{"id":16743,"date":"2022-11-05T00:00:26","date_gmt":"2022-11-04T23:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=16743"},"modified":"2019-12-23T14:17:48","modified_gmt":"2019-12-23T13:17:48","slug":"die-maenner-des-ersten-weltkrieges-teil-1-639-martin-keller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=16743","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner des Ersten Weltkrieges \u2013 Teil 1.639: Martin Kellerer"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Martin Kellerer stammte aus <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Oberlauterbach_(Wolnzach)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Oberlauterbach<\/a>, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolnzach\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wolznach<\/a>, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er in der 12. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.06.1916 fiel er im Alter voin 23 Jahren bei der Erst\u00fcrmung des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ouvrage_de_Thiaumont\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Thiaumont<\/a> durch einen Brustschuss.<\/p>\n<p>\u00dcber seinen Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des 10. bayerischen Infanterie-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Um 10 Uhr nachts steigert sich auch unser Artilleriefeuer zu einem wilden Orkan. Der Auftakt zu dem gro\u00dfen Ringen am 23.06.1916.<\/em><br \/>\n<em>Durch diese H\u00f6lle hindurch war es doch einzelnen Meldeg\u00e4ngern gelungen, zu ihren Kompanien vorzukommen &#8211; schon war Mitternacht vorbei und die Kompanief\u00fchrer hatten kaum Zeit, mit ihren Unterf\u00fchrern das Wichtigste des Sturmbefehls zu besprechen &#8211; es war h\u00f6chste Eile geboten, die einzelnen Gruppen und Z\u00fcge noch in der Dunkelheit ihre Ausgangsstellung zu f\u00fchren, aus welchen der Angriff erfolgen sollte.<\/em><br \/>\n<em>Auf einzelne zugeteilte Pionier-, Flammenwerfer- usw. Trupps konnte nicht gewartet werden &#8211; sie hatten wohl die Richtung verfehlt oder waren im Artilleriefeuer umgekommen.<\/em><br \/>\n<em>W\u00e4hrend so die Truppen der vordersten Linie in den fr\u00fchen Morgenstunden in dem Trichterfelde s\u00fcdlich Thiaumont-Ferme sich festgesetzt hatten, waren die r\u00fcckw\u00e4rtigen Kompanien und der Regimentsstab durch die Chauffour- und Albain-Schlucht nach vorw\u00e4rts ger\u00fcckt, um den Sturmtruppen unmittelbar folgen zu k\u00f6nnen.<\/em><br \/>\n<em>Bevor wir den Angriff unseres Regiments schildern, sollen auch die Truppen angef\u00fchrt werden, welche zum Gelingen des gro\u00dfen Unternehmens mit beigetragen haben.<\/em><br \/>\n<em>Die Division hatte als Angriffstruppen bestimmt: die Brigade des Generalmajors (<\/em><span style=\"color: #ff0000;\">Ludwig<\/span><em>) Freiherr von Tautphoeus.<\/em><br \/>\n<em>Hiervon bildeten die 1. Gefechtslinie das 10. Infanterie-Regiment, das 24. Infanterie-Regiment und Teile des 1. Infanterie-Regiments.<\/em><br \/>\n<em>Die 2. Gefechtslinie das 2. Infanterie-Regiment, die Pioniere, Minenwerfer usw.<\/em><br \/>\n<em>Divisionsreserve war das 1. Infanterie-Regiment (ohne Abstellungen).<\/em><br \/>\n<em>Raketentrupps hatten besondere Anweisung f\u00fcr den Fall, dass jeweils die genau vorgezeichneten Ziele erreicht waren. Eine ausgiebige Artillerieunterst\u00fctzung war gew\u00e4hrleistet. Auf eine durchschlagende Wirkung unserer Gasgranaten wurde gro\u00dfe Hoffnung gesetzt &#8211; sie waren berechtigt, wie der erfolg gezeigt hat.<\/em><br \/>\n<em>Der Beginn des Infanteriesturmangriffs wurde auf 8.00 Uhr vormittags am 23.06.1916 angesetzt.<\/em><br \/>\n<em>Oberst Mieg befahl als Angriffstruppen das III. und II. Bataillon &#8211; als Reserve das I. Bataillon.<\/em><br \/>\n<em>Angriffsziel f\u00fcr III.\/10.: 189 &#8211; 190, 350 bis Punkt 149 (letzterer St\u00fctzpunkt liegt am Nordwesthang der H\u00f6he &#8222;Kalte Erde&#8220;); ferner 355, 356 und Grabensystem westlich Panzerwerk bis Punkt 350.<\/em><br \/>\n<em>Angriffsziel f\u00fcr II.\/10.: I 361, Panzerwerk Thiaumont, I 358, 149, 148, 146. Die nach der Karte 1:5000 angegebenen Zahlen bezogen sich auf die feindliche Infanterie- und Artilleriest\u00fctzpunkte.<\/em><br \/>\n<em>Der Angriff des II.\/10. ging also l\u00e4ngs und beiderseits des Weges, der von Fort Douaumont, am Werk Thiaumont vorbei, auf die H\u00f6he &#8222;Kalte Erde&#8220; f\u00fchrte.<\/em><br \/>\n<em>Von diesem Wege war allerding nichts mehr zu sehen. Das III.\/10. war rechts von II.\/10. angesetzt. Anschlussgruppe rechts war die 19. preu\u00dfische Reserve-Division; linker Anschluss das 24. bayerisches Infanterie-Regiment.<\/em><br \/>\n<em>Soweit Befehle f\u00fcr den ersten Abschnitt des Sturmangriffs. Nach Erreichen des Zieles sollte 10. Infanterie-Regiment aus dem erst\u00fcrmten Zwischenwerk Thiaumont die verabredeten Raketensignale abfeuern. Fortsetzung des Angriffs, sobald Verb\u00e4nde geordnet und das auf Fleury angesetzte Alpenkorps &#8211; gleichfalls durch Raketensignale &#8211; zum weiteren Vorgehen sich bereit meldete. F\u00fcr den zweiten Abschnitt des Angriffs war vom Regiment befohlen: III.