Der Soldat Johann Famulla wurde am 28.11.1878 in der Ortschaft Polnisch Jamke (seit 1945 polnisch: Stara Jamka) geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 8. Kompanie des 92. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.07.1915 (Volksbund und Regimentsgeschichte: 03.07.1915) fiel er in den Vogesen nahe der Stadt Münster (französisch: Munster, elsässisch: Menschter) am Mönchberg. Johann Famulla wurde 36 Jahre alt.
Man begrub Johann Famulla nach einer Umbettung auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 2, Grab 155.
Der Soldat Wilhelm Borchert wurde am 04.02.1885 in Osterode am Harz im heutigen Bundesland Niedersachsen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 8. Kompanie des 92. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.09.1918 fiel er im Alter von 31 Jahren während der Kämpfe an der Aisne. Er wurde bei Anizyn le Chateau getötet.
Man begrub Wilhelm Borchert auf dem Soldatenfriedhof Montaigu I in Block 9, Grab 391.
Der Soldat Mathias Lankes wurde am 20.05.1875 in Dornbusch geboren, einem Stadtteil der Stadt Viersen in Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier-Gefreiter in einem Feldartillerie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 14.06.1917 fiel er im Alter von 43 Jahren nach 5 Monaten Kriegsdienst an der Westfront.
Die Lage des Grabes von Mathias Lankes konnte ich nicht ermitteln.
Sterbebild von Mathias LankesRückseite des Sterbebildes von Mathias Lankes
Der Soldat Josef (Volksbund: Joseph) Bogenschütz wurde am 14.10.1892 in Sickingen, einem Stadtteil von Hechingen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg, geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 5. Kompanie des 40. Füsilier-Regiments. Am 21.08.1917 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Verdun bei Ornes.
Man begrub Josef Bogenschütz auf dem Soldatenfriedhof Merles-sur-Loison in Block 6, Grab 75.
Der Soldat August Bogenschütz wurde am 11.11.1895 in Sickingen, einem Stadtteil von Hechingen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg, geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Grenadier in der 8. Kompanie des 2. Garde-Grenadier-Regiments. Seit dem 12.09.1916 ist er vermisst. Er fiel während der Schlacht an der Somme.
Die Lagd es Grabes von August Bogenschütz ist unbekannt.
Der Soldat Anton Bogenschütz wurde am 11.07.1894 in Sickingen, einem Stadtteil von Hechingen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg, geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 15. Kompanie des 113. Infanterie-Regiments. Am 01.08.1917 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 23 Jahren an der Höhe 304.
Man begrub Anton Bogenschütz auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in Block 1, Grab 818.
Der Soldat Georg Wieser wurde am 28.03.1896 in Niederlehen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Simbach (Lindau), und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in einem bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 06.04.1918 fiel er nach 2 ½ Jahren Kriegsdienst im Alter von 22 Jahren bei Courcelles-le-Comte durch Granatschuss an der Westfront.
Man begrub Georg Wieser auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Soldat Franz Xaver Stamberger stammte aus Krems, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tüßling, Inwohnerssohn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 28.04.1918 fiel er nach 23 Monaten Kriegsdienst im Alter von 22 Jahren bei Beaucourt-en-Santerre an der Westfront.
Offiziell ist für Franz Xaver Stamberger keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er, wenn seine Gebeine geborgen wurden, diese anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, wo man auch andere Soldaten beisetzte, die im gleichen Zeitraum in Beaucourt-en-Santerre fielen, u. a.
Gefreiter Konrad Betz, gefallen am 26.05.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 1, Grab 903;
Landsturmmann Michael Lappas, gefallen am 26.05.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 1, Grab 235;
Gefreiter Konrad Betz, gefallen am 26.05.1918 bei Amiens, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 1, Grab 903;
Gefreiter Adam Müller, gefallen am 09.05.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 2, Grab 3.010;
Unteroffizier Wolfgang von Hagens, geboren am 04.04.1918 in Düsseldorf, gefallen am 26.05.1918 bei Beaucourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 4, Grab 2.042.
Sterbebild von Franz Xaver StambergerRückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Stamberger
Während meiner derzeitigen Reise durch das deutsch-französische Grenzgebiet bei Saarlouis stieß ich auf folgendes Grab auf dem alten Friedhof von Berus, einem Ortsteil der saarländischen Gemeinde Überherrn:
Der Soldat Mathias Winter wurde am 06.11.1887 in Altforweiler geboren, einem Ortsteil der saarländischen Gemeinde Überherrn. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 132. Infanterie-Regiments. Am 29.03.1916 verstarb er im Reserve-Lazarett Kreuznach, nachdem er zuvor im Kampf während der Schlacht um Verdun schwer verwundet worden war.
Man begrub Mathias Winter auf dem alten Friedhof von Berus.
Das Grab von Mathias Winter auf dem alten Friedhof von Berus
Der Soldat Carl Hauner wurde am 06.09.1885 geboren und lebte in der bayerischen Gemeinde Schnaitsee. Er arbeitete als Magistratsassistent in München. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier und Offoziers-Aspirant in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.09.1918 fiel er nach drei Jahren Kriegsdienst im Alter von 33 Jahren an der Westfront bei Carvin und Mons en Pévèle während der Stellungskämpfe im Artois und der Kämpfe an der Front Armentières – Lens durch einen Minentreffer.
Über den Todestag und die Todesumständer berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„24.09. 5 Uhr vormittags dringt Gegner in die linke Hälfte des Postengrabens; restlose Säuberung durch Stoßpatrouillen des I. Bataillons gelingt nicht; Gefangene wurden eingebracht; der Führer der 3. Kompanie, Leutnant der Reserve Gleixner, fiel.“
Man begrub Carl Hauner auf dem Soldatenfriedhof Carvin in Block 5, Grab 227.
Sterbebild von Carl HaunerRückseite des Sterbebildes von Carl Hauner