Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.952: Bartholomäus Kierner

Der Soldat Bartholomäus Kierner (Verlustlisten: Kierner) stammte aus Unterhadermark, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Burghausen, und war Kleinbauer. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 6. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 12.10.1915 fiel er im Alter von 33 Jahren bei Petka während des Krieges gegen Serbien.

Über den Todeszeitraum und die Todesumstände von Bartholomäus Kierner berichtet die Regimentsgeschichte des 13. bayerischen reserve-Infanterie-Regiments:

„08.10. Donauübergang und heftige Kämpfe auf dem Südufer (II. Bataillon) Teile des I. Bataillons werden übergesetzt.

09.10. Sturm auf serbische Stellungen westlich Petka (II. und ½ III. Bataillon) ½ III. Bataillon zum 3. Infanterie-Regiment. Rest des I. Bataillons übergesetzt.

10.10. In den genommenen Stellungen. Patrouillenkämpfe. Infanterie-Pionier-Abteilung Brückenbau auf Temessziget.

11.10. Gefecht nördlich der Kaserne von Požarevac.

12.10. Sturm auf die Kasernen von Požarevac. Serbische Gegenangriffe abgeschlagen.“

Die Lage des Grabes von Bartholomäus Kierner ist unbekannt.

Sterbebild von Bartholomäus Kierner
Rückseite des Sterbebildes von Bartholomäus Kierner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.951: Franz Hofbauer

Der Soldat Franz Hofbauer stammte aus Wolfakirchen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Haarbach, und war Wagnermeister. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 12. Kompanie des 15. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 25.06.1915 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Leintrey.

Über den Todeszeitraum und die Todesumstände von Franz Hofbauer berichtet die Regimentsgeschichte des 15. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Ab Juni 1915 wurde ein Verfügungsbataillon des Armeeoberkommandos (abwechselnd Landwehr-Regiment 15 und 122) nach Duß (Dieuze) gelegt, das in ruhigeren Zeiten die Tage zur Gefechts- und Schießausbildung benützte und im Anschluss an die Ausbildungszeit besichtigt wurde. Am 20. Juni traf diese Bestimmung das III. Bataillon, diesmal freilich nicht zur Ruhe. Denn schon am 22. Juni auf dem Marsch zum Schießplatz alarmiert, rückte es noch am Vormittag mit der Bahn nach Deutsch-Elfringen (Avricourt) und wurde hier der Gruppe Unger unterstellt, von dieser dem Landwehr-Regiment 4 zugeteilt. Am 23. abends unerwartet abgerufen, hatte es nach Leintrey zu marschieren. Die Gefechtslage war folgende: Von den sogenannten Stützpunkten 1 – 7 südwestlich Lintrey (in Wirklichkeit nicht Stützpunkte im üblichen Sinn, sondern zusammenhängende Linien einer Infanteriestellung ohne ausreichendes Hindernis) waren 3 – 5 an den Gegner verloren gegangen, Gegenangriffe waren ohne Erfolg geblieben. Das abgekämpfte III./Landwehr-Regiment 4 sollte durch III./15. abgelöst werden. Der Auftrag lautete: „Bataillon besetzt mit einer Kompanie Stützpunkte (1, 2, 6, 7), der Rest des Bataillons gräbt sich 600 Meter nördlich der Stützpunkte in Linie der Feldwache 1 und 2 ein. Einweisung durch III./Landwehr 4″. War bei dem Drängen des abzulösenden Bataillons – übrigens eine im Krieg sehr häufige Erfahrung – diese Einwesung recht flüchtig, so dass kaum die Front gegen den Feind klar erkannt war, so ergaben sich ferner außerordentliche Schwierigkeiten aus dem noch unvollkommenen Ausbau der mit Hindernissen schwach oder in Linie der Feldwache überhaupt nicht geschützten, nur unzureichend mit Unterständen versehenen Stellungen; mangelndes Schussfeld, unzureichende Brustwehren, das Fehlen von gedeckten Annäherungswegen, Schwierigkeiten der Befehlsgebung bei der Art der Stellung wirkten außerdem hemmend und erschwerten die Lösung der gestellten Aufgabe, zumal der einzige Fernsprecher nach rückwärts durch das Vernichtungsfeuer der feindlichen Artillerie rasch abgeschossen wurde. Schon in der ersten Nacht war ein feindlicher Angriff aus den vom Feind genommenen Stützpunkten abzuwehren. Erst das Tageslicht aber machte eine Übersicht und klare Beurteilung der beiderseitigen Stellung möglich. Beantragte Hilfskräfte zum Heranschaffen von Baustoffen waren nicht zu erhalten. Tote und Verwundete des abgelösten Bataillons lagen noch in der Stellung und mussten zurückgebracht werden. Das Arbeiten wurde durch feindliches Störungsfeuer sehr erschwert. Auch in der Nacht zum 25. folgten sich heftige Feuerüberfälle und Angriffe, besonders schwer gegen Stützpunkt 6. Der opfermutigen Haltung der Besatzung gelang es aber wiederum, den feindlichen Angriff abzuwehren und den Gegner empfindlich zu schädigen. Am Morgen war nämlich zu beobachten, wie er mit Tragbahren Gefallene und Verwundete zurückschaffte. Besonders  ausgezeichnet hatte sich Sanitätsunteroffizier Kellermann, der von rückwärts in die Gefechtslinie vorgekrochen war und nun zwei Tage lang bis zur eigenen Verwundung seinen Kameraden vorzügliche Dienste leistete. In der Nacht zum 26. wurde wiederum mit Hilfe der trefflich wirkenden eigenen Artillerie ein Vorstoß des Gegners abgeschlagen, die Verluste aber wuchsen natürlich.“

