Der Soldat Mathias Weber stammte aus Hütting, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen und war Landwirt (Röhmerbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 2. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments Er wurde mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 23.06.1916 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Schlacht um Verdun bei einem Sturmangriff. Er wurde bei der Erstürmung des Zwischen werkes Thiaumont getötet.
Über den Todestag von Mathias Weber schreibt die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 23. endlich erfolgte durch das 10. Infanterie-Regiment und das Alpenkorps der Angriff auf das Zwischenwerk Thiaumont und Fleury. Diejenigen Teile des Regiments, die noch nach den schweren Verlusten der letzten Wochen verwendungsfähig waren, beteiligten sich am Angriff des 10. Infanterie-Regiments. Der Angriff gelang.“
Mathias Weber war tot.
Die Lage des Grabes von Mathias Weber ist offiziell unbekannt. Er gilt als vermisst. Ich vermute jedoch, dass er, wenn er bis heute georgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Offiziersstellvertreter Vituas Xaver Franz Führer, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Landsturmmann Michael Wünsch, gefallen am 25.06.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Josef Wiemüller, gefallen am 25.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Mathias WeberRückseite des Sterbebildes von Mathias Weber
Der Soldat Pius Kern wurde am 15.08.1888 in der bayerischen Gemeinde Kettershausen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 23.07.1916 (Regimentsgeschichte: 14.07.1916) fiel er im Alter von 27 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Combles in der Nähe von Maurepas in Frankreich.
Die Lage des Grabes von Pius Kern ist unbekannt, jedoch vermute ich, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Rancourt begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Unteroffizier Johann Helmbrecht, gefallen am 23.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Infanterist Andreas Erhardinger, gefallen am 24.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Gefreiter Albert Winterer, gefallen am 24.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Infanterist Klemens Neukam, gefallen am 23.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Infanterist Joseph Altenweger, gefallen am 23.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.
Der Soldat Josef Gerhager stammte aus der bayerischen Gemeinde Schwaigen und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 10. Kompanie des 2. bayerisches Infanterie-Regiments. Am 23.09.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei einem Gefecht bei Vermandoviller in Frankreich.
Offiziell ist für Josef Gerhager keine Grablage bekannt, ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers beigesetzt wurde, auf dem auch viele seiner Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Rupert Dallmeier, gefallen am 24.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Lampert Adlkirchner, gefallen am 24.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef GerhagerRückseite des Sterbebildes von Josef Gerhager
Der Soldat Wolfgang Klingseisen stammte aus Hinterhaibühl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Arrach, und war der Sohn eines Schneiders. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Mitte Februar1915 fiel er im Alter von 21 Jahren am Reichsackerkopf bei Münster in den Vogesen. Er wurde während der Schlacht bei Münster getötet.
Reichsackerkopf
Reichsackerkopf
Über den Todeszeitraum und die Todesumstände von Wolfgang Klingseisen berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Am 14.03.1915 vormittags wurden durch unsere Minenwerfer mehrere Barrikaden und Unterstände im Sättle zerstört und 5.45 Uhr abends konnte I./R 18 melden „Die zerstörten Teile der Barrikade sind durch eigene Patrouillen besetzt“. Eben freut man sich über diesen schönen Erfolg, als die Schreckensnachricht eintraf, dass drei Volltreffer unseres den Reichackerkopf beschießenden 21 Zentimeter-Mörsers in die nördlich der Kuppe eingesetzte 1./R. 19 (Leutnant Lindner) gegangen seien und 11 Mann getötet und 9 Mann verwundet hätten. Die trotz dieses furchtbaren Unglücks von der Kompanie Lindner bewiesenen Haltung wurde von der Division durch besonders anerkennenden Tagesbefehl gewürdigt.
