Der Soldat Alois Aigner stammte aus der bayerischen Gemeinde Schachen in Oberbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter und Tambour in der 12. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 09.05.1915 fiel er während einer Schlacht bei Arras bei Fampoux im Alter von 28 Jahren.
Über den Todestag und die Todesumstände von Alois Aigner berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„09.05. – 17.06.1915 Am 09.05, begann um 6 Uhr vormittags die Beschießung von Fampoux, die sich gegen 8 Uhr vormittags beträchtlich steigerte. Da auch andere Unterkünfte beschossen wurden und bedrohliche Nachrichten einliefen, wurde das Regiment alarmiert und die Regiments-Befehlstelle am Bahndamm besetzt. In Stellung befanden sich am rechten Flügel: 6., 7., 8., 5. Kompanie. Zur Verstärkung wurden im Lauf des Vormittags in die 2. Linie vorgeschoben: 9. hinter 6., 11. hinter 7., hinter 8. und 5. die 10. und 12. Kompanie.
Um 11 Uhr vormittags nahm die Stärke des feindlichen Feuers immer mehr zu, auch Sperrfeuer setzte gegen den Bahndamm ein. Durch einen Volltreffer wurden hier zwei Offiziere und 18 Mann getötet. Das I. Bataillon wurde am Bahndamm Reihenfolge 4., 2., 3., 1. Kompanie bereitgestellt. Von 12 Uhr Mittag ab steigerte sich das Feuer zu größter Heftigkeit. Um 2.45 Uhr nachmittags begann der Angriff in zwei Wellen, der sich gegen Freifeldstellungen des Regiments richtete. Der Angriff wurde abgeschlagen, 200 tote Franzosen lagen vor der Stellung. Ungefähr 40 Franzosen, die sich in einer Sappe am rechten Flügel festgesetzt hatten, wurden daraus durch die 6. Kompanie vertrieben und 16 Mann gefangen genommen. Um 3.05 Uhr nachmittags war die ganze Stellung wieder im Besitz des Regiments. Das Artilleriefeuer lebte später in großer Stärke auf, so dass ein Angriff vermutet werden konnte, der aber nicht erfolgte. Erst um 7 Uhr abends trat einige Ruhe ein. Insgesamt wurden 44 Gefangene gemacht.
Die guten Unterstände, die mit großer Mühe während der vorgegangenen Monate gebaut worden waren, hatten sich ausgezeichnet bewährt.“
Man begrub Alois Aigner auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

