Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 415: Franz Xaver Resch

Der Bauerssohn Franz Xaver Resch stammte aus Lerchenberg, einem Ortsteil von Haag in Oberbayern, und diente im Ersten Weltkrieg als Soldat in der 11. Kompanie des 24. bayerisches Infanterie-Regiments. Am 12.06.1916 fiel er bei einem Sturmangriff vor Verdun im Alter von 22 Jahren.

Die Grablage für Franz Xaver resch ist unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass Franz Xaver Resch als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville  in einem Massengrab beigesetzt wurde. Ich begründe die Annahme mit dem Schicksal des Kameraden in seiner Kompanie, der im gleichen Zeitraum gefallen ist:

  • Infanterist Amandus Bachmann, gefallen am 12.06.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 394: Vinzent Zehentbauer

Der Landsturmmann Vinzent Zehentbauer war Chauffeur in Landau an der Isar und lebte in Harburg, einem Ortsteil von Pilsting. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 7. Kompanie des 2. Garde-Reserve-Regiments. Am 02.09.1916 fiel er bei den Kämpfen an der Somme im Alter von 35 Jahren.

Das Grab von Vinzent Zehentbauer ist beim Volksbund nicht verzeichnet. Aufgrund meiner Recherchen gehe ich davon aus, dass die Gebeine von Vinzent Zehentbauer heute auf dem Soldatenfriedhof Montdidier in einem Massengrab begraben liegen. Andere Kameraden seiner Einheit, die in dem Zeitraum des Todes von Vinzent Zehentbauer fielen, wurden auch dort begraben. Im Einzelnen beziehe ich dabei auf das Schicksal von

  • Ernst Mahneke, Grenadier, gefallen am 03.09.1916, Soldatenfriedhof Montdidier, Block 1 Grab 1615
  • Wilhelm Schröder, Landsturmmann, gefallen am 08.09.1916, Soldatenfriedhof Montdidier, Block 3 Grab 9
Sterbebild von Vinzent Zehentbauer
Rückseite des Sterbebildes von Vinzent Zehentbauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 383: Johann Tauber

Johann Tauber wurde am 25.06.1893 in Burglengenfeld in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Soldat in der 4. Kompanie des 23. Reserve-Infanterie-Regiments und fiel am 19.02.1915 im Alter von 21 Jahren bei einem Sturmangriff (vermutlich am Barrenkopf bei Münster (Elsass)).

Der Verbleib der Leiche von Johann Tauber ist nicht dokumentiert. Ich gehe jedoch fest davon aus, dass Johann Tauber als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab beigesetzt wurde. Darauf deutet hin, dass andere, zum selben Zeitpunkt gefallene Kameraden seiner Kompanie, dort begraben wurden. Hierzu führe ich an:

  1. Leutnant Andreas Christ, gefallen am 25.02.1915, begraben auf Hohrod, Masengrab
  2. Infanterist Johann Romstöck, gefallen am 19.02.1915 am Barrenkopf, begraben auf Hohrod im Massengrab
  3. Infanterist Jakob Eimerich, gefallen am 19.02.1915 am Barrenkopf, begraben auf Hohrod im Massengrab
  4. Infanterist Hermann Birkel, gefallen am 19.02.1915 “bei Münster”, wahrscheinlich am Barrenkopf, begraben auf Hohrod im Massengrab
  5. Tambour Johann Eichenmüller, gefallen am 19.02.1915 “bei Münster”, wahrscheinlich am Barrenkopf, begraben auf Hohrod im Massengrab
  6. Infanterist Hermann Birkel, gefallen am 19.02.1915 “bei Münster”, wahrscheinlich am Barrenkopf, begraben auf Hohrod im Massengrab
  7. Unteroffizier Hans Wilferth, gefallen am 19.02.1915 am Barrenkopf, begraben auf Hohrod im Massengrab

Seine Heimatgemeinde gedenkt noch heute Johann Tauber auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/burglengenfeld.htm

 

Der theoretische Weg von Johann Tauber von seinem Heimatort zu seinem Sterbeort und wahrscheinlichen Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 371: Franz Xaver Dreher

Der Käsefabrikant Franz Xaver Dreher wurde am 08.12.1877 in Mussenhausen geboren und arbeitete in Buchenberg. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 3. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Wehrmann. Am 16.10.1914 wurde er im Alter von 36 Jahren am Immerlingskopf bei Urbeis im Oberelsass im Kampf getötet.

