Sonderbeitrag: Dr. Fritz Güldenpfennig

Der Soldat Dr. Fritz Güldenpfennig wurde am 23.10.1891 in Haldensleben geboren und lebte in Bielefeld im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Feldhilfsarzt im Regimentsstab des 122. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 27.09.1918 fiel er in Frankreich während der Abwehrschlacht bei Sommepy durch einen Artillerie-Volltreffer. Dr. Fritz Güldenpfennig wurde 26 Jahre alt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Dr. Fritz Güldenpfennig berichtet die Regimentsgeschichte des 122. Reserve-Infanterie-Regiments:

„Abwehrschlacht bei Somme-Py.
25. September bis 4. Oktober 1918.

Das Herausziehen des Regiments aus der Stellung am Brimont begann schon am 24. September mit der Ablösung des III./236 durch ein Bataillon des I.R. 43. Das abgelöste Bataillon marschierte in der Nacht vom 24. auf 25. September nach dem Pommernlager 2 km östlich Warmeriville. Das II./236 und der Regimentsstab wurden 24 Stunden später abgelöst und erreichten im Nachtmarsch das Hindenburglager bei Aussonce. Vom Pommernlager aus marschierte das III./236 am 26. September um 8.30 Uhr nachm. unter Führung des Ltn. Sellke weiter nach Warmeriville, um hier am 27. September um 4 Uhr früh verladen und mit der Bahn nach Betheniville befördert zu werden, wo es um 6 Uhr vorm. ankam. Von hier wurde es zunächst in südlicher Richtung zum Russenkreuz in Marsch gesetzt, unterwegs aber auf Grund einer Befehlsänderung auf Kraftwagen verladen und zum Gefechtsstand des Regimentsstabs, etwa 3 km südlich St. Etienne à Arnes an der Straße St. Etienne-Somme-Py, verbracht. Dort waren nämlich inzwischen Regimentsstab und II./236 aus dem Hindenburglager schon eingetroffen. Das letztere hatte unter Führung des Ltn. Zangerle die 2. H.W.L., 1 km nördlich Somme-Py, beiderseits der Straße Médéah Ferme-Somme-Py besetzt. Das III./236 schloß sich nun dieser Besetzung rechts, also westlich, bis zur Straße St. Etienne-Somme-Py verlängernd, an. Die 12./236 als Regimentsreserve ging zunächst beim Regiments-Gefechtsstand in Stellung; später wurde auch sie vorgeschoben und am rechten Flügel des III./236 in der 2. H.W.L. eingesetzt, wo der Anschluß nicht genügt hatte, weil sich nur einzelne Leute der Regimenter 26 und 184 vorfanden. Nach links bestand Anschluß an R.I.R. 234. Das I./236 wurde am 26. September um 8 Uhr abds. in der Bereitschaftsstellung am Cran de Brimont durch ein Bataillon des Gren.Regt. 1 abgelöst, und mit Lastautos nach St. Etienne sur Suippes befördert, von wo am 27. September um 1 Uhr früh der Weitertransport mit der Bahn nach Betheniville erfolgte. Ankunft daselbst um 9 Uhr vorm. Von hier aus marschierte es in den Bereitschaftsraum des Regiments und bezog um 4 Uhr nachm. zunächst Reservestellung in der Altonamulde, 1 km nördlich der 2. H.W.L. östlich der Straße St. Etienne-Somme-Py hinter dem rechten Flügel des Regiments. Als es in diesem Gelände eintraf, herrschte bereits sehr dicke Luft. Die feindliche Artillerie funkte hinein, was das Zeug hielt, und es war ersichtlich, daß sich wieder einmal ein starkes Gewitter über unserem Haupte zusammenzog. Es dauerte auch nur wenige Minuten, als schon die ersten Verluste eintraten. Unter ihnen befand sich ein alter lieber Kamerad des Bataillonsstabs, der Feldunterarzt Güldenpfennig, der treue Begleiter in mancher Schlacht, der sich stets mutig und unerschrocken eingesetzt hatte, wenn es galt, Verwundeten Hilfe und Linderung zu bringen. Ein Artillerie-Volltreffer zerriß ihn vollständig. Nun war er wieder vereinigt mit seinem Freunde Körding, dem Führer der 2./236, der ihm im Tode erst vor wenigen Monaten vorangegangen war. Die Erinnerung an den tapferen Soldaten, den ausgezeichneten Menschen und sonnig heiteren Weggenossen wird stets unter uns lebendig bleiben. Die kritische Stunde aber ließ es nicht zu, den Kopf hängen zu lassen und zu trauern. Für jeden hieß es, die Sinne bis zum Äußersten anzuspannen, damit er der Lage Herr bleibe. In der Nacht zum 28. September wurde dem Regiment bekannt gegeben, daß am nächsten Tage mit einem feindlichen Großangriff zu rechnen sei. Es wurde aus der bisherigen Stellung herausgezogen und links vom R.I.R. 234 in der Mulde zwischen Storchhöhe und Fuchsberg, III./236 rechts, II./236 links, eingesetzt. Das I./236 bezog Reservestellung dicht nördlich des Kammes des Fuchsbergs. Die Begleitbatterie 5/51 nahm Stellung am nördlichen Hang des Fuchsbergs mit Beobachtung auf Storchhöhe. Die Minenwerferkompagnie folgte mit Werfern und Tankgewehren ebenfalls dorthin nach. Die M.G.K.’n nahmen Stellung im Bereich ihrer Bataillone. Das Regiment erhielt ferner den Auftrag, einen feindlichen Einbruch in die 2. H.W.L. östlich Somme-Py unter allen Umständen zu verhindern. Es befahl deshalb dem II. und III./236, Sicherungspatrouillen auf die Storchhöhe und in die 2. H.W.L. vorzutreiben.

