Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.094: Xaver Kroiss

Der Soldat Xaver Kroiss (Volksbund: Kroiß) wurde am 23.09.1893 in Lochheim geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mettenheim, und lebte in Gumattenkirchen, einem anderen Ortsteil. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 11. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiment. Am 21.03.1916 (Volksbund und Regimentsgeschichte: am 22.03.1916) fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 24 Jahren im Bois de Malancourt bei Verdun.

Über den Todestag und die Todesumstände von Xaver Kroiss berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Sturm gegen Linie Sattelpunkt 279 – Höhe 280 – Termitenhügel (anschließlich) 22.03.1916

„Während der Nacht zum 22.03. lag besonders auf dem Negerdorf und den rückwärtigen Linien schweres Artilleriefeuer, das sich gegen Morgen auch auf die Waldränder richtete. Die Verbände konnten unter diesen Umständen zu dem für den Nachmittag befohlenen Angriff auf die ostwärts des Waldes gelegene Höhe 280 nur unter den größten Schwierigkeiten neu gruppiert und angesetzt werden. In der Nacht 21./22.03. erfolgt die Ablösung des II./3. bayerisches Infanterie-Regiment durch III./3. bayerisches Infanterie-Regiment. Früh 1 Uhr begann die Übernahme der Stellungen und Posten im Stützpunkt vor dem östlichen Waldrand. Die Postenlinie von II./3. bayerisches Infanterie-Regiment beschrieb einen Halbkreis hart ostwärts des Waldrandes. Dieser Raum wurde mit Teilen der 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment und 10./3. bayerisches Infanterie-Regiment belegt, während 9./3. bayerisches Infanterie-Regiment nördlich und 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment südlich davon am Waldrand bereitstanden und die der Angriffsgruppe zur Verfügung gestellte 4./3. bayerisches Infanterie-Regiment als Unterstützung links rückwärts gestaffelt wurde. Eine Meldung des Führers der 9./3. bayerisches Infanterie-Regiment von 9.30 Uhr vormittags gab Veranlassung, dass man nach weiteren Erkundungen gegen Mittag beim Bataillonsstab erkannte, dass die übernommene vordere Linie nicht die äußerste  (östlichen) Teile des Stützpunktes einschloss, sondern dass hier noch Franzosen steckten. Daraufhin vefahl der Bataillonsführer den äußeren Halbkreis sofort zu besetzen, oder, wenn dies nicht ohne weiteres möglich wäre, alle Vorbereitungen für die Inbesitznahme der vom Feinde besetzten Teile zu treffen.  Die abgesandten Patrouillen erhielten sämtlich aus nächster Nähe Infanterie- und Handgranatenfeuer. Dem Regiment wurde durch die Läuferkette gemeldet, in ein paar äußeren Teilen des Stützpunktes seien noch Franzosennester, die sich heftig zur Wehr setzten. Zur Vorbereitung der Wegnahme erbat das Bataillon Minenwerferfeuer auf einige näher beteichnete Punkte. Die Meldung und der Antrag wurden vom Regimentskommandeur weitergegeben. Er bekam den Bescheid, dass Minenwerferfeuer nicht dorthin gelenkt werden könne, was etwa 3 Uhr nachmittags an das Bataillon weitergegeben werden konnte. Nach den Meldungen, die der Regimentskommandeur am 21.03. vom Kommandeur II./3. bayerisches Infanterie-Regiment mündlich erhalten hatte, konnte er diesen „Schützennestern“ keine allzu erhebliche Bedeutung beimessen. Er gab daher Befehl, die Nester durch Stoßtrupps zu räumen. Die Durchführung erwies sich aber als unmöglich, zumal auch heftiges Artilleriefeuer auf dem Waldsaum lag. Zum Angriff waren rechts von der Gruppe des II./3. bayerisches Infanterie-Regiment, zwischen dieser und der rechten Flügeldeckung (1./3. bayerisches Infanterie-Regiment und Sch. Sch. Tr. 41) I. und III.6. bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment 13 eingeschoben worden. Diese bildeten eine eigene Gruppe unter Befehl des Kommandeurs 13. bayerisches Infanterie-Regiment. Hinter der Untergruppe III./3. bayerisches Infanterie-Regiment, der auch 4./3. bayerisches Infanterie-Regiment unterstellt war, sollte 2. und 3./3. bayerisches Infanterie-Regiment als Staffel folgen. Das II./3. bayerisches Infanterie-Regiment befand sich als Brigadereserve in der früher ersten französischen Linie nahe am Mittelgesäumten. Die telefonischen Verbindungen kamen trotz der eifrigsten, unerschrockensten Tätigkeit der Fernsprechtrupps nur hie und da auf ganz kurze Zeit zustande, auch die Läuferketten arbeiteten in dem schweren Trommelfeuer nur unter den allergrößten Schwierigkeiten und hatten schwere Verluste. Mittags 12 Uhr hatte die links sich anschließende 11. Reserve-Division ihren Angriff auf die nordwestlich unserer Sturmausgangsstellung vom 20.03. noch in Feindeshand befindlichen starken Befestigungsgruppen auf den Höhen zwischen Malancourt und dem Wald von Malancourt angesetzt. Das Gelingen dieser Angriffe konnte erst die Grundlage schaffen für das Vorgehen dieser Division gegen Haucourt und Termitenhügel, dem sich dann der Angriff des linken Flügels der 11. Reserve-Division gegen die Höhen östlich des Waldes von Avocourt und des Waldes von Malancourt anschließen konnte. Unser Angriff sollte daher erst um 5.10 Uhr nachmittags losbrechen, 10 Minuten nach dem Wiederantreten der 11. Reserve-Division.