Man begrub Franz Hofbauer auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.

Sterbebild von Franz Hofbauer
Rückseite des Sterbebildes von Franz Hofbauer

Sonderbeitrag: Otto Fischer

Der Soldat Otto Fischer stammte aus der hessischen Stadt Lorsch. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier und Fahnenjunker in der 6. Kompanie des 116. infanterie-Regiments. Am 06.10.1914 verstarb er nach schwere Verwundung am 10.09.1914 bei Maurupt-le-Montois an der Marne im Festungslazarett Koblenz.

Über den Tag der schweren Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Infanterie-Regiments:

„Am Abend des 9. Sept. kam der Befehl für ein Unternehmen, das in der Geschichte der Division beispiellos dasteht. Ein Unternehmen, das sich von den vielen Grauenhaften jener Schreckenstage am tiefsten im Gedächtnis festgesetzt hat, an das sich jeder, der daran teilgenommen, nur mit Schauern erinnern kann. Das vom Feinde stark besetzte Maurup sollte in der kommenden Nacht überrumpelt und gesäubert werden. Alles war auf den Schutz der Dunkelheit, auf größte Stille und Schnelligkeit berechnet. So waren auch die Vorbereitungen: Das Gepäck wurde zurückgelassen, nur Sturmgepäck mit Eisernen Portionen wurde mitgenommen. Die Schlösser wurden aus den Gewehren genommen und zum Schutz getragen, die Seitengewehre wurden aufgepflanzt. Kein Schuß sollte den ruhenden Gegner zu früh wecken, am Schießen sollte man den Feind, an Hieb und Stoß den Freund erkennen. Weiße Armbinden wurden ausgegeben; sie sollten beim Vorgehen den Nebenmann zeigen und Handgemenge vermeiden helfen. Um 3 Uhr vorm. waren alle Vorbereitungen zu Ende. In lautloser Stille hatte das I.R. 115 seine Linien in Breite von 1 km aufgestellt. Das I.R. 116 und ein Bataillon 117 folgte gestaffelt und hatte den Flankenschutz zu übernehmen. Um 4 Uhr vorm. setzten sich die sieben Bataillone leise in Bewegung. Kein Kommando ertönte. In guter Ordnung schritten die Kompagnien über die Felder. Da fällt vorn ein Schuß. Ein französischer Posten ist aufmerksam geworden. Die Antwort ist ein tausendstimmiges Hurra! So jähe ist die Stille der Nacht selten gestört worden. Die feindlichen Posten und Feldwachen werden überrannt, alles stürmt ins Dorf. Dort entsteht ein fürchterliches Handgemenge, gespenstisch erleuchtet von einzelnen brennenden Häusern. A. Brendel schildert das als ein Dorftagungswunder. Schrecken sind die Verluste, die die Regimenter erlitten haben, nicht mehr Zeit zum Fliehen, jetzt ist nur Mehr. Von Hof zu Hof, von den hell erleuchteten Längsstraßen der Häuser, stürmt das Dorf, die Kompagnien der drei Regimenter kämpfen sich fort, von einem Hof zum anderen in heftigem Kampfe mit dem Feinde. Ein wildes Handgemenge, das sich in der Straße fortsetzt, von Schreien und Kommandorufen begleitet, von Bajonettstößen und Kolbenschlägen. Um 5 Uhr ist das Dorf in Flammen, die letzten französischen Truppen fliehen. Um 5 Uhr ist das Dorf in deutscher Hand. Häuser, Höfe und Gärten, Schrei, Fliehen und Verfolgen im alten Straßen, Hieb und Stoß, Kolbenschläge und Bajonettstiche, dazwischen das Schreien und Stöhnen der Schwerverwundeten, alles im flackernden Feuerschein der brennenden Scheunen und Höfe: Ein schrecklicheres Bild hat das Auge im Kriege nie gesehen.

