Der Soldat Karl Gabriel stammte aus Laag, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Waidhofen, wurde am 16.12.1888 geboren und war Kleinbauer in Hinterkaifeck. Er war der Ehemann einer der 1922 ermordeten Menschen auf dem gleichnamigen Bauernhof und wurde post mortem verdächtigt, den Krieg überlebt und die Morde begangen zu haben.
Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 6. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 12.12.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren während der Stellungskämpfe im Artois bei Neuville.
Über den Todeszeitraum von Karl Gabriel berichtet die Regimentsgeschichte des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„05. – 23.12.1914 Fortdauer der Stellungskämpfe. Am 19.12. erwartete größere französische Angriffe erfolgten nicht. Schlechtes Wetter, viel Artilleriefeuer.“
Man begrub Karl Gabriel auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
