Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.031: Johann Nachreiner

Der Soldat Johann Nachreiner stammte aus Oberwalchen, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Traunreut, und war der Sohn eines Kleinbauern (Zenz-Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Seit dem 03.10.1914 gilt er als vermisst. Ich vermute jedoch aufgrund der Datenlage, dass er am 24.09.1914 fiel. Zuletzt war er nach meinen Recherchen bei Lihons eingesetzt, rund 4 Kilometer von seinem Grab entfernt. Er wurde 22 Jahre alt.

Man begrub Johann Nachreiner auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Oberwalchen gedenkt Johann Nachreiner noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2021/traunwalchen_gde-traunreut_lk-traunstein_wk1_wk2_by.html

Sterbebild von Johann Nachreiner
Rückseite des Sterbebildes von Johann Nachreiner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.030: Leonhard Hungerhuber

Der Soldat Leonhard Hungerhuber stammte aus Maierstetten, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war der Sohn eines Landwirts (Sammersohn). Er selbst war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während eines Vorhutgefechts bei Lihons an der Somme.

Über den Todestag und die Todesumstände von Leonhard Hungerhuber berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

„24.09.1914 5.30 Uhr vormittags bei Brie über die Somme. Villers-Carbonnel wird vom III. Bataillon genommen; weiter über Estrées nach Soyecourt. Das Regiment geht um 4 Uhr nachmittags beiderseits der Straße Vermandovillers – Lihons zum Angriff vor. Bis 7 Uhr abends ist der Angriff noch nicht ganz bis Lihons herangetragen. Die Nacht wird in den erkämpften Stellungen verbracht.“

Die Lage des Grabes von Leonhard Hungerhuber ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, der nur 9 Kilometer von seinem Sterbeort entfernt ist, und auf dem auch seine Kameraden der 12. Kompanie beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Joseph Dankesreiter, gefallen am 25.09.1914 bei Vermandovillers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Hermann Heinrich Mankel, gefallen am 27.09.1914 bei Vermandovillers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Hans Bullemer, gefallen am 27.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Seine letzte Heimatgemeinde Altenmark an der Alz gedenkt Leonhard Hungerhuber noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2019/rabenden_gde-altenmarkt-a-d-alz_lk-traunstein_bay.html

 

Sterbebild von Leonhard Hungerhuber
Rückseite des Sterbebildes von Leonhard Hungerhuber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.02: Vinzenz Rauh

Der Soldat Vinzenz Rauh wurde am 16.09.1897 in Ellmeney geboren, einem Weiler des Ortsteils Hofs, der Stadt Leutkirchen im Allgäu im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Sein Vater war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 5. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Seit dem 04.10.1917 wird er als in der Dritten Flandernschlacht vermisst gemeldet. Er wurde 23 Jahre alt.

Ich konnte keinerlei Unterlagen und Hinweise finden, die auf die Grablage von Vinzenz Rauh hindeuten könnten. Ich vermute, er wurde anonym in einem Massengrab auf einem der zahllosen Friedhöfe in Flandern begraben.

Seine Heimatgemeinde Hofs gedenkt Vinzenz Rauh noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2019/hofs_stadt_leutkirch_lk-ravensburg_bw.html

Sterbebild von Vinzenz Rauh
Rückseite des Sterbebildes von Vinzenz Rauh

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.024: Leonhard Ehmann

Der Soldat Leonhard Ehmann wurde am 30.09.1885 geboren und stammte aus Grünbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Polling, und war Kleinbauer (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 16.06.1918 verstarb er nach 39 Monaten Kriegsdienst im Alter von 32 Jahren im Knappschaftskrankenhaus Gelsenkirchen, nachdem er durch einen Granatschuss an beiden Füßen schwerst verwundet worden war.

Man begrub Leonhard Ehmann auf dem Friedhof Gelsenkirchen-Heßler-West in Reihe 7a Grab 213.

