{"id":58660,"date":"2024-05-28T15:00:12","date_gmt":"2024-05-28T13:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=58660"},"modified":"2024-05-23T19:27:37","modified_gmt":"2024-05-23T17:27:37","slug":"sonderbeitrag-dr-robert-koehler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/?p=58660","title":{"rendered":"Sonderbeitrag: Dr. Robert Koehler"},"content":{"rendered":"<p>Der Soldat Dr. Robert Koehler wurde am 24.08.1882 in der hessischen Kleinstadt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lich<\/a> geboren und war von Beruf Oberlehrer. Im Ersten Weltkrieg k\u00e4mpfte er als Leutnant der Reserve in der 12. Kompanie des 118. Infanterie-Regiments. Am 24.05.1915 fiel er im Alter von 32 Jahren bei <a href=\"https:\/\/maps.app.goo.gl\/cn27Htpif6pxAFrQA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Cetula<\/a> in Galizien \/ Polen.<\/p>\n<p>\u00dcber den Todestag und die Todesumst\u00e4nde von Dr. Robert Koehler berichtet die Regimentsgeschichte des 118. Infanterie-Regiments:<\/p>\n<blockquote><p><em>&#8222;Am 24. Mai fand die Schlacht bei Cetula statt.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Regiment erhielt den Befehl, am 24. im Anschluss an die 20. Infanterie-Division den Ostteil von Cetula zu st\u00fcrmen und \u00fcber Cetula bis zur H\u00f6he 195 und 211 vorzusto\u00dfen. Das III. Bataillon mit dem 3., 4. und 5. Zug der Maschinengewehr-Kompanie wurden zum Sturm angesetzt. Als die Sonne ihre ersten Strahlen durch das Laub der Buchenw\u00e4lder sandte, ging die 10. Kompanie sowie die 20. Infanterie-Division in d\u00fcnnen Wellen gegen die H\u00f6he 215 vor. Der Angriff kam gut voran und die 12. Kompanie und sp\u00e4ter die 9. Kompanie folgten, um zu unterst\u00fctzen und eventuell entstandene L\u00fccken auszuf\u00fc\u00fcllen. Die 11. Kompanie in 2. Linie.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Vorarbeiten war zuerst leicht, dann schwerer und schlie\u00dflich unm\u00f6glich. Flankierendes feindliches Infanterie- und Maschinengewehrfeuer, desgleichen flankierendes und frontales Granat- und Schrapnellfeuer hielten die Sturmkolonnen auf. Auch die Anschlusstruppe rechts kam keinen Schritt mehr weiter. Die Kompanien f\u00fcllten auf und gruben sich ein. Die Verluste waren zu empfindlich geworden. Die Russen hatten den Friedhof von Cetula besetzt und ein wohlgezieltes, unerm\u00fcdliches Maschinengewehrfeuer rechtzeitig er\u00f6ffnet. Die eigene Artillerie, die mit leichten und schweren Kalibern den Rand des Friedhofes beschoss und die ganze Gegend mit Nebelgranaten abstreute, konnte das feindliche Feuer nicht zum Schweigen bringen. Auch das II. Bataillon, besonders die Fl\u00fcgelkompanie, die l\u00e4ngs der Stra\u00dfe nach Cetula vorzugehen hatte, erlitt empfindliche Verluste. Auch die 2. und 4. Kompanie wurden abends, ohne Erfolg ins Gefecht geworfen; und erst als die Sonne untergegangen war, trat vollst\u00e4ndige Ruhe ein, denn die Russen hatten sich im D\u00e4mmerlicht geschickt zur\u00fcckgezogen. Um 10.45 Uhr abends war Cetula vom Feinde frei. Die Kompanien des II. und III. Bataillons besetzten darauf den Nordrand des Dorfes und hoben dort eine Verteidigungsstelle aus.<\/em><\/p>\n<p><em>Es war ein blutiger Tag f\u00fcr das Regiment. Wir hatten an Toten 3 Offiziere (Oberleutnant Schweiger Kompanief\u00fchrer der 9. Kompanie, <span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Leutnant der Reserve K\u00f6hler<\/strong><\/span> und Leutnant der Reserve Kromm), 67 Mann und 372 Verwundete.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Man \u00fcberf\u00fchrte den Leichnam von Dr. Robert Koehler in die Heimat und begrub ihn auf dem Neuen Friedhof in <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gie%C3%9Fen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gie\u00dfen<\/a>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_58661\" aria-describedby=\"caption-attachment-58661\" style=\"width: 681px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-58661\" src=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Dr.-Robert-Koehler.jpg\" alt=\"\" width=\"681\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Dr.-Robert-Koehler.jpg 681w, https:\/\/geschichte-hautnah.de\/www\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Dr.-Robert-Koehler-255x300.jpg 255w\" sizes=\"auto, (max-width: 681px) 100vw, 681px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-58661\" class=\"wp-caption-text\">Grab von Dr. Robert Koehler auf dem Neuen Friedhof in Gie\u00dfen<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Soldat Dr. Robert Koehler wurde am 24.08.1882 in der hessischen Kleinstadt Lich geboren und war von Beruf Oberlehrer. 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