{"id":47116,"date":"2023-05-09T12:00:30","date_gmt":"2023-05-09T10:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=47116"},"modified":"2023-04-23T20:27:40","modified_gmt":"2023-04-23T18:27:40","slug":"die-maenner-des-ersten-weltkrieges-sonderbeitrag-frankfurter-volkszeitung-26-richard-hofmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=47116","title":{"rendered":"Die M\u00e4nner des Ersten Weltkrieges \u2013 Sonderbeitrag Frankfurter Volkszeitung 26: Richard Hofmann"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Richard Hofmann stammte aus der hessischen Stadt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frankfurt_am_Main\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Frankfurt am Main<\/a>. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 81. Landwehr-Infanterie-Regiment. Am 18.02.1915 fiel er w\u00e4hrend der K\u00e4mpfe in den Vogesen bei <a href=\"https:\/\/goo.gl\/maps\/U8diXdAJ3qpbFNRB9\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">La Combe<\/a>.<\/p>\n<p>\u00dcber den Todestag und die Todesumst\u00e4nde von Richard Hofmann berichtet die Regimentsgeschichte des 81. Landwehr-Infanterie-Regiment:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Der 18. Februar brach an. Eine milde Sonne erhob sich \u00fcber den Vogesenk\u00e4mmen, als wolte sie von dem hundertfachen Leid, das die H\u00f6he 600 bald erf\u00fcllen sollte, wenigstens die Unbilden der Witterung fernhalten. Bereits in der D\u00e4mmerung waren die Kompanien und Pionierz\u00fcge in den Schusterwald hinaufger\u00fcckt. Das Zentrum der Sturmstellung nahmen s\u00e4mtliche Kompanien des III. Bataillons ein. Am weitesten links stand Leutnant Kreis mit der 11. Kompanie. Rechts anschlie\u00dfend folgte Hauptmann Kleiner mit seiner 9. Kompanie, deren F\u00fchrung er, von seinen Wunden genesen, im November aus der Hand des infolge Krankheit ausscheidenden Hauptmanns Schmoidt-Knatz wieder \u00fcbernommen hatte. Leutnant Trommershausen schloss sich mit der 10. Kompanie Hauptmann Kleiner an. Am rechten Bataillonsfl\u00fcgel stand Oberleutnant Schmidt mit der 12. Kompanie. Die Aufstellung der Fl\u00fcgel erfolgte gem\u00e4\u00df den seitens des I. und II. Bataillons vorgesehenen Pl\u00e4nen.<\/em><\/p>\n<p><em>Im Walde herrschte eine gr\u00f6\u00dfere Stille als sonst. Nur wenig Sch\u00fcsse hallten durch seine B\u00e4ume. Es war Mittag 12 Uhr, als der erste Artillerieschuss rauschend zum &#8222;Fensterberg&#8220; hin\u00fcberzog. Nach und nach setzte die gesamte Artillerie Oberst Zippelmanns ein, und die Tannen der hochragenden Naturfeste, die &#8222;Kahle H\u00f6he&#8220;, der Gipfel des &#8222;Schusterwaldes&#8220; und La Combe h\u00fcllten sich in Wolken. Dazwischen knatterten die Maschinengewehre Leutnant Heinleins am Stein und bei der &#8222;Rattenburg&#8220;. Sie &#8222;schnitten&#8220; feindliche Drahtverhaue durch und &#8222;s\u00e4gten&#8220; hinderliche B\u00e4ume um. Stunde um Stunde verging unter dem Toben der Geschosse. Um 2 Uhr erzitterte der deutsche Kampfgraben rechts vom Stein unter einem heftigen Sto\u00dfe. F\u00fcr Sekunuden w\u00f6lbte sich ein wolkenaussto\u00dfender Kraterberg \u00fcber das Zwischengel\u00e4nde, um polternd in einem nachdampfenden Bodentrichter zusammenzusinken. Es war eine franz\u00f6sische Sprengung, die zu kurz geriet. Um 3 Uhr erfolgte die deutsche Antwort. Zwei aus je 50 Kilogramm Schwarzpulver bestehenden Minen gingen hoch. Am franz\u00f6sischen Graben stand eine m\u00e4chtige Buche. Ein Sto\u00df hing durch den Baum, die starken Wurzeln rissen wie Garn, und der Riese st\u00fcrzte mit Wucht auf die franz\u00f6sischen Verteidigungsanlagen. Der feindliche Graben war eingedr\u00fcckt &#8211; noch am gleichen Tage sollt es der Augenschein erweisen.