{"id":26832,"date":"2025-11-13T00:00:08","date_gmt":"2025-11-12T23:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=26832"},"modified":"2021-01-30T18:56:34","modified_gmt":"2021-01-30T17:56:34","slug":"die-maenner-des-ersten-weltkriegs-teil-2-734-bartholomaeus-freudling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=26832","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner des Ersten Weltkriegs \u2013 Teil 2.734: Bartholom\u00e4us Freudling"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Bartholom\u00e4us Freudling wurde am 24.02.1881 in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Salenwang\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Salenwang<\/a> geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friesenried\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Friesenried<\/a>, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Wehrmann in der 9. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 19.08.1917 fiel er im Alter von 36 Jahren bei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/M%C4%83r%C4%83%C8%99e%C8%99ti\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u0103r\u0103\u0219e\u0219ti<\/a> in Rum\u00e4nien.<\/p>\n<p>\u00dcber den Todeszeitraum und die Todesumst\u00e4nde von Bartholom\u00e4us Freudling berichtet die Regimentsgeschichte des 26. bayerischen Infanteriue-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Der Angriff auf Marasesti 19.08.<\/em><\/p>\n<p><em>Am 18.08. begannen die Vorbereitungen zum Angriff f\u00fcr den 19.08., dieser sollte zun\u00e4chst in nordnordostw\u00e4rtiger Richtung die feindlichen Stellungen n\u00f6rdlich der Bahnlinie Maracesti &#8211; Panciu wegnehmen. Im weiteren Verlauf sollte dann in H\u00f6he von Maracesti mit vorgenommener linker Schulter, mit 26. Infanterie-Regiment als Drehpunkt, gegen Maracesti und n\u00f6rdlich davon nach Osten eingeschwenkt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Regiment stellte sich hierzu am 19.08. zwischen 3 und 4 Uhr morgens zum Angriff bereit, und zwar: II.\/26 beiderseits der Bahnlinie Focsani &#8211; Maracesti, Angriffsziel Maracesti, anschlie\u00dfend I. Bataillon mit 300 Meter Frontbreite, Angriffsziel das H\u00f6hengel\u00e4nde westlich der Stra\u00dfe Bisighesti &#8211; Marasesti, \u00bd III.\/26 Regiments-Reserve 300 Meter n\u00f6rdlich Tisita. Rest des III. Bataillons musste an 28. Infanterie-Regiment abgegeben werden, das links vom Regiment vorgehen sollte. Von 7 &#8211; 9 Uhr vormittags Vorbereitung des Angriffs durch unsere Artillerie und Minenwerfer. Auf Antrag des Regimentskommandeurs wurde noch eine M\u00f6rserbatterie auf die stark befestigten Bahnhofsanlagen von Marasesti gelegt.<\/em><\/p>\n<p><em>Um 9 Uhr vormittags treten die ersten Wellen des Regiments zum Angriff an, sie erhalten bald heftiges Feuer der scheinbar unersch\u00fctterten feindlichen Infanterie und Artillerie, bleiben jedoch trotz erheblicher Verluste im z\u00fcgigen Vorgehen. II. Bataillon nimmt gegen 9.50 Uhr vormittags den s\u00fcdlichen Teil der Bahnhofsanlage in Besitz, macht 100 Gefangene, kommt aber infolge feindlicher Gegenwirkung, haupts\u00e4chlich in der Flanke aus Marasesti heraus, nicht mehr weiter vor. Das I. Bataillon erreicht die Mulde n\u00f6rdlich Punkt 85. Der Angriff kommt hier unter der unverminderten feindlichen Feuerwirkung zum Stehen. Die Regimentsreserve war mittlerweile im heftigen feindlichen Artilleriefeuer in die Ausgangsstellung des I. Bataillons nachger\u00fcckt. Gegen 12.30 Uhr nachmittags wirft sich das I. Bataillon, flankierend unterst\u00fctzt durch II. Bataillon, erneut auf den Feind und nimmt ihm 150 Gefangene ab.