Der Soldat Lorenz Brüderl wurde am 01.09.1890 Engelschalling, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Fridolfing, geboren und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 12. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 15.05.1915 verstarb er im Alter von 24 Jahren nach einem Bauchschuss im Lazarett Saint-Mihiel.
Man begrub Lorenz Brüderl auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 107.
Der Soldat Johann Stark wurde am 16.06.1888 geboren und stammte aus Wasserzell, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Eichstätt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 12. Kompanie des 13. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 17.11.1914 fiel er im Alter von 26 Jahren bei der Höhe 322 (Chauvoncourt) in der Nähe von Saint-Mihiel.
Über den Todestag und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 13. bayerischen Infanterie-Regiments:
„17.11.1914 Frühmorgens erfolgreicher Gegenstoß der Regimentsreserve und 5. Kompanie: Major Mark I., 2./10. Regiment (Oberleutnant der Reserve Dörr), 3./10. Regiment (Hauptmann Heinzmann), 11./13. Regiment (Oberleutnant der Reserve Durst), 12./13. Regiment (Hauptmann Flessa), 5./13. Regiment (Hauptmann Schaaf), Adhutant: Leutnant Kriegelsteiner; Stabsarzt (R.): Dr. Markus; Assistenzarzt (R.): Dr. Caro.“
Man begrub Johann Stark auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der Soldat Hans (Johann) Butz stammte aus Untersteinbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pfreimd. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Die Angabe auf der Todesanzeige, er sei Gefreiter im 19. bayerischen Infanterie-Regiment gewesen, ist nachweislich falsch. Am 11.10.1914 fiel er bei Saint-Mihiel rund 20 Kilometer entfernt von Verdun.
Man begrub Hans Butz auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der Soldat Joseph Jungbeck stammte aus Buchetbühl, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lam, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 11. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiment Infanterist. Am 06.04.1915 verstarb er im Alter von 23 Jahren an einer Verwundung durch einen Granatsplitter, die er während der Kämpfe im Wald von Ailly und Apremont-la-Forêt, wenige Kilometer entfernt von Saint-Mihiel und Verdun entfernt, im Frühjahr erlitten hatte.
Man begrub Joseph Jungbeck auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 1, Grab 244.
Der Soldat Nikolaus Kratz stammte aus Wurmansau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saulgrub, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 31.10.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Apremont-la-Forêt im Bois d’Ailly.
Die Lage des Grabes von Nikolaus Kratz ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Michael Arnold, gefallen am 05.11.1914 im Bois brûlé, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Infanterist Michael Kochem, gefallen am 22.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Infanterist Kaspar Eisenberger, gefallen am 22.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 315;
Wehrmann Peter Kreiller, gefallen am 05.11.1914 im Bois brûlé, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 632.
Der Soldat Josef Eder wurde am 17.03.1891 in Kröhstorf geboren , einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.11.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Spada, wenige Kilometer nördlich Saint-Mihiel, in der Nähe von Verdun.
Blick auf Spada 1914 – oben zu sehen: französische SchützengräbenDie Ortsdurchfahrt von Spada nach Maizey
Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Eder berichtet die Regimentsgeschichte des 10. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 16.11.1914 3 Uhr nachmittags erfolgte ein überfallartiges Artilleriefeuer auf unsere Stellungen und alle rückwärtigen Verbindungen. Gegen das links vom Regiment liegende I. Bataillon 13. Infanterie-Regiment ging eine feindliche Schützenlinie vor und grub sich auf 600 Meter ein.
I./13. Infanterie-Regiment wurde durch Reserven des 10. Infanterie-Regiments verstärkt.
Die Nacht blieb ruhig – unsere Scheinwerfer waren ständig tätig.“
Man begrub Josef Eder auf dem Soldatenfriedhof Saint-Mihiel in Block 3, Grab 435.
Der Soldat Franz Eggerstorfer (Verlustliste und Volksbund: Eggersdorfer) stammte aus Kriestorf und war der Sohn eines Landwirts (Ökonom). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.04.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren bei den grausamen Gefechten bei Saint-Mihiel im Ailly-Wald in der Nähe von Verdun durch schwere Verwundung.
Der Soldat Ludwig Gruber stammte aus Wildprechting; einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Reisbach, und war der Sohn eines Landwirts (Söldner). Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer im 1. Feld-Maschinengewehr-Zug des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 29.07.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun bei den Stellungskämpfen auf den Maashöhen und bei Saint-Mihielim Alter von 28 Jahren bei Verdun in Nordfrankreich durch Granatschuss. Er wurde in einem Abschnitt zwischen Camp des Romains und Mont-Meuse-Ferm getötet.
Man begrub Ludwig Gruber auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 10, Grab 55.
Sterbebild von Ludwig GruberRückseite des Sterbebildes von Ludwig Gruber
Der Soldat Gottfried Schwarz wurde am 28.01.1888 in Kollmannshof geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bernbeuren. Sein Vater war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.07.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren im Bois la Vaux Fery, rund 30 Kilometer südlich von Verdun.
Man begrub Gottfried Schwarz auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der Soldat Anton Fertl stammte aus Thann, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lengdorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 8. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.05.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Saint-Mihiel.
Die Lage des Grabes von Anton Fertl ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass seine sterblichen Überreste, wenn sie geborgen werden konnten, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel begraben wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Gefreiter Johann Brunnhuber, gefallen am 05.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Landsturmmann Fritz Singer, gefallen am 05.05.1915 bei La Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Landsturmmann Johann Danner, gefallen am 05.05.1915 im Bois d’Ailly, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Infanterist Michael Sauer, gefallen am 05.05.1915 bei La Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Sterbebild von Anton FertlRückseite des Sterbebildes von Anton Fertl