Der Soldat Franz Xaver Hötzinger wurde am 31.12.1881 in Obermühl, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Babensham, geboren und lebte in Untereichenrott als Kleinbauer (Gütler) Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 11. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.10.1916 fiel er im Alter von 34 Jahren bei den Gebirgskämpfen am Rother-Thur-Pass in Rumänien durch einen Kopfschuss.
Die Lage des Grabes von Franz Xaver Hötzinger ist unbekannt. Es dürfte nicht mehr existieren.
Sterbebild von Franz Xaver HötzingerRückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Hötzinger
Der Soldat Karl Salzberger stammte aus Hellenhub, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 8. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 09.06.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren in Ostgalizien bei Przemysel – Jarosław durch Kopfschuss.
Die Lage des Grabes von Karl Salzberger ist, wie meist bei Gefallenen der Ostfront, unbekannt. Es dürfte nicht mehr existieren.
Sterbebild von Karl SalzbergerRückseite des Sterbebildes von Karl Salzberger
Der Soldat Ludwig Lechner stammte aus Forsthart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Künzing, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 6. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.06.1915 wurde er im Alter von 26 Jahren in der Nähe von Arras und Neuville durch Kopfschuss schwer verwundet. An dieser Verwundung starb er.
Man begrub Ludwig Lechner auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Ludwig LechnerRückseite des Sterbebildes von Ludwig Lechner
Der Soldat Hermann Hugo wurde am 02.01.1846 in der Stadt Düsseldorf geboren – heute Landeshauptstadt des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 kämpfte er als Secon-Leutnant im 1. Bataillon des 24. Infanterie-Regiments. Am 16.08.1870 fiel er bei Vionville durch einen Kopfschuss. Hermann Hugo wurde 24 Jahre alt.
Man begrub Hermann Hugo auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte.
Das Grab von Adolph Rechtern und Hermann Hugo auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte
Der Soldat Franz Gugetzer stammte aus Oberdorfen, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Dorfen, und war der Sohn eines Maurerpaliers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 6. Kompanie des 1. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiments. Am 10.01.1917 fiel er im Alter von 40 Jahren in den Vogesen durch Kopfschuss.
Man begrub Franz Gugetzer auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in Block 2, Grab 111.
Sterbebild von Franz GugetzerRückseite des Sterbebildes von Franz Gugetzer
Der Soldat Konrad Holzner wurde am 16.03.1890 in der bayerischen Stadt Neu-Ulm geboren und war Bezirksamtsassistent. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier der Reserve in der 7. Kompanie des 18. bayerischen Infanterie-Regiments: Am 30.10.1914 fiel er während der 1. Schlacht in Flandern (Ypern) im Alter von 24 Jahren bei Hollebeke Houthem durch Kopfschuss.
Über den Todestag und die Todesumstände von Konrad Holzner berichtet die Regimentsgeschichte des 18. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Hollebeke 30.10.1914
Dichter Nebel lag am Morgen des 30.10. über Flandern, als schon 7.30 Uhr vormittags unsere Artillerie mit dem Einschießen auf die feindlichen Stellungen begann. Aber infolge des unsichtigen Wetters war das Einschießen erst gegen 9.30 Uhr vormittags beendet und gegen 10 Uhr ging die Infanterie zum Angriff vor. Schon 5 Uhr vormittags war die Hälfte des I./18 (1. und 4. Kompanie) hinter dem linken Flügel des III. Bataillons bereitgestellt worden., das über Nacht in Schützenlöchern 1 Kilometer südöstlich Caleute nach Ablösung der dortigen Heereskavalerie auf nahe Entfernung den feindlichen Schützen gegenüber lag. Der Rest des I. Bataillons verblieb zunächst hinter dem linken Flügel. Beide Bataillone warteten dann, bis das Zeichen zum Angriff gegeben wurde. Das III. Bataillon rechts, das I. links, brachen die Schützen etwa 10 Uhr vormittags gegen die feindlichen Stellungen vor, das III. Bataillon mit rechtem Flügel längst des von Partyntje-Ferme nach Norden führenden Weges – Calvaire, östlich Groenelinde Südwestecke des Schlossparkes von Hollebeke, linker Flügel Straße Garde Dieu – Caleute. Heftiges Artilleriefeuer empfing sie, aber dennoch gelang es mit den vordersten Teilen bis 11 Uhr vormittags das Valeutecabt. zu erreichen. Hier aber stockte zunächst der Angriff. Gegen Mittag fuhren war zwei Züge des 5. Feldartillerie-Regiments zur unmittelbaren Unterstützung der Infanterie vor, aber dennoch blieb zunächst der Angriff stecken, weil die feindlichen Maschinengewehre, gut eingenistet in den zahllosen Hecken und Büschen, auch vom Artilleriefeuer nicht sofort gefasst werden konnten. Dazu kam, dass nach der linken Angriffsgruppe (26. Infanterie-Division), infolge einer unbeabsichtigten Verschiebung der Angriffsziele der Anschluss verpasst wurde, so dass das I. Bataillon mit seinem linken Flügel in der Luft hing.
