Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.091: Joseph Eschbaumer

Der Soldat Joseph Eschbaumer wurde am 06.03.1887 in Oberstrogn geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bockhorn, und lebte in Kleinhündlbach (Ortsteil von Fraunberg) als Kleinbauer (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 16.08.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme im Alter von 29 Jahren bei Maurepas

Über den Todestag und die Todesumstände von Joseph Eschbaumer berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 16.08. kag starkes Feuer auch zwischen der I. und II. Stellung: der Le Forest-Grund war nicht mehr zu sehen, alles Grau in Grau.

Um 5 Uhr nachmittags beschossen schwere und schwerste Kaliber den ganzen Abschnitt. Eine Steigerung dieses höllischen Lärms hielt man nicht mehr möglich und doch war es so, als von 6 Uhr ab Trommelfeuer auf die I. und Le Forest-Stellung losgelassen wurde; dazu brausten Flugzeuggeschwader in 300 – 400 Meter Höhe heran. Man fühlte sich erlöst, als ½ Stunde nach der langen ungewöhnlich schweren Beschießung der Feind in mehreren Wellen auf das I. Bataillon losging, unterstützt durch tief herunter stoßende Flieger, die mit Maschinengewehr und Handgranaten die Verteidiger bearbeiteten; der Führer der 2. Kompanie, Oberleutnant der Reserve Richter wurde hierdurch verwundet. Während vor dem rechten Flügel und der Mitte des I. Bataillons der Franzose – 27. Infanterie-Division – vor Erreichen der Stellung abgewiesen wurde, hatte die 2. Kompanie den Hauptstoß auszuhalten und sich der feindlichen Übermacht in erbittertem Nahkampf, Mann gegen Mann, zu erwehren. Nach zweistündigem harten Ringen war der Franzose mit blutigem Kopf nach Hause geschickt. Der Erfolg gegen die Überzahl – trotz Unterstützung aus der Luft – war neben der kaltblütigen Haltung der Leute dem mustergültigen Zusammenarbeiten der Handgranatentrupps zu verdanken, wiewohl der Feind mit seinen weiter tragenden Eierhandgranaten anfänglich im Vorteil war. Zu den einzelnen Kampfabschnitten hatte unser Sperrfeuer immer verlässig und wirkungsvoll eingesetzt, ebenso die flankierende Tätigkeit der Maschinengewehre.

Man hatte kaum Zeit gehabt, das Ergebnis des Tages zu werten, als 9.15 Uhr abends nochmals Trommelfeuer einsetzte, diesmal besonders Maurepas. In die Befehlsstelle des III. Bataillons, in der sich auch Unterstützungen aufhielten, schlugen Volltreffer ein; ihnen fielen zum Opfer: Der Bataillons Kommandeur Major Schulze, Leutnant der Reserve und Adjutant Brendel, die Kompanieführer Oberleutnant der Reserve Gerdeisen 10., Leutnant der Reserve Schreyer 11., und Leutnant Goßmann 12., Offiziersstellvertreter Alt 11., Vizefeldwebel Forster der Maschinengewehr-Kompanie, der Artilleriebeobachter, 5 Unteroffiziere und 25 Mann.

10.30 Uhr abends brach der Franzose nochmals gegen das I. Bataillon vor. Durch das gut siteznde Sperr- und Maschinengewehrfeuer, sodann im Handgranatenkampf, an dem sich auch der zur Verstärkung der 2. Kompanie schneidig und geschickt im Sperrfeuer vorgeeilte Zug des Leutnant der Reserve Fritz der 5. Kompanie wacker beteiligt, war auch diesmal am Abschluss des schweren Großkampftages der Erfolg auf unserer Seite. Es hatte auch nichts geholfen, dass die französische Artillerie hinter ihre eigene Infanterie Sperrfeuer legte, um sie dadurch vorzutreiben.

In dieser Nacht noch sollte durch eine Kompanie des 2. Garde-Regiments zu Fuß die stark gelichtete 2. Kompanie abgelöst werden; sie traf aber nicht ein, sodass unsere 8. Kompanie einspringen musste. Die 2. Kompanie, die die Hauptlast des Tages getragen hatte, rückte gegen 2 Uhr vormittags nach Villers-Faucon in Unterkunft.“

Man begrub Joseph Eschbaumer auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 2, Grab 62 – 74.

Sterbebild von Joseph Eschbaumer
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Eschbaumer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.089: Sebastian Gastl

Der Soldat Sebastian Gastl wurde am 19.01.1895 in Klingen, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Aichach, als Sohn eines Kleinbauer (Gütler) geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 12.10.1915 wurder des Gefechts von Petha und Pozarevac in Servien durch einen Lungenschuss schwer verwundet. Einen Tag später, am 13.10.1915 verstarb er an seiner Verwundung in einem Feldlazarett in Temessziget.

