{"id":27821,"date":"2026-02-27T00:00:57","date_gmt":"2026-02-26T23:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=27821"},"modified":"2021-03-13T15:35:20","modified_gmt":"2021-03-13T14:35:20","slug":"die-maenner-des-zweiten-weltkrieges-teil-2-840-abbe-jean-brachmond","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=27821","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner des Zweiten Weltkrieges \u2013 Teil 2.840: Abb\u00e9 Jean Brachmond"},"content":{"rendered":"<p>Der Pater Jean Brachmond wurde am 08.03.1892 in Rueder geboren, einem Ortsteil der luxemburgischen Gemeinde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Clerf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Clerf<\/a>. Er wurde am 14.07.1918 zum Priester geweiht. Von 1918 bis 1919 war er Koadjutor in Iechternach, dann in Dikrech. Es schlossen sich Stationen als Kaplan in D\u00e9ifferdeng, Pfarrer in Zowaasch, Kaplan in Stadgronn\u00a0 (1926 &#8211; 1929), Pastor in Knapphouschent\u00a0 (1929 &#8211; 1935), Pastor in M\u00e9ischdref (Gemeng Mompech) ab dem 26.08.1935.<\/p>\n<p>Am 25. November 1940 wurde er von den Nazis wegen seiner patriotischen Haltung verhaftet und kam schlie\u00dflich in das Konzentrationslager Sachsenhausen und das KZ Dachau, wo er im Alter von nur 50 Jahren starb.<\/p>\n<p>\u00dcber sein Leben und Sterben berichtet eine Brosch\u00fcre\/Buch \u00fcber die Luxemburgische Kirche im Zweiten Weltkrieg:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Jean Brachmond stammte aus Roder (Marnach), wurde 1918 zum Priester geweiht und war seit 1935 zum Pfarrer von Moersdorf an der Untersauer bestellt. Nic. Heinen nennt ihn einen Liebhaber der summenden, regsamen Bienen, einen beweglichen Geist, wie wenige, fr\u00f6hlich und k\u00fchn.<\/em><\/p>\n<p><em>Jules Jost schrieb von ihm im Sonntagsblatt:<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Als das Land \u00fcberfallen wurde, stieg Pfarrer Brochmond ins Gest\u00fchl des Kirchturms und schwor, nachdem er die Str\u00e4nge durchgeschnitten hatte, nun w\u00fcrden die Glocken schweigen, bis sie den Sieg Englands einl\u00e4uten k\u00f6nnten.<\/em><\/p>\n<p><em>Tempus loquendi? Er konnte nicht schweigen. Ob ihm sein Freund, der amerikanische Gesch\u00e4ftstr\u00e4ger Platt Waller, einen wirklichen Freundschaftsdienst erwies, als er im Herbst 1940 nach Moersdorf zur Kirmesfeier kam, wo Brachmond noch einmal alle nationalen Register seines rednerischen K\u00f6nnens zog? Doch der Pfarrer stand bereits im schwarzen Buch der erst seit wenigen Monaten anwesesenden Gestapoleuten.<\/em><\/p>\n<p><em>Als der erste im Dorf der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volksdeutsche_Bewegung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">VdB<\/a> beigetreten war, hatte er \u00f6ffentliche Gebete f\u00fcr die Heimkehr des verlorenen Sohnes verk\u00fcndet, und als bald darauf sein Gebet erh\u00f6rt wurde, verk\u00fcndete er ein Rosenkranzgebet in der Kirche, als \u00f6ffentliche Danksagung. Solche M\u00e4tzchen konnte der Gestapo auf Dauer nicht verborgen bleiben, und so schritt sie am 25.011. zur Verhaftung den unbequemen Herrn von Moersdorf. Aus dem Gef\u00e4ngnis von Stadtgrund wurde er immer wieder in die Villa Pauly zum Verh\u00f6r geholt. Der tollk\u00fchne Pfarrer glaubte sich stark genug, die Machthaber des Dritten Reiches direkt anzugreifen. Das Katz-und-Maus-Spiel dauerte bis zum 20.12. Dann kam Pfarrer Brachmond \u00fcber Trier nach Berlin ins Gef\u00e4ngnis am Alexanderplatz. Von dort f\u00fchrte sein Weg ins Honzentrationslager Sachsenhausen-Oranienburg. Edy Moli schreibt von ihm: &#8222;Brachmonds schier unbesiegbare Dynamik wurzelte in einer ungew\u00f6hnlichen K\u00f6rperkraft und einem an \u00dcbermut grenzenden Temperament, lie\u00df ihn im Lager wohltuend unter den H\u00e4ftlingen auffallen. Im Gegensatz zu Redakteur B. Esch hatte er die Belastungen des konzentration\u00e4ren Lebens damals noch spielend ertrage. \u00dcbersprudelnder Optimismus hatte Trost und Freude in die allgemeine Trostlosigkeit gebracht. Dann f\u00fchrte sein Weg weiter nach Dachau.