Der Soldat Peter Bescher wurde am 20.05.1879 in Rittersheim im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 11. Kompanie des 118. Infanterie-Regiments. Am 22.10.1914 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 35 Jahren im Feldlazarett 67 Lomme bei Lille.
Offiziell ist für Peter Bescher keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Lille beigesetzt wurde. Hier wurden die Verstorbenen der 19 Kriegslazarette von Lille beerdigt.
Sterbebild von Peter BescherRückseite des Sterbebildes von Peter Bescher
Der Soldat Jacob Kohlmann wurde am 01.05.1887 in Remagen im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz geboren. Er war königlicher Regierungsbauführer. Im Ersten Weltkrieg diente er als Offizierstellvertreter in der Maschinengewehr-Kompanie des 258. Reserve-Infanterie-Regiment.. Am 29.09.1915 fiel er im Alter von 28 Jahren in Russland, eventuell bei Grendsen.
Die Lage des Grabes von Jacob Kohlmann ist unbekannt. Es dürfte nicht mehr existieren.
Sterbebild von Jacob KohlmannRückseite des Sterbebildes von Jacob Kohlmann
Der Soldat Jakob Gras wurde am 11.11.1887 in Bad Salzig geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Boppard im heutigen Bundeland Rheinland-Pfalz. Er war Lehrer seit 1907 in Gehlweiler bei Gemünden im Hunsrück. 1916 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und diente als Leutnant im 60. Infanterie-Regiment. Am 11.08.1918 wurde er bei einem Tankangriff schwer verwundet und verstarb an dieser Verwundung am 14.08.1918 im Alter von 30 Jahren während der Schlacht um Roye und Lassigny bei Damery und Goyencourt an der Somme.
Über die Umstände der Verwundung von Jakob Gras berichtet die Regimentsgeschichte de s60. Infanterie-Regiments:
„Im Regimentsabschnitt verliefen die Nacht und der Vormittag des 11. August ruhig. Um 12:30 Uhr mittags aber griff der Feind unter Einsatz von 5 Tanks überraschend die Stellung des II. Bataillons an. Die Tanks waren von kleiner Bauart und mit Revolverkanonen und Maschinengewehren armiert. Zuerst kam ein Tank allein gegen die Mitte der rechten Flügelkompanie (5.) angefahren. Der ungewohnte Anblick wirkte auf einen Teil der Leute derart verblüffend, dass sie in das Dorf davonliefen. Die Mehrzahl jedoch, angefeuert durch das Beispiel ihres tapferen und kaltblütigen Führers, Feldwebelleutnants Drevers, eröffnete ein lebhaftes Feuer auf diesen und einen alsbald folgenden zweiten Tank. Leider fehlte es an der für Tankbekämpfung eingeführetn Schwere-Maschinengewehr-Munition, so dass das Feuer erfolglos blieb, wenn es auch gelang, die hinter den Tanks folgende englische Infanterie in Schach zu halten. Die 5. Kompanie erlitt jedoch erhabliche Verluste, sobald die Tanks nahe herngekommen waren und flankierend feuerten. Feldwebelleutnant Drevers nahm daher seine Kompanie bis an den Westrand des Dorfes zurück.
Ein kurz darauf gegen den südlichen Teil des westlichen Dorfrandes vorbrechender dritter Tank wandte sich, gefolgt von starker Infanterie, gegen die 6. Kompanie, die sich auf den Bataillonsgefechtsstand zurückzog. Von dort aus nahm der Maschinengewehr-Zug des Vizefeldwebels Schennecke von der 2. Maschinengewehr-Kompanie den Tank unter Feuer und zwang ihn zum Abbiegen. Dieser Tank wurde später am Westrande des Dorfes verlassen vorgefunden; er hatte durch die Schwere-Maschinengewehr-Kompanie-Treffer seine Bewegungsfähigkeit eingebüßt. Auch einer der beiden ersten Tanks wurde in einem Graben liegend erbeutet.
