Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.091: Joseph Eschbaumer

Der Soldat Joseph Eschbaumer wurde am 06.03.1887 in Oberstrogn geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bockhorn, und lebte in Kleinhündlbach (Ortsteil von Fraunberg) als Kleinbauer (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 16.08.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme im Alter von 29 Jahren bei Maurepas

Über den Todestag und die Todesumstände von Joseph Eschbaumer berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 16.08. kag starkes Feuer auch zwischen der I. und II. Stellung: der Le Forest-Grund war nicht mehr zu sehen, alles Grau in Grau.

Um 5 Uhr nachmittags beschossen schwere und schwerste Kaliber den ganzen Abschnitt. Eine Steigerung dieses höllischen Lärms hielt man nicht mehr möglich und doch war es so, als von 6 Uhr ab Trommelfeuer auf die I. und Le Forest-Stellung losgelassen wurde; dazu brausten Flugzeuggeschwader in 300 – 400 Meter Höhe heran. Man fühlte sich erlöst, als ½ Stunde nach der langen ungewöhnlich schweren Beschießung der Feind in mehreren Wellen auf das I. Bataillon losging, unterstützt durch tief herunter stoßende Flieger, die mit Maschinengewehr und Handgranaten die Verteidiger bearbeiteten; der Führer der 2. Kompanie, Oberleutnant der Reserve Richter wurde hierdurch verwundet. Während vor dem rechten Flügel und der Mitte des I. Bataillons der Franzose – 27. Infanterie-Division – vor Erreichen der Stellung abgewiesen wurde, hatte die 2. Kompanie den Hauptstoß auszuhalten und sich der feindlichen Übermacht in erbittertem Nahkampf, Mann gegen Mann, zu erwehren. Nach zweistündigem harten Ringen war der Franzose mit blutigem Kopf nach Hause geschickt. Der Erfolg gegen die Überzahl – trotz Unterstützung aus der Luft – war neben der kaltblütigen Haltung der Leute dem mustergültigen Zusammenarbeiten der Handgranatentrupps zu verdanken, wiewohl der Feind mit seinen weiter tragenden Eierhandgranaten anfänglich im Vorteil war. Zu den einzelnen Kampfabschnitten hatte unser Sperrfeuer immer verlässig und wirkungsvoll eingesetzt, ebenso die flankierende Tätigkeit der Maschinengewehre.

Man hatte kaum Zeit gehabt, das Ergebnis des Tages zu werten, als 9.15 Uhr abends nochmals Trommelfeuer einsetzte, diesmal besonders Maurepas. In die Befehlsstelle des III. Bataillons, in der sich auch Unterstützungen aufhielten, schlugen Volltreffer ein; ihnen fielen zum Opfer: Der Bataillons Kommandeur Major Schulze, Leutnant der Reserve und Adjutant Brendel, die Kompanieführer Oberleutnant der Reserve Gerdeisen 10., Leutnant der Reserve Schreyer 11., und Leutnant Goßmann 12., Offiziersstellvertreter Alt 11., Vizefeldwebel Forster der Maschinengewehr-Kompanie, der Artilleriebeobachter, 5 Unteroffiziere und 25 Mann.

10.30 Uhr abends brach der Franzose nochmals gegen das I. Bataillon vor. Durch das gut siteznde Sperr- und Maschinengewehrfeuer, sodann im Handgranatenkampf, an dem sich auch der zur Verstärkung der 2. Kompanie schneidig und geschickt im Sperrfeuer vorgeeilte Zug des Leutnant der Reserve Fritz der 5. Kompanie wacker beteiligt, war auch diesmal am Abschluss des schweren Großkampftages der Erfolg auf unserer Seite. Es hatte auch nichts geholfen, dass die französische Artillerie hinter ihre eigene Infanterie Sperrfeuer legte, um sie dadurch vorzutreiben.

In dieser Nacht noch sollte durch eine Kompanie des 2. Garde-Regiments zu Fuß die stark gelichtete 2. Kompanie abgelöst werden; sie traf aber nicht ein, sodass unsere 8. Kompanie einspringen musste. Die 2. Kompanie, die die Hauptlast des Tages getragen hatte, rückte gegen 2 Uhr vormittags nach Villers-Faucon in Unterkunft.“

Man begrub Joseph Eschbaumer auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 2, Grab 62 – 74.

Sterbebild von Joseph Eschbaumer
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Eschbaumer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.040: Xaver Geishauser

Der Soldat Xaver Geishauser stammte aus Starzenberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rimbach, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldners). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 11. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem  Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 09.09.1918 fiel er im Alter von 21 Jahren bei einem feindlichen Angriff in Flandern durch einen Kopfschuss.

Man begrub Xaver Geishauser auf dem Soldatenfriedhof Hooglede in Grab 5.598.

Seine Heimatgemeinde Unterrohrbach gedenkt Xaver Geishauser noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/rimbach-unterrohrbach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Xaver Geishauser
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Geishauser

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.745: Georg Kleber

Der Soldat Georg Kleber stammte aus Oberhausen und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter und wurde mit dem Militärverdienstkreuz mit Schwertern und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 14.04.1918 fiel er im Alter von 24 Jahren nach 44 Monaten Kriegsdienst.