Beim Volksbund, der zuständigen Stelle, ist keine Grablage für Franz Xaver Dreher bekannt.

Nach meinen Recherchen gehe ich davon aus, dass die sterblichen Überreste von Franz Xaver Dreher auf dem Soldatenfriedhof Hohrod anonym in einem Massengrab beigesetzt wurden. Ich begründe diese Annahme mit dem Verbleib der Leichen seiner Kameraden aus seiner Kompanie:

  • Josef Hengge, Wehrmann, gefallen am 16.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Block 2 Grab 403
  • Sebastian Hofer, Wehrmann, gefallen am 02.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Block 2 Grab 353
  • Johann Groß, Infanterist, gefallen am 02.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod, Massengrab

Die Einheit Franz Xaver Drehers war in der Zeit, als er fiel, über längere Zeit am Lingekopf eingesetzt. Es war Standard, die Gefallenen auch dort zu begraben. Durch Kampfhandlungen gingen immer wieder Daten von Gräbern verloren, Gräber wurden zerstört und durcheinander geworfen, Markierungen wurden unlesbar. So sind wahrscheinlich auch die Daten von Franz Xaver Dreher verschwunden.

Seine Heimatgemeinde Buchenberg gedenkt noch heute Franz Xaver Dreher auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/buchenberg_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Franz Xaver Dreher
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Dreher

 

Der theoretische Weg von Franz Xaver Dreher von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem wahrscheinlichen Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 366: Leopold Steinhauser

Leopold Steinhauser wurde am  27.09.1881 in Buchen, einem Ortsteil der Gemeinde Altusried geboren und lebte in Haldenwang. Sein Vater war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 2. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 fiel er bei Neuvireuil (auf dem Sterbebild irrtümlich als “Nevireuil” angegeben) in Nordfrankreich bei Arras.

Ich gehe davon aus, dass die sterblichen Überreste von Leopold Steinhauser entweder noch ungeborgen auf dem Schlachtfeld ruhen, oder auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab begraben wurden. In diesem Fall bin ich unsicher. Sehr viele seiner Kameraden in der 9. Kompanie, die in diesen Tagen fielen, wurden nicht identifiziert und begraben. Folgender Kamerad wurde jedoch auf dem angegebenen Friedhof in einem Massengrab begraben, als er mit Leopold Steinhauser kämpfte und fiel:

  • Leonhard Deutschenbauer, Infanterist, gefallen am 02.10.1914 bei bei Fresnes les Montauban
Sterbebild von Leopold Steinhauser
Rückseite des Sterbebildes von Leopold Steinhauser

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 365: Peter Hartung

Der Bauerssohn Peter Hartung stammte aus Zeilern und wohnte in Weilach, einem Ortsteil der Gemeinde Bidingen in Oberbayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Soldat und Ersatzreservist in der 1. Kompanie des 1. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.04.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Arras.

Peter Hartungs Grab ist unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab beigesetzt wurde. Meine Vermutung begründet ich damit, dass Kameraden aus seiner Einheit, die im gleichen Zeitraum fielen, dort begraben wurden. Es sind dies:

  • Ersatz-Reservist Karl Estl, gefallen am 21.047.1915 bei Arras
  • Wehrmann Franz Ertl, gefallen am 13.04.1915 bei Arras
  • Reservist Peter Zehetmeier, gefallen am 17.04.1915 bei Arras.

Sie alle wurden dort begraben.

Sterbebild von Peter Hartung
Rückseite des Sterbebildes von Peter Hartung

 

Der theoretische Weg von Peter Hartung von seinem Geburtsort, seinen letzten Wohnort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 342: Mathias Lindner

Der Hausbesitzer Mathias Lindner stammte aus Barmbichl, einem Ortsteil der Gemeinde Palling. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Soldat. Am 05.09.1916 verstarb er im Alter von 34 Jahren im Kriegslazarett in Metz.