In blinder Wut stießen die Truppen durch bis zur Südwestecke des Dorfes. Hier konnten sich Teile des I. und II. Batls. wieder zusammenfinden. Sie wurden als Reserve und linke Flankensicherung zurückgenommen in die Lehmgruben nördlich von Maurupt. Das übrige, hauptsächlich Leute des III. Batls., versuchte zunächst, eine feindliche Batterie wegzunehmen, die südöstlich von Maurupt stand und tags zuvor durch ihr Feuer sehr lästig geworden war. Aber sie war bereits verschwunden. Darum schwankten sie rechts ab und gingen vermischt mit 115 und 117 weiter vor. In einer Lehmgrube südwestlich von Maurupt sammelten sie sich, um bei Hellwerden gegen Monton vorzugehen. Der Gegner flutete in Richtung Cheminin und erlitt hierbei starke Verluste durch das Maschinengewehrfeuer. Nachmittags des 21.9. gelang es, bereits im Begriffsteile einzurücken. Zur Verlängerung dieser Stellung nach Osten wurde noch das I. Btl. in den Birkengehölz südlich Monton lang. Hier etwa 100 Mann unseres Regiments, die unter den Befehl des Hptm. Haak von J.R. 117 traten. Aber auf das Grabenstich kam nach kurzer Zeit starkes Artilleriefeuer, das mit großer Genauigkeit gezielt war. Besonders ungemütlich waren die schweren Kaliber, die ununterbrochen dicht vor und hinter dem Graben einschlugen. Es waren Stunden harter Geduldsprobe und starker Anforderungen an die Nerven, die noch zitterten unter dem Eindruck der Greuel der Nacht. Gegen Abend traf der Befehl ein, daß das Regiment sich in der alten Stellung bei den Ziegeleien sammeln sollte. So wurden dann im Schutze der Dunkelheit die Höhen südlich von Maurupt geräumt. Sie waren die am weitesten nach Süden gelegene Stellung, die das Regiment im Verlaufe dieses Krieges inne hatte.

Der vierte und schwerste Tag der heißen Kämpfe an der Marne war zu Ende. Wieder war es gelungen, den Gegner trotz Übermacht und zäher Gegenwehr zu werfen. Eine glänzende Waffentat war vollbracht, der Weg an die Marne war erzwungen, der Feind in die Flucht, die Aussicht für weiteres Vordringen war nicht geringer als bisher. Die Gefechtsstärke der Kompagnien war freilich sehr gering geworden. 8 Offiziere, 531 Unteroffiziere und Mannschaften hatte das Regiment in den drei Tagen wieder verloren. Major von Alten, um dessen Person sich die heftige Fehde der französischen und deutschen Presse drehte, erhielt am 9. einen Kopfschuß und begab sich am folgenden Tage zur ärztlichen Behandlung nach Sermaize. Dort wurden ihm tags darauf durch einen Volltreffer beide Beine zerschmettert. Er geriet nach dem Rückzug ebenso wie Lt. Haagner den Franzosen in die Hände und starb. Die Haltlosigkeit der gegen ihn erhobenen Anschuldigungen kann von jedem Mitkämpfer bezeugt werden. Außerdem fanden ihr Grab an der Marne: Oberlt. Firmenich, Lt. Gösler, Keller, Nicolaus und Menge. Als Helden sind sie gefallen, zusammen mit einer großen Zahl wackerer Unteroffiziere und Mannschaften. Verwundet wurden Maj. Foller, Lt. Wolf, Bläs und Licht. An den Folgen seiner schweren Verwundung starb der Fahnenj. Klief. Besonders groß war die Zahl der Vermißten, 154 Mann. Eine Folge des unerwartet einsetzenden eiligen Rückzugs von der Marne, der es unmöglich machte, das Schlachtfeld genauer abzuschuchen und die vielen Schwerverwundeten bei dem Mangel an Fahrzeugen rechtzeitig von den Verbandplätzen abzufahren. Unter ihnen befand sich Lt. Theis, der Adjutant des I. Batls.“

Man begrub Otto Fischer auf einem Friedhof in Lorsch.

Die Todesanzeige für Otto Fischer im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Carl Witkop

Der Soldat Carl Witkop (Verlustliste & Regimentsgeschichte: Karl Moritz Wittkop) stammte aus der hessischen Stadt Braunfels und lebte in der Nachbarstadt Weilburg an der Lahn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel (Verlustliste: Unteroffizier) in der 11. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 27.09.1914 fiel er in Frankreich an der Somme. Er wurde bei Fresnoy getötet.