In dieser Lage kam das II. Bataillon zum Einsatz. Es war in der Nacht in Alarmquartieren in Houthem untergebracht, kam kurz nach Eröffnung des Artilleriekampfes am frühen Morgen in der Ortschaft selbst in schweres Artilleriefeuer und rückte zunächst an den Westausgang von Houthem und dann bis zur Kapelle 1 Kilometer nordwestlich davon vor. Hier gab der Brigadekommandeur Generalmajor Clauß an Hauptmann Ritter den befehl, mit dem halben II. Bataillon am linken Flügel der vorderen Gefechtslinie einzugreifen und den Angriff nach vorwärts zu reißen. Nach einem Seitenmarsche von etwa 500 Metern nach links über ebenes Gelände wurde dann nach vorwärts eingeschwenkt und mit der 6. und 7. Kompanie in die Kompanien des I. Bataillons eingeschoben. Aber auch der Einsatz frischer Kräfte genügte nicht, um die Gefechtslinie vorzureißen. Erst nachdem ein Bataillon und die Maschinengewehr-Kompanie 22. Infanterie-Regiment sowie zwei Artilleriezüge eingesetzt worden waren, erkämpfte sich die Truppe nach vorwärts Raum und erreichte am Abend mit rechtem Flügel Calvaire und mit linkem Flügel Groenelinde. Der Kampf war außerordentlich verlustreich gewesen: 5 Meter vor einem in eine Hecke eingebauten englischen Maschinengewehr lag die Leiche des Majors Kopp (Major Julius Kopp, gefallen am 30.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block G, Grab 706), der freiwillig als 60jähriger Mann in das Feld gerückt war und nun wenige Tage nach seinem Eintreffen dortselbst den Heldentod gefunden, daneben Oberleutnant Munzert und Oberleutnant Lauerer. Verwundet wurden Oberleutnant Hoffa und die Leutnants der Reserve Braun und Kolbatz. Die Führung des II. Bataillons übernahm Hauptmann Höpfner.
Während so das 18. Regiment am linken Flügel der Division vorging und einen schönen Erfolg mit großer Tapferkeit erringen konnte, gelang es den rechten Nachbarn, dem 17. Infanterie-Regiment und Teilen des 22. Infanterie-Regiments den Schlosspark von Hollebeke in Besitz zu nehmen. Gegen 6 Uhr nachmittags war auch das Dorf Hollebeke in ihrer Hand und vom Feinde gesäubert. Beim Gegner waren englische Kavallerie und Artillerie auch etwas englische Infanterie und indische Truppen, es war kein starker aber ein zäher Feind, dem die Vorzüge des Geländes für die Verteidigung sehr zu statten kamen und der zudem in der Nähe von Groenelinde einige tiefe Schützengräben angelegt hatte. Die Brigade hatte einen Ruhmestag erlebt und General Clauß, der Kommandeur, wurde für sein umsichtiges und tapferes Verhalten und für den Erfolg, den seine Infanteriebrigade an diesem Tage erstritten, mit dem Max-Joseph-Orden ausgezeichnet. Dunst und Regen vermehrte am Abend die Dunkelheit, die nur von den brennenden Gehöften und Ortschaften erhellt wurde. Überall in Büschen und Hecken klagten Verwundete und lagen gefallene Helden. Totes Vieh lag umher, verwüstet waren die Höfe, niedergerissen die Zäune; schmutziger, vom Regen durchgeweichter Ackerboden dampfte von den Kämpfen des schweren Tages. Nach Einbruch der Dunkelheit waren die Truppen vollkommen zerstreut, die Mannschaften zum Tode ermüdet und erschöpft. Hauptmann Höpfner und Hauptmann Ritter machten sich auf den Weg, um während der Nacht die versprengten Teile zusammenzusuchen; – aber umsonst: die Achtzehner waren mit den übrigen Teilen der Brigade derart vermischt und über das Gelände zerstreut, dass man den Versuch, sie zu sammeln, aufgeben musste.“
Die Lage des Grabes von Konrad Holzner ist offiziell unbekannt.