In der Nacht vom 15./16. wurde die inzwischen von den Patrouillen I./R 18 wieder geräumte Barrikade im Sättle von zwei Offizieren 10/75 mit einem Halbzug neuerdings besetzt und alles hoffte, dass nun auch bald die ganze Höhenlinie rechts und links des Sättle wieder in unserem Besitz und es möglich sein werde, dem noch um die Kuppe des Reichackerkopf sitzenden Gegner die Zufuhr abzuschneiden, als 1.15 Uhr nachmittags Hauptmann Eggers meldete: „Die in die zerstörte Barrigkade vorgenommene Abteilung wurde 12.45 Uhr mittags von drei Seiten überfallen und erlitt sehr starke Verluste und musste zurück. Der Führer 10./75, Leutnant Warnken und Leutnant Buhr, sind gefallen und etwa 100 Mann tot und verwundet. Das war ein neuer schwerer Schlag in der seit 6. ds. an sich so schwierigen Lage und es gehörten gute Nerven dazu, den Mut nicht ganz zu verlieren. Da nun an einen neuen Erfolg an der Südseite in den nächsten Tagen nicht zu denken war, wurde von der Division der Schwerpunkt des Angriffs mehr auf die Nordseite des Reichackerkopfs verlegt, allwo jetzt I. und II./Reserve-Jäger 23 und I./R. 22 den Feind fest im Atem hielten und ihm, wenn auch langsam, doch immer näher zu Leibe rückten. Die Erfolge waren so, dass die Division schon für 19.03. den allgemeinen Angriff auf Reichackerkopf beabsichtigte. In Folge der bei der Befehlsbekanntgabe am 18.03. 1 Uhr nachmittags in Willa Hartmann von Oberstleutnant Jaud geäußerten Bedenken wurde aber der Angriff endgültig auf 20.03. nachmittags verschoben und in der Hauptsache von der Division befohlen, dass die 16. Reserve-Jäger-Brigade von Generalmajor Jehlin von Norden mit den Hauptkräften gegen den Klänglessattel, mit Nebenkräften gegen die Kuppe des Reichackerkopfes, die 15. Reserve-Jäger-Brigade Generalmajor Freiherr von pechmann gleichzeitig von Ost und Süd mit den Hauptkräften gegen diese Kuppe, Nebenkräften gegen Klänglessattel und Sattelköpfle vorgehe. Der Angriff war durch leichte und schwere Batterien durch Minen und insbesondere durch je ein Geschütz der Batterien von Grauvolegl und Diem aus dem Westrand des Mönchbergwaldes und vom Alpenjägerweg durch direktes Feuer auf den Klangsattel zu unterstützen. Die Durchführung des Befehls auf der Ost- und Südfront wurde von der Brigade dem Kommandeur Reserve-Infanterie-Regiment 19 übertragen, welcher unter Zuteilung zahlreicher Pioniere der Reserve-Pionier-Kompanie 8 als Sturmtruppen 2. und 3./R. 19 und Maschinengewehrzug Reim gegen den Reichackerkopf, III./75, gegen den Klangsattel und II./R. 19 gegen das Sattelköpfle ansetzte. Der Plan war, 1 Uhr mittags sich am rechten Flügel mit je einem Zug als Sturmkolonne ohne Schutz auf die durchschnittlich nur 20 Meter entfernten feindlichen Gräben am Reichackerkopf zu stürzen und nach erreichtem Erfolg Hand in Hand mit den von Norden kommenden 22ern und 23ern die ganze Linie aufzurollen.
Punkt 1 Uhr nachmittags wurde befehlsgemäß das Artilleriefeuer zurückverlegt, die in der Mulde südöstlich Quelle eingebauten schweren Minenwerfer schwiegen. Die Mannschaften, jeder einzelne außer mit Handgranaten und Gewehr auch mit einem Schutzschild versehen, sprangen aus ihren Gräben und angespannt warteten der Kommandant Reserve-Infanterie-Regiment 19 mit Major Veith (I./R. 19) bei ihrer von der Kuppe nur etwa 200 Meter südöstlich entfernten Gefechtsstelle auf das das Gelingen des Angriffs verkündende Signal „Achtung!“ Statt dessen hörte man andauerndes Feuer aus feindlichen Maschinengewehren und 1.30 Uhr nachmittags traf von allen drei Sturmkompanien die niederschmetternde Nachricht ein: „Heftiges Flankenfeuer aus Maschinengewehr; wir kommen nicht weiter vorwärts“. Das war eine verzweifelungsvolle Lage, zumal auch der Einsatz der am Alpenjägerweg stehenden Reserven 1. und 4./R. 19 und 4./R. 23 unter den gegebenen Verhältnissen nur zu neuen Opfern, aber zu keinem Erfolg führen konnte. Da, noch unentschieden was zu tun, etwa 2 Uhr nachmittags erblickte Gefreiter Heinrich Lutz (3.) plötzlich einige aus dem nahen feindlichen Graben herausragende Hände. Diese als Zeichen der Bitte um Pardon auffassend schrie Lutz laut „Hurra, die ergeben sich“ und gleichzeitig aufspringend nahm alles rechts und links von Lutz begeistert sein Hurra auf und wenige Minuten später war der Reichackerkopf genommen und daran anschließend Klangsattel und die ganze Gruppe westlich davon. Dieser Augenblick gehörte für alle Teilnehmer mit zu den Höhepunkten des Feldzugerlebens und als von allen Seiten truppenweise die verwegenen, dunkelgebräunten Alüenjägergestalten – mehrere Offiziere und 250 Mann – gesondert von unseren braven Leuten den Hang heruntergebracht wurden, da konnte sich kein Anwesender einer spontanen Regung von Glück und Dankbarkeit erwehren. Leider erlitt diese frohe Stimmung aber schon gegen 4 Uhr nachmittags einen gewaltigen Dämpfer; denn in die sich beim eifrigen Sammeln und Einbringen feindlicher Waffen und Ausrüstungsstücke allzu frei und unvorsichtig auf der Kuppe Bewegenden schlug plötzlich feindliches Artilleriefeuer und brachte etwa 20 eben noch so Lebensfrohen Tod oder schwere Verwundung, unter ihnen auch den tapferen Zugführern Leutnant Fürst (2./R. 19) und Offiziersstellvertreter Lukaseder (Reserve-Infanterie-Regiment 23). Ein Volltreffer ging auch in die Minenwerferstellung des Offiziersstellvertreters Schlederer und riss dessen drei Minenwerfer und 50 kleine Minen in die Luft, wunderbarerweise ohne Schaden für die Bedienung.
