Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.487: Ludwig Ambros Then

Der Landsturmmann Ludwig Ambros Then wurde am 09.12.1875 in Großeibstadt geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.06.1916 fiel er im Alter von 40 Jahren während der Schlacht um Verdun bei der Höhe „Kalte Erde“ während eines Sturmangriffs.

Über den Todestag Ludwig Ambros Then berichtet die Regimentsgeschichte des 24. bayerischen Infanterie-Regiments:

Für den 23.06.1916 war ein groß angelegter Angriff von sechs Divisionen in Vorbereitung. Allgemeine Angriffsrichtung war Zwischenwerk Thiaumont, Fleury, Fort Souville. Der Angriff wurde am 22.06. durch eine ausgiebige, 24 Stunden dauernde Artillerievorbeschießung mit Explosiv- und Gasgranaten eingeleitet. Im Abschnitt der 1. bayerischen Infanterie-Division stand das 24. Infanterie-Regiment in vorderster Linie. Das II. Bataillon bildete die erste Welle, das III. Bataillon sollte als zweite folgen. Das I. Bataillon hatte den Verbindungsdienst.

Vom II. Bataillon standen (von rechts nach links) 7., 8. und 5. Kompanie vorn, die 6. Kompanie folgte als Unterstützung.

Um 8.00 Uhr vormittags begann der Infanteriesturm. Die ersten Wellen kamen schnell vorwärts. Die 7. Kompanie fand die in ihrem Angriffsstreifen nahe der Ausgangsstellung liegende „Batterie d“ vollständig zerstört. Unsere Artillerie hatte gut gearbeitet. Ein in der Nähe befindliches „I-Werk“ wurde im Handgranatenkampf bezwungen. Der Feuerwalze folgend, arbeitete sich die Kompanie am Zwischenwerk Thiaumont vorbei an den Südosthang der „Kalten Erde“, bis sie schließlich durch das zu langsam vorspringende Sperrfeuer unserer Artillerie zum Stillstand gezwungen wurde. Auf gleicher Höhe mit der 7. Kompanie bahnte sich die 8. Kompanie im teilweise schweren Handgranatenkampf ihren Weg. Bald überschwemmten Reserven des rechts an das 24. Infanterie-Regiment anschließenden 10. bayerischen Infanterie-Regiment die dünn gewordenen Linien und zerrissen den Zusammenhang. Die Vorwärtsbewegung kam vorrübergehend ins Stocken. Der Aufenthalt wurde zum Ordnen der Verbände benutzt, so gut es ging. Im weiteren Vortragen des Angriffs, den Oberleutnant Freiherr von Adrian kommandierte, wurde der Grund zwischen Fleury und „Kalter Erde“ erreicht.

Die 5. Kompanie erhielt bald nach dem Antreten aus „Batterie a“ starkes MG-Feuer. Nach blutigem Handgranatenkampf wurde der Widerstand gebrochen. In rastlosem Vorwärtsdrängen wurde um 9.00 Uhr die Höhe nordwestlich Fleury und Westrand des Dorfes erreicht. Hier blieb die ihres tapferen Führers beraubte Kompanie liegen.

Die 6. Kompanie war schon bei der Bereitstellung zu weit nach links gekommen. Um den vorgeschriebenen Weg einhalten zu können, schob sich die Kompanie nach Beginn des Sturmes, dem Bahndamm folgend, nach rechts und stieg zur „Weinbergschlucht“ hinunter.

Das III. Bataillon war um 7.45 Uhr vormittags aus der Chaffourschlucht angetreten. Im zügigen Vorschreiten hatte es bald die ersten Angriffswellen erreicht und vermischte sich mit Teilen des II. Bataillons 24. Infanterie-Regiment, des 10. bayerischen Infanterie-Regiments und des Infanterie-Leib-Regiments. Im Verbande dieser Regimenter beteilgte es sich an dem Angriff.

