{"id":18950,"date":"2023-07-10T00:00:54","date_gmt":"2023-07-09T22:00:54","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=18950"},"modified":"2020-12-31T21:02:41","modified_gmt":"2020-12-31T20:02:41","slug":"die-maenner-des-ersten-weltkrieges-teil-1-884-georg-kunstwald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=18950","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner des Ersten Weltkrieges \u2013 Teil 1.884: Georg Kunstwald"},"content":{"rendered":"<p>Der Landsturmmann Georg Kunstwald wurde am 03.06.1893 in der bayerischen Gemeinde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reichersbeuern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Reichersbeuern<\/a> als Sohn eines Kaufmanns geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 8. Kompanie (2. Bataillon) des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem bayerischen Milit\u00e4r-Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 17.04.1917 starb er im Alter von 23 Jahren nachdem er am 16.04.1917 in bei den K\u00e4mpfen bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Prouvais\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Prouvais<\/a> an der Aisne schwerer verwundet worden war. Er hatte 26 Monate Kriegsdienst geleistet.<\/p>\n<p>\u00dcber den Tag der schweren Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Kampf um die erste Stellung<\/em><\/p>\n<p><em>Nach einem heftigen kurzen Feuerschlag brachen am 16.04.1917 im Morgengrauen aus dem &#8222;Grabenhorn&#8220; starke feindliche Sto\u00dftrupps gegen unsere Stellung vor. Unser Infanterie- und MG-Feuer zwang sie rasch wieder zu Boden. MG unseres Nachbarn zur Rechten vom Ersatz-Regiment 3 leisteten dabei wertvolle Hilfe. Als Antwort darauf bearbeiteten Artillerie und Minenwerfer des Feinde nochmals kurz aber heftig unsere 1. Stellung, wobei besonders die linke Fl\u00fcgelkompanie und der Miette-Grund bedacht wurden. In Rauch, Staub und Gas geh\u00fcllt, aus denen m\u00e4chtige Feuers\u00e4ulen emporschlugen, schien jedes Leben nunmehr in ihr erloschen. Da ratterten pl\u00f6tzlich Tanks heran &#8211; es m\u00f6gen f\u00fcnf, es m\u00f6gen mehr gewesen sein &#8211; dichtauf gefolgt von starken Sch\u00fctzenschw\u00e4rmen. Der Sto\u00df traf haupts\u00e4chlich den linken Teil der Stellung, 10. und 12. Kompanie, sowie den rechten Fl\u00fcgel unseres Nachbarn zur Linken, das Reserve-Infanterie-Regiment 10 jenseits der Miette. Die feindliche Infanterie drang in die Bresche ein und begann mit Handgranaten und Flammenwerfern die Stellung aufzurollen, unterst\u00fctzt von mehreren Schlachtfliegern, die in niedrigster H\u00f6he fliegend mit Maschinengewehren und Handgranaten ihrer Infanterie den Weg bahnten. Stundenlang tobte hier ein ungeleiteter und ungleicher Kampf. Zahlreiche franz\u00f6sische Gefangene wurden in die Unterst\u00e4nde ngepfercht; 80, darunter 2 Offiziere, lieferte ein Unteroffizier in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Juvincourt-et-Damary\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Juvincourt<\/a> ab. Aber der Feind schob immer neue Wellen nach, umzingelte und \u00fcberw\u00e4ltigte kleinere Trupps und fasste, aus dem Miette-Grund heraufsteigend, die Stellung nunmehr auch im R\u00fccken an. Am Stra\u00dfenst\u00fctzpunkt, den Leutnant Kandler mit dem 3. zug der 9. Kompanie tapfer verteidigte, im Schr\u00f6derhau und Viller-Wald fand er heftigen Widerstand. Eine Gruppe von 63 Mann der 9. und 11. Kompanie suchte im Viller-Wald Anschluss an Ersatz-Regiment 3 und hielt sich dort unter F\u00fchrung des Hauptmanns Schuhmann und des Leutnants Stiefenhofer, denen sich auch Oberarzt Dr. Volk angeschlossen hatte, noch bis zum 18. morgens. Ohne Verpflegung, die letzte Patrone verschossen, abgeschnitten von der eigenen Truppe, traf sie nach erfolglosen Durchbruchsversuchen das schwere Los der Gefangenschaft, als jede Hoffnung auf Entsatz geschwunden war.