Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.994: Georg Mayr

Der Soldat Georg Mayr wurde am 15.04.1889 in Aidenried, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pähl, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 11. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 14.11.1916 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Oituz am Ojtozpass in Rumänien während eines Sturmangriffs. Am gleichen Tag fiel auch Sebastian Hamberger aus der 12. Kompanie. Ihn habe ich am 13.10.2025 vorgestellt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Georg Mayr berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 14.11. 5.45 Uhr machte sich der Regimentsstab unter Führung von zwei Kroaten, die kein Wort Deutsch sprachen und wie sich nachträglich herausstellte, den beabsichtigten Weg selbst noch nie gegangen waren, auf den Marsch. – Nachdem noch am Parkplatz II./Reserve-Infanterie-Regiment 19 begrüßt worden, gings bei leichtem Regen und sehr starkem Wind auf steilem, steinigen Weg hinauf in die dunklen, von zahlreichen Wassern durchtosten Waldungen.

Nach fünfstündigem Steigen, vorbei an mehreren Armierungs-Kompanien, einer Feldbatterie und an den weit ausgedehnten Stellungen der 1. Kavallerie-Truppen-Division – 7. Husaren (Kaiser Wilhelm) und der kroatischen 5./27. – war 11.30 Uhr vormittags das Finanzwach-Haus bei 1.041 Metern erreicht, woselbst dem dort liegenden Stab V./27 kroatisch und dem Regiment die ganz überraschende aber desto hocherfreuliche Kunde wurde: „III./R. 19 (Hauptmann Schierlinger) hat im Verein mit Teilen des ungarischen Infanterie-Regiment 82 (Hauptmann Richter) heute früh Leany mezö Pontia genommen und bisher 3 Offiziere, 66 Mann und zwei feindliche Maschinengewehre eingebracht“. So ermutigend nun auch diese Siegesbotschaft und so freundlich auch das Entgegenkommen des Führers vom kombinierten kroatischen Bataillon V./27, Hauptmann Pazmann, war, so waren doch die Verhältnisse, unter denen der regimentsstab leben und arbeiten musste, nichts weniger als erquicklich. Vor dem Finanzwachhaus dichtester Nebel, Regen unsäglicher Schmutz, im Finanzhaus nur ein etwas größerer Raum, darinnen aber nicht weniger als 7 dem Bataillonsstab zugeteilte kroatische Offiziere und beim eigenen Regimentsstab nicht weniger als 6, dazu die vollauf berechtigten, aber ständigen Klagen des seit 30.10.1916 III./R.19 zugeteilten stellvertretenden Regimentsarztes, Dr. Fellerer, dass die schon 7 Uhr vormittags angeforderten leichten Wagen zum Abtransport Schwerverwundeter noch nicht eingetroffen seien, dass mit Ausnahme einer kleinen Waschküche auch der kleinste Raum zum Bergen der zahlreich eingelieferten Verwundeten fehle; dazu ein ganzes Gewirr von Anordnungen der vorgesetzten Stellen in deutschen und kroatischen Telefongesprächen und nicht zuletzt der nochmalige befehl der 71. Infanterie-Truppen-Division, dass morgen unbedingt der Runcul wegzunehmen sei, mit einem Bataillon, das selbst totmüde und in Schmutz, Nebel und Nässe beim Finanzwachhaus eingertoffen war und von da noch bergauf, bergab über 7 Kilometer bis zu der ihm weltfremden Gegend des Runcul mr. hatte. Wenne es auch zu weit ginge, näher auszuführen, wie Adjutant Wagner, Stabsarzt Dr. Fellerer, Pater Rupert Mayer, Maschinengewehr-Oberleutnant der Reserve Reim und Ordonannz-Offizier Leutnant der Reserve Ruf zusammenarbeiteten, Ordnung in den ganzen Betrieb und namentlich in den Nachschub unud Abtransport zu bringen, und so die Lage von Stab, der Truppe und namentlich all den Verwundeten und Gefangenen zu bessern, so sei doch hier schon erwähnt, dass der Angriff auf den Runcul mr. nicht schon morgen, sondern, allerdings nach gründlicher Vorbereitung und sehr wertvoller Beratung durch den Kommandeur k. u. k. ung. Infanterie-Regiment 82, Oberstleutnant Paphazi, und dessen Bataillonsführer, Hauptmann Richter, erst in den Morgenstunden des 16.11. von II./R. 19 (Major der Reserve Ruschel) durchgeführt wurde und glänzend gelang. Unvergesslich wird uns bleiben, wie dem kroatischen Kommandeur dabei gleichsam die Haare zu Berg standen vor Staunen, dass es in der deutschen Armee möglich war, gegen die sofortige Durchführung eines gegebenen Befehls Vernunftsgründe geltend zu machen. „Denn bei uns, bemerkte er, gibts kein Gewimmer, was befohlen ist, geschieht und wenn dabei auch alles zugrunde geht.“.

