{"id":26660,"date":"2025-10-25T00:00:29","date_gmt":"2025-10-24T22:00:29","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=26660"},"modified":"2024-08-11T06:34:39","modified_gmt":"2024-08-11T04:34:39","slug":"die-maenner-des-ersten-weltkriegs-teil-2-715-michael-kreuzpointner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=26660","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner des Ersten Weltkriegs \u2013 Teil 2.715: Michael Kreuzpointner"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Michael Kreuzpointner wurde am 01.08.1891 in Kreuzpoint, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erharting\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Erharting<\/a>, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Gefreiter in der 9. Kompanie des bayerischen Infanterie-Leib-Regiments.Am 12.08.1914 wurde er schwer verwundet und verstarb am 13.08.1914 im Alter von 23 Jahren bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Badonviller\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Badenweiler<\/a> (franz\u00f6sisch: Badonviller).<\/p>\n<p>\u00dcber den Todestag und die Todesumst\u00e4nde von Michael Kreuzpointner berichtet die Regimentsgeschichte des bayerischen Infanterie-Leib-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Seit 4 Uhr vormittags ist der Oberst aus seinem Zelt. Mit aufgeschlagenem Kragen und die H\u00e4nde in den Taschen geht er mit seinem Adjutanten frierend auf und ab, denn es ist bitterkalt an diesem Morgen. Er wartet auf den Angriffsbefehl, von dem man gestern gesprochen. &#8222;Wenn er nur bald k\u00e4me, es wird ja immer heller.!&#8220; 5 Uhr, 6 Uhr, aber immer ist noch kein befehl eingetroffen. Da h\u00e4lt&#8217;s der Oberst nimmer l\u00e4nger aus und schickt den Adjutanten zur\u00fcck zum Brigadestab. Bald hat dieser das Brigadestabsquartier erreicht; dort erf\u00e4hrt er, dass der Divisionsbefehl f\u00fcr den heutigen Tag noch nicht ausgegeben, dass ein Angriff f\u00fcr heute jedoch sicher nicht beabsichtigt sei. Tats\u00e4chlich war dem auch so. Die Entscheidung bei M\u00fchlhausen war gefallen, der Feind geschlagen. Auch war der Vorsto\u00df des I. bayerischen Armee-Korps wirksam gewesen und hatte mehrere von Westen gegen die Vogesen marschierende Kolonnen auf sich bezogen. Heute sollte das Korps nun ruhen und seine Versammlung beenden.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-26665\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Gefecht-von-Badonviller-am-12.08.1914.jpg\" alt=\"\" width=\"610\" height=\"780\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Gefecht-von-Badonviller-am-12.08.1914.jpg 610w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Gefecht-von-Badonviller-am-12.08.1914-235x300.jpg 235w\" sizes=\"auto, (max-width: 610px) 100vw, 610px\" \/><\/p>\n<p><em>Entt\u00e4uscht reitet der Adjutant zum Regimente zur\u00fcck. Wie er sich dem Biwakplatz des III. Bataillons n\u00e4herte, sieht er, wie das Bataillon eben abmarschiert. Ein Schenkeldruck und im Galopp zum Oberst, um ihm zu melden, was die Brigade mitgeteilt, und dass das Regiment bis auf weiteres in seiner augenblicklichen Stellung bleiben solle. Doch da lacht der Oberst, der selbst auch schon aufgesessen war, und zeigt dem Adjutanten eine vom II. Bataillon \u00fcbersandte Meldekarte folgenden Wortlauts: 6 Uhr vormittags. Die 6. Kompanie wurde angegriffen. Darauf ging sie zum Angriff vor. Ich greife mit II.\/L. an. 6. Kompanie schon weit vorn. A. B. Bothmer.&#8220; Und weiter sagt der Oberst: &#8222;Wie das II. Bataillon angegriffen hat, hat sich auch das I. Bataillon angeschlossen. Und nun habe ich selbstverst\u00e4ndlich auch das III. Bataillon antreten lassen.&#8220; Rasch jetzt noch eine Meldung an die Brigade geschrieben, dass das II. und I. Bataillon in Richtung Badonviller angreifen, und dass das III. Bataillon durch die Waldungen links an Badonviller vorbei, nachfolge. Dann sprengt der Oberst mit seinem Adjutanten dem II. Bataillon nach, Badonviller zu.<\/em><\/p>\n<p><em>6 Uhr vormittags war die Feldwache des Leutnants Hans Freiherr von Speidel, die abends vorher bei Dunkelheit vorgeschoben worden war, von franz\u00f6sischem Feuer \u00fcberfallen worden. Sie konnte sich auf ihrem Platze halten. Hauptmann Robert Graf von Bothmer, der Chef der 6., war aber nicht der Mann, vor feindlichem Feuer nach r\u00fcckw\u00e4rts auszuweichen und die Feldwache zur\u00fcckzunehmen. Angriffe der ganzen Kompanie, das war seine Antwort, die er dem Feinde gab.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Und wie es kam?&#8220; sagte Bothmer, &#8222;ohne Befehl, ohne Artillerie? Ja, wie es kam! Frage einen gesunden, jungen Burschen, wie es kam, als man ihn so nah mit einem bildh\u00fcbschen jungen M\u00e4del allein lie\u00df! Es war der erste Augenblick am Feind nach 50 Friedensjahren, und in unsern Adern st\u00fcrmte und wogte das Blut siedend hei\u00df: die Leiber lassen sich von dem frechen Gegner nicht angreifen, sie schlagen selber los.!