Leider konnte ich weder Truppenzugehörigkeit, noch Sterbeort und Grablage recherchieren.

Sterbebild von Georg Kleber
Rückseite des Sterbebildes von Georg Kleber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.435: Alois Prosinger

Der Soldat Alois Prosinger war Medizinstudent und lebte in München. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant der Reserve im 19. bayerischen Feldartillerie-Regiment. Er wurde mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz mit Schwertern und mit dem  Eisernes Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 18.04.1918 fiel er im Alter von 24 Jahren nach 39 Monaten Kriegsdienst bei den Gefechten in der Nähe von Compiègne an der französischen Oise, also dem Ort, an dem rund ein halbes Jahr später der Waffenstillstandsvertrag unterzeichnet werden wird.. Er zunächst zunächst in Compiègne bei Noyon begraben.

Später bettet man die sterblichen Überreste von Alois Prosinger auf den Soldatenfriedhof Nampcel in Block 3, Grab 464, um.

Sterbebild von Alois Prosinger
Rückseite des Sterbebildes von Alois Prosinger

 

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.036: Alois Attenberger

Der Soldat Alois Attenberger wurde am 12.05.1894 in Sonnberg geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Konzell, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Gefreiter. Er wurde mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 17.08.1916 fiel er nach 20 Monaten Kriegsdienst bei Maurepas während der Schlacht an der Somme im Alter von 22 Jahren durch einen Kopfschuss.

Man begrub Alois Attenberger auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.

Sterbebild von Alois Attenberger
Rückseite des Sterbebildes von Alois Attenberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 945: Johann Haslbeck

Der Unteroffizier Johann Haslbeck stammte aus Moosham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mintraching, und war Braumeister von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in einem Reserve-Infanterie-Regiment und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse sowie dem  Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Er fiel am 03.06.1918 im Alter von 35 Jahren durch einen Minensplitter.

Man begrub Johann Haslbeck auf dem Soldatenfriedhof Carvin in Block 3, Grab 91.

Sterbebild von Johann Haslbeck
Rückseite des Sterbebildes von Johann Haslbeck

Der theoretische Weg von Johann Haslbeck von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 676: Franz Kellner

Der Bauerssohn Franz Kellner stammte aus Alterfing, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Traunstein. Im Ersten Weltkrieg wurde er mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz mit Krone und Schwertern, dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und einer Dienstauszeichnung für neunjährigen Militärdienst ausgezeichnet. Am 25.03.1919 verstarb er im Alter von 30 Jahren an einer im Kriegseinsatz zugezogener Krankheit. Er hatte 52 Monate Militärdienst geleistet.

Sterbebild von Franz Kellner
Rückseite des Sterbebildes von Franz Kellner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 354: Anton Brandlmayer

Der Gefreite Anton Brandlmayer stammte aus Unterhub bei Unterneukirchen. Er war der Sohn eines Landwirts und diente im Ersten Weltkrieg im 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiment. Er war mit dem Militär-Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet worden. Am 16.08.1916 kam er bei einem schweren Unglück im Münstertal bei Münster (Elsass) im Alter von 32 Jahren ums Leben.

Begraben wurde Anton Brandlmayer auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach im Block 1, Grab 89.

Sterbebild von Anton Brandlmayer
Rückseite des Sterbebildes von Anton Brandlmayer

 

Der theoretische Weg von Anton Brandlmayer von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 324: Joseph Gröbmeier

Der Unteroffizier Joseph Gröbmeier (beim Volksbund als „Josef“) wurde am 19.01.1894 in Hörmating bei Tuntenhausen geboren. Er war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments und wurde mit dem Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 24.08.1915 wurde er im Alter von 22 Jahren bei den Vogesenkämpfen getötet.

Die sterblichen Überreste von Joseph Gröbmeier ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach, Block 3, Grab 96.

Sterbebild von Joseph Gröbmeier
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Gröbmeier

 

Der theoretische Weg von Joseph Gröbmeier von seinem Geburtsort zu einem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 207: Josef und Johann Fraunhofer

Gleich zwei Mitglieder der Familie Fraunhofer aus Gastorf wurden Opfer des Ersten Weltkrieges. Josef Fraunhofer war Reservist und diente im 2. Reserve-Infanterie-Regiment. Er fiel am 18.08.1914, also gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges bei den Kämpfen in Lothringen. Er wurde 26 Jahre alt. Seine Gebeine ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof Bisping in einem Massengrab.

Johann überlebte seinen Bruder um zwei Jahre und zwei Monate. Er diente als Gefreiter beim Regimentsstab des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Dort war er Fernsprecher. Er war mit dem Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet worden. Am 21.10.1916 wurde er im Alter von 24 Jahre getötet. Seine Gebeine ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof Maissemy, Block 4 Grab 540.

Die Heimatgemeinde von Josef und Johann Fraunhofer gedenken noch heute der beiden Brüder. Ihre Namen sind auf einem Denkmal der Gemeinde verzeichnet: http://www.denkmalprojekt.org/2010/ruderting_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef und Johann Fraunhofer
Sterbebild von Josef und Johann Fraunhofer (Rückseite)

Der (theoretische) Weg des Josef Fraunhofer von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Der (theoretische) Weg von Johann Fraunhofer von seinem Geburtsort zu seinem Grab: