Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 555: Franz Hackner

Der Soldat Franz Hackner stammte aus Oberrott, heute ein Ortsteil der Gemeinde Lohkirchen, und war der Sohn eines Gütlers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des  3. bayerischen Infanterie-Regiments Am 23.08.1915 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Kopatschew in Russland – heute Weißrussland.

Wie bei den meisten im Osten gefallenen Soldaten ist für Franz Hackner keine Grablage mehr bekannt. Die Soldatenfriedhöfe, so sie denn errichtet wurden, wurden in der Zeit nach den Kriegsenden meist zerstört, überbaut, geräumt.

Einen ausführlichen, interessanten Bericht über Franz Hackner finden Sie hier.

Sterbebild von Franz Hackner
Rückseite des Sterbebildes von Franz Hackner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 553: Joseph Thanner

Der Ersatz-Reservist Joseph Thanner stammte aus Neubeuern und war Schlossarbeiter und Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.08.1915 fiel er im Alter von 32 Jahren in  Russland, nachdem bereits sein Bruder Fridolin gefallen war.

Die Lage seines Grabes ist wie bei den meisten Gefallenen auf den östlichen Kriegsschauplätzen, unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Neubeuern gedenkt noch heute Joseph Thanner auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/neubeuern_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Joseph Thanner
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Thanner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 231: Richard Grohs

Richard Grohs war der Bruder von Ferdinand Grohs, den ich gestern vorgestellt habe. Er wurde am 05.05.1916 in Weibern geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er im 6. Kavallerie-Regiment im Radfahrer-Aufklärungs-Schwadron. Am 30.04.1942 wird er in Russland im Kampf getötet. Der Verbleib seines Leichnams ist heute unklar. Seine Grablage ist unbekannt.

Welch ein Verlust für die Eltern – beide Brüder sinnlos in einem verbrecherischen Krieg getötet. Man kann sich kaum vorstellen, wie leidvoll dies für den Vater und die Mutter für den Rest ihres Lebens gewesen sein muss.

Foto auf dem Sterbebild von Richard Grohs
Sterbebild von Richard Grohs

 

Antiquarische Ansichtskarte: Der Kaiser spricht

In den letzten Tagen habe ich erneut eine interessante antiquarische Ansichtskarte erworben. Sie stammt aus den Jahren um 1914 und zeigt den Platz vor dem Stadtschloss des Kaisers in Berlin (von den Kommunisten in der DDR nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört) während einer Kundgebung am 31.07.1914 anlässlich der Kriegserklärung an Frankreich und Russland. Wiedergegeben wird die Rede Kaiser Wilhelm II.

Eine schwere Stunde ist heute über Deutschland hereingebrochen. Neider überall zwingen uns zu gerechter Verteidigung. 

Man drückt uns das Schwert in die Hand. Ich hoffe, dass, wenn es nicht in letzter Stunde Meinen Bemühungen gelingt, die Gegner zum Einsehen zu bringen und den Frieden zu erhalten, wir das Schwert mit Gottes Hilfe so führen werden, dass wir es mit Ehren wieder in die Scheide stecken können. Enorme Opfer an Gut und Blut würde ein Krieg von uns erfordern. Den Gegnern aber würden wir zeigen, was es heißt, Deutschland zu reizen. Und nun empfehle ich euch Gott, geht in die Kirche, kniet nieder vor Gott und bittet ihn um Hilfe für unser braves Heer!

Vorserseite der Ansichtskarte "Der Kaiser spricht"
Vorserseite der Ansichtskarte „Der Kaiser spricht“
Rückseite der Ansichtskarte "Der Kaiser spricht"
Rückseite der Ansichtskarte „Der Kaiser spricht“