Seine Heimatgemeinde Leonhard Ehmann gedenkt Leonhard Ehmann noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/polling-oberflossing_1866_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Leonhard Ehmann
Rückseite des Sterbebildes von Leonhard Ehmann

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.023: Franz Xaver Roß

Der Soldat Franz Xaver Roß wurde am 18.12.1889 in Thann, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Aschau am Inn, geboren und lebte in Litzelkirchen. Sein Vater war Fuhrmann (Karrer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 5. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Ende Juli 1918 geriet er während der Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims und zwischen Marne und Vesle in französische Kriegsgefangenschaft. Am 27.01.1919 verstarb er im Alter von 29 Jahren in Montcornet, Amb. 12/16, nach sechs Monaten Kriegsgefangenschaft.

Man begrub Franz Xaver Roß auf dem Soldatenfriedhof Mennevret in Block 2, Grab 189.

Seine Heimatgemeinde Aschau am Inn gedenkt Franz Xaver Roß noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/aschau_a_inn_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Franz Xaver Roß
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Roß

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.022: Andreas Kracher

Der Soldat Andreas Kracher wurde am 20.03.1888 in Oberwindach geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Windach, und lebte in Unterfinning. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 5. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.02.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Combres-sous-les-Côtes in Frankreich.

Die Lage des Grabes von Andreas Kracher ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass seine Gebeine, wenn sie bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Troyon beigesetzt wurde, auf dem auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Christian Meyer, gefallen am 18.02.1915 bei Combres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
  • Leutnant Alois Weigand, gefallen am 17.02.1915 bei Combres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
  • Infanterist Joseph Altschäffl, gefallen am 11.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
  • Gefreiter Joseph Schmid, gefallen am 17.02.1915 bei Combres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
  • Leutnant Harry Cadenbach, gefallen am 17.02.1915 bei Combres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab.

 

Seine Heimatgemeinde Windach gedenkt Andreas Kracher noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/windach_lk-landsberg-lech_70-71_wk1_wk2_by.html

Sterbebild von Andreas Kracher
Rückseite des Sterbebildes von Andreas Kracher

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.021: Dr. Engelbert Mülhaupt [Mühlhaupt]

Der Soldat Dr. Engelbert Mühlhaupt wurde am 05.11.1888 geboren und stammte aus Oberlauchingen, einem Ortsteil der Gemeinde Lauchringen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Er arbeitete als Journalist für die München-Augsburger Abendzeitung. Im Ersten Weltkrieg diente er als Kriegsfreiwilliger und Infanterist in der 11. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, das Regiment, in dem auch der spätere Diktator Adolf Hitler diente. Am 29.10.1914 fiel er bei den ersten Kämpfen in Flandern während der Schlacht an der Yser bei Gheluwe. Die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments berichtet über den Todestag und die Todesumstände von Dr. Engelbert Mühlhaupt:

„Das III. Bataillon

Das III. Bataillon war am Morgen des 29. Oktober aus der Entfaltung bei der Ortschaft Koelberg links der Straße nach Ypern mit der 9. und 11. Kompanie in vorderer, der 10. und 12. Kompanie in zweiter Linie ins Gefecht getreten. In zügigem Vorwärtsgehen suchten die Schützenlinien gegen das Straßenkreuz bei Kruiseik vorzudringen, erlitten aber durch das von vorne und aus der rechten Flanke einsetzende feindliche Feuer abld so erhebliche Verluste, dass die Bewegung ins Stocken kam. Der Gegner hatte sich in den Gehöften und in dem dichten Buschwerk am Straßenkreuz eingenistet und richtete, selbst völlig unsichtbar, ein konzentriertes Maschinengewehrfeuer auf die in lichter Entwicklung vorgehenden Schützenlinien und ihre nachfolgenden Reserven. Es galt daher, zunächst diesen Gegner niederzukämpfen.

