{"id":25294,"date":"2025-06-03T00:00:57","date_gmt":"2025-06-02T22:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=25294"},"modified":"2020-12-04T13:31:35","modified_gmt":"2020-12-04T12:31:35","slug":"die-maenner-des-ersten-weltkriegs-teil-2-571-franz-mayr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=25294","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner des Ersten Weltkriegs \u2013 Teil 2.571: Franz Mayr"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Franz Mayr wurde am 27.10.1886 in Arfling, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tacherting\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tacherting<\/a>, als Sohn eines Landwirts (Lorisohn) geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 10.11.1916 verstarb er, nachdem er w\u00e4hrend der Stellungsk\u00e4mpfe im Artois bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Givenchy-en-Gohelle\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Givenchy-en-Gohelle<\/a> schwer verwundet worden war, im Alter von 30 Jahren im <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Marienhospital_Altenessen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Marienhospital Essen<\/a>.<\/p>\n<p>\u00dcber die Umst\u00e4nde seiner Verwundung und seiner letzten Lebenstage berichtet die Regimentsgeschichte des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Der lehmige Boden hatte zwar erm\u00f6glicht, die Gr\u00e4ben tief einzuschneiden und auch minierte Unterst\u00e4nde anzulegen; aber durch die st\u00e4ndige Minenbeschie\u00dfung war die Standfestigkeit des Bodens sehr gelockert worden, er br\u00f6ckelte st\u00e4ndig ab und bildete mit dem bei nassem Wetter in den Gr\u00e4ben nicht versickernde Wasser eine z\u00e4he, breiige Masse, in der man namentlich in den Regentagen Anfangs November bis \u00fcber die Knie versank. Schon die Bodenverh\u00e4ltnisse allein erforderten angestrengte Arbeit, um die Stellung verteidigungsf\u00e4hig zu erhalten; erst als im Januar eine l\u00e4ngere Frostperiode eintrat, besserte sich die Stellung in dieser Richtung. Zahlreiche Sprengtrichter von zum Teil betr\u00e4chtlicher Tiefe und hoch sich \u00fcber das Umgel\u00e4nde erhebenden R\u00e4ndern (Idatrichter!), die sich auf dem H\u00f6henr\u00fccken zwischen den im Regimentsabschnitt auf n\u00e4chste Entfernung einander gegen\u00fcberliegenden beiderseitigen Stellungen befanden, mahnten im Verein mit den Wahrnehmungen unserer Mineure \u00fcber die unterirdische Weiterarbeit des Feindes an die dauernde Gefahr, durch eine Sprengung versch\u00fcttet zu werden.\u00a0 W\u00e4hrend der ganzen Besetzungsdauer w\u00e4hrte der beiderseitige Minenkampf an, in dem man sich gegenseitig durch Quetschminen die vorgetriebenen Mineng\u00e4nge einzudr\u00fccken suchte. Eine gr\u00f6\u00dfere Sprengung nahm der Feind am 27.11. am linken Fl\u00fcgel von D3 vor, wobei er durch Auswerfen eines 40 &#8211; 60 Meter breiten und 15 Meter tiefen Trichters unsere Stellung auf eine gro\u00dfe Strecke versch\u00fcttete und uns einen Verlust von 20 Toten &#8211; darunter Leutnant Katzenstein, Kompanief\u00fchrer der 7. Kompanie -, 25 Verwundeten und einem Vermissten zuf\u00fcgte. Der unmittelbar an die Sprengung in 300 Meter Breite anschlie\u00dfende feindliche Angriff wurde abgewiesen. Auch Erkrankungen durch die manchmal erst geraume Zeit nach der Sprengung in die minierten Unterst\u00e4nde eingedrungenen Gase kamen vor. Die den Stellungen zun\u00e4chst liegenden Trichterr\u00e4nder wurden beiderseits durch Gr\u00e4ben mit den Stellungen verbunden und mit Beobachtungsposten und Maschinengewehren besetzt und bildeten h\u00e4ufig das Ziel f\u00fcr n\u00e4chtliche Patrouillenunternehmungen.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Man begrub Franz Mayr auf dem milit\u00e4rischen Teil des Friedhofs <a href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/e9TFLh44xGvqv11C8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Essen-Altenessen-Nordfriedhof<\/a> in Block 11, Grab 17.<\/p>\n<figure id=\"attachment_25286\" aria-describedby=\"caption-attachment-25286\" style=\"width: 489px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-25286\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Franz-Mayr-vorn.jpg\" alt=\"\" width=\"489\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Franz-Mayr-vorn.jpg 489w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Franz-Mayr-vorn-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 489px) 100vw, 489px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-25286\" class=\"wp-caption-text\">Sterbebild von Franz Mayr<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_25285\" aria-describedby=\"caption-attachment-25285\" style=\"width: 489px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-25285\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Franz-Mayr-hinten.jpg\" alt=\"\" width=\"489\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Franz-Mayr-hinten.jpg 489w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/Franz-Mayr-hinten-183x300.jpg 183w\" sizes=\"auto, (max-width: 489px) 100vw, 489px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-25285\" class=\"wp-caption-text\">R\u00fcckseite des Sterbebildes von Franz Mayr<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Franz Mayr wurde am 27.10.1886 in Arfling, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, als Sohn eines Landwirts (Lorisohn) geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. 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