Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.505: Adolf Wunderle

Mit dem heutigen Fall stelle ich Ihnen ein besonders trauriges Familienschicksal vor: Die Brüder Wunderle. Drei Brüder dieser Familie fielen im Kriegsjahr 1915 binnen eines halben Jahres. Sie waren zwischen 25 und 31 Jahre alt.

Der Ersatz-Reservist Adolf Wunderle wurde am 30.05.1883 in Todtnau geboren, einer Stadt im heutigen Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 40. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 06.04.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren während der erbitterten Vogesenkämpfe am Hartmannsweilerkopf.

Offiziell ist die Grablage von Adolf Wunderle unbekannt. Ich vermute jedoch, dass sein Leichnam, wenn er geborgen wurde, auf dem Soldatenfiredhof Cernay anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort ruhen in der Regel die Gefallenen des Hartmannsweilerkopfes, u. a. Wehrmann Ludwig Friedrich Wabel, gefallen am 09.04.1915 am Hartmannsweilerkopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Cernay, Block 8, Grab 265.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Todtnau Adolf Wunderle auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/todtnau_wk1_bw.htm

Sterbebild von Adolf Wunderle

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.504: Richard Rhiel (Riehl)

Der Grenadier Richard Rhiel (Verlustlisten: Riehl) wurde am 29.06.1886 in Mardorf geboren, heute ein Ortsteil der hessischen Stadt Homberg (Ohm). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 1. Garde-Regiments. Am 11.11.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Ypern während eines Sturmangriffs.

Offiziell ist für Richard Rhiel keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass, sollten seine Gebeine geborgen worden sein, er auf dem Soldatenfriedhof Menen anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo auch seine Regimentskameraden beerdigt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a. 

  • Unteroffizier Heinrich Kleindick, gefallen am 10.11.1914, beigesetzt wuf dem Soldatenfriedhof Menen in Block I, Grab 1040;
  • Unteroffizier Wilhelm Precht, gefallen am 11.11.1914, beigesetzt wuf dem Soldatenfriedhof Menen in Block A, Grab 353;
  • Oberleutnant Karl von Dobbeler, gefallen am 11.11.1914, beigesetzt wuf dem Soldatenfriedhof Menen in Block O, Grab 1249.

 

Sterbebild von Richard Rhiel
Rückseite des Sterbebildes von Richard Rhiel

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.503: Nikolaus Junglas

Der Gefreite Nikolaus Junglas wurde am 06.05.1883 in Brieden in Rheinland-Pfalz geboren. Er war mit mit Gertrude Junglas, geborene Mohr verheiratet. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 99. Feldartillerie-Regiment. Am 18.07.1917 verstarb er im Alter von 34 Jahren an einem schweren Halsleiden im Krankenhaus Cochem.

Offiziell ist für Nikolaus Junglas keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er von den Angehörigen auf seinem Heimatfriedhof in Brieden beigesetzt wurde.

Sterbebild von Nikolaus Junglas
Rückseite des Sterbebildes von Nikolaus Junglas

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.502: Karl Fischer

Der Gefreite der Reserve Karl Fischer stammte aus Mardorf, heute ein Ortsteil der hessischen Stadt Homberg (Efze). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 167. Infanterie-Regiments. Am 03.07.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren in Galizien bei Nowy Tok nach 23 Monaten Kriegsdienst während der Kämpfe am oberen Styr-Stochod.

Wie meist Gefallenen in Galizien ist auch für Karl Fischer keine Grablage mehr bekannt.

Sterbebild von Karl Fischer
Rückseite des Sterbebildes von Karl Fischer

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.501: Heinrich Martin Emmerich

Der Ersatz-Reservist Heinrich Martin Emmerich wurde am 10.12.1884 in Mardorf geboren, heute ein Ortsteil der hessischen Stadt Homberg (Efze). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 224. Reserve-Infanterie-Regiments (falsche Angabe auf Sterbebild). Am 06.06.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Kalusz (Schreibfehler auf Sterbebild) in Galizien, der heutigen Ukraine.

Die Grablage für Heinrich Martin Emmerich ist, wie oft bei Gefallenen an der Ostfront, nicht bekannt.

Sterbebild von Heinrich Martin Emmerich
Rückseite des Sterbebildes von Heinrich Martin Emmerich

Die Männer des Zweiten Weltkrieges – Teil 1.497: Hans Reißmayr

Der Unterarzt Hans Reißmayr wurde am 31.07.1916 in Meran in Südtirol, also in Italien geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er bei den Ingolstädter Pionieren. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 05.09.1941 fiel er im Alter von 25 Jahren am Desna-Bogen bei Jelnia, östlich Smolensk.

Die Lage des Grabes von Hans Reißmayr ist heute unbekannt.

Sterbebild von Hans Reißmayr
Rückseite des Sterbebildes von Hans Reißmayr

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.493: Thomas Guggemoos (eigentlich Guggenmoos)

Der Schütze Thomas Guggemoos wurde am 19.02.1898 in Lechbruck am See in Bayern geboren und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Maschinengewehr-Kompanie des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 10.04.1918 fiel er während der Kämpfe an der Avre und bei Montdidier im Alter von 20 Jahren in Mensil – St. George bei Montdidier.

Man begrub Thomas Magnus Guggenmoos wahrscheinlich auf dem Soldatenfriedhof Montdidier in einem Massengrab, wo seine Regimentskameraden beigesetzt wurden.

Sterbebild von Thomas Guggemoos
Rückseite des Sterbebildes von Thomas Guggemoos

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.484: Anton Stadler

Der Gefreite Anton Stadler stammte aus  Unterschleißheim in München und war Straßenwärter von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 12.04.1918 fiel er im Alter von 31 Jahren bei La Bassée durch ein Herzschuss durch ein Maschinengewehr.

Die Lage des Grabes von Anton Stadler ist offiziell unbekannt. Ich vermute, er wurde auf dem Soldatenfriedhof Salomé anonym in einem Massengrab beigesetzt.

Sterbebild von Anton Stadler
Rückseite des Sterbebildes von Anton Stadler

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.481: Joseph Scharl

Der Gefreite Joseph Scharl war ein Bergmann aus Aschach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Freudenberg (Oberpfalz). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.09.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Saint-Mihiel durch Brustschuss.

Die Grablage von Joseph Scharl ist heute offiziell unbekannt. Er wurde entweder auf dem Soldatenfriedhof Saint-Mihiel oder auf dem nahegelegenen Soldatenfriedhof Troyon anonym in einem Massengrab beigesetzt.

Sterbebild von Joseph Scharl
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Scharl

Sonderbeitrag: Otto Kleefeldt

Der Soldat Otto Kleefeldt stammte aus der Reichshauptstadt Berlin. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Füsilier in der 4. Kompanie des 39. Füsilier-Regiments. Am 20.04.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren an der Westfront in Frankreich bei Perthes-lès-Hurlus.

Offiziell ist für Otto Kleefeld keine Grablage bekannt, es liegt jedoch nahe, dass er in dem nur wenige Kilometer von seinem Sterbeort entfernten Soldatenfriedhof Souain begraben wurde. Vermutlich ging die Identität seines Leichnams bei der Zusammenlegung der zahllosen Feldfriedhöfe nach dem Krieg verloren.

Todesanzeige für Otto Kleefeldt in der Berliner Volkszeitung vom 01.05.1915