{"id":26740,"date":"2025-11-02T00:00:47","date_gmt":"2025-11-01T23:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=26740"},"modified":"2021-01-28T17:36:45","modified_gmt":"2021-01-28T16:36:45","slug":"die-maenner-des-ersten-weltkriegs-teil-2-723-ignaz-brunninger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=26740","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner des Ersten Weltkriegs \u2013 Teil 2.723: Ignaz Brunninger"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Ignaz Brunninger stammte aus der bayerischen Gemeinde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Triftern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Triftern<\/a> und war Hausbesitzer. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Landwehrmann in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 20.07.1915 fiel er im Alter von 32 Jahren w\u00e4hrend der 2. Schlacht von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Munster_(Haut-Rhin)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnster<\/a>.<\/p>\n<p>Die Regimentsgeschichte des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments schreibt \u00fcber diesen Tag:<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;<em>Die zweite Schlacht um M\u00fcnster<\/em><\/p>\n<p><em>Die Gefechte am Lingekopf, Schratzmaennele und Barrenkopf am 20., 22., 26. und 27.7.1915<\/em><\/p>\n<p><em>Der Regiments-Kommandeur ordnete am 19. in Voraussicht des feindlichen Angriffs an, dass die am B\u00e4renstall befindliche Kompanie der Regiments-Reserve (9. Kompanie unter Oberleutnant Voigt) mit 1 Zug den in der Nordwestecke des Barrenkopfes befindlichen, stark ersch\u00fctterten Zug der 6. Kompanie abzul\u00f6sen und die 2. Linie am Schratzmaennele und im Sattel zwischen Schratzmaennele und Barrenkopf zu besetzen habe. Eine Kompanie der Brigade-Reserve wurde als Ersatz f\u00fcr die 9. Kompanie am B\u00e4renstall zur Verf\u00fcgung des rechten Regiments-Abschnitts angefordert. Die 12. Kompanie traf 1.00 Uhr morgens am B\u00e4renstall ein. F\u00fcr die Divisions-Reserve, II. Landwehr-Infanterie-Regiment 1, war Besichtigung auf dem Exerzierplatz Colmar f\u00fcr den 20. vormittags angesetzt. Der Antrag des Kommandeurs Landwehr-Infanterie-Regiment 2, dass diese ausfallen und das Bataillon zum Heranziehen f\u00fcr den bevorstehenden Kampf bereitgestellt werden m\u00f6chte, wurde abgewiesen.<\/em><\/p>\n<p><em>Am 20. 5.00 Uhr morgens begann der Feind mit der planm\u00e4\u00dfigen Zerst\u00f6rung unserer Stellung vom Schratmaennele bis zum Eichwald einschlie\u00dflich mit allen Kalibern des Feldkriegs, gegen den Sattel zwischen Schratzmaennele und Barrenkopf auch mit schweren Minen. Auch die Regiments-Reserve-Stelle in Hohrod und die r\u00fcckw\u00e4rtigen Stra\u00dfe und Wege wurden stark beschossen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Regiments-Kommandeur forderte beim Landwehr-Feld-Artillerie-Regiment 6 die kr\u00e4ftigste Erwiderung des feindlichen Feuers gegen Gro\u00dfen H\u00f6rnleskopf, Combekopf und die feindliche Stellung bei Mittelb\u00fchl an, beantragte die Heranziehung der zweiten Kompanie der Brigade-Reserve (11. Kompanie) mit 1 MG-Zug nach dem B\u00e4renstall, setzte von der Regiments-Reserve (10. Kompanie) in Hohrodberg 2\/3 nach der Badener H\u00fctte, am S\u00fcdosthange des Barrenkopfes gelegen, in Marsch und stellte 1 Zug dem linken Unterabschnitt im Eichwald zur Verf\u00fcgung. Der dringende Antrag, die Besichtigung des II.\/Land.Inf.Rgts. ausfallen zu lassen, wurde abermals abgelehnt.