Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.048: Xaver Schrettenbrunner

Der Soldat Xaver Schrettenbrunner stammte aus Zeholfing, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Landau an der Isar, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 10. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 03.08.1916 fiel er im Alter von 35 Jahren während der Stellungskämpfe in Flandern und im Artois in Nordfrankreich bei einem Gasangriff bei Beaurains in der Region Arras.

Offiziell ist keine Grablage bekannt. Ich konnte auch keinen ermitteln und möchte keine Vermutung äußern.

Seine Heimatgemeinde gedenkt Xaver Schrettenbrunner noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/landau-zeholfing_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Xaver Schrettenbrunner
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Schrettenbrunner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.042: Matthäus Berger

Der Soldat Matthäus Berger stammte aus Bändelhang, lebte in Muckham, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saaldorf-Surheim, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.02.1918 fiel er im Alter von 19 Jahren während der Abwehrkämpfe im Artois bei der Frontlinie AchevilleFresnoy-en-GohelleBois-Bernard in Nordfrankreich durch einen Granattreffer. Nach meinen Recherchen erwischte es ihnen bei Gavrelle.

Man begrub Matthäus Berger auf dem Soldatenfriedhof Seclin in Block 7, Grab 156.

Seine Heimatgemeinde Saaldorf-Surheim gedenkt Matthäus Berger noch ehuet auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/saaldorf-surheim_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Matthäus Berger
Rückseite des Sterbebildes von Matthäus Berger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.025: Andreas Ortenmeier

Der Soldat Andreas Ortenmeier wurde am 15.11.1897 geboren und stammte aus Nordstetten im bayerischen Mittelfranken, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gunzenhausen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 14. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 04.06.1918 fiel er im Alter von 20 Jahren in Nordfrankreich.

Man begrub Andreas Ortenreiter auf dem Soldatenfriedhof Nampcel in Block 4, Grab 681.

Sterbebild von Andreas Ortenmeier
Rückseite des Sterbebildes von Andreas Ortenmeier

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.856: Andreas Koch

Der Soldat Andreas Koch stammte aus Rumersham, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Obing, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiments. Am 04.04.1918 fiel er im Alter von 20 Jahren in Nordfrankreich während der Stellungskämpfe in Flandern und Artois.

Die Lage des Grabes von Andreas Koch ist unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Obing gedenkt Andreas Koch noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/obing_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Andreas Koch
Rückseite des Sterbebildes von Andreas Koch

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Sonderbeitrag Frankfurter Volkszeitung 19: Dr. med. Martin Weber

Der Soldat Dr. med. Martin Weber stammte aus der hessischen Stadt Frankfurt am Main. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als kriegsfreiwilliger Unteroffizier in der 5. Kompanie des 142. Infanterie-Regiment. Er war von der 3. Eskadron des 22. Dragoner-Regiment  zu diesem Regiment abkommandiert worden. Am 20.01.1915 fiel er bei Notre Dame de Loretto in der Nähe der französischen Ortschaft Souchez während der Erstürmung eines feindlichen Schützengrabens.

Über den Todestag und die Todesumstände von Dr. med. Martin Weber berichtet die Regimentsgeschichte des 142. Infanterie-Regiments:

„In der Nacht vom 19./20.01.1915 wurde, nachdem die 7./142 durch den Bataillonsführer über die Wichtigkeit der vorzunehmenden Gefechtshandlung eingehend belehrt worden war, der Sturm erneut unternommen. Leutnant Hölzin schoss als Zeichen zum Vorbrechen 8 Uhr abends eine Leutkugel ab. Der Bataillonskommandeur kommandierte persönlich von Sappe 2 aus: „Sprung! Auf! Marsch, Marsch!“ worauf die Leute auf vorbereiteten Ausfallstufen über die Brustwehr oder aus den Sappenspitzen herauskletterten und mit aufgepflanztem Seitengewehr und geladenem aber gesichertem Gewehr auf den feindlichen Schützengraben losstürmten. Die Kompanie war in zwei Züge eingeteilt. Es brachen vor: Aus Sappe 1 der Kompanieführer, Leutnant Issel, mit dem Kriegsfreiwilligen Unteroffizier Dr. Weber, Pioniere mit Handgranaten, 1. Zug 7./142, dessen Rest noch im Graben rechts von Sappe 1 bis zum Steilhang stand. Hinter dieser Kolonne befand sich der Adjutant, Leutnant Sachs. Sappe 2: Leutnant Geiges Pioniere 14, Pioniertruppe mit Handgranaten, ein Zug 7./142 unter Offizierstellvertreter Kulisch, Rest des Zuges zwischen Sappe 1 und 2. Bei dem 2. Zug befand sich Unteroffizier der Reserve Weber, der vom Bataillonskommandeur die Erlaubnis erhalten hatte, ein begangenes militärisches Vergehen zu sühnen, indem er den Sturm mitmachte. Hinter diesem Teil der Kompanie befand sich der Bataillonskommandeur mit den Gefechtsordonnanzen. Die Stimmung der Leute war freudig. Alles stürmte gleichzeitig vor. Lautlos wurde der feindliche Graben erreicht; einzelne Schüsse fielen, man hörte aus dem feindlichen Graben die Rufe: „Pardon, pardon!“ Auch ein feindliches Maschinengewehr gab einige Schuss ab, verstummte jedoch gleich. Vor dem feindlichen Graben lagen einige unbedeutende Hindernisse, die aber gleich überwunden wurden. Dabei wurde der seiner Kompanie in sehr schneidiger Weise vorstürmende Kompanieführer Leutnant Issel durch Schuss ins Auge verwundet (Handgranatensplitter). Da fast gleichzeitig auch Offizierstellvertreter Kulisch durch einen Schuss durch den Oberschenkel verwundet worden war, so übernahm der Pionier-Leutnant Geiges den Befehl über die in den feindlichen Graben eingedrungenen Mannschaften. Diese sprangen in den Graben hinein, nahmen 6 Mann gefangen und gaben auf die übrigen Franzosen, die in wilder Flucht zurückliefen, Schnellfeuer ab. Dieses Zuücklaufen wurde dadurch erleichtert, dass die Brustwehr sehr hoch, nach rückwärts aber gar nicht aufgeschüttet war, und sich außerdem hinter jedem Schützen Austrittsstufen befanden. Der gewachsene Boden war ziemlich fest. Der Graben war nur etwa knie- oder hüfttief. Als wir anliefen, was völlig überraschend kam, rissen die meisten aus. Als erster lief der Offizier, de rin der Sappe stand, weg. Die Maschinengewehre, 2 an der Zahl,, wurden, nachdem wenige Schüsse abgegeben worden waren, im Stich gelassen. Nachdem unsere Leute im Graben waren, begannen sie auf vorher genau geregelten Befehl mit Feuern und Schanzen. Die Pioniere verteilten sich auf die Sappeneingänge und die Grabenenden rechts und links. Die dorthin geflüchteten Feinde wurden mit Handgranaten unschädlich gemacht.

Loretto-Kapelle vor dem Krieg

Der ganze Graben in einer Ausdehnung von 200 Metern befand sich in deutschem Besitz. Die Brustwehren waren teils mit Faschinen bekleidet, teils zerfallen oder unausgebaut. An Unterständen fanden sich einige brauchbare in der Brustwehr eingebaut. Die Grabensohle war verschlammt. Am schönsten waren die meist laubenartig überdachten Sappen, 5-6 an der Zahl, die teils im Zickzack, teils gerade zur Hauptstellung führten. Die Eingänge dazu mussten verbarrikadiert werden. Durch diese sehr wichtigen Arbeiten wurden die Pioniere fast alle beschäftigt, so dass an den Verbindungsgräben zwischen Sappe 1, 2 und dem als Flankierungsanlage auszubauenden Verbidnungsgraben zwischen Sappe 3 und dem linken Flügel der eroberten Stellung nur langsam gearbeitet werden konnte. Da außerdem die Frontbreite des feindlichen Grabens weit über das befohlene Maß (ca. 50 Meter) hinausging (ca. 200 Meter), so zog der Bataillonskommandeur die ganze 6./142 mit in vorderste Linie und schickte der an einem Laufgraben im Schlammtal arbeitenden 8./142 den Befehl, ebenfalls heraufzukommen und zu helfen. Es war also damit das ganze II./142 in vorderer Linie, um im Laufe der Nacht die Stellung so zu befestigen und in unsere eigene Kampffront einzubeziehen, dass sie gehalten werden konnte. Die Verluste waren im Vergleich zu dem errungenen Erfolg minimal:: 7./142 1 Mann tot, 1 Offizier, 1 Offizierstellvertreter und 5 Mann verwundet, dazu noch 1 Unteroffizier und 7 Pioniere verwundet, im ganzen 16 Mann. Die 6 Gefangenen (Jäger 10) verhörte der Bataillonsführer und ließ sie nach Givenchy abführen. Eines der eroberten Maschinengewehre befand sich beim Bataillonskommandeur, das andere bei den Pionieren. Schwere feindliche Artillerie schoss heftig ins Schlammtal, in die alte Stellung, auf den Laufgraben zwischendiesen beiden und das Dorf Souchez. Ein deutsches Maschinengewehr war in der Mitte der eroberten Stellung eingebaut worde.