\/10. besetzt 146, 145, II.\/10. besetzt 149, 147, 144, 801, I.\/10. besetzt Zwischenwerk &#8222;Kalte Erde&#8220; mit einer Kompanie. Rest als Regimentsreserve. Truppenverbandplatzin den Wabengr\u00e4ben. Der Verlauf des gro\u00dfen Angriffs sei im Nachfolgenden geschildert. Bange Wochen hatte man in der Heimat auf Nachrichten vom 10. Infanterie-Regiment gewartet &#8211; aber die Feldpost war &#8211; wie stets bei wichtigen Truppenverschiebungen &#8211; gesperrt.<\/em><br \/>\n<em>Endlich, am 24.06.1916 brachte ein an allen Stra\u00dfenecken in der Heimat angeschlagener Heeresbericht eine erl\u00f6sende Kunde:<\/em><br \/>\n<em>&#8222;\u00d6stlich der Maas brachen unsere Truppen, an der Spitze das bayerische 10. Infanterie-Regiment K\u00f6nig und das bayerische Infanterie-Leibregiment, nach wirksamer Feuervorbereitung, auf dem H\u00f6henr\u00fccken &#8222;Kalte Erde&#8220; und \u00f6stlich davon zum Angriff vor, st\u00fcrmten \u00fcber das Panzerwerk Thiaumont, das genommen wurde, hinaus, eroberten den gr\u00f6\u00dften Teil des Dorfes <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fleury-devant-Douaumont\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fleury<\/a> und gewannen auch s\u00fcdlich der Feste Vaux Gel\u00e4nde. Bisher sind an den Sammelstellen 2673 Gefangene, darunter 60 Offiziere eingeliefert. Das war an jenem denkw\u00fcrdigen 23.06.1916.<\/em><br \/>\n<em>Ein herrlicher Sommertag war angebrochen &#8211; wie ein leuchtender Feuerball stieg die Sonne empor und je strahlender sie ergl\u00e4nzte, desto gehobener wurde zusehends die Stimmung unserer Leute &#8211; n\u00e4her und n\u00e4her r\u00fcckte die Stunde des Angriffs &#8211; in den fr\u00fchen Morgenstunden erreichte das gegenseitige Artilleriefeuer seinen H\u00f6hepunkt &#8211; heulend sausten unabl\u00e4ssig die Geschosse aller Kaliber \u00fcber die K\u00f6pfe der in Gr\u00e4ben und Erdl\u00f6chern kauernden Sturmtruppen und bohrten sich krachend in die feindlichen Erdwerke ein &#8211; schauerlich widerhallend die Einschl\u00e4ge der feindlichen Granaten in den hinter uns liegenden Schluchten und Talgr\u00fcnden. Gegen 6.00 Uhr vormittags schien das franz\u00f6sische Artilleriefeuer nachzulassen, lebte aber um 7.00 Uhr nochmals heftig auf &#8211; das \u00dcbergewicht unserer Batterien war unverkennbar. Der Zeiger der Uhr r\u00fcckte auf\u00a0 3\/4 8 Uhr.<\/em><br \/>\n<em>Noch einmal eilen die Gedanken zur\u00fcck in die ferne Heimat, zu Vater und Mutter, zu Weib und Kind &#8211; da schreckts den Tr\u00e4umenden auf &#8211; ein Fl\u00fcstern geht durch die Linien &#8211; von Mund zu Mund &#8211; &#8222;Fertigmachen!&#8220; Und vergessen sind die schweren Gedanken &#8211; das Seitengewehr wird aufgepflanzt &#8211; die Faust packt die Handgranate &#8211; die Augen sind starr auf den F\u00fchrer gerichtet.<\/em><br \/>\n<em>Die Nervenanspannung ist auf das H\u00f6chste gestiegen &#8211; noch sind einige Minuten bis zur achten Morgenstunde &#8211; da brechen einige Gruppen, die sich nicht mehr halten lassen, aus ihren Erdl\u00f6chern vor &#8211; ihnen nach alles, was vorne liegt &#8211; in unaufhaltsamem Drange folgen ihnen Welle auf Welle &#8211; dichtauf die Unterst\u00fctzungen &#8211; ein herrliches Bild mannhaften Vorw\u00e4rtsdringens &#8211; Offizier und Mann mit Sturmgewehr und Handgranate &#8211; die K\u00f6nigsgrenadiere, das alte Leibregiment des blauen K\u00f6nigs &#8211; alle von dem Gedanken beseelt, das auf das alte Regiment gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen.<\/em><br \/>\n<em>Furchtbar muss der Eindruck dieses Ansturms unserer Bataillone gewesen sein &#8211; ganze Linien franz\u00f6sischer Sch\u00fctzen laufen uns entgegen, mit erhobenen H\u00e4nden, schreiend, l\u00e4hmendes Entsetzen auf den Gesichtern.<\/em><br \/>\n<em>An festen St\u00fctzpunkten und im Panzerwerk Thiaumont spielten sich erbitterte Nahk\u00e4mpfe ab. Hier &#8211; im Werk &#8211; starben den Heldentod: der F\u00fchrer der 7. Kompanie, Hauptmann Sonntag, sowie die Leutnante der Reserve Meyer (7. Kompanie) und Eichhorn (8. Kompanie); mit ihnen eine gro\u00dfe Zahl Tapferer, deren Namen in der Ehrentafel angef\u00fchrt sind.<\/em><br \/>\n<em>Der feindliche Widerstand wurde \u00fcberall gebrochen &#8211; wo es zum Handgemenge kam, erlag wie stets der Franzose dem Bayern.<\/em><br \/>\n<em>Um 10.00 Uhr vormittags stieg vom Panzerwerk das verabredete Raketensignal auf. Doch vergebens harrte der Regimentskommandeur Oberst Mieg des Zeichens, dass auch das Nachbarregiment sein erstes Ziel erreicht habe &#8211; aber die tapferen Leiber sahen sich in schwersten K\u00e4mpfen beim Tr\u00fcmmerhaufen des Dorfes Fleury verwickelt. Dorthin waren auch einzelne Kampfgruppen unseres I. Bataillons, welche in das II. Bataillon einschieben sollten, abgekommen. Das kam daher, weil die dem Regiment gestellte Aufgabe \u00e4u\u00dferst schwierig war &#8211; es musste beim Angriff fast eine Viertelschwenkung rechts ausf\u00fchren &#8211; das Zurechtfinden in dem w\u00fcsten Trichtergel\u00e4nde war ein Ding der Unm\u00f6glichkeit. Jede einzelne Kampfgruppe musste selbst\u00e4ndig handeln.