Der Soldat Johann Hackl stammte aus der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub und war der Sohn eines Schuhmachermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 28.03.1916 verstarb er im Alter von 32 Jahren in Frankreich (Lothringen) in einem Kriegslazarett, nachdem er durch einen Granatsplitter schwer verwundet worden war.
Man begrub Johann Hackl auf dem Soldatenfriedhof Briey in Block 3, Grab 217.
Der Soldat Martin Erhard wurde am 21.10.1894 in der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub als Sohn eines Tagelöhners geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er zunächst als Infanterist in der 1. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Nach schwerer Verwundung 1916 wechselte er in ein anderen Regiment eventuell in des 15. bayerische Reserve-Infanterie-Regiment. Am12.04.1917 fiel er im Alter von 22 Jahren bei bei Chevreux.
Man begrub Martin Peter auf dem Soldatenfriedhof Cerny-en-Laonnois in einem Massengrab.
Der Soldat Eugen Wirth stammte aus der Stadt Eppingen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als kriegsfreiwilliger Oberjäger in der 3. Kompanie des Garde-Schützen-Bataillons. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der badischen Tapferkeitsmedaille aus. Am 13.08.1916 fiel er während der Kämpfe in den Vogesen im Alter von 20 Jahren durch schwere Verwundung nahe Schweighausen bei Thann (französisch: Schweighouse-Thann).
Man begrub Eugen Wirth auf dem Soldatenfriedhof Cernay in Block 6, Grab 257.
Der Soldat Leo Wagner wurde am 11.04.1890 in Jungensberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Stiefenhofen, geboren. Er wurde Lehrer an der Hohenzollernschule in München. Heute wird die Schule Hermann-Frieb-Schule genannt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 01.12.1914 fiel er während der Stellungskämpfe in Flandern im Alter von 24 Jahren bei Messines (niederländisch: Mesen) durch Granattreffer.
Über den Todestag und die Todesumstände von Leo Wagner berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Im Alarmquartier Messines übernimmt Oberstleutnant von Langlois am 01.12. das Regiment, dessen Gefechtsstärke 21 Offiziere und Offiziersstellvertreter, 1.432 Unteroffiziere und Mannschaften, dessen Verpflegungsstärke 25 Offiziere, 1.652 Mannschaften und 180 Pferde betrug. Zehn Tage später war die Gefechtsstärke bereits auf 31 Offiziere, 1.528 Mann, die Verpflegungsstärke auf 34, bzw. 1.809 gestiegen. Die infolge des häufigen Kommandeurwechsels verschiedene Auslegung des Begriffs Verpflegungsstärke erhält dadurch Stetigkeit, dass hinfort Mannschaften der Bagage nicht mehr zur Gefechtsstärke gerechnet werden.
In der Stellung wird Nacht für Nacht die Dreiteilung des Dienstes in Schützen- und Arbeitsmannschaften sowie nahe Bereitschaft durchgeführt. Zwei Drittel der Mannschaft stehen allnächtlich wachend und schanzend, gefechtsbereit in der vordersten Linie, nur ein Drittel erholt sich im Unterstand von den Strapazen. Dieser Dienst im Schützengraben erfährt durch Divisionsbefehl vom 2. Dezember eine grundlegende Milderung: 50 Prozent der Mannschaft sollte bei Nacht, 30 Prozent bei Tag gefechtsbereit Posten stehen. Die Einsicht der Unterführer in die wirklichen Bedürfnisse und in die ertragbare Leistung milderte diesen Befehl weiterhin ab, dass tagsüber von jeder Gruppe nur ein Mann zu wachen hatte, eine Einrichtung, die sich den ganzen Krieg hindurch bewährte.