Als nun diese Zeit herannahte und die Säuberung des vor dem Waldsaum gelegenen Stützpunktes durch Stoßtrupps nicht gelungen war, ordnete der Regimentskommandeur an, dass sich zugleich mit dem Antreten zum Sturm Handgranatentrupps auf die Franzosennester zu stürzen und dass das in zweiter Linie folgende Halbbataillon (2. und 3./3. bayerisches Infanterie-Regiment) sie sich etwa noch zur Wehr setzenden Widerstandsnester zu überwältigen habe. Die schwierigste, unter den gegebenen Verhältnissenen geradezu unausführbare Aufgabe fiel aber der 9. Kompanie zu. Sie sollte aus einem einspringenden Teil der Stellung zwischen einem starken Befestigungssystem, das der rechte Flügel der 11. Reserve-Division hätte wegnehmen sollen, das aber noch von den Franzosen besetzt war, und dem von den Franzosen wieder besetzten Stützpunkt vor II./3. bayerisches Infanterie-Regiment hindurch Grabenstücke an dem von der Höhe 280 gegen den Wald herunter abfallenden Hang stürmen, die das Angriffsfeld des 3. bayerischen Infanterie-Regiments und des bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment 13 von links her flankierten. Schon die Erkundung, ob die Wegnahme des links von ihr liegenden Verteidigungssystems durch die anschließende 11. Reserve-Division gelungen sei. kostete der Kompanie zwei tüchtige Offiziere.