<\/em><\/p>\n<p><em>Um 4.30 Uhr war der allgemeine Sturm angesetzt. Um 4 Uhr traten die ersten Sturmstaffeln der Bataillone mit aufgepflanzten Seitengewehren an. Sonst hatte sich jedermann streng in den Gr\u00e4ben bewegen m\u00fcssen, um die franz\u00f6sischen Kugeln zu vermeiden. Im Schusterwalde wars jetzt, als g\u00e4lten sie nichts mehr. Hinter den Gr\u00e4ben, frei im Walde, standen die M\u00e4nner, Tannenzweige an den Helmen. Jeder von ihnen hatte den Franzosen etwas heimzuzahlen. Es ging noch einmal der Befehl durch die Reihen, nicht zu schie\u00dfen. Nur mit dem Seitengewehr und der Handgranate sollte &#8222;gearbeitet&#8220; werden. Die Staffeln ordneten sich. Die Mannschaften der ersten, unter ihnen eine gro\u00dfe Anzahl Pioniere mit Drahtscheren, f\u00fchrten Handgranaten, Sturmbr\u00fccken und Leitern mit sich. Die n\u00e4chsten Staffeln waren mit \u00c4xten, Schaufeln und Pickeln ausger\u00fcstet. Wer f\u00fchrt die erste Staffel, hie\u00df es in den Bataillonen. Bei der 11. Kompanie stritten sich zwei erprobte K\u00e4mpfen, Feldwebel-Leutnant Busch und der baumlange Feldwebel-Leutnant Otte um diese Ehre. Keiner wollte nachgeben. Schlie\u00dflich einigeten sie sich, dass jeder einen Halbzug der 1. Staffel f\u00fchrte. Die beiden vordersten Kolonnen der Bataillone bestanden ausschlie\u00dflich aus Freiwilligen.<\/em><\/p>\n<p><em>Es kam Hauptmann Bernhard darauf an, eine besondere Gruppe beherzter M\u00e4nner auf ein franz\u00f6sisches Maschinengewehr, dessen Stellung bekannt war, einzusetzen. Ein K\u00f6lner Wehrmann namens H\u00f6fler hatte sich eifrig dazu erboten und empfing jetzt die letzten Weisungen. &#8222;Kann ich noch ein paar Handgranaten han?&#8220; fragte der Rheinl\u00e4nder. &#8222;Mer gon dann erop durch die Mulde. Ich han noch so e paar Kamerade, die sinn all good. Mer sinn ja all&#8216; nit verhierat. Dat macht dann nix. Nur einer is verhierat, d\u00e4 is aber noch gef\u00e4hrlicher, als wie die Leddige.&#8220; &#8211; &#8222;Pflanzen Sie Ihr Seitengewehr auf&#8220; sagte Hauptmann Bernhard. &#8211; Och, dat brauche mer nit. Mer nemme jeder en Beilche met, da geht dat viel besser.&#8220; Die Leute sahen ungeduldig nach der Uhr. 4.30 Uhr &#8211; die Zeit des Sturmbeginns ist da. Jeder fasst seine Waffe fester. Welch ein Augenblick, man m\u00f6chte sich hinter die Rippen greifen, um das unruhig springende Herz zu b\u00e4ndigen. Noch einmal fliegen die Gedanken zur Heimat, dann aber werden sie zu Augen, Faust und zusammengebissenen Z\u00e4hnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Jetzt ging eine Bewegung durch die Sturmkolonnen. Vom Boden, wo er gesessen, erhebt sich Feldwebel-Leutnant Otte in seiner ganzen L\u00e4nge. Ein Blick auf seine wartende Mannschaft &#8211; alles ist bereit. Mit den Worten: &#8222;Nun Jungens aber feste drauf&#8220; will er, allen voran, sich auf den Feind st\u00fcrzen &#8211; da t\u00f6nt ein Halt durch die Reihen. Es war Befehl gekommen, den Angriff bis 5.45 Uhr zu verschieben, weil die Artilleriewirkung an den vom Regiment Ertl am &#8222;Fensterberg&#8220; zu durchbrechenden Drahtverhau noch ungen\u00fcgend sei. Eine grimmige Entt\u00e4uschung