Der Soldat Johann Hofmann stammte aus Kaitersbach, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Bad Kötzting, und war der Sohn eines Landwirts. Imk Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter im 3. bayerischen Fußartillerie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 12.11.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Schlacht an der Somme.
Man begrub Johann Hofmann auf dem Soldatenfriedhof Manicourt in Block 9, Grab 50.
Sterbebild von Johann HofmannRückseite des Sterbebildes von Johann Hofmann
Der Soldat Leonhard Hungerhuber stammte aus Maierstetten, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war der Sohn eines Landwirts (Sammersohn). Er selbst war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während eines Vorhutgefechts bei Lihons an der Somme.
Über den Todestag und die Todesumstände von Leonhard Hungerhuber berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„24.09.1914 5.30 Uhr vormittags bei Brie über die Somme. Villers-Carbonnel wird vom III. Bataillon genommen; weiter über Estrées nach Soyecourt. Das Regiment geht um 4 Uhr nachmittags beiderseits der Straße Vermandovillers – Lihons zum Angriff vor. Bis 7 Uhr abends ist der Angriff noch nicht ganz bis Lihons herangetragen. Die Nacht wird in den erkämpften Stellungen verbracht.“
Die Lage des Grabes von Leonhard Hungerhuber ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, der nur 9 Kilometer von seinem Sterbeort entfernt ist, und auf dem auch seine Kameraden der 12. Kompanie beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Unteroffizier Joseph Dankesreiter, gefallen am 25.09.1914 bei Vermandovillers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Unteroffizier Hermann Heinrich Mankel, gefallen am 27.09.1914 bei Vermandovillers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Unteroffizier Hans Bullemer, gefallen am 27.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Der Soldat Martin Bächler stammte aus der bayerischen Gemeinde Reischach und war Schreinermeister. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 9. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regimenta. Am 25.08.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren bei Mamez an der Somme.
Man begrub Martin Bächler auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Martin BächlerRückseite des Sterbebildes von Martin Bächler
Der Soldat Alois Gmeindl stammte aus Ed, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war der Sohn eines Ziegeleibesitzers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 14.04.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren im Stellungskampf vor Mametz – Montauban-de-Picardie bei Mametz in Folge einer Verwundung durch einen Granatsplitter.
Man begrub Alois Gmeindl auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Alois GmeindlRückseite des Sterbebildes von Alois Gmeindl
Der Soldat Georg Henle stammte aus der bayerischen Landeshauptstadt München. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Degenfähnrich und Offiziersstellvertreter in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 25.09.1914 fiel er beim ersten Angriff auf Lihons während eines Nachtgefechts.
Über den Todestag von Georg Henle berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„24.09.1914 5.30 Uhr vormittags bei Brie über die Somme. Villers Carbonnel wird vom III. Bataillon genommen; weiter über Ertrées nach Soyecourt. Das Regiment geht um 4 Uhr nachmittags beiderseits der Straße Vermandovillers – Lihons zum Angriff vor. Bis 7 Uhr abends ist der Angriff noch nicht ganz bis Lihons herangetragen. Die Nacht wird in den erkämpften Stellungen verbracht.
25.09.1914 Auch in den ersten Nachmittagsstunden gelingt es nicht, Lihons zu nehmen. Um 5.40 Uhr erhält das Regiment Befehl, zum Sturm. Nach Artilleriebeschießung gehen I. und III. Bataillon und II./16. Infanterie-Regiment zum Sturm vor; sie erreichen nur mit Teilen den Ortsrand und müssen etwa Meter von Lihons entfernt in Stellung gehen. II. Bataillon dringt bis zum Feldweg Lihons – Herbévillers vor. Die Verluste sind sehr beträchtlich.“
Die Lage des Grabes von Georg Henle ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, der nur rund 3 Kilometer von seinem Sterbeort entfernt ist und auf dem auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die am gleichen Tag fielen, u. a.