Pünktlich mit den übrigen Sturmtruppen tritt die Kompanie an, muss sich aber naturgemäß zunächst gegen die beiden Flankierungen wenden, von denen allmälich die linke durch den Angriff der 11. Reserve-Division einigermaßen niedergehalten wird. Dagegen kommt die 9./3. bayerisches Infanterie-Regiment nicht am Stützpunkt vorbei und greift daher die dortigen Widerstandsnester an. Die übrigen Kompanien von III./3. bayerisches Infanterie-Regiment dringen – wie befohlen – unter Niederhaltung dieser Franzosennester teils durch, teils rechts vom Stützpunkt vorbei auf dem unteren Hang der Höhe 280 vorwärts. Da verstärkt sich gegen 5.30 Uhr der Widerstand des Feindes hinter ihnen. Es erscheinen mehrere neue Maschinengewehre im Stützpunkt und feuern ihnen in den Rücken. Ferner bekommen sie von den von Westen nach Osten auf die Höhe hinauf laufenden Schützengräben, längs dessen die 9./3. bayerisches Infanterie-Regiment im Verein mit dem rechten Flügel des 10. Reserve-Infanterie-Regiments (der 11. Reserve-Division) hätte vordringen sollen, Flankenfeuer. Das frontale, vor allem aber das von rechts und rechts rückwärts – also von der Gegend des Hermont – her fegende Artilleriefeuer erreichte unbeschreibliche Heftigkeit. Trotzdem stürmten schwache, führerlose, gelichtete Häuflein bis auf die Höhe, Teile von 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment sogar darüber hinaus in einen feindlichen Graben an der Straße Haucourt – Esnes vor, ohne seitens der zermürbten feindlichen Besatzung, die sich zum Teil ergab, mehr nennenswerten infanteristischen Widerstand zu finden; aber sie fanden auch keinen Anschluss, weder nach rechts noch nach links. Auch von hinten kam nichts mehr nach, da man noch um den Stützpunkt rang. Trotzdem hielten sich diese tapferen Gruppen unter Aufbietung fast unmenschlicher Willenskraft und unter schweren Verlusten in der Hölle, des von allen Seiten her tobendenen Artillerie- und Maschinengewehr-Feuers noch eine zeitlang und gingen erst bei einbrechender Dämmerung, ein kleines tapferes Häuflein der 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment sogar erst am nächsten Morgen, allmählich wieder auf den Waldsaum zurück. Das Bataillon gab Befehl, die Linie am Waldsaum wieder zu besetzen. Die Führer boten alles auf, in der Dunkelheit und in dem fürchterlichen Trommelfeuer, die Truppe einigermaßen zu ordnen. Das zwischen 7 und 8 Uhr abends am Waldsaum mit Teilen eintreffende II./3. bayerisches Infanterie-Regiment gibt den nötigen Rückhalt. Die völlige Erschöpfung der durch schwere Verluste geschwächten und vollkommen durcheinander geratenen Truppe, die Dunkelheit, das flankierende feindliche Trommelfeuer und das Fehlen jeder frischen Reserve verbot ein erneutes Ansetzen des Sturmnes, zumal man erfuhr, dass bei dem rechts anschließenden 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment die Lage die Gleiche war. Die Verbände wurden im heftigsten Artilleriefeuer, so gut es eben ging, geordnet und die feindliche Besatzung im Stützpunkt  nun endgültig überwältigt. Dierbei wurden ein französischer Stabsoffizier, mehrere andere Offiziere und über 200 Mann als Gefangene eingebracht. Jetzt fand sich auch des Rätsels Lösung. Die Gefangenenaussagen ergaben, dass die Franzosen (vom 105. Linien-Infanterie-Regiment) den Stützpunkt erst in der Nacht zum 22.03., also während der Ablösung des II.3. bayerisches Infanterie-Regiment durch III.3. bayerisches Infanterie-Regiment , in seinen damals von uns nicht besetzten östlichen Teilen von Bethincourt her mit einem halben Bataillon wieder besetzt hatten. Die Meldungen, die der Regimentskommandeur am 21.03. mittags von dem Führer des II.3. bayerisches Infanterie-Regiment persönlich entgegengenommen hatte, fanden also damit ihre volle Bestätigung.

Eine teuflische Verkettung ungünstiger Umstände haben an diesem Tage das Regiment um den schon beinahe errungenen Siegespreis gebracht; aber besiegt war es nicht und fühlte es sich auch nicht, wenn auch die Nervenkraft von manchem tapferen Soldaten unter den fürchterlichen Eindrücken des konzentrisch gegen das vorspringende Waldstück zusammengefasstn und insbesondere den Ostrand der Länge nach bestreichenden feindlichen Artilleriefeuers zu erlahmen drohte. Als Ganzes aber hielt das Regiment durchaus die Fahne hoch, ein angreifender Feind wäre zweifellos an dem Eckpfeiler des Waldes von Avocourt zerschellt. Er fand aber nicht die Kraft zum Gegenangriff, nur seine Feuerschlünde tobten weiter, zerfetzten den Wald, zerschlugen die festen Unterstände und verwandelten im Verein mit den mehrmals niederbrasselten heftigen Regengüssen das Grabengewirr in ein Schlammlabyrinth, in dem Tote und Verwundete buchstäblich versanken. Der Tag hatte dem schon von den beiden vorhergehenden Tagen zusammengeschmolzenen Regiment 405 Mann gekostet, davon 55 tot. Gegen Morgen des 23.03. löste ein Halbbataillon der in der Nach vorgezogenen Divisionsreserve II.713. bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment die Stützpunktbesatzung am Ostrand des Waldes ab. 2. und 3./3. bayerisches Infanterie-Regiment  wurden als Brigadereserve in die frühere vordere französische Linie nahe des Mittelgeräumtes gezogen. 4.3. bayerisches Infanterie-Regiment  wird als Regimentsreserve hart nördlich an das Negerdorf beordert. Die rechte Flügelgruppe bleibt an der alten Stelle. II. und III.3. bayerisches Infanterie-Regiment  halten den Waldsaum südlich des Stützpunktes, Front nach der Höhe 280 besetzt. Der 8.10 Uhr morgens ankommende Brigadebefehl von 6.30 Uhr morgens befiehlt Festhalten und Ausbau der eingenommenen Stellungen“

