Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.728: Albert Deindl

Der Soldat Albert Deindl wurde am 29.07.1896 in Schwarzach als Sohn eines Bierbrauereibesitzers (Deindl-Bräu, 1877 – 1981)  geboren und lebte in Hundldorf, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mariaposching. Er fiel am 15.10.1916 im Alter von 20 Jahren an der Komanhöhe in den Karpathen bei einem Sturmangriff.

Die Lage des Grabes von Albert Deindl ist unbekannt, wie meist bei Gefallenen im Osten.

 

Sterbebild von Albert Deindl
Rückseite des Sterbebildes von Albert Deindl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.662: Josef Rannertshauser

Der Soldat Josef Rannertshauser stammte aus Weikenhausen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schweitenkirchen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.07.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Maslomecz in Russland.

Die Lage des Grabes von Josef Rannertshauser ist unbekannt und konnt nicht von mir ermittelt werden.

Sterbebild von Josef Rannertshauser
Rückseite des Sterbebildes von Josef Rannertshauser

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 4.625: Richard Müller

Der Soldat Richard Müller stammte aus Königsberg in Preußen und war Tiefbau-Ingenieur bei den Kanalisationswerken der Stadt Königsberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Vizefelfwebel der Landwehr und Offizierstellvertreter in der 3. Kompanie des 3. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 02.09.1914 fiel er bei Schwönau (1946 umbenannt in Perewalowo, der Ort existiert aber nicht mehr).

Die Todesanzeige habe ich der Königsberger Hartungschen Zeitung vom 07.09.1914 entnommen.

Todesanzeige für Richard Müller in der Königsberger Hartungschen-Zeitung vom 07.09.1914

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.658: Alois Hartleitner

Alois Hartleitner stammte aus Eschelbach an der Ilm, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wolnzach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 7. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Gefreiter. Am 28.07.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Kulakowice in Russland während der Schlacht bei Hrubieszow.

Die Regimentsgeschichte des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments berichtet über den Todeszeitraum Alois Hartleitners:

„24. – 28.07.1915 Bei Kulakowice. Vorschieben und Ausheben der Sturmstellung. 1/2 I. und II. Bataillon, am 27. und 28.7. Divisionsreserve in Moniatyce, rücken am 28. abends wieder in Stellung.
29.07.1915 8.00 Uhr vormittags Sturm auf die russische Stellungen, die genommen werden. 730 Gefangene, 4 MG.“

Die Lage des Grabes von Alois Hartleitner ist heute unbekannt. Es dürfte nicht mehr existieren.

Sterbebild von Alois Hartleitner
Rückseite des Sterbebildes von Alois Hartleitner

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.525: Heinrich Blome

Der Landsturmmann Heinrich Blome wurde am 01.10.1891 in Neuenmarhorst geboren, heute ein Ortsteil der niedersächsischen Stadt Twistringen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 46. Infanterie-Regiments. Seit dem 21.07.1915 wurde er nach einem Gefecht bei Suchodoly während der Schlacht um Krasnostaw vermisst. Dann stellte es sich heruas, dass er verwundet in russische Kriegsgefangenschaft geraten war. Am 15.03.1916 verstarb er im Alter von 24 Jahren in russischer Gefangenschaft in einem Hospital zu Simbirsk an Flecktyphus.

Über den Tag der Gefangennahme berichtet die Regimentsgeschichte des 46. Infanterie-Regiments:

21.07.1915 Der Gegner hatte wohl am Tage vorher die Lücken rechts und links der Abteilung Stockmann erkannt und machte auf diese Stellen unter dem Schutze starken Nebels um 3.00 Uhr früh mit erdrückenden Massen überraschende Angriffe, die uns zwangen, die Stellung zu räumen und kämpfend an und auf den Rücken 231 zurückzugehen, wo die 5. Kompanie zur Aufnahme ausgeschwärmt war.

