Sonderbeitrag: Heinrich Geißler

Der Soldat Heinrich Geißler stammte aus der hessischen Stadt Staufenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann und Musketier in der 8. Kompanie des 116. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 04.10.1914 (Regimentsgeschichte: 05.10.1914) verstarb er in einem Lazarett in Dun-sur-Meuse im Alter von 28 Jahren, nachdem er zuvor am 24.09.1914 bei Servon im Kampf in den Ardennen schwer verwundet worden war.

Über den Tag der schweren Verwundung von Heinrich Geißler berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Reserve-Infanterie-Regiments:

„24. 9. 14. Morgens Befehl zum Erneuern des Angriffs. R.I.R. 116 auch in vorderster Linie. 12 Uhr soll ohne Rücksicht auf die Nachbarn an= getreten werden. Sofort setzt heftiges feindliches Artilleriefeuer ein, I. gewinnt Gelände, II. nicht. Abends Befehl, nach Absuchen des Ge= fechtsfeldes in die alte Stellung zurückzugehen. Verluste: 8 Offiziere und Offizierstellvertreter. Gefallen Offz.Stellv. Ringen; verwundet Oblt. d. R. Ockel, Oblt. d. L. Sprengel, Lt. d. R. Stimmel, Schemenski, Offz.Stellv. Handwerk, Schürmann, Anton. Verluste an Unteroffizieren und Mannschaften: 30 tot, 104 verwundet. Die Gefechtsstärke des Regiments beträgt noch 15 Offiziere, 1094 Unteroffiziere und Mannschaften. Ausgerückt war das Regiment mit 71 Offizieren, 2852 Unteroffizieren und Mannschaften.“

Die Lage des Grabes von Heinrich Geißler ist nicht zu ermitteln. Ich gehe jedoch fest davon aus, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Dun-sur-Meuse beigesetzt wurde, in dem Ort, in dem er starb.

Die Todesanzeige für Heinrich Geißler im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Sammy Rothenberger

Der jüdische Soldat Semmy Rothenberger wurde am 24.07.1883 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 116. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde am 24.09.1914 bei Servon schwer verwundet. Am 26.09.1914 verstarb er im Alter von 31 Jahren im Kriegslazarett 1 des XVIII. Armee-Korps in Sedan.

Man begrub Semmy Rothenberger auf dem jüdischen Teil des Neuen Friedhofs in Gießen.

Die Todesanzeige für Sammy Rothenberger im Gießener Anzeiger

Gefallene Soldaten aus Mittelhessen: Julius Scriba

Der Soldat Julius Scriba wurde am 21.02.1880 in der hessischen Stadt Babenhausen geboren und lebte in Maar, einem Ortsteil der hessischen Stadt Lauterbach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant und Kompanieführer in der 8. Kompanie des 168. Infanterie-Regiments. Am 15.09.1914 fiel er bei Servon in Frankreich während der Schlacht an der Marne.

Über den Todestag und die Todesumstände von Julius Scriba berichtet die Regimentsgeschichte des 168. Infanterie-Regiments:

„15. September: Regiment 168 erhält Befehl, Servon zu nehmen. Um 12.30 Uhr treten das III. und II. Bataillon an. Das I. Bataillon unterstützte den Angriff durch Feuer. In flottem Angriff wurde Servon genommen und dabei vier feindliche Geschütze erobert.

Das Regiment gräbt sich südlich des Ortes ein und verbleibt hier.

Am Abend setzte starkes Regenwetter ein.

Servon lag dauernd unter feindlichem Artilleriefeuer.“

Man begrub Julius Scriba auf dem Soldatenfriedhof Servon-Melzicourt in Block 2, Grab 712.

In seiner Heimatstadt Babenhausen gedenkt man Julius Scriba noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/babenhausen-langstadt_frdh_wk1u2_hess.htm

Die Todesanzeige für Julius Scriba im Gießener Anzeiger vom 26.09.1914