Man begrub Xaver Kroiss auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Mettenheim gedenkt Xaver Kreuss noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/mettenheim_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Xaver Kroiss
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Kroiss

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.093: Peter Hoferer

Der Soldat Peter Hoferer war der Sohn eines Müllers, stammte aus Atzging, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Zangberg, und lebte zuletzt in Hart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mettenheim, und war Zimmermann von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann und Fahrer in der 2. Artillerie-Munitionskolonne des I. Armee-Korps. Am 30.06.1916 fiel er im Alter von 36 Jahren während der Schlacht um Verdun durch einen Granatvolltreffer.

Man begrub Peter Hoferer auf dem Soldatenfriedhof Azannes II. in Block 7, Grab 602.

Seine Heimatgemeinde Mettenheim gedenkt Peter Hoferer noch heute auf zwei Denkmälern: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/mettenheim_wk1u2_bay.htm und http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/zangberg_wk1u2_bay.htm

Die Gemeinde Zangenberg, in der er geboren wurde, gedenkt Peter Hoferer ebenfalls auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/zangberg-palmberg_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Peter Hoferer
Rückseite des Sterbebildes von Peter Hoferer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.092: Alois Aigner

Der Soldat Alois Aigner stammte aus der bayerischen Gemeinde Schachen in Oberbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter und Tambour in der 12. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 09.05.1915 fiel er während einer Schlacht bei Arras bei Fampoux im Alter von 28 Jahren.

Über den Todestag und die Todesumstände von Alois Aigner berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„09.05. – 17.06.1915 Am 09.05, begann um 6 Uhr vormittags die Beschießung von Fampoux, die sich gegen 8 Uhr vormittags beträchtlich steigerte. Da auch andere Unterkünfte beschossen wurden und bedrohliche Nachrichten einliefen, wurde das Regiment alarmiert und die Regiments-Befehlstelle am Bahndamm besetzt. In Stellung befanden sich am rechten Flügel: 6., 7., 8., 5. Kompanie. Zur Verstärkung wurden im Lauf des Vormittags in die 2. Linie vorgeschoben: 9. hinter 6., 11. hinter 7., hinter 8. und 5. die 10. und 12. Kompanie.

Um 11 Uhr vormittags nahm die Stärke des feindlichen Feuers immer mehr zu, auch Sperrfeuer setzte gegen den Bahndamm ein. Durch einen Volltreffer wurden hier zwei Offiziere und 18 Mann getötet. Das I. Bataillon wurde am Bahndamm Reihenfolge 4., 2., 3., 1. Kompanie bereitgestellt. Von 12 Uhr Mittag ab steigerte sich das Feuer zu größter Heftigkeit. Um 2.45 Uhr nachmittags begann der Angriff in zwei Wellen, der sich gegen Freifeldstellungen des Regiments richtete. Der Angriff wurde abgeschlagen, 200 tote Franzosen lagen vor der Stellung. Ungefähr 40 Franzosen, die sich in einer Sappe am rechten Flügel festgesetzt hatten, wurden daraus durch die 6. Kompanie vertrieben und 16 Mann gefangen genommen. Um 3.05 Uhr nachmittags war die ganze Stellung wieder im Besitz des Regiments. Das Artilleriefeuer lebte später in großer Stärke auf, so dass ein Angriff vermutet werden konnte, der aber nicht erfolgte. Erst um 7 Uhr abends trat einige Ruhe ein. Insgesamt wurden 44 Gefangene gemacht.