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>Jules Jost erz\u00e4hlt, wie Brachmond auch noch in Dachau nicht schweigen konnte: Er geh\u00f6rte zu den ganz wenigen, die es wagten, SS-Leuten Aug in Auge zu widerstehen. Der sp\u00e4tere Weihbischof <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johannes_Neuh%C3%A4usler\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neuh\u00e4usler<\/a> von M\u00fcnchen wusste davin eine Episode zu erz\u00e4hlen:<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Eines Tages hatte ein SS-Sturmscharf\u00fchrer vor Hunderten von Geistlichen des Pfarrerblocks in obsz\u00f6ner Weise gegen Gott, Christus und seine Kirche gewettert. Als er schlie\u00dflich pausierte, erdr\u00f6hnte aus den Reihen der Kleriker die klare und deutliche Stimme des Luxemburger Pfarrers Johann Brachmond: und die Pforte der H\u00f6lle werden sie doch nicht \u00fcberw\u00e4ltigen! Schrecken erfasste die anderen Geistlichen. Sie bangten um das Leben dieses mutigen Bekenners und f\u00fcrchteten das Schlimmste f\u00fcr sich selber. Doch der SS-Mann war so betroffen&#8230;und feige, dass er sich wortlos umdrehte und wegging.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>Brachmonds schalkhaftes Temperament, das ihn nie verlie\u00df, sicherte ihm viel Freunde in den verschiedenen Arbeitskommandos, denen er zugeteilt wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>Zusammen mit Batty Esch arbeitete er auf dem Trockenspeicher der Plantage, wo sie eines Tages Suppenpulver klauten, das sich nicht blo\u00df im Nachhinein als ungenie\u00dfbar erwies, aber f\u00fcr beide noch furchtbare Folgen haben sollte, die letzten Endes den Verzehr ihrer Kr\u00e4fte beschleunigen sollten. Jean Bernard erz\u00e4hlt:<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Ich habe gestohlen&#8220;, sagte Batty Esch mit verschmitztem L\u00e4cheln, wie wir uns eines Mittags mit der gef\u00fcllten Suppensch\u00fcssel in unsere Ecke des Schlafraumes verkriechen.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Das ist Suppenpulver. Es ist ein Gemisch von verschiedenen Gem\u00fcsen, getrocknet und fein gemahlen. Auf dem Trockenspeicher steht ein ganzer Sack voll. Ich wette, das l\u00e4sst sich gut in der Suppe verwenden. Der Bischof nahm auch davon.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn das letztere zum Zwecke hatte, moralische Bedenken bei mir zu verscheuchen, so war es \u00fcberfl\u00fcssig. Wir taten jeder eine gute Handvoll in die M\u00f6hrensuppe.<\/em><\/p>\n<p><em>Doch, was geschah? Das Ding tat sich auf wie K\u00fcchenteich, die ganze Suppe wurde v\u00f6llig steif und bekam einen derart scharfen Geschmack, dass wir schon nach dem ersten L\u00f6ffel hinausst\u00fcrzten, um am Wasserhahn den brennenden Mund zu k\u00fchlen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Suppe war ungenie\u00dfbar.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Schlimmste sollte noch kommen.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie wir am folgenden Tag zu Mittag einr\u00fcckten, war ziemliche Aufregung vor dem Gew\u00e4chshaus der Plantage.<\/em><\/p>\n<p><em>Zwei Jammergestalten knieten dort auf dem Pflaster, mit dem Gesicht zur Mauer gedreht. Als wir abmarschierten, blieben sie zur\u00fcck, von einem Posten bewacht. Es regnete und war windig kalt.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Es sind zwei Pfarrer, die gestohlen haben&#8220;, sagt triumphierend ein Kapo. &#8222;Wenn die bis heute abend nicht verreckt sind, kriegen sie 25 auf den Blo\u00dfen. Ja, so sind sie alle!&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>Eine schreckliche Ahnung stieg in mir auf, die leider bald zur Gewissheit wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>Batty Esch und Brachmond fehlten beim Mittagessen&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Wie wir am Nachmittag wieder am Gew\u00e4chshaus vorbeimarschierten, knieten die Ungl\u00fccklichen noch immer da, aber v\u00f6llig nackt und vom Stockwerk herunter gossen SS-L\u00fcmmel eimerweise Wasser \u00fcber sie aus.<\/em><\/p>\n<p><em>Bei der Arbeit wu\u00dfte jemand den Sachverhalt zu berichten.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Kommando war unerwartet gefilzt worden und die Taschenkontrolle fand bei Brachmond gr\u00fcne Spuren vom Diebstahl am vorigen Morgen vor.