Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.663: Eduard Huber

Der Soldat Eduard Huber stammte aus Holzhäuseln in Bayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.04.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren in Frankreich im Bois d’Ailly bei Saint-Mihiel rund 20 Kilometer südlich von Verdun.

Offiziell ist für Eduard Huber keine Gablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er auf den nahegelegenen Soldatenfriedhof Troyon anonym in einem Massengrab begraben wurde, wo die Gefallenen des Waldes von Ailly meist beigesetzt wurden, so auch die Regimentskameraden von Eduard Huber, u. a. 

  • Oberleutnant Rudolf Giesecke, gefallen am 28.04.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 13, Grab 19;
  • Leutnant der Reserve Hermann Meisenbach, gefallen am 28.04.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 13, Grab 213.

 

Sterbebild von Eduard Huber
Rückseite des Sterbebildes von Eduard Huber

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.649: Georg Geiselberger

Der Soldat Georg Geiselberger stammte aus Dommelstadl, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Neuburg am Inn, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 06.07.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Kämpfe auf Kalter Erde und bei Fleury durch Granatschuss. Vermutlich wurde er bei der Erstürmung der Festung Thiaumont schwerst verwundet.

Man begrub Georg Geiselberger auf dem Soldatenfriedhof Romagne-sous-les-Cotes in Block 7, Grab 185.

Sterbebild von Georg Geiselberger
Rückseite des Sterbebildes von Georg Geiselberger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.613: Peter Vogel

Der Soldat Peter Vogel wurde am 19.08.1896 in Sachsenried geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schwabsoien. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Er verstarb am 20.07.1916 bei den Kämpfen um Verdun nach schwerer Verwundung im Bois d’Ailly am „Scharfen Eck“, nahe bei Saint-Mihiel.

Man begrub Peter Vogel auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 10, Grab 21.

Sterbebild von Peter Vogel
Rückseite des Sterbebildes von Peter Vogel

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.610: Christian Kopp

Der Soldat Christian Kopp stammte aus Niederhornbach in Niederbayern, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pfeffenhausen, und arbeitete als Lehrer an einer Präparandenschule. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberjäger in der 2. Kompanie des 3. Jäger-Regiments im bayerischen Alpenkorps. Er wurde mit dem Militär-Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 21.06.1916 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Schlacht um Verdun am Fuminrücken.

Man begrub Christian Kopp auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Christian Kopp
Rückseite des Sterbebildes von Christian Kopp

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.600: Josef Wanninger

Der Schütze Josef Wanninger wurde am 04.10.1898 in Liebhof geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kollnburg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 10. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.09.1918 starb er im Alter von 20 Jahren an einer schweren Verwundung, die er sich vor Verdun bei Dannevaux zugezogen hatte.

Offiziell ist für Josef Wanninger keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse beigesetzt wurde, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a. 

  • Infanterist Adam Schilling, gefallen am 26.09.1918 im Wald von Sivry, begraben auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Johann Waldherr, gefallen am 30.09.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in Block 8 Grab 45;
  • Schütze Georg Ellinger, gefallen am 26.09.1918 bei Hiloshes, begraben auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Josef Wanninger
Rückseite des Sterbebildes von Josef Wanninger

Sonderbeitrag: Das Nährmalz, die Werbung und der gefallene Fähnrich Kurt Wulff

Die unten abgebildete Werbeanzeige in der Berliner Volkszeitung vom 03.07.1915 fiel mir auf. In dieser schreibt der Fähnrich Kurt Wulff über die segensreiche Wirkung des Biomal der Chemischen Fabrik Gebrüder Patermann in Berlin-Teltow. Ich recherchiert anschließend hierzu und fand heraus, dass er aus der Reichshauptstadt Berlin stammte und in der 4. Kompanie des 47. preußischen Infanterie-Regiments kämpfte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Anzeige war er bereits gefallen – bei den Kämpfen um die Combres-Höhe und bei Les Eparges, südlich Verdun.

Die Lage des Grabes von Kurt Wulff ist unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass sein Leichnam, wenn er bis heute geborgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Troyon beigesetzt wurde. Allerdings kann es aufgrund der Situation in der Todesregion gut sein, dass seine Gebeine noch heute auf dem Schlachtfeld begraben sind.

Übrigens: Die Fabrik Gebrüder Patermann gibt es noch heute in Berlin.