malte sich auf den Gesichtern der Leute. Man hatte sich durch alles Menschliche hindurchgebissen, der ganze Kerl war zu Waffe und Wut geworden, und jetzt war auf einmal der alte Mensch wieder da, dem das Stehen und Warten die Glieder l\u00e4hmt, das ununterbrochene Get\u00f6se des Artilleriekampfes die Sinne stumpft, und dem Vernichtungsgedanken die Brust umschn\u00fcren. Wie langsam qu\u00e4lt sich der Zeiger der oft gezogenen Uhr vorw\u00e4rts. Wie unendlich erscheint die Strecke der neu auferlegten Stunde! Endlich geht auch die zu Ende. Das Feuer der Artillerie verst\u00e4rkt sich zu einem Rasen. Dicht \u00fcber die K\u00f6pfe der Sturmbereiten zischen die Geschosse hinweg, zerw\u00fchlen dr\u00fcben das sturmgeweihte Gel\u00e4nde, das wie ausgestorben daliegt. Unaufh\u00f6rlich bebt der Boden. Jeder f\u00fchlt, dass die Entscheidung hart bevorsteht. In der vierten Sturmstaffel stand &#8222;Schorsch&#8220;. Die verheirateten Wehrleute hatte man tunlichst in den hintersten Kolonnen untergebracht. &#8222;Schorsch&#8220; war einsilbig geworden. Seine Kameraden hatten in der letzten Wartestunde kein erheiterndes Wort von ihm geh\u00f6rt. Neben ihm stand sein Freund, wie er verheiratet. Der wandte sich jetzt zu dem Dicken mit einem bedeutsamen Blick. Wenn mir was passiert, Schorsch, Du wei\u00dft Bescheid. Gerade wollte &#8222;Schorsch&#8220; ihm das zusichern, f\u00fcr den Fall, dass er selbst davon k\u00e4me, als vorne eine Bewegung durch die Kolonnen ging. Die deutsche Artillerie hatte auf einmal geschwiegen, und eine grauenhafte Stille war gefolgt. Am Stein stand Hauptmann Bernhard und hatte seinen Arm hochgereckt &#8211; das Zeichen zum Sturm.<\/em><\/p>\n<p><em>Einige Vorwitzige hatten es nicht abwarten k\u00f6nnen, bis das Ganze losbrach. Sie waren keck \u00fcber das Zwischengel\u00e4nde zu dem feindlichen Graben hin\u00fcbergekrochen. Ein bayerischer Pionier namens H\u00f6lzl lag ganz vorne, lachte wie ein Teufel rasch in den feindlichen Graben hinein, schnellte wieder zur\u00fcck und ergriff eine Handgranate. Im kleinen Bogen, nicht gr\u00f6\u00dfer als wenn ein Kind seinen Ball wirft, lie\u00df er die schw\u00e4lende Konservenb\u00fcchse zwischen die gedr\u00e4ngt mit aufgepflanzten Bajonetten stehenden Franzosen h\u00fcfen. Ein \u00e4ngstliches Dr\u00e4ngen und Rufen in der Grabentiefe, dann ein Krach, ein vielstimmiges Jammergeschrei&#8230;Doch jetzt krachte und Knatterte es schon rechts und links. Der ganze Schwall der St\u00fcrmenden war \u00fcber die eigenen Gr\u00e4ben und das Gewirr der Hindernisse des Zwischengel\u00e4ndes vorgebrochen. Mit funkenspr\u00fchenden Lunten wirbelten die deutschen Wurfgeschosse durch die Luft. Bersten und Flammenschein, Rauch und spritzendes Eisen tobte in den franz\u00f6sischen Gr\u00e4ben &#8211; der Handgranatenkampf hatte begonnen. Zwischen die deutschen Reihen schwirrten die &#8222;Parisen Modedamen&#8220;, L\u00fccken rei\u00dfend, dazu w\u00fctet das Feuer der feindlichen Sch\u00fctzen und Maschinengewehre. Doch wie sich Wasser \u00fcber hineingeworfenen Steinen wieder schlie\u00dft, so schlossen immer neue K\u00e4mpfer die entstandenen L\u00fccken. Vor dem ersten franz\u00f6sischen Graben staute es sich eine kleine Weile. Dann aber gings quer \u00fcber die K\u00f6pfe der Franzosen hinweg an den n\u00e4chsten. Hinterher st\u00fcrzte die zweite Kolonne und nahm den Kampf mit der Besatzung des vorderen Grabens auf. Die Franzosen wehrten sich erbittert, schossen und stachen durch die Drahtgitter hindurch, die \u00fcber ihnen als Schutz gegen die deutschen Handgranaten lagen. Ein ganzer Trupp hatte sich schon ergeben. Andere hatten aber nur zum Schein die H\u00e4nde erhoben und schossen erneut, als man sie herausholen wollte. Da kochte die deutsche Wut auf. Die Angreifer machten sich \u00fcber den Feind her, der Graben f\u00fcllte sich mit Leichen.