Dieser Bericht wurde am 20.01.1915, 5.30 Uhr vormittags, abgeschlossen.

Loretto-Kapelle Ende 1914

Am Morgen des 20.01.1915, 7 Uhr morgens lag dichter Nebel über der Stellung, als die Franzosen gegen den von uns neu besetzten Graben vorzugehen versuchte. Dieser erste Angriff wurde von der 6./142, die die 7./142 in der neuen Stellung abgelöst hatte, abgeschlagen. In der Nacht waren für alle Fälle und zur Abwehr eines Angriffs 2 Maschinengewehre in den genommenen Graben vorgebracht worden. Nach dem von uns abgeschlagenen Angriff erschienen plötzlich einige unbewaffnete Franzosen vor unserem Graben, mit erhobenen Händen und dem Ruf: „Pardon, pardon! nicht schießen!“ wodurch sie sich als Überläufer kenntlich machen zu wollen schienen. Während sich unsere Leute mit diesen abgaben, wurden sie plötzlich von hinten und der rechten Flanke von bewaffneten Franzosen, die sich in großer Übermacht im Schutze des Nebels und an einer Hecke entlang herangeschlichen hatten, überrumpelt. In einem heftigen Handgemenge, bei dem zumeist mit Kolben, Bajonett und Würgegriffen gearbeitet wurde, waren unsere Leute wohl zum größten Teil niedergemacht oder verwundet gefangen genommen worden. Nur 6 Leute auf dem linken Flügel und der Kompanieführer, Leutnant von Schirp, der auf den ersten Angriff hin Verstärkung heranholen wollte, entkamen. Unter den Vermissten befanden sich auch der Kriegsfreiwillige Dr. Weber (am 18.02.1915 erst wurde von einer Sappe aus eine vor der Front liegende Leiche deutlich als die des Dr. Weber festgestellt und in der Nacht von Freiwilligen geborgen. Auf dem Friedhof zu Lens liegt dieser tapfere Kamerad begraben.

Der Graben ging wieder an den Feind verloren, dem noch ein Maschinengewehr in die Hände fiel, während das andere noch in den Schlamm geworfen und zurückgeholt werden konnte. Schuld an dem Gelingen des Handstreiches unserer Feinde war eine Reihe unglücklicher Zufälle. U. a. waren zur Zeit des Überfalls 60 Pioniere, die beim Sturm und Einrichten des feindlichen Grabens mitgewirkt hatten, 6 Uhr vormittags zurückgezogen worden. Ihre Ablösung traf jedoch erst 8 Uhr morgens ein. Ferner versagten infolge starker Beschmutzung während des Sturmes bzw. beim Vorbringen die Maschinengewehre und die Gewehre. Verluste vom 19.01.1915, 8 Uhr abends bis zum 20.01.1915 vormittags: 9 Tote, 31 Verwundete, 78 Vermisste.

Abends wurde das II./142 durch das III./142 abgelöst, das gleichzeitig den befehl erhielt, die Stellung am 21.01.1915 wieder zu nehmen.“

Man begrub Dr. Martin Weber auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines in einem Massengrab.

Todesanzeige für Dr. med. Martin Weber in der Frankfurter Volkszeitung vom 10.03.1915

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.782: Georg Berger

Der Landwehrmann Georg Berger stammte aus Oberornau, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Obertaufkirchen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Er fiel am 08.03.1915 bei Somme-Py im Alter von 32 Jahren in Nordfrankreich während der Winterschlacht in der Champagne.