Die gesamte Beute des Regiments betrug etwa 20 KG und 5 – 600 Mann als Gefangene. An eigenen Verluisten waren zu beklagen: 1 Offizier und 30 Mann tot, 6 Offiziere, 225 Mann verwundet, 98 Mann vermisst.“

Man begrub Ludwig Ambros Then auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Ludwig Ambros Then
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Ambros Then

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.481: Joseph Scharl

Der Gefreite Joseph Scharl war ein Bergmann aus Aschach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Freudenberg (Oberpfalz). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.09.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Saint-Mihiel durch Brustschuss.

Die Grablage von Joseph Scharl ist heute offiziell unbekannt. Er wurde entweder auf dem Soldatenfriedhof Saint-Mihiel oder auf dem nahegelegenen Soldatenfriedhof Troyon anonym in einem Massengrab beigesetzt.

Sterbebild von Joseph Scharl
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Scharl

Sonderbeitrag: Georg Koerber

Der Soldat Georg Koerber stammte aus Berlin-Lichterfelde. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger in der 8. Kompanie des 48. Infanterie-Regiments. Am 25.04.1915 wurde er bei den heftigen Kämpfen bei Les Éparges südlich Verdun durch einen Halsschuss schwer verwundet. Einen Tag später, am 26.04.1915 verstarb er im Alter von 18 Jahren im Feldlazarett Nr. 3 des 5. Armee-Korps in Hattonville an seiner Verwundung.

Über den Tag der schweren Verwundung von Georg Koerber berichtet die Regimentsgeschichte des 48. Infanterie-Regiments:

„111. und 9. Infanterie-Division haben die Stellungen beiderseits der Grande Tranchée der Colonne im Sturm genommen, dabei 1.600 Gefangene gemacht und 17 Geschütze erobert. 113. Infanterie-Division steht 8 Uhr vormittags zur Verfügung des Armee-Ober-Komandos auf der Grande Tranchée de Colonne, Anfang am Wege St. Remy-les-Palameiy.

Infanterie-Regiment 48 wird auf Befehl des Armee-Ober-Komandos der 111. Infanterie-Division, 221. Infanterie-Brigade unterstellt und erhält 5.50 Uhr nachmittags von letzterer, General von Lüttwitz, den Befehl zum weiteren Vorgehen; die französische Besetzung sei nur schwach, die Aufgabe leicht und dankbar.

Auf dem Wege zum Bereitstellungsplatz treten durch feindliches Schrapnell- und Granatfeuer schon Verluste ein. Es stellt sich heraus, dass die feindliche Linie doch stärker besetzt ist, als angenommen wurde. Eine Orientierung im Walde mit dichtem Unterholz und Gestrüpp bei der inzwischen eingetretenen Dunkelheit ist unmöglich. Deshalb wird im Einvernehmen mit Infanterie-Regiment 76 und Reserve-Infanterie-Regiment 130 ein erneutes Vorgehen erst für den 26.04.1915 5 Uhr vormittags angesetzt. In vorderer Linie befinden sich Infanterie-Regiment 76, III./48, Infanterie-Regiment 130, Lücken in der Besetzung werden nicht festgestellt.“

Man begrub Georg Koerber auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 24, Grab 437.

Todesanzeige für Georg Koerber in der Berliner Volkszeitung vom 01.05.1915

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.440: Joseph Gründl

Joseph Gründl stammte aus Hochschatzen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte als Infanterist er in der 7. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 24.06.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren bei Saint-Mihiel während der Kämpfen vor Verdun.

Joseph Gründl wurde auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 11, Grab 181 begraben.

Sterbebild von Joseph Gründl
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Gründl mit Grabfoto

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.424: Peter Kranzinger

Peter Kranzinger stammte aus der bayerischen Gemeinde Tüßling, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.05.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren während der Kämpfe um das Fort Douaumont und im Cailette-Wald bei Verdun.