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Bataillons-Kommandeur, durch Brustschuss schwer verwundet, war schon am 16. morgens in Feindeshand gefallen. Von einer regelrechten Gefechtsleitung war daher schon l\u00e4ngst keine Rede mehr. Jedermann war auf sich selbst gestellt, Einzelk\u00e4mpfer und kleinere Gruppen standen fest wie Felsen im tobenden Meer und k\u00e4mpften weiter in der Hoffnung auf kommenden Entsatz. Ein verwundeter MG-Sch\u00fctze schleppte sich noch auf Umwegen in die Artillerie-Schutz-Stellung zur\u00fcck. Er hatte trotz seiner Verwundung nicht vergessen, das Maschinengewehr-Schloss mitzunehmen, als er als letzter Mann der Bedienung dem Feinde seine Waffe unbrauchbar \u00fcberlie\u00df. Leutnant Straub, der F\u00fchrer der 1. Kompanie, wurde \u00fcberw\u00e4ltigt und gefangen genommen, konnte seine Lage nicht fassen und wurde Aussage seines treuen Burschen aus n\u00e4chster N\u00e4he niedergeschossen, weil er sich weigerte, seine Waffen abzuliefern. Das Schicksal des Stra\u00dfenst\u00fctzpunktes war besiegelt. Er fiel in Feindeshand, mit ihm auch Unteroffizier Hinterberger, der mit seinem Maschinengewehr den beiderseits der Miette gegen die Artillerie-Schutz-Stellung vorgehenden Franzosen schwere Verluste zugef\u00fcgt hatte. Die im Laufe des Schlachttages angesetzten Gegenst\u00f6\u00dfe erreichten die 1. Stellung nicht und damit war das Los der Reste ihrer tapferen Besatzung entschieden.<\/em><\/p>\n<p><em>Kampf um die Artillerie-Schutz-Stellung<\/em><\/p>\n<p><em>Das I. Bataillon, ohne 1. Kompanie, die dem Stellungsbataillon als Reserve zur Verf\u00fcgung stand, hatte in der Nacht vom 13.\/14. die Artillerie-Schutz-Stellung besetzt (rechts 4., Mitte 2., links 3. Kompanie). Diese, als Hinterhangstellung angelegt, war f\u00fcr die verf\u00fcgbaren Kr\u00e4fte reichlich ausgedehnt. Bis zum 16. gelang es, die Sch\u00e4den, die das feindliche Artilleriefeuer verursachte, immer wieder in Ordnung zu bringen. Seit dem fr\u00fchen Morgen des 16. lag schweres ununterbrochenes Vernichtungsfeuer besonders auf der ersten Linie und auf dem &#8222;Feldwerk&#8220; am linken Fl\u00fcgel der Stellung. Die Besatzung der 3 Linien, seit 6.15 Uhr vormittags vollst\u00e4ndig gefechtsbereit, suchte Schutz in den Unterst\u00e4nden; nur Posten und beobachtende Offiziere blieben auf ihren Pl\u00e4tzen.<\/em><\/p>\n<p><em>Gegen 8.45 Uhr vormittags lie\u00df das feindliche Feuer pl\u00f6tzlich nach, zugleich drangen feindliche Abteilungen durch das zerschossene Hindernis im &#8222;Feldwerk&#8220; ein und suchten von hier aus die 1. Linie aufzurollen. Aus dem Miette-Grund und besonders vom \u00f6stlichen Bachbrund her, wo die Artillerie-Schutz-Stellung im ersten Anlauf \u00fcberrant wurde, sto\u00dfen dem Feind ununterbrochen Verst\u00e4rkung zu. Auch aus dem Schoppgraben dr\u00e4ngten Sto\u00dftrupps gegen die 1. Linie heran. Auf dem rechten Fl\u00fcgel, an der Grenze zum Ersatz-Regiment 3, war schon starker Feind in die 1. Linie eingebrochen und im Angriff Richtung Juvincourt begriffen. Wie war das m\u00f6glich? Nachdem in unsere vorderste Stellung beiderseits des Miette-Baches Bresche geschlagen war, dr\u00e4ngte der Franzose im Bachgrund vorw\u00e4rts, unbek\u00fcmmert um die K\u00e4mpfe, die noch lange um die vorderste Stellung tobten, und erschien \u00fcberraschend vor der Artillerie-Schutz-Stellung, durch den Bachgrund, durch Nebel, Rauch und Staub der Sicht entzogen. Die Zwischengel\u00e4nde-Maschinengewehre, in Flanke und R\u00fccken gefasst, leisteten anscheinend nur kurzen Widerstand.