Sonderbeitrag: Oberleutnant Adolf Leib

Der Soldat Adolf Leib stammte aus der hessischen Universitätsstadt Gießen und war kaiserlicher Bankbuchhalter in der Reichsbanknebenstelle in Konstanz . Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant des Reserve und Kompanieführer der 7. Kompanie des  418. Infanterie-Regiments. Eigentlich gehörte er zum 87. Infanterie-Regiment, war aber abgeordnet. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille  aus. Am 25.10.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun in Frankreich.

Man begrub Adolf Leib auf dem Soldatenfriedhof Amel-sur-l’Etang in Block 2, Grab 397.

Die Todesanzeige für Adolf Leib im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Der Lehrer Adam Kaiser

Der Lehrer Adam Kaiser stammte aus Langenhain, heute ein Teil der Ortschaft Langenhain-Ziegenberg, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Ober-Mörlen. Er war vermutlich Lehrer in Auerbach, einem Teil der Stadt hessischen Bensheim Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 2. Kompanie des 118. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.09.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren, vermutlich bei der Erstürmung der französischen Stellungen beiderseits der Souville-Schlucht.

Der Sterbeort von Adam Kaiser:

Die Lage des Grabes von Adam Kaiser ist unbekannt.

In seiner Heimatstadt Auerbach gedenkt man Adam Kaier noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/auerbach_stadt-bensheim_kreis-bergstrasse_wk1_hs.html

Die Todesanzeige für den Lehrer Adam Kaiser im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Walter Ziemssen

Der Soldat Walter Ziemssen wurde am 04.12.1875 in Graudenz (seit 1945 polnisch: Grudziądz) geboren und lebte in Bad Honnef im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann und Kompanieführer in der 9. Kompanie des 112. Infanterie-Regiments. Am 09.08.1914 fiel er im Alter von 38 Jahren bei Rixheim.

Man begrub Walter Ziemssen auf dem Soldatenfriedhof Illfurth in Block 7, Grab 52.

In seiner Heimatstadt Bad Honnef gedenkt man Walter Ziemssen noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/bad_honnef_wk1_nrw.htm, ebenso in Stralsund (St. Marien) im heutigen Bundesland  Mecklenburg-Vorpommern: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/stralsund_st_marien_wk1_ziemssen_mvp.htm

Das Grab von Walter Ziemssen auf dem Soldatenfriedhof Illfurth

Sonderbeitrag: Major Ludwig Schaake

Der Soldat Ludwig Schaake stammte aus Cosel in Schlesien (seit 1945 polnisch: Koźle) Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Major im Stab des III. Bataillons des 112. Infanterie-Regiments. Am 09.08.1914 fiel er nahe Mülhausen (französisch: Mulhouse) bei Rixheim.

Man begrub Ludwig Schaake auf dem Soldatenfriedhof Illfurth in Block 7, Grab 16.

Das Grab von Major Ludwig Schaake auf dem Soldatenfriedhof Illfurth

Sonderbeitrag: Das Grab des ersten gefallenen deutschen Soldaten im Ersten Weltkrieg

Albert Mayer

Der Soldat Albert Otto Walter Mayer wurde am 24.04.1892 in Magdeburg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant im 5. Jäger-Regiment zu Pferd. Er fiel als Patrouillenführer und erster deutscher Soldat am 02.08.1914 bei Delle im Raum Belfort.

 

 

 

Über den Todestag und die Todesumstände von Albert Mayer berichtet der damalige Gefreite Heinze in der Regimentsgeschichte des 5. Jäger-Regiments zu Pferd:

