Der Soldat Otto Mayer arbeitete als Obergärtner auf Schloss Kleeberg, einem Ortsteil von Ruhstorf an der Rott . Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 8. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 28.08.1914 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Baccarat.
Man begrub Otto Mayer auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.
Sterbebild von Otto MayerRückseite des Sterbebildes von Otto Mayer
Der Soldat Heinrich Wenzel (eigentlich „Wenzl“) stammte aus Hader, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott, und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Nach Verwundung verstarb er am 03.10.1914 im Alter von 24 Jahren im Kriegslazarett in Saint-Quentin.
Man begrub Heinrich Wenzel auf dem Soldatenfriedhof St.-Quentin in Block 2, Grab 286.
Sterbebild von Heinrich WenzelRückseite des Sterbebildes von Heinrich Wenzel
Der Soldat Josef Karossa stammte aus Hütting, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott, und war der Sohn eines Schuhmachers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 2. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.12.1915 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Arras durch Granatschuss.
Man begrub Josef Karossa auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 17, Grab 516.
Sterbebild von Josef KarossaRückseite des Sterbebildes von Josef Karossa
Der Soldat Johann Wenzl stammte aus Reschau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 9. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 29.06.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Schlacht um Verdun bei den Kämpfen auf Kalter Erde und bei Fleury-devant-Douaumont.
Für Johann Wenzl ist offiziell keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass seine Gebeine, wenn sie bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurden, wo man auch seine Regimentskameraden der 9. Kompanie begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Nikolaus Berchtold, gefallen am 28.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Landsturmmann Gustav Abrell, gefallen am 27.06.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Landsturmmann Georg Rendle, gefallen am 29.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Max Schwiebacher, gefallen am 27.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Johann WenzlRückseite des Sterbebildes von Johann Wenzl
Der Soldatb Josef Hermitschek stammte aus Hütting, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 6. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 11.03.1919 verstarb er im Alter von 34 Jahren im Reservelazarett Haar am einer schwere Erkrankung, die er sich im Kriegsdienst zugezogen hatte.
Man begrub Josef Hermitschek auf dem Friedhof München – Waldfriedhof in Reihe 82, Grab 28.
Sterbebild von Josef HermitschekRückseite des Sterbebildes von Josef Hermitschek
Der Soldat Franz Lengdobler wurde am 11.11.1896 in Kühweid, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott, geboren und war der Sohn eines Landwirts. Er arbeitete als Gärtner bei Graf Dürkheim. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.10.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während des Feldzugs gegen Rumänien bei den Grenzlämpfen am Vulkangebirge.
Über den Todestag von Franz Lengdobler berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Erstürmung der die rumänische Grenze bildende Bergkette
Dichter Nebel verbot am 23.10. morgens eine Feuervorbereitung, begünstigte aber die Überrumpelung. Planmäßig gelang, dank des schneidigen Zufassens der 7./3. bayerisches Infanterie-Regiment unter Leutnant der Reserve Dreher, die durch den Verlauf des Grates notwendige sofortige Wegnahme des Candetul. Als diese Flankierung beseitigt war, konnte I./3. bayerisches Infanterie-Regiment gegen den Hauptgipfel des Dragoiul vorgeführt werden, bei dessen Wegnahme ihm – wie es geplant war – schon II./3. bayerisches Infanterie-Regiment über den Murgile hinweg zu Hilfe eilte. Unterdessen war der Nebel zerrissen und ein schöner Herbsttag ermöglichte die Mitwirkung der Gebirgbatterie bei der Wegnahme des Dumitru, auf dem der Gegner hartnäckigen Widerstand leistete. Mit Einbruch der Dunkelheit ist auch dieser Bergkegel in der Hand vom I./3. bayerisches Infanterie-Regiment.“.
Die Lage des Grabes von Franz Lengdobler ist unbekannt.
Sterbebild von Franz LengdoblerRückseite des Sterbebildes von Franz Lengdobler
Der Soldat Martin Schlederer wurde am 13.10.1885 in Hütting geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott, und war Zimmermann von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 12. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Am 19.07.1917 fiel er im Alter von 32 Jahren bei Hollebeke (Ypern) in Flandern infolge einer Verwundung durch eine Granate.
Man begrub Martin Schlederer auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block L, Grab 2794.
Sterbebild von Martin SchledererRückseite des Sterbebildes von Martin Schlederer
Der Soldat Michael Baumgartner stammte aus Frimhöring, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott, und war Pharmazeut in Fürth im Wald Sein Vater war Müllers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Einjähriger im 11. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 07.01.1915 fiel er im Alter von 26 Jahren während der Kämpfe in den Vogesen bei Laitre, einem Ortsteil von Ban-de-Sapt.
Man begrub Michael Baumgartner auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab.
Max Lehner war der Sohn eines Landwirts aus Grund, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.08.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Saint-Mihiel.
Offiziell ist für Max Lehner keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab begraben wurde. Dort ruhen seine Kameraden des 20. bayerischen Infanterie-Regiments, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Unteroffizier Franz Köpf, gefallen am 25.08.1916 bei St. Mihiel, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 3, Grab 314;
Gefreiter Georg Baumann, gefallen am 28.08.1916 bei Apremont, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Infanterist Georg Schmatz, gefallen am 25.08.1916 bei St. Mihiel, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab (zunächst als in Gefangenschaft geraten gemeldet;
Infanterist Anton Weber, gefallen am 25.08.1916 bei St. Mihiel, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab (zunächst als in Gefangenschaft geraten gemeldet.
Auch Max Lehner wurde in den Verlustlisten zunächst als in Gefangenschaft geraten gemeldet. Dies stellte sich jedoch später wie bei Weber und Schmatz als Irrtum heraus. In den Wirren bei den Kämpfen um Apremot und in dem dort sehr unübersichtlichen Gelände war dies kein Wunder.
Sterbebild von Max LehnerRückseite des Sterbebildes von Max Lehner
Der theoretische Weg von Max Lehner von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Bauerssohn Johann Larferseder (Verlustlisten: Laferseder) stammte aus Ruhstorf an der Rott in Bayern. Im Ersten Weltkrieg diente er im 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment als Soldat. Am 11.03.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Tiefenbach im Oberelsass am Reichsackerkopf während der ersten Schlacht um Münster (Elsass).
Beim Volksbund ist keine Grablage für Johann Larferseder bekannt. Ich gehe nach Recherche der Grablagen seiner gefallenen Kameraden aus der gleichen Kompanie davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof anonym als unbekannter Soldat in einem Massengrab beigesetzt wurde. Ich begründe diese Annahme mit dem Schicksal seiner Regimentskameraden:
Lorenz Burlafinger, gefallen am 11.03.1915, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
Anton Baumgartner, gefallen am 11.03.1915 am Reichsackerkopf, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
Domenikus Bader, gefallen am 11.03.1915 am Reichsackerkopf, beigesetzt auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;