Die Lage des Grabes von Georg Mayr ist unbekannt.

Sterbebild von Georg Mayr
Rückseite des Sterbebildes von Georg Mayr

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.988: Mathias Weber

Der Soldat Mathias Weber stammte aus Hütting, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen und war Landwirt (Röhmerbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 2. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments Er wurde mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 23.06.1916 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Schlacht um Verdun bei einem Sturmangriff. Er wurde bei der Erstürmung des Zwischen werkes Thiaumont getötet.

Über den Todestag von Mathias Weber schreibt die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 23. endlich erfolgte durch das 10. Infanterie-Regiment und das Alpenkorps der Angriff auf das Zwischenwerk Thiaumont und Fleury. Diejenigen Teile des Regiments, die noch nach den schweren Verlusten der letzten Wochen verwendungsfähig waren, beteiligten sich am Angriff des 10. Infanterie-Regiments. Der Angriff gelang.“

Mathias Weber war tot.

Die Lage des Grabes von Mathias Weber ist offiziell unbekannt. Er gilt als vermisst. Ich vermute jedoch, dass er, wenn er bis heute georgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Offiziersstellvertreter Vituas Xaver Franz Führer, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Michael Wünsch, gefallen am 25.06.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Infanterist Josef Wiemüller, gefallen am 25.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Mathias Weber
Rückseite des Sterbebildes von Mathias Weber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.972: Ignatz Stadler

Der Soldat Ignatz Stadler stammte aus Gergweis, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Osterhofen, und war der Sohn eines Zimmermanns. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in einem bayerischen Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem bayerischen Verdienstkreuz und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 05.08.1917 fiel er im Alter von 24 Jahren in Galizien bei einem Sturmangriff.

Die Lage des Grabes von Ignatz Stadler ist unbekannt. Es existiert wahrscheinlich nicht mehr.

Sterbebild von Ignatz Stadler
Rückseite des Sterbebildes von Ignatz Stadler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.876: Karl Tanneberg

Der Soldat Karl Tanneberg wurde 24.02.1892 in Düsseldorf im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 8. Kompanie des 30. preußisches Infanterie-Regiments. Am 28.12.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei einem Sturmangriff im Argonnerwald.

Die Lage des Grabes von Karl Tannenberg ist unbekannt.

Sterbebild von Karl Tanneberg
Rückseite des Sterbebildes von Karl Tanneberg

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.764: Joseph Hütter

Der Soldat Joseph Hütter stammte aus Rupertsham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war Student der Theologie. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier und Offiziersaspirant in der 8. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.09.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Cârlibaba in den Karpathen bei einem Sturmangriff.

Man begrub Joseph Hütter auf einem Feldfriedhof bei Cirlibaba Cim. Crivei 1 WK in Rumänien. Ob das Grab noch heute existiert, ist fraglich.

Sterbebild von Joseph Hütter
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Hütter

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.739: Augustin Eckmaier

Der Soldat Augustin Eckmaier stammte aus der bayerischen Gemeinde Massing und war der Sohn eines Hutmachers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 30. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 17.07.1918 fiel er kurz vor Kriegsende im Alter von nur 18 Jahren südlich Reims während eines Sturmangriffs bei Thuizy durch einen Granatvolltreffer

Über den Todestag und die Todesumstände von Augustin Eckmaier berichtet die Regimentsgeschichte des 30. bayerischen Infanterie-Regiments:

„17.07.1918 In der Nacht zum 17.07. ist feindliches Artilleriefeuer sehr rege und steigert sich in den Morgenstunden zu größter Heftigkeit auf unsere vorderen und rückwärtigen neugewonnenen Stellungen. 4 Uhr vormittags schießt der Feind Gas auf Römerstraße und Batterien. Feindliches Infanterie- und Maschinengewehrfeuer während der ganzen Nacht. Der Morgen und Mittag verliefen verhältnismäßig ruhig. Abstruen der Römerstraße, der Marquise-Ferme und des Iltisstützpunktes durch feindliche Artillerie, darunter mit Gasmunition. Durch die bisherigen Anstrengungen und mangelhafte Verpflegung ist die Truppe erschöpft. Abends Neugliederung des Regiments wie folgt: Zwei Bataillone mit je drei Kompanien in der Römerstraße, eine Kompanie jedes Kampfbataillons in der ehemaligen französischen K-3-Linie, Reservebataillon hinter den beiden Kampfbataillonen. Regimentsstab im alten deutschen K-2-Graben.“

