{"id":21768,"date":"2024-05-27T00:00:35","date_gmt":"2024-05-26T22:00:35","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=21768"},"modified":"2020-07-16T13:35:21","modified_gmt":"2020-07-16T11:35:21","slug":"die-maenner-des-ersten-weltkriegs-teil-2-201-ludwig-fink","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=21768","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner des Ersten Weltkriegs \u2013 Teil 2.201: Ludwig Fink"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Ludwig Fink stammte aus <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/T%C3%BCbingen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">T\u00fcbingen<\/a> in Baden-W\u00fcrttemberg und war Mitarbeiter und Bevollm\u00e4chtigter des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Koehler_%26_Amelang\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">C. F. Amelang<\/a> Verlages in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Leipzig\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Leipzig<\/a> in Sachsen. Er diente als Offiziersaspirant (Offiziersanw\u00e4rter) und Offiziersstellvertreter in der 5. Kompanie des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 19.08.1914, also gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges, fiel er durch Kopfschuss bei G\u00fcnsbach im M\u00fcnstertal (Vogesen).<\/p>\n<p>\u00dcber den Todestag von Ludwig Fink berichtet die Regimentsgeschichte des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Am 16.08.1914 trat das Bataillon jedoch zum Regiment wieder zur\u00fcck und fand in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dessenheim\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dessenheim<\/a> s\u00fcdlich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neuf-Brisach\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Neubreisach<\/a> (franz\u00f6sisch: Neuf-Brisach) Unterkunft; aber schon am 18.08. wurde es dem Verbande der 1. bayerischen Landwehr-Brigade (Brigade Eichhorn) zugeteilt und nach Logelbach westlich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Colmar\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kolmar<\/a> vorgezogen. In diesem Verbande sollte es seine Feuertaufe erhalten.<\/em><\/p>\n<p><em>R\u00fcckzugsgefecht bei Weier im Tal und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gunsbach\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">G\u00fcnsbach<\/a> (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Communaut%C3%A9_de_communes_de_la_Vall%C3%A9e_de_Munster\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">M\u00fcnstertal<\/a>) am 19.08.1914<\/em><\/p>\n<p><em>Im Anschluss an Landwehr-Infanterie-Regiment 121, dieses nach S\u00fcden verl\u00e4ngernd, r\u00fcckte das II. Bataillon nach <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wihr-au-Val\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Weier im Tal<\/a> vor. Von da drangen 5. und 7. 123. Landwehr-Infanterie-Regiment ausgeschw\u00e4rmt \u00fcber die Wiesen bis G\u00fcnsbach. Die 5. Kompanie stie\u00df in raschem Entschluss durch die Ortschaft durch und versuchte befehlsgem\u00e4\u00df die Anh\u00f6he westlich G\u00fcnsbach zu nehmen. Kaum hatte sie diesen Auftrag ausgef\u00fchrt, als sie in starkes Infanterie- und Maschinengewehrfeuer feindlicher Alpenj\u00e4ger, die in etagenf\u00f6rmig \u00fcbereinanderliegenden, gut markierten Sch\u00fctzengr\u00e4ben verborgen waren, geriet und wesentliche Verluste erlitt.<\/em><\/p>\n<p><em>Die 7. Kompanie 123. Landwehr-Infanterie-Regiment ging von G\u00fcnsbach aus im Anschluss an die 5. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 123 als \u00e4u\u00dferster linker Fl\u00fcgel des Detachements vor, erhielt aber alsbald nach Verlassen der Ortschaft aus n\u00e4chster N\u00e4he scharfes Maschinengewehrfeuer, ohne den Trefflich verborgenen Feind erkennen zu k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p><em>6. und 8. Kompanie, die w\u00e4hrend des Gefechts fast immer wirkten, wurden vom F\u00fchrer des Detachements nach dem Kapellenberg nordwestlich Weier im Tal vorgeschoben, um die eigene Artillerie zu decken.<\/em><\/p>\n<p><em>Da es nicht m\u00f6glich war, gegen den m\u00e4chtigen verschanzten Gegner auf den n\u00f6rdlichen H\u00f6hen des M\u00fcnstertales die Oberhand zu gewinnen, entschloss sich die 1. bayerische Landwehr-Infanterie-Brigade etwa nachmittags 4 Uhr, das Gefecht abzubrechen. Der Zweck, den Gegner an raschem Vordringen zu hindern und starke Kr\u00e4fte festzuhalten, schien erreicht.