Die guten Unterstände, die mit großer Mühe während der vorgegangenen Monate gebaut worden waren, hatten sich ausgezeichnet bewährt.“

Man begrub Alois Aigner auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Alois Aigner
Rückseite des Sterbebildes von Alois Aigner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.091: Joseph Eschbaumer

Der Soldat Joseph Eschbaumer wurde am 06.03.1887 in Oberstrogn geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bockhorn, und lebte in Kleinhündlbach (Ortsteil von Fraunberg) als Kleinbauer (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 16.08.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme im Alter von 29 Jahren bei Maurepas

Über den Todestag und die Todesumstände von Joseph Eschbaumer berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 16.08. kag starkes Feuer auch zwischen der I. und II. Stellung: der Le Forest-Grund war nicht mehr zu sehen, alles Grau in Grau.

Um 5 Uhr nachmittags beschossen schwere und schwerste Kaliber den ganzen Abschnitt. Eine Steigerung dieses höllischen Lärms hielt man nicht mehr möglich und doch war es so, als von 6 Uhr ab Trommelfeuer auf die I. und Le Forest-Stellung losgelassen wurde; dazu brausten Flugzeuggeschwader in 300 – 400 Meter Höhe heran. Man fühlte sich erlöst, als ½ Stunde nach der langen ungewöhnlich schweren Beschießung der Feind in mehreren Wellen auf das I. Bataillon losging, unterstützt durch tief herunter stoßende Flieger, die mit Maschinengewehr und Handgranaten die Verteidiger bearbeiteten; der Führer der 2. Kompanie, Oberleutnant der Reserve Richter wurde hierdurch verwundet. Während vor dem rechten Flügel und der Mitte des I. Bataillons der Franzose – 27. Infanterie-Division – vor Erreichen der Stellung abgewiesen wurde, hatte die 2. Kompanie den Hauptstoß auszuhalten und sich der feindlichen Übermacht in erbittertem Nahkampf, Mann gegen Mann, zu erwehren. Nach zweistündigem harten Ringen war der Franzose mit blutigem Kopf nach Hause geschickt. Der Erfolg gegen die Überzahl – trotz Unterstützung aus der Luft – war neben der kaltblütigen Haltung der Leute dem mustergültigen Zusammenarbeiten der Handgranatentrupps zu verdanken, wiewohl der Feind mit seinen weiter tragenden Eierhandgranaten anfänglich im Vorteil war. Zu den einzelnen Kampfabschnitten hatte unser Sperrfeuer immer verlässig und wirkungsvoll eingesetzt, ebenso die flankierende Tätigkeit der Maschinengewehre.

Man hatte kaum Zeit gehabt, das Ergebnis des Tages zu werten, als 9.15 Uhr abends nochmals Trommelfeuer einsetzte, diesmal besonders Maurepas. In die Befehlsstelle des III. Bataillons, in der sich auch Unterstützungen aufhielten, schlugen Volltreffer ein; ihnen fielen zum Opfer: Der Bataillons Kommandeur Major Schulze, Leutnant der Reserve und Adjutant Brendel, die Kompanieführer Oberleutnant der Reserve Gerdeisen 10., Leutnant der Reserve Schreyer 11., und Leutnant Goßmann 12., Offiziersstellvertreter Alt 11., Vizefeldwebel Forster der Maschinengewehr-Kompanie, der Artilleriebeobachter, 5 Unteroffiziere und 25 Mann.

10.30 Uhr abends brach der Franzose nochmals gegen das I. Bataillon vor. Durch das gut siteznde Sperr- und Maschinengewehrfeuer, sodann im Handgranatenkampf, an dem sich auch der zur Verstärkung der 2. Kompanie schneidig und geschickt im Sperrfeuer vorgeeilte Zug des Leutnant der Reserve Fritz der 5. Kompanie wacker beteiligt, war auch diesmal am Abschluss des schweren Großkampftages der Erfolg auf unserer Seite. Es hatte auch nichts geholfen, dass die französische Artillerie hinter ihre eigene Infanterie Sperrfeuer legte, um sie dadurch vorzutreiben.

In dieser Nacht noch sollte durch eine Kompanie des 2. Garde-Regiments zu Fuß die stark gelichtete 2. Kompanie abgelöst werden; sie traf aber nicht ein, sodass unsere 8. Kompanie einspringen musste. Die 2. Kompanie, die die Hauptlast des Tages getragen hatte, rückte gegen 2 Uhr vormittags nach Villers-Faucon in Unterkunft.“

Man begrub Joseph Eschbaumer auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 2, Grab 62 – 74.