<\/em><\/p>\n<p><em>Bothmer meldete seinen Entschluss dem Bataillons-Kommandeur und bat gleichzeitig um Unterst\u00fctzung durch andere Teile des Bataillons. Dann, etwa 6.30 Uhr vormittags n\u00e4hert sich seine Kompanie schon dem Ostrande von Badonviller, und gleichzeitig flogen die ersten deutschen Granaten in den Ort. Die Kompanie wollte indes nicht langwierige Artillerievorbereitung, sondern st\u00fcrmen, nur st\u00fcrmen. Artillerieflaggen, wie im Man\u00f6ver, hatte sie nicht bei sich, Telefone gab es damals auch noch nicht bei den Kompanien, also blieb nur ein Behelfsmittel: die Kompanie band Taschent\u00fccher an die Gewehrm\u00fcndungen und schwenkte ihre Gewehre hin und her. Die Artillerie schien dies Zeichen auch tats\u00e4chlich verstanden zu haben und verlegte ihr Feuer. Aber auch der Franzose wusste nun, wo er seinen Feind zu suchen hatte und mit einem Hagel von Geschossen \u00fcbersch\u00fcttete er die Leiber. Hierbei wurde Leutnant Graf von Moy, der sich nach R\u00fcckkehr von seinem n\u00e4chtlichen Patrouillengang der 6. Kompanie angeschlossen hatte, verwundet, Leutnant Hans Freiherr von Speidel erhielt einen Streifschuss, und Leutnant der Reserve Spegg kommandierte eben mit schallender Stimme seinem Zuge: &#8222;Sprung auf! Marsch! Marsch!&#8220;, als er in den Mund getroffen tot zusammenst\u00fcrzte.<\/em><\/p>\n<p><em>Major Epp, der Kommandeur des II. Bataillons, war inzwischen dem Antrag der 6. Kompanie um Unterst\u00fctzung nachgekommen. Sein Angriffsbefehl besagte, dass das II. Bataillon aus der bisherigen Stellung heraus sofort in rein s\u00fcdlicher Richtung Badonviller anzugreifen habe. Rechts sollte die 7. Kompanie in erster Linie sein, in der Mitte die 5. und links, der Stra\u00dfe entlang, die 6. Kompanie. Die 8. Kompanie sollte als Bataillonsreserve der 6. folgen. Durch eine Ordonanz wurde das I. Bataillon verst\u00e4ndigt und um Mitwirkung gebeten. An das Regiment ging die vom Bataillons-Adjutanten Fritz von Bothmer &#8222;a. B.&#8220; unterzeichnete Meldung ab.<\/em><\/p>\n<p><em>Entsprechend dem Bataillonsbefehl hatte die 5. Kompanie und zwar vorerst mit dem Zuge des Leutnants Wilhelm Freiherr von Lamezan an die 6. Anschluss gewonnen. Nicht lange dauerte es mehr und beide Kompanien drangen, wenn auch unter erheblichen Verlusten, als erste in Badonviller ein. Scheinbar hatten sie die Franzosen vertrieben, denn das feindliche Feuer war g\u00e4nzlich verstummt. Die Kompanien sandten daher sofort schwachen Sch\u00fctzenschleier weiter in den Ort, w\u00e4hrend der Rest in Gruppenkolonne sammelte, um geschlossen nachzur\u00fccken. Da aber zischte v\u00f6llig \u00fcberraschend aus n\u00e4chsten N\u00e4he ein in einem Hause verstecktes Maschinengewehr in die Kolonnen hinein und hielt grausige Ernte. Viele brave Leiber fielen und der Chef der 5. Kompanie, Hauptmann Eduard Freiherr von Falkenhausen wurde schwer verwundet. Leutnant Freiherr von Lamezan \u00fcbernahm die F\u00fchrung der 5. Kompanie. In kleinen Spr\u00fcngen, jeder Zug sich selbst \u00fcberlassen, ging es dem unsichtbaren Feinde entgegen. In der Hauptstra\u00dfe entwickelte sich besonders heftiger H\u00e4userkampf. Aus allen Fenstern und Dachliken fielen Sch\u00fcsse, Tote und Verwundete, Leiber und Franzosen, bedeckten die Stra\u00dfen. Schritt f\u00fcr Schritt k\u00e4mpften sich die Z\u00fcge vorw\u00e4rts und erreichten endlich den Westrand des Ortes. Hierbei gab der Bataillonskommandeur seinen Leibern ein prachtvolles Beispiel heldenhafter Tapferkeit. Der 5. und 6. folgte k\u00e4mpfend die 8. Kompanie, w\u00e4hrend die am weitesten rechts angesetzte Kompanie, die 7., Badonviller n\u00f6rdlich umging. Am Rangierbahnhof angelangt, war sie das Ziel m\u00f6rderischen Feuers geworden. Zwei Zugf\u00fchrer, Oberleutnant der Reserve, Leo Freiherr von Bechtholsheim<\/em>\u00a0<span style=\"color: #ff0000;\">(Leo Freiherr von Mauchenheim genannt Bechtolsheim * 17.09.1882 Schloss Hohenburg, Gemeinde Lenggries, + 12.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab)<\/span><em> und Leutnant der Reserve Aull erhielten Sch\u00fcsse und lagen mit anderen Verwundeten auf den Gleisen. Lange ging der Feuerkampf hin und her, w\u00e4hrenddessen Bechtolsheim und Aull ein zweitesmal getroffen wurden, diesmal t\u00f6dlich. Sp\u00e4ter st\u00fcrmte die Kompanie den Bahnhof, ihr tapferer F\u00fchrer, Hauptmann Raila, das Gewehr eines Gefallenen in der Hand, an der Spitze. Der Bahnhof, die umliegenden H\u00e4user und Cafes wurden in wildem Sturme genommen. Sodann trat die Kompanie in Gruppenkolonne an, machte auf Kommando ihres Chefs einige stramme Griffe, und dann ging es im Gleichschritt mitten durch Badonviller hindurch, vorbei an den Spuren der K\u00e4mpfe der 5. und 6. Kompanie, dem Westrande zu, zum Stab des II. Bataillons. &#8222;Gut habt ihr Eure Sache gemacht!&#8220; rief der Vataillonskommandeur seiner Siebenten entgegen, und diese dankte das Lob mit brausendem Hurra.