Der Soldat Johann Forstner wurde am 01.01.1895 in Englmannsberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Reisbach, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 2. Maschinengewehr-Abteilung des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Anfang 1917 wurde er im Gefecht leicht verwundet. Am 15.05.1917 fiel er während der Doppelschlacht an der Aisne und in der Champagne im Alter von 22 Jahren in der Nähe von Marchais bei Reims in Frankreich. Hier fanden die Kämpfe am Chemin des Dames statt.
Die Lage des Grabes von Johann Forster ist unbekannt. Ich könnte mir vorstellen, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Laon – Champ de Manoeuvre“ begraben wurde, wo man auch Regimentskameraden von ihm beigesetzt hat, u. a.
Oberleutnant Otto Ritter von Rompf, gefallen am 20.05.1917, begraben auf dem Soldatenfriedhof Laon – Champ de Manoeuvre“ in Block 2, Grab 111;
Leutnant Franz Rauh, gefallen am 16.06.1917, begraben auf dem Soldatenfriedhof Laon – Champ de Manoeuvre“ in Block 1, Grab 223;
Sterbebild von Johann und Willibald ForstnerRückseite des Sterbebildes von Johann und Willibald Forstner
Der Soldat Johann Nachreiner stammte aus Oberwalchen, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Traunreut, und war der Sohn eines Kleinbauern (Zenz-Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Seit dem 03.10.1914 gilt er als vermisst. Ich vermute jedoch aufgrund der Datenlage, dass er am 24.09.1914 fiel. Zuletzt war er nach meinen Recherchen bei Lihons eingesetzt, rund 4 Kilometer von seinem Grab entfernt. Er wurde 22 Jahre alt.
Man begrub Johann Nachreiner auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Der Soldat Leonhard Hungerhuber stammte aus Maierstetten, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war der Sohn eines Landwirts (Sammersohn). Er selbst war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während eines Vorhutgefechts bei Lihons an der Somme.
Über den Todestag und die Todesumstände von Leonhard Hungerhuber berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„24.09.1914 5.30 Uhr vormittags bei Brie über die Somme. Villers-Carbonnel wird vom III. Bataillon genommen; weiter über Estrées nach Soyecourt. Das Regiment geht um 4 Uhr nachmittags beiderseits der Straße Vermandovillers – Lihons zum Angriff vor. Bis 7 Uhr abends ist der Angriff noch nicht ganz bis Lihons herangetragen. Die Nacht wird in den erkämpften Stellungen verbracht.“
Die Lage des Grabes von Leonhard Hungerhuber ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, der nur 9 Kilometer von seinem Sterbeort entfernt ist, und auf dem auch seine Kameraden der 12. Kompanie beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Unteroffizier Joseph Dankesreiter, gefallen am 25.09.1914 bei Vermandovillers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Unteroffizier Hermann Heinrich Mankel, gefallen am 27.09.1914 bei Vermandovillers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Unteroffizier Hans Bullemer, gefallen am 27.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Der Soldat Martin Bächler stammte aus der bayerischen Gemeinde Reischach und war Schreinermeister. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 9. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regimenta. Am 25.08.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren bei Mamez an der Somme.
Man begrub Martin Bächler auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Martin BächlerRückseite des Sterbebildes von Martin Bächler
Alois Münch stammte aus Schildorn, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Bad Griesbach im Rottal, lebte in Unterstattenbach, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 2. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.08.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren während des Gefechts bei Ménil-sur-Belvitte in den Vogesen.
Über den Todestag und die Todesumstände von Alois Münich berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
“ 27.08.1914 Der Gegner hat uns nun auf ein Gefechtsfeld gezogen, das in der Nähe seiner Sperrfestungslinie gelegen, von ihm wie ein Artillerieschießplatz vorbereitet ist. Die Folge dieses uns ungünstigen Umstandes sollte schon am Morgen zbsere Maschinengewehr-Kompanie zu fühlen bekommen. Sie wurde von einem feindlichen Feuerüberfall gepackt, verlor fast die Hälfte ihrer Mannschaften und Pferde und ihren braven Führer, Hauptmann Wegelin, der zu Tode verwundet war. Am Nachmittag dieses Tages erging erneuter Angriffsbefehl zum Vorgehen in südwestlicher Richtung, linker Flügel allgemeine Richtung gegen Angelemont. Das Regiment geht in prächtiger Haltung und in ausgezeichneter Ordnung vor. Die Verluste sind erträglich, leider fällt auch unser braver junger Leutnant Wetter. Am Abend sind die Gefechtsziele erreicht, I. Bataillon ist in Bois de la Conche eingedrungen, in dem sich noch Waldgefechte abspielen. Die Nacht lässt es rätlich erscheinen, die in den Wald gedrungenen Teile des Regiments an dessen Nordrand zurückzunehmen und geschlossen dort zu biwaktieren mit Anschluss rechts an das Infanterie-Leib-Regiment, links an das 16. Infanterie-Regiment.“
Die Lage des Grabes von Alois Münich ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass sein Leichnam, wenn er bis heute geborgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Hauptmann Cäsar Wegelin, gefallen am 27.08.1914 bei Menil, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab;
Hauptmann Felix Bedall, geboren am 21.04.1877 in München, gefallen am 28.08.1914 bei Château de Villers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab;
Leutnant Friedrich Vetter, gefallen am 28.08.1914 bei Menil, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab.
