{"id":20298,"date":"2023-12-09T00:00:49","date_gmt":"2023-12-08T23:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=20298"},"modified":"2020-04-19T14:09:04","modified_gmt":"2020-04-19T12:09:04","slug":"die-maenner-des-ersten-weltkrieges-teil-2-034-ludwig-huefner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=20298","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner des Ersten Weltkrieges \u2013 Teil 2.034: Ludwig H\u00fcfner"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Ludwig H\u00fcfner stammte aus <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Werberg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Werberg<\/a>, einem ehemaligen Dorf, das heute nicht mehr existiert und sich auf dem heutigen Truppen\u00fcbungsplatz Wildflecken befand. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 24. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 13.03.1917 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Vigneulles w\u00e4hrend der Stellungsk\u00e4mpfe im Wald von Apremont und Ailly durch schwere Verwundung.<\/p>\n<p>\u00dcber den Zeitraum des Todes von Ludwig H\u00fcfner berichtet die Regimentsgeschichte des 24. bayerischen Infanterie-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Die vom Regiment besetzte Stellung bei St.-Mihiel lag \u00f6stlich des Forts &#8222;R\u00f6merlager&#8220; am sogenannten &#8222;Kuhkopf&#8220;, der die Denezieresschlucht \u00fcberh\u00f6hte. Der Anmarschweg war durch dichten Waldbestand gegen Sicht gesch\u00fctzt, sodass die Abl\u00f6sung unterwegs vorgenommen werden konnte. Die Stellung bestand aus einem fast un\u00fcbersehrbaren Grabengewirr, das bei dem leicht br\u00fcchigen Boden, den in dieser Jahreszeit reichlichen Niederschl\u00e4gen und dem h\u00e4ufig zutage tretenden Grundwasser nur schwer instand gehalten werden konnte. Innerhalb des Grabensystems waren besonders wichtige Stellen zu St\u00fctzpunkten ausgebaut. An den Gr\u00e4ben war viel, aber nicht planm\u00e4\u00dfig gearbeitet.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Front galt als ruhig. Wie jede Stellung im Westen ihre Besonderheit hatte, die gewisserma\u00dfen historisch zu erkl\u00e4ren waren, so trat hier der ausgiebige Gebrauch von Minenwerfern, die zum gro\u00dfen Teil als bodenst\u00e4ndig zur Stellung geh\u00f6rten, in die Erscheinung. Der Gegner lag teilweise nur 40 Meter entfernt, sodass die Verwendung von Artillerie zur Beschie\u00dfung der vordersten feindlichen Linie nicht mehr m\u00f6glich war. Gelegentlich war die beiderseitige Minenwerfert\u00e4tigkeit lebhafter, besonders wenn die feindlichen Minenwerfer die deutschen zu einem &#8222;Strafschie\u00dfen&#8220; herausforderten. Reger Patrouillenbetrieb unterblieb mit R\u00fccksicht auf die N\u00e4he des Gegners. St\u00e4rkeres feindliches Artilleriefeuer oder andere Gr\u00fcnde veranlassten manchmal die h\u00f6here F\u00fchrung, die Gefechtsbereitschaft zu versch\u00e4rfen und die in Ruhe befindlichen Teile des Regiments in die Stellung zu befehlen.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Ruhelager des Regiments &#8222;Neu-W\u00fcrttemberg&#8220; war solide und ger\u00e4umig gebaut. Jedes Bataillon hatte seine eigenen Quartiere mit allem Zubeh\u00f6r, wie Badeanstalt, Waschraum f\u00fcr die W\u00e4sche, Marketenderei usw.<\/em><\/p>\n<p><em>In der Stellung waren jeweils vier Kompanien in vorderer Linie. Zwei Kompanien standen in Bereitschaft (je eine Kompanie in der 3. Linie und am &#8222;Alten Erdwerk&#8220;), zwei Kompanien befanden sich im Lager &#8222;Neu-W\u00fcrttemberg&#8220; als Regimentsreserve. Das Ruhebataillon wurde von Zeit zu Zeit zu Ausbildungszwecken nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haumont-pr%C3%A8s-Samogneux\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Haumont<\/a> und La Chauss\u00e9e, sp\u00e4ter nach Chamblay, zur\u00fcckgezogen. Die Regimentsbefehlsstelle war zuerst im Lager &#8222;Bl\u00fcmleinschlucht&#8220;, sp\u00e4ter im Lager &#8222;Neu-W\u00fcrttemberg&#8220;.