{"id":28219,"date":"2026-04-14T00:00:09","date_gmt":"2026-04-13T22:00:09","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=28219"},"modified":"2021-03-30T10:13:52","modified_gmt":"2021-03-30T08:13:52","slug":"die-maenner-des-ersten-weltkriegs-teil-2-886-heinrich-eimansberger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=28219","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner des Ersten Weltkriegs \u2013 Teil 2.886: Heinrich Eimansberger"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Heinrich Eimansberger wurde am 20.02.1886 geboren und stammte aus Standkirchen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weyarn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weyarn<\/a>, und war der Sohn eines Landwirts (Feichtsohn). Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Infanterist in der 3. Kompanie des bayerischen Infanterie-Leib-Regiments (die Angabe auf dem Sterbebild, er sei im Stab des I. Bataillons eingesetzt worden, ist wahrscheinlich falsch). Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Milit\u00e4r-Verdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 25.04.1918 fiel er im Alter von 32 Jahren nach 34 Monaten Kriegsdienst w\u00e4hrend der Schlacht um den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kemmelberg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Kemmelberg<\/a>.<\/p>\n<p>\u00dcber den Todestag und die Todesumst\u00e4nde von Heinrich Eimansberger berichtet die Regimentsgeschichte des bayerischen Infanterie-Leib-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Um 1 Uhr vormittags des 25. April hat II.\/L., um 2.15 Uhr vormittags III.\/L., um 3 Uhr vormittags I.\/L. seine Bereitstellung beendet. Beim Feind ist eine starke Nervosit\u00e4t unverkennbar. Er hat gegen\u00fcber II.\/L. offenbar im Schutze seines abendlichen Sperrfeuers seine Sicherungen weiter als sonst vorgetrieben. Seit Mitternacht nimmt auch seine Artilleriet\u00e4tigkeit zu, und insbesondere die Flankierungsbatterie aus Richtung Dranoeter fasst die bisherigen Gr\u00e4ben von II.\/L. Der Franzose unterh\u00e4lt ein dauerndes Postenfeuer und Maschinengewehr-Feuer, verschie\u00dft auch viele Gewehrgranaten und erleuchtet sein Vorfeld st\u00e4ndig mit Leuchtkugeln. Beim II.\/L., das sich erst eingr\u00e4bt, entstehen nicht unbedeutende Verluste. Der Kompanief\u00fchrer 5.\/L., Leutnant der Reserve Kammerer, wird durch Bauchschuss schwer verwundet. Der Ordonnanzoffizier beim Bataillonsstab, Leutnant der Reserve Maerz, \u00fcbernimmt die F\u00fchrung der Kompanie. Bis um 3 Uhr vormittags sind bei den Bataillonen vorderer Linie eingetroffen: beim III.\/L. \u00bd Zug Pionier-Kompanie 283, 4 Flammenwerfer; beim II.\/L. 1\/3 Regiments-Pionier-Kompanie mit Kompanief\u00fchrer, 1\/3 Regiments-Minenwerfer-Kompanie (Zug K\u00fcbler) &#8211; 4 Flammenwerfer. Hinter III.\/L. k\u00f6nnen zwei mittlere Minenwerfer der Minenwerfer-Kompanie 175 in Stellung gehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der aufgegangene Mond leuchtet schwach durch den Nebel.<\/em><\/p>\n<p><em>Um 3.30 Uhr vormittags beginnt die deutsche Artillerie mit der Vergasung des Kemmel-Nordhangs, der Barackenlager, Schluchten und Batteriestellungen n\u00f6rdlich des Kemmel. Die Geschosse von 18 Feldbatterien mit durchschnittlich 2.000 Schuss und 10 mittleren Batterien mit 600 Schuss rauschen \u00fcber unsere K\u00f6pfe. Die Windrichtung ist ung\u00fcnstig; die sich \u00fcber den Kemmelberg zur\u00fcckw\u00e4lzenden wei\u00dfen Gaswolken flie\u00dfen bis in den Douvebachgrund ab und zwingen auch die zum Sturm Bereitliegenden zum Aufsetzen der Gasmasken. Zun\u00e4chst steigert sich das feindliche Artilleriefeuer, und auch von den Kemmelh\u00e4ngen setzt lebhaft Maschinengewehr-Feuer ein. Der Gasbeschuss dauert zwei Stunden. 6 Uhr vormittags wandelt sich das fast lautlose Gasschie\u00dfen in Brisanzfeuer. Den 23 Feldbatterien im Alpenkorpsstreifen stehen f\u00fcr eine Stunde Wirkungsschie\u00dfen je 600 Schuss, den 22 mittleren und schweren Steil- und Flachfeuerbatterien 240 &#8211; 90 Schuss zur Verf\u00fcgung. Am Sturmreifschie\u00dfen sollten sich auch 23 mittlere und 12 leichte Minenwerfer beteiligen, doch d\u00fcrfte nur ein Bruchteil dieser Formationen bis in seine Feuerstellungen gelangt sein. Im Brisanzfeuer l\u00e4sst die franz\u00f6sische Infanterie- und Maschinengewehrt\u00e4tigkeit ganz merklich nach, und vor allem die Maschinengewehre an den Kemmelh\u00e4ngen verstummen zun\u00e4chst g\u00e4nzlich. Es ist kurz vor 7 Uhr morgens, die Rauch- und Staubentwicklung ist eine ganz gewaltige, und &#8211; da es schon heller Tag sein sollte &#8211; herrscht um den Kemmel eine tr\u00fcbe D\u00e4mmerung, aus der nur die rote Explosionsflamme matt aufleuchtet.<\/em><\/p>\n<p><em>Endlich ist der in fieberhafter Spannung erwartete Augenblick da. Es ist Schlag 7 Uhr und die vorderen Kompanien brechen los. W\u00e4hrend sich II.\/L. teilweise unversehrten Stellungen gegen\u00fcbersieht und dort sofort ein erbitterter Infanteriekampf einsetzt, haben im Angriffsstreifen vin III.\/L. Artillerie, Minenwerfer und die Gewehre der 3. Maschinengewehr-Kompanie vorz\u00fcgliche Vorbereitungsarbeit geleistet. Geschickt sich dem Gel\u00e4nde anpassend st\u00fcrmen die 9. und 10. Kompanie voraus. Der Bataillonsstab folgt mit der 11. Kompanie (Leutnant Freiherr M. von Godin) unmittelbar der 9. Kompanie.<\/em><\/p>\n<p><em>Gleich beim Antreten erh\u00e4lt die 9. Kompanie heftiges Feuer von vorne und von rechts. Sofort schwenkt der rechte Zug rechts ein und nimmt mehrere Maschinengewehr-Nester im ersten Anlauf. Dann dringt die Kompanie, ohne wesentlichen Widerstand zu finden, unter der Gunst der Rauch- und Staubentwicklung in die Unterstandgruppen am Kemmelfu\u00df ein und folgt fortan einem Hohlweg, der sich in Richtung auf den Kemmelturm hinaufzieht.