<\/em><\/p>\n<p><em>Besonders zeichnete sich hier durch au\u00dferordentliche Tapferkeit der Vizefeldwebel der Reserve und Offizier-Aspirant Norbert Weinhuber aus, der als F\u00fchrer eines leichten Maschinengewehr-Trupps in schwerstem feindlichen Feuer, das zahlreiche Verluste in seiner N\u00e4he hervorrief, allein aus der Deckung nahe gegen die besetzte feindliche Stellung vorsprang und zun\u00e4chst mit dem Infanterie-Gewehr, dann mit einem auf seine Veranlassung vorgebrachten schweren Maschinengewehr so wirksam auf den Gegner schoss, dass von diesem die stark besetzte Stellung fluchtartig verlassen und hierdurch das weitere Vorgehen des I. Baraillons ohne Verluste erm\u00f6glicht wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>Inzwischen trifft den linken Fl\u00fcgel der Division und insbesondere die anschlie\u00dfende 115. Division ein starker feindlicher Gegensto\u00df, unterst\u00fctzt von flankierender feindlicher Artillerie. Der eigene Angriff kommt dadurch zum Stehen. Die erreichten Linien werden gehalten. Die stark gelichteten Verb\u00e4nde k\u00f6nnen ohne ausgiebigen Verst\u00e4rkung und besonders ohne \u00fcberlegene Artillerie zun\u00e4chst nicht mehr weiteren Boden gewinnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum ersten Mal seit langer Zeit waren hier die Rum\u00e4nen wieder auf den Plan getreten. Sie waren inzwischen in monatelanger Ruhepause jenseits des Sereth in franz\u00f6sische Schule genommen worden. Doch war es nur ein kurzes Aufflackern ihrer Gefechtst\u00e4tigkeit, ihr Gefechtswert stand nach wie vor weit hinter dem des deutschen Soldaten. Ihre Moral war ebenfalls in der langen Schonzeit nicht gehoben worden, wie wir im Folgenden sehen werden.<\/em><\/p>\n<p><em>So ist auch der 19. August als \u00fcberaus schwerer Kampftag ein jervorstechender Markstein in der Geschichte der Division und des Regiments. Hatte es doch unter \u00fcberaus ung\u00fcnstigen Verh\u00e4ltnissen, ersch\u00f6pft und geschw\u00e4cht durch Verluste und Krankheiten &#8211; die unertr\u00e4gliche Hitze des August hatte u. a. zahlreiche Darmerkrankungen hervorgerufen &#8211; seinen Mann vollauf gestellt.<\/em><\/p>\n<p><em>Unter den 217 blutigen Verlusten des 19.08. hatte das Regiment den Tod von vier Offizieren zu betrauern. Es waren dies der hochbegabte, vielversprechende Oberleutnant der Reserve Gschwendtner, die vorbildlich tapferen Leutnante Hell, Rager und K\u00fchn. Au\u00dferdem hatte das Regiment viele tapfere Unteroffiziere und Mannschaften auf dem Kampfplatz verloren.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Lage des Grabes von Bartholom\u00e4us Freudling ist unbekannt.<\/p>\n<p>Seine Heimatgemeinde Friesenried gedenkt Bartholom\u00e4us Freudling noch heute auf einem Denkmal: <a href=\"http:\/\/www.denkmalprojekt.org\/dkm_deutschland\/friesenried_wk1u2_bay.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.denkmalprojekt.org\/dkm_deutschland\/friesenried_wk1u2_bay.htm<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_26831\" aria-describedby=\"caption-attachment-26831\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-26831\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bartholomaeus-Freudling-vorne.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"628\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bartholomaeus-Freudling-vorne.jpg 800w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bartholomaeus-Freudling-vorne-300x236.jpg 300w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bartholomaeus-Freudling-vorne-768x603.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-26831\" class=\"wp-caption-text\">Sterbebild von Bartholom\u00e4us Freudling<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_26830\" aria-describedby=\"caption-attachment-26830\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-26830\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bartholomaeus-Freudling-hinten.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"628\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bartholomaeus-Freudling-hinten.jpg 800w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bartholomaeus-Freudling-hinten-300x236.jpg 300w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Bartholomaeus-Freudling-hinten-768x603.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-26830\" class=\"wp-caption-text\">R\u00fcckseite des Sterbebildes von Bartholom\u00e4us Freudling<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Bartholom\u00e4us Freudling wurde am 24.02.1881 in Salenwang geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Friesenried, und war Landwirt. 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