Sonderbeitrag Teil 1.307: Pater Joseph Bayerle

Bei dem vorliegenden Sterbebild habe ich mehr Fragen als Antworten. Vieles liegt im Dunkeln. Mit dem Sterbebild wird an Pater Joseph Bayerle erinnert, der als Missionar in China tätig war und dabei ums Leben kam.

Pater Joseph Bayerle wurde am 15. März 1899 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Er studierte Theologie und trat dem Orden der Steyler Missionaren bei. 14 Jahre hatte er als Missionar gearbeitet, zuletzt bei Chengwu – Nanlutsi in China, und starb in Ausübung dieser Berufung: Während des Einmarschs der japanischen Armee kam es zu chaotischen Umständen in China. Aufständische, Banditen und Partisanen terrorisierten weite Landstriche Chinas. In diesen Unruhen wurde Pater Bayerle von Partisanen beschuldigt, ein Spion der Japaner zu sein und ermordeten ihn am 23.04.1941.

Sterbebild von Pater Joseph Bayerle
Rückseite des Sterbebildes von Pater Joseph Bayerle

Hier arbeitete und starb Joseph Bayerle:

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 625: Jakob Riembauer

Der Student der Theologie Jakob Riembauer wurde am 18.07.1918 in Schneidhart geboren, heute ein Ortsteil der Gemeinde Langquaid. Im Zweiten Weltkrieg diente er in der Luftwaffe als Obergefreiter. Am 22.01.1945 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Schweighausen (französisch: Schweighouse-sur-Moder).

Man begrub Jakob Riembauer auf dem Soldatenfriedhof Niederbronn-les-Bains in Block 20, Reihe 10, Grab 264.

 

Der theoretische Weg von Jakob Riembauer von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 133: Franz Xaver Hopfner

Franz Xaver Hopfner stammte aus Thannhausen in Bayern. Die Verlustlisten vermerken Obernried als letzten Wohnort. Er war Student (Kandidat) der Theologie und Absolvent des bischöflichen Klerikalseminars in Eichstätt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier und Offiziersanwärter in der 4. Kompanie des 23. Reserve-Infanterie-Regimentes. Am 08.11.1915 wurde er bei den Kämpfen in den Vogesen im Alter von 23 Jahren getötet. Seine Gebeine ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach, Block 6, Grab 131.

Seine Heimat gedenkt noch heute Franz Xaver Hopfner mit einem Denkmal:
http://www.denkmalprojekt.org/2015/thannhausen_stadt-freystadt_lk-neumarkt-in-der%20oberpfalz_wk1_wk2_bay.html

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 45: Georg Mühlberger

Diese Serie über Teilnehmer des Ersten Weltkriegs soll die Menschen zeigen, die mit ihrem Schicksal für den Ersten Weltkrieg stehen, weil sie für ihr Vaterland litten und starben. Geblieben ist von ihnen allenfalls ein Vermerk auf einem Denkmal und / oder ein Sterbebild. Oftmals nicht einmal dies.

Krieg ist nicht nur ein militärisches, geschichtliches und politisches Ereignis sondern auch ein grausames Schicksal für viele Menschen – auf beiden Seiten! Die Männer, die ich an dieser Stelle vorstellen möchte, sind Beispiele für das Grauen und sollen uns alle mahnen, Krieg zu ächten. Sie sollen nicht vergessen sein!

Georg Mühlberger wurde 1896 in Kienberg als Sohn eines Schuhmachermeisters geboren. Er besuchte das erzbischöfliche Klerikalseminar in Freising, um später einmal Theologe zu werden. Dann brach der Erste Weltkrieg aus und Georg Mühlberger wurde als Unteroffizier bei der 2. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments eingezogen. Am 22.03.1916 fiel er im 21. Lebensjahr bei den Kämpfen um Verdun bei Avocourt im Bois de Malancourt.

Die sterblichen Überreste Georg Mühlbergers ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof in Consenvoye in einem Massengrab.

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