Sterbebild von Joseph Eschbaumer
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Eschbaumer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.089: Sebastian Gastl

Der Soldat Sebastian Gastl wurde am 19.01.1895 in Klingen, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Aichach, als Sohn eines Kleinbauer (Gütler) geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 12.10.1915 wurder des Gefechts von Petha und Pozarevac in Servien durch einen Lungenschuss schwer verwundet. Einen Tag später, am 13.10.1915 verstarb er an seiner Verwundung in einem Feldlazarett in Temessziget.

Über den Todetag und die Todesumstände von Sebastian Gastl berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Für 11.10. morgens ergeht Befehl zum Herangehen an die Außenstellung der „Festung“ Pozarevac, die hier in Linie Brzani – Kasernen 4 Kilometer nordwestlich Pozarevac – Werk 1Kilometer nördlich Cirikovac teils festgestellt ist, teils vermutet wird. Gegen Mittag ist das Herangehen beendet. Am Nachmittag schließt sich der rechte Flügel des Regiments befehlsgemäß dem Vorgehen des rechts angrenzenden bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments 13 gegen die vor die Kasernen vorgeschobenen feindlichen Werke an. Ebenso staffelweise vom rechten Flügel soll am 12.10. die Wegnahme der feindlichen Hauptstellung erfolgen. Aber die Bedrohung der linken Flanke des bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments 13 und das Bestreben, dem Nachbarn wirksam zur Seite zu stehen, veranlasst schon vor Beendigung der Artillerievorbereitung einen Vorstoß des nach links an dieses Regiment anschließenden III./3 bayerisches Infanterie-Regiment, bei dem die 10. und 11. Kompanie in die feindliche Stellung einbrechen und sich kräftig gegen die feindlichen Gegenstöße wehren, während bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment 13 die Kasernenstellung nimmt. 8./3. bayerisches Infanterie-Regiment füllt die zwischen III./3. und I./3. bayerisches Infanterie-Regiment entstandene Lücke. Am 13.10. soll sich das Regiment in Richtung Pozarevac dem Vorgehen der auf dem Höhenrücken nordöstlich Pozarevac vorstürmenden 105. Infanterie-Division anschließen.“

Die Grablage für Sebastian Gastl ist unbekannt.

Sterbebild von Sebastian Gastl
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Gastl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.086: Joseph Weiß

Der Soldat Joseph Weiß wurde am 14.07.1886 in der bayerischen Stadt Tirschenreuth geboren und  lebte als Landwirt in Poppenreuth, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mähring. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter im 1. Eskadron der 3. Train-Ersatz-Abteilung. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 04.05.1918 verstarb er nach achtwöchiger schwerer Krankheit im Alter von 31 Jahren bei Hebuterne (Arras). Er hatte 28 Monate Kriegsdienst geleistet.

Man begrub Joseph Weiß auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Joseph Weiß
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Weiß

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.085: Peter Treutwein

Der Soldat Peter Treutwein wurde am 13.04.1890 in der bayerischen Gemeinde Eppishausen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Sergant in der 6. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 16.07.1918 fiel er im Alter von 28 Jahren bei der Angriffsschlacht an der Marne und in der Champagne, während des Angriffs auf Fleury-la-Rivière.

Über den Todestag von Peter Trautwein berichtet die Regimentsgeschichte des 26. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Angriff auf Fleury la Rivière 16. und 17.07.1918

In den frühen Morgenstunden des 16.07. trifft Brigadebefehl für den Angriff ein. Hiernach hat das Regiment zu dem bereits für 15.07. befohlenen Angriff um 5 Uhr morgens nach Artillerievorbereitung anzutreten. Das Regiment geht zur befohlenen Zeit mit linkem Flügel antlang der Straße la Neuville – la Charmoise – Belval – Grand Pre zum Angriff auf Fleury la Rivière vor, II. und I. Bataillon in vorderer Linie, III. Bataillon rechts rückwärts gestaffelt, Anschluss I. Bataillon. Jedes Bataillon zwei Kompanien in 1. Gefechtslinie, die in drei Wellen angreift, die beiden anderen Kompanien folgen mit 300 Meter Abstand. Um 5.35 Uhr vormittags erreicht das Regiment die Straße la Charmoise – Cuchery, ohne auf feindlichen Widerstand zu stoßen. Dort werden die Verbände neu geordnet.