<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franz_Ritter_von_Epp\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Major Epp<\/a> ging jetzt &#8211; es war inzwischen 8.30 Uhr vormittags geworden &#8211; mit seinem Bataillon vom Westrand Badonviller in rein westlicher Richtung wieter vor. Das Bataillon hatte also eine volle Viertelschwenkung rechts gemacht. Da sah die 5. Kompanie pl\u00f6tzlich etwa 400 Meter vor sich eine franz\u00f6sische Chasseurs-Abteilung im Zur\u00fcckgehen. Im Nu warf sie sich in Stellung und er\u00f6ffnete ein gutsitzendes Feuer. Doch rasch war der Feind in einer Mulde verschwunden. Die Kompanie, sofort nachsto\u00dfend, geriet nun selbst in schweres Infanteriefeuer von vorne und von beiden Seiten. Der Bataillonskommandeur setzte daher rechts von ihr die 8. Kompanie ein. Beide Kompanien mussten hier nun auf sehr ausgesetztem Posten in schwerem Feuerkampfe aushalten. Auch gesellten sich zu dem feindlichen Infanteriefeuer alsbald Granaten und auch Schrapnells. Leutnant <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Albrecht_von_Lamezan\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Freiherr von Lamezan<\/a> wurde schwer verwundet und musste seine Befehle durch den Mund seines Dieners geben. Auch die Zugf\u00fchrer Leutnant der Reserve Bems und Leutnant der Reserve Mo\u00dfdorf, beide von der 8. Kompanie, wurden verwundet. Die 6. und 7. Kompanie hatte der Bataillonskommandeur als Reserve am Hang s\u00fcdwestlich Badonviller bei sich zur\u00fcckbehalten, nur ein Zug der 7. Kompanie hatte noch eine zwischen 8. und 5. Kompanie enstandene L\u00fccke auszuf\u00fcllen. So blieb bis zum Abschluss des Gefechts die Lage beim II. Bataillon. Bis zum Eingreifen des I. und dann sp\u00e4ter des III. Bataillons waren die 5. und 8. Kompanie die einzige Zielscheibe des gegen\u00fcberliegenden Feindes und hatten schwer zu leiden; dann aber wurden sie wesentlich entpastet.<\/em><\/p>\n<p><em>Das I. Bataillon wurde 6 Uhr vormittags durch die ihm durch eine Ordonnanz des II. Bataillions mitgeteilte Angriffsabsicht v\u00f6llig \u00fcberrascht. Doch war es f\u00fcr den Bataillionskommandeur Wilhelm Freiherr von Freyberg selbstverst\u00e4ndliche Kameradenpflicht, das II. Bataillon zu unterst\u00fctzen. Er trat daher in k\u00fcrzester Zeit mit seinem Bataillon von den H\u00f6hen s\u00fcdlich und s\u00fcdostw\u00e4rts Les Carrieres mit der Absicht an, ostw\u00e4rts an Badonviller vorbeizusto\u00dfen. Die 4. Kompanie wurde sogleich zum Schutze des linken Fl\u00fcgels des II. Bataillons bis an den ostw\u00e4rts der Stra\u00dfe nach badonviller gelegenen Waldzipfel vorgeschoben. W\u00e4hrend dieser Bewegungen k\u00e4mpfte das II. Bataillon bereits in Badonviller.<\/em><\/p>\n<p><em>Kampflos erreichte das Battailon sein erstes Ziel, eine Mulde unmittelbar s\u00fcdostw\u00e4rts Badonviller. Beim Vorgehen dorthin hatte die 3. Kompanie unter Hauptmann von Wenz und auch die 4. Kompanie den \u00e4u\u00dfersten Ortsteil durchstreift, ohne hierbei auf den Feind zu sto\u00dfen. Der Bataillonskommandeur verfolgte nun von den H\u00e4ngen um Badonviller das Vorgehen des II. Bataillons und hatte auch dessen Abschwenken in westlicher Richtung festgestellt. Auch er musste also, wollte er an das II. Bataillon Anschluss behalten, seinem Bataillon zu weiterem Vorw\u00e4rts neue Richtung geben. Er setzte daher seine 3. und 1. Kompanie zum Angriff auf Fenneviller an, w\u00e4hrend die 2. und 4. Kompanie als Bataillonsreserve in zweiter Linie zu folgen hatten. Nach schwieriger Vorw\u00e4rtsbewegung erreichten die vordertsen Z\u00f6ge der 3. und 1. Kompanie endlich Fenneviller und drangen in den Ort, auf dem deutsches und franz\u00f6sisches Artilleriefeuer lag, ein. Feindliche Gewehrsch\u00fcsse forderten bei allen Kompanien manche Opfer; so wurde hier auch Leutnant der Reserve Schmitt, ein Zugf\u00fchrer der 4. Kompanie, verwundet. Zur Entlastung der vorderen Kompanien lie\u00df der Bataillonskommandeur die 4. Kompanie links verl\u00e4ngern. Die Kompanie geriet dabei in eine recht ung\u00fcnstige Lage, da sie \u00fcberraschend aus dem Walde in ihrer linken Flanke stark beschossen wurde. Es entspann sich ein heftiges Feuergefecht, die Kompanie erlitt erhebliche Verluste, auch ging ihr allm\u00e4hlich die Munition aus, obwohl die Verwundeten aus freien St\u00fccken all ihre Patronen anboten. In der Kenntnis, dass f\u00fcr die vordere Linie in ihrem schweren Feuerkampfe nunmehr Unterst\u00fctzung dringend notwendig wurde, lie\u00df der Bataillonskommandeur die 2. Kompanie in sie einschieben. Von dieser Kompanie wurde Oberleutnant Freiherr von Krau\u00df schwer verwundet; seinen Zug \u00fcbernahm der junge Leutnant Graf Treuberg; eine halbe Minute darauf brach dieser t\u00f6dlich getroffen zusammen. 3 &#8211; 4 Stunden lag nun das I. Bataillon in unmittelbarem Anschluss an das II. in heftigstem Feuer; trotz aller Anstrengung gelang es ihm nicht, die Feuer\u00fcberlegenheit gegen dem meist unsichtbaren Feind zu gewinnen. Die Verluste unter Offizieren und Mannschaften mehrten sich in erschreckender Weise. Der Bataillonskommandeur, die Chefs der 1. und 4. Kompanie, die Hauptleute Richard und Wilhelm Freiherr von Falkenhausen, Leutnant der Reserve Griebenow der 4. Kompanie, sowie F\u00e4hnrich Freiherr von Pechmann und viele brave Unteroffiziere und Leiber wurden verwundet, viele starben den Heldentod. Doch f\u00fcr das ganze I. Bataillon galt nur der Wille, auszuhalten und vorerst das Eingreifen des III. Bataillons abzuwarten. Gleichwie vorher das II. Bataillon Entlastung durch das I. Bataillon herbeigesehnt hatte, so harrte jetzt das I. Bataillon der Unterst\u00fctzung durch das III. Bataillon.