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Regiments-Kommandeur begab sich mit dem Regiments-Stab nach dem entscheidenden Punkte des Kampfes, nach der Badener H\u00fctte am Barrenkopf. Dieser Berg bildete den rechten St\u00fctzpunkt f\u00fcr unsere M\u00fcnstertal-Front. Wenn er fiel und sich die feindliche Angriffsbewegung nach links \u00fcber den anschlie\u00dfenden Kleinkopf fortsetzte, waren das M\u00fcnstertal und die s\u00fcdlich dieses Tales gelegene Stellung der 8. bayerischen Reserve-Division auf dem Reichsackerkopf und Hilsenfirst stark gef\u00e4hrdet, wenn nicht unhaltbar.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Stellung des Landwehr-Infanterie-Regiments 2 war am 20. morgens folgenderma\u00dfen besetzt:<\/em><\/p>\n<p><em>Im rechten Regimentsabschnitt stand in erster Linie das II. Bataillon in der Reihenfolge<\/em><\/p>\n<p><em>5. Kompanie am Schratzmaennele<\/em><\/p>\n<p><em>6. Kompanie im Sattel, an der zerschossenen Nordwestecke des Barrenkopfs 1 Zug der 9. Kompanie<\/em><\/p>\n<p><em>7. Kompanie am Westhange des Barrenkopfs und Kleinkopfs<\/em><\/p>\n<p><em>8. Kompanie im Sattel zwischen Kleinkopf und Eichwald bei Hinterberg und Gebr\u00e4ch;<\/em><\/p>\n<p><em>in zweiter Linie<\/em><\/p>\n<p><em>2\/3 9. Kompanie auf dem Schratzmaennele und im Sattel zum Barrenkopf;<\/em><\/p>\n<p><em>in Reserve<\/em><\/p>\n<p><em>11. und 12. Kompanie am B\u00e4renstall \u00f6stlich Schratzmaennele, 2\/3 10. Kompanie bei der Badener H\u00fctte;<\/em><\/p>\n<p><em>Stab II. und III. Bataillon am B\u00e4renstall.<\/em><\/p>\n<p><em>Der linke Regimentsabschnitt war vom I. Bataillon besetzt in der Reihenfolge:<\/em><\/p>\n<p><em>2. Kompanie Westrand des Eichwald,<\/em><\/p>\n<p><em>3. Kompanie Katzensteine,<\/em><\/p>\n<p><em>4. Kompanie Muschlersberg,<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Kompanie Rebberg;<\/em><br \/>\n<em>in Reserve<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>1 Zug der 10. Kompanie am Eichwald, Ostrand<\/em><\/p>\n<p><em>hier auch Stab I. Bataillon<\/em><\/p>\n<p><em>Jedes Bataillon hatte 1 MG-Zug.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Schwerpunkt der Verteidigung war also auf den wichtigeren rechten Fl\u00fcgel gelegt.<\/em><\/p>\n<p><em>Das feindliche Zerst\u00f6rungsfeuer hielt unentwegt, mit wenigen Pausen, an und richtete besonders auf dem S\u00fcdhange des Schratzmaennele, im Sattel zwischen Schratzmaennele und Barrenkopf und auf diesem selbst starke Verw\u00fcstungen an. Unsere erste Linie im Sattel wurde mitsamt ihrer Besatzung versch\u00fcttet, auch die zweite Linie schwer besch\u00e4digt. Die Barrenkopf-Besatzung in der Nordwestecke wurde derart gelichtet, dass 1 Zug der 10. Kompanie zu ihrer Auff\u00fcllung eingesetzt werden musste. Auch Oberleutnant Reck musste die 12. Kompanie zur Besetzung der weiten L\u00fccken, die die zweite Linie im Sattel aufwies, ausgeben. Oberleutnant Roder begab sich im heftigsten Artilleriefeuer zu der k\u00e4mpfenden Truppe vor, um den Zusammenhang zwischen Schratzmaennele- und Barrenkopf-Besatzung wieder herzustellen.<\/em><\/p>\n<p><em>Um 1.30 Uhr nachmittags gingen starke feindliche Infanterie-Linien aus der Sturmstellung bei Glasborn zum Sturm vor, fluteten aber vor unserem sofort einsetzenden Infanterie- und MG-Feuer in ihre Ausgangsstellung zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n<p><em>Das feindliche Artilleriefeuer setzte mit erh\u00f6hter St\u00e4rke wieder ein. Um 3.00 Uhr nachmittags wurde es nach r\u00fcckw\u00e4rts und besonders stark gegen die Stra\u00dfe B\u00e4renstall-Wahlenstall-Schneiden verlegt. Die Umgebung der Badener H\u00fctte war in dichte Rauchwolken geh\u00fcllt. Wiederum trat der Feind in 5 losen Wellen hintereinander zum Sturm an. Wieder prasselten den feindlichen Alpenj\u00e4gern die Infanterie- und MG-Geschosse der bayerischen Landwehr, die die H\u00f6lle des feindlichen Artilleriefeuers \u00fcberstanden hatte, entgegen.