<\/em><br \/>\n<em>Gegen Mittag hatten unsere Zehner auch die St\u00fctzpunkte auf der H\u00f6he &#8222;Kalte Erde&#8220; \u00fcberrannt. Um die gleiche Zeit traf Regimentsbefehl ein, das Gewonnene unter allen Umst\u00e4nden zu halten und auszubauen.<\/em><br \/>\n<em>Rechts, das hei\u00dft nord\u00f6stlich des Regiments, stand eine bereits vollkommen abgek\u00e4mpfte preu\u00dfische Division (19. Reserve-Division). Dieselbe lag schon seit Februar vor Verdun und wer die K\u00e4mpfe dortselbst miterlebt hat, wei\u00df, was das hei\u00dft. Sie konnte daher nicht mit vorw\u00e4rtskommen und die Verbindung mit unserem rechten Fl\u00fcgel aufrecht erhalten.<\/em><br \/>\n<em>So musste das Regiment auf eigenen starken Flankenschutz rechts bedacht sein (10. Kompanie).<\/em><br \/>\n<em>Das auch das linke Nachbarregiment durch die Besatzung eines unversehrten gr\u00f6\u00dferen betonierten Unterstandes angehalten wurde, war es unvermeidlich, dass unsere Stellung auf dem R\u00fccken &#8222;Kalte Erde&#8220; sackartig jervorragte. Unsere 4. Kompanie hatte den Auftrag erhalten, im weiteren Verlauf des Vorgehens das Zwischenwerk &#8222;Kalte Erde&#8220; (Froide-terre) zu nehmen. Ihre tapfere Haltung und ihr verh\u00e4ngnisvolles Schicksal verdient eine eingehende Schilderung.<\/em><br \/>\n<em>In der bekannten franz\u00f6sischen Monats-Zeitschrift &#8222;Revue des deux Mondes&#8220; hat in der Ausgabe vom 1. Dezember 1917 ein Herr Pierre Troyon eine Abhandlung niedergeschrieben mit der \u00dcberschrift &#8222;L&#8217;Assaut Repousse&#8220; (der abgewiesene Sturm). Der Verfasser st\u00fctzt sich auf m\u00fcndliche und schriftliche Berichterstattung des Capitaine Robert Dartigues, der in den Junitagen 1916 Kommandant des Fortwerkes Froide-Terre gewesen ist. In \u00fcberschwenglicher Weise wird nat\u00fcrlich die Kaltbl\u00fctigkeit und der Todesmut der franz\u00f6sischen Besatzung hervorgehoben. Der Capitaine wurde am 24.06.1916 im Beobachtungsturm verwundet und ist am 22.10.1917, wie es hei\u00dft, an den Folgen der 1916 erlittenen &#8222;Ersch\u00fctterung&#8220; gestorben. Dem franz\u00f6sischen Bericht entnehmen wir, dass der gro\u00dfe Sturmangriff am 23.06.1916 &#8222;le plus furieux, le plus massif, le plus luxurieusement monte de tous les affauts boches depuis le commencement&#8220; gewesen ist. Der Kommandant bezeichnet sein Fort als eines der neuesten Verteidigungswerke von Verdun.<\/em><br \/>\n<em>In der nachfolgenden Darstellung, wie der Vorsto\u00df eines Teiles der 4. Kompanie verlaufen ist, kommen wir noch \u00f6fters auf die franz\u00f6sische Schilderung zur\u00fcck, halten uns aber der Hauptsache nach an den Bericht des bayerischen Kompanief\u00fchrers, Oberleutnant der Reserve Ludwig (zur Zeit Studienprofessor in Regensburg).<\/em><br \/>\n<em>Der Befehl f\u00fcr unsere 4. Kompanie lautete, aus einer Bereitschaftsstellung 200 Meter hinter den vordersten Sturmtruppen, 10 Minuten vor 8 Uhr morgens (am 23.06.1916) vorzugehen und mit der vordersten Linie in die feindlichen Gr\u00e4ben links vom Panzerwerk Thiaumont einzubrechen; sobal vom Thiaumontwerk und aus Fleury eine Leuchtrakete als Zeichen der vollendeten Eroberung aufsteige, solle die 4. Kompanie bis zum Werk Froide-Terre vorsto\u00dfen und es wegnehmen.<\/em><br \/>\n<em>Teile des II. Bataillons sollten gleichzeitig die drei Zwischenbatterien zwischen Thiaumont und Froide-Terre erk\u00e4mpfen und \u00fcber letzteres Werk hinaus ein Grabensystem auf dem Maasabhang zum Schutze der 4. Kompanie besetzen. In dem entsetzlichen Tr\u00fcmmerfelde, das jede Orientierung unm\u00f6glich machte, unter der Wirkung des eigenen und des franz\u00f6sischen Artilleriefeuers waren, wie \u00fcberall, so auch bei dieser Kompanie die Verb\u00e4nde durcheinander gekommen; zwei Z\u00fcge gerieten dazu beim Aufsteigen gegen Thiaumont in schweres Flankenfeuer franz\u00f6sischer MG. Um das Panzerwerk Thiaumont tobte der Kampf.<\/em><br \/>\n<em>Endlich erkannte Oberleutnant Ludwig eine befestigte Kuppe &#8211; das muss Froide-terre sein. Nur klein war das H\u00e4uflein eigener Leute &#8211; es waren nur Teile des am weitesten vorne befindlichen ersten Zuges &#8211; eine gr\u00f6\u00dfere Kampfgruppe war im Sturmlauf gegen Fleury mit fortgerissen worden. Doch es ging vorw\u00e4rts.