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf sch\u00e4umendem Pferde war der Oberst am Nordausgange von Badonviller angelangt. Von seinen Leibern war da aber nichts zu sehen, auch war zur Zeit kein wesentlicher Gefechtsl\u00e4rm zu h\u00f6ren. F\u00fcr den Oberst galt es jetzt vor allem, Verbindung mit dem II. und I. Bataillon, die selbstt\u00e4tig in das Gefecht getreten waren, zu gewinnen und die Gefechtskeitung in die Hand zu nehmen. Das III. Bataillon wusste er auf dem Vormarsch durch den Wald nordostw\u00e4rts Badonviller.<\/em><\/p>\n<p><em>Eben schickte er sich an, die Hauptstra\u00dfe in Badonviller vorzureiten, als er auf den Zug Mantel der 5. Kompanie stie\u00df. Oberleutnant der Reserve Mantel berichtete ihm, soweit sie ihm bekannt waren, die bisherigen Begebenheiten beim II. Bataillon und meldete, dass er mit seinem Zuge noch mit im Kampfe stehe. Ein Vorreiten auf der Hauptstra\u00dfe sei daher v\u00f6llig ausgeschlossen. Der Oberst versuchte nun abseits dieser Stra\u00dfe nach vorw\u00e4rts zu kommen und ritt mit dem Regimentsadjutanten und zwei Chevauxlegers durch verschiedene G\u00e4rten in das Ortsinnere. Da auf einmal prasselte, eben als die vier Reiter einen Obstgarten durchritten, heftigstes Feuer aus allern\u00e4chster N\u00e4he auf sie ein. W\u00e4hrend es dem Oberst gelang, durch ein kleines Gartent\u00fcrchen zu entkommen, setzten der Adjutant und die Chevauxlegers \u00fcber eine Hecke und entzogen sich so dem feindlichen Feuer. Als nun der Adjutant sich bem\u00fchte, mit dem Oberst wieder zusammenzukommen, ihn in verschiedenen G\u00e4rten vergeblich suchte, und dauernd nach ihm rief, stie\u00df er auf einen Artillerieoffizier, der ihm mitteilte, dass eine Batterie unmittelbar nordostw\u00e4rts Badonviller in Stellung gegangen sei, dort aber unter heftigem feindlichen Infanteriefeuer aus der Ortschaft leide und dringend Infanteriebedeckung ben\u00f6tige. Der Adjutant, vermutend, dass sein Oberst irgendwo getroffen lag, gab schweren Herzens die Suche nach ihm auf und galoppierte gegen den Wald ostw\u00e4rts Badonviller, um dem dorthin befohlenen III. Bataillon einen Befehl zum Eingreifen zu geben und um eine Kompanie als Artilleriebedeckung anzuweisen. Als er den Waldrand erreichte, traf eben auch das III. Bataillon dort ein, Major Euler, Hauptmann Freiherr von Feury und Oberleutnant Graf Armansperg zu Fu\u00df an dessen Spitze. Der Adjutant wies das Bataillon an, unverz\u00fcglich an Badonviller s\u00fcdlich vorbeizugehen und links vom I. Bataillon in den Kampf einzugreifen. Als Artilleriebedeckung wurde die 11. Kompanie unter Hauptmann Graf Spreti abgesondert.<\/em><\/p>\n<p><em>Als der Regimentsadjutant wieder am Nordosteck von Badonviller eintraf, sah er schon von weitem dort seinen Oberst stehen. Unversehrt! Der aber hatte inzwischen eine Leibertat begangen, die ein gl\u00e4nzend Vorbild war pers\u00f6nlicher Tapferkeit dem ganzen Regimente. Es war dem Oberst, wie er Deckung suchte vor dem m\u00f6rderischen Feuer, das Pferd erschossen worden. Zu Fu\u00df eilte er daher weiter und fand endlich Schutz hinter einer Mauer. Da fiel ihm pl\u00f6tzlich ein, dass am Sattel des Pferdes ja noch des Prinzen Arnulf S\u00e4bel befestigt sei. Ohne zu zaudern und nicht achtend der erneut auf ihn abgegebenen Sch\u00fcsse sprang der Oberst wieder an sein Pferd heran und l\u00f6ste den S\u00e4bel. Wie durch ein Wunder nur blieb er unverletzt bei dieser Heldentat.<\/em><\/p>\n<p><em>Inzwischen war auch die Maschinengewehr-Kompanie als Regimentsreserve mit freigemachten Gewehren von Les Carrieres her am Nordrand von Badonviller eingetroffen. W\u00e4hrend der Zug Wolfrum dem II. Bataillon zur Verf\u00fcgung gestellt wurde, r\u00fcckte der Zug des Oberleutnant Freiherr von Riedheim zum I. Bataillon, wo er aus einem Garten von Fenneviller mit gutem Erfolge gegen zur\u00fcckgehende Teile des Feindes wirken konnte. Auch eine Gruppe der 10. Kompanie war beim Regimentsstabe eingetroffen, es war eine jener Gruppen, die am 9. August als Stra\u00dfensperre gegen die Vogesen zur\u00fcckbelassen war. Nach Erledigung ihrer Aufgabe r\u00fcckte sie heute heran, und als sie auf ihrem Anmarsche Gefechtsl\u00e4rm h\u00f6rte, und erfuhr, dass das Leibregiment im Kampfe stehe, da gab es f\u00fcr diese braven Leiber nur den einen Wunsch, noch rechtzeitig zum Gefecht ihres Regiments zu kommen. Im Eil- und im Laufschritt r\u00fcckten sie an, keuchend und schwei\u00dfbedeckt, und ihre Freude war gro\u00df, als sie h\u00f6rten, noch nicht zu sp\u00e4t gekommen zu sein. Mit dieser Gruppe, mit ein paar Ordonnanzen und mit dem Maschinengewehr-Zug des Oberleutnants Graf Holnstein k\u00e4mpfte sich der Regimentsstab zum Stabe des in einer Mulde westlich Badonviller gelegenen II. Bataillons vor. Noch war hiebei mancher Widerstand im Orte zu brechen; doch Holnsteins Maschinengewehre taten ganze Arbeit.