Der jüdische Soldat Semmy Rothenberger wurde am 24.07.1883 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 116. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde am 24.09.1914 bei Servon schwer verwundet. Am 26.09.1914 verstarb er im Alter von 31 Jahren im Kriegslazarett 1 des XVIII. Armee-Korps in Sedan.
Man begrub Semmy Rothenberger auf dem jüdischen Teil des Neuen Friedhofs in Gießen.
Die Todesanzeige für Sammy Rothenberger im Gießener Anzeiger
Der Soldat Julius Scriba wurde am 21.02.1880 in der hessischen Stadt Babenhausen geboren und lebte in Maar, einem Ortsteil der hessischen Stadt Lauterbach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant und Kompanieführer in der 8. Kompanie des 168. Infanterie-Regiments. Am 15.09.1914 fiel er bei Servon in Frankreich während der Schlacht an der Marne.
Über den Todestag und die Todesumstände von Julius Scriba berichtet die Regimentsgeschichte des 168. Infanterie-Regiments:
„15. September: Regiment 168 erhält Befehl, Servon zu nehmen. Um 12.30 Uhr treten das III. und II. Bataillon an. Das I. Bataillon unterstützte den Angriff durch Feuer. In flottem Angriff wurde Servon genommen und dabei vier feindliche Geschütze erobert.
Das Regiment gräbt sich südlich des Ortes ein und verbleibt hier.
Am Abend setzte starkes Regenwetter ein.
Servon lag dauernd unter feindlichem Artilleriefeuer.“
Man begrub Julius Scriba auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt in Block 2, Grab 712.