Über den Todetag und die Todesumstände von Sebastian Gastl berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Für 11.10. morgens ergeht Befehl zum Herangehen an die Außenstellung der „Festung“ Pozarevac, die hier in Linie Brzani – Kasernen 4 Kilometer nordwestlich Pozarevac – Werk 1Kilometer nördlich Cirikovac teils festgestellt ist, teils vermutet wird. Gegen Mittag ist das Herangehen beendet. Am Nachmittag schließt sich der rechte Flügel des Regiments befehlsgemäß dem Vorgehen des rechts angrenzenden bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments 13 gegen die vor die Kasernen vorgeschobenen feindlichen Werke an. Ebenso staffelweise vom rechten Flügel soll am 12.10. die Wegnahme der feindlichen Hauptstellung erfolgen. Aber die Bedrohung der linken Flanke des bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments 13 und das Bestreben, dem Nachbarn wirksam zur Seite zu stehen, veranlasst schon vor Beendigung der Artillerievorbereitung einen Vorstoß des nach links an dieses Regiment anschließenden III./3 bayerisches Infanterie-Regiment, bei dem die 10. und 11. Kompanie in die feindliche Stellung einbrechen und sich kräftig gegen die feindlichen Gegenstöße wehren, während bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment 13 die Kasernenstellung nimmt. 8./3. bayerisches Infanterie-Regiment füllt die zwischen III./3. und I./3. bayerisches Infanterie-Regiment entstandene Lücke. Am 13.10. soll sich das Regiment in Richtung Pozarevac dem Vorgehen der auf dem Höhenrücken nordöstlich Pozarevac vorstürmenden 105. Infanterie-Division anschließen.“

Die Grablage für Sebastian Gastl ist unbekannt.

Sterbebild von Sebastian Gastl
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Gastl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.085: Peter Treutwein

Der Soldat Peter Treutwein wurde am 13.04.1890 in der bayerischen Gemeinde Eppishausen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Sergant in der 6. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 16.07.1918 fiel er im Alter von 28 Jahren bei der Angriffsschlacht an der Marne und in der Champagne, während des Angriffs auf Fleury-la-Rivière.

Über den Todestag von Peter Trautwein berichtet die Regimentsgeschichte des 26. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Angriff auf Fleury la Rivière 16. und 17.07.1918

In den frühen Morgenstunden des 16.07. trifft Brigadebefehl für den Angriff ein. Hiernach hat das Regiment zu dem bereits für 15.07. befohlenen Angriff um 5 Uhr morgens nach Artillerievorbereitung anzutreten. Das Regiment geht zur befohlenen Zeit mit linkem Flügel antlang der Straße la Neuville – la Charmoise – Belval – Grand Pre zum Angriff auf Fleury la Rivière vor, II. und I. Bataillon in vorderer Linie, III. Bataillon rechts rückwärts gestaffelt, Anschluss I. Bataillon. Jedes Bataillon zwei Kompanien in 1. Gefechtslinie, die in drei Wellen angreift, die beiden anderen Kompanien folgen mit 300 Meter Abstand. Um 5.35 Uhr vormittags erreicht das Regiment die Straße la Charmoise – Cuchery, ohne auf feindlichen Widerstand zu stoßen. Dort werden die Verbände neu geordnet.

Von hier aus wird um 6 Uhr vormittags zum Weitervorgehen wieder angetreten. Während des Vorgehens erhält das I./26 starkes flankierendes Maschinengewehr-Feuer aus Richtung la Poterne, trotzdem wird der Südrand des Waldes westlich Belval 10 Uhr vormittags erreicht. Einzelne Artillerie-Schüsse liegen nunmehr auf dem Ost- und Südrand dieses Waldes.

Hier gliedert sich das Regiment erneut für die Fortsetzung des Angriffs wie folgt:

II. Bataillon in vorderer Linie, III. Bataillon rechts, I. Bataillon links gestaffelt. Inzwischen war durch Patrouillen festgestellt, dass Grand Pré und die Waldstücke südwestlich stark besetzt sind.

II./26 gewinnt bis 1 Uhr nachmittags die Waldstücke um Grand Pré und setzt sich hier fest, weiteres Vorarbeiten ohne ausgiebigste Artillerie-Unterstützung erweist sich zunächst als unmöglich, da sich der Feind in stark verdrahteten Stellungen aufgebaut hat. Außerdem erhält das Bataillon starkes Flanken-, teilweise sogar Rückenfeuer aus der Gegend von la Poterne.

Auf Antrag wird dem Regiment die II./Fußartillerie-Regiment 276 und 1./bayerisches Fußartillerie-Regiment 8 zur weiteren Durchführung des Angriffs unterstellt. Nach 1stündiger Artillerievorbereitung von 6.15 – 7.15 Uhr abends sollte der Angriff fortgesetzt werden. Die Verbindung mit den unterstellten Artillerie-Verbänden ist jedoch leider sehr mangelhaft, die beiden Artillerie-Verbindungs-Offiziere sind statt mit Draht nur durch Meldeorgane mit ihren Batterien verbunden. Gegen 3 Uhr nachmittags setzt starkes feindliches Artillerie-Feuer ein, II. Bataillon erleidet erhebliche Verluste.

Für den geplanten Angriff verschiebt sich III. Bataillon rechts neben das II. Bataillon, das I./26 bleibt wie bisher linke Flügelstaffel mit dem besonderen Auftrag feindlicher Einwirkung aus Richtung Grand Pre und la Poterne zu verhindern.

III. Bataillon erhält Auftrag, mit dem Angriff zu beginnen und in südostwärtiger Richtung vorzustoßen, das II./26 sollte sich vom rechten Flügel beginnend dem Vorgehen des III. Bataillons anschließen.

Der zur befohlenen Zeit ansetzende Angriff dringt jedoch nicht durch, insbesondere erhält das II. Bataillon alsbald erdrückendes Artillerie- und Maschinengewehr-Sperrfeuer, das schwere Verluste verursacht. Jeder Versuch, Raum nach vorwärts zu gewinnen, scheitert an der ungeminderten feindlichen Feuerwirkung. Demgemäß muss sich der Regimentskommandeur zur Einstellung des Angriffs entschließen. Das Regiment erhält Befehl, die erreichte Linie zu halten und sich zur Abwehr zu gliedern.

Am Misslingen des Angriffs trug in erster Linie die ungenügende Artillerieunterstützung schuld, die ihrerseits in der völlig mangelhaften Verbindung begründet war, ferner das heftige feindliche Feuer und endlich die Unmöglichkeit, unsere Bewegungen der feindlichen Sicht zu entziehen. Die feindlichen Fesselballone beherrschten das Angriffsfeld des Regiments in jeder Weise.

Für die Nacht wurde das III./26 wieder hinter den rechten Flügel des II./26, das in vorderer Linie verblieb, zurückgestaffelt zur Verhinderung feindlicher Einwirkung gegen den eigenen rechten Flügel.“

Offiziell ist für Peter Treutwein keine Grablage bekannt. Wahrscheinlich wurde er auf einem Feldfriedhof provisorisch beigesetzt. Bei der Zusammenlegung der Friedhöfe nach dem Krieg waren seine Gebeine durch Kriegsweinwirkungen dann nicht mehr identifizierbar. Man setzte ihn daher wahrscheinlich anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Marfaux bei, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Ersatz-Reservist Martin Rechenauer, gefallen am 20.07.1918 bei Grand Pre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in einem Massengrab;
  • Gefreiter Johann Jakob, gefallen am 16.07.1918 bei Grand Pre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Joseph Fendt, gefallen am 26.07.1918 bei Reims, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Franz Felber, gefallen am 07.07.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in Grab 33.

Seine Heimatgemeinde Eppishausen gedenkt Peter Treutwein noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/eppishausen_lkr-unterallgaeu_70-71_wk1_wk2_by.html

Sterbebild von Peter Treutwein
Rückseite des Sterbebildes von Peter Treutwein

Sonderbeitrag: Dr. Fritz Güldenpfennig

Der Soldat Dr. Fritz Güldenpfennig wurde am 23.10.1891 in Haldensleben geboren und lebte in Bielefeld im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Feldhilfsarzt im Regimentsstab des 122. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 27.09.1918 fiel er in Frankreich während der Abwehrschlacht bei Sommepy durch einen Artillerie-Volltreffer. Dr. Fritz Güldenpfennig wurde 26 Jahre alt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Dr. Fritz Güldenpfennig berichtet die Regimentsgeschichte des 122. Reserve-Infanterie-Regiments:

„Abwehrschlacht bei Somme-Py.
25. September bis 4. Oktober 1918.

Das Herausziehen des Regiments aus der Stellung am Brimont begann schon am 24. September mit der Ablösung des III./236 durch ein Bataillon des I.R. 43. Das abgelöste Bataillon marschierte in der Nacht vom 24. auf 25. September nach dem Pommernlager 2 km östlich Warmeriville. Das II./236 und der Regimentsstab wurden 24 Stunden später abgelöst und erreichten im Nachtmarsch das Hindenburglager bei Aussonce. Vom Pommernlager aus marschierte das III./236 am 26. September um 8.30 Uhr nachm. unter Führung des Ltn. Sellke weiter nach Warmeriville, um hier am 27. September um 4 Uhr früh verladen und mit der Bahn nach Betheniville befördert zu werden, wo es um 6 Uhr vorm. ankam. Von hier wurde es zunächst in südlicher Richtung zum Russenkreuz in Marsch gesetzt, unterwegs aber auf Grund einer Befehlsänderung auf Kraftwagen verladen und zum Gefechtsstand des Regimentsstabs, etwa 3 km südlich St. Etienne à Arnes an der Straße St. Etienne-Somme-Py, verbracht. Dort waren nämlich inzwischen Regimentsstab und II./236 aus dem Hindenburglager schon eingetroffen. Das letztere hatte unter Führung des Ltn. Zangerle die 2. H.W.L., 1 km nördlich Somme-Py, beiderseits der Straße Médéah Ferme-Somme-Py besetzt. Das III./236 schloß sich nun dieser Besetzung rechts, also westlich, bis zur Straße St. Etienne-Somme-Py verlängernd, an. Die 12./236 als Regimentsreserve ging zunächst beim Regiments-Gefechtsstand in Stellung; später wurde auch sie vorgeschoben und am rechten Flügel des III./236 in der 2. H.W.L. eingesetzt, wo der Anschluß nicht genügt hatte, weil sich nur einzelne Leute der Regimenter 26 und 184 vorfanden. Nach links bestand Anschluß an R.I.R. 234. Das I./236 wurde am 26. September um 8 Uhr abds. in der Bereitschaftsstellung am Cran de Brimont durch ein Bataillon des Gren.Regt. 1 abgelöst, und mit Lastautos nach St. Etienne sur Suippes befördert, von wo am 27. September um 1 Uhr früh der Weitertransport mit der Bahn nach Betheniville erfolgte. Ankunft daselbst um 9 Uhr vorm. Von hier aus marschierte es in den Bereitschaftsraum des Regiments und bezog um 4 Uhr nachm. zunächst Reservestellung in der Altonamulde, 1 km nördlich der 2. H.W.L. östlich der Straße St. Etienne-Somme-Py hinter dem rechten Flügel des Regiments. Als es in diesem Gelände eintraf, herrschte bereits sehr dicke Luft. Die feindliche Artillerie funkte hinein, was das Zeug hielt, und es war ersichtlich, daß sich wieder einmal ein starkes Gewitter über unserem Haupte zusammenzog. Es dauerte auch nur wenige Minuten, als schon die ersten Verluste eintraten. Unter ihnen befand sich ein alter lieber Kamerad des Bataillonsstabs, der Feldunterarzt Güldenpfennig, der treue Begleiter in mancher Schlacht, der sich stets mutig und unerschrocken eingesetzt hatte, wenn es galt, Verwundeten Hilfe und Linderung zu bringen. Ein Artillerie-Volltreffer zerriß ihn vollständig. Nun war er wieder vereinigt mit seinem Freunde Körding, dem Führer der 2./236, der ihm im Tode erst vor wenigen Monaten vorangegangen war. Die Erinnerung an den tapferen Soldaten, den ausgezeichneten Menschen und sonnig heiteren Weggenossen wird stets unter uns lebendig bleiben. Die kritische Stunde aber ließ es nicht zu, den Kopf hängen zu lassen und zu trauern. Für jeden hieß es, die Sinne bis zum Äußersten anzuspannen, damit er der Lage Herr bleibe. In der Nacht zum 28. September wurde dem Regiment bekannt gegeben, daß am nächsten Tage mit einem feindlichen Großangriff zu rechnen sei. Es wurde aus der bisherigen Stellung herausgezogen und links vom R.I.R. 234 in der Mulde zwischen Storchhöhe und Fuchsberg, III./236 rechts, II./236 links, eingesetzt. Das I./236 bezog Reservestellung dicht nördlich des Kammes des Fuchsbergs. Die Begleitbatterie 5/51 nahm Stellung am nördlichen Hang des Fuchsbergs mit Beobachtung auf Storchhöhe. Die Minenwerferkompagnie folgte mit Werfern und Tankgewehren ebenfalls dorthin nach. Die M.G.K.’n nahmen Stellung im Bereich ihrer Bataillone. Das Regiment erhielt ferner den Auftrag, einen feindlichen Einbruch in die 2. H.W.L. östlich Somme-Py unter allen Umständen zu verhindern. Es befahl deshalb dem II. und III./236, Sicherungspatrouillen auf die Storchhöhe und in die 2. H.W.L. vorzutreiben.

Die Umgruppierung des Regiments vollzog sich nicht ohne große Hemmungen, da starkes feindliches Vorbereitungsfeuer im Gelände lag. So gelang es dem III./236 nicht, alle Teile in den befohlenen Bereitschaftsraum zu bringen. 9. und 11./236 zogen sich in der H.W.L. weiter, als vorgesehen, nach Osten hin, fanden die Gräben am Südwesthang der Storchhöhe unbesetzt und richteten sich hier ein. Die 3. M.G.K. unter Ltn. Leisterer erlitt durch das heftige feindliche Feuer starke Ausfälle und konnte den Bereitstellungsplatz erst am 28. September vormittags erreichen. Nur Stab und 12./236 fanden sich rechtzeitig durch.“

Man begrub Dr. Fritz Güldenpfennig auf dem Soldatenfriedhof Mont St. Remy in Block 1, Grab 39.

In Hillersleben in Sachsen-Anhalt gedenkt man Dr. Fritz Güldenpfennig noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/hillersleben_gem-westheide_lk-boerde_1813-1815_1866-1871_wk1_wk2_sa.html

 

Hilfsfeldarzt Dr. Fritz Güldenpfennig und Leutnant der Reserve Rudolf Körding

Sonderbeitrag: Rudolf Körding

Der Soldat Rudolf Körding wurde am 14.03.1893 in Hamburg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve und Kompanieführer in der 2. Kompanie des 122. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 06.06.1918 (laut Regimentsgeschichte am 04.06.1918) fiel er während der Schlacht bei Soissons nahe der Ortschaft Saconin-et-Breuil an der Aisne durch Artillerie-Volltreffer, so wie wenige Tage später auch sein Freund, Feldhilfsarzt Dr. Fritz Guldenpfennig, fällt. Rudolf Körding wurde 25 Jahre alt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Rudolf Körding berichtet die Regimentsgeschichte des 122. Reserve-Infanterie-Regiments:

„Für die Nacht vom 3./4. Juni gehen die Kompanien da, wo die Dunkelheit sie überrascht hat, zur Ruhe über und sichern sich, den Anschluß rechts und links aufnehmend, durch Posten und Patrouillen. Für den verwundeten neuen Führer der 11./236, Ltn. Freund, übernimmt Ltn. Erich Rebling die Führung der Kompanie. Für den 4. Juni befiehlt die Division die Weiterführung des Angriffs in westlicher Richtung auf 12.30 Uhr. Die nächste Aufgabe ist, über den Laversine=Grund vorzustoßen. Von 11 bis 12.30 Uhr bereitet die Artillerie den Angriff gegen die feindliche Stellung auf Höhe 148 östlich Laversine vor. Pünktlich um 12.30 Uhr tritt die Infanterie an. Anfangs geht es ganz gut vorwärts. Der 9. und 11./236 gelingt es, die Höhe 148 umfassend zu nehmen. 70 Gefangene sind die Beute. Die Kompanien stoßen weiter durch in Richtung Fosse en haut im Laversine=Grunde und nehmen die zurückflutenden Franzosen unter wirksames M.G.=Feuer. Die feindliche Artillerie ihrerseits, die in der Nacht offenbar verstärkt worden war, nimmt unsere vorgehenden Kompanien unter Sperrfeuer, das empfindliche Verluste verursacht. Die Kompanien kommen nicht weiter vor und besetzen den Ostrand der Laversine=Schlucht. Hier sei wieder ein Erlebnis eingeschaltet, das der Regiments=Kommandeur selbst erzählen soll. Er schreibt: „Am Vortage war die Verfolgung des Feindes so schnell gegangen, daß ich anfangs viel zu weit vom Regiment entfernt war. Erst nach längerer Zeit kam ich an den richtigen Platz. Da ich diesen Fehler nicht wieder machen wollte, hörte ich nicht auf die Vorstellungen des Regiments-Adjutanten Ltn. Schaaf, zunächst im Regiments-Gefechtsstand zu bleiben, sondern zog gleich los mit den Lts. Renter, Lauffer und Haubold. Da plötzlich bekommen wir von Höhe 148 M.G.-Feuer und sind in der Schützenlinie festgenagelt. Ich sehe, wie das III./236 rechts umfassend vorgeht und bin erst wieder bewegungsfähig, als die Höhe genommen ist. Wir gehen nun auf die Höhe und sehen, wie jenseits der Laversine-Schlucht schwere französische Batterien im Abfahren sind. Dafür fährt eine französische Feldbatterie deutlich sichtbar geschützweise auf. Ich will das Feuer auf die Ziele lenken – und habe keine Fernsprechleitungen. Schließlich fährt eine unserer Begleit-Batterien hinter uns auf. Es beginnt der Artilleriekampf. Ich muß in einem alten französischen M.G.-Stand Deckung nehmen und habe keine Ahnung, wie das Gefecht steht. Da sehe ich, wie jemand sich sprungweise zu meinem Unterstand vorarbeitet. Ich glaube schon, ich würde jetzt vom Regiments-Adjutanten über die Lage unterrichtet werden, da sehe ich, daß es der alte Pape ist, der sonst die Regimentskuh betreut. Er weiß nichts von der Gefechtslage, aber er hat eine Flasche Wein zu unserer Stärkung. Niemand hat es ihm befohlen. Er setzt freiwillig sein Leben ein, um uns zu stärken. Schließlich kommt dann noch der Regiments-Adjutant Ltn. Schaaf und fragt sarkastisch, ob wir hier bleiben wollten. Da gehe ich denn noch einmal aus dem Stand und treffe die 2./236 mit ihrem Führer, Ltn. Körding im Vorgehen, kurz bevor er fiel. Ich gehe nach dem rechten Flügel, wo ich das Bataillon v. Wedel sah, stelle fest, daß wir rechts Anschluß haben und kehre reumütig in meinen alten Gefechtsstand zurück, um wieder die Arbeit des Regiments-Kommandeurs aufzunehmen, dessen Pflichten ich leichtsinnigerweise einige Stunden nicht ausgeübt hatte.