<\/em><\/p>\n<p><em>Am Fu\u00dfe des Schratzmaennele geriet der Feind \u00fcberraschend in das Feuer unserer von ihrem kaltbl\u00fctigen F\u00fchrer, Hauptmann Pausch, geleiteten 5. Kompanie. Unsere neu angelegte 1. Linie war vom Feinde nicht entdeckt worden und daher von seinem Artilleriefeuer verschont geblieben. Er machte hier gar keine Fortschritte. Wohl aber nahm er rechts der 5. Kompanie Besitz von dem vom Landwehr-Infanterie-Regiment 1 angelegten, aber nicht besetzten Graben am Westhange des Lingekopfes und bedr\u00e4ngte von hier aus stark den rechten Fl\u00fcgel dieser Kompanie und besonders auch die Lingekopf-Besatzung des Landwehr-Infanterie-Regiments 1.<\/em><\/p>\n<p><em>Weiter drang der Feind im Sattel gegen den S\u00fcdhang des Schratzmaennele vor. Hier wurde er aber durch das falankierende Feuer des auf halbem Hang in Stellung gebrachten MG-Zuges des Offiziers-Stellvertreter Faulstich wirksam gefasst. Dem Feinde wurde durch das Feuer dieser MG die schwersten Verluste zugef\u00fcgt. Links vorw\u00e4rts von diesem MG-Zug feuerte Hauptmann Hainer, der unerschrockene F\u00fchrer der 6. Kompanie durch sein vorbildliches Beispiel die wenigen Leute seiner Kompanie, die das schwere feindliche Feuer \u00fcberstanden hatten, zu dem hartn\u00e4ckigsten Widerstande nan. Die tapfere Schar streckte auf n\u00e4chster Entfernung einen Feind nach dem anderen nieder. Sowie sich der feindliche Infanterie-Angriff aussprach, wurde die 11. Kompanie von Oberstleutnant Reck vom B\u00e4renstall aus zum gegensto\u00df am S\u00fcdhange des Schratzmaennele und im Sattel angesetzt. Entschlossen f\u00fchrte Hauptmann Ruidisch seine Kompanie vor. Sie kam gerade noch rechtzeitig an die 2. Linie heran, um gemeinsam mit der hier k\u00e4mpfenden 12. Kompanie unter ihrem tapferen F\u00fchrer, Oberleutnant Emminger, den feindlichen Angriff an dieser Stelle restlos abzuschlagen. Durch besondere Tapferkeit tat sich hierbei Unteroffizier Ludwig Pechaigner der 11. Kompanie auf dem Schratzmaennele hervor und spornte durch sein leuchtendes Beispiel als Gruppenf\u00fchrer seine Leute zum Ausharren im schwersten Feuer an. Wehrmann Peter Holzner der 12. Kompanie trug im schwersten Artilleriefeuer fortgesetzt Munition herbei.<\/em><\/p>\n<p><em>An der S\u00fcdseite des Sattels trat ein noch kampff\u00e4hig gebliebenes MG in dem zertr\u00fcmmerten Beton-Blockhaus in T\u00e4tigkeit und feuerte so lange, bis die Bedienungsmannschaften durch ein bei Glasborn stehendes feindliches MG au\u00dfer Gefecht gesetzt waren und die Schie\u00dfscharte durch eine feindliche Mine versch\u00fcttet worden war.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Masse der Franzosen blieb vor unserer Front liegen oder flutete zur\u00fcck. Nur einer gegen die zertr\u00fcmmerte Nordwestecke der Barrenkopf-Stellung angesetzten feindlichen Sturmabteilung gelang es, hier einzudringen. Leutnant Pr\u00e4huber warf sich dem \u00fcberm\u00e4chtigen Feinde mit einer kleinen Schar der 9. Kompanie heldenmutig entgegen. Der \u00dcberzahl gegen\u00fcber musste sie im Kampfe erliegen. Den heldenhaft k\u00e4mpfenden Offizier erreichte auf n\u00e4chster Entfernung das t\u00f6dliche Geschoss.