<\/em><\/p>\n<p><em>Einige Franzosen hatten sich verschossen, da schleuderten sie noch ihre Bajonette den Deutschen entgegen. Was von der vorderen Besatzung \u00fcbrig blieb, suchte sich in den n\u00e4chsten Graben zu retten. Auch dort tobte bereits ein wilder Kampf. Vor allem machte ein Meschinengewehr zu schaffen, das frei auf der Grabenb\u00f6schung stand und das Angriffsgel\u00e4nde unter Feuer nahm. Die franz\u00f6sische Bedienungsmannschaft hielt mit Todesverachtung auf ihrem Posten aus, doch einer nach dem anderen fiel, zuletzt der F\u00fchrer, ein Leutnant. Auch das Maschinengewehr gegen\u00fcber der &#8222;Rattenburg&#8220; wurde von den Franzosen tapfer verteidigt. Der letzte Mann, der von ihnen \u00fcbrig blieb, bediente dasselbe noch, als er sich bereits im Nahkampf wehren musste. Ein wohlgezielter Beilhieb streckte ihn nieder. Den erbittertsten Widerstand leistete der Feind im dritten Graben. Die erste Sturmwelle war auch \u00fcber den zweiten hin\u00fcbergesetzt, die folgende Kolonne war hintendrein gest\u00fcrzt und hatte die Erledigung der Franzosen hinter ihr der dritten und vierten Kolonne \u00fcberlassen. Vor dem letzten Graben der Franzosen hatten die St\u00fcrmenden, von einem lebhaften Feuer empfangen, zun\u00e4chst Stellung nehmen m\u00fcssen, zumal sie von dem zu diesem Zeitpunkt noch hartn\u00e4ckig weiterarbeitenden zweiten Maschinengewehr in der rechten Flanke gefasst wurden. Da sprangen mit herzhaftem Entschluss Otte und Busch gegen den feindlichen Graben vor und stachen mit ihren Seitengewehren auf die z\u00e4hen Verteidiger ein. Mitgerissen durch dieses Beispiel st\u00fcrzte alles nach. Die Handgranaten waren ausgegangen, man schleuderte Steine auf die K\u00f6pfe der Franzosen. Doch sie wichen nicht und ihr Feuer forderte neue Opfer unter den Angreifern. Diesen wuchs der Grimm \u00fcber die Hartn\u00e4ckigkeit des Widerstandes. Koste es was es wolle, jetzt hinab in die Gr\u00e4ben! Drunten in der Enge rang Mann gegen Mann. Es war ein furchtbarer Kampf und man \u00fcbersah das Flehen hochgehobener H\u00e4nde.<\/em><\/p>\n<p><em>Auf dem linken Fl\u00fcgel war Leutnant Kettler, wirksam unterst\u00fctzt durch die Maschinengewehre Leutnant Jeschkas mit seiner 4. Kompanie und Teilen der 2. aus dem Chaigetal herauf gegen die rechte Flanke des Feindes vorgedrungen und hatte, trotz des schwierigen Aufstieges, trotz der blutigen Verluste, den tapfer k\u00e4mpfenden Gegner aus seinem Graben geworfen. Dann war er flankierend in Richtung auf den Schusterr\u00fccken auf das Zentrum der feindlichen Gr\u00e4ben vorgesto\u00dfen, wo sich der Gegner verzweifelt gegen die Angriffe des III. Bataillons wehrte. Von zwei Seiten gefasst, mussten die Franzosen jetzt dort zur\u00fcckweichen. Auch die rechts vom III. Bataillon k\u00e4mpfende 7. Kompanie unter Oberleutnant Ries mit Teilen der 8. Kompanie hatten sich mit h\u00f6chster Tapferkeit auf den Gegner geworfen, der nach hartem Kampf den Widerstand aufgab. Jetzt ging er auf der ganzen Linie zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n<p><em>Die \u00c4rzte befanden sich auf den Verbandpl\u00e4tzen bis tief in die Nacht in anstrengender T\u00e4tigkeit. Manche Verletzte kehrten gleich, nachdem sie sich hatten verbinden lassen, zum nahen Kampfplatze zur\u00fcck. So Offizierstellvertreter Jatho der 12. Kompanie, der, kaum dass ihm das Blut gestillt war, wie ein Tobender aufs neue zu Berge stieg.