Sonderbeitrag: Ernst Stadie

Bei meinen Recherchen in den Todesanzeigen der Berliner Volkszeitung von 1915 stieß ich auf folgende Kleinanzeige der Mutter von Ernst Stadie. Dazu habe ich folgendes recherchiert:

Der Soldat Ernst Stadie stammte aus Wilkendorf (heute polnisch: Wilkowo). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Einjähriger-Kriegsfreiwilliger in der 3. Kompanie des 3. preußischen Garde-Regiments zu Fuß. Seit einem Sturmangriff bei Ypern am 11.11.1914 galt er als vermisst. Vermutlich wurde er beim Sturmangriff bei Koelberg getötet.

Über den vermutlichen Todestag und die Todesumstände von Ernst Stadie berichtet die Regimentsgeschichte des 3. preußischen Garde-Regiments zu Fuß:

„Am nächsten Tage soll das Regiment rechts Anschluss an das Reserve-Infanterie-Regiment 248 und links an das 1. Garde-Regiment an der Erstürmung der feindlichen Stellungen teilnehmen. Als Angriffsziel ist Ypern bestimmt. Das Regiment beabsichtigte, die drei Bataillone in der Reihenfolge I., II., F. einzusetzen. In der Nacht vom 10./11.11. schob das I. Bataillon stärkere Patrouillen vor bis in die verlassene vorgelegene englische Stellung. Die Aufgabe war dadurch erschwert, dass die Engländer vor ihrer Stellung Drähte aufgespannt hatten, die mit Blechbüchsen behangen waren. Doch das hier und da entstandene Geräusch aufmerksam geworden, feuerten kleinere feindliche Abteilungen. Gegen Morgen wurde auch das F. Bataillon vorgezogen. Am Morgen des 11., es war ein nebeliger nasskalter Tag, begann ein sich immer steigerndes Vernichtungsfeuer der deutschen Artillerie bis 10 Uhr vormittags. Leider blieben einige Teile des Vorgeländes, Hecken, in denen die Engländer Maschinengewehre eingebaut hatten, in unserem Abschnitt unbefeuert, und eine Änderung der Feuerrichtung war unmöglich, weil die Verbindungsdrähte zu den Batterien durchschossen waren. Punkt 10 Uhr traten die vordersten Linien, rechts die 2. Kompanie (Oberleutnant von Marck), links daneben die 3. Kompanie (Leutnant der reserve Henderkott) an. Die 1. Kompanie (Hauptmann Freiherr von Marschall) folgte zunächst in 2. Linie, ein Zug unter Feldwebel-Leutnant Renz schob gleich zu Beginn des Sturmes ein. Die 4. Kompanie (Leutnant der Reserve Albrecht I) blieb zur Verfügung des Bataillonskommandeurs. Die ersten Stellungen, in denen sich Cameroon-Highländers befanden, wurden glatt überrannt. Starkes flankierendes Maschinengewehrfeuer hemmte aber weiteres Vordringen, so dass noch die 4. und 5. Kompanie vorgeschickt werden mussten. Am Nachmittag wurde die 6. Kompanie (Leutnant der Reserve Grabowski) bei dem Nachbar-Regiment rechts eingesetzt, und es gelang ihr auch, den Angriff bis nahe an den Rand des Polygonwaldes vorzutragen. Abends traf der Brigadebefehl ein, die erreichte Stellung zu halten. Ein schwacher Gegenangriff der Engländer um 4 Uhr nachmittags war blutig abgewiesen worden.

War auch der volle Erfolg, die Einnahme Yperns, den heißen Kämpfen des 11. Novembers nicht beschieden, die Angriffskraft des Gegners war gebrochen, die deutschen Stellungen nicht unerheblich vorgeschoben und dem Ruhmeskranz des Regiments ein neues Blatt hinzugefügt. Im Harten Kampf Mann gegen Mann war eins der ältesten schottischen Regimenter, das berühmt ist durch seine Treue gegen die Stuarts, von preußischen Gardisten überwunden worden. Zahllose Gefallene in ihren kakibraunen Uniformen und kurzen Schottenröcken lagen auf dem Lehmboden, sie blieben dort liegen, bis der Schnee sie bedeckte. Aber auch unter den Unsrigen hatte der Tod von Flandern blutige Ernte gehalten. Major von Arentschild, Hauptmann der Reserve Freiherr Marschall von Bieberstein, Oberleutnant von Marck, Feldwebel-Leutnant Strelow, Offizierstellvertreter Fahlenberg, 1. Kompanie, Bauerschmidt, 11. Kompanie, sowie 112 brave Unteroffiziere und Mannschaften, vorwiegend vom I. Bataillon, hatten ihr Leben für ihr Vaterland hingegeben oder waren tödlich verwundet, groß war die Zahl der Verwundeten. Die 3. Kompanie hatte mit allein 49 Toten bei einer Gefechtsstärke von 19 Unteroffizieren, 147 Mann am meisten gelitten. 