In dem Augenblick, als Oberleutnant Beuschel mit der 9. Kompanie die Straße erreicht hatte unddas Kommando gab „Sprung! Auf – Marsch – Marsch!“ wurde er von einem Geschoss getroffen, dass ihm das Kommando auf den Lippen erstarb und er tot umsank. (Oberleutnant Albert Beuschel, gefallen am 29.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block I, Grab 957) Offiziersstellvertreter Baumann übernahm die Kompanie.

Das Bataillon war als zweite Linie hinter dem sächsischen Regiment 105 bestimmt, trat jedoch bald in die erste Gefechtslinie. Langsam und zäh arbeiteten sich die Züge trotz ständiger Verluste vorwärts, bis schon nach kurzem die Ausfälle durch das feindliche Artilleriefeuer so groß wurden, dass der Bataillonskommandeur, der selbst in vorderster Linie war, bei der Gefahr, die Truppe ohne hinreichenden Erfolh vollständig zu opfern, sich entschloss, die Stellung vorerst zu halten und sich einzugraben, um durch die weitere Gefechtsentwicklung eine günstigere Gelegenheit zur Fortsetzung des Anghriffs abzuwarten. Erst als im Laufe des Vormittags die englischen Stellungen am Straßenkreuz bei Kruiseik durch den Angriff unseres I. Bataillons und der Württemberger 247 vom Gegner fluchtartig geräumt worden waren, konnte der rechte Flügel des III. Bataillons gemeinsam mit dem Reserve-Infanterie-Regiment 247 zum weiteren Angriff vorgehen. Entlang der Yperner Straße suchte man nach vorwärts Raum zu gewinnen. In kleinen Teilvorstößen arbeitete sich die 10. und 11. Kompanie an die links der Straße gelegenen Gräben der Engländer heran, immer wieder gezwungen, ihre Stellungen unter dem verheerenden Feuer der feindlichen Artillerie und den Bombenwürfen der feindlichen Flieger vorrübergehend aufzugeben und in Deckung Schutz zu suchen. Die Verluste stiegen von Stunde zu Stunde. Oberleutnant Peukert (Oberleutnant Hans Peukert, gefallen am 29.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block I, Grab 958), der Führer der 11. Kompanie fiel im Gefecht, ebenso sin 1. Zugführer, Leutnant Graf (Leutnant Karl Graf, Ritter von gefallen am 29.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block I, Grab 897), der einzige Sohn des 1916 vor dem Feind gebliebenen Kommandeurs der bayerischen Ersatz-Division, Generalleutnant Ritter von Graf (Generalleutnant Eduard Ritter von Graf, gefboren am 31.10.1854 in Bayreuth, gefallen am 03.03.1916 in St. Braquis, Frankreich). Offiziersstellvertreter Gieß blieb durch beide Oberschenkel geschossen liegen. Feldwebel Müller nahm das Kommando über die Kompanie an sich, fiel aber bald darauf durch Kopfschuss (Feldwebel Hans Müller, gefallen am 29.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block I, Grab 898) . Darauf sprang Vizefeldwebel Schnaudt als Kompanieführer ein.

Erschreckend schnell schmolz die Gefechtskraft zusammen, sodass gegen Mittag die letzten Reservezüge eingesetzt werden mussten. Überall lagen hinter den Hecken die Verwundeten, ohne dass ihnen Hilfe gebracht werden konnte.

Dazu kam, dass vorübergehend unsere Truppen von Nachbarabteilungen der Sachsen, die uns wegen der grauen Mützenüberzüge mit Engländern verwechselt hatten, unter Feuer genommen worden waren, wodurch die moralische Kraft der Truppe stark beeinträchtigt wurde.