<\/em><\/p>\n<p><em>Alle 5 &#8211; 6 Tage wurde abgel\u00f6st. Am 11.01.1917 wurde das II. Bataillon f\u00fcr 15 Tage dem 1. bayerischen Infanterie-Regiment taktisch unterstellt und r\u00fcckte nach St.-Mihiel. W\u00e4hrend dieser Zeit versahen die beiden anderen Bataillone den Stellungsdienst alleine.<\/em><\/p>\n<p><em>Am 31.01. unternahm das I. Bataillon eine gewaltsame Erkundung. Sie verlief planm\u00e4\u00dfig und f\u00fchrte zur Einbringung eines Gefangenen.<\/em><\/p>\n<p><em>Nach ausgiebiger Artillerie- und Minenwerfervorbereitung machte der Gegner am 16.02. einen Vorsto\u00df gegen die 1. und 2. Kompanie, ohne etwas zu erreichen.<\/em><\/p>\n<p><em>Am 17.02. blieben dauernd zwei volle Bataillone in Stellung. Ein Bataillon besetzte wie bisher die vordere Linie, von dem zweiten Bataillon, dem Bereitschaftsbataillon, sollte eine Kompanie in die 3. linie, eine Kompanie in die 4. Linie, eine Kompanie in das &#8222;K\u00f6nig-Karl-Lager&#8220; und die letzte Kompanie in das &#8222;Alte Erdlager&#8220; und in den &#8222;C-Graben&#8220;. Die Durchf\u00fchrung dieser Neugliederung war jedoch von der Schaffung einiger Unterstandsgruppen abh\u00e4ngig.<\/em><\/p>\n<p><em>Am 02.03. drangen Franzosen in den Abschnitt der 8. Kompanie und machten zwei Mann zu Gefangenen. Wenige Tage sp\u00e4ter, am 15.03., gelang es einer Patrouille des II. Bataillons, den Gegner zu \u00fcberrumpeln und einen Gefangenen einzubringen.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Thiaucourt-Regni\u00e9ville&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thiaucourt-Regni\u00e9ville&quot;;&quot;Thiaucourt-Regni\u00e9ville&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thiaucourt-Regni\u00e9ville\">Man begrub Ludwig H\u00fcfner auf dem Soldatenfriedhof <a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thiaucourt-Regni\u00e9ville\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Thiaucourt-Regni\u00e9ville<\/a> in Block 19, Grab 111.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_20300\" aria-describedby=\"caption-attachment-20300\" style=\"width: 488px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-20300\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Ludwig_H\u00fcfner_v.jpg\" alt=\"\" width=\"488\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Ludwig_H\u00fcfner_v.jpg 488w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Ludwig_H\u00fcfner_v-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-20300\" class=\"wp-caption-text\">Sterbebild von Ludwig H\u00fcfner<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_20299\" aria-describedby=\"caption-attachment-20299\" style=\"width: 488px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-20299\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Ludwig_H\u00fcfner_h.jpg\" alt=\"\" width=\"488\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Ludwig_H\u00fcfner_h.jpg 488w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Ludwig_H\u00fcfner_h-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 488px) 100vw, 488px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-20299\" class=\"wp-caption-text\">R\u00fcckseite des Sterbebildes von Ludwig H\u00fcfner<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Ludwig H\u00fcfner stammte aus Werberg, einem ehemaligen Dorf, das heute nicht mehr existiert und sich auf dem heutigen Truppen\u00fcbungsplatz Wildflecken befand. 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