Über den Todestag und die Todesumstände von Carl Witkop berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Infanterie-Regiments:

„Der nächste Mittag (27. Sept.) brachte wieder einen Angriffsbefehl. Es sollte sofort gegen Fresnoy angetreten werden. Der Angriff sollte das weiter rechts vorgehende XXI. A.K. entlasten. Aber er war bei dem Mangel an jeglicher Vorbereitung zur Aussichtslosigkeit verurteilt. Gleich der Anfang zeigte dies: Der linke Flügel des II. Batls. konnte infolge rasenden Feuers aus der linken Flanke, wo der Gegner noch bei Waucourt lag, nicht aus dem Graben herauskommen. So sprang gegen 3 Uhr nachm. nur das III. Batl. zusammen mit dem II./117 aus der Deckung und stürmte gegen die Route nationale Roye—Péronne vor. Trotz heftigen Feuers erreichten sie die Straße. Aber diese lag unter so starkem Artilleriefeuer, daß man sie nicht überschreiten konnte. Zwar gelang dem III. Batl. und einer Abteilung des II. die Wegnahme der Ferme de l’Abbaye, aber weiter war nicht vorzukommen, da die linke Flanke vollständig offen lag. Die Bataillone blieben also vor der Straße liegen. Auch die Truppen des XXI. A.K. gingen rechts nicht weiter vor, schickten vielmehr die Meldung, daß der beabsichtigte Zweck ihres Scheinangriffs erreicht sei. Deswegen wurden bei Einbruch der Dunkelheit die vor der Straße liegenden Kompagnien wieder in die Ausgangsstellung zurückgenommen. Leib- und 3. Komp. wurden wegen der Länge des Abschnitts zwischen dem II. und III. Batl. eingeschoben. Der Feind blieb während der Nacht jenseits der großen Straße, so daß die Krankenträger der Bataillone und der Sanitätskompagnie das Vorgelände nach Verwundeten absuchen konnten. An Offizieren wurden in diesen Kämpfen vor Gruny Lt. Bertermann, Clar, Schäfer und Spangenberg verwundet.

Die zwei folgenden Tage brachten keine Veränderung der Lage. Nächtliche Patrouillen meldeten eifriges Schanzen des Gegners am Bahndamm Roye—Chaulnes. Starker Gefechtslärm links ließ auf schwere Kämpfe der Regimenter 115 und 118 und der 21. I.D. schließen. Am 29. lag das III. Batl. rechts, das I. links in der Stellung vor Gruny, das II. als Reserve in Sept Fours. Da eröffnete gegen Mittag unsere Artillerie ein heftiges Feuer auf den Bahndamm und das Dorf Fresnoy. Die Infanterie horchte auf. Sie war für solche Dinge feinhörig geworden. So kam der Angriffsbefehl am 30. nicht unerwartet. Um 2 Uhr nachm. hieß es: Fresnoy ist anzugreifen, bis 4 Uhr nachm. soll der Bahndamm überschritten sein. Das Regiment gab hierzu folgenden Befehl: „In vorderer Linie geht das I. Batl. (links) und das II./117 (rechts) vor; Trenungslinie beider Bataillone ist der Weg Crémery—Fresnoy. Das III. Batl. folgt hinter der Mitte, das II. bleibt mit zwei Bataillonen des I.R. 117 als Divisionsreserve in Thilloy.“