Als um die Mittagsstunde die Lage äußerst bedrohlich wurde und insbesondere durch das vernichtende Maschinengewehrfeuer aus der stark besetzten Windmühle unterhalb des Ortsrandes immer größere Lücken in unsere Reihen gerissen wurden, entschloss sich Unteroffizier Schaumberger, mit einer Anzahl Leute sich an die Windmühle heranzupürschen, dieses gefährliche Nest auszuheben. Die Aufgabe ging aber über die Kraft der todesmutigen Männer; sie blieben unter schweren Verlusten vor der Front liegen, Offiziersstellvertreter Dörfler, der ihnen zu Hilfe eilte, fiel.

Dagegen gelang es der 12. Kompanie auf die Meldung hin, dass die 10. Kompanie unter starkem Flankenfeuer leide, ein Gehöft in der linken Flanke zu stürmen und augenblicklich Erleichterung zu schaffen.

Gegenüber der gewaltigen Feuerkraft des Gegners, seinen in langer Vorbereitungszeit außerordentlichen gut befestigten und verdeckten Stellungen, wobei seine Schützen sogar von Bäumen herab ein scharf gezieltes Feuer auf unsere im offenen Feld kämpfenden Linien richteten, war mit einem durchschlagenden Erfolg nicht mehr zu rechnen. Sollte die Truppe nicht der gänzlichen Vernichtung preisgegeben werden, so blieb nichts übrig, als weitere Angriffsversuche aufzugeben und sich darauf zu beschränken, den heißumstrittenen Boden zu halten und sich nach Möglichkeit durch Verteilung in halbwegs schützende Deckungen der Wirkung des rasenden Feuers zu entziehen. Auch dies bot Schwierigkeiten. Bei dem ungestümen Lärm und Getöse des Gefechts war es nicht möglich, Befehle durchzubringen, viele der Unterführer waren bereits gefallen oder verwundet. die Verbände völlig vermischt, an ein Durchkommen von Meldegängern war nicht zu denken.

So entschloss sich der Bataillonskommandeur, Hauptmann von Lüneschloss, im Laufe des Nachmittags die noch vorhandenen Reste, insbesondere der 9. und 11. Kompanie, von welcher Unteroffizier Wildegger Teile unter seine Führung genommen hatte, allmählich heranzuziehen und in geeigneter Deckung zu sammeln. Auch die 10. Kompanie konnte sich bei ihren großen Verlusten nicht mehr halten und zog sich langsam gegen den linken Flügel des Bataillons zurück, um sich dort einzugraben. Bei der 12. Kompanie waren Kompanieführer Oberleutnant Hagen und Offiziersstellvertreter Grießer verwundet, bei der 10. Kompanie war Kompanieführer Graf von Bassenheim infolge Erkrankung ausgeschieden und an seine Stelle Offiziersstellvertreter Mader getreten.

Der Einbruch der Dunkelheit ermöglichte es, die schwachen Reste der Kompanien aus dem Gefecht zu ziehen und beim Regimentskommando nahe Koelberg zu sammeln, damit sie im Laufe der Nacht wieder eingesetzt werden konnten.

Durch den heutigen Angriff war auch auf diesem Abschnitt der Front fast 1 Kilometer vorgerückt worden, 400 Gefangene und 5 Maschinengewehre waren eingebracht worden.

Die Nacht senkte sich auf das Schlachtfeld, das 349 tote Kameraden bedeckten. Den taktischen Erfolg des Tages, des letzten Tages der Schlacht an der Yser, bezeichnete in kurzen Worten der Abendbefehl, den der Regimentskommandeur, Oberst List, den Bataillonen bekannt geben ließ: „Feind aus allen seinen Stellungen geworfen, mehrere hundert Gefangene. Infanterie hält die errungenen Stellungen und gräbt sich dort ein. Unterstützung durch die 6. Reserve.Infanterie-Division bald zu erwarten.“

Man begrub Dr. Engelbert Mühlhaupt auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

Noch heute gedenkt man Dr. Engelbert Mühlhaupt auf einem Denkmal in seiner Heimatgemeinde Oberlauchringen: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/oberlauchringen_wk1u2_bw.htm

Todesanzeige für Dr. Engelbert Mülhaupt – bemerkenswert: die Zeitung, für die er gearbeitet hatte, druckte seinen Namen falsch ab.