<\/em><\/p>\n<p><em>Die 10. Kompanie (F\u00fchrer Leutnant der Reserve Gro\u00dfblotekamp) ist links neben der 9. zum Sturm angetreten. Mit den Z\u00fcgen Weigand und Korb in erster Linie erreicht sie, ohne viel Widerstand zu finden, im ersten Anlauf den Bahndamm. Hier geht ein Teil der franz\u00f6sischen Besatzung \u00fcber, bergan fl\u00fcchtende Franzosen werden wirksam mit Gewehr- und Maschinengewehr-Feuer gefasst. Der rechte Teil der 10. beh\u00e4lt den Anschluss an die 9., dagegen sind die \u00fcber offenes Acker- und Wiesenland vorgehenden Teile bald im flankierenden Feuer, das aus den Blockh\u00e4usern am Kleinen Kemmel aus 400 &#8211; 500 Meter Entfernung \u00fcber die Feuerwalze hin\u00fcber entgegenschl\u00e4gt. Mit Unterst\u00fctzung eines Zuges der 3. Maschinengewehr-Kompanie wird der Feuerkampf auf halbem Kemmelhang zun\u00e4chst aufgenommen; als aber II.\/L. und Teile der hinter der 10. Kompanie folgenden 12. die Blockh\u00e4user im Nahkampf umschlie\u00dfen, l\u00f6sen sich die Z\u00fcge Korb und B\u00fcrger der 10. aus dem Feuerkampf, und alle Teile der Kompanie k\u00f6nnen der Angriffsbewegung der 9. folgen.<\/em><\/p>\n<p><em>Unter der entschlossenen, tapferen F\u00fchrung und mitrei\u00dfenden Haltung des Oberleutnant der Reserve von Ruckteschell dringt die 9. Kompanie unaufhaltsam vorw\u00e4rts. Franz\u00f6sische Stollenbesatzungen, die den Hohlweg selbst und Stellungen im Walde besetzen sollen, werden aufgerollt. Ein starkes Maschinengewehr-Nest auf 2\/3 H\u00f6he wird von zwei Seiten angegriffen und im Handgranatenkampf erledigt. Ohne Aufenthalt geht es weiter, immer dicht hinter der Feuerwalze her, Noch einmal stellt sich der Gegner in stark besetzter Stellung unterhalb des Kemmelturms. Schie\u00dfend arbeiten sich die Z\u00fcge der 9. heran. Da bricht auch dieser letzte Widerstand zusammen. Ein Teil ergibt sich, ein anderer flieht, und um 8.05 Uhr vormittags erreicht die 9. Kompanie mit den letzten Granateinschl\u00e4gen den Kemmelturm, eben rechtzeitig, um feindliche Reserven abzuwehren, die im Begriffe waren, den Grat wieder zu besetzen. Die starken Unterst\u00e4nde unmittelbar am Gipfel werden mit Handgranaten ges\u00e4ubert. Der Gro\u00dfe Kemmel ist genommen, die Bresche geschlagen, und als wenige Minuten nach der 9. Kompanie die links anschlie\u00dfende 10. den Gipfel erreicht und ihre Z\u00fcge den Kemmelr\u00fccken \u00fcberschreiten, steigen, den gelungenen Sturm k\u00fcndend, Leuchtzeichen empor, und mitten unter ihnen schie\u00dft eine Brieftaube mit der Siegesmeldung des Bataillons-Kommandeurs davon. Wesentlich zum Erfolg der Infanterie hat die 3. Maschinengewehr-Kompanie (F\u00fchrer: Leutnant der Reserve Boehmer) beigetragen. Ihre Z\u00fcge sind aufgeteilt. Der 1. Zug ist in vorderster Linie mit der 9. Kompanie angetreten; die beiden anderen sind unmittelbar hinter ihr gefolgt. Die eigenen Linien \u00fcberschie\u00dfend halten sie von immer neuen Stellungen aus den Gegner an den Kemmelh\u00e4ngen nieder und helfen so in trefflichem Verfahren wechselnder Feuerunterst\u00fctzung der 9. und 10. Kompanie beim Vorgehen. Der 3. Zug st\u00f6\u00dft im Vorr\u00fccken auf einen feindlichen Unterstand, dessen Besatzung den Widerstand nicht aufgeben will. Mit Handgranaten, die Leutnant der Reserve Mitterer mit einigen Leuten in den Eingang wirft, wird sie au\u00dfer Gefecht gesetzt und ergibt sich. Sobald jeweils die Gewehre der nachfolhenden Maschinengewehr-Abteilung 205 die Ziele der 3 Maschinengewehr-Kompanie \u00fcbernommen haben, sucht diese wieder Anschluss an die st\u00fcrmenden Kompanien, um von neuer Stellung aus den Gegner niederzuk\u00e4mpfen.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_28237\" aria-describedby=\"caption-attachment-28237\" style=\"width: 1212px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-28237\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Der-Kemmel.jpg\" alt=\"\" width=\"1212\" height=\"569\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Der-Kemmel.jpg 1212w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Der-Kemmel-300x141.jpg 300w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Der-Kemmel-800x376.jpg 800w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Der-Kemmel-768x361.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1212px) 100vw, 1212px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28237\" class=\"wp-caption-text\">Der Kemmel um 1918<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Die 12. Kompanie (F\u00fchrer Leutnant Schoener) folgt zun\u00e4chst in Reihenkolonnen der 10. dicht auf, dringt dann in die Talsenkung zwischen Gro\u00dfem und Kleinem Kemmel und in die dortigen Barackenlager ein, entzieht sich dadurch, dass sie der Tiefenlinie folgt, der Maschinengewehr-Wirkung aus der Blockhauslinie am Kleinen Kemmel. Noch im toten Winkel steigt sie links drehend gegen den Sattel zwischen beiden H\u00fcgeln hinan, um das heftige Maschinengewehr-Feuer gegen die Flanke des III.\/L. auszuschalten, und versucht mit dem Zug Bernhard Freiherr von Pechmann und einem Flammenwerfer einen entschlossenen Angriff auf die Blockhauslinie, der nicht gelingt. Franzosen, die von der Nordseite des obersten Kemmelr\u00fcckens heraneilen, geraten ins Feuer der 12.\/L. und erleiden schwerste Verluste. &#8211; So sind Teile der 12. in den Gefechtsstreifen des II.\/L. gelangt. Als aber II.\/L. dicht an der Blockhauslinie liegt, l\u00f6st sich die 12. aus dem Kampf, zieht sich in Reihenkolonne im toten Winkel um den Gro\u00dfen Kemmel und folgt ihrem Bataillon, das bereits im Abstieg am Nordhang begriffen ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Wesentlich z\u00e4her als bei III.\/L. entwickelt sich von Anfang an der Angriff beim II. Bataillon. Kurz vor 7 Uhr vormittags fallen mehrere schwere Geschosse &#8211; offenbar eigene mittlere Minen &#8211; in die Trichter der 5. Kompanie und bringen schwere Verluste. Da das Minenfeuer gleich ungl\u00fccklich liegen bleibt, ist ein Teil der Kompanie zum Ausweichen nach der Seite und r\u00fcckw\u00e4rts gezwungen. Bei der Bergung der versch\u00fctteten Kameraden im feindlichen Feuer zeichnet sich Sanit\u00e4ts-Sergant Huber der 5.