“ Auch beim I./236 wird zunächst Raum gewonnen. Die 2./236 stößt von Höhe 148 aus genau nach Westen vor und nimmt die in gleicher Richtung verlaufende feindliche Stellung. Dabei erhält auch sie starkes Artillerie- und flankierendes M.G.-Feuer, so daß sie Deckung nehmen muß, und der Angriff ins Stocken kommt. Hier fällt an der Spitze der Kompanie ihr tapferer Führer, Ltn. Körding, ein in vielen Kämpfen und Patrouillenunternehmungen ausgezeichnet bewährter Offizier. Ein Artillerie-Volltreffer tötet ihn auf der Stelle. Die Führung der Kompanie muß Ltn. Poenisch übernehmen, der inzwischen die Führung der 3./236 wieder abgegeben und die Stelle des Ordonnanzoffiziers des Bataillons bekleidet hatte. Auch ihn ereilt, kaum daß er bei der Kompanie eingetroffen ist, das Schicksal. Eine Granate reißt ihm den linken Arm ab, und schwer verwundet wird er zurückgebracht. Die 4./236 verliert ihren Kompanie-Offizier Ltn. Häußner. Das Bataillon hat nur noch 3 Offiziere. Die 2./236 wird deshalb mit der 1./236 vereinigt. Am rechten Flügel des Regiments, beim II./236, liegen die Dinge ähnlich. Auch hier leistet der Gegner heftigen Widerstand. Von Ressons aus schiebt er Verstärkungen auf Ambleny vor. Nur mit harter Mühe und unter erheblichen Opfern gelingt es hier, etwa 2 km in der Tiefe zu gewinnen und den Gegner über Hignères zurückzudrängen. Der Ort bleibt in unserer Hand. Die Lage ist nun auf der ganzen Frontbreite des Regiments so, daß ohne wirksame Artilleriehilfe nicht weiter vorgegangen werden kann. Die Kompanien richten sich da, wo sie sind, zur Verteidigung ein. Eine neue Gliederung der Verbände wird vorgenommen. Das II./236, das nur noch sehr geringe Gefechtsstärke hat, wird als Regimentsreserve herausgezogen und zurückgenommen. Major von Wedel, der nachmittags den Gefechtsstand auf Höhe 148 besetzt hatte, bezieht Unterkunft in der Höhle bei der Ferme südlich Poussemy. Daselbst müssen zeitweise auch seine Kompanien Zuflucht suchen, da die eigene Artillerie, die offenbar über unsere vordere Linie wieder einmal nicht recht im Bilde ist, sie unter Feuer nimmt. Das I. und III./236 erhalten Befehl, je 2 Kompanien als Reserve auszuscheiden. Jedes der Bataillone erhält 1 Zug der 5./51 als Begleitartillerie zugeteilt. Hptm. Mayer bezieht am Abend mit seinem Stab den Gefechtsstand auf Höhe 148. Ihm hat die eigene Artillerie noch eine besondere Überraschung als Abendsegen zugedacht. Während Offiziere und Mannschaften des Stabes, der eingetretenen Gefechtsruhe und des schönen Abends sich erfreuend, auf dem Stollen im Freien sitzen, bricht plötzlich aus heiterem Himmel ein Gasgranatenüberfall über sie herein, sodaß alles schleunigst in den Stollen flüchten und die Gasmaske aufsetzen muß. Zunächst glaubt jeder, daß der Irrtum gleich bemerkt und das Gasschießen unterbrochen werde. Da das nicht der Fall ist, und die Luft im Stollen immer schlechter und stickiger wird, steigt Hptm. Mayer hinaus, und es glückt ihm, die nächste Strippe zu erreichen und sich mit der Artillerie in Verbindung zu setzen. Doch keine Batterie wollte die schuldige sein. Der ganze Stab war für einige Tage heiser und „zu Tränen gerührt“. Bis Mitternacht vom 4./5. Juni ist die Umgliederung der Truppe und Neueinteilung der Abschnitte beendet. Das III./236 liegt nun am rechten Flügel, anschließend nach links das I./236 mit weiterem Anschluß links an Regt. 235, das II./236 als Reserve rückwärts gestaffelt. Die Front des III./236 hat die Richtung nach Osten, die des I./236 nach Süden. Überall sind Sicherungspatrouillen vorgeschickt, die die Tätigkeit des Feindes zu überwachen haben. Im Laufe der Nacht teilt die Division mit, daß die allgemeine Gefechtslage einstweilen Stillstand der Angriffsorperationen an dieser Front bedinge und gewartet werden müsse, bis das Korps François weiter vorgekommen sei. „

Man begrub Rudolf Körding auf dem Soldatenfriedhof Vauxbuin in Block 4, Grab 231.

