Sonderbeitrag: Vizefeldwebel Carl Steller

Der Soldat Carl Steller stammte aus dem hessischen Dorf Annerod, einem Ortsteil der Gemeinde Fernwald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel in der 3. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 20.09.1916 fiel er während der Schlacht in der Somme in Frankreich. Er wurde bei Bouchavesnes getötet.

Die Lage des Grabes von Carl Steller ist unbekannt.

In seinem Heimatdorf Annerod gedenkt man Carl Steller noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/annerod_gem-fernwald_lk-giessen_wk1_wk2_hs.html

Die Todesanzeige für Carl Steller im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Leutnant der Reserve Alfred Greiner

Der Soldat Alfred Greiner stammte aus Steinheid, einem Stadtteil von Neuhaus am Rennweg im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Er war Student der Waldwissenschaft (candidatus forestis). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 1. Kompanie des 11. Reserve-Jäger-Bataillons. Er stammte vom 11. Jäger-Bataillon. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der herzoglich-sächsischen Tapferkeitsmedaille aus. Alfred Greiner fiel am 05.07.1916 während der Schlacht an der Somme bei Barleux.

Die Lage des Grabes von Alfred Greiner ist unbekannt.

Die Todesanzeige der Landsmannschaft Darmstadtia für Alfred Greiner im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.875: Alois Freiberger

Der Soldat Alois Freiberger stammte aus Gänsberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kraiburg am Inn, und war der Sohn eines Landwirts ( Zieglerbauer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 4. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 04.04.1918 wurde er bei den schweren Kämpfen an der Somme schwer verwundet. Am16.04.1918 verstarb er nach 30 Monaten Kriegsdienst im Alter von 23 Jahren auf dem Transport nach Düren.

Über die Umstände seiner Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 04.04.1918 sollte die Angriffshandlung fortgeführt werden mit dem Ziel, den Sénecat-Wald und die Höhe nördlich Rouvrel in die Hand zu bekommen, 15. und 20. Infanterie-Regiment sollten in erster, 12. Infanterie-Regiment in zweiter Linie vorgehen, dieses mit dem Auftrage, den Angriff bei einer etwaigen Stockung sofort vorwärts zu reißen.

Aus dem Waldlager von Beaucourt rückten die Bataillone in der Abenddämmerung des 03.04. zu ihren Bereitschaftsplätzen am Westrand von Villers-aux-Érables ab, wo I./12. (Hauptmann Guth) als Divisions-Reserve zunächst blieb. III./12. (Hauptmann Schäffer), gefolgt vom II./12. (Hauptmann Wingefelder), rückten unter Führung des Regimentskommandeurs, Oberstleutnant Wolf, nach Süden, überschritten östlich Genonville ferme die Avre und gelangten bei strömendem Regen vollständig durchnässt gegen 5 Uhr morgens an ihre Aufstellungsplätze.

Um 8 Uhr vormittags trat das III. Bataillon, als der Kommandeur sah, dass Teile des 15. bayerischen Infanterie-Regiments bereits den Hang 1 ½ Kilometer südwestlich Moreuil sich hinaufschoben, an. Im Hohlweg der Straße Morisel – Gauvillers wartete das Bataillon das Vorgehen der übrigen Teile des 15. bayerischen Infanterie-Regiments ab und unterstützte dieses durch flankierendes Maschinengewehr-Feuer. Sodann folgte es dem II./15. in lichten Wellen. Die 11. Kompanie griff das Wäldchen a an, doch erst nach dreimaligem Sturm blieb es endgültig in unserer Hand. Die übrigen drei Infanterie-Kompanien nahm der Bataillons-Kommandeur, um den unter starkem Flankenfeuer leidenden Fünfzehnern ihr Fortschreiten zu erleichtern, nach links aus der Angriffsrichtung heraus und setzte sie zum Angriff auf die Anchin Ferme an. Mit Hilfe des links verlängernden II./12. gelang das Vorgehen. Der Kompanieführer der 8. Kompanie (Leutnant der Reserve Winter) und sein nachfolger (Leutnant der Reserve Habecker) wurden verwundet; Vizefeldwebel Maurer führte die Kompanie weiter.