Über seinen Sterbetag berichtet die Regimentsgeschichte des 15. bayerischen Infanterie-Regiments:

„So wurde der 24.05.1916 einer der schwersten Tage für das Regiment eingeleitet. Die Lage um das Fort Douaumont war, als das Regiment eingriff, bedenklich im militärischen und – weil auf den Besitz des Forts von der öffentlichen Meinung größter Wert gelegt wurde – auch in politischer Hinsicht. Der Gegner war in der Südwestecke des Forts eingedrungen und hatte bis dahin den dort befindlichen Panzerturm gegen alle Angriffe der 5. Infanterie-Division gehalten. Südöstlich des Forts, im Caillete-Wald bestand außerdem eine große Lücke in den abgekämpfte Verbänden.

Zunächst wurde II./15. eingesetzt. Als es 2.00 Uhr nachts aus den Erdlöchern des Brüle- und Hassoule-Waldes stieg und unter dem nie ruhenden Feuer von hunderten von Geschützen gegen Fort Douaumont marschierte, hatte es schon starke Verluste zu erleiden; denn es musste nicht weniger als drei feindliche Sperrfeuerzonen durchschreiten und hatte, da auch die gewandtesten Führer in solchem Gelände leicht versagen, viel Aufenthalt.

Erst nach 6.00 Uhr vormittags waren alle Teile des Bataillons im Fort angelangt. Dort besetzte die 7. Kompanie die Nordwestecke, um ein weiteres Ausdehnen des eingedrungenen Gegners zu verhindern. Die 6. Kompanie nahm in der östlichen Hälfte der Südfront des Forts und im Gelände bis zu dem Wegestern östlich Douaumont Aufstellung und wies von da mehrere kleine Vorstöße des Gegners ab. Gegen 12 Uhr nachmittags vertrieb 8./15. im Verein mit der 4. Kompanie des preußischen Jäger-Bataillons 3 den Gegner vom Dach des Forts und dem Panzerturm, rollte den westlichen Fortgraben auf und machte dabei etwa 200 Gefangene. Darauf erging vom Kommandeur II./15. der Befehl, sofort nach Süden vorzustoßen und im Verein mit dem 12. bayerischen Infanterie-Regiment, das westlich des Forts im Angriff stand, Raum zu gewinnen. Die 8. Kompanie konnte aber in dem ungeheuer heftigen Feuer, das feindliche M.G.aus dem J-Werk (bei Punkt 323) und der Kiesgrube südlich Fort Douaumont verstärkten, nur etwa 50 Meter über das Fort hinauskommen.

Gegen 4.00 Uhr nachmittags wurde darauf das ganze II. Bataillon zum Angriff angesetzt: indem 5. und 7. Kompanie westlich, ein Zug der 6. Kompanie östlich der 8. Kompanie vorstießen, sollte das Bataillon eine Linie 600 – 800 m südlich Fort Douaumont, einschließlich der Kiesgrube gewewinnen (= Linie 1-6-Kiesgrube-13-14). Ungeachtet der fehlenden eigenen Artillerievorbereitung, wie des empfindlichen feindlichen Artillerie-, M.G. und Infanteriefeuers und trotz des schwierigen Trichtergeländes gingen die Truppen unaufhaltsam vor. Durch geschickte Ausnutzung des Geländes gelang es ihnen, allzu große Verluste zu vermeiden. 5. Kompanie geriet freilich zu weit rechts in das Grabengewirr des sogenannten „Irrgartens“, die übrigen Teile der Angreifer aber hatten gegen 5.00 Uhr nachmittags mehrere feindliche Gräben gestürmt und gegen 400 Gefangene gemacht. Ihr Ziel war, mit Ausnahme der Kiesgrube, erreicht (etwa Linie 1-8-13-14) und in der gewonnenen Stellung hielten die Kompanien trotz stärksten feindlichen Feuers aus, wehrten sogar einen französischen Gegenangriff blutig ab. Abends erkundete 8. Kompanie gegen die Kiesgrube, fand sie aber zu eine Wegnahme zu stark besetzt.

