Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 375: Josef Kerscher

Der Schüler eines Gymnasiums, Josef Kerscher, stammte aus Rosenheim. Am 25.01.1945 fiel er im Alter von nur 19 Jahren im Elsass (Punkt 286), 2,5 km südöstlich Sennheim (Cernay) im Oberelsass. Was für ein sinnloser Tod eines jungen Menschen so kurz vor Kriegsende.

Josef Kerscher wurde als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Cernay in einem Massengrab beigesetzt.

Auf dem selben Sterbebild gedachte man auch der Mutter von Josef Kerscher, Therese Kerscher (geb. Weber). Sie verstarb im Alter von 43 Jahren im Krankenhaus Roding.

Sterbebild von Josef Kerscher
Rückseite des Sterbebildes von Josef Kerscher

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 342: Mathias Lindner

Der Hausbesitzer Mathias Lindner stammte aus Barmbichl, einem Ortsteil der Gemeinde Palling. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Soldat. Am 05.09.1916 verstarb er im Alter von 34 Jahren im Kriegslazarett in Metz.

Trotz intensiver Recherchen konnte ich das Grab von Mathias Lindner nicht ausfindig machen. Ich vermute jedoch, dass Mathias Lindner auf dem Soldatenfriedhof in Metz als unbekannter Toter beigesetzt wurde.

Sterbebild von Mathias Lindner
Rückseite des Sterbebildes von Mathias Lindner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 314: Heinrich Fisch

Der Bauerssohn Heinrich Fisch stammte aus Wingersdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Thyrnau. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Gefreiter. Am 20.07.1915 wurde er im Alter von 36 Jahren am Schratzmännele bei Münster (Elsass) getötet.

Ich gehe nach dem Abgleich der Sterbedaten von Heinrich Fisch mit den Sterbedaten von Kameraden von ihm davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Hohrod als unbekannter Toter in einem Massengrab beigesetzt wurde. Leutnant Max Hönig fiel am gleichen Tag und wurde auf diesem Friedhof beigesetzt. Gleiches gilt für Offiziersstellvertreter Adolf Müller und Vizefeldwebel hans Fischer.

Sterbebild von heinrich Fisch
Rückseite des Sterbebildes von Heinrich Fisch

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 308: Johann Nachtmann

Der Brauer Johann Nachtmann stammte aus Aldersbach und kämpfte als Soldat und Infanterist im Ersten Weltkrieg im 23. Reserve-Infanterie-Regiment in der 6. Kompanie. Am 20.02.1915 wurde er im Alter von 22 Jahren am Sattelkopf bei Münster im Elsass getötet.

Nach den mir vorliegenden Daten und Informationen gehe ich davon aus, dass Johann Nachtmann auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab beigesetzt wurde. Im Gegensatz zu seinen Kameraden aus dem selben Regiment und der selben Kompanie, die am gleichen Tag gefallen sind und deren Namen beim Volksbund registriert sind, sind die Daten von Johann Nachmann verschwunden.

Seine Heimatgemeinde Ruhmannsfelden gedenkt noch heute Johann Nachmann auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2015/ruhmannsfelden_lk-regen_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Johann Nachtmann
Rückseite des Sterbebildes von Johann Nachtmann

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 262: Rupert Linhuber

Der Soldat Linhuber Rupert stammte aus Oberratting. Er war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 15. Infanterie-Regiments. Am  24.05.1916 wurde Rupert Linhuber im Alter von 25 getötet, mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Verdun. Er war zuvor mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet worden und stand 22 Monate im Feld.

Zu den Umständen seines Todes kann man bei Wikipedia unter dem Eintrag zum 15. Infanterie-Regiment „König Friedrich August von Sachsen“ nachlesen:

Vom 23. Mai 1916 an wurde es in der Schlacht um Verdun verheizt. Nach nur fünf Tagen waren von seinen anfangs rund 3000 Soldaten mehr als ein Drittel tot, verwundet oder vermisst. Nach acht Wochen, am 15. Juli 1916, waren 2555 Mann, mehr als fünf Sechstel des Regimentes, tot, verwundet oder vermisst.

Über den Verbleib der sterblichen Überreste von Rupert Linhuber ist heute nichts mehr bekannt. Entweder sie ruhen noch heute in der Erde von Verdun oder sie wurden unter dem Vermerk „unbekannter Toter“ in einem Massengrab auf einem der zahlreichen Soldatenfriedhöfe begraben oder sie ruhen im Beinhaus von Douaumont.