<\/em><br \/>\n<em>Die 1. und 2. Batterie fanden wir leer &#8211; auf dem Wege zur 3. Batterie gesellten sich noch der Vizefeldwebel der 5. Kompanie Zenkel mit einigen Leuten hinzu, sodass wir etwa zu acht seitlich an die Batterie herankamen. Unmittelbar vor dieser zog sich r\u00fccklings \u00fcber den ganzen Berg ein sehr gut erhaltener Sch\u00fctzengraben hin. Da die Batterie noch unter unserem schweren Gesch\u00fctzfeuer lag, steckte der Vizefeldwebel ein F\u00e4hnchen auf die Krone der Befestigung. Einer der Unseren, der eben um die Ecke bog, um zum Eingang zu gelangen, prallte pl\u00f6tzlich zur\u00fcck mit dem Rufe &#8222;Franzosen kommen!&#8220; Schon erschienen 25 Mann vom 222. franz\u00f6sischen Reserve-Regiment &#8211; waffenlos &#8211; gro\u00df war ihr Erstaunen, als sie so wenige von uns vor sich sahen. Ihren F\u00fchrer fanden wir schwer verwundet in einem Hohlraum liegend vor.<\/em><br \/>\n<em>Allm\u00e4hlich trafen nun auch mehrer angeh\u00f6rige der 4. Kompanie ein, farunter Leutnant Betzler und der treue Diener Schmidt (Eichst\u00e4tt), der sich nach Fleury verirrt und dann seinen Kompanief\u00fchrer gesucht hatte.<\/em><br \/>\n<em>Was sich bisher zusammengefunden hatte, erschien zu schwach, um gegen das 300 Meter vorliegende Werk Froide-terre erfolgreich vorzugehen. Oberleutnant Ludwig entschloss sich daher, selbst Verst\u00e4rkung heranzuholen. Er nahm die gefangenen Franzosen mit zur\u00fcck und stie\u00df auf 200 Meter Entfernung auf Teile des II. Bataillons. Mit etwa 40 Mann und einigen Pionieren kam er dann wieder vor.<\/em><br \/>\n<em>Inzwischen hatte sich Leutnant Betzler zu einer k\u00fchnen Tat entschlossen. Mit drei Mann ging er selbst\u00e4ndig, ungeachtet der rings um ihn platzenden Granaten eigener Artillerie zur Erkundung vor, umging das Werk vollst\u00e4ndig und rief am Eingang keck hinein: &#8222;Ergebt Euch!&#8220; &#8211; MG-Feuer war die Antwort. Diese Patrouille Betzler folgte nun Ludwig eilig nach, kam unangefochten mit seinen Leuten auf die Krone des Werkes selbst; rechts und links sicherten Patrouillen.<\/em><br \/>\n<em>Das eigene Artilleriefeuer war, da offenbar unsere Leute auf dem Werk beobachtet worden waren, allm\u00e4hlich eingestellt worden. Das Fortweg, nach Meldung unuserer Artillerie ganz zusammengeschossen, befand sich in folgendem Zustand:<\/em><br \/>\n<em>Drahtverhau vor und auf dem Werk zerst\u00f6rt, Durchkommen erleichtert, Graben stark getroffen und mit Tr\u00fcmmern ausgef\u00fcllt, also kein nennenswertes Hindernis mehr, Eingang zum Fort und rechter Panzerturm zerschossen. Gesch\u00fctzpanzerturm und ein MG-Panzerturm waren unversehrt, ebenso die Kasernen im rechten Teil des Werkes. Zur Wegnahme des nicht sturmreif geschossenen Werkes fehlten uns leider die Mittel. Der Hof wurde von einem MG beherrscht, das aus einer tiefen Erdgeschossluke unter dem mittleren Turme schoss, wenn sich einer der unseren \u00fcber den Rand beugte. Der Kompanief\u00fchrer befahl daher, zun\u00e4chst Handgranaten in die Kamine der Kaserne zu werfen. W\u00e4hrenddessen begann sich der mittelere Panzerturm in unsere unmittelbare N\u00e4he zu heben &#8211; von einem wurde versucht, das Schussloch zu \u00f6ffnen -; eine rasch eingesteckte Eierhandgranate hatte das Ergebnis, dass der Turm rasch wieder niederging.<\/em><br \/>\n<em>Es ist recht interessant, aus dem Berichte des franz\u00f6sischen Kommandanten zu h\u00f6ren, welche Eindr\u00fccke inzwischen auf ihn eingewirkt hatten. Um 9 Uhr vormittags schickte er eine seiner letzten Brieftauben &#8211; eine andere Verbindung mit der Au\u00dfenwelt hatte er ja nicht mehr &#8211; an seinen Korpskommandanten, General Mangin, mit der Meldung: &#8222;Avantgarde ennemie se dirige sur le fort &#8211; situation critique &#8211; priere faire donner contre &#8211; attaque&#8220;. Die erw\u00e4hnte Avantgarde f\u00fchrte der Leutnant Phil. Maix. Nun verbrennt der Capitaine seine Papiere, Pl\u00e4ne und Karten, in seinem Tagebuch nimmt er Abschied von Frau und Kind: &#8222;Les Boches sont ka &#8211; voila le moment &#8211; vive la France &#8211; ma femme &#8211; mon fils &#8211; cheris &#8211; Adieu!&#8220; Sp\u00e4ter hat er sich auch \u00fcber die furchtbare Wirkung unseres Artilleriefeuers ge\u00e4u\u00dfert &#8211; gl\u00fccklicherweise seien viele Treffer zu weit gegangen. Auch das Auftreten unserer Infanterie scheint Eindruck auf ihn gemacht zu haben.<\/em><br \/>\n<em>Kehren wir nun zu den Ereignissen zur\u00fcck, welche sich etwa um die elfte Morgenstunde abgespielt haben. Hier\u00fcber berichtet Oberleutnant Ludwig: &#8222;Die in die Kamine geworfenen Handgranaten zeitigten eine merkw\u00fcrdige Wirkung. Die ersten scheinen den Weg freigemacht zu haben f\u00fcr die folgenden; denn diese h\u00f6rten wir tief unten explodieren. Pl\u00f6tzlich stieg vom Hof herauf und aus den Kaminen starker wei\u00dfer Rauch, der sich zuhends verdichtete. Bei der Befehlserteilung hatte mir der Bataillonsf\u00fcrher, Hauptmann Erhard, gesagt, mit einer Sprengung des Forts sei zu rechnen, man solle die Mannschaften rechtzeitig in Sicherheit bringen. Wir alle meinten bei der immer st\u00e4rker werdenden Rauchentwicklung nicht anders, als ginge das Werk im n\u00e4chsten Augenblick in die Luft. Darum befahl ich: &#8222;Herunter vom Fort!