Gleich nach dem Vormarsch des II./15. war das I. Bataillon und M.G.-Scharfschützentrupp 189 in der Brüle-Schlucht vorgezogen worden. 2. und 3. Kompanie erhielten mittags Befehl, in die Hassoule-Schlucht zu rücken. Dort angelangt, bekamen sie den Auftrag, eine Lücke zwischen dem im Angriff südlich Fort Douaumont befindlichen II./15. und dem preußischen Infanterie-Regiment 24 im Cailette-Wald zu schließen. Die beiden Kompanien erlitten schon auf dem Marsch zum Fort schwere Verluste, da feindliche Flieger das Artilleriefeuer auf sie lenkten. Leider war dann ihr weiteres Vorgehen ebenso nutzlos als verlustreich. In deckungslosem dem heftigsten Feuer preisgegeben, konnten sie sich kaum über das Ziel ihres Vorstoßes klar werden. Der Cailette-Wald z. B. war gänzlich vom Erdboden getilgt, so dass große Teile an Douaumont vorbeigehend Richtung auf ein weiter östlich gelegenes Waldstück nahmen. Nur kärgliche Reste der gänzlich zersprengten Kompanien kamen schließlich in den Linien des Infanterie-Regiments 24 an und wurden nach Einbruch der Dunkelheit wieder in die Hassoule-Schlucht entlassen. Dort bildeten sie fortan eine kombinierte Kompanie.

Gleichzeitig mit II./15. war auch die 12. Kompanie nach Douaumont gerückt, um die dortige Fortbesatzung zu stärken. Sie erlitt, kaum an ihrem Bestimmungsort eingetroffen, infolge der dauernd heftigen Fortbeschließung namentlich den schweren Verlust, dass drei ihrer Offiziere (Kompanie-Führer Oberleutnant der Reserve Reiser, Leutnant Hörchner, und Hausladen) von einer Granate getroffen fielen. 9., 10. und 11. Kompanie waren nach dem Abrücken der 2. und 3. Kompanie zur Verfügung der 6. Infanterie-Division in die Hassoule-Schlucht marschiert.“

Einer der Verluste war Peter Kranzinger.

Man begrub Peter Kranzinger auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Tüßling gedenkt Peter Kranzinger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/tuessling_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Peter Kranzinger
Rückseite des Sterbebildes von Peter Kranzinger

Der theoretische Weg von Peter Kranzinger von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.421: Benedikt Kirschner

Der Sergant Benedikt Kirschner wurde am 08.02.1885 in Starnberg in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 1. Maschinengewehr-Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienstkreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 16.10.1918 fiel er nach vier Jahre Kriegsdienst während der Kämpfe in der Hundingstellung bei Verdun im Alter von 34 Jahren durch einen Granattreffer.

Man begrub Benedikt Kirschner auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in Block 2, Grab 1427.

Sterbebild von Benedikt Kirschner
Rückseite des Sterbebildes von Benedikt Kirschner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.420: Alois Wieser

Alois Wieser stammte aus Frauenneuharting in Bayern und war Student der Philosophie im Klerikerseminar zu Freising. Er war der Sohn eines Landwirts. Wie sein Bruder Franz diente er in der 7. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments als Gefreiter. Sein Bruder Franz fiel am 12.06.1916 bei den Kämpfen am Fort Douaumont während der Erstürmung der Wabengräben im Thiaumontwald. Nur zehn Tage später, am 22.06.1916 fiel auch Alois Wieser im Alter von 21 Jahren an gleicher Stelle, bei  bei Douaumont, nach 13 Monaten Kriegsdienst. Welch ein entsetzliches Drama für die Eltern der beiden!

Über den Sterbetag seines Bruders Franz Wieser berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

12.06.1916 Sturm auf die Wabengräben! An diesem unübersichtlichen, stark besetzten, von Artillerie schwer zu fassenden Grabensystem waren schon verschiedene Stürme anderer Truppenteile blutig gescheitert.

Den Sturm leitet der bewährte Kommandeur des I. Bataillons, Major Stuhlreiter. Unter Ausnützung der Dunkelheit wird ab 3.00 Uhr vormittags die Sturmstellung erreicht.