\/L. besonders aus. Die Bewegung der 5.\/L. entgehen den nahen franz\u00f6sischen Postierungen nicht, die mit Infanterie- und Maschinengewehr-Feuer lebhaft einsetzen.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch die erste Welle der 6. Kompanie, die wenige Minuten vor 7 Uhr sich n\u00e4her an die Wirkungsgrenze der Feuerwalze heranarbeiten will, wird sofort mit Maschinengewehr-Feuer gefasst, der Zugf\u00fchrer, Leutnant der Reserve Bierling, f\u00e4llt, der Zugf\u00fchrer, Leutnant der Reserve Kohl, wird schwer verwundet und mit ihnen eine ganze Anzahl ihrer Leute. Auf der ganzen Front des II.\/L. ist also noch vor Sturmbeginn der Infanteriekampf heftig entbrannt. Durch das sofort vorz\u00fcglich sitzende Feuer des Minenwerferzuges K\u00fcbler und durch den Einsatz der 2. Maschinengewehr-Kompanie (F\u00fchrer: Leutnant von Stettner) gehen die franz\u00f6sischen St\u00fctzpunkte &#8211; zwei Bauernh\u00e4user, die noch unversehrt vor der Feuer- und Rauchwand der bereits beginnenden Feurwalze aufragen &#8211; bald in Tr\u00fcmmer, die Reste der franz\u00f6sischen Besatzung, 70 &#8211; 90 Mann, kommen dem nun vorst\u00fcrmenden Bataillon bereits mit erhobenen H\u00e4nden entgegengelaufen. Aber die Maschinengewehre vom Kemmelhang haben den Angriff erkannt und feuern \u00fcber die Feuerwalze hinweg den St\u00fcrmenden entgegen. An der Feldbahnlinie am Fu\u00df des Kemmel schlie\u00dft das ganze Bataillon wieder dicht auf; im Vorgehen wird neuerlich die Sturmeinteilung getroffen.<\/em><\/p>\n<p><em>Am Kemmelfu\u00df werden noch einmal zwei Widerstandsnester, die sich gut hielten, genommen. Dann begegnen die neugeordneten Linien schwierigeren Vormarschverh\u00e4ltnissen. Der niedere und stark verdrahtete Buschwald wurde in dem vorangegangenen Vernichtungsfeuer zum dichten Verhau, in dem die Patrouillen kaum vordringen. Ein Hohlweg, der gerade bergan f\u00fchrt, saugt daher die Kompanien geradezu auf. Zug Dusold der 8., dann 5. und 6. dr\u00e4ngen in diesem Hohlweg aufw\u00e4rts. Zweimal versuchen franz\u00f6sische Stollenbesatzungen Widerstand, und es gelingt ihnen sogar, noch Maschinengewehre in Feuerstellung zu bringen; im Handgranatenkampf und Handgemenge wird aber rasche Entscheidung herbeigef\u00fchrt. 7.\/L. und der Rest 8.\/L. gehen getrennt von der Gruppe im Hohlweg \u00fcber die Abh\u00e4nge vor. Als die Feuerwalze um 7.40 Uhr vormittags \u00fcber den R\u00fccken des Kleinen Kemmel springt, ist eine erste Welle aus Mannschaften der Regiments-Pionier-Kompanie und der 8.\/L. nahe am Erfolg. Beim Sprung \u00fcber die 40 &#8211; 50 Meter offenes Ackerland, das die Betonblockh\u00e4user umgibt, setzt aber Dauerfeuer aus zahlreichen Maschinengewehren ein, und alle Handgranaten- und Flammenwerferangriffe, die sofort und entschlossen gef\u00fchrt werden, scheitern an den dichten und beinahe unversehrten Hindernissen, die die Blockhauslinie umgeben, auf ein paar Meter Entfernung. Um diese Zeit liegt noch am Kemmelhauptgipfel das zusammengefasste Feuer von 11 Steilfeuerbatterien, w\u00e4hrend kaum 200 Meter davon entfernt f\u00fcnf Betonbl\u00f6cke aus Schie\u00dfscharten, die dicht \u00fcber dem gewachsenen Boden liegen, Maschinengewehr-Dauerfeuer spr\u00fchen. &#8211; Da nunmehr dieses Feuer alle Abh\u00e4nge peitscht, werden alle Teile des II.\/L. in die Holhlwegkreuzung auf 100 Meter von den Blockh\u00e4usern als der einizigen Deckung zusammengedr\u00e4ngt, und es entsteht eine nicht unbedenkliche Anh\u00e4ufung von Kr\u00e4ften auf engstem Raum. Der Bataillonsf\u00fchrer, Hauptmann von Prancky, bespricht sich kurz mit dem F\u00fchrer der 12.\/L., und diese zieht sich dann aus dem Kampf im fremden Streifen. Als um 8.05 Uhr III.\/L. den Gro\u00dfen Kemmel \u00fcberschreitet, stockt der Angriff bei II.\/L. v\u00f6llig.<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_28241\" aria-describedby=\"caption-attachment-28241\" style=\"width: 898px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-28241\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Kleiner-Kemmel-Hang.jpg\" alt=\"\" width=\"898\" height=\"610\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Kleiner-Kemmel-Hang.jpg 898w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Kleiner-Kemmel-Hang-300x204.jpg 300w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Kleiner-Kemmel-Hang-800x543.jpg 800w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Kleiner-Kemmel-Hang-768x522.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 898px) 100vw, 898px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28241\" class=\"wp-caption-text\">Am Hang des Kleinen Kemmel &#8211; Hohlweg<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Der unersch\u00fctterte und sofort nach dem Wegrollen der Feuerwalze wieder bereite Feuerwiderstand des Verteidigers erkl\u00e4rt sich daraus, dass die Blockhauslinie und die sonstigen Verteidigungsanlagen am Kleinen Kemmel aller Erkundung entgangen waren, dass sie weder als ein besonderes Ziel f\u00fcr Zerst\u00f6rungsfeuer, noch auch im Gang der Feuerwalze ber\u00fccksichtigt waren. Die f\u00fcnf, durch scharf eingeschnittenen, \u00fcber mannstiefen Graben verbundenen Blockh\u00e4user zeigten nach der Einnahme auch nur an einer einzigen Wand einen Volltreffer, die vier am h\u00f6chsten und beherrschendsten gelegenen waren v\u00f6llig unversehrt. Die Betonw\u00e4nde und Decken waren \u00fcber 1 Meter stark, die Blockhauslinie selbst vollkommen von einem auch nach dem Angriffsfeuer beinahe unversehrten breiten Drahthindernis umgeben. \u00dcber die ganzen Anlagen (Blockh\u00e4user &#8211; Verbindungsgraben &#8211; Hindernis) war zudem ein Drahtgeflecht mit eingekn\u00fcpften gr\u00fcnen und braunen Lappen gezogen, wohl in der auch erreichten Absicht, eine Feststellung aus der Luft unm\u00f6glich zu machen. Bei den Handgranatenk\u00e4mpfen und den Versuchen, die Blockhauslinie im Grabenkampf aufzurollen, kam dieses Drahtgeflecht, unter dem sich zum Teil die K\u00e4mpfe auf ein paar Schritte Entfernung abspielen mussten, dem Verteidiger sehr zu nutzen.