&#8220;<\/em><br \/>\n<em>Die bef\u00fcrchtete Sprengung war nicht erfolgt &#8211; der F\u00fchrer entschloss sich, das Werk wieder zu ersteigen &#8211; allein der zweite Panzerturm hatte sich inzwischen Bewegungsf\u00e4hig gemacht, schoss Kart\u00e4tsche um Kart\u00e4tsche aus seinem Rachen und verhinderte jedes Vorgehen. Was aber hatte sich inzwischen im Inneren des Forts ereignet? Was war die Ursache der gewaltigen Rauchentwicklung, die auch der Artilleriebeobachter auf H\u00f6he 378 s\u00fcdlich Fosseswald sofort wahrgenommen und dem Kommandanten der 11. Brigade gemeldet hatte: &#8222;11.10 Uhr vormittags &#8211; im Werke Froide-terre brennt wei\u00dfer Rauch &#8211; starker Rauch verhindert genauen Einblick.&#8220;<\/em><br \/>\n<em>Der franz\u00f6sische Kommandant berichtet von einer Panik, die unten im Werke ausgebrochen sein. Sie f\u00fcrchtetn einen Flammenwerferangriff und sahen sich schon lebendig verbrannt.<\/em><br \/>\n<em>Des R\u00e4tsels L\u00f6sung: Eine unserer Handgranaten hatte ein gro\u00dfes B\u00fcndel Leuchtraketen in Brand gesteckt und so die Wirkung einer Feuersbrunst veranlasst.<\/em><br \/>\n<em>Also auch hier , wie so oft in diesem Kriege, eine Verkettung merkw\u00fcrdiger Umst\u00e4nde mit verh\u00e4ngnisvollen Folgen!<\/em><br \/>\n<em>Es mag 11.20 Uhr gewesen sein, so berichtet Oberleutnant Ludwig, als wir das Werk verlie\u00dfen. Auf dem Bergr\u00fccken hinter uns war niemand zu sehen. Der Angriff des Regiments schien uns abgebrochen zu sein. Rechts hinter uns knatterten, uns unerkl\u00e4rlich, immer wieder franz\u00f6sische Maschinengewehre.<\/em><br \/>\n<em>Da das Werk unmittelbar vor uns jede Sicht wehrte, nicht einmal die Panzert\u00fcrme \u00fcbersehen lie\u00df, so gab ich Befehl, etwa 100 Meter zur\u00fcckzugehen; hier boten halbzerschossene Drahtverhaue etwas Schutz gegen Angriffe, und die Hauptsache: das Fort lag offen vor unseren Augen; die Panzert\u00fcrme konnten bei weiterschreitendem Angriff gehindert werden, die Luken zu \u00f6ffnen und zu feuern.<\/em><br \/>\n<em>Unser Zur\u00fcckgehen vollzog sich ohne jede Bel\u00e4stigung &#8211; ich sandte folgende Meldung an den Regimentskommandeur, Oberst Mieg, ab: &#8222;Ich habe mit einer aus den drei Bataillonen des Regiments gemischten Abteilung (1 Zug) die Batterien zwischen Fort Thiaumont und Froide-terre genommen und darauf versucht, das Werk Froide-terre zu nehmen. Obwohl wir in den Hof Handgranaten hinabwarfen und ein MG im SBI erledigten, auch einen Brand in der Kaserne erzeugten, gl\u00fcckte es uns nicht, das Werk zu nehmen, da der SBI noch vollkommen unversehrt ist, ebenso der linke Turm mit dem Schnellfeuergesch\u00fctz, auch die Zementmauern unter dem SPI sind unversehrt &#8211; ein Maschinengewehr darin beschie\u00dft den Eingang. Es fehlen mir zur Wegnahme Pioniere wie Sto\u00dftrupps, da alle abgekommen waren. Ich habe nun Granattrichter etwa 100 Meter nord\u00f6stlich des Werkes besetzen lassen und halte zun\u00e4chst diese Stellung. Das Werk w\u00e4re mit Brandr\u00f6hren, Flammenwerfern und Sto\u00dftrupps nicht schwer zu nehmen. Da ich links und rechts in der Luft h\u00e4nge, bitte ich f\u00fcr heute nacht um Unterst\u00fctzung &#8211; diese muss undbedingt Handgranaten mitbringen, auch Leuchtpatronen.&#8220;<\/em><br \/>\n<em>Die von dem franz\u00f6sischen Kommandanten durch Brieftaube angeforderte Verst\u00e4rkung &#8211; ein Bataillon Chasseurs &#8211; war schon in der Mittagsstunde zu Hilfe gekommen und gegen die Bayern vorgesto\u00dfen &#8211; ihrem Angriff mangelte die Tatkraft &#8211; die Unseren wiesen ihn ab. &#8211; Diese Boches, schreibt der Franzose, haften wie die Schaben, klammern sich im Gel\u00e4nde an, versteckt in Granattrichtern; sie schossen aus dem Hinterhalt auf alles, was sich zeigte, und sie hatten Kerls darunter, die ihr Ziel nicht verfehlten.<\/em><br \/>\n<em>Oberleutnant Ludwig berichtet, dass seine braven Leute zuerst, um mehr Schussfeld zu haben, vor den Trichtern sich auf&#8217;s freie Feld legten, und \u00fcber ihren Mantel als Auflage hinweg unentwegt schossen, trotz wiederholten Zurufs, sich zu decken &#8211; erst als zwei Kopfsch\u00fcsse eintraten, schoben sie sich in die Trichter zur\u00fcck.<\/em><br \/>\n<em>W\u00e4hrend des feindlichen Angriffs sahen wir auch eine uns gesandte Unterst\u00fctzung von r\u00fcckw\u00e4rts sich vorbewegen &#8211; es war ein Zug der 1. Kompanie; voran der F\u00fchrer, Leutnant Zeidelhack, furchtlos und aufrecht &#8211; wir riefen ihnen warnend zu, sich besser zu decken. &#8211; Da streckte ein Kopfschuss den tapferen Offizier nieder (<span style=\"color: #ff0000;\">Anmerkung: Leutnant Anton Zeidelhack, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof <a class=\"in-cell-link\" style=\"color: #ff0000;\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a> in einem Massengrab<\/span>) . Mit diesem Unterst\u00fctzungszug traf auch der wackere Mann wieder ein, den ich mit der Meldung an den Regimentskommandeur zur\u00fcckgeschickt hatte, zugleich mit der Weisung, er k\u00f6nne dann hinten bleiben. Leider ist mir sein Name entfallen &#8211; der Brave lief &#8211; ungeachtet des lebhaften Infanteriefeuers bis zu mir vor und \u00fcberbrachte mir den Auftrag des Regimentskommandeurs, den er in vorderster Linie getroffen hatte: &#8222;Aushalten und eingraben!