Sterbebild von Alois MünchRückseite des Sterbebildes von Alois Münch
Der Soldat Alois Gmeindl stammte aus Ed, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war der Sohn eines Ziegeleibesitzers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 14.04.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren im Stellungskampf vor Mametz – Montauban-de-Picardie bei Mametz in Folge einer Verwundung durch einen Granatsplitter.
Man begrub Alois Gmeindl auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Alois GmeindlRückseite des Sterbebildes von Alois Gmeindl
Der Soldat Georg Henle stammte aus der bayerischen Landeshauptstadt München. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Degenfähnrich und Offiziersstellvertreter in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 25.09.1914 fiel er beim ersten Angriff auf Lihons während eines Nachtgefechts.
Über den Todestag von Georg Henle berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„24.09.1914 5.30 Uhr vormittags bei Brie über die Somme. Villers Carbonnel wird vom III. Bataillon genommen; weiter über Ertrées nach Soyecourt. Das Regiment geht um 4 Uhr nachmittags beiderseits der Straße Vermandovillers – Lihons zum Angriff vor. Bis 7 Uhr abends ist der Angriff noch nicht ganz bis Lihons herangetragen. Die Nacht wird in den erkämpften Stellungen verbracht.
25.09.1914 Auch in den ersten Nachmittagsstunden gelingt es nicht, Lihons zu nehmen. Um 5.40 Uhr erhält das Regiment Befehl, zum Sturm. Nach Artilleriebeschießung gehen I. und III. Bataillon und II./16. Infanterie-Regiment zum Sturm vor; sie erreichen nur mit Teilen den Ortsrand und müssen etwa Meter von Lihons entfernt in Stellung gehen. II. Bataillon dringt bis zum Feldweg Lihons – Herbévillers vor. Die Verluste sind sehr beträchtlich.“
Die Lage des Grabes von Georg Henle ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, der nur rund 3 Kilometer von seinem Sterbeort entfernt ist und auf dem auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die am gleichen Tag fielen, u. a.
Unteroffizier August Leinauer, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Alois Popp, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Markus Bergmeier, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Johann Stadler, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sein Bruder, Walter Henle, Oberleutnant der Reserve und Kompanieführer in der 6. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, der auf der nachfolgenden Todesanzeige noch als Trauernder aufgeführt wurde, fiel am rund fünf Wochen später am 03.11.1914 in Belgien und wurde auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block D, Grab 47 begraben.
Der Soldat Mathias Weber stammte aus Hütting, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen und war Landwirt (Röhmerbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 2. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments Er wurde mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 23.06.1916 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Schlacht um Verdun bei einem Sturmangriff. Er wurde bei der Erstürmung des Zwischen werkes Thiaumont getötet.
Über den Todestag von Mathias Weber schreibt die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 23. endlich erfolgte durch das 10. Infanterie-Regiment und das Alpenkorps der Angriff auf das Zwischenwerk Thiaumont und Fleury. Diejenigen Teile des Regiments, die noch nach den schweren Verlusten der letzten Wochen verwendungsfähig waren, beteiligten sich am Angriff des 10. Infanterie-Regiments. Der Angriff gelang.“
Mathias Weber war tot.
Die Lage des Grabes von Mathias Weber ist offiziell unbekannt. Er gilt als vermisst. Ich vermute jedoch, dass er, wenn er bis heute georgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Offiziersstellvertreter Vituas Xaver Franz Führer, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Landsturmmann Michael Wünsch, gefallen am 25.06.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Josef Wiemüller, gefallen am 25.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Mathias WeberRückseite des Sterbebildes von Mathias Weber
Der Soldat Josef Gerhager stammte aus der bayerischen Gemeinde Schwaigen und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 10. Kompanie des 2. bayerisches Infanterie-Regiments. Am 23.09.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei einem Gefecht bei Vermandoviller in Frankreich.
Offiziell ist für Josef Gerhager keine Grablage bekannt, ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers beigesetzt wurde, auf dem auch viele seiner Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Rupert Dallmeier, gefallen am 24.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Lampert Adlkirchner, gefallen am 24.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef GerhagerRückseite des Sterbebildes von Josef Gerhager
Der Soldat Josef Klughamer wurde am 04.01.1892 in Möding, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Landau an der Isar, als Sohn eines Landwirts (Unterhuberbauer) geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 05.03.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren nach schwerer Verwundung durch einen Granatschuss beim Stellungskampf im Wald von Apremont und Ailly in der Region Verdun.
Man begrub Josef Klughamer auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 18, Grab 118.