Gegen 3 Uhr nachm. traten die beiden vorderen Bataillone an; unser I. Batl. hatte die 3. und 4. Komp. vorn, dahinter die 2., die Leibkompagnie in dritter Linie. Wieder überschüttete die feindliche Artillerie die vorgehenden Schützenwellen an der großen Straße, besonders in der Nähe der Ferme, mit einem Hagel von Geschossen, die von Roye her prasselnd durch die hohen Baumriesen fegten und sie wie Streichhölzer knickten. Aber diesmal gelang es, die Straße zu überschreiten. Auch das vom Bahndamm her einsetzende Infanteriefeuer konnte, so höllisch es durch die Lüfte pfiff, die Kompagnien in ihrem Anlauf nicht aufhalten. In schnellen Sprüngen arbeiteten sich die vorderen Wellen an den Gegner heran und stürmten den Bahndamm. Es war 4 Uhr nachm. Aber jenseits des Bahndamms wollte es nicht mehr vorwärts gehen. Der Dorfrand von Fresnoy war wie eine Festung ausgebaut und stark besetzt und die Gefechtsstärke unserer Kompagnien so gering. Alles mußte auf freiem Felde liegenbleiben und auf Unterstützung warten. Inzwischen war das II. Batl. mit dem III./117 von Thilloy nach Crémery vorgerückt, während sich das III. Batl. aus seiner Stellung bei Gruny auf das brennende Fresnoy vorarbeitete, um dem I. Hilfe zu bringen. Gleichzeitig eilte auch das I./117 seinem II. Batl. zu Hilfe. Die Nacht war bereits heraingebrochen, als diese beiden Bataillone in der vorderen Linie einschwärmten. Auch sie hatten sich erst durch starkes Artilleriefeuer und vom Bahndamm ab durch den Kugelregen durcharbeiten müssen. Nach nochmaliger starker Artillerievorbereitung wurde um 11.30 nachm. zum Sturm angetreten. Die brennenden Häuser wiesen den Angreifern den Weg. Gleichzeitig mit den vier Bataillonen der Regimenter 116 und 117 lief von Nordosten aus der Richtung von Liancourt her ein Bataillon des I.R. 70 gegen das Dorf an. Der Sturm glückte glänzend. Überall wurden die feindlichen Stellungen unter gellendem Kriegsgeschrei im Bajonettangriff genommen, wobei es an vielen Stellen zu verzweifeltem Nahkampf kam. Sofort stießen die Kompagnien durch die gespenstisch erleuchteten Straßen dem fliehenden Gegner nach bis zum Westrand des Dorfes. Hier machten sie halt. Es war um Mitternacht. Eiligst wurden die völlig vermischten Verbände, so gut es ging, geordnet. Dann wurden den einzelnen Bataillonen ihre Verteidigungsabschnitte zugewiesen. Und dann Spaten raus! Das I. Batl., rechts an I.R. 117 angelehnt, hob einen Graben zwischen den Wegen Fresnoy—Parvillers und Fresnoy—Damery aus; das III. baute links anschließend seine Verteidigungsstellung bis zu dem Wege Fresnoy—Goyencourt. Zur größeren Sicherheit wurde die M.G.K. an den Ostrand von Fresnoy vorgezogen. Da die 12. Komp. am linken Flügel des Regiments bis zum Morgen keinen Anschluß nach der Flanke fand, drohte an diesem Punkte eine Zeitlang die Gefahr eines Rückschlags. Aber der Vorstoß, den der Gegner beim Morgengrauen aus Damery heraus machte, war mit zu schwachen Kräften angesetzt und konnte daher leicht zurückgewiesen werden.“

Die Lage des Grabes von Carl Witkop ist unbekannt.

Die Todesanzeige für Carl Witkop im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Heinrich Dern

Der Soldat Heinrich Dern stammte aus Langsdorf, einem Stadtteil der hessischen Stadt Lich. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 1. Kompanie des 87. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit der Hessische Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 21.08.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun. Er wurde während der Kämpfe im Chapitre-Wald – der Souville-Schlucht – und Bergwald getötet.

Die Lage des Grabes von Heinrich Dern ist unbekannt.

In seinem Heimatort Langsdorf gedenkt man Heinrich Dern noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/langsdorf_stadt-lich_lk-giessen_wk1_wk2_hs.html

Die Todesanzeige des Turnverein Lich-Langsdorf für Heinrich Dern im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.923: Joseph Kappelmayer

Der Soldat Joseph Kappelmayer wurde am 30.10.1892 in Druisheim geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mertingen. Er war Student der Realien in München. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 9. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. In diesem Regiment diente zeitgleich auch der spätere Diktator Adolf Hitler. Am 15.11.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Wytschaete (heutiger Name: Wijtschate) in Flandern (Belgien).

Über den Todestag und die Todesumstände von Joseph Kappelmayer berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Sturm auf das beilförmige Waldstück

15. und 16.11.1914

Von Regiments-Adjutant Dr. ing. Georg Eichelsdörfer

Stellung des Reserve-Infanterie-Regiments 16 „List“ nach dem gelungenen Sturm auf das beilförmige Waldstück

Westlich von Wytschaete war es der 14. bayerischen Reserve-Brigade nach zähem Ringen gelungen, am 14. November den Franzosen die Hollandscheschuur-Ferme wegzunehmen und zu halten. Das am rechten Flügel liegende Reserve-Infanterie-Regiment 20 hatte die Verbindung mit der am beilförmigen Waldstück, 800 Meter nordwestlich Capellerie liegenden 4. bayerischen Infanterie-Division aufgenommen. Jetzt galt es, auch noch das letzte Bollwerk des Feindes, das von ihm zu einer kleinen Festung ausgebaute beilförmige Waldstück zu erobern.

Die 12. bayerische Reserve-Brigade erhielt Befehl, sich in seinen Besitz zu setzen.