Von hier aus wird um 6 Uhr vormittags zum Weitervorgehen wieder angetreten. Während des Vorgehens erhält das I./26 starkes flankierendes Maschinengewehr-Feuer aus Richtung la Poterne, trotzdem wird der Südrand des Waldes westlich Belval 10 Uhr vormittags erreicht. Einzelne Artillerie-Schüsse liegen nunmehr auf dem Ost- und Südrand dieses Waldes.

Hier gliedert sich das Regiment erneut für die Fortsetzung des Angriffs wie folgt:

II. Bataillon in vorderer Linie, III. Bataillon rechts, I. Bataillon links gestaffelt. Inzwischen war durch Patrouillen festgestellt, dass Grand Pré und die Waldstücke südwestlich stark besetzt sind.

II./26 gewinnt bis 1 Uhr nachmittags die Waldstücke um Grand Pré und setzt sich hier fest, weiteres Vorarbeiten ohne ausgiebigste Artillerie-Unterstützung erweist sich zunächst als unmöglich, da sich der Feind in stark verdrahteten Stellungen aufgebaut hat. Außerdem erhält das Bataillon starkes Flanken-, teilweise sogar Rückenfeuer aus der Gegend von la Poterne.

Auf Antrag wird dem Regiment die II./Fußartillerie-Regiment 276 und 1./bayerisches Fußartillerie-Regiment 8 zur weiteren Durchführung des Angriffs unterstellt. Nach 1stündiger Artillerievorbereitung von 6.15 – 7.15 Uhr abends sollte der Angriff fortgesetzt werden. Die Verbindung mit den unterstellten Artillerie-Verbänden ist jedoch leider sehr mangelhaft, die beiden Artillerie-Verbindungs-Offiziere sind statt mit Draht nur durch Meldeorgane mit ihren Batterien verbunden. Gegen 3 Uhr nachmittags setzt starkes feindliches Artillerie-Feuer ein, II. Bataillon erleidet erhebliche Verluste.

Für den geplanten Angriff verschiebt sich III. Bataillon rechts neben das II. Bataillon, das I./26 bleibt wie bisher linke Flügelstaffel mit dem besonderen Auftrag feindlicher Einwirkung aus Richtung Grand Pre und la Poterne zu verhindern.

III. Bataillon erhält Auftrag, mit dem Angriff zu beginnen und in südostwärtiger Richtung vorzustoßen, das II./26 sollte sich vom rechten Flügel beginnend dem Vorgehen des III. Bataillons anschließen.

Der zur befohlenen Zeit ansetzende Angriff dringt jedoch nicht durch, insbesondere erhält das II. Bataillon alsbald erdrückendes Artillerie- und Maschinengewehr-Sperrfeuer, das schwere Verluste verursacht. Jeder Versuch, Raum nach vorwärts zu gewinnen, scheitert an der ungeminderten feindlichen Feuerwirkung. Demgemäß muss sich der Regimentskommandeur zur Einstellung des Angriffs entschließen. Das Regiment erhält Befehl, die erreichte Linie zu halten und sich zur Abwehr zu gliedern.

Am Misslingen des Angriffs trug in erster Linie die ungenügende Artillerieunterstützung schuld, die ihrerseits in der völlig mangelhaften Verbindung begründet war, ferner das heftige feindliche Feuer und endlich die Unmöglichkeit, unsere Bewegungen der feindlichen Sicht zu entziehen. Die feindlichen Fesselballone beherrschten das Angriffsfeld des Regiments in jeder Weise.

Für die Nacht wurde das III./26 wieder hinter den rechten Flügel des II./26, das in vorderer Linie verblieb, zurückgestaffelt zur Verhinderung feindlicher Einwirkung gegen den eigenen rechten Flügel.“

Offiziell ist für Peter Treutwein keine Grablage bekannt. Wahrscheinlich wurde er auf einem Feldfriedhof provisorisch beigesetzt. Bei der Zusammenlegung der Friedhöfe nach dem Krieg waren seine Gebeine durch Kriegsweinwirkungen dann nicht mehr identifizierbar. Man setzte ihn daher wahrscheinlich anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Marfaux bei, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Ersatz-Reservist Martin Rechenauer, gefallen am 20.07.1918 bei Grand Pre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in einem Massengrab;
  • Gefreiter Johann Jakob, gefallen am 16.07.1918 bei Grand Pre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Joseph Fendt, gefallen am 26.07.1918 bei Reims, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Franz Felber, gefallen am 07.07.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in Grab 33.