Zwei weitere Tanks versuchten südlich der Straße Andechy – Damery – Roye in einem Abstand von etwa 500 Metern hinter den vorderen vorzustoßen. Sie wurden vom Bataillonsgefechtsstand aus in aller Ruhe bereits auf 1.200 – 1.500 Meter mit Maschinengewehren beschossen. Trotzdem diese Tanks von großem Typ und mit Kanonen bestückt waren, wirkte das Feuer der Maschinengewehre und einer vorgezogenen Tankabwehrbatterie so durchschlagend, dass überhaupt nur einer der beiden Kampfwagen dazu kam, einige Artillerieschüsse abzugeben; dann aber wendeten beide um und verschwanden.
Inzwischen hatte der Kampftaktische Kommandant sein Bataillon, verstärkt durch die 9. und 10. Kompanie, zum Gegenstoß angesetzt. In flottem Draufgehen wurden die Engländer wieder aus den Gräben der 5. und 6. Kompanie herausgeworfen. Darüber hinaus gelang es ein Vorfeld von 500 Meter Tiefe frei zu machen, zu dessen Sicherung Unteroffiziersposten vor der Hauptwiderstandslinie belassen wurden.
Aus den erbeuteten beiden Tanks konnten 3 Hotchkiß- und ein Lewis-Maschinengewehr von der Truppe in Gebrauch genommen werden, für die sich genügend Munition in den Wagen vorfand.
…
Die Verluste an diesem Tage betrugen 11 Tote und 35 Verwundete, darunter an Offizieren 3 tot und 3 verwundet.“
Jakob Gras wurde am 16.08.1918 zunächst auf einem Friedhof in Rekouvillers begraben. Später bettete man ihn auf den Soldatenfriedhof Roye-St.Gilles in Block 2, Grab 143 um.
Der Soldat Philipp Lenz stammte aus Lissendorf, einer Gemeinde im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 10. rheinischen Infanterie-Regiments Nr. 161. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 19.06.1918 fiel er im Alter von 35 Jahren im Westen
Zunächst wurde Philipp Lenz in Estrees bei Douai begraben. Später bettete man seine Gebeine auf den Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 23, Grab 803 um.
Sterbebild von Philipp LenzRückseite des Sterbebildes von Philipp Lenz
Der Soldat Josef Friedrich Hillesheim wurde am 23.06.1895 in Briedel geboren, einem Gemeinde im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Pionier in der 2. Abteilung des 4. Minenwerfer-Bataillons. Am 07.06.1916 verstarb er im Alter von 20 Jahren in einem Reserve-Lazarett in Frankfurt an einer Krankheit.
Der Soldat Adam Neufeld wurde am 18.12.1891 in Freinsheim im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier der Reserve in der 2. Kompanie des 18. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit der Goldenen Tapferkeitsmedaille, mit dem bayerischen Mililtärverdienstkreuz und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Ende 1914 und Mitte 1916 wurde er verwundet.
Der Soldat Freiherr Eberhard von Recke stammte aus Neuwied im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant in der 11. Kompanie des 95. Infanterie-Regiment. Am 21.09.1914 verstarb er nach schwerer Verwundung (10. oder 11.09.1914 bei Sonnenberg und Adamsheide (seit 1945 polnisch: Jadamowo)) im Kriegslazarett Nr. 21 in Südpolen.
Die Lage des Grabes von Freiherr Eberhard von Recke ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Leutnant Freiherr Eberhard von Recke zweiter von rechts
Der Soldat Paul Schweigert stammte aus der Stadt Kaiserslautern im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant in der 4. Kompanie des 173. Infanterie-Regiment. Am 11.08.1915 fiel er in Frankreich an der Westfront. Er wurde während der Kämpfe in den Argonnen in der Nähe der Ortschaft La Harazée getötet.
Über den Todestag und die Todesumstände von Leutnant Paul Schweigert berichtet die Regimentsgeschichte des 173. Infanterie-Regiments:
„Als im ersten Frühlicht des 11. August ihr bewährter Führer, Leutnant Schweigert, in einem allzu verwegenen Unternehmen, persönlich und nur von Wenigen begleitet, den Posten an der französischen Abdämmung zu überrumpeln suchte, traf den Voranstürmenden ein französischer Schütze in den Kopf. Sterbend wurde er in seinen noch unfertigen neuen Unterstand getragen, wo er nach wenigen Minuten sein junges, tatenfrohes Leben aushauchte, betrauert von allen Offizieren und von seiner ganzen 4. Kompanie. Am Tage zuvor war Leutnant Schweigert erneut zum Eisernen Kreuz 1. Klasse in Vorschlag gebracht, und 2 Tage nachher hielt ihm in der La Mitte-Schlucht Pfarrer Schafft als letzten Freundesdienst die Totenrede.“
Man begrub Leutnant Paul Schweigert auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt in Block 3, Grab 320.