Die Umgruppierung des Regiments vollzog sich nicht ohne große Hemmungen, da starkes feindliches Vorbereitungsfeuer im Gelände lag. So gelang es dem III./236 nicht, alle Teile in den befohlenen Bereitschaftsraum zu bringen. 9. und 11./236 zogen sich in der H.W.L. weiter, als vorgesehen, nach Osten hin, fanden die Gräben am Südwesthang der Storchhöhe unbesetzt und richteten sich hier ein. Die 3. M.G.K. unter Ltn. Leisterer erlitt durch das heftige feindliche Feuer starke Ausfälle und konnte den Bereitstellungsplatz erst am 28. September vormittags erreichen. Nur Stab und 12./236 fanden sich rechtzeitig durch.“

Man begrub Dr. Fritz Güldenpfennig auf dem Soldatenfriedhof Mont St. Remy in Block 1, Grab 39.

In Hillersleben in Sachsen-Anhalt gedenkt man Dr. Fritz Güldenpfennig noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/hillersleben_gem-westheide_lk-boerde_1813-1815_1866-1871_wk1_wk2_sa.html

 

Hilfsfeldarzt Dr. Fritz Güldenpfennig und Leutnant der Reserve Rudolf Körding

Sonderbeitrag: Carl Strube

Heute ist der 156. Todestag des Leipziger Studenten Dr. phil. Carl Strube. Er kämpfte als Einjährig Freiwilliger und Grenadier im2. Bataillon des Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment zu Fuß Nr. 2. Am 18.08.1870 wurde er bei Saint-Privat-la-Montagne (deutsch: Sankt Privat) schwer verwundet. Am 21.08.1870 starb er an seiner Verwundung.

Man begrub Carl Strube auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte.

Das Grab von Karl Strube auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte

Sonderbeitrag: Georg Maier

Der Soldat Georg Maier wurde am 18.06.1882 in Englbrechting, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wurmsham, und war von Beruf Zimmermann. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 3. Kompanie des 5. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiments. Am 21.08.1914 fiel er im Alter voin 32 Jahren bei Sankt. Kreuz im Lebertal (französisch: Sainte-Croix-aux-Mines).

Die Lage des Grabes von Georg Maier ist unbekannt.

In seiner Heimatgemeinde Wurmsham gedenkt man Georg Maier noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2022/wurmsham_lk-landshut_wk1_wk2_by.html

Das Sterbebild vonGeorg Maier
Rückseite des Sterbebildes von Georg Maier

Sonderbeitrag: Heinrich Geißler

Der Soldat Heinrich Geißler stammte aus der hessischen Stadt Staufenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann und Musketier in der 8. Kompanie des 116. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 04.10.1914 (Regimentsgeschichte: 05.10.1914) verstarb er in einem Lazarett in Dun-sur-Meuse im Alter von 28 Jahren, nachdem er zuvor am 24.09.1914 bei Servon im Kampf in den Ardennen schwer verwundet worden war.