<\/em><\/p>\n<p><em>I.\/L. hat seine Bereitstellung nahe hinter dem III.\/L. um 3 Uhr vormittags beendet und bereits im Laufe der Nacht einige Verluste durch Artilleriefeuer erlitten. Es folgte als Bataillon zweiter Linie, im wesentlichen im Angriffsstreifen des III.\/L. Im Augenblick des Antretens wird es von einer Sperrfeuerlinie gefasst. Der Kommandeur, Hauptmann Graf Holnstein, f\u00e4llt durch einen Granatsplitter ins Herz getroffen, als er eben das Zeichen zum Vorgehen gibt. Das Regiment verliert mit ihm, der seit dem Ausmarsch alle K\u00e4mpfe mitgefochten hat, wiederum einen besonders bew\u00e4hrten, ebenso t\u00fcchtigen wie beliebten \u00e4lteren aktiven Offizier. Der Kompanie-F\u00fchrer der 3. Kompanie, Leutnant der Reserve Halt, wird schwer verwundet. Die Kompanien durchlaufen das Sperrfeuer. Rittmeister von Spies \u00fcbernimmt die Bataillonsf\u00fchrung. Den Infanterie- und Maschinengewehr-Feuer, das voim Kleinen Kemmel her\u00fcberschl\u00e4gt, weicht das Bataillon in den Hochwald aus, und es erreicht beinahe ohne weitere Verluste die H\u00f6henlinie schon bald nach dem III.\/L. Der Regimentsstab ist in der Bereitstellungszeit vorw\u00e4rts der Ferme Alouette gestanden und mit Sturmbeginn vorger\u00fcckt. Ein Meldekopf ist dicht an den Bereitstellungsraum des II.\/L. herangeschoeben, die 1. Kompanie als Meldel\u00e4uferkette dorthin mit Teilen eingesetzt. Bald nach Sturmbeginn schl\u00e4gt ein schwerer Volltreffer ein und t\u00f6tet den Regiments-Arzt, Oberarzt der Reserve Tr\u00f6ger, den Leutnant der Reserve und Ordonanzoffizier Dressel der 2. Maschinengewehr-Kompanie und den F\u00fchrer des Regimentsnachrichtenzuges, Offiziers-Stellvertreter Gerstner. Der Regimentsstab folgt zun\u00e4chst im Angriffsstreifen des II.\/L.; als aber dieses aus dem Hohlweg nicht mehr vorw\u00e4rts kommt, geht der Regimentskommandeur in den Angriffsraum des III.\/L. und erreicht die H\u00f6he beim Kemmelturm, wo er verbleibt, bis der Kampf um die H\u00fcgel endg\u00fcltig entschieden ist. Die 1. Kompanie h\u00e4lt mit Meldel\u00e4uferketten die Verbindung mit den Bataillonsst\u00e4ben aufrecht, nicht ohne Verluste zu erleiden.<\/em><\/p>\n<p><em>Ab 8.20 Uhr vormittags sind beim Regiment zwei Hauptkampfgruppen zu unterscheiden, die getrennt und beinahe ohne Zusammenhang fechten. II.\/L. ist auf n\u00e4chste Entfernung an die Blockhauslinie angerannt, wird von dieser festgehalten und verliert so bald jeden Zusammenhang mit den erfolgreicher vorst\u00fcrmenden Teilen des Regiments. Dagegen ist III.\/L. der Einbruch in die Hauptwiderstandslinie voll gelungen. Damit ist die Entscheidung gefallen. I.\/L. folgt dem gl\u00fccklich vorw\u00e4rts dringenden III.\/L. und schlie\u00dft am Kemmel auf.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Anblick, der sich nach der Erst\u00fcrmung des Gro\u00dfen Kemmel vom Gipfel aus bietet, ist \u00fcberw\u00e4ltigend gro\u00dfartig. Der Gegner scheint voller Aufl\u00f6sung zu sein. In westlicher und nordwestlicher Richtung, wohin immer das Auge frei zu sehen vermag: Feind in aufgel\u00f6ster Bewegung, marschierende Kolonnen, gr\u00f6\u00dfere und kleinere Trupps teils zur\u00fcckflutend in Richtung Loker und Scherpenberg, teils in gegenl\u00e4ufiger Bewegung in Richtung auf den Kleinen Kemmel. Von hier her ert\u00f6nt noch wilder Gefechtsl\u00e4rm. Major Graf Bothmer n\u00fctzt den Erfolg seines Bataillons sofort aus. Ein Zug der 11. Kompanie unter Leutnant der Reserve Mooseder erh\u00e4lt den Befehl, flankierend in den Kampf bei II.\/L. einzugreifen, der um den Kleinen Kemmel tobt. Die Maschinengewehre der 3. Maschinengewehr-Kompanie feuern in den zur\u00fcckflutenden Gegner, wo immer sie ihn fassen k\u00f6nnen. Die 9. und 10. Kompanie werden zur Verfolgung angesetzt. Die 12. Kompanie erh\u00e4lt den befehl, mit Anschluss an die 9. und 10. die Sicherung der linken Flanke zu \u00fcbernehmen. Immer noch ist der Anschluss an die Feuerwalze nicht aufgegeben. Aber die Verfolgung gestaltet sich wesentlich schwieriger, als es zun\u00e4chst den Anschein hatte. Das Bataillon, durch seinen Sieg wie ein Keil in die Stellung des Feindes hineingetrieben, w\u00e4hrend zu beiden Seiten noch schwer gek\u00e4mpft wird, sieht sich bald von links und rechts flankiert und \u00fcberdies leistet der Gegner an den bewaldeten Nordabh\u00e4ngen des Kemmel noch Widerstand. Mit gr\u00f6\u00dfter Entschlossenheit wird der Kampf gegen die einzelnen Widerstandsnester und Unterstandsbesatzungen gef\u00fchrt, und feindliche Unterst\u00fctzungen werden in raschem Angriff \u00fcberrascht und erledigt. So wird die Stra\u00dfe Deraet &#8211; Kemmel-Dorf bei Letteberg erreicht. Da erhalten die vorgesto\u00dfenen Kompanien starkes Flankenfeuer von rechts. Dort sind erhebliche Teile des Gegners, im Feuerkampf massierte Reserven, die hinter der R\u00fcckfallkuppe 97 bereitliegen. Vor dieser Kuppe stehen in scharfem Feuergefecht die preu\u00dfischen J\u00e4ger. Sofort wird auch unsererseits der Feuerkampf aufgenommen. Vernichtend jagen die Maschinengewehre der 3. Maschinengewehr-Kompanie ihre Garben in den \u00fcberraschten Gegner. Nicht lange dauert es und er verl\u00e4sst fluchtartig seine Stellungen. Nun haben auch die J\u00e4ger Luft bekommen. H\u00f6he 97 wird von ihnen genommen, und einige J\u00e4gerkompanien erreichen bald die genannte Stra\u00dfe. Da vom Kleinen Kemmel immer noch heftiger Gefechtsl\u00e4rm her\u00fcberschallt, setzt Major Graf Bothmer starke Sto\u00dftrupps an und zwar au\u00dfer dem schon vorher entsandten Zug Mooseder der 11. noch einen Zug der 12. Kompanie gegen den R\u00fccken des vor II.\/L. noch haltenden Gegners; au\u00dferdem wird auch ein Zug der 4.\/L. hier eingesetzt. Am Nordwesthang des Gro\u00dfen Kemmel geraten alle diese Einheiten in ungemein heftige Nahk\u00e4mpfe im Buschwald.<\/em><\/p>\n<p><em>Sobald die J\u00e4gerkompanien angeschlossen sind, wenden sich die 9. und 10.