<\/em><\/p>\n<p><em>So trat auch das II.\/Landwehr-Infanterie-Regiment von G\u00fcnsbach und Weier im Tal aus den R\u00fcckzug an, nicht ohne Schwierigkeiten, besonders f\u00fcr 5. und 7. Kompanie, die am weitesten vorne standen. 5. Kompanie geriet beim Losl\u00f6sen vom Feind die Abh\u00e4nge hinunter in heftiges Maschinengewehrfeuer, und 7. Kompanie wurde beim R\u00fcckzug auf St. Gilgen von feindlicher Artillerie beschossen. Das Bataillon sammelte sich am Abend in Logelbach.<\/em><\/p>\n<p><em>Dieses erste Gefecht hat dem Regiment wichtige Erfahrungen gebracht: Ein gro\u00dfes Hindernis und fortgesetzten Anlass zu Missverst\u00e4ndnissen bot die blaue Uniform. Landwehr-Infanterie-Regiment 121 war teilweise, die bayerische Landwehr ganz in Feldgrau gekleidet. Die Soldaten des II.\/Landwehr 123 wurden deshalb irrt\u00fcmlicherweise von den auf den H\u00f6hen n\u00f6rdlich des M\u00fcnstertales vorgehenden Bayern f\u00fcr Franzosen gehalten und wiederholt von der Flanke und vom R\u00fccken beschossen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dann fehlte es, trotz pers\u00f6nlicher Tapferkeit, den Offizieren wie Mannschaften an praktischer Erfahrung in der Gel\u00e4ndebn\u00fctzung und im Eingraben, an gen\u00fcgender Schulung der F\u00fchrer und Unterf\u00fchrer, sowie an der richtigen Bewertung der Nachrichten\u00fcbermittlung, um in einem bergigen und stark bewaldeten Gel\u00e4nde einen gut eingegrabenen Gegner anzugreifen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Verluste des Tages betrugen 5 Tote (<span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #ff0000; text-decoration: underline;\"><strong>darunter der tapfere Offizierstellvertreter Fink von der 5. Kompanie<\/strong><\/span><\/span>), 31 Verwundete (darunter der F\u00fchrer der 7. Kompanie, Hauptmann der Reserve Adolf K\u00f6stlin) und mehrere Vermisste.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr seine wackere Haltung im ersten Gefecht sprach der Regimentskommandeur dem Bataillon seine Anerkennung aus.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Man begrub Ludwig Fink auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Breitenbach&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1057281,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;16&quot;:10,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/68380+Breitenbach-Haut-Rhin,+Frankreich\/@48.0219161,7.0813125,14z\/data=!4m5!3m4!1s0x4793d764830f1509:0x40a5fb99a393e10!8m2!3d48.023162!4d7.102267&quot;;&quot;Breitenbach&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/68380+Breitenbach-Haut-Rhin,+Frankreich\/@48.0219161,7.0813125,14z\/data=!4m5!3m4!1s0x4793d764830f1509:0x40a5fb99a393e10!8m2!3d48.023162!4d7.102267\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/68380+Breitenbach-Haut-Rhin,+Frankreich\/@48.0219161,7.0813125,14z\/data=!4m5!3m4!1s0x4793d764830f1509:0x40a5fb99a393e10!8m2!3d48.023162!4d7.102267\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Breitenbach<\/a><\/span> in Block 2, Grab 221.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_21753\" aria-describedby=\"caption-attachment-21753\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-21753\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ludwig_Fink_1.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"584\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ludwig_Fink_1.jpg 800w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ludwig_Fink_1-300x219.jpg 300w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ludwig_Fink_1-768x561.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21753\" class=\"wp-caption-text\">Sterbeanzeige von Ludwig Fink<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_21754\" aria-describedby=\"caption-attachment-21754\" style=\"width: 491px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-21754\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ludwig_Fink_2.jpg\" alt=\"\" width=\"491\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ludwig_Fink_2.jpg 491w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Ludwig_Fink_2-184x300.jpg 184w\" sizes=\"auto, (max-width: 491px) 100vw, 491px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21754\" class=\"wp-caption-text\">Foto von Ludwig Fink<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Ludwig Fink stammte aus T\u00fcbingen in Baden-W\u00fcrttemberg und war Mitarbeiter und Bevollm\u00e4chtigter des C. 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