Tag um Tag kostete Opfer an Mut und Blut, keiner verging ohne Verluste durch das feindliche Feuer. Das Infanteriefeuer flaute ab, wurde schwach und schwächer, tagsüber fielen höchstens vereinzelte Schüsse der Scharfschützen. Doch unterhielt der Gegner ein gutgezieltes heftiges Artilleriefeuer mit Granaten und Schrapnells auf unsere Schützengräben, am 27. November, damals noch eine Seltenheit, geleitet durch feindliche Flieger.“
Man begrub Leo Wagner auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block A, Grab 3.171.
Der Soldat Franz Jörg wurde am 25.09.1890 in Wertach in Bayern geboren. Sein Vater war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.11.1916 verstarb er im Alter von 26 Jahren im Reserve-Lazarett Kempten in Folge einer Krankheit.
Die Lage des Grabes von Franz Jörg konnte ich nicht ermitteln. Vermutlich wurde er auf einem Friedhof in Kempten im militärischen Teil begraben. Sein Grab könnte heute noch existieren.
Der Soldat Michael Steber stammte aus der bayerischen Gemeinde Pähl und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist im 15. bayerisches Infanterie-Regiment. Am 18.11.1918, also nach dem Krieg, verstarb er im Alter von 29 Jahren im Lazarett Tegernsee.
Die Lage des Grabes von Michael Steber ist nicht zu ermitteln.
Der Soldat Franz Xaver Buchner wurde am 18.11.1883 geboren und stammte aus Welchenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Niederwinkling, und war der Besitzer einer Brauerei und von Realitätenbesitzer. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 10. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 13.02.1917 wurde er während der Stellungskämpfe im Artois bei Givenchy-en-Gohelle schwer verwundet. Am 18.02.1917 verstarb er in einem Feldlazarett in Hénin-Liétard.
Über den Todestag und die Todesumstände von Franz Xaver Buchner berichtet die Regimentsgeschichte des 11. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Während an den ersten beiden Tagen nur geringe Gefechtstätigkeit herrschte, setzte plötzlich am 13.02. morgens auf der ganzen Vimy-Höhe heftiges Artillerie- und Minenfeuer ein; um 5.15 Uhr vormittags griff der Feind die beiden rechten Kompanien des Abschnittes Döberitz in drei starken Wellen an; es gelang ihm an verschiedenen Stellen, in die vordere Stellung einzudringen, nach längerem verlustreichen Kampf wurde er jedoch wieder vertrieben.“
Man begrub Franz Xaver Buchner auf dem Soldatenfriedhof Billy-Montigny in Block 1, Grab 124.
Bei Gregor Henkel liegt ein besonderes Schicksal vor. Er wurde am 17.01.1886 in Aufmberg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Seeg. Im Ersten Weltkrieg war er Zivil-Gefangener in Südfrankreich. Am 01.01.1915 ertrank er im Alter von 28 Jahren in Südfrankreich im Meer. Versuchte er zu flüchten? Offensichtlich wurde er zu Kriegsbeginn als Zivilist eines feindlichen Staates interniert.
Der Verbleib des Leichnams von Gregor Henkel war nicht zu ermitteln.
Der Soldat Johann Merle wurde am 12.01.1880 in Trauchgau geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeidne Halblech. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 11. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.11.1916 fiel er im Alter von 36 Jahren in Rumänien während der Gebirgskämpfe am Törzburgerpass – genauer gesagt bei den Kämpfen nördlich Campulung.
Die Lage des Grabes von Johann Merle ist unbekannt. Es existiert sicher nicht mehr.
Der Soldat Michael Bauer wurde am 13.05.1884 in Burglengenfeld geboren. Er kehrte als Kriegsinvalider in die Heimat zurück und starb am 13.01.1919 im Alter von 34 Jahren. Zuvor hatte er rund 14 Wochen an einerf schweren Krankheit gelitten, die er sich im Kriegseinsatz durch Verschüttung zugezogen hatte.
Man begrub Michael Bauer vermutlich in seinem Heimatort. Sein Grab könnte heute noch existieren.