Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.883: Karl Gillmeier

Der Soldat Karl Gillmeier stammte aus Kröhstorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldner). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 11. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.05.1915 wurde er während der Frühjahrsschlacht bei La Bassée und Arras bei Neuvill schwer verwundet. Am 30.05.1915 (Reghimentsgeschichte, Volksbund und Verlustlisten: 29.05.1915) verstarb er im Alter von 24 Jahren bei Tournai an seinen Wunden.

Über den Tag seiner schweren Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 13.05. traten keine entscheidenden Ereignisse ein. Der infanteristische Druck schien nachzulassen, die Hochspannung gelöst. Dafür wurde aber die Wut der feindlichen Artillerie mit ihrem Sperrfeuer auf alle wichtigen Kreuzungspunkte immer unerträglicher, hauptsächlich für die Gruppe am Bismarck-Haus, die mangels genügender Deckung nahezu schutzlos dem Granat- und Schrapnellhagel preisgegeben war. Auch die 4. Kompanie, die sich im Tsingtau-Weg vorgearbeitet hatte, hatte schweren Stand: der felsige Boden erschwerte das Eingraben; nur durch Sperren waren ihre beiden Flügel vom Feinde getrennt. Auch dieser arbeitete hier fleißig; wo er aber den Kopf aus dem Graben oder der Sappe streckte, wurde er abgeschossen.“

Man begrub Karl Gillmeier auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 14, Grab 892.

Seine Heimatgemeinde Köhstorf gedenkt Karl Gillmeier noch heute auf einem Denkmal http://www.denkmalprojekt.org/2011/eichendorf-kroehstorf_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Karl Gillmeier
Rückseite des Sterbebildes von Karl Gillmeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.882: Anton Stadler

Der Soldat Anton Stadler stammte aus Kröhstorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf. Sein Vater war Kleinbauer (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Kraftfahrer und Pionier in einer bayerischen Kraftfahrer-Kolonne. Am 23.10.1918 verstarb er im Alter von 29 Jahren im Kriegslazarett bayerische Abteilung 64 an einer Lungenentzündung.

Zunächst wurde er in Lokorent in Belgien begraben. Später bettete man seine Gebeine auf den Soldatenfriedhof Vladslo in Block 4, Grab 620 um.

Seine Heimatgemeinde Kröhstorf gedenkt Anton Stadler noch heute auf zwei Denkmälern: http://www.denkmalprojekt.org/2011/eichendorf-dornach_wk1u2_bay.htm und http://www.denkmalprojekt.org/2011/eichendorf-kroehstorf_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Anton Stadler
Rückseite des Sterbebildes von Anton Stadler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.850: Josef Eder

Der Soldat Josef Eder wurde am 17.03.1891 in Kröhstorf geboren , einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.11.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Spada, wenige Kilometer nördlich Saint-Mihiel, in der Nähe von Verdun.

Blick auf Spada 1914 – oben zu sehen: französische Schützengräben
Die Ortsdurchfahrt von Spada nach Maizey

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Eder berichtet die Regimentsgeschichte des 10. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 16.11.1914 3 Uhr nachmittags erfolgte ein überfallartiges Artilleriefeuer auf unsere Stellungen und alle rückwärtigen Verbindungen. Gegen das links vom Regiment liegende I. Bataillon 13. Infanterie-Regiment ging eine feindliche Schützenlinie vor und grub sich auf 600 Meter ein.

I./13. Infanterie-Regiment wurde durch Reserven des 10. Infanterie-Regiments verstärkt.

Die Nacht blieb ruhig – unsere Scheinwerfer waren ständig tätig.“

Man begrub Josef Eder auf dem Soldatenfriedhof Saint-Mihiel in Block 3, Grab 435.

Seine Heimatgemeinde Kröhstorf gedenkt Josef Eder noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/eichendorf-kroehstorf_wk1u2_bay.htm

und http://www.denkmalprojekt.org/2011/eichendorf-dornach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Eder
Rückseite des Sterbebildes von Josef Eder