12.45 Uhr nachmittags wurde die Ferme von Teilen des 12. und 15. Infanterie-Regiments gemeinsam genommen.

Im weiteren Vorgehen kamen II. und III. Bataillon undseres Regiments bis etwa 600 Meter an Rouvrel heran, erhielten aber von dort so starkes Maschinengewehr-Feuer, dass in kurzer Zeit 50 % Verluste eintraten und die Kompanien am Abend ihre Linien etwas zurück verlegten, Leutnant der Reserve Wegelin, Kompanieführer der 5. Kompanie und sein Nachfolger, Leutnant der Reserve Gruber, wurden verwundet, der Adjutant des II. Bataillons, Leutnant der Reserve Feldenguth, um 6.30 Uhr abends durch Granatschuss getötet. Am späten Nachmittag schloss sich II./12. erneut dem Angriff der einschiebenden preußischen 14. Infanterie-Division Richtung Rouvrel an. Doch auch dieser kam bald zum Stehen. Ein in der Abenddämmerung unternommener Gegenangriff der Franzosen auf den linken Flügel unserer Division wurde gemeinsam zurückgewiesen.

Bis 1 Uhr nachmittags war das I. Bataillon aus eigenem Entschluss am Schlosspark von Moreuil herbei auch über die Avre gegangen und stand südlich Morisel verwendungsbereit. Von hier trat es 3.20 Uhr nachmittags befehlsgemäß zur Verstärkung der vordersten Linie und zum Vorwärtsreißen derselben an. In schönster Ordnung und in einem Zug kam es trotz stärkstem feindlichem Artilleriefeuer bei Anchin ferme an, riss die vorderste Linie noch etwas vor, wurde aber dann durch feindliches Feuer zu Boden gezwungen und grub sich ein. Die große Lücke, die sich zwischen ihm und den bereits im Sénecat-Wald eingedrungenen Zwanzigern ergeben hatte, konnte nur mühsam und unvollständig geschlossen werden.“

Sterbebild von Alois Freiberger
Rückseite des Sterbebildes von Alois Freiberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.859: Joseph Kösel

Joseph Kösel (Verlustliste und Volksbund: Franz Kösel) wurde am 08.05.1887 in Aigis geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Missen-Wilhams, und war landwirtschaftlicher Arbeiter. Imm Ersten Weltkrieg diente er als Infantrist und Reservist  in der 10. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 30.11.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren während der Stellungskämpfe an der Somme westlich Sait-Quentin bei Fay.

Man begrub Joseph Kösel auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Sterbebild von Joseph Kösel
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Kösel

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.852: Joseph Raster

Der Soldat Joseph Raster wurde am 22.03.1898 in Göttersdorfer – Holzhäuser, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Osterhofen, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 6. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.08.1918 fiel er bei Beuvraignes an der Somme im Alter von 20 Jahren.

Über den Todestag und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 10. bayerischen Infanterie-Regiments:

„16.08.1918 Die Schwierigkeiten, die bei der Ablösung überwunden werden mussten, waren recht erheblich. Mit der Ablösung der vorderen Linie sollte gleichzeitig eine höheren Ortes ausdrücklich befohlene 1.500 Meter tiefe Vorfeldstellung eingenommen werden. Trotzdem vollzog sie sich glatt. In der bisherigen Hauptwiderstandslinie, die auf 80 – 100 Meter ohne jegliches Annäherungshindernis am Allongewald heran lag, standen nunmehr im Kompaniebereich drei Unteroffiziersposten mit zwei leichten Maschinengewehren. Die Feldwache, der 1. Zug unter Vizefeldwebel Siebenhändl, verstärkt durch je eine Infanterie- und leichte Maschinengewehr-Gruppe des Zuges Häfele, wurde 300 Meter weiter zurückgezogen in einen alten französischen Unterstand am Westrand von Cessier. Unmittelbar nach dem Abmarsch der abgelösten 249.er nahm ich mit dem Feldwachehabenden die Verbindung mit der Nachbarkompanie 4./249. rechts und mit dem Feldwachzug 6./10. links auf. Beide lagen von meiner Feldwache je etwa 200 Meter entfernt ebenfalls am Westrande der Ortschaft. Die Anweisung ging dahin, feindliche Streifen aus eigener Kraft abzuweisen, – es war deshalb der Zug Siebenhändl wegen der weit vorgeschobenen Lage noch besonders verstärkt worden -; bei feindlichem Großangriff sollte sich die Vorfeldbesatzung auf die R. H. L zurückziehen. Ich brachte in den ersten Morgenstunden die Schwierigkeiten eines deratigen Rückzuges durch die Ortschaft in so großer Entfernung von der eigentlichen Front beim Kampftaktischen Kommandanten zur Sprache. Der Befehl blieb jedoch aufrecht erhalten. Um 12.30 Uhr nachts kam ich nach vollzogener Vorfeldstellung in diese zurück. Die Hauptkampflinie lag 1.100 Meter östlich von Cessier, im ehemaligen ersten deutschen Graben vor dem Hindenburgrückzug 1917. Vor der Front dehnte sich ein vorzügliches Drahthindernis aus. Das Gelände gegen die Ortschaft nahm das ehemalige französische Grabensystem ein. Es bot daher mit seinen größtenteils erhaltenen Laufgräben günstige gedeckte Annäherungsmöglichkeiten an unsere Stellung. Das Schussfeld reichte bis Cessier. Die Feldwache selbst war durch die Häuser und Gärten der Beobachtung entzogen. Die Kompanie, anderthalb Züge und zwei leichte Maschinengewehre stark, hatte sich hier bereits eingenistet. Unmittelbar rechts von uns lag 3./249., mit dem wir in den nächsten Tagen fest zusammenhalten mussten. Trotzdem blieb die rechte Flanke gefährlich, da die Stellung im Bereich der 5. Kompanie gegen Beuvraignes zu aus nordwestlicher Richtung in eine nördliche umbog und die Sicht durch die Hecken und Baumgärten der Ortschaft behindert, hier kaum 50 Meter weit reichte. Der Vormittag verlief ruhig. Ab 2 Uhr nachmittags wuchs das feindliche Artilleriefeuer zur gewöhnlichen Nachmiiiagsstärke an und lag vornehmlich auf Cessier selbst. Mein Abschnitt in der Hauptkampflinie wurde nicht beschossen. Um 4 Uhr nachmittags verstärkte sich das Feuer allmählich so, dass es als Angriffsfeuer gedeutet werden musste. Cessier war dauernd in Rauch und Staubwolken verhüllt. Ich ließ deshalb alarmieren. Bis 5 Uhr nachmittags blieb jedoch alles unverändert. Dann setzte vorne lebhaftes Maschinengewehr- und Infanteriefeuer ein und bald sah man. nach einem großen Sprung des schweren Massenfeuers hinter unsere Linie, in den Baumgärten östlich Cessier einzelne Gestalten gegen uns her laufen. Ich hielt sie für unsere befehlsmäßig zurückgehenden Feldwachleute und ließ das Feuer daher nicht eröffnen, kam dadurch aber mit dem Führer der rechten Anschlusskompanie, der sie für Franzosen ansprach, in heftigen Widerspruch.