Am 14. November gegen 10 Uhr abends traf in Osttaverne mittels Fernspruch der Angriffsbefehl der Brigade ein: Um 5 Uhr früh sollte das Regiment in den Ausgangsstellungen zum Sturm bereit stehen. Ein Bataillon zum Angriff entwickelt zu beiden Seiten des Weges, der von der Straße Wytschaete – Groote Bierstraat in nördlicher Richtung gegen den Westrand des beilförmigen Waldes führt; das andere Bataillon als Brigadereserve östlich der Straße Wytschaete – St. Eloi, an der Abzweigung des Weges nach In der Sterkte Cab. Das Sturmbataillon hatte im Anschluss an das rechts vorgehenden Reserve-Infanterie-Regiment 17 mit dem rechten Flügel auf die Südspitze des beilförmigen Wäldchens vorzubrechen und mit Unterstützung einer Batterie des Reserve-Feldartillerie-Regiments 6 den dortigen Stützpunkt zu nehmen.

Der Sturmbeginn war auf den 15. November früh 7 Uhr festgesetzt; die Sturmtruppen der 12. bayerischen Reserve-Brigade unterstanden dem Befehl des Oberstleutnant Petz vom Reserve-Infanterie-Regiment 17.

Sofort versammelte der Regiments-Kommandeur, Oberstleutnant Engelhardt die Führer, um mit ihnen die Einzelheiten des Angriffs zu besprechen. An die Stelle der wegen Krankheit ausscheidenden beiden Bataillonsführer Hauptmann Rubenbauer und Butterfass wurden Leutnant Joseph Schmidt mit der Führung des I. und der bisherigen Maschinengewehr-Zugführer Leutnant der Reserve Robert Schubert mit der Führung des II. Bataillons beauftragt.

In einer kühlen regnerischen Nacht trat das Regiment bald nach Mitternacht lautlos den Vormarsch an. Es war mehr ein müdes Vorwärtsschleppen auf den infolge der langandauernden Regenzeit fast grundlos gewordenen Wegen, oft aufgehalten durch zerschossene Drahthindernisse und zahlreiche mit Wasser gefüllte Granattrichter. Die fast völlige Dunkelheit wurde nur zeitweise etwas aufgehellt durch den matten Lichtschein hochgehender Leuchtkugeln an der zwischen Wytschaete und Messines in einem Bogen tief nach Westen eindringenden Kampffront. In diesen Augenblicken hoben sich die Schattenrisse der Ruinen von Wytschaete gespenstisch vom Horizont ab. Wenn dann von Zeit zu Zeit die auf den Höhen von Ypern stehenden Scheinwerfer das Gelände absuchten und alles im grellsten Lichte erstrahlte, erstarrte das Leben in der Marschkolonne; jeder blieb wie vom Blitz getroffen an seinem Platze stehen, um von dem wachsamen Auge des Gegners nicht gesehen zu werden. Dieser Vorsichtsmaßnahme war es zu danken, dass der Vormarsch ohne Störung durch feindliches Artilleriefeuer erfolgen konnte; vereinzelt irrten feindliche Granaten hoch oben durch die Luft und schlugen weit hinten im Gelände ein.

Lange vor der festgesetzten Zeit kam das Regiment an den befohlenen Plätzen an.

Der Führer des Sturmbataillons, Leutnant Schmidt, suchte alsbald die Verbindung mit dem Reserve-Infanterie-Regiment 17 aufzunehmen, allein infolge der herrschenden Dunkelheit und der Unübersichtlichkeit im dichten Waldgelände gelang es nicht, den Anschluss zu gewinnen; aus den gleichen Gründen war es den Kompanie-Führern oft nur notdürftig möglich, die Verbindung aufrecht zu erhalten.

Nur langsam begann der Morgen zu dämmern; immer noch rieselte der Regen hernieder, der schon längst die Kleider durchtränkt hatte und den Aufenthalt in dem dichten Unterholz unerträglich machte.

Punkt 7 Uhr begann der Sturm; aber kaum hatten die ersten Truppen das schützende Waldgelände verlassen, da warf der Feind ein mörderisches Infanterie- und Maschinengewehrfeuer auf die im deckungslosen Gelände Vorwärtsstürmenden. Vor allem verursachte eine feindliche Batterie aus der linken Flanke so schwere Verluste, dass ein weiteres Vordringen unmöglich wurde.

Stunde um Stunde verging, ohne dass auch nur der geringste Raum nach vorwärts genommen werden konnte.

