Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.909: Josef Bischlager

Der Soldat Josef Bischlager stammte aus Willofs, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Obergünzburg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.02.1915 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Rolincourt bei Arras durch einen Kopfschuss.

Man begrub Josef Bischlager auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Bischlager
Rückseite des Sterbebildes von Josef Bischlager

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.907: Hugo Roßberger

Der Soldat Hugo Roßberger wurde am 06.12.1895 in der bayerischen Stadt Kempten als Sohn eines Schneidermeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 7. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.12.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in Rumänien während der Verfolgungskämpfe nach der Schlacht bei Rimnicul – Sarat.

„Verfolgungskämpfe nach der Schlacht bei Rimnicul – Sarat 28.12.1916 – 03.01.1917

Am nächsten Tag, 28.12., aber sollte der erste Impuls des Vorgehens vom rechten Flügel des 3. bayerischen Infanterie-Regiments im Verein mit dem linken der 217. Infanterie-Division gegeben werden. Am frühen Morgen aber sieht man Bagdat brennen. Es kommen Meldungen, dass der Gegner abgezogen sei. Der Regimentskommandeur gibt Befehl zum Nachstoßen. Da stellt sich heraus, dass sich der Gegner in einer Stellung, die von der F. St. Dedulesti östlich von Bagdat vorbei zog, wieder festgesetzt hatte. II./3. bayerisches Infanterie-Regiment hatte etwa 400 – 800 Meter, I./3. bayerisches Infanterie-Regiment durchschnittlich 600 Meter Raum nach vorwärts gewonnen, III./3. bayerisches Infanterie-Regiment wurde südlich der Bahn nachgezogen. Da die feindlichen Gräben vollbesetzt waren und unsere Artillerie zum Teil im Stellungswechsel begriffen war, wurde der Sturm verschoben, der Geländegewinn aber durch Eingraben in Schützenlöcher gesichert. Der Divisionsbefehl befahl für den 30.12. den Angriff mit dem dem Hauptnachdruck durch das 3. bayerische Infanterie-Regiment in Richtung E. St. Dedulesti. Man hörte, dass die Schlacht der 9. Armee siegreich beendet sei. Gegen Abend wird II./3. bayerisches Infanterie-Regiment wieder durch III./3. bayerisches Infanterie-Regiment abgelöst. II./3. bayerisches Infanterie-Regiment nimmt Unterkunft in Neu-Gaiseanca. 8.30 Uhr abends werden vier große Brände im Vorgelände sichtbar. Patrouillen stellen später den Abzug des Gegners fest.“

Man begrub Hugo Roßberger auf dem Soldatenfriedhof Braila in Block 5.

Sterbebild von Hugo Roßberger
Rückseite des Sterbebildes von Hugo Roßberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.906: Franz Aschenbrenner

Der Soldat Franz Aschenbrenner stammte aus Haidbühl, einem Ortsteil der bayerischen Gemeidne Haselbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer im 9. bayerischen Reserve-Feldartillerie-Regiment. Am 14.01.1919 verstarb er im ALter von 19 Jahren in der Heimat an einem im Krieg zugezogenen Leiden.

Wahrscheinlich wurde er an seinem Heimatort begraben. Ob sein Grab noch heute existiert, konnte ich nicht ermitteln.

Sterbebild von Franz Aschenbrenner
Rückseite des Sterbebildes von Franz Aschenbrenner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.905: Josef Heinz

Der Soldat Josef Heinz stammte aus Kolbing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Walpertskirchen, und war der Sohn eines Schuhmachers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 5. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.06.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 19 Jahren bei bei Douaumont bzw. am Fort Douaumont.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Heinz berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:

„In der Nacht vom 07./08.06. erfolgte unter erheblichen Verlusten die Neugliederung für den beabsischtigten Angriff des 08.06. Es sollte eine Linie östlich Ferme Thiaumont erreicht werden. II./12. und die ihm als Abschnittsreserve im Chauffourwald Nord unterstellte 4. Kompanie war mit anderen Truppenteilen der meittleren Angriffsgruppe (Gruppe Policzka) dem Hauptmann Stöber, Führer des II./12. zugeteilt. Sie lösten heute Nacht I./12. in vorderster Linie unter erheblichen Verlusten ab. I./12 ohne 4. Kompanie wurde Brigadereserve in der Küchenschlucht, woselbst auch III./12. bereit gestellt wurde. Von 4 bis 10 Uhr vormittags musste das vorderste II. Bataillon starkes Trommelfeuer, das sich zum Orkanfeuer steigerte, in den stark besetzten Bereitschaftsgräben 319 – 326, die auch noch mit Mannschaften des 15. und 20. Infanterie-Regiments belegt waren, über sich ergehen lassen, sodass der Befehl zum Vorbrechen als eine Erlösung empfunden wurde. Gleich der erste Sturm brachte herrliche Erfolge.

 

Das Kampffeld bei Douaumont 1916

Die feindlichen Gräben wurden im Handgranatenkampf genommen, die überlebenden Franzosen gefangen, Werk 368 und M 369 durch Sturmabteilung Echteler, 6./12 und Vizefeldwebel Eberl ebenfalls genommen und durch Vizefeldwebel Sauter, 6./12, ein bisher unbekanntes Infanterie-Werk 377 überrumpelt. 9 Offiziere, etwa 150 Mann und 7 Maschinengewehre fielen in unsere Hände. Nach einer Stunde war die befohlene Stellung erreicht, an ihrer Verteidigungsfähigkeit wurde mit Nachdruck gearbeitet. Um 5.30 Uhr abends schloss sich das Bataillon dem links angreifenden Jägerregiment zum 2. Sturme an und es gelang einer gemischten kleinen Abteilung, in das Zwischenwerk Thiaumont einzudringen. Doch da rechts der Anschluss fehlte, musste dieses wieder aufgegeben werden; der Feind besetzte es anderen Tags. Ein von ihm unternommener Gegenangriff scheiterte bereits in unserem Artilleriefeuer. Nachts kam für das schwer geprüfte II. Bataillon Ablösung durch das III. Bataillon in vorderster Linie, leider unter schwerstem feindlichen Artilleriefeuer. Die nächsten Tage brachten stündlich starkes und stärkstes Artilleriefeuer auf vordere und rückwärtige Stellungen, wodurch Leutnant der Reserve Ostermayr und Rettenberger am 11.06. und 12.06. 11 Uhr vormittags in der Fossesschlucht auch der Regimentskommandeur den Heldentod fanden.“

Das Dorf Douaumont 1916

Man begrub Josef Heinz auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Heinz
Rückseite des Sterbebildes von Josef Heinz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.903: Anton Forster

Der Soldat Anton Forster stammte aus der bayerischen Stadt Rosenheim und war Bürodiener. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 31.08.1917 verstarb er im Alter von 33 Jahren nach 36 Monaten Kriegsdienst an einer Rückenmarkverletzung.

Man begrub Anton Forster auf dem Soldatenfriedhof Le Cateau in Block 1, Grab 140.

Seine Heimatstadt Rosenheim gedenkt Anton Forster noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/rosenheim_wk1_bay.htm

Sterbebild von Anton Forster
Rückseite des Sterbebildes von Anton Forster

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.901: Nikolaus Kratz

Der Soldat Nikolaus Kratz stammte aus Wurmansau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saulgrub, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 31.10.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Apremont-la-Forêt im Bois d’Ailly.

Die Lage des Grabes von Nikolaus Kratz ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Michael Arnold, gefallen am 05.11.1914 im Bois brûlé, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Infanterist Michael Kochem, gefallen am 22.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Infanterist Kaspar Eisenberger, gefallen am 22.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 315;
  • Wehrmann Peter Kreiller, gefallen am 05.11.1914 im Bois brûlé, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 632.

Seine Heimatgemeinde Saulgrub gedenkt Nikolaus noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2018/altenau_gde-saulgrub_lk-garmisch-partenkirchen_1870-71_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Nikolaus Kratz
Rückseite des Sterbebildes von Nikolaus Kratz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.900: Franz Xaver Hötzinger

Der Soldat Franz Xaver Hötzinger wurde am 31.12.1881 in Obermühl, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Babensham, geboren und lebte in Untereichenrott als Kleinbauer (Gütler) Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 11. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.10.1916 fiel er im Alter von 34 Jahren bei den Gebirgskämpfen am Rother-Thur-Pass in Rumänien durch einen Kopfschuss.

Die Lage des Grabes von Franz Xaver Hötzinger ist unbekannt. Es dürfte nicht mehr existieren.

Sterbebild von Franz Xaver Hötzinger
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Hötzinger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.899: Josef Liegl

Der Soldat Josef Liegl stammte aus der bayerischen Stadt Rosenheim, lebte in Holzkirchen und war der Sohn eines Zimmermanns. Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.02.1916 – exakt 50 Jahre vor meiner Geburt –  fiel er während der Stellungskämpfe im Artois im Alter von 22 Jahren bei Givenchy-en-Gohelle durch die Sprengung feindlicher Minen.

Man begrub Josef Liegl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatstadt Rosenheim gedenkt Josef Liegl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/rosenheim_wk1_bay.htm

Sterbebild von Josef Liegl
Rückseite des Sterbebildes von Josef Liegl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.898: Josef Bögelein

Der Soldat Josef Bögelein wurde am 11.05.1884 in Niedergeislbach geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lengdorf, und war der Sohn eines Bahnwärters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier im 1. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 21.04.1917 fiel er im Alter von 32 Jahren bei den Kämpfen in den Vogesen durch einen Granatvolltreffer.

Man begrub Josef Bögelein auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in Block 2, Grab 596.

Sterbebild von Josef Bögelein
Rückseite des Sterbebildes von Josef Bögelein

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.897: Johann Glonegger

Der Soldat Johann Glonegger stammte aus Alzgern, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Neuötting, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Brigade-Ersatz-Bataillons. Am 10.09.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren während der Schlacht vor Nancy-Epinal im Elsass.

Die Lage des Grabes von Johann Glonegger ist offiziell unbekannt.

Sterbebild von Johann Glonegger
Rückseite des Sterbebildes von Johann Glonegger