Um endlich Klarheit über die Feldwache zu erlangen, schickte ich Unteroffizier Rießl mit zwei Mann vor, der die Verbindung mit der Feldwache aufnehmen sollte. Die Streife kam kurz vor 6 Uhr nachmittags zurück. Sie war unmittelbar vor der Ortschaft in geradezu vernichtendes französisches Maschinengewehr- und Infanteriefeuer aus den Häusern und Gärten heraus geraten und dann wieder umgekehrt. Nun bestand Klarheit, dass unsere Feldwache mit dem tüchtigen Siebenhändl und Häfele überrannt und die Ortschaft in die Hand der Franzosen gefallen war.

Um 6.30 Uhr nachmittags setzte der Franzose erneut aus Cessier heraus zum Angriff auf unsere Stellung, namentlich auf den Kompanieabschnitt, an. Durch unser Feuer blieb er aber bald liegen. Ich hatte mir nach den Erfahrungen bei englischen und unseren eigenen Angriffen viel bessere und dichtere Ziele erwartet. Tatsächlich habe ich im ganzen Gefecht nur einzelne springende und kriechende Schützen gesehen. Nun eröffnete der Franzose ein lebhaftes Gewehrfeuer, das uns innerhalb 20 Minuten bei einer Gesamtstärke von noch nicht 30 Köpfen einen Toten und zwei Verwundete kostete.

Um 8.30 Uhr nachmittags schickte ich die Abschlussmeldung ab. Kaum war sie fort, als der Franzose seinen Angriffsversuch erneuerte. Diesmal kam er aber in unserem Feuer noch weniger zur Entwicklung als zwei Stunden vorher, obwohl seine Artillerie äußerst lebhaft, zu unserem Flück jedoch zu weit, schloss.

Der Einbruch der Nacht und die rasch abflauende Gefechtstätigkeit bannte die während der letzten Abwehr auftretenden Munitionssorgen. Die leichten Maschinengewehre hatten von ihren 2.500 Schuss noch je einen Gurt, die Gewehrschützen je etwa 25 Patronen bei Einbruch der Nacht übrig. Um 9.45 Uhr abends kam der Verbindungsoffizier des Kampftaktischen Kommandanten, Leutnant Kleinmann, und erkundigte sich eingehend über das Gefecht und unsere Wünsche. Besorgnis äußerte ich nur um die linke Flanke der Kompanie. Hier bestand zwischen Kompanie Trenkle (6.) und mir eine 300 Meter breite Lücke. Noch dazu lag die 6. Kompanie im Verhältnis zu unserer Front ziemlich weit nach Osten rückwärts gestaffelt.