\/L. und 3. Maschinengewehr-Kompanie nach links und treffen auf starke englische Kr\u00e4fte, die eben in mehreren Linien \u00fcber Deraet auf den Kleinen Kemmel vorgehen. In wildem Angriff und mit vorz\u00fcglicher Maschinengewehr-Wirkung in der Flanke angefallen, werden die Engl\u00e4nder aufgerollt und unter schwersten Verlusten zur Flucht in Richtung auf die Lager bei Bruloose gezwungen. Auch zwei englische Kompanien, die beim Burggravehof in Stellung gehen wollen, werden angegriffen und die ausgedehnten Barackenlager von Versprengten ges\u00e4ubert. Maschinengewehre verm\u00f6gen das ganze offene Ackerland bis zu den Bahnd\u00e4mmen vor Brulooze zu beherrschen und jeden Versuch zu neuem Widerstand sofort zu brechen. Die 9. und 10.\/L. folgen im allgemeinen nun der nack Loker f\u00fchrenden Stra\u00dfe und k\u00f6nnen um die Mittagszeit mehrere feindliche Linien, die noch vor der Front der 4. bayerischen Infanterie-Division halten, zur\u00fcckdr\u00fccken und mehrere Widerstandsnester vernichten. Der enge Anschluss an die Nachbardivision l\u00e4sst sich am S\u00fcdende der Barackenlager von Brulooze herstellen; bis nach Loker hin scheinen alle feindlichen Truppen aufgel\u00f6st und vertrieben zu sein. Die 12. Kompanie hat inzwischen von Major Graf Bothmer Befehl erhalten, \u00fcber die Lager beim Burggravehof in nordwestlicher Richtung vorzusto\u00dfen und weiterhin f\u00fcr das III. Bataillon Anschluss und Richtung zu geben; dichtauf folgt die 11. Kompanie. Westlich des Barackenlagers wird Verbindung mit der 9. und 10. Kompanie aufgenommen; ohne nennenswerten Widerstand wird die Feldbahn bei Brulooze erreicht, an der ein Maschinengewehr-\u00dcberfall auf schanzende Franzosen gelingt, die auf der Flucht durch das dortige Lager verfolgt werden. Dabei f\u00e4llt eine leichte Feldhaubitzbatterie zu sechs Gesch\u00fctzen in Feuerstellung in die H\u00e4nde des Zuges Pechmann der 12. Kompanie.<\/em><\/p>\n<p><em>Ganze Scharen feindlicher Sch\u00fctzen str\u00f6men nun in gro\u00dfer Hast dem Scherpenberg zu. Aber das Bataillon hat das Tagesziel Burggravehof erreicht, ja sogar \u00fcberschritten. Die gewaltige Feuerglocke der eigenen Artillerie liegt vor dem Scherpenberg und vor Loker. Lange \u00fcberlegt Major Graf Bothmer, ob er die weitere Verfolgung aufnehmen soll, es wagen soll, mit dem III. Bataillon allein die Feuerglocke zu durchlaufen. Aber vorerst ist das eigene Artilleriefeuer zu stark und macht das Nachsto\u00dfen unm\u00f6glich.<\/em><\/p>\n<p><em>Ein ganz wesentlicher Teil der Erfolge des III. Bataillons ist der au\u00dferordentlichen F\u00fchrert\u00e4tigkeit des Majors Graf Bothmer, sowie der tapferen F\u00fchrer der 9. und 10. Kompanie, Oberleutnant der Reserve von Ruckteschell und Leutnant der Reserve Gro\u00dfblotekamp, zuzuschreiben, die ihre Kompanien zu H\u00f6chstleistungen im Angriff und r\u00fccksichtsloser Verfolgung mitzurei\u00dfen verstanden. Die Zugf\u00fchrer Leutnant der Reserve Betz, die Vizefeldwebel Ludwig und Sauer der 9., Leutnant der Reserve Weigand, Vizefeldwebel B\u00fcrger der 10., sowie Leutnant der Reserve Mitterer und Vizefeldwebel Kerscher der 3. Maschinengewehr-Kompanie hatten sie dabei in hervorragender Weise unterst\u00fctzt. Der ununterbrochene Kampf und die dauernde Verfolgung lie\u00dfen keine Zeit zur Z\u00e4hlung oder Feststellung der Gefangenenzahlen und der Beute an Kriegsger\u00e4t. Dass aber die Aufl\u00f6sung mehrerer englischer und franz\u00f6sischer Regimenter gelungen war, ist sicherlich keine \u00dcbertreibung.<\/em><\/p>\n<p><em>Seit 8.15 Uhr vormittags liegt II.\/L. mit allen Teilen eng gedr\u00e4ngt im Hohlkreuzweg dicht vor der Blockhauslinie. Zwar kann gegen 9 Uhr Leutnant der Reserve Maerz mit einem Zug der 5. und einer Gruppe der 6. aus dem Gefecht auf n\u00e4chste Entfernung gel\u00f6st werden und seinen Auftrag, um den Gro\u00dfen Kemmel herumgreifend einen Angriff von Nordosten her auf die Blockh\u00e4user zu f\u00fchren, versuchen. Beim Erkunden einer Feuerstellung f\u00fcr seinen letzten feuerbereiten Minenwerfer f\u00e4llt Leutnant der Reserve K\u00fcbler t\u00f6dlich getroffen in den Hohlweg zur\u00fcck. Ein nochmaliger Angriff mit Einsatz des letzten gebrauchsf\u00e4higen Flammenwerfers wird in wenigen Sekunden zusammengeschossen. <\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_28245\" aria-describedby=\"caption-attachment-28245\" style=\"width: 790px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-28245\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Flammenwerfer.jpg\" alt=\"\" width=\"790\" height=\"583\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Flammenwerfer.jpg 790w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Flammenwerfer-300x221.jpg 300w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Flammenwerfer-768x567.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 790px) 100vw, 790px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28245\" class=\"wp-caption-text\">Flammenwerfer im Einsatz<\/figcaption><\/figure>\n<p><em>Kurz nach 9 Uhr setzt aber ein Gegenangriff ein: \u00dcber den Hang des Gro\u00dfen Kemmel, den vor einer Stunde die 10. Kompanie ohne Widerstand zu finden \u00fcberschritt, kommen in dichten Schw\u00e4rmen Engl\u00e4nder und Franzosen gelaufen, und die Gr\u00e4ben, die dort bisher leer lagen, f\u00fcllen sich mit entschlossenen Verteidigern. Im Hohlweg, den der Gegenangriff flankiert, entstehen neue schwere Verluste. Es gelingt aber, auf engstem Raum 12 leichte und schwere Maschinengewehre in k\u00fcrzester Zeit in Stellung zu bringen, und diese erzielen auf 200 &#8211; 250 Meter Entfernung eine vernichtende Wirkung. Es dauert nur wenige Minuten, dann fliehen kleine Trupps waffenlos \u00fcber den Kemmel zur\u00fcck, die Mehrzahl der \u00dcberlebenden l\u00e4uft aber mit erhobenen H\u00e4nden den Hang in die Schlucht herab in Gefangenschaft. &#8211; Eine sp\u00e4ter aufgefundene franz\u00f6sische Situationsmeldung l\u00e4sst erkennen, dass ein englisch-franz\u00f6sisches Bataillon &#8222;Santos&#8220; aus dem Stollen unter dem Gro\u00dfen Kemmel heraus diesen Gegenangriff versuchte.