<\/em><\/p>\n<p><em>Dem geworfenen Feinde wurde keine Ruhe geg\u00f6nnt. Mit entschlossenem Sto\u00df drangen die Sturmkolonnen nach, bis der Gipfel, die H\u00f6he 600 erreicht war. \u00dcber diese hinweg und nach Westen gegen La Combe hinab wichen die Franzosen zur\u00fcck.<\/em><\/p>\n<p><em>W\u00e4hrend im Zentrum die nur wenig unterhalb der Kuppe des &#8222;Schusterberges&#8220; liegenden Sturmstellungen den Kolonnen erlaubten, den ersten Sprung mit gro\u00dfer Gewalt auf die nahen und nicht viel h\u00f6her liegenden franz\u00f6sischen Gr\u00e4ben zu tun, hatte der rechte Fl\u00fcgel des Regiments, welcher La Combe nehmen sollte, einen ungleich schwierigeren Stand. Die 6. Kompanie unter Leutnant Klingenspohr sollte sich dort aus dem Sch\u00fctzengraben, welcher den Kopf der engen, s\u00fcdlich des &#8222;Viereckwaldes&#8220; hinaufziehenden Sappe bildete, \u00fcber den steilen Hang gegen die feindlichen Gr\u00e4ben heranarbeiteten. Die erste Sturmkolonne unter F\u00fchrung von Vizefeldwebel Gan\u00df drang aus dem \u00f6stlichen Arm des Grabens vor. Im heftigen feindlichen Feuer gelangte sie bis an den feindlichen Drahtverhau, der aber von der deutschen Artillerie so gut wie unber\u00fchrt geblieben war. Was half die Opfertat besonders wagemutiger Leute, ihn unter den nahen franz\u00f6sischen Gewehren durchschneiden zu wollen. Wer sich ihm nahte, erlag einer Kugel. Gleichzeitig mit der ersten Sturmstaffel war die zweite unter Leutnant Schletz mit Hurrah aus dem westlichen Arm des Sch\u00fctzengrabens vorgest\u00fcrzt. Sie erhielt in dem nackten Gel\u00e4nde von vorne und aus der nordwestlich La Combe gelegenen feindlichen Stellung von der Flanke ein m\u00f6rderisches Feuer. Vergebens, dass Vizefeldwebel Meyer und Feldwebel-Leutnant Happel ihre Sturmgruppen links und rechts in die gelichteten Reihen der beiden vorderen Kolonnen warfen. An der Schwierigkeit des Gel\u00e4ndes und der unersch\u00fctterten franz\u00f6sischen Stellung scheiterte verlustreich der Angriff.<\/em><\/p>\n<p><em>Es war kein Leichtes, in der einzigen Sappe, die eine gedeckte Verbindung des Angriffsgrabens mit dem &#8222;viereckwald&#8220; gew\u00e4hrte, wo Hauptmann Pothe seinen Gefechtsstand hatte, den ganzen Verkehr hinauf und hinab sich vollziehen zu lassen. W\u00e4hrend sich die Sturmtruppen dort Mann hinter Mann aufw\u00e4rts schoben, wurden an diesen vorbei die st\u00f6hnenden Verwundeten durch den engen Schlund abw\u00e4rts geschleppt. Ein Gl\u00fcck, dass die franz\u00f6sische Artillerie nicht in diesen wurstartig mit Menschen verstopften Graben hineinschoss. Hauptmann Karsten hatte die Aufgabe, mit der 5. Kompanie die Franzosen im Walde westlich La Combe und im &#8222;Totenw\u00e4ldchen&#8220; zu besch\u00e4ftigen. Ein Zug der 5. Kompanie ging unter Offizierstellvertreter Belz und Vizefeldwebel Kiefer gegen das &#8222;Totenw\u00e4ldchen&#8220; vor, erhielt am Nordrand des Waldst\u00fcckes Infanteriefeuer und wurde aus einem abgebrannten Hause s\u00fcdwestlich Herbaupaire von einem Maschinengewehr beschossen. Die Kolonne zog sich im Schutze der Dunkelheit nach Herbaupaire zur\u00fcck. Ein zweiter Zug ging unter Leutnant Herold von Foubourg \u00fcber Le Devant gegen die stark besetzte franz\u00f6sische Sappe an. Nach einigen Stunden wurde das Gefecht abgebrochen.