Die Rückwärtsbewegung geschah natürlich nicht einheitlich; Freund und Feind waren teilweise vermischt, die Verbände zerrissen, Überblick bei der Unsichtigkeit nicht möglich. Tatkräftige Führer: Hauptmann Fliegel, Oberleutnant von Schroetter, Leutnant Reinert, Leutnant Schirmeister, Leutnant der Reserve Burmeister, Leutnant der Reserve Kaiser, Offiziers-Stellvertreter Lüttig (7. Kompanie), die das Kriegstagebuch besonders nennt, Major von Platen vomn I./Reserve 46 u. a. rafften bald kampfkräftige Abteilungen zusammen, so dass es gelang, den russischen Angriff zum Stehen zu bringen, stellenweise auch in Rückzug zu verwandeln. Der Führer des III. Bataillons, Oberleutnant von Schroetter, wurde dabei tödlich verwundet, Leutnant Kaiser fiel.

Teilweise machten unsere Schützen schon auf dem vorderen Hange des Rückens 231 Front und hielten dort. Die 10. Kompanie unter Führung des Leutnants Burmeister blieb an ihrem Platz, grub sich im Halbkreis ein und wurde zunächst noch hinter Kirchbach belassen.

Infanterie-Regiment Kirchbach hatte nur die rechte, I./Reserve 46 und II./79 die linke Hälfte der Stellung besetzt. Der rechte Flügel wurde um den Nordrand von Suchodolny gebogen und bis an den Bach herangeführt.

Pioniere und ein Zug Schützen vom Division Kavallerie Regiment trafen in der Nacht als weitere Unterstützung ein. – Mit beigetriebenem Draht wurden Hindernisse hergestellt. Auch wurde versucht, die Fernsprechleitungen wieder in Gang zu bringen, die durch Nässe gelitten und gerade in der verhängnisvollen Nacht versagt hatten.

Mühe und Aufopferung erforderten auch die Zurückbringung der vor der Front liegenden Verwundeten, dabei taten sich rühmlich die Unterärzte Dr. Rademacher und Jacobi hervor.“

Offiziell ist keine Grablage für Heinrich Blome bekannt. Ich vermute jedoch, dass er von den russischen Behörden auf einem örtlichen Friedhof in Simbirsk begraben wurde. Das Grab besteht wahrscheinlich heute nicht mehr.

Sterbebild von Heinrich Blome
Rückseite des Sterbebildes von Heinrich Blome

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.184:Josef Bernroitner

Josef Bernroitner stammte aus Borbuch, heute ein Teil der oberösterreichischen Gemeinde Mauerkirchen, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Batterie des 41. kaiserlich und königlichen Feldkanonen-Regiment. Am 08.07.1916 verstarb er im Alter von 24 Jahren in russischer Gefangenschaft in Rosdolnoj bei Wladiwostok nach langem, schweren Leiden.

Sterbebild von Josef Bernroitner
Rückseite des Sterbebildes von Josef Bernroitner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.157: Martin Maurer

Martin Maurer stammte aus Manholding. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.06.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren in Russland bei einem Sturmangriff auf die Kolonie Nowi Emilin, während der Abwehr russischer Stürme südostwärts und ostwärts Kowel.

Die Lage des Grabes von Martin Maurer ist unbekannt.

Sterbebild von Martin Maurer
Rückseite des Sterbebildes von Martin Maurer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.155: Joseph Stelzer

Joseph Stelzer stammte aus Steinburg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hunderdorf, und war der Sohn eines Müllers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in einem Infanterie-Regiment und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 02.08.1917 fiel er im Alter von 28 Jahren in Russland durch einen Kopfschuss. Die Lage seines Grabes ist unbekannt.

Sterbebild von Joseph Stelzer
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Stelzer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.122: Hans Leinmüller

Der Ersatz-Reservist Hans Leinmüller wurde am 16.05.1892 in Leinzell in Baden Württemberg geboren und war der Bruder des gestern vorgestellten Josef Leinmüller. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 14. Kompanie des 99. Landwehr-Infanterie-Regiment und fiel am 29.08.1916 im Alter von 24 Jahren während der Stellungskämpfe an der Beresina im heutigen Weißrussland.

Die Lage des Grabes von Hans Leinmüller ist ebenso unbekannt wie die Lage des Grabes seines Bruders.