Um 1130 Uhr abends meldete sich Unteroffizier Enzenberger mit den Essenholern der Kompanie zurück. Er hatte unbeschadet des heftigen feindlichen Störungsfeuers auf den Anmarschwegen die vollkommene, warme Verpflegung von der Feldküche bei Amy vorgebracht und unsern Schießbedarf auf 7.000 gegurtete Patronen ergänzt.“

Man begrub Joseph Raster auf dem Soldatenfriedhof Roye-St.Gilles in Block 2, Grab 909.

Sterbebild von Joseph Raster
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Raster

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.834: Wilhelm Angerhofer

Der Soldat Wilhelm Angerhofer wurde am 06.04.1894 in Holz, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bernbeuren, als Sohn eines Landwirt geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er ab dem 25.02.1915 als Infanterist in der 3. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Er wurde leicht verwundet. Am 24.07.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Templeux-la-Fosse und Moislains.

Sein Bruder Johann Angerhofer diente in der 12. Kompanie des 23. bayerischen Infanterie-Regiments und fiel am 13.03.1916 bei Arras.

Man begrub Wilhelm Angerhofer auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in Block 2, Grab 353.

Seine Heimatgemeinde Bernbeuren gedenkt Wilhelm Angerhofer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/bernbeuren_lk-weilheim-schongau_bay.html

 

Sterbebild von Wilhelm Angerhofer
Rückseite des Sterbebildes von Wilhelm Angerhofer
Info zu Wilhelm Angerhofer
Rückseite des Infozettels von Wilhelm Angerhofer mit einem Blick auf das zerstörte Vigneulles

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.825: Johann Rothaichner

Der Soldat Johann Rothaichner (Verlustliste und Denkmal: Rotheichner) stammte aus Gamsenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rimbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 11. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 20.10.1914 verstarb er während der Stellungskämpfe an der Somme nach einem Schuss in den Rücken in der Nähe von Dompierre im Alter von 25 Jahren in einem Feldlazarett in Flaucourt.

Man begrub Johann Rothaichner auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in Block 1, Grab 773.

Seine Heimatgemeinde Rattenbach gedenkt Johann Rothaichner noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/rimbach-rattenbach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Rothaichner
Rückseite des Sterbebildes von Johann Rothaichner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.750: Franz Xaver Eichstetter

Der Soldat Franz Xaver Eichstetter wurde am 30.06.1896 in der bayerischen Gemeinde Gangkofen geboren und war der Sohn eines Zimmermanns. Er warbeitete als landwirtschaftlicher Arbeiter. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 7. Kompanie des  20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.10.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Lesbœufs in Frankreich.

Über den Todestag und die Todesumstände von Franz Xaver Eichstetter berichtet die Regimentsgeschichte des 20. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Der 24. Oktober begann ruhig. Erst am Nachmittag kam Artilleriefeuer, das immer stärker wurde und schließlich gegen 17 Uhr zu einem förmlichen Orkan anschwoll. Kurz nach 17 Uhr versuchte der gegner wieder einen Angriff. Auch diesmal brach er im prasselnden Abwehrfeuer des Regiments zusammen. Die Verluste waren erfreulicherweise nicht beträchlich, denn die Leute waren sehr richtig dem feindlichen Trommelfeuer nach vorwärts ausgewichen. In der Nacht zum 25. endlich erfolgte die ersehnte Ablösung des II. Bataillons in der Südfront durch das 12. Infanterie-Regiment.“

Die Lage des Grabes von Franz Xaver Eichstetter ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Fricourt beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Ersatz-reservist Thomas Kopfmüller, gefallen am 28.10.1916 bei Lesbœufs , begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Franz Xaver Eichstetter
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Eichstetter

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.733: Michael Litzlbeck

Der Soldat Michael Litzlbeck stammte aus Aich, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Dorfen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 12. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 01.09.1918 fiel er wahrscheinlich im Alter von 30 Jahren bei Péronne an der Somme. Er gilt seit diesem Zeitpunkt als vermisst. Seine Grablage ist daher unbekannt.

Sterbebild von Michael Litzlbeck
Rückseite des Sterbebildes von Michael Litzlbeck

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.714: Joseph Ostermeier

Der Soldat Joseph Ostermeier stammte aus der bayerischen Gemeinde Buch am Buchrain und war der Sohn eines Landwirts (Herzog-Bauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.10.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung während der Schlacht an der Somme im Alter von 31 Jahren in einem Feldlazarett bei Sailly-Saillisel in Frankreich.

Man begrub Joseph Ostermeier auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in Block 4, Grab 523.

Sterbebild von Joseph Ostermeier
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Ostermeier