„Ich war im Jahre 1914 Gefreiter bei der 3. Eskadron des Jäger‑Regiments zu Pferde Nr. 5. Am 1. August 1914, nachmittags 4³⁰, rückte unsere Eskadron aus Mühlhausen nach der Grenze. In Wahlbach wurde eine Offizierspatrouille gebildet, bestehend aus Leutnant Mayer, mir als Gefreiten, ferner den Jägern Peters, Hillbrint, Platt, Martin und Grigo. Ob noch mehrere Reiter bei dieser Patrouille waren, ist mir unbekannt. Von Wahlbach ritt die Patrouille nach Bisel, wo wir in einer Wirtschaft, ich glaube im „Schwanen“, Quartier nahmen. Die Pferde wurden im Stall abgesattelt und die Mannschaften blieben im Stall bei ihnen. Leutnant Mayer richtete sich in der Wirtschaft ein Nachtlager ein. Am Westausgang des Dorfes wurde ein Doppelposten aufgestellt.
Am 2. August 1914, vormittags 10 Uhr, erhielten wir Befehl, über die Grenze zu reiten, um Erkundungen über feindliche Truppenansammlungen u.s.w. einzuholen. Der Befehl, über die Grenze zu gehen, wurde, soviel ich weiß, von einem Radfahrer überbracht. Leutnant Mayer gab sofort Befehl zum Satteln und wir ritten am Südlings vorbei über die Grenze 3 km westlich Mr. Gepst und kamen auf Courtelevant, wo wir im Trabe durchritten, ohne feindliche Posten zu bemerken und ohne beschossen zu werden. Wir ritten weiter nach Faverois, wo wir am Eingang des Dorfes französische Soldaten sahen. Wir machten einen Umweg und kamen am anderen Dorfrande wieder auf die Hauptstraße nach Joncherey. Kurz darauf wurden wir von hinten beschossen, jedoch wurde niemand von uns verletzt. Als wir ungefähr den halben Weg nach Faverois zurückgelegt hatten, bemerkten wir, daß uns französische Soldaten folgten und herankamen. Etwa 10 m vor uns stand ein französischer Radfahrer, der sofort nach Faverois zurückritt. Wir ritten nach Joncherey weiter. Rechts der Chaussee war eine mit Gestrüpp bewachsene Böschung und dahinter ein kleiner Hügel. Als wir die ersten Häuser erreichten, sahen wir im Gebüsch rechts der Chaussee einen französischen Doppelposten stehen. Die beiden Soldaten standen etwa bis zur Brust im Gebüsch und hielten Gewehr bei Fuß. Der Posten sah uns zunächst nicht und wir ritten nur etwa 10 m rechts von der Chaussee und mit leichtem Trabe an ihm vorüber. Leutnant Mayer gab uns Zeichen zum Aufmarsch und Angriffsstellung. Wir ritten in zwei Linien und zwar Leutnant Mayer, ich, Peters, Lirbrink und Platt in erster Linie, die übrigen Jäger in der zweiten Linie.

Mit gefällter Lanze ritten wir in langem Galopp auf den französischen Posten zu. Die Franzosen bemerkten uns erst, als wir nur noch einige Schritte entfernt waren. Sie schienen vollständig erschrocken und überrascht zu sein und wollten noch im letzten Augenblick die uns gegenüberliegende Böschung hinauflaufen. In diesem Augenblick hatten wir sie erreicht und Leutnant Mayer hieb dem einen mit seinem Pallasch über den Kopf, während ich dem anderen meine Lanze niederschoß. Hierbei verlor ich meine Lanze, da der Mann umfiel und die Lanze mit sich riß. Ob die Lanze ihn in den Kleidern oder in der Brust getroffen hatte, konnte ich später beim Herüberreiten nicht mehr feststellen, da er regungslos auf dem Boden lag. Ob er tot war, kann ich nicht sagen. Dieser erste Zusammenstoß war an dem Feldwege, der parallel mit der Chaussee oberhalb der Böschung läuft. Hieb und Stich gegen die beiden Franzosen erfolgten nach links, so daß dieselben nach links die Chaussee hinunterfielen.

Ob die beiden Franzosen hinter uns wieder aufgestanden sind und hinter uns her geschossen haben, kann ich nicht sagen, auf jeden Fall wurde von hinten auf uns geschossen.

Wir ritten nun weiter und kurz nach diesem Vorfall erblickten wir am Ende des Feldweges eine französische Feldwache in Stärke von etwa 15 Mann, die in geschlossener Gruppe zusammenstanden und uns erst sahen, als wir auf etwa 40 Meter herankamen. Ich rief dem Leutnant Mayer zu: „Jetzt sind wir dicht bei ihnen!“ Leutnant Mayer rief zurück: „Halt nicht, nur durch!“ Er sah sich nach uns um und ritt in schnellem Galopp voran. Im Galopp riefen wir „Hurra“. Es ist anzunehmen, daß die Franzosen ebenso erschrocken waren, es seien eigene Reiter, bis sie uns erkannten. Sie schossen dann aus fester Überzeugung, daß sie den Meinen nach allen Seiten hin herum und gleichzeitig auf uns geschossen. Erst als wir die Gruppe hinter uns hatten, eröffneten sie vom Chausseegraben aus, wohin sie geflüchtet waren, das Feuer. Beim Durchbruch durch die Feldwache machten wir von unserer Waffe keinen Gebrauch, da wir bestrebt waren, durchzukommen und die Franzosen gleich in den Chausseegraben flüchteten. Ich hatte, da ich meine Lanze verloren hatte, den Degen genommen, auch Leutnant Mayer hatte noch seinen Pallasch in der Hand. Mit Bestimmtheit kann ich sagen, daß wir von unserer Schußwaffe keinen Gebrauch machten.

Nachdem wir etwa 50 Meter weiter geschlossen rechts und links der Chaussee zugeritten waren und von der Feldwache aus starkes Feuer erhielten, stürzte Leutnant Mayer vom Pferd. Ich wendete mich um und sah, wie er eine Handbewegung zum Weiterreiten machte. Ich war nun allein vorne. Das Pferd von Leutnant Mayer sprengte uns nach. Vor uns lag die Ortschaft Joncherey, wo der Dorfeingang mit Barrikaden gesperrt war. Hinter den Barrikaden sah ich deutlich die Franzosen hin- und herlaufen. Ich rief den Leuten zu: „alles rechts raus!“, um den nächsten Waldrand, der etwa 200 Meter entfernt war, zu erreichen. Wir bogen nun alle rechts ab, während das Pferd von Leutnant Mayer auf der Hauptstraße blieb und nach Joncherey lief. Wir ritten ausgezeichnet dem Walde entgegen und bekamen ununterbrochen lebhaftes Feuer auf der Schußfahrt her. Die vor dem Walde gelegene Wiese war sehr sumpfig, und die Pferde kamen nur sehr langsam vorwärts. Ich sah noch Pferde und Platt vom Pferde fallen. Wir ritten bis an den Waldrand. Das Feuer war nun schwächer geworden, und wir gelangten glücklich in den Wald. Ich ritt noch etwa 100 Meter weiter und hielt dann an. Das Feuer war nun ganz eingestellt. Von anderen Jägern habe ich nichts mehr gesehen. Wir ritten nun etwa 200 Meter im Walde und kamen auf einen schmalen, von einem querlaufenden Bach durchflossenen Weg. Wir ritten diesen Weg entlang und kamen auf eine Chaussee, die von Joncherey nach Belfort führt. Wir ritten diese Chaussee entlang und kamen bald auf die Höhe, von der man Belfort sehen konnte. Ich rief: „Da ist Belfort!“, und wir ritten weiter. Hierauf ritt die Eskadron in Bisel ein.

Leutnant Mayer war an der Schläfe und am Oberschenkel getroffen worden; er war der erste deutsche Offizier, der im Weltkriege fiel. Er wurde auf dem Dorffriedhof in Joncherey von den französischen Soldaten mit militärischen Ehren beigesetzt. Der katholische Ortsgeistliche vollzog die religiöse Handlung. Sein Grab pflegte jahrelang der Geistliche. Die Franzosen ehrten Leutnant Mayer als einen ehrlichen deutschen Kämpfer. Jetzt ruht er auf dem Soldatenfriedhof in Altkirch, wohin ihn die Franzosen nach dem Kriege gebracht haben. Erst später benutzte Frankreich auch den Todesritt des Leutnants Mayer zur Stimmungsmache gegen Deutschland. Der französische Soldat, den Mayer mit seinem Pallasch getroffen hatte, wurde tot, von drei Schüssen durchbohrt, aufgefunden. Es war dies der Korporal Peugeot, der erste im Weltkriege gefallene Franzose. Frankreich behauptete, Peugeot wäre von Mayer mit drei Schüssen niedergestreckt worden, ehe er selbst fiel. Dieser Behauptung ist die Aussage Heinsings gegenüber. Nach kavalleristischer Erfahrung ist es auch ganz ausgeschlossen, daß ein Reiter im langen Galopp einen Menschen mit der Revolverladung treffen kann. Wahrscheinlich ist Peugeot in der Verwirrung durch eigene Schüsse der Franzosen getroffen worden.“

Albert Mayer

Sterbeort und erste Grablage von Albert Mayer:

Französische Soldaten begrub Walter Mayer zunächst mit allen Ehren in Jonchéry, man bettet ihn aber später nach dem Krieg auf den Soldatenfriedhof Illfurth in Block 4, Grab 181 um.

Das Grab von Albert Mayer auf dem Soldatenfriedhof Illfurth

Sonderbeitrag: Karl Predeck

Heute ist der 110. Todestag von Karl Predeck. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Unteroffizier in der Haubitzen-Batterie des 5. Sturm-Bataillon Rohr. Am 07.03.1916 starb er nach schwerer Verwundung während der Schlacht um Verdun bei Mogeville im Lazarett Reserve-Kompanie 19.

Man begrub Karl Predeck zunächst auf dem Friedhof von Mogeville, später bettete man ihn auf de Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in Block 2, Grab 28 um.

Das Grab von Karl Predeck auf dem Friedhof von Mogeville – im Hintergrund das abgeschossene Christusbild

Sonderbeitrag: Ernst Paulus

Der Soldat Ernst Paulus stammte aus Zürich (Schweiz). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 399. bayerischn Fußartillerie-Batterie. Am 06.08.1916 verstarb er im Alter von 20 Jahren, nachdem er zuvor am 05.08.1916 während der Kämpfe in den Vogesen schwer verwundet worden war.