Die Grablage von Augustin Eckmaier ist unbekannt. Vermutlich war von seinem Körper nach dem Volltreffer nichts mehr übrig, was man begraben konnte.

Seine Heimatgemeinde Massing gedenkt Augustin Eckmaier noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/massing_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Augustin Eckmaier
Rückseite des Sterbebildes von Augustin Eckmaier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.703: Sebastian Hamberger

Der Soldat Sebastian Hamberger wurde am 15.05.1891 in Au bei Bad Aibling in Bayern geboren und lebte in Willing, einem Ortsteil von Bad Aibling. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 12. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.11.1916 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Oituz am Ojtozpass in Rumänien während eines Sturmangriffs.

Über den Todestag und die Todesumstände von Sebastian Hamberger berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 14.11. 5.45 Uhr machte sich der Regimentsstab unter Führung von zwei Kroaten, die kein Wort Deutsch sprachen und wie sich nachträglich herausstellte, den beabsichtigten Weg selbst noch nie gegangen waren, auf den Marsch. – Nachdem noch am Parkplatz II./Reserve-Infanterie-Regiment 19 begrüßt worden, gings bei leichtem Regen und sehr starkem Wind auf steilem, steinigen Weg hinauf in die dunklen, von zahlreichen Wassern durchtosten Waldungen.

Nach fünfstündigem Steigen, vorbei an mehreren Armierungs-Kompanien, einer Feldbatterie und an den weit ausgedehnten Stellungen der 1. Kavallerie-Truppen-Division – 7. Husaren (Kaiser Wilhelm) und der kroatischen 5./27. – war 11.30 Uhr vormittags das Finanzwach-Haus bei 1.041 Metern erreicht, woselbst dem dort liegenden Stab V./27 kroatisch und dem Regiment die ganz überraschende aber desto hocherfreuliche Kunde wurde: „III./R. 19 (Hauptmann Schierlinger) hat im Verein mit Teilen des ungarischen Infanterie-Regiment 82 (Hauptmann Richter) heute früh Leany mezö Pontia genommen und bisher 3 Offiziere, 66 Mann und zwei feindliche Maschinengewehre eingebracht“. So ermutigend nun auch diese Siegesbotschaft und so freundlich auch das Entgegenkommen des Führers vom kombinierten kroatischen Bataillon V./27, Hauptmann Pazmann, war, so waren doch die Verhältnisse, unter denen der regimentsstab leben und arbeiten musste, nichts weniger als erquicklich. Vor dem Finanzwachhaus dichtester Nebel, Regen unsäglicher Schmutz, im Finanzhaus nur ein etwas größerer Raum, darinnen aber nicht weniger als 7 dem Bataillonsstab zugeteilte kroatische Offiziere und beim eigenen Regimentsstab nicht weniger als 6, dazu die vollauf berechtigten, aber ständigen Klagen des seit 30.10.1916 III./R.19 zugeteilten stellvertretenden Regimentsarztes, Dr. Fellerer, dass die schon 7 Uhr vormittags angeforderten leichten Wagen zum Abtransport Schwerverwundeter noch nicht eingetroffen seien, dass mit Ausnahme einer kleinen Waschküche auch der kleinste Raum zum Bergen der zahlreich eingelieferten Verwundeten fehle; dazu ein ganzes Gewirr von Anordnungen der vorgesetzten Stellen in deutschen und kroatischen Telefongesprächen und nicht zuletzt der nochmalige befehl der 71. Infanterie-Truppen-Division, dass morgen unbedingt der Runcul wegzunehmen sei, mit einem Bataillon, das selbst totmüde und in Schmutz, Nebel und Nässe beim Finanzwachhaus eingertoffen war und von da noch bergauf, bergab über 7 Kilometer bis zu der ihm weltfremden Gegend des Runcul mr. hatte. Wenne es auch zu weit ginge, näher auszuführen, wie Adjutant Wagner, Stabsarzt Dr. Fellerer, Pater Rupert Mayer, Maschinengewehr-Oberleutnant der Reserve Reim und Ordonannz-Offizier Leutnant der Reserve Ruf zusammenarbeiteten, Ordnung in den ganzen Betrieb und namentlich in den Nachschub unud Abtransport zu bringen, und so die Lage von Stab, der Truppe und namentlich all den Verwundeten und Gefangenen zu bessern, so sei doch hier schon erwähnt, dass der Angriff auf den Runcul mr. nicht schon morgen, sondern, allerdings nach gründlicher Vorbereitung und sehr wertvoller Beratung durch den Kommandeur k. u. k. ung. Infanterie-Regiment 82, Oberstleutnant Paphazi, und dessen Bataillonsführer, Hauptmann Richter, erst in den Morgenstunden des 16.11. von II./R. 19 (Major der Reserve Ruschel) durchgeführt wurde und glänzend gelang. Unvergesslich wird uns bleiben, wie dem kroatischen Kommandeur dabei gleichsam die Haare zu Berg standen vor Staunen, dass es in der deutschen Armee möglich war, gegen die sofortige Durchführung eines gegebenen Befehls Vernunftsgründe geltend zu machen. „Denn bei uns, bemerkte er, gibts kein Gewimmer, was befohlen ist, geschieht und wenn dabei auch alles zugrunde geht.“.