Über den Todestag von Georg Berger berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„08.03.1915 In der Nacht vom 7./8.3. wurden die Verbände neu geordnet. Die ganze 1. Kompanie wurde in dem wichtigen Westgraben eingesetzt. Beim Sammeln dieser Kompanie erwarb sich nach der Verwundung der beiden Offiziere, Oberleutnant Emminger und Leutnant Fräßdorf, der Unteroffizier Huber besondere Verdienste. Eine Kompanie des I./ Landwehr-Infanterie-Regiment 1 hatte den Verbindungsgraben zu der Stellung dieses Regiments zu besetzen. 2. Kompanie, die sehr gelitten hatte, wurde zur Reserve des Regiments-Kommandeurs, die bisher nur aus der 6. Kompanie bestand, zurückgenommen. Es war unmöglich, die Bataillons-Verbände wieder herzustellen. Es mussten daher Kampfgruppen gebildet werden.

Am 08.03. morgens war der Angriff gegen den eingedrungenen Feind fortzusetzen, da ein Einnisten des Feindes im Fingerwalde zu einer fortwährenden Bedrohung dieses wichtigen Flügelstützpunktes der Champagnefront geführt haben würde. Es wurden drei Kampfgruppen gebildet. Eine Verteidigungsgruppe unter Major Kehl – 1., 3., 4., 8., 11. und 9. Kompanie – hatte die aus dem Westgraben, dem neuen Kampfgraben und dem vom Landwehr-Infanterie-Regiment 116 übernommenen Kompanie-Abschnitt bestehende Stellung zu halten. Eine rechte Angriffsgruppe unter Major Benz – 5. und 10. Kompanie – sollte rechts, eine links unter Hauptmann Klein – 7. und 12. Kompanie – links den Angriff vortragen. Der Angriff sollte 6.00 Uhr morgens beginnen, unsere Artillerie ihn durch ihr Feuer auf die Fingerspitze und die feindliche Stellung südlich des Finger vorbereiten. I./Landwehr-Infanterie-Regiment 1 erhielt den Befehl, bis 3 Uhr morgens mit drei Kompanien bei der Regiments-Reserve am Steilhang einzutreffen.

Von 6 Uhr morgens an lag schweres Artilleriefeuer auf dem neuen Kampfgraben, den von ihm zurückführenden Verbindungsgräben und auf den Unterständen am Steilhang. Eine Anzahl dieser Unterstände wurde zertrümmert, unter ihnen der neben dem Regiments-Gefechts-Stand liegende Verbandraum. Die Verluste der Regiments-Reserve wurde sehr erheblich. Die Fernsprechleitungen zu dem Kampfgraben wurden sechsmal zerschossen, aber immer wieder durch die tapferen Störungssucher dank der Tatkraft des Fernsprechführers beim Regiments-Stab, Unteroffizier Fröhlich, hergestellt. Meldegänger des Regiments-Stabs kehrten nicht zurück und wurden in den Verbindungsgräben tot aufgefunden. Nachgesandte Meldegänger nahmen die blutigen Meldekarten den Toten aus der Hand und beförderten sie an ihre Empfangsstellen.

Trotz des starken feindlichen Feuers brach unser Gegenangriff los. Von der rechten Angriffsgruppe entwickelte 6 Uhr morgens die 10. Kompanie rechts, die 5. Kompanie links vor dem Hinderniss des neuen Kampfgrabens. Der 5. Kompanie folgte ein Zug des Leutnant Schroll als Unterstützung. Diese Entwicklung wurde sofort vom Feinde bemerkt und sowohl aus dem Graben am Südrande des Waldes als auch aus dem rechten Laufgraben mit Infanterie- und MG-Feuer beschossen. Trotzdem stürmten unsere Kompanien vor. Bald aber suchten die Leute vor dem feindlichen Feuer Deckung in den Granatlöchern. Leutnant Schroll hatte sich mit seinem Unterstützungszug nach rechts gezogen. Er trat aus dem Westrande des Waldes heraus, stürzte im feindlichen Feuer entlang dieses Waldrandes vorwärts und drang mit einem Teil seines Zuges in die an der Straße Souain – Perthes gelegene Sturm-Ausgangsstellung des Feindes ein. Er wird seitedem vermisst. Vermutlich hat er in der feindlichen Stellung den Heldentod gefunden. (Leiche wurde später gefunden. Leutnant Konrad Schroll, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab) Auch den tapferen Führer der 10. kompanie, Oberleutnant Meyer, der seit diesem Angriff vermisst wird, wird im Fingerwalde das gleiche Schicksal erreicht haben. Der Führer der 5. Kompanie, Hauptmann pausch, blieb verwundet in einem Granatloch liegen, konnte aber nachts in unsere Stellung zurückkehren.