<\/em><\/p>\n<p><em>Das III. Bataillon setzte, nachdem es vom Regimentsadjutanten Weisung erhalten hatte, vorerst seinen Marsch l\u00e4ngs der Waldr\u00e4nder fort und r\u00fcckte zun\u00e4chst auf die H\u00f6he 391 s\u00fcdlich Badonviller. Von hier aus begann es mit der 10. und 9. Kompanie in vorderer Linie, mit der 12. Kompanie links gestaffelt, den Angriff gegen Fennewiller. Anfangs gewann das Bataillon gut Raum; als es aber aus dem Walde ostw\u00e4rts Fenneviller auf freies Feld trat, da empfing es ein wahrer Hagel von Infanterie- und Maschinengewehrgeschossen. Der Feind schien sich haupts\u00e4chlich in Fenneviller und in dem mit Fenneviller fast zusammenh\u00e4ngenden <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pexonne\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pexonne<\/a>\u00a0 eingenistet zu haben. Hohe Getreidefelder und Kartoffel\u00e4cker behinderten den liegenden Sch\u00fctzen des Bataillons den Blick nach dem Feinde. Die Verluste mehrten sich, und schon war es notwendig geworden, zwei Z\u00fcge der 12. Kompanie in die vordere Linie zu nehmen. Da rief der todverachtende Kommandeur, Major Euler, seinen Leuten zu: &#8222;Wir m\u00fcssen vorgehen!&#8220; und riss sein Bataillon durch sein pers\u00f6nliches Beispiel mit vor. Obwohl bald verwundet durch einen Knieschuss, behielt er die F\u00fchrung bei. Endlich, nach einigen Spr\u00fcngen, gelang es den Kompanien, des Feindes ansichtig zu werden und ihn unter gezieltes Feuer zu nehmen. Da wurde Major Euler ein zweites Mal getroffen, diesmal t\u00f6dlich. An der Spitze seines Bataillons, dieses zum Siege f\u00fchrend, f\u00fcr das Vaterland zu sterben, bis zum letzten Atemzuge ein leuchtendes Beispiel seinen Kompanien, das war Eulers stolzes Schicksal geworden. Und unmittelbar nach ihm wurde sein treuer Adjutant, Oberleutnant Franz Graf Armansperg, durch ein Schrapnell so schwer getroffen, dass er bald darauf entschlief. W\u00e4hrend einer kurzen Wiedererlangung des Bewusstseins fragte er noch: &#8222;Haben wir gesiegt?&#8220; und auf die ihm gewordene Antwort &#8222;Ja&#8220; spielte ein leises L\u00e4cheln um seine Z\u00fcge. Und wie Euler an der Spitze seines Bataillons, <strong><span style=\"color: #ff0000;\">so starb Hauptmann Freiherr von Feury, der Chef der Neunten, den Heldentod an der Spitze seiner Kompanie. <\/span><\/strong>Sein Geist aber lebte weiter in den Reihen der von ihm erzogenen Mannschaften, die von ihrem toten Hauptmann nicht wichen, wenn auch ganz besonders schweres Maschinengewehrfeuer aus den verstecken von Pexonne gerade jetzt erschreckend unter ihnen w\u00fctete. Schwere Minuten galt es da zu meistern. Erst als Leutnant der Reserve Egger der 12. Kompanie mit seinem Zuge unter bedeutenden Verlusten bei Pexonne eingedrungen und Feldwebel Schaller mit Mannschaften der 10. und 12. Kompanie gegen ein von links in die Flanke schie\u00dfendes Maschinengewehr vorgegangen war, wurde die Lage der 9. Kompanie wieder ertr\u00e4glicher. Auch die rechts von der 9. eingesetzte 10. Kompanie bekam wieder Luft und ging mit inzwischen als Artilleriebedeckung frei gewordenen Teilen der 11. Kompanie nun gleichfalls gegen den Ostrand von Pexonne vor.<\/em><\/p>\n<p><em>So waren also nach und nach die drei Bataillone des Regiments nebeneinander ins Gefecht getreten. Von 12 Uhr mittags an waren sie unbestrittener Herr von Badonviller und Fenneviller. Der Feind war, wo er sich vorher z\u00e4h verteidigt hatte, gewichen und hatte jeden weiteren Widerstand aufgegeben. Da das Regiment nach einem eingetroffenen Divisionsbefehl die Linie Neuviller &#8211; H\u00f6hen \u00f6stlich Badonviller nicht \u00fcberschreiten sollte &#8211; dieser Befehl war durch die Ereignisse allerdings l\u00e4ngst \u00fcberholt &#8211; lie\u00df der Oberst das Signal &#8222;Das Ganze! Halt!&#8220; blasen und befahl den Bataillonen, sich in ihren Stellungen nach Ordnung der Verb\u00e4nde zur Verteidigung einzurichten. Und wo noch vor kurzer Zeit heftiger Feuerkampf gew\u00fctet hatte, da standen jetzt, wie nach beendeter Man\u00f6ver\u00fcbung, Gruppen von Leibern und setzten Gewehre zusammen.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Regiment hatte seinen ersten Sieg erfochten. Es hatte einen zur Verteidigung eingerichteten Feind angegriffen, der wohl bei voller W\u00fcrdigung der Lage nur planm\u00e4\u00dfig und mit Artillerieunterst\u00fctzung h\u00e4tte angegriffen werden sollen. Aber der un\u00fcbertreffliche, prachtvolle Angriffsgeist der Leiber hat die Nachteile einer taktisch vielleicht nicht ganz gerechtfertigten Fechtweise nicht zur Wirkung kommen lassen. Ehe sich es der Franzose versah, sa\u00df ihm der Leiber an der Kehle. Und wenn der Angriff des Leibregiments an diesem Tage auch nicht in der Absicht der h\u00f6heren F\u00fchrung gelegen war, so war er doch zum gro\u00dfen Erfolge geworden. Nicht nur, dass hier am Nordabhange der Vogesen der Deutsche unzweifelhaft den ersten Sieg errungen hatte, die Wucht des Leiberangriffs hatte auch entschieden dazu beigetragen, einen Durchbruch starker feindlicher Kr\u00e4fte zu durch die Vogesen in die Rheinebene zu vereiteln. So kennzeichnet denn auch ein sp\u00e4terer Tagesbefehl des Generalkommandos den operativen Wert des Gefechts von Badonviller wie folgt: &#8222;Das Armeekorps hatte die Aufgabe, vorzusto\u00dfen und starke Kr\u00e4fte auf sich zu ziehen. Durch die seltene Tapferkeit der Truppen ist dies v\u00f6llig gelungen; eine starke \u00dcbermacht setzte der Gegner gegen uns an, da ihn der k\u00fchne Vorsto\u00df gegen Badonviller irregeleitet hatte.