Ein anschauliches Bild von den Kämpfen gibt ein Auszug aus dem Bericht des damaligen Führers der 3. Kompanie, Leutnant der Reserve Henderkott, der später in Douai als Anerkennung für seine Tapferkeit aus der Hand Seiner Majestät des Kaisers das Eiserne Kreuz 1. Klasse empfangen hat. Er berichtet: „Am Tage hatten wir genügend Einblick in das Vorgelände gewonnen, um gleich die richtigen Entschlüsse fassen zu können. Vor der Front der Kompanie lag zunächst eine vom Gegner einzusehende, nasse Wiese, dahinter einzelne Häuser mit Gärten und auf 150 Meter eine Strohmiete. Die Überschreitung dieser Wiese hätte sicherlich schwere Opfer gekostet, deshalb ließ ich noch in der Nacht einen Laufgraben ausheben, der uns das Überschreiten der Wiese ersparen sollte.

Die Nacht vom 10. zum 11. war sehr dunkel, der Boden sehr lehmig, so dass keine Geräusche entstanden. So wurde der Laufgraben gegen 3 und 4 Uhr nachts fertig. Er ist am 11. und im Laufe des 12. von fast allen vorgehenden Unterstützungen benutzt worden. Mit dem Führer der Leib-Kompanie 1. Garde-Regiment zu Fuß, Hauptmann von Hahnke, verabredete ich morgens gegen 8.30 Uhr während des Artilleriefeuers nach einer Waldecke genau die Richtung des Vorgehens. Um 9.45 Uhr rückte ich mit dem 1. und 2. Zug meiner Kompanie im Schutze des durch die starke Artilleriebeschießung verursachten Pulverdampfes in den Laufgraben ein. Punkt 10 Uhr stieg die 3. Kompanie wie ein Mann aus dem Graben heraus, die Zug- und Gruppenführer vor der Front, fast ausgerichtet legte sie etwa 50 Meter unbeschossen zurück und erhielt erst dann Infanteriefeuer, das allerdings viele Opfer forderte. In die Gartenhecke eingebaute, von uns nicht vermutete Maschinengewehre, die mit grauen Bindfäden umwickelt und mit Lehmboden bestrichen waren, so dass sie kaum sichtbar waren, mähten die Angreifer nieder. Beim Zurückblicken nach meiner Kompanie sah ich, wie die Leute des linken Flügelzuges, vom Maschinengewehrfeuer erfasst, nach vorn niederstürzten. Ich selbst und die Leute hinter mir näherten uns mehr aus der Flanke den Maschinengewehren und konnten wir zwei mit stürmender Hand nehmen. Die Bedienung schoss bis zum letzten Augenblick, und manch Tapfere von uns fiel dem Blei noch zum Opfer, als er die todbringende Waffe nur noch wenige Schritte vor sich sah.