<\/em><\/p>\n<p><em>Der F\u00fchrer der 9. Kompanie, Oberleutnant Voigt, eilte dem feindlichen Sturmangriff mit einem Teil seiner Leute zur Besetzung des an den Barrenkopf anschlie\u00dfenden, s\u00fcdlichsten Teiles der 2. Linie im Sattel entgegen. Er wurde durch eine feindliche schwere Granate versch\u00fcttet und am Tage danach tot ausgegraben. Auch Leutnant Hornick dieser Kompanie fand hier den Heldentod. F\u00fchrerlos wich eine Anzahl der auf dem Barrenkopf k\u00e4mpfenden Leute der 9. Kompanie dem Feinde aus und riss den zu ihrer Unterst\u00fctzung eingesetzten Zug der 10. Kompanie nmit sich fort. Der Gegiments-Kommandeur warf sich dem kopflosen Haufen entgegen und f\u00fchrte sie wieder gegen die H\u00f6he des Barrenkopfes vor. Hier gewannen diese Leute Anschluss an eine kleine, mutige Schar, die auf der H\u00f6he des Barrenkopfes dem Feinde das Vorw\u00e4rtskommen verwehrte. Vizefeldwebel Taubeneder der 9. Kompanie hatte beim Einsetzen des feindlichen Infanterie-Angriffs mit r\u00fccksichtsloser Tatkraft die in den Unterst\u00e4nden gegen das \u00fcberw\u00e4ltigende Artilleriefeuer Schutz suchenden Leute aus den Deckungen herausgeholt und durch das feindliche Artilleriefeuer hindurch auf die H\u00f6he des Barrenkopfes vorgef\u00fchrt. Im heftigsten feindlichen Infanterie- und eigenem Artilleriefeuer hielt er mit seiner todesmutigen Kampfgruppe, selbst als diese auf 8 Mann zusammengeschmolzen war, stand, bis die durch den Regiments-Kommandeur wieder vorgef\u00fchrten Leute sich ihm anschlossen und ihn bei der Abwehr unterst\u00fctzten. Dem Vizefeldwebel Taubeneder geb\u00fchrt das Verdienst, durch sein entschiedenes, opferfreudiges Handeln dem Feinde die Besitznahme des ganzen Barrenkopfes verwehrt zu haben. Er wurde f\u00fcr seine selbstt\u00e4tige, entschlossene, tapfere Tat mit der goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Ein Inhaber der goldenen Tapferkeitsmedaille, die er sich in der Champagne erworben hatte, Vizefeldwebel K\u00f6niger der 10. Kompanie, fand auf dem Barrenkopf, verzweiflungsvoll gegen feindliche \u00dcbermacht k\u00e4mpfend, den Heldentod.<\/em><\/p>\n<p><em>Als der Regiments-Kommandeur die Kuppe des Barrenkopfs in der Hand des Feindes sah, warf er seine letzte Reserve, 1 Zug der 10. Kompanie, auf den Kleinkopf und befahl dem F\u00fchrer der 10. Kompanie, Oberleutnant Vilbig, zusammen mit Teilen der 7. Kompanie unter Hauptmann Krug gegen den Feind auf dem Barrenkopf links umfassend vorzugehen. Diese beiden Kompanief\u00fchrer nahmen die Kampfgruppe auf dem Kleinkopf fest in die Hand und drangen mit ihr in dem am Westhange des Barrenkopfes f\u00fchrenden Kampfgraben bis zu der Nordwestecke der Barrenkopf-Stellung vor und verlegten hierdurch der nfeindlichen Schar, die sich auf der Barrenkopf-Kuppe festgesetzt hatte, den R\u00fcckzug.<\/em><\/p>\n<p><em>Nun &#8211; etwa 4 Uhr nachmittags &#8211; traf von der Brigade die Mitteilung ein, dass die Divisionsreserve II.\/Landwehr-Infanterie-Regiment 1, dem Landwehr-Infanterie-Regiment 2 zur Verf\u00fcgung gestellt sei. Bataillons-Stab und 3 Kompanien seien nach dem Kuhberg (\u00f6stlich Schratzmaennele), 1 Kompanie nach Hohrod in Marsch gesetzt worden. Dem immer dringender werdenden Antrag des Kommandeurs Landwehr-Infanterie-Regiment 2, die Besichtigung auf dem Exerzierplatz Colmar abzubrechen, war endlich Folge gegeben worden. Das Bataillon erstieg in der Julihitze die Vogesenh\u00f6hen und legte im Eilmarsch die 25 Kilometer Entfernung von Colmar bis zum B\u00e4renstall zur\u00fcck. Hierher hatte Oberstleutnant Reck 2 Kompanien des Bataillons herangezogen. 