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>Die h\u00f6here F\u00fchrung hatte am Morgen des Tages in das Gefecht erst dann eingreifen k\u00f6nnen, als Badonviller l\u00e4ngst schon genommen war. Der brigadekommandeur sandte etwa 8.30 Uhr vormittags die Brigadereserve, die 5.\/1. Infanterie-Regiment nach Badonviller, wo sie noch in den H\u00e4userkampf verwickelt wurde und beorderte die 1. Abteilung des 7. Feldartillerie-Regiments nach Les Carrieres, von wo aus zwei Batterien das Feuer aufnahmen. Eine dritte Batterie wurde dann sp\u00e4ter an den Nordrand von Badonviller vorgeworfen. Der Divisionskommandeur stellte seinerseits das I. Bataillon des 16. Infanterie-Regiments und die 1. Abteilung des 1. Feldartillerie-Regiments zur Verf\u00fcgung. Die beiden Eskadrons der Division wurde zur Sicherung und Aufkl\u00e4rung in die linke Flanke der 1. Infanterie-Brigade entsandt. Das rechts vom Leibregiment stehende 1. Infanterie-Regiment wurde angewiesen, durch einn Vorsto\u00df nach S\u00fcden das Leibregiment zu entlasten. Auch die 2. Infanterie-Division wurde gebeten, von Halloville auf Ancerviller vorzusto\u00dfen. Bis indessen diese Ma\u00dfnahmen wirksam werden konnten, hatte das Leibregiment schon l\u00e4ngst seine Arbeit getan und den Feind geworfen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zwischen 10 und 11 Uhr vormittags begann die Artillerie sich umzugruppieren. Batterien der 1. Abteilung 7. Feldartillerie-Regiment, sp\u00e4ter auch der 1. Abteilung 1. Feldartillerie-Regiment gingen unmittelbar westlich Badonviller in Stellung. Mit lautem Jubel begr\u00fc\u00dften die Leiber jeden bellend aus den Rohren fahrenden Schuss. Die 3. Batterie des 7. Feldartillerie-Regiments, die kurze Zeit auf einer H\u00f6he s\u00fcdlich Badonviller in Stellung war, ging 10.30 Uhr \u00f6stlich Fenneviller in offener Feuerstellung und zwang eine feindliche Batterie s\u00fcdlich Pexonne, die dem I. Bataillon sehr unangenehm geworden war, in kurzer Zeit zum Schweigen.<\/em><\/p>\n<p><em>W\u00e4hrend die Bataillone des Regiments unbehelligt vom Feinde ihre Verb\u00e4nde ordneten, war es in Badonviller selbst immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Immer wieder fielen einzelne Sch\u00fcsse. Besonders in Gegend der Kirche und des Hauptplatzes hielten sich noch Versprengte verborgen und bel\u00e4stigten die den Ort absuchenden Kompanien des I. Bataillons. 16. Infanterie-Regiments. Im Laufe der ersten Nachmittagsstunden war auch das vom Divisionskommandeur nachgezogene 2. bayerische Infanterie-Regiment in Badonviller eingetroffen. Um gegen neue Feuer\u00fcberf\u00e4lle gesichert zu sein, nahm das vorderste Bataillon dieses Regiments dem B\u00fcrgermeister von Badonviller an seine Spitze. Mit einer langen wei\u00dfen Fahne in der Hand hatte dieser die eigenen Landsleute vom Schie\u00dfen abzuhalten. Trotzdem wurde das vorderste Bataillon pl\u00f6tzlich von einem Hagel von Geschossen \u00fcbersch\u00fcttet. Ungl\u00fccklicherweise befand sich befand sich zu gleicher Zeit die endlose Wagenkolonne mit den Verwundeten des Leibregiments auf den Stra\u00dfen. Gar manche der Verwundeten wurde ein zweites mal getroffen. Einzelne Wagenbespannungen, deren Lenker getroffen waren, wurden scheu, und in wilder Flucht rasten mit Schwerverwundeten beladene Fahrzeuge die im Kreuzfeuer liegenden Stra\u00dfen. Aber bald machten die Zweier und Sechzehner kurzen Prozess, wie am 10. August die Leiber in Parux. Wo geschossen wurde, wurde nach Kriegsrecht verfahren.<\/em><\/p>\n<p><em>Von 4 Uhr nachmittags an wurde das Leibregiment auf Befehl der 1. Division durch das 2. Infanterie-Regiment abgel\u00f6st. Seine Bataillone sammelten in der N\u00e4he des Regimentsstabes westlich Badonviller.<\/em><\/p>\n<p><em>Etwa 5 Uhr nachmittags begann pl\u00f6tzlich wieder franz\u00f6sisches Maschinengewehrfeuer in der Ortschaft. Vom Kirchturm herab beschoss ein wider alles Erwarten dort oben noch versteckt gehaltenes Maschinengewehr das auf dem Marktplatz rastende I. Bataillon 16. Infanterie-Regiment Hauptmann von Bomhard des 1. Feldartillerie-Regiment mit seiner Batterie beim Stabe des Leibregiments mit Front nach Westen stehend, lie\u00df ein Gesch\u00fctz wenden und schoss pers\u00f6nlich mit direktem Schuss auf das Fenster des Kirchturms. Schon der erste Schuss fuhr mitten ins Fenster hinein; das Maschinengewehr aber war verstummt f\u00fcr immer. W\u00e4hrenddessen herrschte auf\u00a0 auf dem Biwakplatze des Regiments reges Leben; die Feldk\u00fcchen kamen angefahren und brachten die Mittagskost; nach der Entspannung des Gefechts wurden Hunger und Appetit der Leiber nur noch \u00fcbertroffen durch brennenden Durst, den ungez\u00e4hlte, immer wieder gef\u00fcllte Eimer frischen Wassers kaum zu l\u00f6schen vermochten.