Trotz intensiver Recherchen konnte ich das Grab von Mathias Lindner nicht ausfindig machen. Ich vermute jedoch, dass Mathias Lindner auf dem Soldatenfriedhof in Metz als unbekannter Toter beigesetzt wurde.

Sterbebild von Mathias Lindner
Rückseite des Sterbebildes von Mathias Lindner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 332: Josef Koller

Der Bauerssohn Josef Koller stammte von Eberharting, einem Teil der Gemeinde Lohkirchen und lebte zuletzt in Haigerloh, einem Ortsteil der Gemeinde Heldenstein. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments als Soldat. Am 30.01.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren in Frankreich bei den Kämpfen vor Arras, vermutlich bei bei Thelus.

Beim Volksbund ist keine Grablage für Josef Koller bekannt. Aufgrund der Sterbedaten von Josef Koller und dem Abgleich mit den Daten von Regimentskameraden gehe ich davon aus, dass Josef Kollers Gebeine anonym auf dem Soldatenfriedhof  St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab ruhen. Hierzu zog ich folgende Kameraden heran:

  1. Kaspar Dütsch, Ersatz-Reservist, 29.01.1916 bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
  2. Melchior Kellner, Infanterist 30.01.1916, bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
  3. Franz Lohner, Infanterist, 30.01.1916 bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
  4. Joseph Ostler, Infanterist, 30.01.1916 bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab
  5. Infanterist Joseph Mayer, 30.01.1916 bei Thelus gefallen, Grablage St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab

Vermutlich war Josef Koller ebenso wie seine Kameraden auf dem Schlachtfeld beigesetzt worden. Bei der späteren Zusammenlegung der vielen kleinen eilig angelegten Soldatenfriedhöfe lagen keine vollständigen Daten zu den Gebeinen mehr vor. Eine Identifizierung der einzelnen Leichenteile war auch nicht mehr möglich. So wurden die Gebeine in ein Massengrab verfrachtet und es wurden nur die vorhandenen Daten verwendet.

Seine Heimatgemeinde Lohkirchen gedenkt noch heute Josef Koller auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/lohkirchen_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Koller
Rückseite des Sterbebildes von Josef Koller

 

Der theoretische Weg von Josef Koller von seinem Geburtsort über seinen letzten Wohnsitz, seinem Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 314: Heinrich Fisch

Der Bauerssohn Heinrich Fisch stammte aus Wingersdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Thyrnau. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Gefreiter. Am 20.07.1915 wurde er im Alter von 36 Jahren am Schratzmännele bei Münster (Elsass) getötet.

Ich gehe nach dem Abgleich der Sterbedaten von Heinrich Fisch mit den Sterbedaten von Kameraden von ihm davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Hohrod als unbekannter Toter in einem Massengrab beigesetzt wurde. Leutnant Max Hönig fiel am gleichen Tag und wurde auf diesem Friedhof beigesetzt. Gleiches gilt für Offiziersstellvertreter Adolf Müller und Vizefeldwebel hans Fischer.

Sterbebild von heinrich Fisch
Rückseite des Sterbebildes von Heinrich Fisch

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 265: Hermann Bien

Hermann Bien wurde am 01.04.1902 in Minden in Westfalen geboren. In Prüm wurde er zum Lehrer ausgebildet und arbeitete in seinem Beruf von 1926 bis zu seiner Einberufung in den Zweiten Weltkrieg in Völklingen. Er baute die Stadtbücherei auf und leitete sie fünf Jahre lang.

Im Zweiten Weltkrieg diente er als Leutnant und Bataillons-Adjutant in einem Grenadier-Regiment. Er wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet.

Am 05.02.1944 wurde er bei Kol. Grabina südw. Rowno von einer russischen Granate getroffen.

Hermann Bien wurde von seinen Kameraden in einem Wald in der Nähe von Rowno begraben. Dort liegt er noch heute begraben, da der Volksbund seine Gebeine bislang noch nicht auf einen Soldatenfriedhof überführen konnte.

Vorderseite des Sterbebildes von Hermann Bien
Rückseite des Sterbebildes von Hermann Bien