<\/em><\/p>\n<p><em>Inzwischen war es dunkel geworden. Die 4. Kompanie hatte den S\u00fcdhang der H\u00f6he 600 erreicht. Teile der 2. Kompanie waren durch das &#8222;Pistolenw\u00e4ldchen&#8220; vorgegangen und hielten im Anschluss an die 4. Kompanie nach links den gegen die &#8222;Kahle H\u00f6he&#8220; schauenden Waldrand. Das I. Bataillon hatte nach rechts F\u00fchlung mit dem III. Bataillon genommen. Rechts von letzterem war eine L\u00fccke entstanden, indem der Hauptsto\u00df des III. Bataillons gegen S\u00fcdwesten gegangen war, jedoch der rechte Fl\u00fcgel der auf dem &#8222;Schusterberg&#8220; fechtenden 7. und 8. Kompanie nebst Teilen des III. Bataillons in westlicher Richtung weiter gedrungen waren. Doch auch hier gaben die Franzosen den Widerstand auf.<\/em><\/p>\n<p><em>Es war volle Nacht geworden. Wohl waren die Leute von dem hei\u00dfen Drange beseelt, sich an die Fersen des weichenden Feindes zu heften. Doch es war bei der Finsternis des Waldes und der v\u00f6lligen Unbekanntheit mit dem Gel\u00e4nde nur noch ein blindes Tappen in den Gr\u00e4ben. Hier stie\u00df man gegen die durch ein deutsches Geschoss zermalmten Bohlen, die den Graben sperrten. Dort stolperte man \u00fcber Leichen und allerlei kriegsger\u00e4t. Die frei im Wald sich vorw\u00e4rts Tastenden st\u00fcrzten in die Tiefe eines der zahlreichen Laufgr\u00e4ben. Dazu krachten Salven von irgendwo her aus der Finsternis. Haupts\u00e4chlich kamen die Sch\u00fcsse aus der rechten Flanke. Wie sehr diese bedroht war, wusste man nicht. Und links? Von Anschlusstruppen war nichts zu h\u00f6ren. Dagegen pfiffen auch von dort Kugeln her\u00fcber. Die Unsicherheit der Lage erheischte dringend, von einer weiteren Verfolgung des Feindes Abstand zu nehmen und den verlorenen Anschluss an das III. Bataillon wieder zu gewinnen. Es war schwer, den im gr\u00f6\u00dferen und kleineren Trupps zerstreuten und gegen die Finsternis des Waldes ank\u00e4mpfenden Leuten den dahingehenden Befehl zu \u00fcbermitteln.<\/em><\/p>\n<p><em>Zu den Fallstricken der Irre trat ein weiteres \u00dcbel. In der Ferne zuckten rasch hintereinander zwei kleine Blitze auf. Dann h\u00f6rte man ein wohlbekanntes Zischen und j\u00e4h hinterher in der Tiefe des Schusterwaldes zwei Einschl\u00e4ge. Der Auftakt zum franz\u00f6sischen Artillerieangriff. Die St\u00fcrmer der H\u00f6he 600 waren bisher von der feindlichen Artillerie unbehelligt geblieben. Kein Wunder bei der Enge des Kampfbereiches. Nur Lusse, die Fabrik, La Parri\u00e9e und die Chaigetal-Stellung des I. Bataillons hatte einige Granaten abbekommen, w\u00e4hrend die &#8222;Eselspritschen&#8220;, wie die Wehrleute die franz\u00f6sischen Gebirgsgesch\u00fctze nannten, von westlich des &#8222;Fensterberges&#8220; her nur die B\u00e4ume des &#8222;Schusterwaldes&#8220; anrasiert und einige Granaten fazwischen gestreut hatten, ohne den bereitstehenden Sturmstaffeln Schaden zu tun. Jetzt begann es auch westlich des &#8222;Fensterberges&#8220; aufzublitzen, und bald splitterte der Wald, der am Tage vorher von den deutschen Geschossen verheert worden war, von dem Kreuzfeuer des Gegners. Das Verwirrende der einschlagenden Geschosse bewirkte in Verbindung mit der Nacht und dem schwierigen Gel\u00e4nde, dass sich eine ganze Anzahl der Leute in dem Irrgarten der feindlichen Gr\u00e4ben verlief und den Franzosen in die H\u00e4nde fiel. Doch das Gros der 7. und 8. Kompanie mit verschiedenen Teilen anderer Kompanien erreichte noch in der Nacht den Anschluss an das III. Bataillon.