Der Soldat Georg Berninger wurde am 01.04.1892 in der bayerischen Gemeinde Rannungen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 4. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 06.09.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht um Verdun bei der Souville-Schlucht durch einen Kopfschuss.
Man begrub Georg Berninger auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Der Soldat Eduard Humplmair wurde am 01.01.1895 stammte aus Eching in Bayern und war Hilfslehrer. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier und Offiziers-Aspirant zunächst in der 9. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde Mitte 1916 schwer verwundet. Nach seiner Genesung kämpfte er in der 3. Kompanie des des 25. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.09.1917 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Riga durch Kopfschuss.
Die Lage des Grabes von Eduard Humplmair ist, wie meist bei Gefallenen des Ersten Weltkriegs an der Ostfront, unbekannt.
Sterbebild von Eduard HumplmairRückseite des Sterbebildes von Eduard Humplmair
Der Soldat Peter Geigenberger stammte aus Taubenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Simbach bei Landau, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 12. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.05.1915 fiel er im Alter von 36 Jahren während der Durchbruchsschlacht von Lubaczow bei Corkie, Galizien im heutigen Polen durch Kopfschuss.
Die Grablage von Peter Geigenberger ist, wie meist bei Gefallenen der Ostfront im Ersten Weltkrieg, unbekannt.
Der Soldat Johann Brandhofer stammte aus Schlegldorf in Oberbayern, einem Ortsteil der Gemeinde Lenggries, und war der Sohn eines Landwirts auf dem Seiboldshof (Gaberhellbauer). Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 28.01.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Givenchy-en-Gohelle bei einem Sturmangriff während des 1. Angriffsgefechts bei La Folie durch einen Kopfschuss.
Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Brandhofer berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Der 28.1. war der große Tag für das 2. Infanterie-Regiment. Nach nur vierstündiger Artillerievorbereitung erfolgte um 4 Uhr Nachmittag gleichzeitig mit zwei gewaltigen Sprengungen am rechten und linken Flügel des Regimentsabschnittes unser Angriff. I. Bataillon unter Führung des Major von Imhof, bei dem sich der tapfere Oberleutnant Melber (Führer der 1. Kompanie) besonders hervortat, stürmte rechts vor, links griff die Kampftruppe Zorn (5. und 7. Kompanie) an. Nach kurzer Zeit ist die feindliche Stellung in einer Ausdehnung von fast zwei Kilometer Breite in unserer Hand, der Gegner lässt uns 340 Gefangene und 9 Maschinengewehre. Er hatte durch die Beschießung und durch die beiden ihm überraschend gekommenen Sprengungen schwer gelitten. Ein äußerst heftiges Artilleriefeuer, das der Gegner dann die Nacht vom 28. auf 29.1. auf unsere Stellungen legte, und dem im Morgengrauen des 29. ein feindlicher Gegenangriff folgte, foerderte auch auf unserer Seite erhebliche Verluste, aber keinen Fußbreit der eroberten Stellung konnte der französische Angriff wieder zurückgewinnen.“
Man begrub Johann Brandhofer auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 1, Grab 241.
Sterbebild von Johann BrandhoferRückseite des Sterbebildes von Johann Brandhofer