Nur flüchtig erkannte man im Weiterstürmen, dass die gesamten kleinen Hausgärten durch Anlage von Gräben und Schützenständen innerhalb der Hecken in kleine Festungen verwandelt waren. Wir hatten es mit einem zähen Feinde zu tun. Schottländer, von gewaltigem Körperbau, schottische Garde, trotz der späten Jahreszeit in der charakteristischen Uniform mit nackten Knien und Oberschenkeln, so dass meine Gefechtsordonanz mir zurief: „Herr Leutnant, da sind Weiber dabei!“ Sie schlugen sich bis zum letzten Augenblick, lagen aber bald tot oder mit schweren Wunden am Boden. Aber noch war eine hinterste Stellung des Feindes besetzt, und tödliches Blei von dort verlangte noch manches Opfer. Es galt jetzt, die eigenen Leute, die sich hinter Hecken und Bodenwellen einzunisten und festzusetzen begannen, zusammen zu raffen, um das letzte Grabenstück zu säubern. Die Arbeit war nicht so schwierig wie die erste, denn rechts von uns war mein 3. Zug und die 2. Kompanie herangekommen und begannen damit, den Graben von rechts nach links aufzurollen. Wir taten dasselbe von links nach rechts und hatten damit die feindliche Infanterie erledigt. Links von mir sah ich Leute des Brigade-Regiments hinter einer Hecke verschwinden, vor mir lag eine tief und breit in den Wald hineinspringende, freie Ackerfläche. Im Begriff, halblinks den Wald zu gewinnen, um die freie Fläche zu vermeiden, nahm uns die Artillerie unter Feuer und zwang uns, an einer niedrigen Wegeböschung Deckung zu suchen. Ich hatte noch etwa 15 Mann bei mir. Rechts von mir sah ich viele der Unsigen von der 2. Kompanie fallen. Das feindliche Artilleriefeuer fasste uns immer mehr, bald wurden von den wenigen Leuten, die noch bei mir waren, einige von Volltreffern zerrissen, da die Böschung zu niedrig war, um uns genügend zu decken.“

Als das heftig tobende Artilleriefeuer sich etwas legte, suchte ich festzustellen, was rechts und links von mir lag. Hierbei zeichnete sich der Radfahrer Kalisch aus, der als Gefechtsordonnanz den ganzen Tag unerschrocken bei mir ausgehalten hatte und nun im feindlichen Feuer an dem aus einzelnen Teilen bestehenden Graben entlang kroch und feststellte, dass links von mir auf erreichbare Entfernung nichts lag, während er rechts von uns etwa 30 Mann, hauptsächlich der 2. Kompanie feststellte. Ich nahm mit diesen Leuten Verbindung auf und stellte bei allen den unerschütterlichen Entschluss fest, die Stellung in jedem Falle zu halten. Inzwischen versuchte ich vergeblich, durch Ordonannzen nach rückwärts Verbindung zu bekommen. So entschloss ich mich, selbst mit 2 Leuten zurückzukriechen, um Verstärkung heranzubekommen. Es glückte. In dem von mir angelegten Laufgraben fand ich einen Zug der 1. Kompanie. Ich ließ ihn durch Kalisch mit einbrechender Dunkelheit nach vorn führen. Weiterhin traf ich auf die 10. Kompanie und veranlasste den Kompanieführer, einen Zug seiner Kompanie nach vorn zu schicken. Mit dieser Unterstützung wurde dann der ehemals englische Graben gehalten und ausgebaut.

Der Grenadier Frick, 3. Kompanie, der sich wie bei früheren Gelegenheiten, so auch am 11. November beim Sturm ganz hervorragend mutig und umsichtig benahm, fiel durch eine Granate, als er die von der Kompanie eroberten Maschinengewehre holen wollte, da die Gefahr vorlag, dass sie wieder in die Hand des Feindes fielen. Frick war wohl der beste Soldat der 3. Kompanie. Jeder Überlebende hat um ihn getrauert. Neben seiner unerschrockenen Tapferkeit lobten alle seine uneigennützige, große Kamaradschaftlichkeit.“

Die Sturmkompanien blieben, wie der Bericht des Leutnants Henderkott zeigt, zunächst ohne genügende Verbindung mit den rückwärtigen Truppenteilen in den eroberten englischen Stellungen und litten stark unter dem Mangel an Trinkwasser. Einige Leute, die sich verleiten ließen, aus den Pfützen zu trinken, erkrankten an Typhus (Fähnrich von Jastrczembski +). Erst in der Nacht vom 12. zum 13. November konnten die braven Stürmer von dem F. Bataillon abgelöst werden.“

Offiziell ist für Ernst Stadie keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Menen begraben wurde, wo man die Gefallenen der Region Ypern begrub.

Suchanzeige der Mutter von Ernst Stadie

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.372: Josef Zweck

Der Gefreite Josef Zweck stammte aus  Polzhausen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Laaber, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 19.07.1916 fiel er im Alter von 25 Jahren bei den Kämpfen um das Dorf Fleury und das Zwischenwerk Thiaumont während der Schlacht um Verdun.