nach dem Scheitern des Angriffs an unserem rechten Flügel setzte der Feind zum Gegenangriff an. Unter dem Feuer unserer in den Granatlöchern eingenisteten Schützen kam er aber im Walde nicht vor. Bei seiner Abwehr zeichnete sich besonders Offiziers-Stellvertreter Zöpfl und Unteroffizier Bastian der 10. Kompanie aus. Wohl aber gelang es ihm westlich des Waldes einen alten Graben, der senkrecht zu dem Waldrande und fast in der Verlängerung unseres neuen Kampfgrabens lag, zu erreichen und sich in ihm einzunisten. Dieser Teil des Feindes wurde später durch Präzisionsfeuer unserer 21 cm-Mörder vernichtet. Dieses Feuer wurde bis zur Erreichung dieses Ergebnisses fortgesetzt, obwohl auch unsere Besatzung des rechten Flügels des neuen Kampfgrabens stark unter der Splitterwirkung der eigenen Granaten zu leiden hatte.

Noch mehrere andere an diesem Tage von unserem rechten Flügel aus angesetzte Angriffe gegen den in die Fingerspitze eingedrungenen Feind, so auch ein Angriffsversuch der 4. Kompanie/Landwehr-Infanterie-Regiment 1 unter ihrem energischen Führer, Oberleutnant Zettner, kamen über die ersten Anfänge nicht hinaus. Der Regiments-Kommandeur begab sich im heftigsten feindlichen Artilleriefeuer an den rechten Flügel des neuen Kampfgrabens und stellte von dem rechten Verbindungsgraben zum Fingergraben aus fest, dass der Feind sich im Fingerwald so stark eingenistet hatte, dass nur ein durch zusammengefasstes Artilleriefeuer vorbereiteter Angriff frischer Truppen hier Erfolg haben konnte. Der Feind hatte die in der Fingerspitze gewonnene neue Stellung durch spanische Reiter geschützt und sie mit einem Laufgraben zu seiner Sturmausgangsstellung verbunden.

Am linken Flügel befahl Hauptmann Klein, dass 6 Uhr morgens die 12. Kompanie rechts vom linken Verbindungsgraben, die 7. Kompanie mit 1 Zug links von diesem gegen die Südstellung vorzugehen, mit 2 Zügen zum Angriff der 12. Kompanie rechts gestaffelt zu folgen habe. Leutnant Tillmanns der 7. Kompanie drang in unsere alte Stellung am Birkenwäldchen, die nachts auf Befehl des Major Kehl von der 3. Kompanie geräumt worden war, ein und behauptete sich dort. Die 12. Kompanie, deren tapferer Führer, Hauptmann Stillkrauth, gleich beim Ansetzen zum Sturm schwer verwundet wurde, gewann den vorderen Kampfgraben westlich vom linken Verbindungsgraben. Die Züge des Leutnants Specht und Trenkle der 7. Kompanie griffen noch weiter westlich an, brachen aber im feindlichen Feuer zusammen. Leutnant Specht fiel dicht vor dem vom Feinde besetzten Graben (Leutnant Hermann Specht, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab), Leutnant Trenkle wird hier gleichfalls den Heldentod gefunden haben (Leutnant Theobald Trenkle, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab), ebenso wie Offiziers-Stellvertreter von Hößlein, die seitdem vermisst werden. Leutnant Käsbauer der 12. Kompanie arbeitete sich mit einem Teil dieser Kompanie, wirksam unterstützt durch den Pionier-Handgranatentrupp unter Leutnant Dex, langsam im Südostgraben nach Westen vor. Als die Handgranaten ausgegangen waren, kam das Vordringen zum Stehen. Der zurückgewonnene Teil der Stellung blieb aber unter der tatkräftigen Führung der Leutnante Tillmanns und Käsbauer besetzt.“

