Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.048: Otto Semmler

Der Soldat Otto Semmler wurde am 28.07.1893 in der bayerischen Stadt Eichstätt geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffiziers-Aspirant in der 1. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 04.06.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Thelus während der Frühjahrsschlacht bei La Bassée und Arras.

Offiziell ist für Otto Semmler keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Johann Kaspar Kopp, gefallen am 13.06.1915 bei Thelus, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Kaspar Baumgartner, gefallen am 05.06.1915 bei Thelus, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Johann Brandmeier, gefallen am 04.06.1915 bei Thelus, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Anton Seelos, gefallen am 05.06.1915 bei Thelus, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Eichstätt gedenkt Otto Semmler noch heute in einem Gedenkbuch: http://www.denkmalprojekt.org/2010/eichstaett_heldenbuch_wk1_bay.htm

 

Sterbebild von Otto Semmler
Rückseite des Sterbebildes vonOtto Semmler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.883: Karl Gillmeier

Der Soldat Karl Gillmeier stammte aus Kröhstorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldner). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 11. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.05.1915 wurde er während der Frühjahrsschlacht bei La Bassée und Arras bei Neuvill schwer verwundet. Am 30.05.1915 (Reghimentsgeschichte, Volksbund und Verlustlisten: 29.05.1915) verstarb er im Alter von 24 Jahren bei Tournai an seinen Wunden.

Über den Tag seiner schweren Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 13.05. traten keine entscheidenden Ereignisse ein. Der infanteristische Druck schien nachzulassen, die Hochspannung gelöst. Dafür wurde aber die Wut der feindlichen Artillerie mit ihrem Sperrfeuer auf alle wichtigen Kreuzungspunkte immer unerträglicher, hauptsächlich für die Gruppe am Bismarck-Haus, die mangels genügender Deckung nahezu schutzlos dem Granat- und Schrapnellhagel preisgegeben war. Auch die 4. Kompanie, die sich im Tsingtau-Weg vorgearbeitet hatte, hatte schweren Stand: der felsige Boden erschwerte das Eingraben; nur durch Sperren waren ihre beiden Flügel vom Feinde getrennt. Auch dieser arbeitete hier fleißig; wo er aber den Kopf aus dem Graben oder der Sappe streckte, wurde er abgeschossen.“

Man begrub Karl Gillmeier auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 14, Grab 892.

Seine Heimatgemeinde Köhstorf gedenkt Karl Gillmeier noch heute auf einem Denkmal http://www.denkmalprojekt.org/2011/eichendorf-kroehstorf_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Karl Gillmeier
Rückseite des Sterbebildes von Karl Gillmeier