<\/em><\/p>\n<p><em>Nun galt es rasch zu handeln und das geschah mit gro\u00dfer Tatkraft. Gegen die auf Juvincourt im Angriff befindlichen Feinde wurden drei verf\u00fcgbare Maschinengewehre eingesetzt, welche ungeachtet des feindlichen Artilleriefeuers frontal und flankierend im knieenden Anschlag in den Feind hineinschossen, ihm ganz erhebliche Verluste beigrachten und ihm die Luft zu weiterem Vorgehen benahmen. Als die Bedienung eines Gewehres durch feindliches Infanteriefeuer abgeschossen war, bediente es Leutnant Schiemer allein weiter, bis auch er durch schwere Verwundung kampfunf\u00e4hig wurde. Zur S\u00e4uberung der rechten H\u00e4lfteder 1. Linie wurde Leutnant Endres mit einem Sto\u00dftrupp angesetzt, dem es gelang, durch schneidiges Vorgehen, gut sitzende Handgranaten und lautes Hurrarufen die eigene Schw\u00e4che zu verdecken. Hierbei hat sich Unteroffizier H\u00f6bel, der 1. Kompanie, als schneidiger Handgranatenwerfer hervorgetan. Er wurde mit der silbernen Tapferkeitsmedaille belohnt. Der Vorsto\u00df hatte Erfolg, der Franzose ging hier in unserem Feuer auf die alte Artillerie-Schutz-Stellung zur\u00fcck. Den Feind auch aus dem Feldwerk hinauszuwerfen, fehlten die Kr\u00e4fte; hier musste man sich vorl\u00e4ufig auf Abwehr beschr\u00e4nken. Der erste Ansturm des Feindes war zwar abgeschlagen, die Lage aber immerhin noch recht bedrohlich. Mit einem Gef\u00fchl der Erleichterung wurde daher gegen 10.00 Uhr vormittags in Richtung auf den Miette-Grund \u00f6stlich Juvincourt heranr\u00fcckende II. Bataillon unter F\u00fchrung des Hauptmanns von Brandt begr\u00fc\u00dft. Seit 5.30 Uhr vormittags lag das Bataillon marschbereit in der 2. Stellung, erhielt 9.25 Uhr den Befehl, in Richtung Juvincourt-Miette-Knie vorzugehen, Bataillons-Kommandeur zum Regiments-Kommandeur auf H\u00f6he 141 voraus. Hier bekam er Weisung, sich dem Kommandeur I. Bataillons zu unterstellen, die 1. Linie der Artillerie-Schutz-Stellung und das Feldwerk zu s\u00e4ubern und bis zum Birkenwaldriegel vorzusto\u00dfen. Die 6. Kompanie war als Sicherheitsbesatzung in der 2. Stellung verblieben; die an und f\u00fcr sich schwache <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>8. Kompanie<\/strong><\/span> erhielt beim Vorgehen mehrere Artillerie-Volltreffer, stob auseinander und war beim Vorsto\u00df nicht mehr zu verwenden. Der 7. Kompanie, zusammen mit Teilen des preu\u00dfischen Infanterie-Regiments 53 gelang es, die Bergm\u00fchle den Franzosen zu entrei\u00dfen. Der stellvertretende Kompanief\u00fchrer. Leutnant Schlicht, wurde verwundet, nachdem kurz zuvor der Kompanief\u00fchrer, Leutnant Fritz, durch Verwundung ausgefallen war. Der Rest der Kompanie unter Vizefeldwebel Ernst beteiligte sich mit Infanterie-Regiment 53 am Aufrollen des Schoppgrabens II und wies weitere franz\u00f6ische Vorst\u00f6\u00dfe erfolgreich ab. Gegen Abend wurde die Kompanie vom Kommandeur des I. Bataillons in die 2. Linie zur\u00fcckgenommen und zwischen 2. und 3. Kompanie eingeschoben. Die 5. Kompanie mit Teilen des I. Bataillons rollte nach Osten gegen das Feldwerk zu auf, warf den Feind dahin zur\u00fcck und nahm ihm 14 Gefangene, 4 Maschinengewehre und ein automatisches Gewehr ab. Von da an blieb die Artillerie-Schutz-Stellung unversehrt in der Hand ihrer tapferen Besatzung. Nur im Feldwerk, das vom Ostufer der Miette st\u00e4ndig frische Kr\u00e4fte erhielt, konnte sich der Feind behaupten.