<\/em><\/p>\n<p><em>Als dann wiederum eigene Freiwillige gegen den Kemmelsattel vorspringen, feuert die unversehrte Blockhauslinie, und es gelingt auch jetzt nicht, die 50 Meter offenen Gel\u00e4ndes, die vom Erfolge trennen, zu \u00fcberwinden. &#8211; Das an II.\/L. links anschlie\u00dfende 2. bayerische J\u00e4ger-Bataillon steht im heftigsten Kampf um die Geb\u00e4ude der Louis-M\u00fchle; die J\u00e4ger dringen haupts\u00e4chlich mit Handgranatenwerfern langsam im verdrahteten Buschwald vor. Es ist etwa 10.30 Uhr, als es dem Hauptmann Freiherr von Pranckh mit Sergant Helliel, Gefreitem Winkler und Leiber Rottmann der 6. gl\u00fcckt, vom linken Fl\u00fcgel des Bataillons aus in die Blockhauslinie einzudringen. Mit Handgranaten und im Grabenkampf auf Schrittentfernung gelingt es, drei Blockh\u00e4user wegzunehmen und damit bis auf den H\u00f6henkamm des Kleinen Kemmel vorzudringen und die franz\u00f6sischen Gegenst\u00f6\u00dfe, die im Graben sofort einsetzen, auf ein paar Meter Entfernung abzuschlagen. Aber Dauerfeuer aus Maschinengewehren am Hinterhang des Gro\u00dfen Kemmel und den von Sch\u00fctzen noch dicht besetzten H\u00e4usern ostw\u00e4rts Louis-M\u00fchle lassen ein weiteres Vordringen zun\u00e4chst nicht zu. Das \u00fcber die Verbindungsgr\u00e4ben und Betonkl\u00f6tze gezogene Tarnungsgeflecht erschwert den Kampf, bei dem die Handgranate am wirksamsten w\u00e4re, ungemein. Die 6. Kompanie (F\u00fchrer: Leutnant der Reserve Bretschneider) wird dicht an die drei genommenen Blockh\u00e4user herangezogen mit dem Auftrag, den Grabenkampf unabl\u00e4ssig zu f\u00fchren. Die 7. Kompanie, die sich nun im Hohlweg besser r\u00fchren kann, bekommt den Auftrag zum entscheidenden Angriff auf den Kemmelsattel. &#8211; Der Kompanief\u00fchrer, Leutnant Freiherr von Ow, einer der schneidigsten jungen Offiziere des Regiments, f\u00e4llt dabei durch Granatsplitter; Leutnant der Reserve Neubert der gleichen Kompanie wird durch den gleichen Einschlag schwer verwundet.<\/em><\/p>\n<p><em>Seit etwa 9 Uhr vormittags haben sich am Kemmel Nordwesthang, dann auch um die Schlucht hinter dem Kleinen Kemmel die schwersten K\u00e4mpfe, die nur von schwachen und vereinzelt fechtenden Z\u00fcgen der 5., 11. und 4. Kompanie getragen werden, abgespielt. Der Zug Mooseder der 11. Kompanie hat um 8.30 Uhr von seinem Bataillonskommandeur, Major Graf Bothmer, den Auftrag bekommen, gegen Maschinengewehr-Nester am Kemmel-Nordwesthang vorzugehen. Zug Strauch der 4. Kompanie, die beim Gipfel als Sicherungstruppe zur\u00fcckgeblieben ist, greift dann auch unterst\u00fctzend ein, und in scharfem Feuerkampf l\u00e4sst sich nun allm\u00e4hlich der Wald von einer gro\u00dfen Zahl von Widerstandsnestern s\u00e4ubern. Unteroffizier Haugg der 4. hat mit seinem leichten Maschinengewehr daran besonders r\u00fchmlichen Anteil. Auch franz\u00f6sische Reserven, die mit Front nach S\u00fcden an den H\u00e4ngen des Kleinen Kemmel bereit liegen, k\u00f6nnen au\u00dferordentlich wirksam mit Feuer gefasst werden, und Gegenangriffe, die Franzosen und Engl\u00e4nder aus den Stollenausg\u00e4ngen heraus immer wieder versuchen, lassen sich m\u00fchsam abwehren. Bei einem solchen Gegenangriff f\u00e4llt Leutnant der Reserve M\u00fcller der 4. Kompanie. &#8211; Ein Zug der 5. mit einer Maschinengewehr-Gruppe der 6. Kompanie unter Leutnant der Reserve Maerz ist im untersten Drittel des Kemmel nach einigen Kampfaufenthalten bis an den Steilrand vorgekommen, der den Ausgang des Kemmelberges beherrscht. Auch hier kommt es zu heftigstem Feuerkampf, besonders als der Feind um 11 Uhr vormittags durch die Schlucht einen verzweifelten Durchbruchsversuch wagt, der im Feuer auf n\u00e4chster Entfernung blutig zusammenbricht. Gefreiter Obermeier 5.\/L. und Leiber Laux 6.\/L. haben mit ihren leichten Maschinengewehren zu diesem Erfolg hervorragend beigetragen. Obwohl die beiden Kampfgruppen nur 2 &#8211; 300 Meter von einander entfernt fechten, bemerken sie einander nicht und halten sich f\u00fcr allein und ohne Unterst\u00fctzung im Umfassungsangriff. Der Buschwald, der vollkommen zerhackt und zertrichtert die Abh\u00e4nge deckt und eine \u00dcbersicht nur auf allern\u00e4chste Entfernung erlaubt, und der andauernde gewaltige Feuerl\u00e4rm, der die Schlucht erf\u00fcllt, verm\u00f6gen es zu erkl\u00e4ren, dass 1 \u00bd Stunden lang die beiden Gruppen ohne Kenntnis voneinander fechten. So entgehen auch den Angreifern einige Maschinengewehre, die oberhalb und bereits hinter ihnen und in gleicher Richtung mit ihnen feuern. Es sind vor allem jene, die dem II.\/L. das weitere Eindringen in die Blockhauslinie und den Vorsto\u00df \u00fcber den Sattel unm\u00f6glich machten. Bald nach 11 Uhr dringen aber Zug Mooseder und Leutnant der Reserve Maerz endg\u00fcltig ins Lager ein, Leuchtpistolensch\u00fcsse und Handgranatenw\u00fcrfe in die Stolleneing\u00e4nge beenden den Widerstand. Zuletzt kapituliert ein von einem franz\u00f6sischen Offizier bedientes Maschinengewehr, das am Kemmelwesthang nahe am Gipfel noch feuert, als sich die Lagerbesatzung bereits ergeben hat, etwa um 11.30 Uhr vormittags. An Gefangenen wurden im Stollenlager gez\u00e4hlt: ein franz\u00f6sischer Oberst, ein englischer Oberst und Brigadeur, 38 weitere englische und franz\u00f6sische Offiziere, an die 400 Mann. II.\/L. hat nun endlich freie Bahn, tritt sofort den Vormarsch an und ordnet seine im Gefecht stark durcheinander\u00b4gew\u00fcrfelten Einheiten. Um 12.30 Uhr nachmittags ist es zwischen Burggravehof und den Lagern von Brulooze versammelt und hinter III.\/L. bereitgestellt. Der Frontschutz des eigenen Artilleriefeuers liegt feindw\u00e4rts der Bahnlinie und der Barackenlager, die III.