Sterbebild von Rupert Linnhuber
Rückseite des Sterbebildes von Rupert Linnhuber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 237: Simon Sojer

Simon Sojer war ein Hausbesitzer in Stein (Pfarrei St. Georgen), heute ein Ortsteil der Gemeinde Traunreut. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 6. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 11.08.1916 fiel er bei der Schlacht an der Somme im Alter von 29 Jahren. Zunächst war er nur als vermisst gemeldet worden.

Der Verbleib seines Leichnams ist heute unbekannt. Infolge der furchtbaren Folgen der Schlacht an der Somme ist dies auch kein Wunder. Wenn er während der Schlacht ordnungsgemäß auf einem Soldatenfriedhof begraben wurde, könnte dieser im Schlachtgetümmel zerstört/zerbombt worden sein. Selbst wenn seine Gebeine danach erneut gefunden worden sind, waren sie nicht mehr einer bestimmten Person zuordnbar. Die Gebeine könnten auch bei späteren Friedhofszusammenlegungen namenlos geblieben sein. Wahrscheinlich ruht er heute als Namenloser auf einem der zahllosen Soldatenfriedhöfe an der Somme.

In Frage könnten die Soldatenfriedhöfe RancourtMaissemy

Simon Sojer
Sterbebild von Simon Sojer
Rückseite des Sterbebildes von Simon Sojer

 

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 209: Josef Wimmer

Josef Wimmer war ein Landwirt aus Rötzing in Niederbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie eines Pionier-Battailons. Am 24.09.1915 wurde er bei einem Minenkampf in Frankreich getötet.

Der Verbleib seines Leichnams, sein exakter Sterbeort und die Bezeichnung seiner Einheit sind unbekannt.

Ich vermute, er wurde bei Fay getötet und liegt als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab begraben. Am gleichen Tag wie Josef Wimmer fiel auch der Pionier Georg Lang, der in der Einheit von Josef Wimmer kämpfte. Auch er liegt in einem Massengrab begraben. Ebenso Josef Amann.

Zu dem Sterbeort Fay gibt es einen Beitrag bei Wikipedia, der meine Vermutung noch einmal untermauert: https://de.wikipedia.org/wiki/Fay_(Somme)

Zum Minenkrieg generell gibt es auch einen guten Artikel: https://www.verdun14-18.de/der-minenkrieg/, der auch Fay behandelt.

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 171: Michael Krügl

Michael Krügl stammte aus dem Dörfchen Vordergalgenberg – heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Windorf. Bei den Kämpfen im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 3. Batterie des 3. bayerischen Fuß-Artillerie-Regiments. In dieser Einheit fiel er abends um 18 Uhr am 14.03.1916 im Alter von 24 Jahren.

In den Daten des Volksbundes ist keine Grabmeldung für Michael Krügl zu finden. Aufgrund der Verlustmeldungen seines Regiments vom gleichen Tag gehe ich jedoch davon aus, dass er bei den Kämpfen um Verdun eingesetzt und getötet worden war. Vermutlich ist er auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab beigesetzt worden, sofern sein Leichnam geborgen wurde und nicht noch auf den Schlachtfeldern ruht.

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 137: Andreas Wörle

Andreas Wörle wurde am 20.06.1888 in Voglegg geboren, heute ein Ortsteil von Bernbeuren.. Als Soldat kämpfte er in der 4. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 22.08.194, also kurz nach Kriegsbeginn, fiel er bei den Gefechten um Markirch – heute Sainte-Marie-aux-Mines.

Der Verbleib seines Leichnams ist unbekannt. Ich vermute, er wurde als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Sainte-Marie-aux-Mines begraben.

Hier liegen vermutlich die sterblichen Überreste von Andreas Wörle

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 129: Xaver Zislsperger

Über Xaver Zislsperger konnte ich so gut wie nichts ermitteln. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Ersatz-Reservist in der 9. Kompanie des 13. bayerischen Infanterie-Regiments und war der Sohn eines Landwirts in Mühlberg. Am 03.08.1916 wurde er bei den Kämpfen um Verdun getötet. Ob sein Leichnam geborgen wurde, wo er verblieb und ober er gar begraben wurde ist vollkommen unklar. Selbst eine Gefallenenmeldung konnte ich bei den Verlustlisten nicht ermitteln.