&#8220;<\/em><br \/>\n<em>Den Nachmittag des 23. Juni verbrachten wir vom Gegner ziemlich unbel\u00e4stigt und richteten unsere Stellung ein; wir litten brennenden Durst, denn den letzten Rest unserer Feldflaschen hatten wir unseren schwerverwundeten Kameraden gegeben. Unser Hauptaugenmerk richteten wir auf den Panzerturm &#8211; so oft sich dessen Luke \u00f6ffnen wollte, schossen wir darauf und das immer mit dem Erfolg, dass sie wieder geschlossen wurde.<\/em><br \/>\n<em>Am Sp\u00e4tnachmittag erh\u00f6hte sich die gegenseitige Artilleriefeuert\u00e4tigkeit. Die unsere beschoss auch gegen 7.30 Uhr abends das Werk Froide-terre; die Sch\u00fcsse sa\u00dfen aber auch dieses Mal hinter dem Fort.<\/em><br \/>\n<em>Um diese Zeit tauschten wir unsere Stellung mit einer etwa 10 Meter seitlich gelegenen, die durch einen guten Drahtverhau mehr Schutz bot. W\u00e4hrend der Nacht setzte Regen ein und brachte das hei\u00dfersehnte Nass. Doch die Wachen mussten wegen der gro\u00dfen M\u00fcdigkeit aller auf kurze Zeit verteilt werden; bei uns war es still, nur \u00fcber uns zogen die schweren Granaten ihre zischende Bahn.<\/em><br \/>\n<em>Die von Teilen unseres Regiments eingenommene Front lag etwa 800 Meter zur\u00fcck; zwischen ihr und uns (4. Kompanie) lag der Sch\u00fctzengraben bei der 3. Batterie, wo wir am Morgen, wie erw\u00e4hnt, 25 Franzosen gefangen hatten. Dieser Graben sollte uns noch in der Nacht zum Verderben werden. Schon der Meldeg\u00e4nger am Mittag, von dem ich auch \u00fcber den Verlauf unserer neuen Front hinter uns aufgekl\u00e4rt worden war, hatte mitgeteilt, dass er in diesem Graben auf eine franz\u00f6sische Patrouille gesto\u00dfen sei, die sich aber bei seinem Anblick bergab gezogen habe.<\/em><br \/>\n<em>Gegen 2.30 Uhr morgens schickte ich meinen Diener Schmidt, der gaskrank geworden war, mit einem Begleiter zur\u00fcck, zugleich mit dem Auftrag, dem Regimentskommandeur unsere Stellung und Lage zu beschreiben und meinen Entschluss zu melden, in Erwartung einer Fortsetzung des Angriffs auch die Nacht 24.\/25.06. auszuhalten.<\/em><br \/>\n<em>Ich horchte den Zur\u00fcckgehenden nach &#8211; kein L\u00e4rm &#8211; kein Schuss &#8211; so glaubte ich mich im R\u00fccken frei. Die Sache war anders. Aus einem Briefe Schmidts erfuhr ich sp\u00e4ter, dass er in der N\u00e4he der 3. Batterie auf den Anfang einer Kolonne zu einem gesto\u00dfen war, die von rechts her sich bewegte und die er f\u00fcr Bayern hielt. &#8211; &#8222;Qui vive!&#8220; rief der Vorderste &#8211; also Franzosen! Schmidt rettete sich durch einen Seitensprung ins Trichterfeld &#8211; seine Begleiter wurden abgefangen. Es war die gleiche Kolonne, die fast zur n\u00e4mlichen Zeit eine meiner weiter links liegenden Posten\u00a0 beobachtet und beschossen hatte. Als ich ihn aufsuchte, meldete er mir, er sehe ungef\u00e4hr 100 Meter links von sich am Wegrand beim Aufblitzen feuernde Gesch\u00fctze viele sich in unsererm R\u00fccken bewegende Leute &#8211; mit dem Glase konnte ich tats\u00e4chlich eine an uns vorbei- und in unserem R\u00fccken marschierende Kolonne zu Einem unterscheiden; nach Lage konnten es nur Franzosen sein. Die Gefahr, abgeschnitten zu werden, war dringend &#8211; ich befahl daher den Abzug auf unsere r\u00fcckw\u00e4rtige Front &#8211; Leutnant Betzler und ich verlie\u00dfen als Letzte unseren Graben.<\/em><br \/>\n<em>Es war zu sp\u00e4t &#8211; bald krachten rechts und links Sch\u00fcsse &#8211; Geschosse pfiffen an uns vorbei &#8211; pl\u00f6tzlich erscholl unmittelbar vor uns aus einem Graben, den wir in der Dunkelheit nicht hatten sehen k\u00f6nnen, ein Geschrei: &#8220; Halte la!&#8220; und &#8222;a bas les armes!&#8220; Wir waren auf den vom Feinde kurz vorher dicht besetzten Sch\u00fctzengraben aufgeprellt &#8211; sie feuerten auf uns &#8211; ein Schuss warf mich zu Boden &#8211; unsere schwache Gruppe sah sich umringt &#8211; es waren noch etwa 15 Mann.&#8220;<\/em><br \/>\n<em>So endete der Vorsto\u00df dieser Tapferen, der so hoffnungsvoll begonnen und sie unter allen Verdunk\u00e4mpfern mit am weitesten nach vorne gef\u00fchrt hatte; &#8211; ein grausames Geschick zwang sie in franz\u00f6sische Kriegsgefangenschaft.<\/em><br \/>\n<em>Am 23.06. nachmittags hatte der Regimentsstab seine Befehlsstelle im Panzerwerk Thiaumont eingerichtet. F\u00fcr den erkrankten Regimentsadjutanten Schuster, der w\u00e4hrend des Angriffs an schweren Hitzschlagerscheinungen zusammengebrochen war, hatte Leutnant der Reserve Lienhardt den Adjutantendienst \u00fcbernommen &#8211; da beim Sturm auch einige Ordonnanzen durch Granatsplitter verwundet wurden, musste ein neuer Unterstab gebildet werden.