<\/em><\/p>\n<p><em>Ein Divisionsbefehl wurde den Kompanien bekannt gegeben; die Abs\u00e4tze &#8222;Feind (mehrere Bataillone mit Maschinengewehre und Artillerie) ist bei Badonviller vom Infanterie-Leibregiment geschlagen worden und befindet sich in fluchtartigem R\u00fcckzuge&#8220; und &#8222;dem Infanterie-Leibregiment, das ich zu seinem tapferen Verhalten und seinem sch\u00f6nen Erfolge den Gl\u00fcckwunsch des Kommandierenden Generals und meinen eigenen ausspreche&#8220; l\u00f6sten bei allen Offizieren und Mannschaften begeisterte Hurrarufe aus. Etwa 6.30 Uhr abends, traf der Divisionskommandeur, Generalleutnant von Schoch, pers\u00f6nlich beim Regimente ein; unvergesslich wird es jedem Augenzeugen bleiben, wie er den siegreichen Regimentskommandeur umarmte und ihn zu dem herrlichen Siege seine Regiments begl\u00fcckw\u00fcnschte. Kurz darauf konnte den Bataillonen noch ein anderer Divisions-Befehl verlesen werden folgenden Wortlauts: &#8222;Seine Exzellenz der Kommandierende General l\u00e4sst der 1. Infanterie-Brigade zu ihrer Haltung und zu ihrem Erfolge, besonders dem Infanterie-Leibregiment, gratulieren. Ich bin stolz, eine solche Prachttruppe, als die sich heute das Infanterie-Leibregiment und das 1. Infanterie-Regiment erwiesen haben, unter meinem Befehl zu wissen.<\/em><\/p>\n<p><em>Im weiteren Verlauf des Nachmittags begruben die Leiber ihre toten Kameraden, manche drau\u00dfen, da wo sie ihr Leben gegeben haben f\u00fcr des Regimentes Ehre, manche drinnen im Friedhof von Badonviller. Ein einfach Holzkreuz, ein Busch Rosen oder Nelken oder ein Feldblumenstrau\u00df schm\u00fcckten die Gr\u00e4ber der 7 Offiziere und 90 Unteroffiziere und Leiber, denen heute so fr\u00fcher, aber herrlich sch\u00f6ner, durch Sieg gekr\u00f6nter Soldatentod beschieden war. Unvergessen bleibt uns ihr Name, unvergessen ihr Vorbild, unvergessen ihr durch Tod besiegelte Treue. Ehrend werden wir aber auch immer der 14 verwundeten Offiziere und 308 verwundeten Unteroffiziere und Leiber gedenken. Stundenlang mussten die Schwerverwundeten in gl\u00fchender Sonnenhitze, auf Leiterwagen gelegt, ihres Abtransportes harren, und als dieser endlich beginnen konnte, waren die Wehrlosen in den Stra\u00dfen Badonvillers erneut m\u00f6rderischem Feuer aus Kellern und Fenstern ausgesetzt. Doch kein St\u00f6hnen und Jammern und Wehklagen war zu h\u00f6ren. Mannhaft trugen sie den Schmerz. Ind als ihnen durch den Regimentsadjutanten mitgeteilt wurde, dass ihr Regiment einen herrlichen Sieg errungen, dass es 800 Gefangene gemacht, dass es zwei Kriegskassen mit 50.000 Francs in Gold erbeutet und weit \u00fcberlegenen Feind in wildem Anlaufe geschlagen habe, da winkten sie mit matter, blutiger Hand und ein leises Hurrah enthauchte ihren Lippen. Bei manchen allerdings leuchtete nur ihr Blick. Mit Einbruch der Dunkelheit machten sich die Bataillone des Regiments marschfertig. Mitten hindurch durch das brennende Badonviller f\u00fchrte alsdann der R\u00fcckmarsch. Welch grausig sch\u00f6nes Bild sich da dem Regiment bot! Hier gl\u00fchende Balken von den D\u00e4chern st\u00fcrzend, hier helle Flammen aus den Fenstern schlagend, dort grell erleuchtete Rauchschwaden gegen Himmel ziehend. Und an den Stra\u00dfenecken standen und sa\u00dfen zusammengerottet Trupps armer Weiber und Kinder, die tags\u00fcber versteckt, jetzt aber vom Feuer aus ihren Schlupfwinkeln getrieben waren. Weiter ging der Marsch hinein in das Dunkel der Nacht, vorbei am stillen Friedhofe. R\u00fcckw\u00e4rts blickend aber sahen wir Tausende von Glutfunken sich hoch hinaufwirbelns \u00fcber das brennende Dorf als Fanal unseres ersten Sieges.<\/em><\/p>\n<p><em>Bei Neuviller bezog dann in sp\u00e4ter Abendstunde das Regiment als Divisionsreserve Biwak. Gef\u00fchle weher Trauer um die verlorenen Freunde und Kameraden bewegten in j\u00e4hem Wechsel mit freudigem Stolze ob unseres ersten Sieges unser aller Herzen. Und lange noch floh der Schlaf die m\u00fcden Augen der um die Feuer sich kauernden Leiber. Ales es aber allm\u00e4hlich ganz stille geworden war, Mitternacht war l\u00e4ngst vor\u00fcber, das schrieb der Chef der 6. Kompanie die heute losgest\u00fcrmt war als erste vom Regiment, unser Robert Graf von Bothmer, auf eine Meldekarte wie folgt:<\/em><\/p>\n<p><em>O Badenweiler, sch\u00f6ne Stadt,<br \/>\nDu Perle der Vogesen,<br \/>\nWie mancher der um dich gefreit<br \/>\nIn ungest\u00fcmer Tapferkeit<br \/>\nWird nimmermehr genesen!<br \/>\nDie Leiber kamen \u00fcber Nacht,<br \/>\nUnd in des Morgens erster Bracht,<br \/>\nDa hatten sie in Waffentanz<br \/>\nDen allersch\u00f6nsten Jungfernkranz,<br \/>\nSo kennt der Feind am ersten Tag<br \/>\nDer Leiber schweren Kolbenschlag.<br \/>\nStill grub man unsere Toten ein<br \/>\nAuf Siegesh\u00f6hen in langen Reihn.<br \/>\nWir aber hielten Totenwacht!<br \/>\nIn hoher Flamme gro\u00dfer Pracht.