1 Kompanie war vom Bataillons-Kommandeur, Oberstleutnant von Grundherr, dem auf dem Lingekopf vom Feinde stark bedr\u00e4ngten Landwehr-Infanterie-Regiment 1 zur Unterst\u00fctzung gesandt worden. Oberstleutnant Reck erhielt vom Kommandeur Landwehr-Infanterie-Regiment 2 den Befehl, mit den beiden Kompanien den Barrenkopf von dem Rest des Feindes, der sich auf dessen Kuppe noch eingenistet hatte, zu s\u00e4ubern. Die 5. und 7. Kompanie 1. Landwehr-Infanterie-Regiment erstiegen unter F\u00fchrung des Oberstleutnant Reck den Barrenkopf und schritten unverz\u00fcglich zum Sturm. Die Sch\u00fctzen des Landwehr-Infanterie-Regiments 2 schlossen sich ihnen von allen Seiten an. Die Kampfgruppe des Hauptmann Krug und Oberleutnant Vilbig drang von Westen her vor- Die nun v\u00f6llig eingekreisten Franzosen wurden gefangen genommen. 1 Offizier, 51 unverwundete und 13 verwundete Alpenj\u00e4ger der Bataillone 22, 28, 70 und 106 fielen in die H\u00e4nde der bayerischen Landwehr.<\/em><\/p>\n<p><em>Unsere Stellung war wieder restlos in unserem Besitz. Aus eigener Kraft hatte die Infanterie den feindlichen Angriff abgewiesen. Die Artillerie vermochte sie nur ungen\u00fcgend zu unterst\u00fctzen, da damals die Verbindung mit ihr, besonders auch durch Leuchtzeichen, f\u00fcr schwere Kampfverh\u00e4ltnisse noch nicht hinreichend organisiert war. Landwehr-Feld-Artillerie-Regiment 6 war wegen seines kurzen Einsatzes mit dem Schie\u00dfen im Gebirge noch nicht vertraut, schoss infolgedessen mehrfach in die eigene Stellung hinein und f\u00fcgte unserer Infanterie dadurch Verluste zu.<\/em><\/p>\n<p><em>Gegen den linken Regimentsabschnitt richtete der Feind keinen Angriff, wohl aber lag auch auf ihm, besonders aber auf der Eichwald-Stellung, das schwerste Artilleriefeuer. Hier wirkte das feindliche 28 cm-Kaliber verheerend. Die vordersten Gr\u00e4ben wurden vollst\u00e4ndig versch\u00fcttet, die Unterst\u00e4nde alle zertr\u00fcmmert.<\/em><\/p>\n<p><em>Die ganze Regimentsstellung zeigte \u00fcberhaupt derartige Zerst\u00f6rungen, vornehmlich auch an den Hindernissen, dass sie ihre Sturmfreiheit eingeb\u00fc\u00dft hatte und nur wenig Schutz gegen Artilleriefeuer mehr bot.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Regiments-Kommandeur zog die von der Brigade nach Hohrod in Marsch gesetzte 8. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 1 nach der Badener H\u00fctte als seine Reserve heran, stellte 2\/3 davon aber auf dringende Anforderung des Oberstleutnant von Grundherr dem Landwehr-Infanterie-Regiment 1 f\u00fcr den Lingekopf alsbald zur Verf\u00fcgung.<\/em><\/p>\n<p><em>Die 6. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 2, die im Sattel zwischen Schratzmaennele und Barrenkopf bis \u00fcber die H\u00e4lfte aufgerieben worden war, wurde an den B\u00e4renstall zur\u00fcckgenommen und durch die 11. Kompanie ersetzt.<\/em><\/p>\n<p><em>Am Abend unternahmen die Franzosen noch einmal zwei Angriffe gegen den Barrenkopf. Sie wurden beide Male abgewiesen.<\/em><\/p>\n<p><em>In der Nacht vom 20.\/21. traf das Mecklenburgisches J\u00e4ger-Bataillon Nr. 14 zur Verf\u00fcgung des Regiments ein.<\/em><\/p>\n<p><em>Durch 2\/8 Radfahrer Kompanie der J\u00e4ger wurde der rechte Fl\u00fcgel der in der vorgeschobenen Linie am Schratzmaennele-Hang sehr ausgedehnten 5. Kompanie verst\u00e4rkt. Mit 2 Kompanien hatte das J\u00e4ger-Battailion die 7., 9., 10. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 2 und 5. und 7. Kompanie Landwehr-Infanterie-Regiment 1 auf dem Barrenkopf abzul\u00f6sen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der rechte Regiments-Abschnitt, dessen F\u00fchrung Oberstleutnant Reck beibehilt, wurde in zwei Unterabschnitte zerlegt. Die F\u00fchrung im Unterabschnitt A erhielt Oberstleutnant Roder, Kommandeur III.\/Landwehr-Infanterie-Regiment 2, im Unterabschnitt B Hauptmann von Diepow, der F\u00fchrer des J\u00e4ger-Bataillons 14.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Man begrub Ignaz Brunninger auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Hohrod&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/La+n%C3%A9cropole+allemande+du+Linge+Hohrod\/@48.0789162,7.1419617,494m\/data=!3m1!1e3!4m12!1m6!3m5!1s0x4793d8d8db925e89:0xba92ac4cb3276849!2sLinge+Memorial!8m2!3d48.083526!4d7.140328!3m4!1s0x4793d8ddb8ffffff:0xf865918dce0a94d2!8m2!3d48.0789042!4d7.1443239&quot;;&quot;Hohrod&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/La+n%C3%A9cropole+allemande+du+Linge+Hohrod\/@48.0789162,7.1419617,494m\/data=!3m1!1e3!4m12!1m6!3m5!1s0x4793d8d8db925e89:0xba92ac4cb3276849!2sLinge+Memorial!8m2!3d48.083526!4d7.140328!3m4!1s0x4793d8ddb8ffffff:0xf865918dce0a94d2!8m2!3d48.0789042!4d7.1443239\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/www.google.de\/maps\/place\/La+n%C3%A9cropole+allemande+du+Linge+Hohrod\/@48.0789162,7.1419617,494m\/data=!3m1!1e3!4m12!1m6!3m5!1s0x4793d8d8db925e89:0xba92ac4cb3276849!2sLinge+Memorial!8m2!3d48.083526!4d7.140328!3m4!1s0x4793d8ddb8ffffff:0xf865918dce0a94d2!8m2!3d48.0789042!4d7.1443239\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hohrod<\/a><\/span> in einem Massengrab.<\/p>\n<p>Seine Heimatstadt Triftern gedenkt Ignaz Brunninger noch heute auf einem Denkmal: <a href=\"http:\/\/www.denkmalprojekt.org\/2009\/triftern_wk1u2_bay.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.denkmalprojekt.org\/2009\/triftern_wk1u2_bay.htm<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_26742\" aria-describedby=\"caption-attachment-26742\" style=\"width: 493px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-26742\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Ignaz-Brunninger-vorne.jpg\" alt=\"\" width=\"493\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Ignaz-Brunninger-vorne.jpg 493w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Ignaz-Brunninger-vorne-185x300.jpg 185w\" sizes=\"auto, (max-width: 493px) 100vw, 493px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-26742\" class=\"wp-caption-text\">Sterbebild von Ignaz Brunninger<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_26741\" aria-describedby=\"caption-attachment-26741\" style=\"width: 493px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-26741\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Ignaz-Brunninger-hinten.jpg\" alt=\"\" width=\"493\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Ignaz-Brunninger-hinten.jpg 493w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Ignaz-Brunninger-hinten-185x300.jpg 185w\" sizes=\"auto, (max-width: 493px) 100vw, 493px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-26741\" class=\"wp-caption-text\">R\u00fcckseite des Sterbebildes von Ignaz Brunninger<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Ignaz Brunninger stammte aus der bayerischen Gemeinde Triftern und war Hausbesitzer. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Landwehrmann in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 20.07.1915 fiel er im Alter von 32 Jahren w\u00e4hrend der 2. Schlacht von M\u00fcnster. Die Regimentsgeschichte des 2. 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