<\/em><\/p>\n<p><em>So gelang es dem Kommandeur des I. Bataillons, Major Knoll, unterst\u00fctzt von seinem nimmerm\u00fcden Adjutanten, Leutnant Sch\u00f6nmann, durch seine ruhige, \u00fcberlegte F\u00fchrung und durch die Z\u00e4higkeit und Opferfreudigkeit der Truppe dem weiteren Vordringen des Feindes einen Riegel vorzuschieben und sein weitgestecktes Ziel &#8211; Durchbrechung unseres Stellungssystems &#8211; zu vereiteln.<\/em><\/p>\n<p><em>Tankangriff<\/em><\/p>\n<p><em>Gegen 12.00 Uhr mittags setzte der Franzose erneut zu einem m\u00e4chtigen Sto\u00dfe an, dem er einen gewaltigen Feuer\u00fcberfall vorausschickte. Wiederum war das Schlachtfeld in einen undurchdringlichen Schleier geh\u00fcllt. Zahlreiche Schlachtflieger kreisten \u00fcber der Regiment-Befehlsstelle auf H\u00f6he 141 und h\u00e4mmerten aus ihren Maschinengewehren. Da fegte eine frische Aprilbriese \u00fcber das qualmende Schlachtfeld, der Schleier zerriss und die Sonne blendete f\u00fcr wenige Minuten ein bisher nicht gesehenes Bild. Wir trauten unseren Augen nicht, als wir in einer Entfernung von 500 Metern eine Kolonne von 10 &#8211; 20 Tanks mit der Geschwindigkeit marschierender Infanterie am Ostufer der Miette gegen H\u00f6he 141 herankriechen sahen. Da prasselte von allen Seiten besonders flankierend aus der Artillerie-Schutz-Stellung von unserem I. Bataillon, ein wildes Feuer aus Infanterie- und Maschinengewehr mit K-Munition auf die Tankkolonne los, dem sich bald auch unsere Artillerie zugesellte. Einige Kampfwagen blieben im Feuer liegen, die \u00fcbrigen, zur Linie aufmarschiert, setzten den Vormarsch fort, aus ihren Maschinengewehren und 3,7 cm-Schnellfeuerkanonen lebhaft feuernd, und gelangten noch mehrere hundert Meter r\u00fcckw\u00e4rts des Regiments-Gefechtsstandes. Hier ereilte sie das Geschick. Zwei noch intakte leichte Feldkanonen des Reserve-Feldartillerie-Regiments 5 erledigten einen Teil auf nahe Entfernung durch Volltreffer, einige kehrten um, einzelne wurden von ihren Besatzungen verlassen, nachdem sie vorher die Benzinvorr\u00e4te in Brand gesteckt hatte. Es war ein herrlicher Anblick, wenn ein Volltreffer gl\u00fcckte: M\u00e4chtige Rauchwolken, durchzuckt von Stichflammen exploderender Munition, die im Vereine mit dem brennenden Betriebsstoff den Tank bis zur Rotglut erhitzten. Nur einer hatte die K\u00fchnheit noch weiter vorzudringen. Er gelangte bis zu unserem Sanit\u00e4ts-Unterstand im R\u00fccken der Artillerie-Schutz-Stellung. Seine Besatzung &#8211; 1 Offizier und 2 Mann &#8211; sprang aus dem Wagen; der Offizier postierte die 2 Mann mit einem Maschinengewehr an dem Unterstandsausgang, sich selbst mit dem schussbereiten Revolver an dem anderen, nachdem er die Verwundeten, die \u00c4rzte und das Sanit\u00e4ts-Personal zu Gefangenen erkl\u00e4rt und ihnen die Ferngl\u00e4ser und Pistolen abgenommen hatte. Sie versorgten hier auch noch 2 ihrer Kameraden, verwundete Offiziere von anderen Tanks und entkamen unversehrt in der allgemeinen Verwirrung, nachdem sie lange Zeit vergebens auf ihre Infanterie gewartet hatten. Diese war den Tanks nur z\u00f6gernd gefolgt, geriet zudem in das wirksame Feuer zweier bei der Regimentsbefehlsstelle als Reserve zur\u00fcckgehaltene Maschinengewehre, die Unteroffizier Heintz f\u00fchrte, fand die Kraft nicht mehr, ihren Kampfwagen zu folgen und lie\u00df sie im Stiche. Unsere Verluste durch die Kampfwagen waren gering, die Menschen- und Materialverluste des Feindes empfindlich. Allenthalben sah man Tankleichen liegen. Unsere Division z\u00e4hlte 32 vor und in ihrer Stellung.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Regiment verlegte seine Befehlsstelle 1.30 Uhr nachmittags in die 1. Linie der 2. Stellung, nachdem sich nach dem feindlichen Einbruch vorw\u00e4rts H\u00f6he 141 keine Besatzung mehr befand. Die 2. Stellung war besetzt: In der 1. Linie von unserer 6. Kompanie und 1\/3 Reserve-Pionier Kompanie 2, in der 2. Linie von 2\/3 Reserve-Pionier-Kompanie 2.