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.017: Franz Xaver Asenbeck

Der Soldat Franz Xaver Asenbeck stammte aus Neufahrn, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mettenheim, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.07.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren beim zweiten Sturm über Kolonie Nowi Emilin hinaus (Kämpfe am Styr und Stochod) in der heutigen Ukraine – damals Russland – durch einen Granatvolltreffer.

Die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments berichtet von dem Todestag und den Todesumständen von Franz Xaver Asenbeck:

„Sturm über Kolonie Nowi Emelin hinaus bis zum Waldsaum 2.7.1916

Der 02.07. ist wieder Angriffstag für die Division Rusche. Diesem Vorgehen hatte sich der rechte Flügel der 11. bayerischen Infanterie-Division (Gruppe Stengel) anzuschließen. Erst hatte sich das rechte Flügelbataillon I./22. Bayerisches Infanterie-Regiment anzutreten. Kurz darauf traten auch II./3. und 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment zum Angriff an. Der Feind wurde aus seinen Stellungen, in mehreren Linien die Kolonie Nowi Emilin durchzogen, geworfen und bis an den Waldsaum gegenüber Miroslawka verfolgt.“

AM Ende des Tages war Franz Xaver Asenbeck tot – von den Verlusten des Tages kein Wort in der Regimentsgeschichte.

Die Lage des Grabes von Franz Xaver Asenbeck ist unbekannt. Es existiert wahrscheinlich nicht mehr.

Seine Heimatgemeinde Mettenheim gedenkt Franz Xaver Asenbeck noch heute auf zwei Denkmälern: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/mettenheim_wk1u2_bay.htm und http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/mettenheim-neufarn_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Franz Xaver Asenbeck
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Asenbeck

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.011: Rudolf Hauber

Der Soldat Rudolf Hauber wurde am 06.01.1882 in der bayerischen Gemeinde Pfronten geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Wehrmann in der 12. Kompanie des 3. Reserve-Infanterie-Regiments. Ende Oktober / Anfang November wurde er bei bei den Stellungskämpfen in Wirballen im heutigen Litauen oder bei der Schlacht bei Göritten (russisch: Puschkino) in der Nähe von Königsberg, heute russisches Staatsgebiet, schwer verwundet. Am 05.11.1914 verstarb er in einem Lazarett in Halle an der Saale im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt.

Die Lage des Grabes von Rudolf Hauber ist unbekannt. Er wurde vermutlich auf einem Friedhof in Halle an der Saale im militärischen Bereich begraben und sein Grab könnte heute noch existieren.

Seine Heimatgemeinde Pfronten gedenkz Rudolf Habuer noch heute auf zwei Denkmälern: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/pfronten-berg_wk1u2_bay.htm http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/pfronten-kappel_wk1u2_bay.htm 

Sterbebild von Rudolf Hauber
Rückseite des Sterbebildes von Rudolf Hauber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.010: Ludwig Ruchti

Der Soldat Ludwig Ruchti wurde am 16.05.1886 in Hiemenhofen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruderatshofen, und war Kaufmann von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Schütze in einer Maschinengewehr-Kompanie. Zu welchem Regiment er gehörte, konnte ich nicht ermitteln. Am 19.09.1917 verstarb er im Alter von 31 Jahren im Garnisons-Lazarett Kempten an einer Krankheit.

Die Lage des Grabes von Ludwig Ruchti ist nicht registriert. Vermutlich wurde er auf einem örtlichen Friedhof in Kempten im militärischen Bereich beigesetzt. Sein Grab könnte heute noch existieren.

Auf der Gedenkstätte der Stadt Allgäu gedenkt man Ludwig Ruchtig noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kempten_kath_frdh_wk1_bay.htm

Sterbebild von Ludwig Ruchti
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Ruchti