Unteroffizier August Leinauer, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Alois Popp, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Markus Bergmeier, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Johann Stadler, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sein Bruder, Walter Henle, Oberleutnant der Reserve und Kompanieführer in der 6. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, der auf der nachfolgenden Todesanzeige noch als Trauernder aufgeführt wurde, fiel am rund fünf Wochen später am 03.11.1914 in Belgien und wurde auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block D, Grab 47 begraben.
Der Soldat August Lautenbacher stammte aus der bayerischen Stadt Amberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant in der 2. Feld-Pionier-Kompanie des 1. bayerischen Pionier-Bataillons. Am 25.09.1914 fiel er bei Dompierre durch einen Granattreffer.
Man begrub August Lautenbacher auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Todesanzeige für August Lautenbacher, aufgegeben von seinen Eltern
Der Soldat Josef Gerhager stammte aus der bayerischen Gemeinde Schwaigen und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 10. Kompanie des 2. bayerisches Infanterie-Regiments. Am 23.09.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei einem Gefecht bei Vermandoviller in Frankreich.
Offiziell ist für Josef Gerhager keine Grablage bekannt, ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers beigesetzt wurde, auf dem auch viele seiner Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Rupert Dallmeier, gefallen am 24.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Lampert Adlkirchner, gefallen am 24.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef GerhagerRückseite des Sterbebildes von Josef Gerhager
Der Soldat Johann Köppl stammte aus Hangersöd, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rimbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 11.02.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Stellungskämpfe an der Somme bei Herbecourt durch einen Granatschuss.
Man begrub Johann Köppl auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Der Soldat Wilhelm Müller stammte aus Kleinlinden, einem Teil der hessischen Universitätsstadt Gießen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier in der 3. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 26.09.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Gruny und Crémery an der Somme.
Über den Todestag und die Todesumstände von Wilhelm Müller berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Infanterie-Infanterie-Regiments:
Am folgenden Tage hatten die vor Gruny und Crémery liegenden Bataillone viel unter Granaten zu leiden. Die feindlichen Batterien, darunter auch schwere Schiffsgeschütze, standen bei Roye und beschossen unsere Gräben fast den ganzen Tag. Dadurch erlitt besonders das I. Batl., das dem Feuer gegen Gruny zu ausweichen wollte, beim Verlassen der Deckung harte Verluste. Aus einer Verschiebung der Kompagnien beim II. Batl. zog der Gegner offenbar falsche Schlüsse und versuchte gegen Abend einen Angriff, der aber mühelos abgewiesen wurde. Im Schutze der Dämmerung wurde die Besetzung der Gräben neu geregelt: Das hart mitgenommene I. Batl. wurde als Reserve nach Sept Fours zurückgezogen; in seine Stellung vor Gruny rückte das II. Batl., während das III. die bisherige Stellung des II. besetzte.
Offiziell ist für Wilhelm Müller keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er, wenn seine Gebeine bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Roye-St.Gilles beigesetzt wurde.
Die Todesanzeige für Wilhelm Müller im Gießener Anzeiger
Der Soldat Marinus Kirchberger stammte aus Lehen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Fischbachau, und war Holzarbeiter von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 5. Reserve-Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Pionier-Bataillons. Am 16.07.1916 fiel er im Alter von 38 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Biaches.
Offiziell ist für Marinus Kirchberger keine Grablage bekannt, ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Rancourt begraben wurde, wo man auch seine Kameraden aus der 5. Reserve-Kompanie beisetzte, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Gefreiter Josef Braumandl, gefallen am 15.07.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab,
Gefreiter Ferdinand Grösch, gefallen am 14.07.1916 bei Barleux, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab,
Gefreiter Peter Fieß, gefallen am 15.07.1916 bei Biaches, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab,
Pionier Lorenz Angermeier, gefallen am 14.07.1916 bei La Maisonette, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab,
Gefreiter Johann Bauwerker, gefallen am 15.07.1916 bei Biaches, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Marinus KirchbergerRückseite des Sterbebildes von Marinus Kirchberger