Leutnant Paul Schweigert (gefallen 11.08.1915) oben, Gonnermann (gefallen am 23.08.1916), Leutnant Hoffmann, Leutnant Schodere
Der Soldat Hilarius Huppert wurde am 16.06.1894 in der Gemeinde Gundersheim im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve im 95. Infanterie-Regiment. Am 13.11.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren in Nordfrankreich bei Grandcourt an der Somme.
Über den Todestag und die Todesumstände von Hilarius Huppert berichtet die Regimentsgeschichte des 95. Infanterie-Regiments:
„Angriff der Engländer
In der Nacht zum 13.11. zog sich ein undurchdringliches Nebelmeer langsam lastend über das Gelände. Dicht wallende Schwaden wogten gespenstisch durcheinander, alles in sich verhüllend. Die Posten standen wie verloren von diesen unheimlichen Nebelwänden umfangen und starrten verzeifelt in das weißgraue Gewoge; keiner sah und hörte den anderen mehr, der Nebel ließ kaum auf 5 Schritte etwas erkennen.
Unruhig flackerte fast die ganze Nacht hindurch das Artilleriefeuer über die Stellungen hin, bis es gegen Morgen langsam verstummte. Alle Sinne gespannt, lauschten die Posten in die unheimliche Stille hinein, die da lauernd in den Nebel hing.
Da – gegen 6.30 Uhr morgens – brüllte ein gellender Donnerschlag auf. Feurige Blitze zuckten weit im Umkreis an der englischen Artillerielinie entlang, und lechzend heulte der Eisenhagel von allen Seiten heran. Berstende Einschläge überall, Flammen schießen durch Nebelfetzen, Eisensplitter fegen gierig daher in tollem Wirbel! „Alarm!“ gellt es in die Stollen hinunter, „Alarm!“ gellt es durch die Grabenreste. Zwanzig Minuten nach dem Ausbruch des Feuerorkans hastet atemlos der Leutnant der Reserve Schröder von der 1. Kompanie in den Regimentsgefechtsstand und überbringt die letzte Meldung des Hauptmanns Caesar: die im neuen Schwabenriegel und Serbenweg liegenden Teile der 1. und 2. Kompanie sind unter schwerstem Feuer verschüttet, ein Angriff scheint unmittelbar bevorzustehen!
Allmählich verlegt der Engländer seine Feuerwalze sprungweise vor und riegelt besonders die Artillerieschlucht am linken Flügel des Regimentsabschnitts bis zum Regimentsgefechtsstand Grandcourt hermetisch ab. Aus den vorderen Gräben des III. und I. Bataillons knattert Gewehrfeuer, überpeitscht von rasselnden Serien der Maschinengewehre, dann wird es langsam still. Der undurchdringliche Nebel erstickt jedes Leuchtsignal, die Telefon-Verbindung ist längst zerrissen. Im Rücken der Stellung liegt das unüberschreitbare Sumpfgelände der Ancre! Der Regimentskommandeur, Oberstleutnant von Selle, sendet daher besorgte Läufer auf Läufer nach vorn, um Näheres zu erfahren; keiner kommt zurück. Bange Stunden verstreichen. Gegen 10 Uhr bringt endlich eine Meldung des I. Bataillons der 144er, das in der Nacht das in Stellung befindliche Bataillon 91er abgelöst hatte, etwas Licht in das Dunkel: der Feind hat einige 100 Meter Gelände gewonnen, kurz vor dem Regimentsgefechtsstand 95 haben jedoch die Angreifer halt gemacht, weil sie selbst im dichten Nebel keine Orientierung finden können. Oberstleutnant von Selle und sein Stab hatten vor dem Gefechtsstand mit Gewehr, Revolver und Handgranaten das Herankommen der Engländer erwartet. Sie blieben aber aus! Über die Besatzung der deutschen vorderen Linie und ihr Schicksal ist indes noch nichts bekannt. Oberstleutnant von Selle versucht erneut, mit seinen beiden Stellungsbataillonen die Verbindung aufzunehmen. Er beauftragt Leutnant Limprecht und Musketier Albrecht, neue Gefechtsanweisungen nach vorn zu bringen; nach längerer Zeit kehren jedoch beide unverrichteter Dinge zurück; das englische Sperrfeuer macht ein Durchkommen unmöglich. Spätere Verbindungspatrouillen bleiben vermisst. Der Nebel ist inzwischen einem trüben Tag gewichen.