\/L. mit seinen drei Kompanien erster Linie besetzt h\u00e4lt; der Anschluss an das J\u00e4ger-Regiment 2 rechts und bayerisches 5. Infanterie-Regiment links besteht. Vom Feinde sind nurmehr einige Postierungen zu erkennen, und auch sein Artilleriefeuer beschr\u00e4nkt sich auf einige Sch\u00fcsse aus Feldkalibern im Raume vorw\u00e4rts des Kemmel. Sein Fernfeuer hinter den Kemmel scheint wesentlich heftiger zu sein. Das I.\/L. sammelt am Nordwesthang des Kleinen Kemmel, auf dem sich auch J\u00e4ger-Regiment 1 bereitlegt.<\/em><\/p>\n<p><em>Rechts vom Alpenkorps hat die 56. Infanterie-Division zwar das Dorf Kemmel genommen, ist \u00fcber die Ortschaft jedoch nicht wesentlich hinausgekommen. Der rechte Fl\u00fcgel des Alpenkorps ist daher stark zur\u00fcckgebogen; das hier eingesetzte J\u00e4ger-Regiment 2 hat Front gegen Nordnordosten, w\u00e4hrend die Front des Leibregiments gegen Nordwesten gerichtet ist. Links vom Leibregiment hat die 4. bayerische Infanterie-Division eine Linie Hospiz Loker &#8211; Lokerhof erreicht, anschlie\u00dfend biegt die 22. Reserve-Division bis in Gegend Bleugelhoek zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n<p><em>Beim Alpenkorps ist durch die Linksverschiebung des Leibregiments aus seinem Gefechtsstreifen heraus, welche eine Folge der Anziehungskraft des verfolgten Gegners bei Brulooze ist, das J\u00e4ger-Regiment 1 fast v\u00f6llig in die 2. Linie gekommen und liegt mit seinen vordersten Teilen ostw\u00e4rts und s\u00fcdostw\u00e4rts Brulooze, mit der Masse westlich und s\u00fcdostw\u00e4rts des Kleinen Kemmel.<\/em><\/p>\n<p><em>Die ersten Nachmittagsstunden vergehen im Raume n\u00f6rdlich des Kemmel in ganz auff\u00e4lliger Ruhe. Die F\u00fchrer in der Front, welche die unverkennbare Unordnung und das gel\u00e4hmte Widerstandsverm\u00f6gen des Feindes deutlich vor Augen haben, empfiniden es bitter, ihren Einbruch in den st\u00e4rksten Teil der feindlichen Front nicht zum Durchbruch ausgestalten zu k\u00f6nnen. Aber ein Vorgehen \u00fcber das vorgeschriebene Tagesziel ist seitens der h\u00f6heren F\u00fchrung ausdr\u00fccklich als unerw\u00fcnscht bezeichnet und durch die Feuerglocke der eigenen Artillerie l\u00e4ngere Zeit unm\u00f6glich gemacht. Nachdem beiderseits des Alpenkorps die Nachbarn zur\u00fcckhingen, h\u00e4tte ein Nachsto\u00dfen auf schmaler Front auch kaum zu einem durchschlagenden Erfolg gef\u00fchrt, der behauptet oder ausgebaut h\u00e4tte werden k\u00f6nnen. Zudem war die Artillerie des Alpenkorps am Nachmittag des 25.04.1918 noch nicht f\u00fcr die Unterst\u00fctzung eines neuen Angriffs bereit, da ihr Vorziehen \u00fcber die tief aufgeweichten, lehmigen Stra\u00dfen und das Trichtergel\u00e4nde sehr lange Zeit in Anspruch nahm.<\/em><\/p>\n<p><em>Das eroberte Material und die Zahl der vom Regiment gemachten Gefangenen lassen sich kaum in groben Zahlen sch\u00e4tzen. Ohne sie zu z\u00e4hlen oder zu bewachen, lie\u00df man die Gefangenen zur\u00fccklaufen; es gen\u00fcgte, dass sie ohne Waffen und mit erhobenen H\u00e4nden die Lienien der St\u00fcrmenden durcheilten. 4\/5 der Gefangenen waren Franzosen, meist der 154. Infanterie-Division, etwa 1\/5 Engl\u00e4nder. Die Gefangenenzahl im Abschnitt des Regiments ist mindestens gleich hoch mit der der Angreifer anzusetzen. Die blutigen Verluste des Feindes im Infanteriekampf waren ganz au\u00dferordentlich hoch. Am H\u00f6henkamm und am Nordabhang des Kleinen Kemmel h\u00e4uften sich stellenweise die Leichen. Das eroberte Ger\u00e4t blieb liegen; auch in den Tagen nach dem Sturm hatte niemand Zeit es aufzusammeln oder zur\u00fcckzuschaffen. Bei Brulooze waren eine leichte Feldhaubitzen-Batterie, in der Stollenschlucht mindestens eine schwere Feldhaubitzen-Batterie in Fahrstellung, eine Anzahl Feldk\u00fcchen und Heeresfuhrwerk liegen geblieben. Die Kampfbereitschaft der Gegner war allgemein gut, nur \u00dcberraschte ergaben sich; die meisten Kampfgruppen wehrten sich erbittert und kapitulierten erst dann, wenn ihre Lage hoffnungslos war. Auffallend war, wie Engl\u00e4nder die Franzosen f\u00fchrten, wie sie beim Angriff des Bataillons &#8222;Santos&#8220; voraussprangen. Engl\u00e4nder f\u00fchrten den Gegensto\u00df und den Durchbruchsversuch aus dem Stollenlager, sie veranlassten auch oft genug Franzosen, die die Gewehre schon weggeworfen hatten, zum Wiederaufnehmen der Waffen und zum Ausharren im Kampfe. Besonders rasch und genau war die Einweisung einiger feindlicher Batterien. &#8211; Bereits 8 Uhr vormittags lag heftiges Feuer am Kemmelfu\u00df, beim Kampf um die Blockh\u00e4user hatte II.\/L. h\u00e4ufige Granateinschl\u00e4ge unmittelbar hinter sich, und das Stollenlager bekam bereits Artilleriefeuer, als noch Gefangene aus dem Stollenlager herausgezogen wurden. Es ist wahrscheinlich, dass ein unterirdisches Kabel noch nach dem Sturm und auch noch in den folgenden Tagen in T\u00e4tigkeit bleiben konnte. &#8211; Das Wetter war von 8 Uhr vormittags an bis zum Abend ganz sonnenklar. Die Flieger, auf beiden Seiten sehr lebhaft t\u00e4tig, blieben ohne bemerkbaren Einfluss auf die Gefechtshandlungen.<\/em><\/p>\n<p><em>Um 4 Uhr nachmittags lebt die Feuert\u00e4tigkeit beim Feinde entschieden auf. Einschl\u00e4ge auch mittlerer Kaliber liegen immer h\u00e4ufiger in der Gegend von Deraet und des Burggravehofs, und feindliche Patrouillen beginnen wieder vorzuf\u00fchlen. An den H\u00e4ngen des Scherpenberges sind Besetzungslinien nun zu erkennen, die sich an die Gel\u00e4ndebedeckungen anlehnen. Mit zunehmendem Nachmittag werden die Postensch\u00fcsse und die Maschinengewehr-Feuerwellen h\u00e4ufiger. Ein Regimentsbefehl am sp\u00e4ten Nachmittag stellt die Fortf\u00fchrung des Angriffs am 26. auf den Scherpenberg in Aussicht. In der Abendd\u00e4mmerung bringen die Tragetierstaffeln volle Munitionserg\u00e4nzung und auch die meisten Kochkistentragetiere treffen bei den Kompanien ein. Der Verkehr zur Truppe und die Bewegung auch mit Pferdekolonnen \u00fcber den Kemmel, sein Vor- und Hintergel\u00e4nde ist also in dieser Nacht noch durchaus m\u00f6glich. Der Regimentskommandeur hat am feindw\u00e4rtigen Hang des Gro\u00dfen Kemmel bei Deraet seinen Gefechtsstand gew\u00e4hlt. <\/em><\/p>\n<p><em>An Verlusten sind am Abend feststellbar:<\/em><\/p>\n<p><em>Offiziere vom Regimentsstab; tot: Oberarzt der Reserve Tr\u00f6ger, Regiments-Arzt; Leutnant der Reserve Dressel, 2. Maschinengewehr-Kompanie, als Ordonanz-Offizier zum Regimentsstab kommandiert; Offiziersstellvertreter Gerstner, Nachrichtenzugf\u00fchrer beim Regimentsstab.