Werbeanzeige für Nährmalz in der Berliner Volkszeitung vom 04.07.1915

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.572: Georg Wehrle

Der Bautechniker Georg Wehrle wurde am 21.01.1893 in Freiburg im Breisgau geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel und Offiziersaspirant im 111. Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem  Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 22.08.1917 fiel er im Alter von 24  Jahren bei der Abwehrschlacht bei Verdun.

Die Lages des Grabes von Georg Wehrle ist unbekannt.

Sterbebild von Georg Wehrle
Rückseite des Sterbebildes von Georg Wehrle

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.567: Josef Saller

Der Soldat Josef Saller stammte aus Albersdorf, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Vilshofen an der Donau, und war Kandidat der Theologie am Lyzeum und Alumnus des Klerikerseminars zu Passau. Im Ersten Weltkrieg wurde er als Oberjäger am 23.01.1915 zum 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillon eingezogen, mit dem er am 29.05.1916 in das große Töten zog. Am 29.08.1916 wurde er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht um Verdun durch einen Granattreffer getötet.

Josef Staller wurde auf dem Soldatenfriedhof Azannes II. in Block 3, Grab 438 begraben.

Sterbebild von Josef Saller
Rückseite des Sterbebildes von Josef Saller

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.553: Josef Hofmeister

Der Soldat Josef Hofmeister stammte aus Holzhausen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Griesstätt, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Leib-Regiments. Am 11.07.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Schlacht um Verdun in dem kleinen Dorf Fleury bei der Wegnahme der dortigen Munitionsräume.

Über den Todestag von Josef Hofmeister schreibt die Regimentsgeschichte des Infantrie-Leib-Regiments:

„11.07.1916 Ab Mitternacht Gasschießen der Artillerie. Mit Beginn des Tages Einsetzen des Zerstörungsschießens. 7.45 Uhr Antreten zum Sturm. Die vordersten Wellen der 1., 2. und 3. Kompanie überrennen die feindliche Linie, in der dicht massiert die Franzosen zu einem Angriff bereitstehen. Der in Fleury haltende Feind wird durch Umgehung zum Weichen gebracht. Vorderste Linie gräbt sich am Tagesziel ein, nach links ohne jeden Anschluss. Anscheinend traten die Regimenter links gar nicht an, aber das kümmerte zuerst nicht. Eigene Patroille von drei Mann bringt aus Filzlaus zwei Maschinengewehre und 70 Gefangene mit. Der Erfolg des Tages übertraf noch den des 23.06. 24 Offiziere und 1.500 Franzosen wurden gefangen, 20 Maschinengewehre und zwei Kanonen erbeutet, abgesehen von der großen Munitions- und sonstigen Beute aus den M-Räumen. Dort französische Brigandestab mit Flamnmenwerfer ausgeräuchert.“

Offiziell ist für Josef Hofmeister keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass man ihn auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville anonym in einem Massengrab beigesetzt hat. Dort ruhen auch seine Regimentskameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Anton Baindl, gefallen am 11.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Christian Brodhauser, gefallen am 10.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Gefreiter Georg Mögele, gefallen am 10.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Paul Lang, gefallen am 10.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Josef Hofmeister
Rückseite des Sterbebildes von Josef Hofmeister

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.551: Johann Sedlmeyer

Der Soldat Johann Sedlmeyer stammte aus Oberschnittenkofen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kröning, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 30. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.03.1918 fiel er im Alter von nur 19 Jahren bei Ornes während der letzten Gefechte bei Verdun in Frankreich. Die Angabe auf dem Sterbebild, Johann Sedlmeyer sei in den Hochvogesen gefallen, ist nachweislich falsch.

Über seinen Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des 30. bayerischen Infanterie-Regiments:

15. – 17.03.1918 Die in kurzen Zwischenräumen sich folgenden feindlichen Feuerüberfälle dauern an. Der Feind fordert wiederholt durch Leuchtzeichen Vernichtungs- und Sperrfeuer auf unsere Gräben heraus. Gewohnte Infanterietätigkeit. Gegenseitige Patrouillen-Erkundungen. Eigene Artillerie setzt das Vorbereitungsschießen planmäßig fort.“

Man begrub Johann Sedlmeyer auf dem Soldatenfriedhof Mangiennes in Block 6, Grab 122.

 

Sterbebild von Johann Sedlmeyer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Sedlmeyer