In den ersten Nachmittagsstunden erhält der Msschinengewehr-Offizier beim Stabe, Rittmeister Holtz den Befehl, mit einigen rasch herangezogenen Kompanien der Regimenter 144 und Ersatz 29 die verlorene Stellung gegen 8 Uhr abends wiederzunehemn. Bei Einbruch der Dämmerung wird im übrigen der Leutnant der Reserve Georgi der 4. Kompanie mit einigen Gruppen nach vorn geschickt, um den beiden Stellungsbataillonen, falls sie noch da sind, Befehle über dne geplanten Gegenangriff überbringen. Leutnant Georgi arbeitet sich durch das schwere Sperrfeuer hindurch und kommt bis auf wenige Schritte an die alte deutsche Linie heran, als er plötzlich aus den Gräben heraus heftig beschossen wird. Er stellt fest, dass der Feind die ganze deutsche Stellung bis St. Pierre Division dicht besetzt hat. Unteroffizier Alban überbringt diese Meldung dem Regiment.
Damit war dem geplanten Vorstoß die Aussicht auf Erfolg genommen. Ein Angriff auf die ausgedehnte deutsche Linie konnte nur mit starken Kräften zum Ziele führen; diese standen aber nicht zur Verfügung. Auf die Mitwirkung der beiden Stellungsbataillone durfte offensichtlich nicht mehr gehofft werden, die 3 Kompanien 144er und 29er, die verfügbar waren, zählten kaum die Hälfte ihrer normalen Stärke; 2 weitere Kompanien 29er, mit deren rechtzeitigem Eintreffen man gerechnet hatte, waren noch nicht angekommen.
So musste auf den geplanten Gegenstoß verzichtet werden, dessen Gelingen in völliger Dunkelheit ohnehin mehr als zweifelhaft gewesen wäre, da der größte Teil der Truppen im Angriffsgelände vollkommen fremd, überdies durch den schwierigen Anmarsch stark erschöpft war. Rittmeister Holtz wurde daher angewiesen, von dem Vorstoß Abstand zu nehmen und dafür mit seiner Abteilung eine vom Westausgang Grandcourt bis an die Straße Thiepval-Grandcourt heranreichende Stellung zu beziehen. Oberstleutnant von Selle musste auf direkten Befehl der Division den gefechtsstand am Westausgang von Grandcourt aufgeben, da dieser nunmehr für die Gefechtsführung unmöglich geworden war. Der Regimentsgefechtsstand wurde daher am 14. November an den Ostausgang von Grandcourt verlegt..“
Man begrub Hilarius Huppert auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in einem Massengrab.
Der Soldat Friedrich Rodrian stammte aus der Gemeinde Bechtheim im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte als Leutnant der Reserve und Adjutant in der 5. Kompanie des 116. Reserve-Infanterie-Regiment. Am 31.01.1918 fiel er in Frankreich während der Kämpfe bei St. Quentin und an der Oise an der Aisne bei Coucy-le-Château-Auffrique.
Die Lage des Grabes von Leutnant der Reserve Friedrich Rodrian ist nicht zu ermitteln. Vermutlich wurde er in die Heimat überführt und auf seinem Heimatfriedhof begraben.
Gruppenfoto mit Leutnant der Reserve Friedrich Rodrian (rechts außen) vom 116. Reserve-Infanterie-Regiment