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Hauptmasse der Sturmstaffeln hatte sich auf der H\u00f6he 600 zusammengezogen, um sich dort zur Verteidigung einzurichten. Auch hier war die Orientierung nicht leicht. Und doch galt es, die neue Kampflinie auf das sorgf\u00e4ltigste zu w\u00e4hlen, da von ihrem richtigen Verlauf das Schicksal der neuen Stellung abhing. Diese Aufgabe gel\u00f6st zu haben, war eine aufopfernde Tat der beiden Pionief\u00fchrer Hauptmann Fuchs und Oberleutnant Mei\u00dfner. Sie legten in der Nacht zusammen mit Hauptmann Kleiner die Richtpunkte der auszuhebenden Gr\u00e4ben fest. &#8222;Alles h\u00e4ngt davon ab, dass wir klar sehen, wo wir sind&#8220;, sagte Oberleutnant Mei\u00dfner und lie\u00df den Strahl seiner Taschenlampe in das Gel\u00e4nde fallen. Ein Blick auf den jetzt deutlich erkennbaren H\u00f6henrand, und die Hauptlinie war geborgen. Hauptmann Fuchs hatte aber einen Schuss im linken Arm sitzen. Er achtete es nicht, w\u00e4hrend es rings in den B\u00e4umen klatschte und krachte. &#8222;Nur noch einen Blick, um die Biegung festzulegen&#8220;, sagte Mei\u00dfner wieder. Ein Lichtstrahl gl\u00e4nzte den Hang entlang, und auch diese Linie war gesichert. Doch als das Licht erlosch, da war auch das Heldenleben des treuen Mei\u00dfner dahin. Eine Kugel hatte seinen Kopf durchbohrt.<\/em><\/p>\n<p><em>Es war, als ob diese Nacht ihr dunkles Gewand besonders langsam \u00fcber die blutige H\u00f6he schleppte. Und doch sollte sie den Bergst\u00fcrmern zum Heile werden. Die Linie bestm\u00f6glicher Verteidigung lag fest. Jetzt hie\u00df es, mit allen Kr\u00e4ften sich ihr entlang in den Boden zu w\u00fchlen. Unter den Tannen des Gipfels regte sich hackend und schaufelnd eine graue Menge, die durcheinander gew\u00fcrfelten Teilke der Sturmstaffeln, deren F\u00fchrung Hauptmann Kleiner \u00fcbernommen hatte. Links anschlie\u00dfend lag Leutnant Kettler und baute den auf dem Westhang der H\u00f6he verlaufenden Franzosengraben um. So wuchs die Fuchs-Mei\u00dfnersche Linie als Wall aus dem Boden empor und war so gut gelegen, dass sie sp\u00e4ter das Hauptger\u00fcst des Bollwerkes &#8222;H\u00f6he 600&#8220; bleib.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Franzosen suchten mit allen Mitteln die Verankerung des Gegners auf dem entrissenen Gipfel zu verhindern. Im Licht ihrer an seidenen Fallschirmen schwebenden Raketen jagten sie von der gegen\u00fcberliegenden H\u00f6he und aus der Tiefe von Lam Combe heruaf salve auf Salve gegen die Schanzenden. Dazwischen krachten Artillerieeinschl\u00e4ge.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Lage des Grabes von Richard Hofmann ist unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Bertrimoutier&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0,&quot;3&quot;:1}}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier&quot;;&quot;Bertrimoutier&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bertrimoutier<\/a><\/span> begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.<\/p>\n<ul>\n<li>Ersatz-Reservist Georg Jung, gefallen am 18.