Über den Tag der schweren Verwundung von Heinrich Geißler berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Reserve-Infanterie-Regiments:

„24. 9. 14. Morgens Befehl zum Erneuern des Angriffs. R.I.R. 116 auch in vorderster Linie. 12 Uhr soll ohne Rücksicht auf die Nachbarn an= getreten werden. Sofort setzt heftiges feindliches Artilleriefeuer ein, I. gewinnt Gelände, II. nicht. Abends Befehl, nach Absuchen des Ge= fechtsfeldes in die alte Stellung zurückzugehen. Verluste: 8 Offiziere und Offizierstellvertreter. Gefallen Offz.Stellv. Ringen; verwundet Oblt. d. R. Ockel, Oblt. d. L. Sprengel, Lt. d. R. Stimmel, Schemenski, Offz.Stellv. Handwerk, Schürmann, Anton. Verluste an Unteroffizieren und Mannschaften: 30 tot, 104 verwundet. Die Gefechtsstärke des Regiments beträgt noch 15 Offiziere, 1094 Unteroffiziere und Mannschaften. Ausgerückt war das Regiment mit 71 Offizieren, 2852 Unteroffizieren und Mannschaften.“

Die Lage des Grabes von Heinrich Geißler ist nicht zu ermitteln. Ich gehe jedoch fest davon aus, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Dun-sur-Meuse beigesetzt wurde, in dem Ort, in dem er starb.

Die Todesanzeige für Heinrich Geißler im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Wilhelm Jung, Kleinlinden

Der Soldat Wilhelm Jung wurde am 04.03.1886 in Kleinlinden geboren, einem Stadtteil der hessischen Universitätsstadt Gießen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier der Reserve in der 10. Kompanie des 81. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.09.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren in Frankreich, nahe der Ortschaft Ville-sur-Tourbe.

Man begrub Wilhelm Jung auf dem Soldatenfriedhof Berru in einem Massengrab.

Die Todesanzeige für Wilhelm Jung im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Wilhelm Niebch

Der Soldat Wilhelm Niebch wurde am 25.11.1884 in der hessischen Ortschaft Krofdorf-Gleiberg geboren, einem Ortsteil der Gemeinde Wettenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist (Volksbund: Musketier) in der 10. Kompanie des 81. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 15.09.1914 starb er im Alter von 29 Jahren in französischer Gefangenschaft.

Man begrub Wilhelm Niebch auf dem Soldatenfriedhof Rembercourt-aux-Pots in Grab 210.

Die Todesanzeige des Gesangsverein Germania Krofdorf für Wilhelm Niebch

Sonderbeitrag: Otto Müller

Der Soldat Otto Müller stammte aus der hessischen Gemeinde Langgöns. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Feldwebel-Leutnant in der 6. Kompanie des 116. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 26.09.1914 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Ville-sur-Tourbe in Frankreich.

Man begrub Otto Müller auf dem Soldatenfriedhof Maizeray in Block 7, Grab 253.

Die Todesanzeige für Otto Müller im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Jakob Haas

Der Soldat Jakob Haas stammte aus dem Dorf Steinbach, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Fernwald, und war von Beruf  Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 6. Kompanie des 116. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 26.09.1914 fiel er im Alter von 33 Jahren bei Ville-sur-Tourbe und Minaucourt-le-Mesnil-lès-Hurlus an der Marne.

Über den Todestag und die Todesumstände von Jakob Haas berichtet die Regimentsgeschichte des 116. landwehr-Infanterie-Regiments:

Dieser Angriff ist ein Teil des allgemeinen Vorstoßes der 3. Armee am 26. 9., der aber nach anfänglichen Erfolgen ebenso stecken bleibt, wie der von den Franzosen versuchte Gegenangriff. R. 116 wird zunächst mit zum Angriff bestimmt. Dieser Befehl wird 8 Uhr nachm. dahin abgeändert, daß das Regiment die Stellungen von R. 30 einnimmt und den Angriff unterstützt. I. besetzt am 26. 9. nachts 1 Uhr die Stellung von R. 30 etwa 1 km südöstl. Chausson-Ferme. Mittlerweile trifft der zum dritten Male abgeänderte Befehl ein, wonach die 49. Ldw.-Brig. am 26. 9. bei Höhe 143, 2 km südl. Maison de Champagne-Ferme, der 16. R.D. zur Verfügung steht. II. trifft dort ein am 26. 9. im Laufe des Vormittags, nachdem es bis $7^0$ vorm. dem R. 17 zur Verfügung gestanden hat. Das zu diesem Sammelplatz aus seiner Stellung (kaum bezogen) abmarschierende I. erhält unterwegs den Gegenbefehl, sich zur Verfügung des R. 17 nach Richtung Höhe 191 zu begeben. Major Ruhnau nimmt in dem Talkessel nördlich der Höhe Aufstellung. 1., 3. und Teile der 2. Komp. schieben bei R. 17 ein und nehmen am Angriff teil. Fehlende Unterstützung durch eigene Artillerie, infanteristische Flankenwirkung aus der Etangschlucht lassen den Angriff nur langsam vorwärts schreiten. Die östlich kämpfenden Truppen gewinnen ebenfalls nur spärlich Gelände, so daß die Division am Abend des 26. 9. das Zurückgehen in die alten Stellungen befiehlt. Verluste am 15. 9. bis 26. 9.: An Offizieren gefallen: Off.Stellv. Müller, verwundet: Lt. Schuster, Off.Stellv. Kürschner. An Unteroffizieren und Mannschaften gefallen: 32, verwundet: 124, vermißt: 2. Am Abend des 26. September trifft bei trübem, naßkaltem Wetter der Befehl ein, daß die Stellungen auszubauen und zur nachhaltigen Verteidigung einzurichten sind; das  Ende des Bewegungskrieges ist gekommen. Noch einmal hatten beide Heere ein letztes Ringen versucht, um in der offenen Feldschlacht eine entscheidende Wendung herbeizuführen. Beide hatten ihre Kräfte gemessen und sich überzeugt, daß eine Entscheidung nur durch eine Umfassung der beiderseits noch ungedeckten Flanken im Norden der Linie möglich war. Sollte auch diese mißlingen, dann war für den Krieg ein Ausblick auf ungeahnte Weiten eröffnet. Tatsächlich fängt mit diesem Augenblick der wirkliche Krieg von bewaffnetem Volk gegen bewaffnetes Volk an. Andere Faktoren wie überlegene Führung und persönliche Tapferkeit beginnen mächtigen Einfluß auf den Gang der Kriegshandlungen zu gewinnen. Ein grauer Schleier umwallt die Zukunft, der für das deutsche Volk bei seiner völligen Abgeschlossenheit beinahe undurchdringlich dunkel ist.Bis 12 Uhr nachts besetzt I. wieder die Stellung des R. 30 (südwestlich Sargdeckel), III., das sich nach Ablösung auf dem Marsch zum Sammelplatz der Brigade befand, besetzt 2 Uhr vorm. die Gräben westlich Punkt 150, etwas weiter westlich der eben verlassenen Gräben. Anschluß nach Osten an R. 80. 

Offiziell ist für Jakob Haas keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er, wenn seine Gebeine bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt beigesetzt wurde.

Die Todesanzeige für Jakob Haas im Gießener Anzeiger
Die Todesanzeige des Deutschen Flottenvereins, Ortsgruppe Steinbach, für Jakob Haas

Sonderbeitrag: Severin Leyerer

Der Soldat Severin Leyerer stammte aus Climbach, einem Ortsteil der hessischen Stadt Allendorf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 7. Kompanie des 116. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 05.09.1914 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Schlacht an der Marne bei Cernay-en-Dormois.

Man begrub Severin Leyerer auf dem Soldatenfriedhof Séchault in einem Massengrab.

In seinem Heimatort Climbach gedenkt man Severin Leyerer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2022/climbach_stadt-allendorf_lk-giessen_wk1_wk2_hs.html

Die Todesanzeige des Gesangverein Liederkranz Climbach für Severin Leyerer und Philipp Conrad

Sonderbeitrag: Philipp Conrad

Der Soldat Philipp Conrad stammte aus der hessischen Ortschaft Climbach, einem Ortsteil der Stadt Allendorf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist und Wehrmann in der 8. Kompanie des 116. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren an der Marne bei Servon-Melzicourt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Philipp Conrad berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Reserve-Infanterie-Regiments:

24.09.14. Morgens Befehl zum Erneuern des Angriffs. R.I.R. 116 auch in vorderster Linie. 12° soll ohne Rücksicht auf die Nachbarn angetreten werden. Sofort setzt heftiges feindliches Artilleriefeuer ein, I. gewinnt Gelände, II. nicht. Abends Befehl, nach Absuchen des Gefechtsfeldes in die alte Stellung zurückzugehen. Verluste: 8 Offiziere und Offizierstellvertreter. Gefallen Offz.Stellv. Ringen; verwundet Oblt. d. R. Oehl, Oblt. d. L. Sprengel, Lt. d. R. Stimmel, Schemenski, Offz.Stellv. Handwerk, Schürmann, Anton. Verluste an Unteroffizieren und Mannschaften: 30 tot, 104 verwundet. Die Gefechtsstärke des Regiments beträgt noch 15 Offiziere, 1094 Unteroffiziere und Mannschaften. Ausgerückt war das Regiment mit 71 Offizieren, 2852 Unteroffizieren und Mannschaften.

Die Lage des Grabes von Philipp Conrad ist unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er, wenn seine Gebeine bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt beigesetzt wurde, der in seiner Sterberegion angelegt wurde.

In seinem Heimatort Climbach gedenkt man Philipp Conrad noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2022/climbach_stadt-allendorf_lk-giessen_wk1_wk2_hs.html

Die Todesanzeige des Gesangverein Liederkranz Climbach für Severin Leyerer und Philipp Conrad