8.00 Uhr vormittags stürmt das I. Bataillon, verstärkt durh acht Flammenwerfer, der Gebirgs-Minenwerferkompanie 107, M.G., Granatwerfertrupps, Stoßtrupps des Sturmbataillons und des II. Bataillons, sowie von der der 8. Kompanie, in zwei Wellen vor; III. Bataillon (ohne 12. Kompanie), das 7.45 Uhr vormittags von der Albain-Schlucht aus in mehreren Wellen angetreten ist, folgt.

Die fünf Kompanien der ersten beiden Wellen werfen sich ungestüm auf den Feind und dringen in den Graben ein; die Kompanien des III. Bataillons folgen so rasch, dass auch sie noch zum Handgemenge kommen.

Die Gräben werden in zähem Ringen gesäubert und die jetzt völlig vermischten Verbände dringen pber die Thiaumont-Schlucht auf den jenseitigen Höhenrand und darüber hinaus vor, teilweise stark aus der rechten Flanke beschossen.

9.10 Uhr vormittags wird noch die letzte Kompanie (12.) zur Unterstützung der sehr geschwächten vorderen Linie eingesetzt.

Die Beute entspricht der Wichtigkeit des Erfolges; sie betrug 23 Offiziere, etwa 900 Mann, 10 M. G. und zahlreiches sonstiges Material.

Die Wabengräben selbst hatten durch unser Artilleriefeuer nur wenig gelitten, der Erfolg war vor allem durch die Tapferkeit der stürmenden Infanterie errungen.

9.15 Uhr vormittags ging Meldung über den Sieg durch Brieftaube an die 1. bayerische Infanterie-Division, wo sie kurz danach richtig ankam.

1.30 Uhr nachmittags versuchten die Franzosen einen Angriff gegen den rechten Flügel des I. Bataillons, wurden jedoch abgewiesen.

Die vom I. bayerischen Armeekorps anfänglich beabsichtige Fortsetzung des Angriffs, musste wegen starken feindlichen M.G.-Feuers, sowie völliger Erschöpfung der Kompanien, deren Gefechtsstärke 20 bis 40 Mann betrug, unterbleiben.

Über Alois Wiesers Sterbetag heißt es lapidar:

„22.06.1916 Der Regimentsstab wird im Fosses-Wald durch Regimentsstab 24. bayerisches Infanterie-Regiment abgelöst.“

Alois Wieser wurde wie sein Bruder auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beigesetzt.

 

Sterbebild von Alois Wieser
Rückseite des Sterbebildes von Alois Wieser

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.419: Willibald Huber

Willibald Huber stammte aus Otting, einer Gemeinde in Bayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 25.05.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Thiaumont.

Willibald Huber wurde auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beigesetzt.

Sterbebild von Willibald Huber
Rückseite des Sterbebildes von Willibald Huber

Der theoretische Weg von Willibald Huber von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.418: Wendelin Hillerbrand

Der Infanterist Wendelin Hillerbrand wurde am 20.10.1899 in Schrittenlohe als Sohn eines Landwirts geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wolnzach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 10. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.09.1918 wurde er bei Verdun durch einen Granatsplitter verwundet. Am 06.10.1918 verstarb er im Alter von 18 Jahren im Marienhospital Stuttgart.

Ich gehe davon aus, dass Wendelin Hillerbrand auf einem örtlichen Friedhof in Stuttgart begraben wurde und dass sein Grab noch heute existiert.

Sterbebild von Wendelin Hillerbrand
Rückseite des Sterbebildes von Wendelin Hillerbrand

Der theoretische Weg von Wendelin Hillerbrand von seinem Geburtsort über seinen Verwundungsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.415: Konrad Helminger

Konrad Helminger stammte aus der bayerischen Stadt Ainring. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 11.07.1916 verstarb er im Alter von 19 Jahren in einem Feldlazarett an einem Kopfschuss.

Konrad Helmingers letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Romagne-sous-les-Cotes in Block 13, Grab 27.

Seine Heimatgemeinde Ainring gedenkt Konrad Helminger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/ainring_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Konrad Helminger
Rückseite des Sterbebildes von Konrad Helminger