Offiziell ist keine Grablage für Josef Zweck bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben wurde. Dort ruhen seine Kameraden der 7. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments, die am gleichen Tag wie er fielen, u. a.

  • Infanterist Josef Auburger, gefallen am 19.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Leutnant Georg Pfeiffer, gefallen am 18.07.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Josef Andritzky, gefallen am 19.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Alois Biebl, gefallen am 19.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Polzhausen gedenkt noch heute Josef Zweck auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/deuerling_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Zweck
Rückseite des Sterbebildes von Josef Zweck

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.359: Ludwig Rauschecker

Der Landwehrmann Ludwig Rauschecker stammte aus  Ebenbichl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Unterneukirchen, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 20.07.1915 fiel er im Alter von 33 Jahren in den Vogesen am Barrenkopf durch Verschüttung.

Offiziell ist für Ludwig Rauschecker keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch fest davon aus, dass er, sofern er geborgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hohrod beigesetzt wurde. Dort ruhen die sterblichen Überreste seiner Regimentskameraden, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Leutnant Josef Prähuber, gefallen am 20.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 104;
  • Oberleutnant Gustav Voigt, gefallen am 20.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 130;
  • Leutnant der Reserve August Hornick, gefallen am 20.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 106;
  • Hauptmann Alois Ruidisch, gefallen am 22.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 3, Grab 272.

 

Sterbebild von Ludwig Rauschecker
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Rauschecker

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.355: Wolfgang Rinkl

Wolfgang Rinkl wurde in Hinterfelling, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rattenberg, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der Maschinengewehr-Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 03.07.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren während der Schlacht um Verdun bei dem kleinen, heftig umkämpften Dorf Fleury.

Offiziell ist keine Grablage für Wolfgang Rinkl bekannt. Da jedoch seine Regimentskameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben wurden, gehe ich davon aus, dass er auf diesem Friedhof anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde:

  • Leutnant Hans Gipser, gefallen am 21.06.1916 im Fosse-Wald, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Xaver Leimböck, gefallen am 03.07.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Gefreiter Stephan Zauner, gefallen am 12.06.1916 bei Douaumon, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Infanterist Lampert Rösl, gefallen am 03.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Wolfgang Rinkl
Rückseite des Sterbebildes von Wolfgang Rinkl

Der theoretische Weg von Wolfgang Rinkl von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem wahrscheinlichen Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.397: Michael Hausladen

Der Kaufmannssohn Michael Hausladen aus Mitterfels in Bayern diente im Ersten Weltkrieg in der 1. Kompanie des 3. sächsischen Infanterie-Regiments Nr. 102. Am 04.10.1914 starb er im Alter von 22 Jahren in einem Feldlazarett in Amifontaine bei Laon an der Aisne.

Die Grablage von Michael Hausladen ist unbekannt. Ich konnte keine Grablage ermitteln.

Ich vermute, er ist anonym auf dem Soldatenfriedhof Sissonne in einem Massengrab beigesetzt worden. Der Friedhof liegt nur rund 12 Kilometer von Amifontaine entfernt und viele Soldaten, die dort fielen, wurden in Sissone begraben, beispielsweise

  • Kanonier Karl Finke, gefallen am 03.05.1917 bei Amifontaine, begraben auf dem Soldatenfriedhof Sissonne in Block 8 Grab 575;
  • Kanonier Gustav Fey, gefallen am 30.04.1917 bei Amifontaine, begraben auf dem Soldatenfriedhof Sissonne in Block 8 Grab 566.

 

Sterbebild von Michael Hausladen
Rückseite des Sterbebildes von Michael Hausladen

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.299: Josef Rieblinger

Der Reservist Josef Rieblinger stammte aus Eisolzried, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bergkirchen. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.10.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei der Erstürmung von St. Laurent und Maison-Blanche (Schreibfehler auf Sterbebild) nordöstlich Arras.

Aufgrund seines Sterbeortes ist davon auszugehen, dass Josef Rieblinger auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort wurden die Soldaten begraben, die bei Maison-Blanche gefallen waren. Der Friedhof wird auch Maison-Blanche nach dem nahe gelegenen Bahnhof genannt.