Da entschloss sich der Regiments-Kommandeur einen neuen Angriff auf 12.45 Uhr nachmittags festzusetzen, allein erst um 1.30 Uhr gelang es mit Unterstützung unserer Artillerie, den Angriff wieder in Fluss zu bringen. Beim Vorgehen über das offene Gelände erlitten unsere braven Truppen so schwere Verluste, dass es nur einem geringen Teil möglich war, bis zum Wäldchen selbst vorzudringen. Schon hatten einzelne Franzosen daselbe verlassen, unseren Schützen ein vortreffliches Ziel bietend,; allein bei dem nun folgenden Kampf im Wäldchen selbst, Mann gegen Mann, traten in den sehr gut ausgebauten, mit Schling- und Stacheldraht umgebenen Befestigungsanlagen, so große Schwierigkeiten entgegen, dass es den schwachen Kräften nicht mehr gelang, bis zum Rande durchzustoßen.

Jetzt fasste auch der Gegner wieder neuen Mut und zahlreiche Franzosen, die vorher geflüchtet waren, kehrten in das Wäldchen zurück.

Der erste Ansturm war missglückt, ja es musste sogar ein Teil des unter so großen Opfern gewonnenen Geländes wegen der eintretenden Verwirrung, verursacht durch einzelne Leute, die zum Teil ohne Führer vorgegangen waren, dem Feinde wieder preisgegeben werden.

Todesmutig versuchte zwar der Führer des mittlerweile in den Kampf eingesetzten II. Bataillons, Leutnant der Reserve Schubert, mit mehreren schneidigen Unterführern nach Wiederherstellung der Ordnung erneut zum Sturm vorzugehen; allein schon beim Austritt aus dem Wald wurde er tödlich verwundet und musste vom Platze getragen werden. Tags darauf erlag er seiner schweren Verletzung.

Der Regimentskommandeur wollte persönlich in den Kampf eingreifen und begab sich im Hohlweg bis zum Rande des Waldes, wo er das Gelände überblicken konnte; aber kaum hatte ihn das wachsame Auge des Gegners entdeckt, als ein mörderisches Infanterie- und Maschinengewehr-Feuer auf ihn einsetzte. Fast hätte er seine Tollkühnheit mit dem Leben bezahlt. Die beiden ihn begleitenden Gefechtsordonnanzen des Regiments Adolf Hitler und Bachmann sprangen vor, stellten sich schützend vor ihn hin und drängten ihn mit den Worten, er möge das Regiment davor bewahren, in so kurzer Zeit ein zweites Mal seinen Kommandeur zu verlieren, in ein nahes Erdloch. Zum Dank drückte er beiden stumm die Hand. Leider sollte sich die Befürchtung der beiden Meldegänger nur allzubald erfüllen.

Langsam brach die Nacht herein; nach eingetretener Dunkelheit begab sich der Regimentskommandeuer zu Oberstleutnant Petz, um mit ihm gemeinsam die taktischen Maßnahmen für den nächsten Tag festzulegen.“

Die Lage des Grabes von Joseph Kappelmayer ist unbekannt. Eventuell wurde er auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab anonym begraben.

Todesanzeige von Joseph Kappelmayer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.920: Georg Weisl

Der Soldat Georg Weisl stammte aus der bayerischen Gemeinde Lam. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 8. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 03.06.1915 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 22 Jahren bei Przemysl im heutigen Polen.

Die Lage des Grabes von Georg Weisl ist unbekannt.

Sterbebild von Georg Weisl
Rückseite des Sterbebildes von Georg Weisl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.918: Max Sperl

Der Soldat Max Sperl stammte aus der bayerischen Gemeinde Lohberg und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 12. Kompanie des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 19.07.1916 fiel er nach 24 Monaten Kriegsdienst während eines Gefecht bei Fromelles in Flandern.

Über den Todestag von Max Sperl berichtet die Regimentsgeschichte des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„19.07.1916 Am Morgen sehr heftiges Artilleriefeuer auf den ganzen Divisionsabschnitt; von 2 Uhr nachmittags ab steigert es sich zum Trommelfeuer aus allen Kalibern der Geschütze und Minenwerfer. Die zweite Linie nimmt erhöhte Bereitschaft an, die Brigandereserve (I.) wird alarmiert. Sehr bald sind die Fernsprechverbindungen mit der vorderen Linie unterbrochen; die Verbindung mit den Befehlsstellen wird jedoch dauernd durch Meldegänger erhalten.

