{"id":28121,"date":"2026-04-03T00:00:40","date_gmt":"2026-04-02T22:00:40","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=28121"},"modified":"2021-03-24T06:39:10","modified_gmt":"2021-03-24T05:39:10","slug":"die-maenner-des-ersten-weltkriegs-teil-2-875-alois-freiberger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=28121","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner des Ersten Weltkriegs \u2013 Teil 2.875: Alois Freiberger"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Alois Freiberger stammte aus G\u00e4nsberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kraiburg_am_Inn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kraiburg am Inn<\/a>, und war der Sohn eines Landwirts ( Zieglerbauer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 4. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 04.04.1918 wurde er bei den schweren K\u00e4mpfen an der Somme schwer verwundet. Am16.04.1918 verstarb er nach 30 Monaten Kriegsdienst im Alter von 23 Jahren auf dem Transport nach D\u00fcren.<\/p>\n<p>\u00dcber die Umst\u00e4nde seiner Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Am 04.04.1918 sollte die Angriffshandlung fortgef\u00fchrt werden mit dem Ziel, den S\u00e9necat-Wald und die H\u00f6he n\u00f6rdlich <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rouvrel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rouvrel<\/a> in die Hand zu bekommen, 15. und 20. Infanterie-Regiment sollten in erster, 12. Infanterie-Regiment in zweiter Linie vorgehen, dieses mit dem Auftrage, den Angriff bei einer etwaigen Stockung sofort vorw\u00e4rts zu rei\u00dfen.<\/em><\/p>\n<p><em>Aus dem Waldlager von Beaucourt r\u00fcckten die Bataillone in der Abendd\u00e4mmerung des 03.04. zu ihren Bereitschaftspl\u00e4tzen am Westrand von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Villers-aux-%C3%89rables\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Villers-aux-\u00c9rables<\/a> ab, wo I.\/12. (Hauptmann Guth) als Divisions-Reserve zun\u00e4chst blieb. III.\/12. (Hauptmann Sch\u00e4ffer), gefolgt vom II.\/12. (Hauptmann Wingefelder), r\u00fcckten unter F\u00fchrung des Regimentskommandeurs, Oberstleutnant Wolf, nach S\u00fcden, \u00fcberschritten \u00f6stlich Genonville ferme die Avre und gelangten bei str\u00f6mendem Regen vollst\u00e4ndig durchn\u00e4sst gegen 5 Uhr morgens an ihre Aufstellungspl\u00e4tze.<\/em><\/p>\n<p><em>Um 8 Uhr vormittags trat das III. Bataillon, als der Kommandeur sah, dass Teile des 15. bayerischen Infanterie-Regiments bereits den Hang 1 \u00bd Kilometer s\u00fcdwestlich Moreuil sich hinaufschoben, an. Im Hohlweg der Stra\u00dfe Morisel &#8211; Gauvillers wartete das Bataillon das Vorgehen der \u00fcbrigen Teile des 15. bayerischen Infanterie-Regiments ab und unterst\u00fctzte dieses durch flankierendes Maschinengewehr-Feuer. Sodann folgte es dem II.\/15. in lichten Wellen. Die 11. Kompanie griff das W\u00e4ldchen a an, doch erst nach dreimaligem Sturm blieb es endg\u00fcltig in unserer Hand. Die \u00fcbrigen drei Infanterie-Kompanien nahm der Bataillons-Kommandeur, um den unter starkem Flankenfeuer leidenden F\u00fcnfzehnern ihr Fortschreiten zu erleichtern, nach links aus der Angriffsrichtung heraus und setzte sie zum Angriff auf die Anchin Ferme an. Mit Hilfe des links verl\u00e4ngernden II.\/12. gelang das Vorgehen. Der Kompanief\u00fchrer der 8. Kompanie (Leutnant der Reserve Winter) und sein nachfolger (Leutnant der Reserve Habecker) wurden verwundet; Vizefeldwebel Maurer f\u00fchrte die Kompanie weiter.<\/em><\/p>\n<p><em>12.45 Uhr nachmittags wurde die Ferme von Teilen des 12. und 15. Infanterie-Regiments gemeinsam genommen.<\/em><\/p>\n<p><em>Im weiteren Vorgehen kamen II. und III. Bataillon undseres Regiments bis etwa 600 Meter an Rouvrel heran, erhielten aber von dort so starkes Maschinengewehr-Feuer, dass in kurzer Zeit 50 % Verluste eintraten und die Kompanien am Abend ihre Linien etwas zur\u00fcck verlegten, Leutnant der Reserve Wegelin, Kompanief\u00fchrer der 5. Kompanie und sein Nachfolger, Leutnant der Reserve Gruber, wurden verwundet, der Adjutant des II. Bataillons, Leutnant der Reserve Feldenguth, um 6.30 Uhr abends durch Granatschuss get\u00f6tet. Am sp\u00e4ten Nachmittag schloss sich II.\/12. erneut dem Angriff der einschiebenden preu\u00dfischen 14. Infanterie-Division Richtung Rouvrel an. Doch auch dieser kam bald zum Stehen. Ein in der Abendd\u00e4mmerung unternommener Gegenangriff der Franzosen auf den linken Fl\u00fcgel unserer Division wurde gemeinsam zur\u00fcckgewiesen.<\/em><\/p>\n<p><em>Bis 1 Uhr nachmittags war das I. Bataillon aus eigenem Entschluss am Schlosspark von Moreuil herbei auch \u00fcber die Avre gegangen und stand s\u00fcdlich Morisel verwendungsbereit. Von hier trat es 3.20 Uhr nachmittags befehlsgem\u00e4\u00df zur Verst\u00e4rkung der vordersten Linie und zum Vorw\u00e4rtsrei\u00dfen derselben an. In sch\u00f6nster Ordnung und in einem Zug kam es trotz st\u00e4rkstem feindlichem Artilleriefeuer bei Anchin ferme an, riss die vorderste Linie noch etwas vor, wurde aber dann durch feindliches Feuer zu Boden gezwungen und grub sich ein. Die gro\u00dfe L\u00fccke, die sich zwischen ihm und den bereits im S\u00e9necat-Wald eingedrungenen Zwanzigern ergeben hatte, konnte nur m\u00fchsam und unvollst\u00e4ndig geschlossen werden.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<figure id=\"attachment_28102\" aria-describedby=\"caption-attachment-28102\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-28102\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Alois-Freiberger-vorne.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"675\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Alois-Freiberger-vorne.jpg 800w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Alois-Freiberger-vorne-300x253.jpg 300w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Alois-Freiberger-vorne-768x648.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28102\" class=\"wp-caption-text\">Sterbebild von Alois Freiberger<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_28101\" aria-describedby=\"caption-attachment-28101\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-28101\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Alois-Freiberger-hinten.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"675\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Alois-Freiberger-hinten.jpg 800w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Alois-Freiberger-hinten-300x253.jpg 300w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/Alois-Freiberger-hinten-768x648.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28101\" class=\"wp-caption-text\">R\u00fcckseite des Sterbebildes von Alois Freiberger<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Alois Freiberger stammte aus G\u00e4nsberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kraiburg am Inn, und war der Sohn eines Landwirts ( Zieglerbauer). 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