Sterbebild der Brüder Leinmüller
Rückseite des Sterbebildes der Brüder Leinmüller

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.117: Martin Maurer

Martin Maurer stammte aus  Manholding in Oberbayern, einem Ortsteil der Gemeinde Chieming. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 25.06.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während eines Sturmangriffs bei Kowel im damaligen Russland heute Ukraine.

Über den Todestag von Martin Maurer und den Sturmangriff schreibt die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 25.06. begann 7 Uhr morgens nach der Artillerievorbereitung der Angriff in geplanter Weise. Zügig gings vorwärts. Als erster drang Leutnant der Reserve Steiner mit der 8. Kompanie in die feindliche Stellung am Nordosteck der Kolonie Nowi Emilin ein. Noch hatte die vordere Linie des Bataillons (6./3., 7./3. und 8./3. b. IR) nicht festen Fuß im feindlichen Graben gefasst, da fluteten bereits die Gegenangriffe heran, bei deren Abweisung sich der stellvertretende Führer der 6./3. Leutnant der Reserve Frey auszeichnete. Damit hatte sich das II./3. in wirksamer Weise in die Lücke eingeschoben, während die exzentrisch auseinander gehenden Bataillone I./22. und II./3. auch ihrerseits mit Erfolg stürmten. Am linken Flügel der Gruppe, wo im Moorwalde westlich des „Nordsüdsträsschens“ (Wulka – Porskaja – Miroslawka) II./22. an III./3. anschloss, war man ebenfalls in die feindlichen Stellung eingedrungen und umklammerte nun den noch nicht gefallenen Teil der Linie in der gleichen Weise wie der anschließende rechte Flügel der Gruppe Raab (II./22.), dadurch war eine Lücke entstanden. Auf die durch das Einschwenken abgerissene Flügel der beiden Bataillone stieß der Russe bei seinem achten Gegenangriff flankierend vor und flutete durch die Lücke in den Wald hinein. Da nun werfen sich rasch entschlossen die im Walde in 2. Linie stehenden Bataillonsreserven von II./3., nämlich der Rittmeister der Reserve des 1. Ulanen-Regiments Freiher von Rothenau mit seiner 5./3. und Hauptmann Schneider (2. bayerisches Infanterie-Regiment) mit 1/2 MG Kompanie II./3. dem eindringenden Feind entgegen. Die tapferen Führer und viele brave Unteroffiziere und Mannschaften fallen, der feindliche Einbruch wird aber in schwerem Ringen zum Stehen gebracht. Auf Anforderung hin wird dem Regimentskommandeuer das II./Reserve-Infanterie-Regiment 227 (ohne 1. Kompanie) zur Verfügung gestellt. Hiervon wird dem III./3. eine Kompanie zur Verfügung vorgesandt. Unsere Artillerie hat getan, was ihr bei der Unübersichtlichkeit dieses vielfach sumpfigen Moorwaldes möglich war. Dem raschen Wechsel der Lage konnte sie natürlich nicht immer folgen. Das feindliche Artilleriefeuer wird bei Einbruch der Dämmerung besonders lebhaft. Der feindliche Durchbruch ist aber Dank des Heldenmutes der Truppe und der Tatkraft der Unterführer doch entgültig abgewiesen. Am Abend konnte sogar die nun auch in die vordere Linie eingeschobene 5./3. in einem Laufgraben über die genommene vordere Linie hinaus noch Raum gewinnen. Die Russen schossen mit Gewehren, M. G. und Kanonen noch ununterbrochen bis tief in die Nacht hinein, die in steter Kampfbereitschaft unruhig verlief. Es war ein heißer Kampftag gewesen, der dem Regiment schwere Verluste kostete. 8 Offiziere und 530 Mann, tot und verwundet, deckten die Walstatt. Um so ehrenvoller war der errungene Sieg.“

Martin Maurer fiel also direkt am Tagesbeginn während der ersten Aktion (fett markiert).

Eine Grablage ist, wie so oft bei Gefallenen an der Ostfront, unbekannt.

 

Sterbebild von Martin Maurer
Rückseite des Sterbebildes von Martin Maurer