{"id":21469,"date":"2024-04-20T00:00:28","date_gmt":"2024-04-19T22:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=21469"},"modified":"2020-06-26T19:56:18","modified_gmt":"2020-06-26T17:56:18","slug":"die-maenner-des-ersten-weltkriegs-teil-2-164-johann-kopp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=21469","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner des Ersten Weltkriegs \u2013 Teil 2.164: Johann Kopp"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Johann Kopp stammte aus Oberhausmehring, einem Ortsteil der bayerischen Stadt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dorfen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dorfen<\/a>, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg er als Fahrer der Reserve in der 3. Batterie des 7. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Am 25.08.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren w\u00e4hrend der Schlacht vor Epinal-Epinalbei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Baccarat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Baccarat<\/a>.<\/p>\n<p>\u00dcber den Todestag von Johann Kopp berichtet die Regimentsgeschichte des 7. bayerischen Feldartillerie-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Der 25. August wurde ein Wendepunkt auf dem Kriegsschauplatz in Lothringen. An diesem Tage begannen dort die Franzosen \u00fcberall zum Angriff \u00fcberzugehen. Schon am fr\u00fchen Morgen schallte in die Biwakpl\u00e4tze des Regiments von Baccarat her heftiger und andauernder Gefechtsl\u00e4rm. Zuerst hie\u00df es, dass Truppen des linken Nachbarkorps von den Franzosen mit Feuer \u00fcberfallen worden seien. Dann aber erh\u00e4lt die 3. Batterie Befehl, zur Unterst\u00fctzung zum 16. bayerischen Infanterie-Regiment abzur\u00fccken. Dieses biwakierte s\u00fcdlich der Meurthe, s\u00fcdwestlich Baccarat und war am Morgen \u00fcberfallen worden. Der Biwakplatz war auf drei Seiten von Waldungen umgeben, die dem Feind gedeckte Ann\u00e4herung erm\u00f6glicht hatte. Auf die Alarmsch\u00fcsse der Vorposten bildeten die Bataillone Verteidigungsfronten nach West und Ost, gerade noch rechtzeitig, um den in langen Sch\u00fctzenlinien aus den W\u00e4ldern heraustretenden Franzosen auf etwa 600 Meter einen blutigen Empfang bereiten zu k\u00f6nnen. Der Feind zieht sich hinter die Waldr\u00e4nder zur\u00fcck. Der Sicht entzogen, entsendet er ein anhaltendes, m\u00f6rderisches Gewehr- und Maschinengewehrfeuer. Wieder kann nur Artillerie helfen.<\/em><\/p>\n<p><em>Gegen 6 Uhr vormittags trifft Hauptmann von Keller mit der 3. Batterie ein und geht dicht hinter der Sch\u00fctzenlinie des II. Bataillons, Front nach Westen und S\u00fcden, gegen\u00fcber den Waldr\u00e4ndern des gro\u00dfen Waldes von Glonville und des Bois de la Rappe, in Stellung. Einige gut sitzende Schrapnellgruppen schaffen der Infanterie Erleichterung. Aber die zahlenm\u00e4\u00dfige \u00dcbermacht des Feindes ist betr\u00e4chtlich. Auch eine frant\u00f6sische Batterie greift ein. Die 3. Batterie erleidet bald Verluste. <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Schon beim Auffahren war Fahrer Johann Kopp durch Gewehrschuss get\u00f6tet worden<\/strong><\/span>. Vizewachtmeister Ringlstetter und Kanonier Hobelsberger werden durch Granatsplitter verwundet. Das Gefecht zieht sich stundenlang hin. Um 10 Uhr vormittags macht die Batterie einen Stellungswechsel etwa 400 Meter vorw\u00e4rts. Immer wieder lebt der Kampf auf. Erst nach 12 Uhr mittags ist der Feind endg\u00fcltig in die Waldungen zur\u00fcckgeworfen. Auch die 5. Batterie und schwere Artillerie haben in das Gefecht eingegriffen. Schlie\u00dflich mussten die Franzosen 2 Gesch\u00fctze und mehrere Munitionswagen liegen lassen.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf den Gefechtsl\u00e4rm hin war auch die II. Abteilung auf einer Kriegsbr\u00fccke s\u00fcdlich Gelacourt \u00fcber die Meurthe vorgezogen und etwa 1 Kilometer nordwestlich Baccarat in Stellung gebracht worden. Von hier aus hatte die 5. Batterie die dem 16. Infanterie-Regiment gegen\u00fcber liegenden Waldr\u00e4nder unter Feuer genommen, bis die Weisung kam, das Feuer einzustellen, da das Regiment zur Verfolgung in die Waldungen nachzusto\u00dfen beabsichtigte.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Reillon&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/54450+Reillon,+Frankreich\/@48.6001141,6.7194688,14z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x479477539c7fb135:0x40a5fb99a3af270!8m2!3d48.59863!4d6.743472&quot;;&quot;Reillon&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/54450+Reillon,+Frankreich\/@48.6001141,6.7194688,14z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x479477539c7fb135:0x40a5fb99a3af270!8m2!3d48.59863!4d6.743472\">Man begrub Johann Kopp auf dem Soldatenfriedhof <a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/54450+Reillon,+Frankreich\/@48.6001141,6.7194688,14z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x479477539c7fb135:0x40a5fb99a3af270!8m2!3d48.59863!4d6.743472\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Reillon<\/a> in einem Massengrab.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_21452\" aria-describedby=\"caption-attachment-21452\" style=\"width: 415px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-21452\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Johann_Kopp_v.jpg\" alt=\"\" width=\"415\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Johann_Kopp_v.jpg 415w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Johann_Kopp_v-156x300.jpg 156w\" sizes=\"auto, (max-width: 415px) 100vw, 415px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21452\" class=\"wp-caption-text\">Sterbebild von Johann Kopp<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_21451\" aria-describedby=\"caption-attachment-21451\" style=\"width: 415px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-21451\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Johann_Kopp_h.jpg\" alt=\"\" width=\"415\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Johann_Kopp_h.jpg 415w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Johann_Kopp_h-156x300.jpg 156w\" sizes=\"auto, (max-width: 415px) 100vw, 415px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21451\" class=\"wp-caption-text\">R\u00fcckseite des Sterbebildes von Johann Kopp<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Johann Kopp stammte aus Oberhausmehring, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Dorfen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg er als Fahrer der Reserve in der 3. Batterie des 7. bayerischen Feldartillerie-Regiments. 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