<\/em><br \/>\n<em>Inzwischen hatte Oberst Mieg die notwendige Anordnungen getroffen, um die bisher so mangelhafte Verbindung mit den Nachbartruppen, so gut es ging, herzustellen, entstandene L\u00fccken auszuf\u00fcllen und den Munitionsnachschub in die Wege zu leiten.\u00a0 Auch wurde Sorge getragen, den ersch\u00f6pften Truppen in kleinen Tonnen Wasser zuzuf\u00fchren.<\/em><br \/>\n<em>Der Ausbau des gewonnenen Gel\u00e4ndes und das Herstellen von Verbindungsgr\u00e4ben, insbesondere in Richtung auf das Thiaumontwerk war bei dem steinharten Boden eine unsagbar harte Arbeit.<\/em><br \/>\n<em>Da mit bald einsetzenden franz\u00f6sischen Gegenst\u00f6\u00dfen gerechnet werden musste, war es notwendig, die einzelnen Gruppen, deren jede im Kampfe auf sich allein angewiesen war, mit den n\u00f6tigen Anweisungen f\u00fcr die Nacht zu versehen. In dem Wirrwarr von Grabenteilen und L\u00f6chern &#8211; von Gruppe zu Gruppe sich durcharbeitend &#8211; setzten sich F\u00fchrer und Meldel\u00e4ufer der gr\u00f6\u00dften Gefahr aus, weil das ganze Gel\u00e4nde eingesehen war. Wer sich zeigte, wurde von Artillerie und Infanterie beschlossen.<\/em><br \/>\n<em>So st\u00fcrzten gegen 6 Uhr nachmittags &#8211; kurz vor einem Granattrichter &#8211; der F\u00fchrer der 8. Kompanie, Hauptmann Liebing, von zwei Infanteriesch\u00fcssen durch Brust und Schulter getroffen, zusammen &#8211; dies hatte der Unteroffizier der Landwehr Harreuther beobachtet &#8211; ungeachtet eigener Lebensgefahr kroch er vor, zog seinen hilflos daliegenden Hauptmann in das etwas mehr sch\u00fctzende Granatloch und legte ihm im Verein mit Sanit\u00e4tssoldat Freundl und Unteroffizier Ettl den ersten Notverband an.<\/em><br \/>\n<em>Allm\u00e4lich senkte sich die Dunkelheit hernieder &#8211; Ger\u00fcchte schwirren umher, dass der Franzose sich zum Angriff anschicke. F\u00fcr Verwundete ein furchtbarer Ausblick &#8211; aber der Hauptmann kannsich auf seine braven Leute verlassen &#8211; ihre entschlossenen Mienen sagen ihm, dass er vor schimpflicher Gefangenschaft gesch\u00fctzt sein wird.<\/em><br \/>\n<em>Der erwartete feindliche Gegensto\u00df blieb aus &#8211; der Franzose schien sich von seinem Schrecken noch nicht erholt zu haben. So konnte man denn vor Mitternacht mit dem Zur\u00fcckbringen der Schwerverwundeten beginnen &#8211; es vollzog sich in unausgesetztem feindlichen Artilleriefeuer &#8211; ein m\u00fchsamer und schwerzhafter Transport f\u00fcr die Verwundeten sowohl wie f\u00fcr die wackeren Krankentr\u00e4ger &#8211; denn letztere brauchten in dem zerrissenen Gel\u00e4nde zum Zur\u00fcckbringen weniger Kilometer an vier bis f\u00fcnf Stunden. Gar manche erreichten den Verbandplatz nicht mehr &#8211; viele auch &#8211; besonders mit schweren Bauchsch\u00fcssen, mussten vorne still und ergeben ihr Leben aushauchen.<\/em><br \/>\n<em>Nach Mitternacht war ein Gewitter losgebrochen &#8211; man fing den str\u00f6menden Regen ind Feldflaschen und Feldbechern auf und dankte Gott f\u00fcr diese erquickende Himmelsgabe.<\/em><br \/>\n<em>Der gro\u00dfe Erfolg dieses Sturmangriffes war naturgem\u00e4\u00df mit schweren Opfern erkauft worden. Von den Offizieren starben den Heldentod:<\/em><br \/>\n<em>am 21.06.1916 (schon beim Anmarsch) Leutnant der Reserve Gipfer aus der MG Kompanie<\/em><br \/>\n<em>am 23.06.1916 die Kompanief\u00fchrer Hauptmann Sonntag (7. Kompanie) (<span style=\"color: #ff0000;\">Anmerkung: Hauptmann Franz Sonntag, geboren am 27.10.1877 in Augsburg, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof<span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm&quot;;&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\"> <a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a>)<\/span>\u00a0<\/span> und Oberleutnant Mantel (5. Kompanie) (<span style=\"color: #ff0000;\">Anmerkung: Oberleutnant Heinrich Mantel, gefallen am 22.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof<span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm&quot;;&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\"> <a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a>)<\/span><\/span>, dieser kurz vor dem Antreten zum Sturm, die Leutnante Meyer (7. Kompanie) (<span style=\"color: #ff0000;\">Anmerkung: Leutnant Wilhelm Meyer, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof<span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm&quot;;&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\"> <a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a>)<\/span><\/span>, Ziegler (2. Kompanie) (<span style=\"color: #ff0000;\">Anmerkung: Leutnant Richard Ziegler, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof<span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm&quot;;&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\"> <a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a>)<\/span><\/span> , Zeidlheck (1. Kompanie), Eichhorn (8. Kompanie) (<span