Gesichter des Krieges : Teil 24

In dieser Serie möchte ich Teile meiner Sammlung an Fotos von Soldaten aus der Zeit vor und während des Ersten Weltkrieges zeigen. Diese Fotos zeigen Männer, wie sie sich selbst darstellen wollten. Es sind keine spontan gemachten Fotos, die diese Männer in einer zufälligen Position mit zufälliger Mimik zeigen. In der damaligen Zeit wurden Fotos nicht „mal so nebenbei“ gemacht, sondern wohlüberlegt und sparsam. Fotos kosteten verhältnismäßig viel Geld und meist ging man für das Foto zu einem Fotografen. Wer besaß schon eine Kamera?

Sie sind die selbst dargestellte Portraits von Menschen, wie sie von anderen gesehen werden wollten.

Sie sollten häufig auch Objekt der Erinnerung sein, wenn Mann in den Krieg zog. Häufig blieb für Frau, Kinder, Eltern, Geschwister, Geliebte oder Freunde nur dieses Foto, da der Dargestellte fiel.

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Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 32: Gottfried Kinast

Gottfried Kinast wurde 1894 als Sohn eines Landwirts in Ebelsberg in Österreich geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er 46 Monate als Bormeister in der 4. Batterie des 52. Schweren Feldartillerie-Regimentes. Er wurde mit dem Truppenkreuz und mit der bronzenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Durch Krankheit starb er nach 48 monatigem Kriegsdienst im Epedemie-Spital Trient am 31.12.1918 in italienischer Kriegsgefangenschaft. Er wurde 24 Jahre alt.

Sterbebild von Gottfried Kinast
Sterbebild von Gottfried Kinast
Rückseite des Sterbebildes von Gottfried Kinast
Rückseite des Sterbebildes von Gottfried Kinast