Man begrub Georg Berger auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Berger
Rückseite des Sterbebildes von Georg Berger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.725: Karl Berkmiller

Der Kriegsfreiwillige Karl Berkmiller stammte aus Görisried in Bayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.06.1915 fiel er im Alter von 19 Jahren in der Nähe von Maricourt  an der Somme während eines feindlichen Angriffs.

Man begrub Karl Bermiller auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Görisried Karl Berkmiller auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/goerisried_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Karl Berkmiller
Rückseite des Sterbebildes von Karl Berkmiller

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.697: Ludwig Hafner

Der Unteroffizier Ludwig Hafner stammte aus Bärndorf (Schreibfehler auf Sterbebild) und war der Sohn eines Landwirts. Er lebte in Einfürst, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Bogen. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 15. Kompanie des 98. Infanterie-Regiments. Am 13.07.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren durch einen Bauchschuss bei einem Sturmangriff bei Vauquois und Boureuilles vor Verdun in Nordfrankreich.

Über den Todestag von Ludwig Hafner berichtet die Regimentsgeschichte des 98. Infanterie-Regiments:

„13.07.1915 Nach Beginn der Sturmreifmachung der südlichen Stellung Fille morte – Höhe 285 (von 4.30 Uhr ab) liegen die Abschnitte des Regiments unter heftigem Artillerie- und Minenfeuer, wodurch die Gräben zum Teil verschüttet werden. Stündliche Feuerüberfälle der Franzosen werden nicht erwidert. Dagegen setzen diesseitige Feuerüberfälle um 8 und 11.30 Uhr vormittags ein im Zusammenhang mit dem Angriff des XVI. Armeekorps entlang der Römerstraße. Um letztere Zeit stürmte I. in 1 1/2 stündigem Handgranatenkampf die vor der 3. und 4. Kompanie liegenden Gräben im Anschluss an Infanterie-Regiment 135. (2., 3. 4. Kompanie in erster Linie, 1. rechts rückwärts gestaffelt) 3 Offiziere 98 Mann gefangen. – 5. Kompanie Abschnittsreserve.

Offiziell ist für Ludwig Hafner keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt begraben wurde, wo seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum und am selben Ort fielen, u. a.

  • Musketier Konrad Euler, gefallen am 13.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt in Block 2, Grab 840;
  • Ersatz-Reservist Fritz Karl Michel Krase, gefallen am 14.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt in Block 4, Grab 38;
  • Ersatz-Reservist Fritz Schlüter, gefallen am 14.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt in Block 2, Grab 996;
  • Ersatz-Reservist Bernhard Otto Wilhelm Behm, gefallen am 14.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt in Block 2, Grab 998.

 

Sterbebild von Ludwig Hafner
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Hafner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.669: Josef Widmann

Der Soldat Josef Widmann stammte aus Göbelsbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Pfaffenhofen an der Ilm, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 20. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 25.09.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Han de Bas in Nordfrankreich.

Offiziell ist für Josef Widmann keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines beigesetzt wurde, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Andreas Braun, gefallen am 25.09.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines in einem Massengrab;
  • Infanterist Johann Deinzer, gefallen am 25.09.1915 bei Han de Bas, begraben auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines in einem Massengrab;
  • Infanterist Johann Döbereiner, gefallen am 25.09.1915 bei Han de Bas, begraben auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines in einem Massengrab;
  • Infanterist Johann Grasser, gefallen am 25.09.1915 bei Han de Bas, begraben auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Josef Widmann
Rückseite des Sterbebildes von Josef Widmann

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.660: Isidor Heinzinger

Der Soldat Isidor Heinzinger stammte aus Eja, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pfaffenhofen an der Ilm, und war Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 20. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.08.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren in Nordfrankreich.

Man begrub Isidor Heinzinger auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny in Block 2, Grab 53.

Sterbebild von Isidor Heinzinger
Rückseite des Sterbebildes von Isidor Heinzinger