Leutnant Rudolf Körding war eng befreundet mit Feldhilfsarzt Dr. Fritz Guldenpfennig, dessen Schicksal ich morgen vorstellen werde.

Hilfsfeldarzt Dr. Fritz Güldenpfennig und Leutnant der Reserve Rudolf Körding

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.079: Joseph Schwarzmeier

Der Soldat Joseph Schwarzmeier stammte aus Bockenbach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Johanniskirchen, und war Landwirt (Ökonom). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 5. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 18.02.1916 fiel er im Alter von 33 Jahren bei Blangy (heute: Saint-Laurent-Blangy).

Über den Todeszeitrum und die Todesumstände von Joseph Schwarzmüller berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„1.2. – 1.3. Die Feurtätigkeit nahm bedeutend zu, außerdem traten schwere Geschütze und Minenwerfer neu hinzu. Das Feuer richtete sich in der Hauptsache auf Blangy. Auch die eigene Artillerietätigkeit war lebhaft. Die Hochbauten von Blangy, von denen aus der Gegner Einsicht in unsere Stellung hatte, wurde durch Mörserfeuer niedergelegt. In der Häuserreihe führte das nahe Zusammenstehen zu ständigen Reibungen. Um einen freien Raum zu schaffen, wurden zwei Häuser gesprengt und der Trichter von uns ausgebaut. Durch eine Patrouille wurde am 16. ein Toter eingebracht, wodurch das 11. französische Regiment festgestellt wurde. Ein Handgranatenangriff des Gegners auf unsere Sandsackbarrikade in Blangy wurde abgewiesen. Am 8. waren die Sappen vor die Stellung vorgetrieben, der Weiterbau wurde vorläufig eingestellt. In der Blangy-Stellung wurde eine einheitliche 1. Linie geschaffen und hier sowohl wie in der 1. Häuserreihe die Stellung aufgemauert. Am 2. wurde durch einen Frühkrepierer und Explosion des Munitionslagers der 3. Minenwerfer 2 Mann verschüttet und 12 Mann verwundet.“

Eine offizielle Grablagenmeldung ist für Joseph Schwarzmeier nicht vorhanden. Laut Sterbebild wurde er auf dem Friedhof in Saint-Laurent begraben. Ich vermute stark, dass er später auf den Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy umgebettet wurde. Aufgrund der heftigen Kampfhandlungen (Saint-Laurent wurde  im Krieg vollständig zerstört) wird sein Grab / seine Grabinschrift nicht mehr vorhanden gewesen zu sein, weshalb man seine Gebeine wahrscheinlich anonym in einem Massengrab dort beigesetzt hat.

Seine Heimatgemeinde Johanniskirchen gedenkt Joseph Schwarzmeier noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/johanniskirchen-emmersdorf_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Joseph Schwarzmeier
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Schwarzmeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.075: Johann Erlmeier

Der Soldat Johann Erlmeier wurde am 06.01.1891 geboren und stammte aus Habach in Bayern, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Johanniskirchen, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter und Fahrer in der 6. Batterie des 23. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Er wurde mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 09.10.1918 fiel er während der Kämpfe vor und in der Hermannstellung im Alter von 22 Jahren bei Busigny (Cambrai) durch einen Volltreffer.

Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Erlmeier berichtet die Regimentsgeschichte des 23. Feldartillerie-Regiments:

„9. Oktober: Das Regiment gehörte an diesem Tage zur Nachhut-Artillerie, deren Führung der Regiments-Kommandeur übernahm. Hauptmann Martin führte die bei B. eingesetzten Teile des Regiments. – 9 Uhr vormittags: Der Gegner leitet seinen Vorstoß gegen die Straße B. – Bohain durch heftiges Artilleriefeuer auf den erstgenannten Ort und dessen Ränder ein. – 9 Uhr 50: II und III/23, deren Stellungen unhaltbar geworden waren, machten auf Befehl einen sehr schwierigen Stellungswechsel durch die feindliche Feuerwalze hindurch und bezogen Aufnahme-Stellungen auf den Höhen nördlich Le Rond Point, vor allem zum Schutz unseres linken Flügels. – 11 Uhr 15: Der Gegner hat die Straße Busigny – Bohain erreicht. – Zwischen 11 und 12 Uhr wurde II/23 in eine Stellung dicht östlich La Haie – Menneresse nördlich der Straße nach Molain zurückgenommen. Bei Einbruch der Dunkelheit marschierte die Abteilung in die Gegend von Ribeauville in den Abschnitt der 3. Marine-Infanterie-Division, III/23 nach Wassigny zur 77. Infanterie-Division. Namentlich für die 3. Abteilung ist der Tag verlustreich gewesen.“

Offiziell ist für Johann Erlmeier keine Grablage belannt. Ich vermute jedoch, dass seine sterblichen Überreste, wen nach dem Volltreffer noch welche vorhanden waren, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Selvigny begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a. Fahrer Georg Scheid, gefallen am 09.10.1918 bei Busigny, begraben auf dem Soldatenfriedhof Selvigny in einem Massengrab.

