Die Männer des Zweiten Weltkrieges – Sonderausgabe: Karl Fromm

Gestern fuhr ich in Mittelhessen über die Ortschaften zu Grundstücken aus meinem Grundbesitz, der in der Region Dillenburg / Herborn liegt. Dabei fiel mir ein Kreuz ins Auge, welches an der Landstraße liegt und das ich bislang noch nie wahrgenommen hatte. Ich hielt an, lief ein Stück zurück und erkannte, dass es sich um ein Grabkreuz für das Feldgrab eines im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten handelt. Es ist das Grab von Karl Fromm.

Der Stabsgefreite Karl Fromm wurde am 05.03.1913 in Wien geboren. Er fiel am 27.03.1945 im Alter von 32 Jahren bei Oberweidbach. Man begrub ihn zwischen Seibertshausen und Oberweidbach (Bischoffen, Lahn-Dill-Kreis, Hessen) an der B255.

Das Grab von Karl Fromm

 

Das Grab von Karl Fromm

 

Grabinschrift von Karl Fromm

Position des Grabes von Karl Fromm:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 490: Jakob Anzenberger

Der Gefreite und Bauerssohn Jakob Anzenberger stammte aus Haselbach, Aichau. Im Ersten Weltkrieg diente er im Stab der 2. Abteilung des 20. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Er wurde wegen Tapferkeit mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und dem Verdienstkreuz mit Krone und Schwertern 3. Klasse ausgezeichnet. Am 10.06.1918 verstarb er er im Alter von 36 Jahren in der Kathedrale von „Coney-le-Chateu“ an einer schweren Verwundung nach vierjähriger Kriegstätigkeit. Vermutlich handelt es sich hier um einen Hör- bzw. Schreibfehler. Es geht wahrscheinlich um den Ort Coucy-le-Château- Auffrique. Dieser Ort ist nur 24 Kilometer vom Grab von Jakob Anzenberger entfernt. Einen Ort mit dem auf dem Sterbebild angegebenen Ort gibt es nicht. Mit der Kathedrale meinte man vermutlich die Kirche Saint-Sauveur im Ort.

Das Grab von Jakob Anzenberger befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Vauxbuin im Block 3, Grab 173.

Sterbebild von Jakob Anzenberger
Rückseite des Sterbebildes von Jakob Anzenberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 83: Josef Drechsler

Josef Drechsler wurde am 16.12.1910 in Marberloh, Ortsteil der Gemeinde Traunstein, als Sohn eines Landwirts geboren. Er diente im Zweiten Weltkrieg zuletzt als Stabsgefreiter in einem Artillerie-Regiment. Bei einem Tieffliegerangriff fiel Josef Drechsler am 28. März 1945 im Alter von 35 Jahren, keine 6 Wochen vor Kriegsende, in Gießen.

Die sterblichen Überreste von Josef Drechsler ruhen heute auf dem Neuen Friedhof in Gießen, Block 2, Reihe E, Grab 11.

Sterbebild_Josef_Drechsler_v
Vorderseite des Sterbebildes von Josef Drechsler
Sterbebild_Josef_Drechsler_h
Rückseite des Sterbebildes von Josef Drechsler
Josef_Drechsler_1
Grabstein von Josef Drechsler auf dem Neuen Friedhof in Giessen
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Grablage von Josef Drechsler auf dem Neuen Friedhof in Giessen