Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.038: Wilhelm Anderl

Der Soldat Wilhelm Anderl wurde am 28.07.1892 in der bayerischen Stadt Schongau geboren.  Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 5. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 23.03.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Mühlbach im Elsass (französisch: Muhlbach-sur-Munster) im Münstertal (Vallée de Munster).

Über den Todestag und die Todesumstände von Wilhelm Anderl berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Besonders am 23.03.1915 erfolgte ein derart heftiger Feuerüberfall auf Sattelköpfle und Klängle, dass II./R. 19, damals unter Befehl von Major Veith, meldete: „Wir können uns kaum mehr halten, heftiger Angriff. Unterstützung dringend nötig.“ Die Lage war umso peinlicher, als in Tiefenbach und Umgegend auch nicht eine verfügbare Kompanie in Reserve stand und unsere Artillerie das feindliche Feuer merkwürdigerweise auch mit keinem Schuss erwiderte. In seiner Not und Besorgnis, dass die Stellungen droben nochmals verloren gehen könnten, raffte der Kommandant des R. I. R. 19 alle beim Regimentsstab, bei der Gefechtsbagage und Pionierdepots befindlichen Leute – etwa 35 Mann – zusammen und eilte 12 Uhr mittags persönlich mit ihnen von Tiefenbach über Obereck den Steilhang hinauf, um zu retten, was noch zu retten war. Fast atemlos nach etwa 35 Minuten in Nähe der Augsburger Hütte erhielt er jedoch dort die trotz Aufregung und Enttäuschung immerhin erfreuliche Meldung: „Alles in bester Ordnung, von Zurückgehen keine Rede, Verluste – 9 Tote, 25 Verwundete, – verhältnismäßig gering“.

Einer der Toten war Wilhelm Anderl.

Man begrub Wilhelm Anderl auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 3, Grab 65.

In seiner Heimatgemeinde Schongau gedenkt man noch heute Wilhelm Anderl auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2021/schongau_lk-weilheim-schongau_70-71_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Wilhelm Anderl
Rückseite des Sterbebildes von Wilhelm Anderl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.578: Sebastian Strauß

Der Soldat Sebastian Strauß wurde am 21.05.1882 in Bad Kohlgrub und war Fabrikarbeiter in Schongau. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Ende 1914 wurde er im Gefecht leicht verwundet. Am 12.09.1915 fiel er dann im Alter von 33 Jahren.

Die Lage des Grabes von Sebastian Strauß ist unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass seine Gebeine, wenn sie geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel begraben wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Landsturmmann Konrad Deinböck, gefallen am 07.09.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 2, Grab 320;
  • Ersatz-Reservist Wendelin Baur, gefallen am 12.09.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 160;
  • Landsturmmann Franz Assinger, gefallen am 14.09.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Andreas Völkl, gefallen am 13.09.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 134;
  • Unteroffizier Jakob Hartmann, gefallen am 06.09.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 118.

 

Sterbebild von Sebastian Strauß
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Strauß

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.295: Ludwig Emmer

Der Soldat Ludwig Emmer stammte aus Stefanskirchen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ampfing, und war der Sohn eines Gastwirts. Er arbeitete als Rentsamtsassistent in Schongau. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 1. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 06.06.1915 fiel er während der Schlacht bei La Bassée und Arras (Schlacht an der Lorettohöhe) im Alter von 29 Jahren bei Roclincourt.

Man begrub Ludwig Emmer auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Stefanskirchen gedenkt Ludwig Emmer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/ampfing-stefanskirchen_1866_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Ludwig Emmer
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Emmer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 270: Johann Bussjäger

Der Messungsgehilfe Johann Bussjäger wurde am 24.09.1883 in Uffingen geboren und arbeitete in Schongau. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der Maschinengewehr-Kompagnie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments als  Wehrmann (Sterbebild gibt irrtümlich 3. Infanterie-Regiment an, Verlustlisten und Volksbund geben jedoch 2. Landwehr-Infanterie-Regiment an).

Am 19.08.1915 (Volksbund und Verlustlisten geben 18.08.1915 an) stirbt Johann Bussjäger nach einem Kopfschuss im Alter von 31 Jahren im Bürgerspital Straßburg (französisch: Strasbourg)

Das Grab von Johann Bussjäger befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Strasbourg-Cronenbourg, Block 5, Grab 135.

Seine Heimatgemeinde gedenkt noch heute Johann Bussjäger auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/schongau_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Bussjäger
Rückseite des Sterbebildes von Johann Bussjäger

 

Der theoretische Weg von Johann Bussjäger von seinem Geburtsort über seinen Arbeitsort zu seinem Sterbeort und Grab: