Der Soldat Sebastian Gmainer wurde am 12.02.1885 geboren und lebte in Leitzing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wackersberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Vizefeldwebel in der 36. (preußischen) Minenwerfer-Kompanie. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 07.08.1917 fiel er nach drei Jahren Kriegsdienst im Alter von 32 Jahren in Nordfrankreich durch einen Brustschuss.
Man begrub Sebastian Gmainer auf dem Soldatenfriedhof Carvin in Block 5, Grab 834.
Der Soldat Carl Steller stammte aus dem hessischen Dorf Annerod, einem Ortsteil der Gemeinde Fernwald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefeldwebel in der 3. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 20.09.1916 fiel er während der Schlacht in der Somme in Frankreich. Er wurde bei Bouchavesnes getötet.
Die Lage des Grabes von Carl Steller ist unbekannt.
Der Soldat August Metz stammte aus der hessischen Stadt Nidda und lebte in Metz. Er war Gerichtsreferendar. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 11. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 10.09.1914 wurde er schwer verwundet und geriet in Kriegsgefangenschaft. Dort starb er im Alter von 23 Jahren. Er wurde ein Opfer der Schlacht an der Marne.
Die Lage des Grabes von August Metz ist unbekannt.
Der Soldat Karl Gillmeier stammte aus Kröhstorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldner). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 11. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.05.1915 wurde er während der Frühjahrsschlacht bei La Bassée und Arras bei Neuvill schwer verwundet. Am 30.05.1915 (Reghimentsgeschichte, Volksbund und Verlustlisten: 29.05.1915) verstarb er im Alter von 24 Jahren bei Tournai an seinen Wunden.
Über den Tag seiner schweren Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Am 13.05. traten keine entscheidenden Ereignisse ein. Der infanteristische Druck schien nachzulassen, die Hochspannung gelöst. Dafür wurde aber die Wut der feindlichen Artillerie mit ihrem Sperrfeuer auf alle wichtigen Kreuzungspunkte immer unerträglicher, hauptsächlich für die Gruppe am Bismarck-Haus, die mangels genügender Deckung nahezu schutzlos dem Granat- und Schrapnellhagel preisgegeben war. Auch die 4. Kompanie, die sich im Tsingtau-Weg vorgearbeitet hatte, hatte schweren Stand: der felsige Boden erschwerte das Eingraben; nur durch Sperren waren ihre beiden Flügel vom Feinde getrennt. Auch dieser arbeitete hier fleißig; wo er aber den Kopf aus dem Graben oder der Sappe streckte, wurde er abgeschossen.“
Man begrub Karl Gillmeier auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 14, Grab 892.
Der Soldat Adolf Becker wurde am 21.07.1884 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren und war Oberlehrer an der Cecilienschule in Bielefeld (heute: Ceciliengymnasium Bielefeld) (Nordrhein-Westfalen). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 8. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 09.09.1914 fiel er während der Schlacht an der Marne bei Vítry-le-Francois. Adolf Becker wurde 30 Jahre alt.
Über den Todestag und die Todesumstände von Adolf Becker berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Kandwehr-Infanterie-Regiments:
Strahlend geht die Sonne am 9.9. auf. Schon am frühen Morgen greift der Gegner mit Energie aus Château Raould, Château Beaucamp und den Waldstücken westlich davon an; er wird vom Regiment, das durch vier sächsische M.G. verstärkt ist, abgewiesen und geht fluchtartig zurück. Nunmehr setzt das Artilleriefeuer unter Leitung durch Flieger mit verstärkter Heftigkeit ein; wieder, wie auch am Vortage, müssen Teile von der Höhe in Deckung genommen werden. Am Nachmittag nimmt das feindliche Artilleriefeuer noch an Stärke zu; das Regiment hält in guter Disziplin aus, obwohl stärkere Verluste eintreten. Weitere Vorstöße des Gegners bleiben ohne Erfolg.
Um 3° nachm. erreicht die Schlacht ihren Höhepunkt, das Vorgehen der Deutschen beginnt. Als die Sonne sinkt, ist der linke Flügel der französischen Armee bei Sumbauville umfasst; VIII. A.K. und VIII. R.K. rücken von Vitry auf St. Rémy vor; das große Tor zum deutschen Durchbruch ist geöffnet, der Sieg winkt. Aber die deutsche 4. Armee darf nicht mehr darangreifen, auch sie hat der Rückzugsbefehl erreicht.
Am Abend des 9.9. trifft für das Regiment wie auch für die Sachsen der Rückzugsbefehl ein; nach Einbruch der Dunkelheit beginnt die Bewegung. Das Regiment deckt die zurückgehende Artillerie; III. nimmt 10° abends eine Aufnahmestellung an Höhe 186, am Morgen gegen 5° erfolgt diese bei Zahl 129 ein. Ein Nachdrängen des Gegners erfolgt nicht. Nordöstlich Höhe 165, das am 10. abgebrochen wird, um die Vereinigung mit der eigenen Brigade zu vollziehen.
Die Lage des Grabes von Adolf Becker ist unbekannt. Vermutlich wurde er anonym in einem Massengrab auf dem rund 50 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Connantre beigesetzt, wo man in der Regel die Gefallenen der Sterberegion von Adolf Becker begrub.
Der Lehrer Adam Kaiser stammte aus Langenhain, heute ein Teil der Ortschaft Langenhain-Ziegenberg, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Ober-Mörlen. Er war vermutlich Lehrer in Auerbach, einem Teil der Stadt hessischen Bensheim Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 2. Kompanie des 118. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.09.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren, vermutlich bei der Erstürmung der französischen Stellungen beiderseits der Souville-Schlucht.
Der Sterbeort von Adam Kaiser:
Die Lage des Grabes von Adam Kaiser ist unbekannt.
Der Soldat Georg Schneider stammte aus Oberwald, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Taufkirchen, und war Dienstknecht (beim Stadler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 7. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.04.1917 fiel er im Alter von 37 Jahren durch eine schwere Verwundung bei Arras auf den Höhen von Vimy, westlich Bailleul.
Man begrub Georg Schneider auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 253.
Der Soldat Walter Ziemssen wurde am 04.12.1875 in Graudenz (seit 1945 polnisch: Grudziądz) geboren und lebte in Bad Honnef im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann und Kompanieführer in der 9. Kompanie des 112. Infanterie-Regiments. Am 09.08.1914 fiel er im Alter von 38 Jahren bei Rixheim.
Man begrub Walter Ziemssen auf dem Soldatenfriedhof Illfurth in Block 7, Grab 52.
Der Soldat Josef Angerer wurde am 16.04.1883 geboren und war Landwirt in der bayerischen Gemeinde Eggenthal. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 1. Kompanie des 5. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiments. Am 24.05.1918 starb er im Alter von 35 Jahren an der Kriegsfolgen in Eggenthal.
Josef Angerer dürfte in Eggenthal begraben worden sein. Sein Grab könnte heute noch existieren.
Der Soldat Wendelin Randolf wurde am 11.06.1900 in Echerschwang, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bernbeuren, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er kurze Zeit in der 2. Batterie des 9. bayerischen Feld-Artillerie-Regiments. Schon am 13.07.1918 verstarb er im Alter von 18 Jahren im Lazarett Landsberg.
Die Lage des Grabes von Wendelin Randolf ist unbekannt.