Seine Heimatgemeinde Eppishausen gedenkt Peter Treutwein noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/eppishausen_lkr-unterallgaeu_70-71_wk1_wk2_by.html

Sterbebild von Peter Treutwein
Rückseite des Sterbebildes von Peter Treutwein

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.084: Karl Höher

Der Soldat Karl Höher wurde am 04.09.1888 in Hirschzell geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Kaufbeuren, und lebte als Sohn eines Landwirts in Stöttwang. Er selbst war Bäcker. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.02.1915 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Foucaucourt-en-Santerre in Nordfrankreich, rund vier Kilometer entfernt von Estrées-Deniécourt, das irrtümlich auf dem Sterbebild angegeben wurde.

Offiziell ist für Karl Höher keine Grablage bekannt, vermutlich wurde sein Grab auf einem Feldfriedhof in der Nähe seines Sterbeortes wäöhrend der Kämpfe verwüstet und seine Identität nicht mehr zuordbar. Ich vermute daher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem rund 3 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof  Vermandovillers begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Alfons Loser, gefallen am 23.05.1915 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Franz Albrecht, gefallen am 24.04.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Reservist Josef Kleiner, gefallen am 25.12.1914 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Georg Köberle, gefallen am 18.01.1915 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Klemens Bauernfeind, gefallen am 03.12.1914 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Stöttwang gedenkt Karl Höher noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/stoettwang_lkr-ostallgaeu_wk1_wk2_by.html

Sterbebild von Karl Höher
Rückseite des Sterbebildes von Karl Höher

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.083: Jakob Schwarz

Der Soldat Jakob Schwarz wurde am 01.05.1887 in Hofstadt, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Legau als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 15.03.1916 fiewl er im Alter von 28 Jahren in der Nähe von Arras in Nordfrankreich.

Offiziell ist für Jakob Schwarz keine Grablage bekannt. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass seine sterblichen Überreste, wenn sie bis heute geborgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begraben wurdem, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Anton Moser, gefallen am 19.02.1916 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Infanterist Alois Berger, gefallen am 11.02.1916 bei Bouckavennes, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Landwehrmann Georg Rößner, gefallen am 21.03.1916 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Legau gedenkt Jakob Schwarz noch heute in einem Gedenkbuch: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/legau_1805-15_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Jakob Schwarz
Rückseite des Sterbebildes von Jakob Schwarz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.082: Peter Ecker

Der Soldat Peter Ecker wurde am 31.01.1896 in Lochheim geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mettenheim, und lebte in Töging. Er war Arbeiter in der Landwirtschaft. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments (1. Ersatz-Bataillon). Am 09.07.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 20 Jahren bei Douaumont durch einen Granatsplitter. Am gleichen Tag fiel der Infanterist Friedrich Baumgartner, der ebenfalls der 6. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Sein Schicksal habe ich bereits am 18.09.2024 vorgestellt.

Für Peter Ecker ist offiziell keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass seine Gebeine zunächst auf einem Feldfriedhof beigesetzt wurden. Bei einer späteren Umbettung auf den zentralen Friedhof waren sie jedoch nicht mehr zuordenbar, weshalb sie anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof  Hautecourt-lès-Broville begraben wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Leutnant Rudolf Vestner, gefallen am 24.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Vizefeldwebel Anton Miller, gefallen am 24.06.1916 bei Verdun, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Infanterist Isidor Höss, gefallen am 24.06.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in Block 11, Grab 156;
  • Infanterist Friedrich Baumgartner, gefallen am 09.07.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Infanterist Joseph Huber, gefallen am 13.07.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Mettenheim gedenkt noch heute Peter Ecker auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/mettenheim_wk1u2_bay.htm

 

Sterbebild von Peter Ecker
Rückseite des Sterbebildes von Peter Ecker