Man begrub Sebastian Hamberger auf einem Feldfriedhof bei Leangmezöpongja am Ojtozpass.

Sterbebild von Sebastian Hamberger
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Hamberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.618: Willibald Empl

Der Soldat Willibald Empl stammte aus Mitterroidham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Palling, und war der Sohn eines Schmids. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 12. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 10.02.1916 fiel er während der Stellungskämpfe im Artois im Alter von 21 Jahren bei einem Sturmangriff

Man begrub Willibald Empl auf dem Soldatenfriedhof Billy-Montigny in Block 6, Grab19.

Sterbebild von Willibald Empl
Rückseite des Sterbebildes von Willibald Empl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.587: Johann Brandhofer

Der Soldat Johann Brandhofer stammte aus Schlegldorf in Oberbayern, einem Ortsteil der Gemeinde Lenggries, und war der Sohn eines Landwirts auf dem Seiboldshof (Gaberhellbauer). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 28.01.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Givenchy-en-Gohelle bei einem Sturmangriff während des 1. Angriffsgefechts bei La Folie durch einen Kopfschuss.

Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Brandhofer berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Der 28.1. war der große Tag für das 2. Infanterie-Regiment. Nach nur vierstündiger Artillerievorbereitung erfolgte um 4 Uhr Nachmittag gleichzeitig mit zwei gewaltigen Sprengungen am rechten und linken Flügel des Regimentsabschnittes unser Angriff. I. Bataillon unter Führung des Major von Imhof, bei dem sich der tapfere Oberleutnant Melber (Führer der 1. Kompanie) besonders hervortat, stürmte rechts vor, links griff die Kampftruppe Zorn (5. und 7. Kompanie) an. Nach kurzer Zeit ist die feindliche Stellung in einer Ausdehnung von fast zwei Kilometer Breite in unserer Hand, der Gegner lässt uns 340 Gefangene und 9 Maschinengewehre. Er hatte durch die Beschießung und durch die beiden ihm überraschend gekommenen Sprengungen schwer gelitten. Ein äußerst heftiges Artilleriefeuer, das der Gegner dann die Nacht vom 28. auf 29.1. auf unsere Stellungen legte, und dem im Morgengrauen des 29. ein feindlicher Gegenangriff folgte, foerderte auch auf unserer Seite erhebliche Verluste, aber keinen Fußbreit der eroberten Stellung konnte der französische Angriff wieder zurückgewinnen.“

Man begrub Johann Brandhofer auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 1, Grab 241.

Sterbebild von Johann Brandhofer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Brandhofer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.584: Heinrich Decker

Der Soldat Heinrich Decker wurde am 21.01.1893 in Rüschendorf geboren, einem Ortsteil der Stadt Damme in Niedersachsen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Musketier in der 9. Kompanie des 228. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 03.07.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Schlacht bei Baranowitschi (weißrussisch: Baranawitschy) bei Gardischtsche während eines Sturmangriffs durch einen Kopfschuss.

Die Lage des Grabes von Heinrich Decker ist unbekannt.

Sterbebild von Heinrich Decker
Rückseite des Sterbebildes von Heinrich Decker