Der Soldat Josef Klughamer wurde am 04.01.1892 in Möding, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Landau an der Isar, als Sohn eines Landwirts (Unterhuberbauer) geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 05.03.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren nach schwerer Verwundung durch einen Granatschuss beim Stellungskampf im Wald von Apremont und Ailly in der Region Verdun.
Man begrub Josef Klughamer auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 18, Grab 118.
Der Soldat Georg Heinrichsberger wurde am 23.01.1894 in Kammer geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Amerang, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Krankenträger in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 31.01.1917 verstarb er in Folge einer Krankheit nach 25 Monaten Kriegsdienst im Alter von 23 Jahren in einem Feldazarett bei Verdun in Frankreich. Sein Regiment wurde zu dieser Zeit gerade bei den Stellungskämpfen im Wald von Apremont und Ailly eingesetzt.
Man begrub Georg Heinrichsberger auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 20, Grab 439.
Sterbebild von Georg HeinrichsbergerRückseite des Sterbebildes von Georg Heinrichsberger
Der Soldat Joseph Jungbeck stammte aus Buchetbühl, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lam, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 11. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiment Infanterist. Am 06.04.1915 verstarb er im Alter von 23 Jahren an einer Verwundung durch einen Granatsplitter, die er während der Kämpfe im Wald von Ailly und Apremont-la-Forêt, wenige Kilometer entfernt von Saint-Mihiel und Verdun entfernt, im Frühjahr erlitten hatte.
Man begrub Joseph Jungbeck auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 1, Grab 244.
Der Soldat Xaver Amberger stammte aus Weigelsberg, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Viechtach, lebte im Ortsteil Schönau und war der Sohn eines Kleinbauern (Häusler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier und Infanterist. Am 05.11.1917 starb er im Alter von 20 Jahren in einem Feldlazarett bei Verdun an den Folgen einer schweren Verwundung durch einen Granatsplitter.
Man begrub Xaver Amberger auf dem Soldatenfriedhof Lissey in Grab 808.
Der Soldat Anton Scheitzach stammte aus Asbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regimentss. Am 13.06.1916 fiel er als 3. Mitglied seiner Familie im Alter von 26 Jahren während der Schlacht um Verdun bei der Erstürmung der Wabengräben im Thiaumont-Wald.
Über den Sterbezeitraum von Anton Scheitzach und die Sterbeumstände schreibt die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 08.06. 10 Uhr vormittags traten I. und III. Bataillon zum Sturme an. Kaum hatten die ersten Wellen ihre Gräben und Granatlöcher verlassen, so erhielten sie ein vernichtendes Maschinengewehr-Feuer vom Rücken westlich des Thiaumontwaldes und der Thiaumontferme und besonders auch aus den Sappenköpfen der Wabenstellung selbst Auch die zweite und dritte Welle folgten unmittelbar. Auch sie geriet in das Maschinengewehr-Feuer und in das jetzt eben einsetzende feindliche Sperrfeuer.
Am rechten Flügel bleiben die vorgestürmten Truppen vor dem unversehrten feindlichen Hindernis liegen. Die Masse der Sturmtruppen ist es nur gelungen, unter schweren Verlusten bis in die eigene vorderste Stellung zu kommen. Trotzdem gelingt es beim I. Bataillon einige Stoßtrupps in die Wabengräben einzudringen, ja sogar Gefangene zu machen und bis zurück zur Befehlsstelle konnte man ein paar Leute sehen, die triumphierend ein erbeutetes feindliches Maschinengewehr aus einem Loch zogen und hoch in der Luft schwangen. Aber aus den unversehrten Unterständen der Wabengräben kriechen französische Massen hervor und es entspinnt sich in den Gräben ein dreiviertelstündiger schwerer Kampf mit Bajonett und Handgranate. Einige der Stürmer kommen in die vorderste Stellung des Regiments wieder zurück, die Mehrzahl ist gefallen oder von der Übermacht überwältigt. Auch der Angriff der gleichzeitig eingesetzten 2. Infanterie.Division kam über die Anfänge nicht hinaus. Nachmittags setzte eine erneute Artillerievorbereitung auf deutscher Seite ein. Um 8 Uhr abends soll der Angriff wiederholt werden; er kam jedoch wegen der verspäteten Befehle und infolge Vermischung der Verbände erst am nächsten Morgen zur Ausführung und auch da nicht über die erste Entwicklung hinaus. Die nächsten Tage brachten ununterbrochene Teilkämpfe um den Besitz von Maschinengewehr-Nestern. Am 23. endlich erfolgte durch das 10. Infanterie-Regiment und das Alpenkorps der Angriff auf das Zwischenwerk Thiaumont und Fleury.