Noch am gleichen Tag wurde folgender Divisions-Tagesbefehl ausgegeben:
„Nach vierzehntägigem schweren Ringen ist uns heute der Erfolg beschieden gewesen, der Reichackerkopf ist unser, wir geben ihn nicht mehr her. Dies zu sichern ist jetzt unsere Aufgabe, an deren Erfüllung alles zusammenarbeiten muss.
Ich spreche allen meinen Truppen und ihren Führern, die heute unserer jungen Division ein neues Lorbeerreis errungen, meinen Dank und meine volle Anerkennung aus.
In mustergültigem Zusammenarbeiten haben die tapferen Pioniere meiner braven todesmutigen Infanterie den Weg gebahnt, während die Artillerie ihr ein nieversagender Aufmerksamkeit die Artillerie des Feindes vom Leibe gehalten und dem Feind den letzten Rest gegeben hat.
Ich bin stolz auf meine Division.
Freiherr v. Stein.“
Die Lage des Reichsackerkopfes:
Die Lage des Grabes von Wolfgang Klingseisen ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Unteroffizier Ernst Rappel, gefallen am 15.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 7, Grab 51;
Infanterist Josef Stemmer, gefallen am 19.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 4, Grab 154;
Infanterist Michael Eichele, gefallen am 07.03.1915 am Reichsackerkopf, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab;
Unteroffizier Fridolin Volk, gefallen am 19.03.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 2, Grab 133.
Sterbebild von Wolfgang KlingseisenRückseite des Sterbebildes von Wolfgang Klingseisen
Der Soldat Josef Spieleder stammte aus Gergweis, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Osterhofen, und wohnte als Hausbesitzer in Sandbach. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 2. Kompanie des 11. bayerischen Brigade-Ersatz-Bataillons. Am 22.06.1915 fiel er im Alter von 35 Jahren nach 11 Monaten Kriegsdienst im bei Ban-de-Sapt im Elsass.
Offiziell ist für Josef Spieleder keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Senones begraben hat, wo man auch seine Regimentskameraden beisetzte, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Gefreiter Johann Schlenk, gefallen am 23.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
Landwehrmann August Lutz, gefallen am 23.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
Unteroffizier Richard Rabl, gefallen am 22.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
Reservist Tobias Flammensbeck, gefallen am 22.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef SpielederRückseite des Sterbebildes von Josef Spieleder
Der Soldat Marinus Kirchberger stammte aus Lehen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Fischbachau, und war Holzarbeiter von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 5. Reserve-Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Pionier-Bataillons. Am 16.07.1916 fiel er im Alter von 38 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Biaches.
Offiziell ist für Marinus Kirchberger keine Grablage bekannt, ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Rancourt begraben wurde, wo man auch seine Kameraden aus der 5. Reserve-Kompanie beisetzte, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Gefreiter Josef Braumandl, gefallen am 15.07.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab,
Gefreiter Ferdinand Grösch, gefallen am 14.07.1916 bei Barleux, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab,
Gefreiter Peter Fieß, gefallen am 15.07.1916 bei Biaches, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab,
Pionier Lorenz Angermeier, gefallen am 14.07.1916 bei La Maisonette, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab,
Gefreiter Johann Bauwerker, gefallen am 15.07.1916 bei Biaches, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Marinus KirchbergerRückseite des Sterbebildes von Marinus Kirchberger
Der Soldat Georg Seelos wurde am 25.11.1885 geboren und stammte aus der bayerischen Gemeinde Unterammergau. Er war Holzarbeiter. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 5. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 22.04.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Saint-Mihiel in der Nähe von La Vaux Fery durch einen Bajonettstich.
Offiziell ist für Georg Seelos keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Offiziersstellvertreter Wilhelm Freyberger, gefallen am 22.04.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 140;
Gefreiter Anton Eder, gefallen am 16.04.1915 bei La Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Gefreiter Josef Langwieder, gefallen am 22.04.1915 bei La Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Gefreiter Georg Wimmer, gefallen am 16.04.1915 bei La Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Reservist Jakob Stork, gefallen am 16.04.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab.
Der Soldat Philipp Conrad stammte aus der hessischen Ortschaft Climbach, einem Ortsteil der Stadt Allendorf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist und Wehrmann in der 8. Kompanie des 116. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren an der Marne bei Servon-Melzicourt.
Über den Todestag und die Todesumstände von Philipp Conrad berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Reserve-Infanterie-Regiments:
24.09.14. Morgens Befehl zum Erneuern des Angriffs. R.I.R. 116 auch in vorderster Linie. 12° soll ohne Rücksicht auf die Nachbarn angetreten werden. Sofort setzt heftiges feindliches Artilleriefeuer ein, I. gewinnt Gelände, II. nicht. Abends Befehl, nach Absuchen des Gefechtsfeldes in die alte Stellung zurückzugehen. Verluste: 8 Offiziere und Offizierstellvertreter. Gefallen Offz.Stellv. Ringen; verwundet Oblt. d. R. Oehl, Oblt. d. L. Sprengel, Lt. d. R. Stimmel, Schemenski, Offz.Stellv. Handwerk, Schürmann, Anton. Verluste an Unteroffizieren und Mannschaften: 30 tot, 104 verwundet. Die Gefechtsstärke des Regiments beträgt noch 15 Offiziere, 1094 Unteroffiziere und Mannschaften. Ausgerückt war das Regiment mit 71 Offizieren, 2852 Unteroffizieren und Mannschaften.
Die Lage des Grabes von Philipp Conrad ist unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er, wenn seine Gebeine bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt beigesetzt wurde, der in seiner Sterberegion angelegt wurde.
Der Soldat Adolf Becker wurde am 21.07.1884 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren und war Oberlehrer an der Cecilienschule in Bielefeld (heute: Ceciliengymnasium Bielefeld) (Nordrhein-Westfalen). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 8. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 09.09.1914 fiel er während der Schlacht an der Marne bei Vítry-le-Francois. Adolf Becker wurde 30 Jahre alt.
Über den Todestag und die Todesumstände von Adolf Becker berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Kandwehr-Infanterie-Regiments:
Strahlend geht die Sonne am 9.9. auf. Schon am frühen Morgen greift der Gegner mit Energie aus Château Raould, Château Beaucamp und den Waldstücken westlich davon an; er wird vom Regiment, das durch vier sächsische M.G. verstärkt ist, abgewiesen und geht fluchtartig zurück. Nunmehr setzt das Artilleriefeuer unter Leitung durch Flieger mit verstärkter Heftigkeit ein; wieder, wie auch am Vortage, müssen Teile von der Höhe in Deckung genommen werden. Am Nachmittag nimmt das feindliche Artilleriefeuer noch an Stärke zu; das Regiment hält in guter Disziplin aus, obwohl stärkere Verluste eintreten. Weitere Vorstöße des Gegners bleiben ohne Erfolg.
Um 3° nachm. erreicht die Schlacht ihren Höhepunkt, das Vorgehen der Deutschen beginnt. Als die Sonne sinkt, ist der linke Flügel der französischen Armee bei Sumbauville umfasst; VIII. A.K. und VIII. R.K. rücken von Vitry auf St. Rémy vor; das große Tor zum deutschen Durchbruch ist geöffnet, der Sieg winkt. Aber die deutsche 4. Armee darf nicht mehr darangreifen, auch sie hat der Rückzugsbefehl erreicht.
Am Abend des 9.9. trifft für das Regiment wie auch für die Sachsen der Rückzugsbefehl ein; nach Einbruch der Dunkelheit beginnt die Bewegung. Das Regiment deckt die zurückgehende Artillerie; III. nimmt 10° abends eine Aufnahmestellung an Höhe 186, am Morgen gegen 5° erfolgt diese bei Zahl 129 ein. Ein Nachdrängen des Gegners erfolgt nicht. Nordöstlich Höhe 165, das am 10. abgebrochen wird, um die Vereinigung mit der eigenen Brigade zu vollziehen.
Die Lage des Grabes von Adolf Becker ist unbekannt. Vermutlich wurde er anonym in einem Massengrab auf dem rund 50 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Connantre beigesetzt, wo man in der Regel die Gefallenen der Sterberegion von Adolf Becker begrub.
Der Soldat Karl Maier stammte aus Forsthart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Künzing, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 3. Kompanie des 11. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 22.06.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Ban-de-Sapt.
Offiziell ist für Karl Maier keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof von Senones, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Unteroffizier Anton Halbritter, gefallen am 22.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
Wehrmann Johann Reitheier, gefallen am 22.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
Feldwebel Hans Eibl, gefallen am 23.06.1915 bei Laitre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
Landwehrmann Joseph Burger, gefallen am 22.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
Infanterist Georg Brunner, gefallen am 22.06.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab.
Sterbebild von Karl MaierRückseite des Sterbebildes von Karl Maier