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Bertrimoutier&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0,&quot;3&quot;:1}}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier&quot;;&quot;Bertrimoutier&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bertrimoutier<\/a><\/span> in Block 2, Grab 616;<\/li>\n<li>Oberleutnant Theodor Mei\u00dfner, gefallen am 19.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Bertrimoutier&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0,&quot;3&quot;:1}}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier&quot;;&quot;Bertrimoutier&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bertrimoutier<\/a><\/span> in Block 1, Grab 580;<\/li>\n<li>Ersatz-Reservist Theodor Kirchner, gefallen am 19.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Bertrimoutier&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0,&quot;3&quot;:1}}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier&quot;;&quot;Bertrimoutier&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bertrimoutier<\/a><\/span> in Block 1, Grab 602;<\/li>\n<li>Ersatz-Rekrut Wilhelm Weigand, gefallen am 19.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Bertrimoutier&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0,&quot;3&quot;:1}}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier&quot;;&quot;Bertrimoutier&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bertrimoutier<\/a><\/span> in Block 2, Grab 571;<\/li>\n<li>Gefreiter Anton Manger, gefallen am 18.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof <span data-sheets-value=\"{&quot;1&quot;:2,&quot;2&quot;:&quot;Bertrimoutier&quot;}\" data-sheets-userformat=\"{&quot;2&quot;:1,&quot;3&quot;:{&quot;1&quot;:0,&quot;3&quot;:1}}\" data-sheets-formula=\"=HYPERLINK(&quot;https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier&quot;;&quot;Bertrimoutier&quot;)\" data-sheets-hyperlink=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier\"><a class=\"in-cell-link\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertrimoutier\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bertrimoutier<\/a><\/span> in Block 2, Grab 570.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_47094\" aria-describedby=\"caption-attachment-47094\" style=\"width: 566px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-47094\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/August-Aubel-Alfred-Dietz-Heinrich-Filsinger-Richard-Hofmann-Karl-Mathaes-Frankfurter-Volkszeitung-04.03.1915.jpg\" alt=\"\" width=\"566\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/August-Aubel-Alfred-Dietz-Heinrich-Filsinger-Richard-Hofmann-Karl-Mathaes-Frankfurter-Volkszeitung-04.03.1915.jpg 566w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/August-Aubel-Alfred-Dietz-Heinrich-Filsinger-Richard-Hofmann-Karl-Mathaes-Frankfurter-Volkszeitung-04.03.1915-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 566px) 100vw, 566px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-47094\" class=\"wp-caption-text\">Todesanzeige f\u00fcr August Aubel, Alfred Dietz, Heinrich Filsinger und Richard Hofmann<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Richard Hofmann stammte aus der hessischen Stadt Frankfurt am Main. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 81. Landwehr-Infanterie-Regiment. Am 18.02.1915 fiel er w\u00e4hrend der K\u00e4mpfe in den Vogesen bei La Combe. \u00dcber den Todestag und die Todesumst\u00e4nde von Richard Hofmann berichtet die Regimentsgeschichte des 81. 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