Man begrub Ernst Paulus auf dem Soldatenfriedhof Bisping in Grab 41. Ich konnte dieser Tage sein Grab besuchen. Ein Foto des Grabes findet man unten auf dieser Seite.

Im Münchner Stadtteil Thalkirchen gedenkt man Ernst Paulus noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/thalkirchen-st-maria_stadt-muenchen_wk1_bay.html

Die Todesanzeige für Ernst Paulus
Das Grab des Soldaten Ernst auf dem Soldatenfriedhof Bisping

Sonderbeitrag: Hermann Hugo [1870/71]

Der Soldat Hermann Hugo wurde am 02.01.1846 in der Stadt Düsseldorf geboren – heute Landeshauptstadt des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 kämpfte er als Secon-Leutnant im 1. Bataillon des 24. Infanterie-Regiments. Am 16.08.1870 fiel er bei Vionville durch einen Kopfschuss. Hermann Hugo wurde 24 Jahre alt.

Man begrub Hermann Hugo auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte.

Das Grab von Adolph Rechtern und Hermann Hugo auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte

Sonderbeitrag: Major Adolph Rechtern [1870/71]

Der Soldat Adolph Ludwig Rechtern wurde am 18.07.1823 geboren und stammte aus Holtorf in Hannover. Im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 kämpfte er als Major und Kommandeur des 2. Bataillons des 24. Infanterie-Regiments.  Er wurde am 16.08.1870 bei Vionville schwer verwundet und starb an seinen Wunden am 17.08.1870 im Lazarett Tronville.

Man begrub Adolph Rechtern auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte.

In Neurupin in Brandenburg gedenkt man Major Adolph Rechtern noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2024/neuruppin-museum_lk-ostprignitz-ruppin_1864-71_brb.html

Das Grab von Adolph Rechtern und Hermann Hugo auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte

Gefallene Soldaten aus Mittelhessen: Curt Kaufmann

Der Soldat Curt Kaufmann stammte aus der hessischen Stadt Gießen und war von Beruf Rechtsanwalt in einer eigenen Kanzlei (Rechtsanwaltskanzlei Justizrat Hermann Katz und Carl Kaufmann), zusammen mit Justitzrat Hermann Katz. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Feldwebelleutnant in der 8. Kompanie des 116. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 09.09.1914 fiel er im Alter von 39 Jahren während der Schlacht an der Marne.

Über den Todestag und die Todesumstände von Curt Kaufmann berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Strahlend geht die Sonne am 09.09.1914 auf. Schon am frühen Morgen greift der Gegner mit Energie aus Châtel Raould, Château Beaucamp und den Waldstücken westlich davon an; er wird vom Regiment, das durch vier sächsische Maschinengewehre verstärkt ist, abgewiesen und geht fluchtartig zurück. Nunmehr setzt das Artilleriefeuer unter Leitung durch Flieger mit verstärkter Heftigkeit ein; wieder, wie auch am Vortage, müssen Teile von der Höhe in Deckung genommen werden. Am Nachmittag nimmt das feindliche Artilleriefeuer noch an Stärke zu; das Regiment hält in guter Disziplin aus, obwohl stärkere Veruste eintreten. Weitere Vorstöße des Gegners bleiben ohne Erfolg.

Um 3 Uhr nachmittags erreicht die Schlacht ihren Höhepunkt, das Vorgehen der Deutschen beginnt. Als die Sonne sinkt, ist der linke Flügel der französischen Armee bei Humbauville umfasst; VIII. Armee-Korps und VIII. Reserve-Korps rückt von Vitry auf St. Rémy vor; das große Tor zum deutschen Durchbruch ist geöffnet, der Sieg winkt. Aber die deutsche 4. Armee darf nicht mehr darnach greifen, auch sie hat der Rückzugsbefehl erreicht.

Am Abend des 09.09. trifft für das Regiment wie auch für die Sachsen der Rückzugsbefehl ein; nach Einbruch der Dunkelheit beginnt die Bewegung. Das Regiment deckt die zurückgehende Artillerie; III. nimmt 10 Uhr abends eine Aufnahmestellung an Höhe 186, am Morgen gegen 5 Uhr eine solche bei der Zahl 129 ein.“

Man begrub Curt Kaufmann auf dem Soldatenfriedhof Vitry-le-Francois in Block A, Grab 4.

Todesanzeige des Männer-Turnvereins Gießen für Curt Kaufmann im Gießener Anzeiger vom 23.09.1914
Todesanzeige der Rechtsanwaltskanzlei Justizrat Hermann Katz und Carl Kaufmann für Curt Kaufmann im Gießener Anzeiger vom 23.09.1914
Todesanzeige für Curt Kaufmann im Gießener Anzeiger vom 23.09.1914