7 Uhr abends erfolgt der Angriff mehrerer feindlicher Divisionen auf die drei linken Abschnitte der Division. Im Abschnitt III wird er vollständig abgewiesen, im Abschnitt IV erzielt er nur vorrübergehenden Erfolg. Dagegen gelingt es dem Feind im Abschnitt II (Reserve-Infanterie-Regiment 21) zunächst bei c (11. Kompanie) einzudringen, wo seine Artillerie und die schweren Minenwerfer die Hindernisse weggefegt, die Verteidigungsanlagen eingeebnet und den größten Teil der Besatzung vernichtet haben. Von hier aus breitet sich der Gegner aus nach Süden in den Unterabschnitt d, wo ihm die 12. Kompanie jedoch in heldenhaften Kampf jeden weiteren Fortschritt verwehrt, und nach Norden gegen IIb. Dort drängt er die 10. Kompanie, die er gleichzeitig mit neuen Wellen in der Front angreift, allmählich bis über das vordere Ende des Kastenwegs zurück. Hier erst vermögen die Reste der 10. und die 9. Kompanie, die alsbald Unterstützung von der linken Flügelkompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 20 erhalten, die Stellung abzuriegeln. Auch nach der Tiefe dringt der Feind vor, im Kastenweg bis in die Höhe der Toten Sau und südwestlich davon bis in die Nähe des Hofgartens, des Grashofes und selbst bis auf 200 Meter an den Brandhof heran. Dann aber scheitern alle seine Versuche, weiter Raum zu gewinnen an unserem Artilleriefeuer und dem zielsicheren und wohl überlegten Feuer unserer Infanterie und der Maschinengewehre aus der Toten Sau, dem Schmitzhof, dem linken Flügel des Stützpunktes Türkenecke und vom Brandhof her. Der Stützpunkt Grashof ist leider noch unfertig und daher unbesetzt.

Inzwischen hat das Reserve-Infanterie-Regiment 20 aus Abschnitt I eine Bereitschaftskompanie nach IIa verschoben, die g-Kompanie (Reserve des Reserve-Infanterie-Regiments 21) ist zur Abriegelung des Kastenwegs und des Sau-Grabens vorgeschoben worden und die zwei ersten Kompanien der Brigadereserve werden jetzt zum Gegenstoß aus der Richtung Türkenhäuser – Schmitzhof angesetzt; während die f-Kompanie im Brandhofe die Verbindung mit dem Reserve-Infanterie-Regiment 16 aufrechterhalten und dessen Gegenstoß von links unterstützen soll. Ihr wird noch der Rest der 11. Kompanie unter Leutnant der Reserve Aal angegliedert. Das wirksame Sperrfeuer der feindlichen Artillerie und vorgezogener Maschinengewehre des Gegners, die eintretende Dunkelheit und starke Verluste bringen den gegenstoß zum Scheitern. Alsbald wird jedoch ein neuer Angriff – diesmal ausgesprochen gegen die feindliche linke Flanke – befohlen. Die h-Kompanie, in der zweiten Stellung durch Teile der Infanterie-Pionier-Kompanie abgelöst, erhält Befehl, mit der e-Kompanie in der Türkenecke, dem Kastenweg entlang anzugreifen, während das ganze I. Bataillon verstärkt durch zwei Kompanien des Reserve-Infanterie-Regiments 20, aus dem vorderen Graben in a und in den Gräben der zweiten Linie gegen die Einmündung des Kastenwegs in die vordere Linie und gegen seine vordersten Schläge zum Angriff vorgeht. Die Schwierigkeit der Verbindung in der stockdunklen Nacht, die durch den Rauch der krepierenden Geschosse noch unsichtiger gemacht wird, und der starke Verbrauch an Handgranaten verzögern anfänglich die Fortschritte. Erst als noch Pioniere neue Munition vorbringen, geht der Angriff anfangs langsamer, dann immer kräftiger vorwärts trotz allen Widerstandes des Gegners, der sich verschanzt hat und stets neue Kräfte heranzieht.“

Man begrub Max Sperl auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny in Block 8, Grab 238.

Seine Heimatgemeinde Lohberg gedenkt Max Sperl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/lohberg_kapelle_bay.htm

Sterbebild von Max Sperl
Rückseite des Sterbebildes von Max Sperl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.911: Karl Maischberger

Der Soldat Karl Maischberger stammte aus der bayerischen Gemeinde Dinkelscherben und war Praktikant in einer Brauerei. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 09.11.1914 fiel er im Alter von 21 Jahren in Vimy bei Arras durch schwere Verwundung.

Man begrub Karl Maischberger auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Todesanzeige von Karl Maischberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.898: Josef Bögelein

Der Soldat Josef Bögelein wurde am 11.05.1884 in Niedergeislbach geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lengdorf, und war der Sohn eines Bahnwärters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier im 1. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 21.04.1917 fiel er im Alter von 32 Jahren bei den Kämpfen in den Vogesen durch einen Granatvolltreffer.

Man begrub Josef Bögelein auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in Block 2, Grab 596.

Sterbebild von Josef Bögelein
Rückseite des Sterbebildes von Josef Bögelein