn eines Schmiedemeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 14.06.1917 fiel er im Alter von 21 Jahren am Chemin de Dames bei Laon.

Ludwig Sieber wurde bei einer durch Unvorsichtigkeit verursachten Explosion großer Munitionsvorräte in einem Tummel ums Leben, bei dem der Bataillonskommandeur Freiherr Duprel und einhundert Mann getötet wurden.

Man begrub Ludwig Sieber auf dem Soldatenfriedhof Cerny-en-Laonnois in einem Massengrab.

Sterbebild von von Ludwig Sieber
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Sieber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.853: Johann Berghammer

Johann Berghammer Asing, lebte in der bayerischen Gemeinde Winklarn und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 8. Kompanie des 13. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 10.09.1914 (Volksbund: 11.09.1914) fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht von Nancy – Epinal bei Drouville im Elsass.

Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Berghammer berichtet die Regimentsgeschichte des 13. bayerischen Infanterie-Regiments:

„10.09.1914 Das schwere feindliche Artilleriefeuer ging weiter. Führung des III. an Stelle des durch Unfall verletzten Hauptmanns Popp übernahm Hauptmann Hofmann (2.) Nachts wurde wieder abgelöst: II. rechts vorne, III. links rückwärts, I. Serres (durfte erst 11.09. 4 Uhr vormittags Drouville verlassen).

11.09.1914 Feindlicher Teilangriff 10 Uhr vormittags wurde durch 7. und 8. aufgehalten, 1.30 Uhr nachmittags kam das alarmierte I. in die Mulde östlich Drouville an; 2.30 Uhr nachmittags erfolgte neuer Franzosenangriff gegen II. und III., erfolgreicher Gegenstoß des I. (Maschinengewehr-Unteroffizier Müller Max zeichnete sich besonders aus). 9 Uhr nachmittags jam der Divisionsbefehl für Abzug: I. 10 Uhr nachmittags Abmarsch in eine Nachhutstellung bei St. Libaire. II. Um 10 Uhr nachmittags, III. um 11.30 Uhr nachmittags Abmarsch nach Serres. I. erreichte zwischen 11 Uhr und 12 Uhr die Ferme und grub sich mit Hilfe einer Pionierkompanie vom preußischen Pionier-Bataillon 16 südlich derselben ein.“

Man begrub Johann Berghammer auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Berghammer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Berghammer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.847: Ludwig Lechner

Der Soldat Ludwig Lechner stammte aus Forsthart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Künzing, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 6. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.06.1915 wurde er im Alter von 26 Jahren in der Nähe von Arras und Neuville durch Kopfschuss schwer verwundet. An dieser Verwundung starb er.

Man begrub Ludwig Lechner auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Ludwig Lechner
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Lechner