13.06. bis zur Nacht vom 18./19.06. in Stellung, hierbei am 17.06. glatte Abweisung eines französischen Gegenangriffs.“
Die Lage des Grabes von Anton Scheitzach ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Josef Wieser, gefallen am 13.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem SAoldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Sebastian Hefele, gefallen am 15.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem SAoldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Georg Störzer, gefallen am 15.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem SAoldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Georg Fischer, gefallen am 15.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem SAoldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Anton ScheitzachRückseite des Sterbebildes von Anton Scheitzach
Der Soldat Wilhelm Niebch wurde am 25.11.1884 in der hessischen Ortschaft Krofdorf-Gleiberg geboren, einem Ortsteil der Gemeinde Wettenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist (Volksbund: Musketier) in der 10. Kompanie des 81. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 15.09.1914 starb er im Alter von 29 Jahren in französischer Gefangenschaft.
Man begrub Wilhelm Niebch auf dem Soldatenfriedhof Rembercourt-aux-Pots in Grab 210.
Die Todesanzeige des Gesangsverein Germania Krofdorf für Wilhelm Niebch
Der Soldat Heinrich Dern stammte aus Langsdorf, einem Stadtteil der hessischen Stadt Lich. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 1. Kompanie des 87. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit der Hessische Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 21.08.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun. Er wurde während der Kämpfe im Chapitre-Wald – der Souville-Schlucht – und Bergwald getötet.
Die Lage des Grabes von Heinrich Dern ist unbekannt.
Der Soldat Nikolaus Kratz stammte aus Wurmansau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saulgrub, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 31.10.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Apremont-la-Forêt im Bois d’Ailly.
Die Lage des Grabes von Nikolaus Kratz ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Michael Arnold, gefallen am 05.11.1914 im Bois brûlé, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Infanterist Michael Kochem, gefallen am 22.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Infanterist Kaspar Eisenberger, gefallen am 22.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 315;
Wehrmann Peter Kreiller, gefallen am 05.11.1914 im Bois brûlé, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 632.
Der Soldat Josef Trost stammte aus Altenmarkt, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Osterhofen, und war der Sohn eines Brauerei- und Realitätenbesitzers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Batterie des 20. bayerischen Fußartillerie-Bataillons als Kanonier und Fernsprecher. Am 17.07.1917 fiel er im Alter von 18 Jahren während eines Patrouillengangs östlich Cuisy bei Verdun durch einen Granatschuss.
Man begrub Josef Trost auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in Block 3, Grab 607.
Sterbebild von Josef TrostRückseite des Sterbebildes von Josef Trost
Der Soldat Adolf Leib stammte aus der hessischen Universitätsstadt Gießen und war kaiserlicher Bankbuchhalter in der Reichsbanknebenstelle in Konstanz . Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant des Reserve und Kompanieführer der 7. Kompanie des 418. Infanterie-Regiments. Eigentlich gehörte er zum 87. Infanterie-Regiment, war aber abgeordnet. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille aus. Am 25.10.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun in Frankreich.
Man begrub Adolf Leib auf dem Soldatenfriedhof Amel-sur-l’Etang in Block 2, Grab 397.
Die Todesanzeige für Adolf Leib im Gießener Anzeiger