Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.084: Karl Höher

Der Soldat Karl Höher wurde am 04.09.1888 in Hirschzell geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Kaufbeuren, und lebte als Sohn eines Landwirts in Stöttwang. Er selbst war Bäcker. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.02.1915 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Foucaucourt-en-Santerre in Nordfrankreich, rund vier Kilometer entfernt von Estrées-Deniécourt, das irrtümlich auf dem Sterbebild angegeben wurde.

Offiziell ist für Karl Höher keine Grablage bekannt, vermutlich wurde sein Grab auf einem Feldfriedhof in der Nähe seines Sterbeortes wäöhrend der Kämpfe verwüstet und seine Identität nicht mehr zuordbar. Ich vermute daher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem rund 3 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof  Vermandovillers begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Alfons Loser, gefallen am 23.05.1915 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Franz Albrecht, gefallen am 24.04.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Reservist Josef Kleiner, gefallen am 25.12.1914 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Georg Köberle, gefallen am 18.01.1915 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Klemens Bauernfeind, gefallen am 03.12.1914 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Stöttwang gedenkt Karl Höher noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/stoettwang_lkr-ostallgaeu_wk1_wk2_by.html

Sterbebild von Karl Höher
Rückseite des Sterbebildes von Karl Höher

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.030: Leonhard Hungerhuber

Der Soldat Leonhard Hungerhuber stammte aus Maierstetten, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war der Sohn eines Landwirts (Sammersohn). Er selbst war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während eines Vorhutgefechts bei Lihons an der Somme.

Über den Todestag und die Todesumstände von Leonhard Hungerhuber berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

„24.09.1914 5.30 Uhr vormittags bei Brie über die Somme. Villers-Carbonnel wird vom III. Bataillon genommen; weiter über Estrées nach Soyecourt. Das Regiment geht um 4 Uhr nachmittags beiderseits der Straße Vermandovillers – Lihons zum Angriff vor. Bis 7 Uhr abends ist der Angriff noch nicht ganz bis Lihons herangetragen. Die Nacht wird in den erkämpften Stellungen verbracht.“

Die Lage des Grabes von Leonhard Hungerhuber ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, der nur 9 Kilometer von seinem Sterbeort entfernt ist, und auf dem auch seine Kameraden der 12. Kompanie beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Joseph Dankesreiter, gefallen am 25.09.1914 bei Vermandovillers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Hermann Heinrich Mankel, gefallen am 27.09.1914 bei Vermandovillers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Hans Bullemer, gefallen am 27.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Seine letzte Heimatgemeinde Altenmark an der Alz gedenkt Leonhard Hungerhuber noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2019/rabenden_gde-altenmarkt-a-d-alz_lk-traunstein_bay.html

 

Sterbebild von Leonhard Hungerhuber
Rückseite des Sterbebildes von Leonhard Hungerhuber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.700: Lorenz Grötzinger

Der Soldat Lorenz Grötzinger stammte aus Mühlen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeidne Vilsbiburg, und war der Sohn eines Landwirts (Schwabenbauerssohn). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 2. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.09.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Estrées-Deniécourt an der Somme.

Die Lage des Grabes von Lorenz Grötzinger ist offiziell unbekannt. Ich vermute, dass er, wenn seine Gebeine bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Lorenz Holzner, gefallen am 08.10.1914 bei Chaulnes, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Oberleutnant Andreas Sedlmeier, gefallen am 05.10.1914 bei Chaulnes, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Xaver Kaspar, gefallen am 25.09.1914 bei Chaulnes, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 4, Grab 1.026;
  • Reservist Alois Pichlmeier, gefallen am 25.09.1914 bei Chaulnes, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeidne Vilsbiburg gedenkt Lorenz Grötzinger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/vilsbiburg_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Lorenz Grötzinger
Rückseite des Sterbebildes von Lorenz Grötzinger