Seine Heimatgemeinde Bergkirchen gedenkt Josef Rieblinger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/bergkirchen-deutenhausen_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Rieblinger
Rückseite des Sterbebildes von Josef Rieblinger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.295: Joseph Jaser

Joseph Jaser wurde am 27.02.1898 in Kutzenhausen in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments als Soldat. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 02.04.1918 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Beaucourt-en-Santerre westlich der Avre.

Joseph Jaser wurde vermutlich auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast anonym in einem Massengrab begraben. Gefallene von Beaucourt wurden dort begraben.

Seine Heimatgemeinde Kutzenhausen gedenkt Joseph Jaser noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kutzenhausen_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Jaser
Rückseite des Sterbebildes von Josef Jaser

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.290: Josef Laxhuber

Josef Laxhuber wurde am 03.05.1895 in Kienberg als Sohn eines Gastwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments als Soldat. Am 19.08.1917 fiel er an der Lafauxecke im Alter von 22 Jahren bei einem Sturmangriff während der Stellungskämpfe am Chemin des Dames. Sein Regiment lag damals mehrere Wochen in der Region VauxaillonLaffauxAllemant. Vermutlich bei Allemant fiel er.

Offiziell ist für Josef Laxhuber keine Grablage bekannt. Nach meinen Recherchen wurde er wahrscheinlich anonym auf dem Soldatenfriedhof Mons-en-Laonnois in einem Massengrab beigesetzt. Dort ruhen die sterblichen Überreste seiner Regimentskameraden, die im gleichen Zeitraum fielen:

  • Gefreiter Paul Gschwin, gefallen am 15.08.1917, begraben auf dem Soldatenfriedhof Mons-en-Laonnois in Block 27, Grab 92;
  • Reservist Josef Fuchsberger, gefallen am 21.08.1917 bei Allemant, begraben auf dem Soldatenfriedhof Mons-en-Laonnois in einem Massengrab;
  • Infanterist Friedrich Oettle, gefallen am 21.08.1917, begraben auf dem Soldatenfriedhof Mons-en-Laonnois in Block 25, Grab 90;
  • Infanterist Georg Samhammer, gefallen am 16.08.1917, begraben auf dem Soldatenfriedhof Mons-en-Laonnois in Block 14, Grab 77.

 

Sterbebild von Josef Laxhuber
Rückseite des Sterbebildes von Josef Laxhuber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.238: Josef Huber

Josef Huber stammte aus Langensteghamm, heute ein Teil der bayerischen Gemeinde Niederbergkirchen, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 11. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Soldat. Am 15.05.1915 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Oppy (Schreibfehler auf Sterbebild) in Nordfrankreich.

Die Grablage von Josef Huber ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort ruhen auch seine Regimentskameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.:

  • Unteroffizier August Scheitle, gefallen am 10.05.1915 bei Thelus, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Ludwig Hirsch, gefallen am 09.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Infanterist Georg Meier, gefallen am 16.05.1915 bei Thelus, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Hohann Haugg, gefallen am 12.05.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef Huber
Rückseite des Sterbebildes von Josef Huber

Der theoretische Weg von Josef Huber von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem vermutlichen Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.192: Josef Müller

Josef Müller wurde am 10.02.1899 in der bayerischen Gemeinde Wald als Sohn eines Schneidermeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Maschinengewehr-Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 04.10.1918 fiel er im Alter von 19 Jahren bei Verdun.

Offiziell ist für Josef Müller keien Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse anonym in einem Massengrab beigesetzt worden ist. Dort wurden seine Kameraden des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments beigesetzt, die in diesme Zeitraum fielen.

  1. Infanterist Pius Böckler, gefallen am 04.10.1918 bei Brieulles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in einem Massengrab;
  2. Schütze Franz Klaunzler, gefallen am 04.10.1918 bei Brieulles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in einem Massengrab;
  3. Schütze Johann Bögle, gefallen am 08.10.1918 bei Brieulles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in einem Massengrab;
  4. Landsturmmann Andreas Schmer, gefallen am 04.10.1918 bei Cunel, begraben auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Josef Müller
Rückseite des Sterbebildes von Josef Müller