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum Abendappell erst durften Esch und Brachmond, mehr tot als lebendig, ins Lager zur\u00fcck.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>A. Turpel erz\u00e4hlt weiter:<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Es gibt Meldung, sagte Esch, und wir fliegen beide aus dem Trockenkommando. Aber das Schlimmste ist, dass wir Schmitz hereingelegt haben. Ich muss gleich morgen zu ihm.<\/em><\/p>\n<p><em>Tats\u00e4chlich hatte der Wiener Oberb\u00fcrgermeister seinen ganzen Einfluss eingesetzt, um zwei Pfarrer ein so feines Kommando zu verschaffen. Und nun hatten beide gestohlen!<\/em><\/p>\n<p><em>Noch ein anderer Gedanke war Batty Esch unertr\u00e4glich. Meine arme Mutter, sagte er wohl zwanzigmal an jenem Abend, im Trockenkommando h\u00e4tte ich vielleicht durchgehalten. Nun aber ist es aus. Und ich bin selber schuld daran. Es geschieht mir recht. Aber meine arme Mutter&#8230;Es ist auch in unserm Kommando nicht so schlimm, tr\u00f6stete ich. Und man findet dann und wann etwas zu essen. Wenn alles mal w\u00e4chst, die M\u00f6hren und die R\u00fcben&#8230;.Gestern schenkte mir aus dem Treibhauskommando einen jungen Rotkohlkopf&#8230;<\/em><\/p>\n<p><em>Aber w\u00e4hrend ich sprach, wurde mir pl\u00f6tzlich vor Schw\u00e4che \u00fcbel, und ich lie\u00df mich rasch auf den Strohsack gleiten.<\/em><\/p>\n<p><em>Wir gehen bald zusammen, sagte er, als er sich zu mir legte.<\/em><\/p>\n<p><em>Ja, sagte ich, und dann schliefen wir ein.<\/em><\/p>\n<p><em>Anderentags wurden die beiden Diebe unserm Kommando zugeteilt, und zwar mit der Weisung, dass sie in Strafe seien.<\/em><\/p>\n<p><em>Die eigentliche Meldung aber und die damit unfehlbar verbundene Strafe von 25 mit dem Ochsenziemer oder die zwei Stunden Baum blieben aus.<\/em><\/p>\n<p><em>Das kam so.<\/em><\/p>\n<p><em>Brachmond hatte sich kurz vorher beim Hauptsturmf\u00fchrer und Verwalter der Plantage als Imker gemeldet. Bienenzucht war das Steckenpferd des Verwalters, und er besa\u00df im Bering der Plantage ein herrliches Bienenhaus. Nun wurde Brachmond dem Gestrengen vorgef\u00fchrt, um eine Pr\u00fcfung zu bestehen und gegebenenfalls dem Bienenkommando zugeteilt zu werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Verwalter erkannte Brachmond sofort als den vor wenigen Tagen ertappten Dieb.<\/em><\/p>\n<p><em>Nun wurde der Ungl\u00fcckliche erst einmal ordentlich verhauen: wie er sich unterstehen k\u00f6nne&#8230;usw..<\/em><\/p>\n<p><em>Dann entspann sich ein psychologisch-diplomatischer Zweikampf: Der Hauptsturmf\u00fchrer br\u00fcllte nur von Diebstahl und Pfarrergesindel: Brachmond sprach nur von Honig und s\u00fc\u00dfen Dingen.<\/em><\/p>\n<p><em>Und er siegte.<\/em><\/p>\n<p><em>Zwar erhielt er das Bienenkommando nicht, noch wurden die beiden in den Trockenspeicher zur\u00fcckbestellt, an der Meldung aber kamen sie vorbei.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>Nun waren Brachmond und Esch also auch in der Plantage. Im Moorwasser stehend mussten die H\u00e4ftlinge Gr\u00e4ben ausheben, Torf ausstechen, W\u00e4lle aufwerfen und Lehmerde zur Bodenverbesserung herbeischleppen. Pfarrer wurden als Pflug und Egge gespannt, um den Boden zu beackern. Auf den riesigen Feldern hockten Hunderte von Geistlichen in langen Reihen auf den Knien, stundenlang, um Setzlinge in die Erde zu stecken. Die K\u00f6pfe mussten st\u00e4ndig gesenkt bleiben. Richtete ein H\u00e4ftling sich auf, so erhielt er vom SS-Aufseher unbarmherzig den strafenden Schuss in den R\u00fccken.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit dem verh\u00e4ngnisvollen Einsatz in der Plantage ging es auf einmal mit den Kr\u00e4ften der Priesterh\u00e4ftlinge rasch bergab. Bereits im Fr\u00fchjahr 1942 hatten Brachmonds Kr\u00e4fte schnell abgenommen. Er, der starke Mann, wurde eines der ersten Opfer der Plantage. Anfang Juli war er total ersch\u00f6pft. So wurde er in den Block 7 des Reviers verlegt, wo ebenfalls Bernard und Wampach todkrank lagen. Jean Bernard berichtet: Brachmonds K\u00f6rper war mit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Phlegmone\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Phlegmonen<\/a> \u00fcbers\u00e4t. Wenn er vom Verbinden kam, war er vom Kopf bis zu den F\u00fc\u00dfen in Papier geh\u00fcllt, so dass er einer Mumie glich.