Man gedenkt Johann Erlmeier in der Regimentsgeschichte des 23. bayerischen Feldartillerie-Regiments: http://www.denkmalprojekt.org/2010/vl_kgl_bay_23_far_wk1.htm

Sterbebild von Johann Erlmeier
Rückseite des Sterbebildes von Johann Erlmeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.071:Ludwig Bäuml

Der Soldat Ludwig Bäuml wurde am 28.02.1893 in Matzersreuth (Ortsteil der bayerischen Stadt Tirschenreuth) als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 7. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.06.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren während eines Gefechts bei Oppy in der Nähe von Arras.

Über den Todestag und die Todesumstände von Ludwig Bäuml berichtet die Regimentsgeschichte des 7. bayerischen Infanterie-Regiments:

„28.06.1917 Das Artilleriefeuer steigert sich Abends zum Trommelfeuer aller Kaliber auf Oppy und die anschließenden Abschnitte. Ein heftiger Wolkenbruch setzt ein, der den Angriff der englischen Massen verschleiert. I. Bataillon (Hauptmann Dietz) ist Kampfbataillon, III. Bataillon in Bereitschaft, II. Bataillon nach siebentägiger Abwesenheit von Quiery la Motte zurückgekommen. Der Angriff richtet sich besonders gegen den vorspringenden Teil der Stellung bei der 1. Kompanie, deren Offiziere Leutnant der Reserve Vogel und Schöller als erste fallen. Von der zweiten Linie wird dem Engländer Halt geboten. Auch bei der 2. Kompanie kommt der Feind nicht üpber die erste Linie hinaus, die 3. und 4. Kompanie werfen ihn in wiederholten Gegenstößen erfolgreich zurück. Hervorragenden Anteil an der Abwehr der anstürmenden Massen haben die Maschinengewehre.“

Man begrub Ludwig Bäuml auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Tischenreuth gedenkt Ludwig Bäuml noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2014/maehring_lk-tirschenreuth_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Josef und Ludwig Bäuml
Rückseite des Sterbebildes von Josef und Ludwig Bäuml

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.070: Josef Bäuml

Der Soldat Josef Bäuml wurde am 08.11.1891 in Matzersreuth (Ortsteil der bayerischen Stadt Tirschenreuth) als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 7. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.06.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren während eines Gefechts bei Oppy in der Nähe von Arras.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Bäuml berichtet die Regimentsgeschichte des 7. bayerischen Infanterie-Regiments:

„28.06.1917 Das Artilleriefeuer steigert sich Abends zum Trommelfeuer aller Kaliber auf Oppy und die anschließenden Abschnitte. Ein heftiger Wolkenbruch setzt ein, der den Angriff der englischen Massen verschleiert. I. Bataillon (Hauptmann Dietz) ist Kampfbataillon, III. Bataillon in Bereitschaft, II. Bataillon nach siebentägiger Abwesenheit von Quiery la Motte zurückgekommen. Der Angriff richtet sich besonders gegen den vorspringenden Teil der Stellung bei der 1. Kompanie, deren Offiziere Leutnant der Reserve Vogel und Schöller als erste fallen. Von der zweiten Linie wird dem Engländer Halt geboten. Auch bei der 2. Kompanie kommt der Feind nicht üpber die erste Linie hinaus, die 3. und 4. Kompanie werfen ihn in wiederholten Gegenstößen erfolgreich zurück. Hervorragenden Anteil an der Abwehr der anstürmenden Massen haben die Maschinengewehre.“

Man begrub Josef Bäuml auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Tischenreuth gedenkt Josef Bäuml noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2014/maehring_lk-tirschenreuth_wk1_wk2_bay.html

Morgen stelle ich seinen Bruder, Ludwig Bäuml vor.

Sterbebild von Josef und Ludwig Bäuml
Rückseite des Sterbebildes von Josef und Ludwig Bäuml

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.064: Heinrich Moeffert

Der Soldat Heinrich Moeffert stammte aus Nickenich, einer Gemeinde in der Nähe von Koblenz im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Im Ersten Weltkrieg diente er als Garde-Füsilier in der 3. Kompanie  des Lehr-Infanterie-Regiments in

Potsdam. Am 14.10.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während des südpolnischen Feldzugs bei Slowiki Nowe.

Die Lage des Grabes von Heinrich Moeffert ist unbekannt.

Heinrich Moeffert wird in einer Regimentsgeschichte des Lehr-Infanterie-Regiments erwähnt: http://www.denkmalprojekt.org/2012/geschichte_des_lehr-infanterie-regiments_m_wk1.html

Sterbebild von Heinrich Moeffert
Rückseite des Sterbebild von Heinrich Moeffert