<\/em><\/p>\n<p><em>Gegenangriffe<\/em><\/p>\n<p><em>Ein Gegensto\u00df des preu\u00dfischen Infanterie-Regiments 53 gelangte nicht \u00fcber die H\u00f6he 141 hinaus.<\/em><\/p>\n<p><em>Gegen 5.00 Uhr nachmittags kam der Gegenangriff der 213 Infanterie-Division, \u00fcber den das Regiment zuf\u00e4llig durch den protestantischen Divisionspfarrer H\u00f6fler Nachricht bekam, aus Richtung Damary-Ferme &#8211; Juvincourt zur Wirkung. Trotz aller Schneid f\u00fchrte auch er nicht zum Erfolg. Teile der Regimenter 74, 149, 284, 368 und 18. Pioniere dr\u00e4ngten sich in unsere Artillerie-Schutz-Stellung, f\u00fcllten die Gr\u00e4ben und brachten dem Kommandeur der Stellung keinen erfreulichen Zuwachs. Das Ordnen der Verb\u00e4nd war f\u00fcr die Abwehr noch drohender feindlicher Angriffe erstes Erfordernis. Es war eine m\u00fchevolle, mehrst\u00fcndige Arbeit, die an diesem Tage nicht restlos geschafft werden konnte.<\/em><\/p>\n<p><em>Gegen 6.00 Uhr abends griff der Franzose unter frischem Einsatz von Tanks erneut \u00f6stlich der Miette an, hatte aber keinen Erfolg.<\/em><\/p>\n<p><em>In den Abendstunden war es Major Knoll mit vieler M\u00fche gelungen, eine geordnete Besetzung der Artillerie-Schutz-Stellung durchzuf\u00fchren: 1. Linie: (von rechts &#8211; links) Teile der Infanterie-Regimenter 149 und 368: 2. Linie 4. und 2. Kompanie Reserve-Infanterie-Regiment 12, Teile des Infanterie-Regimentes 74, 1\/3 7., 3. und 1\/3 5. Kompanie Reserve-Infanterie-Regiment 12.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Versuche, das Feldwerk wieder zu nehmen oder wenigstens durch h\u00e4ufige Vorst\u00f6\u00dfe den Feind in die Verteidigung zu zwingen, wurden energisch fortgesetzt. Leutnant Bock, Infanterie-Regiment 74, gelang es mit einem Sto\u00dftrupp 6 Gefangene einzubringen. Vizefeldwebel Striedieck, Infanterie-Regiment 368, brachte 2 Maschinengewehre zur\u00fcck. Die auch w\u00e4hrend der n\u00e4chsten Tage unentwegt fortgesetzten kleineren Vorst\u00f6\u00dfe der tapferen Besatzung der Artillerie-Schutz-Stellung nahmen hier dem Feind den Mut zu weiteren Angriffen.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Asfeld&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asfeld&quot;;&quot;Asfeld&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asfeld\">Man begrub Georg Kunstwald auf dem Soldatenfriedhof <a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Asfeld\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Asfeld<\/a><\/span> in Block 6, Grab 152.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-18954\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Georg_Kunstwald_v.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"617\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Georg_Kunstwald_v.jpg 800w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Georg_Kunstwald_v-300x231.jpg 300w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Georg_Kunstwald_v-768x592.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-18953\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Georg_Kunstwald_h.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"617\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Georg_Kunstwald_h.jpg 800w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Georg_Kunstwald_h-300x231.jpg 300w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/Georg_Kunstwald_h-768x592.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Landsturmmann Georg Kunstwald wurde am 03.06.1893 in der bayerischen Gemeinde Reichersbeuern als Sohn eines Kaufmanns geboren. 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