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Oberpfleger, auch ein H\u00e4ftling, nannte ihn nicht anders wie das Schreckgespenst. Ich hatte in meiner Umgebung geflissentlich von Brachmonds Resistenz-Husarenst\u00fcck erz\u00e4hlt und ein Echo davon war bis zum Oberpfleger gedrungen. Das brachte Brachmond eine gewisse Sympathie beim ganzen Revierpersonal ein, und man lie\u00df ihn gerne von der Heimat erz\u00e4hlen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Phlegmonen an Kopf und Hals verursachten dem Schreckgespenst empfindliche Kopfschmerzen. Dann sah er nichts und h\u00f6rte nichts, zog eine Rolle Abortpapier hervor und zeichnete stundenlang immer neue Modelle von Bienenk\u00e4sten.<\/em><\/p>\n<p><em>Eines Tages wurde ich erwischt, wie ich mit Brachmonds Decke in den Abortraum schlich, um sie heimlich auszuwaschen.<\/em><\/p>\n<p><em>Wo ist der Saufing? Raus mit ihm, nach Stube 4.<\/em><\/p>\n<p><em>W\u00e4hrend die Anstalten f\u00fcr den Transport des Freundes getroffen wurden, wankte ich zur\u00fcck zu seinem Lager, ihm ein Wort des Trostes zu sagen. Dabei glaubte ich jeden Augenblick zusammenzubrechen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dort erwartete mich das Schwerste, was ich in Dachau erlebte: der Freund war von Sinnen. Er redete wirres Zeug. Trotzdem erkannte er mich und fing pl\u00f6tzlich an, mir bittereste Vorw\u00fcrfe zu machen. Weshalb, verstand ich nicht mehr.<\/em><\/p>\n<p><em>Denn auf einmal wurde mir schwarz vor Augen. Ich sagte etwas und h\u00f6rte, dass ich nicht das sagte, was ich sagen wollte.<\/em><\/p>\n<p><em>Mit M\u00fche schlich ich zu meinem Lager zur\u00fcck, glitt unter die Decke, h\u00f6rte noch, wie Brachmond an mir hinausgetragen wurde, und befand mich pl\u00f6tzlich in einer anderen Welt.<\/em><\/p>\n<p><em>Pl\u00f6tzlich wurde dicht neben meinem Kopf ans halboffene Fenster geklopft. Dann h\u00f6rte ich die Stimme von Batty Esch: Brachmond ist tot&#8230;jetzt eben&#8230;in meinen Armen&#8230;Anderentags war Brachmonds Leiche noch nicht weg, lag aber ganz zuunterst auf dem Leichenhaufen, sodass wir nichts von ihm sehen konnten. Die Toten wurden im Waschraum nackt ausgezogen und vor der Baracke wie Holzscheite aufgeschichtet, bis das Kommando Krematorium sie mit dem Wagen abholen kam.&#8220;<\/em><\/p>\n<p><em>Der k\u00fchne Pfarrer Brachmond von Moersdorf war 50 Jahre alt. Die Urne mit seinen \u00dcberresten wurde am 07.09.1942 in aller Stille auf dem Kirchhof von Roder beigesetzt.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<figure id=\"attachment_27823\" aria-describedby=\"caption-attachment-27823\" style=\"width: 484px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-27823\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Jean-Brachmond-vorne.jpg\" alt=\"\" width=\"484\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Jean-Brachmond-vorne.jpg 484w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Jean-Brachmond-vorne-182x300.jpg 182w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-27823\" class=\"wp-caption-text\">Sterbebild von Jean Brachmond<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_27822\" aria-describedby=\"caption-attachment-27822\" style=\"width: 484px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-27822\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Jean-Brachmond-hinten.jpg\" alt=\"\" width=\"484\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Jean-Brachmond-hinten.jpg 484w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/Jean-Brachmond-hinten-182x300.jpg 182w\" sizes=\"auto, (max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-27822\" class=\"wp-caption-text\">R\u00fcckseite des Sterbebildes von Jean Brachmond<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Pater Jean Brachmond wurde am 08.03.1892 in Rueder geboren, einem Ortsteil der luxemburgischen Gemeinde Clerf. Er wurde am 14.07.1918 zum Priester geweiht. Von 1918 bis 1919 war er Koadjutor in Iechternach, dann in Dikrech. 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