style=\"color: #ff0000;\">Anmerkung: Leutnant Friedrich Eichhorn, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof<span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm&quot;;&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\"> <a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a>)<\/span><\/span>, Winter (5. Kompanie) (<span style=\"color: #ff0000;\">Anmerkung: Leutnant Gottlieb Winter, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof<span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm&quot;;&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\"> <a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a>)<\/span><\/span>, Ederer (1. Kompanie) (<span style=\"color: #ff0000;\">Anmerkung: Leutnant Alois Ederer, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof<span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm&quot;;&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\"> <a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a>)<\/span><\/span>, Kerschensteiner (2. Kompanie) (<span style=\"color: #ff0000;\">Anmerkung: Leutnant Rupert Kerschensteiner, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof<span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm&quot;;&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\"> <a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a>)<\/span><\/span> und F\u00e4hnrich Maier (4. Kompanie).<\/em><br \/>\n<em>Verwundet waren am 23.06. 17 Offiziere.<\/em><br \/>\n<em>An Unteroffizieren und Mannschaften verlor das Regiment: durch Tod 140, durch Verwundung rund 1.000, vermisst waren \u00fcber 300.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Einer der 140 Toten war Martin Keller.<\/p>\n<p>Offiziell ist f\u00fcr Martin Kellerer keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm&quot;;&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a> begrabe wurde, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.<\/span><\/p>\n<ul>\n<li>Leutnant Otto Schindelbeck, gefallen am 25.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm&quot;;&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a> in einem Massengrab;<\/span><\/li>\n<li>Vizefeldwebel Johann Georg Zwerner, gefallen am 25.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm&quot;;&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a> in einem Massengrab;<\/span><\/li>\n<li>Infanterist Anton Schillinger, gefallen am 25.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm&quot;;&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a> in einem Massengrab;<\/span><\/li>\n<li>Reservist Xaver Lechner, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm&quot;;&quot;Hautecourt-l\u00e8s-Broville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/EGHJFoxDbwm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hautecourt-l\u00e8s-Broville<\/a> in einem Massengrab.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<figure id=\"attachment_16684\" aria-describedby=\"caption-attachment-16684\" style=\"width: 493px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-16684\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Martin_Keller_v.jpeg\" alt=\"\" width=\"493\" height=\"800\" 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\/><figcaption id=\"caption-attachment-16683\" class=\"wp-caption-text\">R\u00fcckseite des Sterbebildes von Martin Kellerer<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Martin Kellerer stammte aus Oberlauterbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wolznach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er in der 12. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.06.1916 fiel er im Alter voin 23 Jahren bei der Erst\u00fcrmung des Thiaumont durch einen Brustschuss. \u00dcber seinen Todestag berichtet die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_wp_rev_ctl_limit":""},"categories":[2,8,1876,16],"tags":[178,311,302,4895,268,3850,35,696,4896,3541,4891,4893,317,4894,4892],"class_list":["post-16743","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-weltkrieg","category-sterbebilder","category-frankreich-1-weltkrieg","category-verdun","tag-10-bayerisches-infanterie-regiment","tag-albain-schlucht","tag-bauerssohn","tag-chaffour-schlucht","tag-douaumont","tag-flammenwerfer","tag-fleury","tag-froideterre","tag-gasgranaten","tag-kalte-erde","tag-oberlautebach","tag-pioniertrupps","tag-thiaumont","tag-thiaumont-ferme","tag-wolznach"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16743","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16743"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16743\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16761,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16743\/revisions\/16761"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16743"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16743"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16743"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}