<\/em><\/p>\n<p><em>Vom I. Bataillon tot: Hauptmann Graf Holnstein; Leutnant der Reserve M\u00fcller, Zugf\u00fchrer der 4. Kompanie; verwundet: Leutnant der Reserve Kemper, Ordonanzoffizier beim Stabe I.; Feldhilfsarzt Berninger, beim Stabe I.; Leutnant der Reserve Halt, Kompanief\u00fchrer der 3. Kompanie.<\/em><\/p>\n<p><em>Vom II. Bataillon; tot: Freiherr von Ow, Kompanief\u00fchrer der 7. Kompanie; Leutnant der Reserve Bierling, Zugf\u00fchrer der 6. Kompanie; Leutnant der Reserve K\u00fcbler, Zugf\u00fchrer der Regiments-Minenwerfer.-Kompanie; verwundet: Leutnant der Reserve Kammerer, Kompanief\u00fchrer der 5. Kompanie; Leutnant der Reserve Neubert, Zugf\u00fchrer der 5. Kompanie; Leutnant der Reserve Kohl, Zugf\u00fchrer der 5. Kompanie; Leutnant der Reserve K\u00f6ppen, Zugf\u00fchrer der Regiments-Pionier-Kompanie.<\/em><\/p>\n<p><em>Vom III. Bataillon verwundet: Feldunterarzt Kompter (gestorben 01.05.); Leutnant der Reserve Betz, Zugf\u00fchrer der 9. Kompanie.<\/em><\/p>\n<p><em>Insgesamt Offiziere, Unteroffiziere und Leiber: Regimentsstab und I. Bataillon: 35 tot und 38 verwundet; II. Bataillon: 37 tot und 65 verwundet; III. Bataillon: 38 tot und 67 verwundet; Regiments-Minenwerfer-Kompanie: 8 tot und 12 verwundet; Regigemnts-Pionier-Kompanie: 1 tot und 7 verwundet.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Offiziell ist f\u00fcr Heinrich Eimansberger keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem rund 35 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Menen&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/WtTdEk36zKA2&quot;;&quot;Menen&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/WtTdEk36zKA2\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/WtTdEk36zKA2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Menen<\/a><\/span> beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.<\/p>\n<ul>\n<li>Leutnant Franz Bierling, gefallen am 25.05.1918, begraben auf dem Soldatenfrioedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Menen&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1049089,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0},&quot;12&quot;:0,&quot;23&quot;:1}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/goo.gl\/maps\/WtTdEk36zKA2&quot;;&quot;Menen&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/WtTdEk36zKA2\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/WtTdEk36zKA2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Menen<\/a><\/span> in Block E, Grab 3.361<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_28217\" aria-describedby=\"caption-attachment-28217\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-28217\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Heinrich-Eimansberger-vorne.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"687\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Heinrich-Eimansberger-vorne.jpg 800w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Heinrich-Eimansberger-vorne-300x258.jpg 300w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Heinrich-Eimansberger-vorne-768x660.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28217\" class=\"wp-caption-text\">Sterbebild von Heinrich Eimansberger<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_28216\" aria-describedby=\"caption-attachment-28216\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-28216\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Heinrich-Eimansberger-hinten.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"687\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Heinrich-Eimansberger-hinten.jpg 800w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Heinrich-Eimansberger-hinten-300x258.jpg 300w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Heinrich-Eimansberger-hinten-768x660.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28216\" class=\"wp-caption-text\">R\u00fcckseite des Sterbebildes von Heinrich Eimansberger<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Heinrich Eimansberger wurde am 20.02.1886 geboren und stammte aus Standkirchen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Weyarn, und war der Sohn eines Landwirts (Feichtsohn). Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Infanterist in der 3. Kompanie des bayerischen Infanterie-Leib-Regiments (die Angabe auf dem Sterbebild, er sei im Stab des I. Bataillons eingesetzt worden, ist wahrscheinlich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_wp_rev_ctl_limit":""},"categories":[2,5096,8],"tags":[302,2422,1366,112,97,7253,138,300,791,7443,5042,5000],"class_list":["post-28219","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-weltkrieg","category-belgien-2-weltkrieg","category-sterbebilder","tag-bauerssohn","tag-bayerisches-militaer-verdienstkreuz-mit-krone-und-schwerten","tag-bayern","tag-eisernes-kreuz-2-klasse","tag-infanterist","tag-kemmel","tag-kemmelberg","tag-koeniglich-bayerisches-infanterie-leib-regiment","tag-menen","tag-schlacht-um-den-kemmel","tag-standkirchen","tag-weyarn"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28219","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=28219"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28219\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28252,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28219\/revisions\/28252"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=28219"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=28219"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=28219"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}