Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.901: Nikolaus Kratz

Der Soldat Nikolaus Kratz stammte aus Wurmansau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saulgrub, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 31.10.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Apremont-la-Forêt im Bois d’Ailly.

Die Lage des Grabes von Nikolaus Kratz ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Michael Arnold, gefallen am 05.11.1914 im Bois brûlé, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Infanterist Michael Kochem, gefallen am 22.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Infanterist Kaspar Eisenberger, gefallen am 22.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 315;
  • Wehrmann Peter Kreiller, gefallen am 05.11.1914 im Bois brûlé, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 632.

Seine Heimatgemeinde Saulgrub gedenkt Nikolaus noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2018/altenau_gde-saulgrub_lk-garmisch-partenkirchen_1870-71_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Nikolaus Kratz
Rückseite des Sterbebildes von Nikolaus Kratz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.890: Josef Trost

Der Soldat Josef Trost stammte aus Altenmarkt, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Osterhofen, und war der Sohn eines Brauerei- und Realitätenbesitzers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Batterie des 20. bayerischen Fußartillerie-Bataillons als Kanonier und Fernsprecher. Am 17.07.1917 fiel er im Alter von 18 Jahren während eines Patrouillengangs östlich Cuisy bei Verdun durch einen Granatschuss.

Man begrub Josef Trost auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in Block 3, Grab 607.

Sterbebild von Josef Trost
Rückseite des Sterbebildes von Josef Trost

Sonderbeitrag: Oberleutnant Adolf Leib

Der Soldat Adolf Leib stammte aus der hessischen Universitätsstadt Gießen und war kaiserlicher Bankbuchhalter in der Reichsbanknebenstelle in Konstanz . Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant des Reserve und Kompanieführer der 7. Kompanie des  418. Infanterie-Regiments. Eigentlich gehörte er zum 87. Infanterie-Regiment, war aber abgeordnet. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille  aus. Am 25.10.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun in Frankreich.

Man begrub Adolf Leib auf dem Soldatenfriedhof Amel-sur-l’Etang in Block 2, Grab 397.

Die Todesanzeige für Adolf Leib im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Der Lehrer Adam Kaiser

Der Lehrer Adam Kaiser stammte aus Langenhain, heute ein Teil der Ortschaft Langenhain-Ziegenberg, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Ober-Mörlen. Er war vermutlich Lehrer in Auerbach, einem Teil der Stadt hessischen Bensheim Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 2. Kompanie des 118. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.09.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren, vermutlich bei der Erstürmung der französischen Stellungen beiderseits der Souville-Schlucht.

Der Sterbeort von Adam Kaiser:

Die Lage des Grabes von Adam Kaiser ist unbekannt.

In seiner Heimatstadt Auerbach gedenkt man Adam Kaier noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/auerbach_stadt-bensheim_kreis-bergstrasse_wk1_hs.html

Die Todesanzeige für den Lehrer Adam Kaiser im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.850: Josef Eder

Der Soldat Josef Eder wurde am 17.03.1891 in Kröhstorf geboren , einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.11.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Spada, wenige Kilometer nördlich Saint-Mihiel, in der Nähe von Verdun.

Blick auf Spada 1914 – oben zu sehen: französische Schützengräben
Die Ortsdurchfahrt von Spada nach Maizey

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Eder berichtet die Regimentsgeschichte des 10. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 16.11.1914 3 Uhr nachmittags erfolgte ein überfallartiges Artilleriefeuer auf unsere Stellungen und alle rückwärtigen Verbindungen. Gegen das links vom Regiment liegende I. Bataillon 13. Infanterie-Regiment ging eine feindliche Schützenlinie vor und grub sich auf 600 Meter ein.

I./13. Infanterie-Regiment wurde durch Reserven des 10. Infanterie-Regiments verstärkt.

Die Nacht blieb ruhig – unsere Scheinwerfer waren ständig tätig.“

Man begrub Josef Eder auf dem Soldatenfriedhof Saint-Mihiel in Block 3, Grab 435.

Seine Heimatgemeinde Kröhstorf gedenkt Josef Eder noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/eichendorf-kroehstorf_wk1u2_bay.htm

und http://www.denkmalprojekt.org/2011/eichendorf-dornach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Eder
Rückseite des Sterbebildes von Josef Eder

Sonderbeitrag: Karl Predeck

Heute ist der 110. Todestag von Karl Predeck. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Unteroffizier in der Haubitzen-Batterie des 5. Sturm-Bataillon Rohr. Am 07.03.1916 starb er nach schwerer Verwundung während der Schlacht um Verdun bei Mogeville im Lazarett Reserve-Kompanie 19.

Man begrub Karl Predeck zunächst auf dem Friedhof von Mogeville, später bettete man ihn auf de Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in Block 2, Grab 28 um.

Das Grab von Karl Predeck auf dem Friedhof von Mogeville – im Hintergrund das abgeschossene Christusbild

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.841: Franz Eggerstorfer

Der Soldat Franz Eggerstorfer (Verlustliste und Volksbund: Eggersdorfer) stammte aus Kriestorf und war der Sohn eines Landwirts (Ökonom). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.04.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren bei den grausamen Gefechten bei Saint-Mihiel im Ailly-Wald in der Nähe von Verdun durch schwere Verwundung.

Man begrub Franz Eggerstorfer auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 13, Grab 29. http://www.denkmalprojekt.org/2008/troyon_kgs_wk1_fr/troyon_kgs_wk1_fr_e.htm

Sterbebild von Franz Eggerstorfer
Rückseite des Sterbebildes von Franz Eggerstorfer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.826: Ludwig Gruber

Der Soldat Ludwig Gruber stammte aus Wildprechting; einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Reisbach, und war der Sohn eines Landwirts (Söldner). Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer im 1. Feld-Maschinengewehr-Zug des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 29.07.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun bei den Stellungskämpfen auf den Maashöhen und bei Saint-Mihielim Alter von 28 Jahren bei Verdun in Nordfrankreich durch Granatschuss. Er wurde in einem Abschnitt zwischen Camp des Romains und Mont-Meuse-Ferm getötet.

Man begrub Ludwig Gruber auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 10, Grab 55.

Sterbebild von Ludwig Gruber
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Gruber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.824: Franz Kult

Der Soldat Franz Kult wurde am 21.01.1890 geboren und stammte aus Harras, einem Ortsteil der Gemeinde Wehingen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier der 3. Kompanie des 479. Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet. Am 09.09.1917 fiel er im Alter von 27 Jahren in der Nähe von Verdun an der Höhe 344 bei Ornes.

Offiziell ist für Franz Kult keine Grablage bekannt. Wahrscheinlich wurde er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben, wo man fast alle Soldaten dieser Region auf dem Schlachtfeld Verdun begrub.

Seine Heimatgemeinde Wehingen gedenkt Franz Kult noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2012/Wehingen_kreis-tuttlingen_wk1_wk2_bawue.html

Sterbebild von Franz Kult
Rückseite des Sterbebildes von Franz Kult

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.770: Gottfried Schwarz

Der Soldat Gottfried Schwarz wurde am 28.01.1888 in Kollmannshof geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bernbeuren. Sein Vater war Landwirt.  Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.07.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren im Bois la Vaux Fery, rund 30 Kilometer südlich von Verdun.

Man begrub Gottfried Schwarz auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Bernbeuren gedenkt Gottfried Schwarz noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/bernbeuren_lk-weilheim-schongau_bay.html

Sterbebild von Gottfried Schwarz
Rückseite des Sterbebildes von Gottfried Schwarz