<br \/>\nDurch Sieg und Tod ewig geeint,<br \/>\nSo stehn die Leiber vor dem Feind<\/em><\/p>\n<p>Am 13. August hatte sich das I. bayerische Armee-Korps da, wo es stand, einzugraben. Da jedoch der weit vorgeschobene linke Fl\u00fcgel der 1. bayerischen Infanterie-Division gef\u00e4hrdet schien, wurden hier nur Vorposten belassen, w\u00e4hrend die Division sich auf den H\u00f6hen s\u00fcdlich Montreux und Parux zur Verteidigung einzurichten hatte. Vom Regimente wurden im Laufe des Vormittags &#8211; nachdem ein vollkommen neue Offizierseinteilung vorgenommen worden war und zwei Bataillone und sechs Kompanien neue F\u00fchrer erhalten hatten &#8211; das I. Bataillon nach Haut d&#8216; Abre zur Verf\u00fcgung des 1. Infanterie-Regiments und des II. Bataillons nach Les Carrieres zur Verf\u00fcgung des Brigadekommandeurs.&#8220;.<\/p><\/blockquote>\n<p>Offiziell ist f\u00fcr Michael Kreuzpointner keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Reillon&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/54450+Reillon,+Frankreich\/@48.6001141,6.7194688,14z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x479477539c7fb135:0x40a5fb99a3af270!8m2!3d48.59863!4d6.743472&quot;;&quot;Reillon&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/54450+Reillon,+Frankreich\/@48.6001141,6.7194688,14z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x479477539c7fb135:0x40a5fb99a3af270!8m2!3d48.59863!4d6.743472\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/54450+Reillon,+Frankreich\/@48.6001141,6.7194688,14z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x479477539c7fb135:0x40a5fb99a3af270!8m2!3d48.59863!4d6.743472\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Reillon<\/a><\/span> beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.<\/p>\n<ul>\n<li>Leutnant der Reserve Heinrich Spegg, gefallen am 12.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Reillon&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/54450+Reillon,+Frankreich\/@48.6001141,6.7194688,14z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x479477539c7fb135:0x40a5fb99a3af270!8m2!3d48.59863!4d6.743472&quot;;&quot;Reillon&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/54450+Reillon,+Frankreich\/@48.6001141,6.7194688,14z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x479477539c7fb135:0x40a5fb99a3af270!8m2!3d48.59863!4d6.743472\"><a class=\"in-cell-link\" 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rel=\"noopener\">http:\/\/www.denkmalprojekt.org\/dkm_deutschland\/erharting_1870-71_wk1u2_bay.htm<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_26659\" aria-describedby=\"caption-attachment-26659\" style=\"width: 486px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-26659\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Michael-Kreuzpointner-vorne.jpg\" alt=\"\" width=\"486\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Michael-Kreuzpointner-vorne.jpg 486w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Michael-Kreuzpointner-vorne-182x300.jpg 182w\" sizes=\"auto, (max-width: 486px) 100vw, 486px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-26659\" class=\"wp-caption-text\">Sterbebild von Michael Kreuzpointner<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_26658\" aria-describedby=\"caption-attachment-26658\" style=\"width: 486px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-26658\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Michael-Kreuzpointner-hinten.jpg\" alt=\"\" width=\"486\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Michael-Kreuzpointner-hinten.jpg 486w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Michael-Kreuzpointner-hinten-182x300.jpg 182w\" sizes=\"auto, (max-width: 486px) 100vw, 486px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-26658\" class=\"wp-caption-text\">R\u00fcckseite des Sterbebildes von Michael Kreuzpointner<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Michael Kreuzpointner wurde am 01.08.1891 in Kreuzpoint, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Erharting, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Gefreiter in der 9. Kompanie des bayerischen Infanterie-Leib-Regiments.Am 12.08.1914 wurde er schwer verwundet und verstarb am 13.08.1914 im Alter von 23 Jahren bei Badenweiler (franz\u00f6sisch: Badonviller). \u00dcber den Todestag [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_wp_rev_ctl_limit":""},"categories":[2],"tags":[7141,2437,302,1366,217,5875,36,153,360,7140,1117],"class_list":["post-26660","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-weltkrieg","tag-badenweiler","tag-badonviller","tag-bauerssohn","tag-bayern","tag-denkmal","tag-erharting","tag-frankreich","tag-gefreiter","tag-infanterie-leib-regiment","tag-kreuzpoint","tag-schwer-verwundet"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26660","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26660"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26660\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":60639,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26660\/revisions\/60639"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26660"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26660"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26660"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}